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Neue Wissensplattform für Markt- und Zukunftsanalysen Bild KI-generiert, Messe Düsseldorf
12.03.2026

drupa insights: Neue Wissensplattform für Markt- und Zukunftsanalysen

Ab sofort startet mit drupa insights eine neue digitale Wissensplattform der drupa. Die Weltleitmesse für Printing Solutions erweitert so ihr Informationsangebot um fortlaufende Markt- und Zukunftsanalysen für die internationale Print- und Verpackungsindustrie.

Das Format entsteht in Kooperation mit Alliance Insights, dem Research-Bereich der PRINTING United Alliance. Der Zugang erfolgt nach einmaliger, kostenfreier Registrierung über die drupa-Website.

drupa insights bietet vertiefende Analysen zu technologischen Entwicklungen, Marktveränderungen und wirtschaftlichen Perspektiven. Grundlage sind internationale Studien und Untersuchungen, die auf die Anforderungen einer sich dynamisch wandelnden Print- und Packaging-Industrie ausgerichtet sind. Zum Start stehen drei zentrale Themenfelder im Fokus: die wachsende Bedeutung von Etiketten- und Verpackungsdruck, der Fortschritt im Bereich Künstliche Intelligenz und Robotik sowie die zunehmende Automatisierung von Produktionsprozessen.

Ab sofort startet mit drupa insights eine neue digitale Wissensplattform der drupa. Die Weltleitmesse für Printing Solutions erweitert so ihr Informationsangebot um fortlaufende Markt- und Zukunftsanalysen für die internationale Print- und Verpackungsindustrie.

Das Format entsteht in Kooperation mit Alliance Insights, dem Research-Bereich der PRINTING United Alliance. Der Zugang erfolgt nach einmaliger, kostenfreier Registrierung über die drupa-Website.

drupa insights bietet vertiefende Analysen zu technologischen Entwicklungen, Marktveränderungen und wirtschaftlichen Perspektiven. Grundlage sind internationale Studien und Untersuchungen, die auf die Anforderungen einer sich dynamisch wandelnden Print- und Packaging-Industrie ausgerichtet sind. Zum Start stehen drei zentrale Themenfelder im Fokus: die wachsende Bedeutung von Etiketten- und Verpackungsdruck, der Fortschritt im Bereich Künstliche Intelligenz und Robotik sowie die zunehmende Automatisierung von Produktionsprozessen.

Vom Global Trends Report zum Premium Content-Hub
Mit drupa insights wird das Konzept des bisherigen Global Trends Reports in eine fortlaufende digitale Veröffentlichungsform überführt. An die Stelle eines jährlichen Berichts tritt ein regelmäßig aktualisiertes Angebot, das Entwicklungen zeitnah aufgreift und einordnet. Zugleich ist drupa insights Teil der strategischen Neuausrichtung der drupa 2028: Als Bestandteil des thematischen Clusters LEARN stärkt das Format den Wissens- und Analysebereich bereits im Vorfeld der Messe.

Strategische Partnerschaft mit PRINTING United Alliance vertieft
drupa insights basiert auf der bestehenden Zusammenarbeit zwischen der drupa und der PRINTING United Alliance. Sabine Geldermann, Director drupa, Portfolio Print Technologies der Messe Düsseldorf, erklärt:
„Mit drupa insights bündeln wir internationale Expertise und schaffen eine verlässliche Grundlage für fundierte Markt- und Zukunftsanalysen. Unser Ziel ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, den Wandel der Industrie strategisch zu gestalten.“ Nathan Safran, Vice President, Research Alliance Insights, ergänzt: „Wir freuen uns, gemeinsam mit der drupa dieses neue Format umzusetzen, das vertiefte Einblicke in die Entwicklung der Branche ermöglicht und praxisnahe Entscheidungsgrundlagen liefert.“

Mit drupa insights stärkt die drupa ihre Rolle als zentraler Ort für Wissenstransfer und Vernetzung über den gesamten Innovationszyklus hinweg. Die Inhalte richten sich an Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Druck- und Verpackungsindustrie – von Druckdienstleistern und Maschinenherstellern über Technologieanbieter und Agenturen bis hin zu Brand Ownern, Designerinnen, Designern und Medienvertreterinnen und -vertretern.

12.03.2026

BTE: "Konsequente Regulierung asiatischer Onlineplattformen überfällig"

Der BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren appelliert an die Bundesregierung und die EU, umgehend wirksame und konsequente Maßnahmen gegen den massenhaften Import schadstoffbelasteter Billigware über asiatische Onlineplattformen wie Temu und Shein zu ergreifen.
 
Der stationäre Modehandel steht infolge anhaltender Konsumzurückhaltung, dauerhaft hoher Energiepreise und einer stetig wachsenden Bürokratielast bereits unter erheblichem Druck. Hinzu treten zunehmende Wettbewerbsverzerrungen durch Onlineplattformen aus Drittstaaten, die sich systematisch und folglich ganz bewusst der Einhaltung europäischer Produkt-, Umwelt- und Verbraucherschutzstandards entziehen. Der regelkonform arbeitende Handel bleibe damit schutzlos zurück und werde faktisch von Politik und Aufsichtsbehörden im Stich gelassen.
 

Der BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren appelliert an die Bundesregierung und die EU, umgehend wirksame und konsequente Maßnahmen gegen den massenhaften Import schadstoffbelasteter Billigware über asiatische Onlineplattformen wie Temu und Shein zu ergreifen.
 
Der stationäre Modehandel steht infolge anhaltender Konsumzurückhaltung, dauerhaft hoher Energiepreise und einer stetig wachsenden Bürokratielast bereits unter erheblichem Druck. Hinzu treten zunehmende Wettbewerbsverzerrungen durch Onlineplattformen aus Drittstaaten, die sich systematisch und folglich ganz bewusst der Einhaltung europäischer Produkt-, Umwelt- und Verbraucherschutzstandards entziehen. Der regelkonform arbeitende Handel bleibe damit schutzlos zurück und werde faktisch von Politik und Aufsichtsbehörden im Stich gelassen.
 
Zahlreiche Untersuchungen und Recherchen belegten fortlaufend, dass über Plattformen wie Temu und Shein Textilien, Schuhe und Accessoires mit erhöhten Konzentrationen gesundheitsgefährdender Chemikalien innerhalb der EU in Verkehr gebracht werden. Aktuelle Untersuchungen des Bremer Umweltinstituts zeigen, dass 25 von 31 geprüften textilen Produkten die Grenzwerte der EU-Chemikalienverordnung REACH überschritten. Bereits 2025 hatte die Stiftung Warentest auf mangelhafte Produkte hingewiesen, die nicht den geltenden EU-Standards entsprechen.
 
„Es ist eine Farce, wenn Plattformen wiederholt Lippenbekenntnisse zur Einhaltung europäischer Produktstandards abgeben, während gleichzeitig erhebliche systematische Verstöße festgestellt werden“, äußert BTE-Präsident Mark Rauschen. Denn trotz wiederholter öffentlicher Kritik reagieren Onlineplattformen wie Temu und Shein erst nach dem Aufdecken erheblicher Produktmängel und unter öffentlichem Druck. „Dies ist ein Zustand, der nicht länger hingenommen werden kann – die Grenze ist überschritten und es stellt sich die Frage, wie oft solche Zusagen noch folgenlos bleiben sollen“, so Rauschen.
 
Die von den Plattformen mitunter angeführten Hinweise, beanstandete Produkte weltweit von ihren Verkaufsportalen entfernt zu haben, sowie die vermeintlichen Zusicherungen einer Stärkung der Mechanismen zur Durchsetzung von EU-Produktstandards bleiben aus Sicht des BTE völlig wirkungslos. „Ein Geschäftsmodell, das ausschließlich nach öffentlichem Druck reagiert, kann keinen verlässlichen Verbraucher-, Gesundheits- sowie Umweltschutz – entsprechend den hohen EU-Standards – gewährleisten.“
 
Vor diesem Hintergrund begrüßt der BTE, dass die Europäische Kommission nach dem Skandal um rechtswidrige Produkte auf der Plattform Shein Konsequenzen gezogen hat. „Mit der Einleitung eines Verfahrens auf Grundlage des Digital Services Act wird das notwendige Signal gesetzt. Gleichwohl handelt es sich dabei nicht um einen Selbstläufer“, so Rauschen. Aus Sicht des BTE sind nun konsequente Kontrollen bei der Einfuhr von Waren auf den EU Markt und damit eine deutlich stärkere Marktüberwachung sowie die Schließung bestehender Regulierungs  und Vollzugslücken sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene zwingend erforderlich. Vor diesem Hintergrund setzte sich der BTE bereits für die frühzeitige Abschaffung der 150-Euro-Zollfreigrenze ein und fordert nun eine schnelle und konsequente Umsetzung ohne Ausnahmen. 
 
Unabdingbar sei ein echtes Level Playing Field für alle Marktteilnehmer. Die Geschäftspraktiken einzelner Plattformen wirken sich im gleichen Maße auf Handel, Hersteller und weitere Wirtschaftsakteure aus, wie vor allem der Handelsverband Deutschland (HDE) in den letzten Monaten deutlich machte. HDE-Präsident Alexander von Preen hat wiederholt betont, dass fairer Wettbewerb nur dann möglich sei, wenn Anbieter wie Temu und Shein bei Verstößen gegen europäische Gesetze konsequent zur Rechenschaft gezogen werden. Aus Sicht des BTE sind folglich Berlin und Brüssel nun am Zug, Handel und Verbraucher endlich zu schützen.

Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren

12.03.2026

Sonderangebote in Gefahr - Einzelhandel fordert Änderung der Preisangaben-Richtlinie

Preisaktionen im Einzelhandel könnten in Zukunft seltener werden, so der HDE. Grund sind neue rechtliche Vorgaben: Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte zur Preisangaben-Richtlinie geurteilt, dass Preiswerbung faktisch nur noch zulässig ist, wenn der reduzierte Preis niedriger ist als der günstigste Preis der letzten 30 Tage. Eine aktuelle wissenschaftliche Studie des Instituts für Handelsforschung an der Universität Köln (IFH), die im Auftrag des Handelsverbandes Deutschland (HDE) erstellt wurde, belegt die damit verbundenen negativen Folgen für Handel und Verbraucher. Der HDE fordert deshalb Änderungen an der EU-Preisangaben-Richtlinie.

„Preisaktionen im Einzelhandel intensivieren den Wettbewerb, fördern Preisvergleiche und tragen zur Verbraucherwohlfahrt bei. Aktionspreise sind dabei nicht nur ein kurzfristig wirksames Verkaufsinstrument, sondern bieten den Kunden dauerhaft günstige Preise. Wer die Axt an die rechtliche Zulässigkeit vieler Sonderangebote legt, erweist den Handelsunternehmen und den Verbrauchern einen echten Bärendienst“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Preisaktionen im Einzelhandel könnten in Zukunft seltener werden, so der HDE. Grund sind neue rechtliche Vorgaben: Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte zur Preisangaben-Richtlinie geurteilt, dass Preiswerbung faktisch nur noch zulässig ist, wenn der reduzierte Preis niedriger ist als der günstigste Preis der letzten 30 Tage. Eine aktuelle wissenschaftliche Studie des Instituts für Handelsforschung an der Universität Köln (IFH), die im Auftrag des Handelsverbandes Deutschland (HDE) erstellt wurde, belegt die damit verbundenen negativen Folgen für Handel und Verbraucher. Der HDE fordert deshalb Änderungen an der EU-Preisangaben-Richtlinie.

„Preisaktionen im Einzelhandel intensivieren den Wettbewerb, fördern Preisvergleiche und tragen zur Verbraucherwohlfahrt bei. Aktionspreise sind dabei nicht nur ein kurzfristig wirksames Verkaufsinstrument, sondern bieten den Kunden dauerhaft günstige Preise. Wer die Axt an die rechtliche Zulässigkeit vieler Sonderangebote legt, erweist den Handelsunternehmen und den Verbrauchern einen echten Bärendienst“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Aufgrund europäischer Vorgaben müssen Einzelhändler in Deutschland seit der letzten Novelle der Preisangaben-Verordnung bei der Werbung mit Preisherabsetzungen den niedrigsten Preis angeben, den sie in den letzten 30 Tagen für die reduzierte Ware verlangt haben. Der EuGH urteilte vor einem guten Jahr, dass Preiswerbung in der Praxis somit nur noch rechtskonform möglich ist, wenn der reduzierte Preis geringer ist als der günstigste Preis der letzten 30 Tage. „In der Praxis kann und darf ein Händler daher dasselbe Produkt nur noch alle 30 Tage mit einem günstigen Preis bewerben“, so Genth weiter. Die aktuelle IFH-Studie macht aber deutlich, dass in der Vergangenheit viele Produkte häufiger im Preis herabgesetzt und beworben wurden. „Besonders für Haushalte mit niedrigem Einkommen haben Preisaktionen eine hohe Bedeutung und tragen zur Wohlstandssicherung durch finanzielle Entlastung bei“, so Genth.

Wegen der neuen Rechtslage verbunden mit der Rechtsprechung des EuGH erwarten die Autoren der Studie, dass Preisaktionen in Zukunft seltener durchgeführt werden. „Das wird sich negativ auf den Preiswettbewerb und die Konsumentenwohlfahrt auswirken“, stellt Genth fest. Insbesondere für einkommensschwächere Haushalte seien Wohlfahrtsverluste wahrscheinlich. Genth konstatiert daher: „Die EU hat mit der neuen Regulierung den Wettbewerb und die Verbraucherinteressen vollkommen aus den Augen verloren“. Die neue Vorgabe für die Preiswerbung in der EU-Richtlinie sei nicht nur überflüssig, sondern schädlich.

„Die Koalitionsparteien haben vereinbart, umfassend Bürokratie abzubauen und überflüssige Regelungen zu streichen“, so der HDE-Hauptgeschäftsführer. Nun seien die Koalitionspartner aufgefordert, diesen Worten Taten folgen zu lassen. Genth: „Der Brüsseler Regulierungswahn muss ein Ende finden. Wir brauchen auf EU-Ebene eine Änderung der Preisangaben-Richtlinie.“

Quelle:

HDE Handelsverband Deutschland