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Origami Wearable Sensors to Conform to Body Shapes (c) Shibaura Institute of Technology
Origami Wearable Sensors to Conform to Body Shapes
08.09.2026

Papier-Sensor faltet sich an den Körper

Forschende des Shibaura Institute of Technology in Japan haben ein parametrisches Designverfahren für papierbasierte Wearable-Sensoren entwickelt, die sich nach dem Bedrucken selbst zu einer helikalen Struktur falten und an Finger oder Unterarm anlegen. Statt Gurten oder Klebstoffen entsteht die Passform aus der Geometrie des gedruckten Faltmusters.

Der Prozess beginnt mit einem Standard-Inkjetdrucker. Aus den gewünschten Abmessungen des Körperbereichs erzeugt die Software ein zweidimensionales Muster, dessen definierte Faltlinien das Papier in eine dreidimensionale Helix überführen. Die Forschenden entwickelten zwei Werkzeuge: eines erzeugt das Druckmuster und eine 3D-Vorschau, das zweite berechnet aus Zielmaßen automatisch die passende Geometrie. Bei Prototypen für Finger und Unterarm lagen die realen Abmessungen innerhalb von etwa fünf Prozent der Zielwerte.

Forschende des Shibaura Institute of Technology in Japan haben ein parametrisches Designverfahren für papierbasierte Wearable-Sensoren entwickelt, die sich nach dem Bedrucken selbst zu einer helikalen Struktur falten und an Finger oder Unterarm anlegen. Statt Gurten oder Klebstoffen entsteht die Passform aus der Geometrie des gedruckten Faltmusters.

Der Prozess beginnt mit einem Standard-Inkjetdrucker. Aus den gewünschten Abmessungen des Körperbereichs erzeugt die Software ein zweidimensionales Muster, dessen definierte Faltlinien das Papier in eine dreidimensionale Helix überführen. Die Forschenden entwickelten zwei Werkzeuge: eines erzeugt das Druckmuster und eine 3D-Vorschau, das zweite berechnet aus Zielmaßen automatisch die passende Geometrie. Bei Prototypen für Finger und Unterarm lagen die realen Abmessungen innerhalb von etwa fünf Prozent der Zielwerte.

Für die Sensorfunktion wurden Kupferband-Elektroden integriert. In Versuchen erfassten die papierbasierten Geräte triboelektrische Signale und die galvanische Hautreaktion mit einer Leistung, die laut Forschungsteam mit konventionellen, per Band fixierten Sensoren vergleichbar war. Die Kombination aus kostengünstigem Substrat, digitaler Individualisierung und automatischer Formgebung könnte vor allem für kurzzeitig eingesetzte oder disposable Wearables interessant sein.

Das Team nennt Anwendungen in klinischer Kurzzeitüberwachung, Homecare, Feldmessungen, Touch-Sensorik und Mensch-Maschine-Schnittstellen. Zugleich bleibt die Entwicklung Forschungsarbeit: Die Autorinnen und Autoren betonen, dass weitere Praxistests notwendig sind. Die Studie erschien in Advanced Sensor Research. Der institutionelle Pressetext liefert zudem Bildmaterial unter CC BY 4.0 und ist damit für die redaktionelle Weiterverwendung besonders gut dokumentiert.

 

 

Quelle:

Shibaura Institute of Technology

08.09.2026

Teijin bringt Recycling-CFK in Mobilität

WHILL setzt beim kommenden elektrischen Mobilitätsgerät Model C Lite auf Teijins carbonfaserverstärkten Thermoplast Sereebo P CFP. Das Material wird für mehrere strukturelle Bauteile verwendet, darunter Fußstütze, Rückenstütze, Armlehnen und Batteriegehäuse. Damit erreicht ein spritzgießbarer CFRTP-Werkstoff eine Anwendung, bei der geringes Gewicht, Bauteilkomplexität und robuste Alltagstauglichkeit unmittelbar zusammenkommen.

Sereebo P CFP besteht nach Angaben von Teijin aus postindustriell recycelten Carbonfasern, die gleichmäßig in einer Polyamidmatrix verteilt werden. Das Material wird als Granulat geliefert und kann auf Standard-Spritzgießmaschinen verarbeitet werden. Der hohe Fließgrad soll dünne und komplexe Geometrien ermöglichen. Gegenüber Aluminium und Magnesium nennt Teijin Vorteile bei Gewicht sowie bei Fertigungsaufwand und Systemkosten; quantitative Vergleichswerte enthält die Pressemitteilung allerdings nicht.

WHILL setzt beim kommenden elektrischen Mobilitätsgerät Model C Lite auf Teijins carbonfaserverstärkten Thermoplast Sereebo P CFP. Das Material wird für mehrere strukturelle Bauteile verwendet, darunter Fußstütze, Rückenstütze, Armlehnen und Batteriegehäuse. Damit erreicht ein spritzgießbarer CFRTP-Werkstoff eine Anwendung, bei der geringes Gewicht, Bauteilkomplexität und robuste Alltagstauglichkeit unmittelbar zusammenkommen.

Sereebo P CFP besteht nach Angaben von Teijin aus postindustriell recycelten Carbonfasern, die gleichmäßig in einer Polyamidmatrix verteilt werden. Das Material wird als Granulat geliefert und kann auf Standard-Spritzgießmaschinen verarbeitet werden. Der hohe Fließgrad soll dünne und komplexe Geometrien ermöglichen. Gegenüber Aluminium und Magnesium nennt Teijin Vorteile bei Gewicht sowie bei Fertigungsaufwand und Systemkosten; quantitative Vergleichswerte enthält die Pressemitteilung allerdings nicht.

Der Einsatz ist für die Composite-Industrie deshalb relevant, weil hier mehrere Skalierungsanforderungen zusammentreffen: Recyclinganteil in der Verstärkungsfaser, thermoplastische Matrix, standardisierte Hochserienverarbeitung und Funktionsintegration in komplexe Bauteile. Statt großformatiger Hochleistungsverbunde steht eine an Spritzguss orientierte Prozessroute im Mittelpunkt, die auch für kleinere Mobilitäts-, Robotik- und Elektronikkomponenten interessant ist.

Teijin will die Sereebo-Reihe über Mobilitätsanwendungen hinaus für Drohnen, Robotik sowie elektrische und elektronische Komponenten ausbauen. Für die Bewertung der Nachhaltigkeitswirkung wären künftig zusätzliche Daten zu Rezyklatanteil, mechanischem Eigenschaftsniveau, Lebensdauer und End-of-Life-Pfaden hilfreich. Die aktuelle Meldung belegt zunächst die konkrete Industrialisierung eines PIR-basierten Carbonfaser-Thermoplasts.

Quelle:

Teijin Limited

Ministerin Mona Neubaur mit T7-Logo (c) Tomas Rodriguez
Ministerin Mona Neubaur mit T7-Logo
08.09.2026

T7 zeigt smarte Textilproduktion

Die Textilfabrik 7.0 in Mönchengladbach zeigt erstmals mehrere konkrete Demonstratoren aus ihrem Reallabor für eine „smarte und saubere“ Textilproduktion. Bei einem Besuch der nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerin Mona Neubaur präsentierten Forschende des Forschungsinstituts für Textil und Bekleidung der Hochschule Niederrhein und des ITA der RWTH Aachen unter anderem eine smarte Jacke, digitale Fertigungsverfahren sowie biotechnologische Ansätze zur Textilbearbeitung.

Die smarte Jacke erfasst Bewegungs- und Körperdaten und überträgt sie an eine App. Daraus ergeben sich mögliche Anwendungen beispielsweise in Physiotherapie und Rehabilitation. Ergänzend demonstrierten die Projektpartner, wie leitfähige Garne durch Sticktechnik in textile Strukturen integriert werden können. Auf der Digitalisierungsseite gehören KI-basierte Analysen von Naturfasern und Materialzusammensetzungen sowie laserbasierte Druck- und Bearbeitungsverfahren zum aktuellen Entwicklungsstand.

Die Textilfabrik 7.0 in Mönchengladbach zeigt erstmals mehrere konkrete Demonstratoren aus ihrem Reallabor für eine „smarte und saubere“ Textilproduktion. Bei einem Besuch der nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerin Mona Neubaur präsentierten Forschende des Forschungsinstituts für Textil und Bekleidung der Hochschule Niederrhein und des ITA der RWTH Aachen unter anderem eine smarte Jacke, digitale Fertigungsverfahren sowie biotechnologische Ansätze zur Textilbearbeitung.

Die smarte Jacke erfasst Bewegungs- und Körperdaten und überträgt sie an eine App. Daraus ergeben sich mögliche Anwendungen beispielsweise in Physiotherapie und Rehabilitation. Ergänzend demonstrierten die Projektpartner, wie leitfähige Garne durch Sticktechnik in textile Strukturen integriert werden können. Auf der Digitalisierungsseite gehören KI-basierte Analysen von Naturfasern und Materialzusammensetzungen sowie laserbasierte Druck- und Bearbeitungsverfahren zum aktuellen Entwicklungsstand.

Im Themenfeld „Biosphere“ untersucht das Projekt unter anderem die Entfärbung von Textilien mit Pilzkulturen. Ziel ist es, chemisch und energetisch aufwendige Prozessschritte durch biotechnologische Alternativen zu ergänzen oder perspektivisch zu ersetzen. Die vier Kernbereiche von T7 sind On-Demand-Fertigung, MicroFactory Engineering, Digital Textiles und Biosphere. Damit sollen einzelne Technologien nicht isoliert erprobt, sondern in einer durchgängigen, wirtschaftlich relevanten Produktionsumgebung verbunden werden.

Textination hatte über die Textilfabrik 7.0 bereits berichtet. Die aktuelle Meldung ist deshalb nicht als erneute Projektvorstellung zu verstehen, sondern als Fortschrittsbericht: Neu sind die nun gezeigten Demonstratoren und die konkrete Kombination von Smart-Textile-Anwendung, digitaler Analyse, Laserprozess und biotechnologischer Entfärbung. Das Projekt wird von Forschung, Industrieverbänden, Textilakademie NRW und Wirtschaftsförderung getragen und soll CO₂-neutrale, zirkuläre Produktion in Deutschland praktisch erproben.

Quelle:

ITA – Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University 

06.09.2026

Lectra übernimmt 70 Prozent von Caron Technology

Lectra vertieft seine seit fast zwei Jahrzehnten bestehende Zusammenarbeit mit dem italienischen Maschinenbauer Caron Technology. Im August 2026 hat Lectra 70 Prozent des Unternehmens für 1,9 Millionen Euro übernommen; zugleich besteht eine Option, den Anteil bis 2029 auf 100 Prozent zu erhöhen. Strategisch erweitert Lectra damit seine Position im sogenannten Cutting Room um Prozessschritte, die vor dem eigentlichen automatisierten Zuschnitt liegen.

Caron Technology entwickelt und montiert Systeme für die Vorbereitung flexibler Materialien: Stofflegeautomaten, Zuführsysteme, Rollenlader, Legetische und zugehörige Software. Diese Prozessstufe wird häufig unterschätzt. Gleichmäßiges Legen, kontrollierte Materialzuführung und zuverlässiges Rollenhandling beeinflussen unmittelbar die Produktivität des nachfolgenden Zuschnitts, den Materialverbrauch und die Prozessstabilität. Gerade bei empfindlichen, elastischen oder technisch anspruchsvollen Materialien kann die Vorbereitung über Ausschuss und Qualität entscheiden.

Lectra vertieft seine seit fast zwei Jahrzehnten bestehende Zusammenarbeit mit dem italienischen Maschinenbauer Caron Technology. Im August 2026 hat Lectra 70 Prozent des Unternehmens für 1,9 Millionen Euro übernommen; zugleich besteht eine Option, den Anteil bis 2029 auf 100 Prozent zu erhöhen. Strategisch erweitert Lectra damit seine Position im sogenannten Cutting Room um Prozessschritte, die vor dem eigentlichen automatisierten Zuschnitt liegen.

Caron Technology entwickelt und montiert Systeme für die Vorbereitung flexibler Materialien: Stofflegeautomaten, Zuführsysteme, Rollenlader, Legetische und zugehörige Software. Diese Prozessstufe wird häufig unterschätzt. Gleichmäßiges Legen, kontrollierte Materialzuführung und zuverlässiges Rollenhandling beeinflussen unmittelbar die Produktivität des nachfolgenden Zuschnitts, den Materialverbrauch und die Prozessstabilität. Gerade bei empfindlichen, elastischen oder technisch anspruchsvollen Materialien kann die Vorbereitung über Ausschuss und Qualität entscheiden.

Lectra kombiniert bisher Software-as-a-Service, Daten, Schneidsysteme und Services für Mode, Möbel und Automotive. Mit Caron Technology soll das Angebot für eine durchgängig vernetzte Zuschneiderei ausgebaut werden. Das ist technisch und wirtschaftlich relevant, weil in vielen Betrieben einzelne Maschineninseln noch nicht vollständig miteinander verzahnt sind. Wenn Materialvorbereitung, Auftragsdaten, Legeplanung und Zuschnitt aufeinander abgestimmt werden, lassen sich Rüstzeiten, Materialverluste und manuelle Eingriffe reduzieren.

Die Beteiligung ist zugleich ein Beispiel für die Konsolidierung im Textilmaschinen- und Automatisierungsmarkt. Lectra kauft nicht nur eine Technologie zu, sondern bindet einen langjährigen Spezialpartner enger an die eigene Plattform. Für Kunden wird entscheidend sein, wie offen die künftigen Systeme gegenüber bestehenden Maschinenparks bleiben und ob die Integration messbare Vorteile bei Durchsatz, Materialeffizienz und Flexibilität bringt.

Quelle:

Lectra / Caron Technology

Enrico Heinlein (links) und Michael Müller im Textiltechnikum des TITK bei der Herstellung trockener UD-Tapes. Foto (c) TITK / Steffen Beikirch
Enrico Heinlein (links) und Michael Müller im Textiltechnikum des TITK bei der Herstellung trockener UD-Tapes.
24.08.2026

TITK: Innovative UD-Tapes für den anspruchsvollen Leichtbau

Höchste Festigkeit bei geringstem Gewicht – das ist im Leichtbau das Maß der Dinge. Ressourcenschonend und nachhaltig soll es außerdem sein. Doch zuallererst müssen Materialien mechanischen Belastungen genau dort standhalten, wo sie auftreten – ob in der Luft- und Raumfahrt, auf der Straße oder Schiene, beim Sport, der Windenergie-Erzeugung oder der Speicherung von Wasserstoff. Bei all diesen Anwendungen können mit unidirektional verstärkten Tapes lastgerechte Verstärkungen realisiert werden. 

Dieses universell einsetzbare textile Halbzeug ist seit längerem ein wichtiger Forschungsschwerpunkt am TITK in Rudolstadt. Auf der Kunststoffmesse K 2025 in Düsseldorf zeigte das wirtschaftsnahe Institut neuentwickelte trockene Schmalbandgelege auf Basis von 50K Carbonfaserrovings. Trockene UD-Tapes aus parallel ausgerichteten Endlosfasern wurden mit angepassten Nähgarnen und einer optimierten Thermofixierung produziert und in einem automatisierten, robotergestützten Tapelegeverfahren verarbeitet. 

Höchste Festigkeit bei geringstem Gewicht – das ist im Leichtbau das Maß der Dinge. Ressourcenschonend und nachhaltig soll es außerdem sein. Doch zuallererst müssen Materialien mechanischen Belastungen genau dort standhalten, wo sie auftreten – ob in der Luft- und Raumfahrt, auf der Straße oder Schiene, beim Sport, der Windenergie-Erzeugung oder der Speicherung von Wasserstoff. Bei all diesen Anwendungen können mit unidirektional verstärkten Tapes lastgerechte Verstärkungen realisiert werden. 

Dieses universell einsetzbare textile Halbzeug ist seit längerem ein wichtiger Forschungsschwerpunkt am TITK in Rudolstadt. Auf der Kunststoffmesse K 2025 in Düsseldorf zeigte das wirtschaftsnahe Institut neuentwickelte trockene Schmalbandgelege auf Basis von 50K Carbonfaserrovings. Trockene UD-Tapes aus parallel ausgerichteten Endlosfasern wurden mit angepassten Nähgarnen und einer optimierten Thermofixierung produziert und in einem automatisierten, robotergestützten Tapelegeverfahren verarbeitet. 

Auch im automatisierten Tapewickeln haben sich die Textil- und Werkstoff-Forscher des TITK eine beachtliche Expertise erarbeitet. Geforscht wird aktuell an Druckbehältern für die Medien-Speicherung sowie an verschiedensten anderen 3D-Strukturen. An der robotergestützten Anlage im TITK-Technikum können unterschiedlichste Verbundstrukturen aufgebaut werden, so dass der Lagenaufbau für eine vollflächige oder variable Bedeckung sehr flexibel zu realisieren ist. „Wir können hier die gesamte Prozesskette abbilden, und dies in einem recht großen vorindustriellen Maßstab“, sagt Abteilungsleiter Dr.-Ing. Thomas Reußmann. 

Ergänzt werden diese technischen Möglichkeiten nun durch einen 3D-Druckkopf für den vorhandenen Roboter. „Damit ist es möglich, die abgelegten Tapelagen mit individuellen Kunststoff-Strukturen an genau definierten Stellen lastpfadgerecht zu verstärken“, kündigt Reußmann an. Alternativ könne auch zuerst eine Prototypenform aus Kunststoffgranulat gedruckt werden und dann darauf die Tapeablage erfolgen, ergänzt Dr.-Ing. Robert Hartmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Textil- und Werkstoff-Forschung. 

Bei Bedarf erfolgt auch direkt am TITK die anschließende Harzinfiltration der abgelegten Tapeaufbauten. Und nicht zuletzt sind durch die TITK-Tochter OMPG – akkreditiertes Prüflabor für Kunststoffe und Textilien – vor Ort wichtige Materialprüfungen für Rovings, Tapes und fertige Bauteile abgedeckt, sodass in der Materialentwicklung gezielt nachgesteuert werden kann. 

Exponate zum Thema, wie etwa abgelegte Tapestrukturen aus Carbonfaserrovings oder auch einen gewickelten Verbundkörper, zeigt das TITK auf der Fakuma vom 12. bis 16. Oktober 2026 in Friedrichshafen. 

Quelle:

TITK 

Foto: (c) Montane
24.08.2026

Montane: Drei Membranen für unterschiedliche Ansprüche

Der britische Outdoorbekleidungshersteller ist im Bereich Hardshells seit jeher breit aufgestellt. In der Herbst-/Winterkollektion 2026 zeigen die Experten für Schlechtwetterkleidung aus Newcastle upon Thyne, dass es beim Wetterschutz nicht nur um „wasserdicht oder nicht“ geht. 

Sie haben vielmehr drei unterschiedliche Materialkonzepte entwickelt, die verschiedene Anforderungen an Schutz, Robustheit, Atmungsaktivität, Ausstattung und Budget abdecken. Von der moderaten Wanderung bis hin zum Eisklettern in Schottland oder der Nordwand in den Alpen.

Wasserdicht ist nicht gleich wasserdicht
Das Angebot an Hardshells auf dem Markt ist unübersichtlich. Als Outdoorsportler will ich vor allem, dass sie wasserdicht ist. Dabei kostet die eine Jacke gut 200 Euro, während für ein anderes Modell mehr als das Dreifache aufgerufen wird. Der Grund liegt nicht allein im Namen der Membran. Materialstärke, Konstruktion, Ausstattung, Schnitt und vor allem der geplante Einsatz entscheiden darüber, wie technisch eine Hardshell sein muss. Das beeinflusst den Preis.

Der britische Outdoorbekleidungshersteller ist im Bereich Hardshells seit jeher breit aufgestellt. In der Herbst-/Winterkollektion 2026 zeigen die Experten für Schlechtwetterkleidung aus Newcastle upon Thyne, dass es beim Wetterschutz nicht nur um „wasserdicht oder nicht“ geht. 

Sie haben vielmehr drei unterschiedliche Materialkonzepte entwickelt, die verschiedene Anforderungen an Schutz, Robustheit, Atmungsaktivität, Ausstattung und Budget abdecken. Von der moderaten Wanderung bis hin zum Eisklettern in Schottland oder der Nordwand in den Alpen.

Wasserdicht ist nicht gleich wasserdicht
Das Angebot an Hardshells auf dem Markt ist unübersichtlich. Als Outdoorsportler will ich vor allem, dass sie wasserdicht ist. Dabei kostet die eine Jacke gut 200 Euro, während für ein anderes Modell mehr als das Dreifache aufgerufen wird. Der Grund liegt nicht allein im Namen der Membran. Materialstärke, Konstruktion, Ausstattung, Schnitt und vor allem der geplante Einsatz entscheiden darüber, wie technisch eine Hardshell sein muss. Das beeinflusst den Preis.

Montane verfolgt für Herbst/Winter 2026 deshalb keinen „eine Membran für Alles“-Ansatz. Stattdessen kommen drei unterschiedliche Wetterschutz-Technologien zum Einsatz: GORE-TEX®, PERTEX® Shield und PETRICHOR. Dabei ist keine Technologie besser oder schlechter. Auf den Einsatzbereich kommt es an. 

 

Quelle:

Montane

Foto (c) ThruDark
20.08.2026

ThruDark: Outdoor-Bekleidungskollektion für Frauen

ThruDark ist eine britische Outdoor-Bekleidungsmarke mit einer einzigartigen Markengeschichte. ThruDark wurde gegründet von zwei Männern. Die Firmengründer Staz und Louis haben bei den britischen Special Forces härteste Herausforderungen bewältigt und sich mit ihrer Marke purer Performance und Verlässlichkeit verschrieben. 

Was für die harten Jungs bei den Special Forces funktioniert, wird von ThruDark für den Einsatz in wilder, aber ziviler Umgebung neu gedacht. Die allermeisten Styles wurden bisher von Männern für Männer entwickelt – eigentlich logisch, wenn man die Expertise von Staz, Louis und ihrem Team zugrunde legt. Doch der Grundgedanke von ThruDark ist nicht exklusiv männlich; im Fokus steht die Bekleidungs-Performance für diejenigen, die sie tragen. 

ThruDark ist eine britische Outdoor-Bekleidungsmarke mit einer einzigartigen Markengeschichte. ThruDark wurde gegründet von zwei Männern. Die Firmengründer Staz und Louis haben bei den britischen Special Forces härteste Herausforderungen bewältigt und sich mit ihrer Marke purer Performance und Verlässlichkeit verschrieben. 

Was für die harten Jungs bei den Special Forces funktioniert, wird von ThruDark für den Einsatz in wilder, aber ziviler Umgebung neu gedacht. Die allermeisten Styles wurden bisher von Männern für Männer entwickelt – eigentlich logisch, wenn man die Expertise von Staz, Louis und ihrem Team zugrunde legt. Doch der Grundgedanke von ThruDark ist nicht exklusiv männlich; im Fokus steht die Bekleidungs-Performance für diejenigen, die sie tragen. 

Die Designerinnen und Designer bei ThruDark stellen im Sommer 2026 eine Outdoor-Bekleidungskollektion für Frauen vor. Die neue Oryon Women’s Serie umfasst Wander-T-Shirts, Hosen und Leggings und baut auf den positiven Grundlagen auf, die durch die Force Activewear Women’s Range gelegt wurden, die Anfang dieses Jahres lanciert wurde. Da sich immer mehr Frauen an ThruDark für hochwertige, hochfunktionale Bekleidung wenden, reagiert die neue Oryon Women’s Range auf die wachsende Nachfrage.

Neue Styles, gleiche DNA 
Die Kollektion umfasst leichte und atmungsaktive Merino-Woll-T-Shirts, strapazierfähige Wanderhosen und bequeme Stretch-Leggings. Die Kollektion bietet einen hohen UPF und schützt die Trägerin vor den schädlichen Auswirkungen längerer UV-Exposition. Die Oryon Women’s Range ist in verschiedenen Passformen und Farben erhältlich und bietet einen eigenen, unverwechselbaren Charakter bei gleichzeitig subtiler visueller Ästhetik.

Weitere Informationen:
ThruDark Outdoorbekleidung
Quelle:

ThruDark 

Garne aus rezyklierten Glasfasern Foto (c) DITF
Garne aus rezyklierten Glasfasern
18.08.2026

Europa setzt bei ausgedienten Windrotorblättern auf Recycling

Seit 2026 hat sich Europas Windenergiebranche selbst verpflichtet, dass Rotorblätter von Windturbinen nicht auf Deponien enden, wenn sie das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht haben. Das von der EU geförderte Forschungsprojekt REWIND zeigt Wege auf, diese Verbundwerkstoffabfälle wiederzuverwenden. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) sind einer von 13 Projektpartnern aus sieben Ländern.

REWIND steht für Efficient Decommissioning, Repurposing and Recycling to increase the Circularity of end-of-life Wind Energy Systems. Die Projektpartner entwickeln grundlegende Technologien und Verfahren für die Demontage, das Recycling und die Wiederverwendung der Verbundwerkstoffe. Ziel ist es, die Windrotorblätter kreislauffähig zu machen statt sie zu deponieren oder zu verbrennen.

Das Konsortium hat ein Modell validiert, mit dem sich das mechanische Verhalten der wiedergewonnenen Materialien mit einer Genauigkeit von über 90 % vorhersagen lässt. Damit sind sie für anspruchsvolle Anwendungen wie zum Beispiel in Elektrofahrzeugen oder als Dämmstoff geeignet.

Seit 2026 hat sich Europas Windenergiebranche selbst verpflichtet, dass Rotorblätter von Windturbinen nicht auf Deponien enden, wenn sie das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht haben. Das von der EU geförderte Forschungsprojekt REWIND zeigt Wege auf, diese Verbundwerkstoffabfälle wiederzuverwenden. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) sind einer von 13 Projektpartnern aus sieben Ländern.

REWIND steht für Efficient Decommissioning, Repurposing and Recycling to increase the Circularity of end-of-life Wind Energy Systems. Die Projektpartner entwickeln grundlegende Technologien und Verfahren für die Demontage, das Recycling und die Wiederverwendung der Verbundwerkstoffe. Ziel ist es, die Windrotorblätter kreislauffähig zu machen statt sie zu deponieren oder zu verbrennen.

Das Konsortium hat ein Modell validiert, mit dem sich das mechanische Verhalten der wiedergewonnenen Materialien mit einer Genauigkeit von über 90 % vorhersagen lässt. Damit sind sie für anspruchsvolle Anwendungen wie zum Beispiel in Elektrofahrzeugen oder als Dämmstoff geeignet.

An den DITF werden aus den von den Projektpartnern rezyklierten Glas- und Carbonfasern Garne und Gewebe für neue Bauteile oder für Reparatur-Sets von Windkraftanlagen entwickelt. In einem ersten Schritt wurden recycelte Fasern untersucht, vor allem im Hinblick darauf, für welche Verarbeitungsverfahren sie geeignet sind.

Das Forschungsteam verfolgt zwei unterschiedliche Verfahren. In der ersten Prozessroute werden die rezyklierten Glasfasern zu hochwertigen textilen Verstärkungsstrukturen verarbeitet. Dazu werden die Fasern vorgeöffnet, gekrempelt, zu Garnen versponnen und anschließend zu Geweben verarbeitet, die entweder in eine oder in zwei Richtungen verstärkt sind. Ein erster Meilenstein war die Entwicklung eines rezyklierten Glasfasergarns (rGF/Polyamid-6-Garns) mit einem Faservolumengehalt von rund 40 %, das für thermoplastische Verbundanwendungen, beispielsweise für Strukturbauteile im Automobilbau, geeignet ist.

Es ist darüber hinaus gelungen, ein Garn herzustellen, das sogar aus 98 % rezyklierten Glasfasern besteht. Daraus wurde ein Gewebe mit paralleler Faserausrichtung (UD-Gewebe) gefertigt. Damit konnte erstmals gezeigt werden, dass sich gezielt ausgerichtete textile Verstärkungsstrukturen aus rezyklierten Glasfasern herstellen lassen, die optimal an mechanische Belastungen angepasst sind.

Die zweite Prozessroute untersucht die Verarbeitung von Long-Fiber-Delamination-(LFD)-Tapes, die direkt aus Windrotorblättern gehobelt werden, zu UD-Geweben. Diese LFD-Tapes stellen eine neuartige Klasse textiler Halbzeuge aus vollständig ausgehärtetem glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK)-Rezyklat dar. Derzeit wird untersucht, inwieweit sie sich diese Zwischenprodukte als leistungsfähige Verstärkungsstrukturen für Faserverbundwerkstoffe eignen.

 

Quelle:

DITF

Die neue ANDRITZ-Airlay-Linie im Werk von MENANG in Malaysia Foto (c) Andritz
Die neue ANDRITZ-Airlay-Linie im Werk von MENANG in Malaysia
12.08.2026

MENANG nimmt Produktion mit Airlay-Linie von ANDRITZ wieder auf

MENANG, ein malaysischer Hersteller von Vliesstoffkomponenten für die Automobilindustrie, hat seine Produktion nach einem Großbrand Mitte März 2026, bei dem die Airlay-Linie des Unternehmens schwer beschädigt wurde, wieder aufgenommen. Eine neue Airlay-Linie von ANDRITZ ermöglichte die Wiederaufnahme der Produktion innerhalb von nur vier Monaten.

Unmittelbar nach dem Brand leitete MENANG ein Wiederaufbauprogramm ein und bestellte Ende März eine neue Airlay-Linie bei ANDRITZ. In enger Zusammenarbeit mit MENANG schloss ANDRITZ die Montage und Inbetriebnahme der Linie dank eines stark gestrafften Projektzeitplans bis Mitte Juli ab. Durch die parallele Durchführung der Wiederaufbauarbeiten am Standort und der Anlagenmontage konnte MENANG die Rückkehr zum Normalbetrieb beschleunigen und die Auswirkungen auf die Produktion minimieren.

MENANG, ein malaysischer Hersteller von Vliesstoffkomponenten für die Automobilindustrie, hat seine Produktion nach einem Großbrand Mitte März 2026, bei dem die Airlay-Linie des Unternehmens schwer beschädigt wurde, wieder aufgenommen. Eine neue Airlay-Linie von ANDRITZ ermöglichte die Wiederaufnahme der Produktion innerhalb von nur vier Monaten.

Unmittelbar nach dem Brand leitete MENANG ein Wiederaufbauprogramm ein und bestellte Ende März eine neue Airlay-Linie bei ANDRITZ. In enger Zusammenarbeit mit MENANG schloss ANDRITZ die Montage und Inbetriebnahme der Linie dank eines stark gestrafften Projektzeitplans bis Mitte Juli ab. Durch die parallele Durchführung der Wiederaufbauarbeiten am Standort und der Anlagenmontage konnte MENANG die Rückkehr zum Normalbetrieb beschleunigen und die Auswirkungen auf die Produktion minimieren.

William Wong, Group Director von MENANG, erklärt: „Nach dem Brand lag unser Fokus darauf, den Wiederaufbau rasch voranzutreiben, um die Kontinuität für unsere Kunden und Partner sicherzustellen. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Teams von MENANG und ANDRITZ hat entscheidend dazu beigetragen, dies zu ermöglichen. Wir schätzen das Engagement und die Reaktionsbereitschaft über den gesamten Projektverlauf sehr und freuen uns, mit unserer neuen Airlay-Linie wieder in Betrieb zu sein.“

Die neu installierte ANDRITZ-Airlay-Linie bietet MENANG eine moderne und zuverlässige Technologie zur Vliesbildung und unterstützt damit das zukünftige Wachstum und die Ziele des Unternehmens in der Automobilindustrie.

Quelle:

ANDRITZ AG