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Grafik BTE
10.02.2026

Modehandel fordert Konsumschub und Abbau von Unternehmenshemmnissen durch Politik

Der Umsatz des Handels mit Bekleidung hat sich 2025 insgesamt nur sehr schwach entwickelt. Der Handel über alle Vertriebsformen hat nach BTE-Berechnungen im letzten Jahr Bekleidung im Wert von 57,14 Mrd. Euro verkauft. 2024 lag der Umsatz bei 56,54 Mrd. Euro. Dies entspricht einer nominalen Erhöhung von gerade einmal rund einem Prozent. Innerhalb der Branche waren die Online-Pure-Modehändler wieder die klaren Gewinner der Entwicklung. Der stationäre Bekleidungsfachhandel verharrte dagegen nahezu auf gleichem Niveau des Vorjahres. Der anderweitige stationäre Bekleidungshandel (z. B. in Warenhäusern) musste weitere Umsatzverluste hinnehmen. Bei Betrachtung der operativen Geschäftsergebnisse, unter Berücksichtigung kalkulatorischer Kosten, landete nach einer aktuellen BTE-Umfrage jeder zweite stationäre Bekleidungshändler in den roten Zahlen, bei 18 Prozent lag der operative Verlust sogar bei fünf Prozent oder schlechter. 
 

Der Umsatz des Handels mit Bekleidung hat sich 2025 insgesamt nur sehr schwach entwickelt. Der Handel über alle Vertriebsformen hat nach BTE-Berechnungen im letzten Jahr Bekleidung im Wert von 57,14 Mrd. Euro verkauft. 2024 lag der Umsatz bei 56,54 Mrd. Euro. Dies entspricht einer nominalen Erhöhung von gerade einmal rund einem Prozent. Innerhalb der Branche waren die Online-Pure-Modehändler wieder die klaren Gewinner der Entwicklung. Der stationäre Bekleidungsfachhandel verharrte dagegen nahezu auf gleichem Niveau des Vorjahres. Der anderweitige stationäre Bekleidungshandel (z. B. in Warenhäusern) musste weitere Umsatzverluste hinnehmen. Bei Betrachtung der operativen Geschäftsergebnisse, unter Berücksichtigung kalkulatorischer Kosten, landete nach einer aktuellen BTE-Umfrage jeder zweite stationäre Bekleidungshändler in den roten Zahlen, bei 18 Prozent lag der operative Verlust sogar bei fünf Prozent oder schlechter. 
 
Eine noch schlechtere Entwicklung ergab sich im Schuhhandel. Hier reduzierte sich das gesamte Marktvolumen von rund 11,66 Mrd. Euro im Vorjahr auf 11,48 Mrd. Euro im Jahr 2025, was eine Reduktion von rund anderthalb Prozent ergibt. Deutliche Verlierer waren die stationären Schuhfachgeschäfte, die nahezu vier Prozent Umsatzverluste zu verkraften hatten. Wie im Bekleidungsfachhandel konnten auch im Schuhhandel die reinen Online-Schuhanbieter Umsatzzuwächse verzeichnen. Rund 67 Prozent der stationären Schuhhändler verzeichneten ein negatives operatives Geschäftsergebnis, bei 37 Prozent lag der operative Verlust bei fünf Prozent oder schlechter. 
 
„Das Jahr 2025 hat unseren Branchen einen weiteren herben Rückschlag beschert. Wenn durchschnittlich deutlich mehr als die Hälfte aller Bekleidungs- und Schuhhändler operative Verluste machen, dann ist das ein wahres Horrorszenario. Die Entwicklung ist wirklich dramatisch und wir müssen aufpassen, dass noch bestehende stationäre Handels- und Versorgungsstrukturen unserer Branchen nicht vollends wegbrechen. Der Exitus unserer Branchen muss gestoppt werden!“, konstatiert BTE-Präsident Mark Rauschen, geschäftsführender Gesellschafter des Osnabrücker Modehauses L&T Lengermann & Trieschmann.
 
Auch für 2026 sind die Aussichten eher trüb. Laut aktueller BTE-Umfrage rechnen nur etwa 30 Prozent der Bekleidungshändler in diesem Jahr mit einem nennenswerten Umsatzplus. 34 Prozent der befragten Bekleidungshändler befürchten dagegen einen Umsatzrückgang von mindestens einem Prozent, der Rest erwartet mehr oder weniger ein Pari. Im Schuhhandel sind die Erwartungen ebenso ernüchternd: Hier gehen sogar lediglich 16 Prozent der Schuhhändler von einem leichten Umsatzplus von bis zu fünf Prozent aus. Etwa jeder zweite Schuhhändler erwartet ein Pari, ein Drittel dagegen ein deutliches Minus.
 
Als Hauptprobleme für die schlechte Entwicklung und Aussichten nennen die Händler den nach wie vor schwachen privaten Konsum. Auf Unternehmensseite werden die hohen Kostenbelastungen und die weiterhin gravierenden Beeinträchtigungen durch die Bürokratie beklagt. Auch der nach wie vor ebenso massive wie ungleiche Wettbewerb mit asiatischen Plattformen und der anhaltende Attraktivitätsverlust der Innenstädte sind abermalige Problemfelder.     
 
Vor diesem Hintergrund fordert BTE-Präsident Rauschen von der Politik zum einen schnelle und nachhaltige Maßnahmen zur Ankurbelung des privaten Konsums.  „Was wir brauchen, ist ein Konsumschub, mit deutlichen Steuerentlastungen und weiteren Senkungen der Energiekosten für alle Menschen. Die Leute brauchen effektiv mehr Geld in ihren Portemonnaies, um es auch bei uns ohne große Sorgen und Überlegungen mit Freude ausgeben zu können. Wir leben in der Masse von der Mittelschicht und die muss vor allem entlastet bzw. gestärkt werden.“
 
Zum anderen fordert der Verband massive und nachhaltige Kosten- und Bürokratieentlastungen der Unternehmen durch die Politik. „Seit Jahren tragen wir diese Forderungen nach Entlastungen unserer Branchen wie ein Mantra vor. Bisher ist bis auf viele Versprechungen wenig umgesetzt bzw. angegangen worden. Hier muss der Knoten endlich durchschlagen werden, damit unsere Unternehmen wieder mehr investieren und sich stärker engagieren können. Gerade wir als Mode- und Schuhhandelsbranche haben oft das Gefühl, dass uns die Politik ständig Knüppel zwischen die Beine wirft, anstatt uns in unserem Handeln zu unterstützen. Das muss sich ändern!“ ergänzt BTE-Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels.
 
Nicht hinnehmbar sind nach Ansicht des Verbandes auch die bürokratischen Vorgaben für deutsche Händler, wenn gleichzeitig millionenfach dubiose und oft Schadstoff-belastete Billigware unkontrolliert über asiatische Plattformen wie Shein und Temu nach Deutschland und in die EU strömt. Hier müsse die Politik sowohl auf nationaler wie europäischen Ebene ihre Bemühungen unbedingt weiter intensivieren.
 
Appelle richtet der BTE aber auch an die eigene Branche. Die Branche müsse weiter mit Nachdruck an der Verbesserung von Geschäftsprozessen arbeiten sowie ein stärkeres Engagement in den Werbe-/Citymarketinggemeinschaften der Innenstädte zeigen, um an deren Standortverbesserungen aktiver mitzuwirken. 

Quelle:

BTE e. V.

Stefanie Giesinger Foto Levi's
Stefanie Giesinger
10.02.2026

Levi’s®: Neue globale Kampagne mit Super-Bowl-Film über Storys und Ikonen

Die Marke Levi’s® startet mit „Behind Every Original“ eine neue, globale Kampagne, die jene Menschen feiert, die Kultur vorantreiben – mit einem augenzwinkernden Perspektivwechsel. Premiere feiert die Kampagne während des Super Bowl mit dem Anthem-Film „Backstory“, inszeniert von Regisseurin Kim Gehrig. Der Film spielt bewusst mit Erwartungen, indem er sowohl weltbekannte Persönlichkeiten als auch Alltagsfiguren ausschließlich von hinten zeigt und ihnen Raum gibt, ihre prägende Levi’s® Geschichte zu erzählen.

Warum diese Perspektive? Weil sie die ikonischste Sicht auf eine Levi’s® Jeans ist. Die Arcuate-Naht, die Silhouette und das Red Tab™ stehen seit jeher für Originalität. Seit über 150 Jahren sind Levi’s® Jeans die Uniform kultureller Wegbereiterinnen und Wegbereiter, die abseits ausgetretener Pfade Neues schaffen – in Musik, Sport, Mode und Kunst. Sie begleiteten Bewegungen und Momente, die Kultur geprägt und die Welt verändert haben, getragen von Menschen, die Fortschritt gestalten.

Die Marke Levi’s® startet mit „Behind Every Original“ eine neue, globale Kampagne, die jene Menschen feiert, die Kultur vorantreiben – mit einem augenzwinkernden Perspektivwechsel. Premiere feiert die Kampagne während des Super Bowl mit dem Anthem-Film „Backstory“, inszeniert von Regisseurin Kim Gehrig. Der Film spielt bewusst mit Erwartungen, indem er sowohl weltbekannte Persönlichkeiten als auch Alltagsfiguren ausschließlich von hinten zeigt und ihnen Raum gibt, ihre prägende Levi’s® Geschichte zu erzählen.

Warum diese Perspektive? Weil sie die ikonischste Sicht auf eine Levi’s® Jeans ist. Die Arcuate-Naht, die Silhouette und das Red Tab™ stehen seit jeher für Originalität. Seit über 150 Jahren sind Levi’s® Jeans die Uniform kultureller Wegbereiterinnen und Wegbereiter, die abseits ausgetretener Pfade Neues schaffen – in Musik, Sport, Mode und Kunst. Sie begleiteten Bewegungen und Momente, die Kultur geprägt und die Welt verändert haben, getragen von Menschen, die Fortschritt gestalten.

Der Film „Backstory“ zeigt unter anderem die Grammy-prämierte Künstlerin Doechii, von Top Dawg Entertainment, den globalen Superstar ROSÉ, den amtierenden NBA-MVP und Champion Shai Gilgeous-Alexander, den Grammy- und Academy-Award-prämierten sowie Emmy-nominierten Filmemacher, Künstler und DJ Questlove, das Model und die kulturelle Stimme Stefanie Giesinger, sowie die Disney-Pixar-Figur Woody aus „Toy Story“. Jede Einstellung zelebriert die Rückansicht in all ihrer denimgeprägten Ausdruckskraft – beim Gehen, Tanzen, Bewegen und Leben in Levi’s®. Der Film fängt die unverwechselbare Ausstrahlung jener ein, die das Kommende gestalten, und ehrt zugleich Ikonen früherer Generationen – von der mühelosen Coolness der „Faith“-Ära von George Michael bis zu einer modernen Neuinterpretation des legendären „Born in the U.S.A.“-Albumcovers. Verwurzelt in realen kulturellen Momenten, die Levi’s® authentisch begleitet hat, spannt die Geschichte einen generationsübergreifenden Bogen und lädt dazu ein, sich selbst in der Marke wiederzufinden.

James Browns „Get Up Offa That Thing“ verleiht dem Soundtrack des Films Energie und Lebensfreude und wird – mit einem augenzwinkernden Bezug auf denimgekleidete Rückansichten – zur Hymne für Macherinnen und Macher des Wandels.

Gedreht wurde an sechs Tagen in Los Angeles, Oklahoma City und London. Besonderer Fokus lag auf authentischem Casting: echte Cowboys, Bauarbeiter, Kletterer und junge Menschen. Zudem arbeitete das Team mit Doechiis Choreografen Robbie Blue zusammen, um die markanten Tanzsequenzen zu entwickeln, die den Spot abschließen.

Nach dem Super Bowl stellt „Behind Every Original“ die Protagonistinnen und Protagonisten in kurzen Reveal-Filmen vor: prägnante sechssekündige Clips, die jeweils eine Ikone in den Fokus rücken und den Blick bewusst auf Bewegung und Selbstausdruck lenken – nicht auf Bekanntheit.

Die Kampagne wird über Social Media, digitale Kanäle, den stationären Handel sowie Out-of-Home-Formate ausgespielt und ist Teil einer umfassenden globalen Erzählung, die im Laufe des Jahres weitere persönliche Hintergründe der Originals beleuchtet – stets verankert in ikonischen Levi’s® Produkten. Die Fotografie zeigt die Beteiligten in unverfälschten Behind-the-Scenes-Momenten beim Anziehen ihrer Levi’s® Denim-Styles und beim Hinaustreten in die Welt – eine visuelle Parallele zu den individuellen Wegen und Geschichten, die jedes Original prägen.

Konzipiert wurde die Kampagne in kreativer Partnerschaft mit TBWA\Chiat\Day LA.
Levi’s® Denim steht im Zentrum der Kampagne. Von klassischen Cowboys über Musikvideo-Ikonen der 1980er-Jahre bis hin zu zeitgenössischen Looks spannt das Styling den gesamten Bogen der Markengeschichte. Doechii trägt Low Slim Boot Jeans, ROSÉ Loose Boot Jeans mit Relaxed Fit Trucker. Shai Gilgeous-Alexander ist in 578® Baggy Jeans und Relaxed Fit Trucker zu sehen, Questlove in 505 Regular Fit Jeans. Stefanie Giesinger komplettiert das Ensemble in Ribcage Slim Jeans und einem Super Soft Longsleeve Polo.

Die Vielfalt an Schnitten und Epochen erinnert daran, dass die Marke Levi’s® seit über einem Jahrhundert Teil großer wie kleiner Lebensmomente ist. Die Denim-Styles wurden individuell auf die authentischen Persönlichkeiten der Originals zugeschnitten; einige maßgefertigte Stücke entstanden exklusiv für die Markenbotschafter, darunter eine individuelle Jeansjacke für Questlove und Denim-Handschuhe für Shai Gilgeous-Alexander.

Weitere Informationen:
Levi’s Levi’s® Kampagne
Quelle:

Levi’s 

Kreislaufwirtschafts-Forum zu Verbundmaterialien Foto AVK - Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e. V.
10.02.2026

Erfolgreiche Premiere: Kreislaufwirtschafts-Forum zu Verbundmaterialien

Erstmals hat am 3. Februar 2026 ein Kreislaufwirtschafts-Forum zum Thema „Verbundmaterialien und Composites – Textilien im Second Life“ stattgefunden. Organisiert wurde die Veranstaltung in Kooperation von der AVK – Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe und dem Verband der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie.

Fast 40 Vertreter aus Mitgliedsunternehmen der beiden Verbände sowie Experten aus der Wertschöpfung folgten der Einladung nach Münster, um sich über die jeweils spezifischen Herausforderungen, aber auch Lösungsansätze auszutauschen. In 8 Fachvorträgen informierten Expert:innen aus den jeweiligen Bereichen über Materialspezifika, Anwendungsbereiche, Recyclingmöglichkeiten und mögliche zukünftige Ansatzpunkte – z. B. über das Produktdesign  – für das Second Life technischer Textilien und Composites.

Über allem stand das Ziel der Wertschöpfung und -erhalts im Kontext der Kreislaufwirtschaft mit seinen R-Strategien und die Erkenntnis, dass Kooperationen dabei notwendig und vorteilhaft sind.

Erstmals hat am 3. Februar 2026 ein Kreislaufwirtschafts-Forum zum Thema „Verbundmaterialien und Composites – Textilien im Second Life“ stattgefunden. Organisiert wurde die Veranstaltung in Kooperation von der AVK – Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe und dem Verband der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie.

Fast 40 Vertreter aus Mitgliedsunternehmen der beiden Verbände sowie Experten aus der Wertschöpfung folgten der Einladung nach Münster, um sich über die jeweils spezifischen Herausforderungen, aber auch Lösungsansätze auszutauschen. In 8 Fachvorträgen informierten Expert:innen aus den jeweiligen Bereichen über Materialspezifika, Anwendungsbereiche, Recyclingmöglichkeiten und mögliche zukünftige Ansatzpunkte – z. B. über das Produktdesign  – für das Second Life technischer Textilien und Composites.

Über allem stand das Ziel der Wertschöpfung und -erhalts im Kontext der Kreislaufwirtschaft mit seinen R-Strategien und die Erkenntnis, dass Kooperationen dabei notwendig und vorteilhaft sind.

Der zweite Fokus der Veranstaltung lag auf den verbandsübergreifenden Netzwerken und dem Knüpfen neuer Kontakte. Die Diskussionen zeigten Unterschiede, aber auch vielfältige Möglichkeiten zur zukünftigen Zusammenarbeit und zur Erarbeitung neuer Lösungsmöglichkeiten, auch über die jeweiligen Branchen hinaus.

Die Teilnehmenden waren sich einig über den Mehrwert des neuen Formates und sich eröffnende Handlungsperspektiven, sodass für die Zukunft eine Fortführung der Zusammenarbeit und des Veranstaltungskonzeptes geplant ist.

Quelle:

AVK - Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e. V.

10.02.2026

TOS+H Expo 2026: Zentrale Plattform für Arbeitsschutz und Prävention in der Türkei

Mit der TOS+H Expo 2026, die vom 6. bis 8. Mai 2026 im ICC Messegelände Istanbul stattfindet, bietet die führende Fachmesse für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit in der Türkei erneut eine zentrale Plattform für Austausch, Wissenstransfer und praxisnahe Lösungen im Arbeitsschutz.

Die Messe knüpft an den Erfolg der vergangenen Veranstaltung an, die über 160 Ausstellende aus 19 Ländern sowie mehr als 4.100 Fachbesuchende aus 53 Nationen zusammenbrachte. 2026 stehen insbesondere präventive Ansätze, Digitalisierung und resiliente Sicherheitsstrukturen im Fokus.

Ein zentraler inhaltlicher Rahmen ergibt sich aus der Erweiterung des türkischen Arbeitsschutzgesetzes Nr. 6331, das seit dem 1. Januar 2025 erstmals alle Betriebe unabhängig von Größe und Gefährdungsstufe einbezieht. Auch Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitenden sind nun verpflichtet, Sicherheitsfachkräfte und Betriebsärzte zu bestellen. Damit wächst der Bedarf an Orientierung und praktikablen Lösungen für eine flächendeckende und nachhaltige Arbeitsschutzkultur.

Mit der TOS+H Expo 2026, die vom 6. bis 8. Mai 2026 im ICC Messegelände Istanbul stattfindet, bietet die führende Fachmesse für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit in der Türkei erneut eine zentrale Plattform für Austausch, Wissenstransfer und praxisnahe Lösungen im Arbeitsschutz.

Die Messe knüpft an den Erfolg der vergangenen Veranstaltung an, die über 160 Ausstellende aus 19 Ländern sowie mehr als 4.100 Fachbesuchende aus 53 Nationen zusammenbrachte. 2026 stehen insbesondere präventive Ansätze, Digitalisierung und resiliente Sicherheitsstrukturen im Fokus.

Ein zentraler inhaltlicher Rahmen ergibt sich aus der Erweiterung des türkischen Arbeitsschutzgesetzes Nr. 6331, das seit dem 1. Januar 2025 erstmals alle Betriebe unabhängig von Größe und Gefährdungsstufe einbezieht. Auch Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitenden sind nun verpflichtet, Sicherheitsfachkräfte und Betriebsärzte zu bestellen. Damit wächst der Bedarf an Orientierung und praktikablen Lösungen für eine flächendeckende und nachhaltige Arbeitsschutzkultur.

Begleitet wird die TOS+H Expo von der 10. Internationalen Konferenz für Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit, die in Kooperation mit dem türkischen Ministerium für Arbeit und soziale Sicherheit und der Istanbul Chamber of Industry (ISO) organisiert wird. Die Mitwirkung des Ministeriums unterstreicht den hohen Stellenwert von Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Türkei und positioniert die TOS+H Expo 2026 als zentrale Fachplattform für den nationalen Arbeitsschutzdiskurs.

 

Quelle:

Messe Düsseldorf

Grafik Christian Dorn, Pixabay
10.02.2026

Huixing kauft insolvente Mayer & Cie.

Das Insolvenzverfahren des Herstellers von Rundstrick- und Flechtmaschinen Mayer & Cie. wurde am 1. Dezember 2025 eröffnet. Unmittelbar nach Insolvenzeröffnung wurde die Einstellung des gesamten Geschäftsbetriebs eingeleitet. Den meisten Mitarbeitenden wurde daraufhin auf Ende Februar 2026 gekündigt. Die Ausproduktion der verbleibenden Aufträge aus dem Rundstrickbereich soll bis Ende des Monats abgeschlossen sein. Noch im Dezember 2025 wurde der Flechtmaschinenbereich von Mayer & Cie. an einen italienischen Investor veräußert. Nun hat sich mit Huixing Machine Co., Ltd. Shishi ein Käufer für das Geschäft aus dem Rundstrickmaschinenbereich gefunden. Der chinesische Maschinenbauer wird ausgewählte Vermögensgegenstände inklusive der Immobilie in Albstadt sowie Beteiligungen, darunter die beiden Tochterunternehmen von Mayer & Cie. in China und der Tschechischen Republik, übernehmen. Die Kaufverträge wurden am Montag unterschrieben.

Das Insolvenzverfahren des Herstellers von Rundstrick- und Flechtmaschinen Mayer & Cie. wurde am 1. Dezember 2025 eröffnet. Unmittelbar nach Insolvenzeröffnung wurde die Einstellung des gesamten Geschäftsbetriebs eingeleitet. Den meisten Mitarbeitenden wurde daraufhin auf Ende Februar 2026 gekündigt. Die Ausproduktion der verbleibenden Aufträge aus dem Rundstrickbereich soll bis Ende des Monats abgeschlossen sein. Noch im Dezember 2025 wurde der Flechtmaschinenbereich von Mayer & Cie. an einen italienischen Investor veräußert. Nun hat sich mit Huixing Machine Co., Ltd. Shishi ein Käufer für das Geschäft aus dem Rundstrickmaschinenbereich gefunden. Der chinesische Maschinenbauer wird ausgewählte Vermögensgegenstände inklusive der Immobilie in Albstadt sowie Beteiligungen, darunter die beiden Tochterunternehmen von Mayer & Cie. in China und der Tschechischen Republik, übernehmen. Die Kaufverträge wurden am Montag unterschrieben.

Huixing Machine Co., Ltd. Shishi hat seinen Sitz in Shishi City in Quanzhou, einem Zentrum der chinesischen Textil- und Maschinenbauindustrie. Huixing fertigt und vertreibt hochwertige Strickmaschinen und entwickelt die dazugehörende intelligente Software. Das Unternehmen beschäftigt an sechs Produktionsstätten rund 1.000 Mitarbeitende in Forschung und Entwicklung, Fertigung, Vertrieb und Kundendienst. Huixing gehört zu einem der führenden chinesischen Unternehmen aus der Textil- und Maschinenbauindustrie.

Nach eigenem Bekunden strebt der Käufer nach dem erfolgten Vollzug des Kaufvertrages die Wiederaufnahme der Produktion von Rundstrickmaschinen am Standort Albstadt an. Der Vollzug des Kaufvertrags hängt maßgeblich noch von der Erteilung erforderlichen behördlichen Genehmigungen, u. a. der Freigabe der zuständigen chinesischen Behörden für Auslandsinvestitionen sowie der Unbedenklichkeitsbescheinigung des deutschen Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, ab. Nach derzeitigem Stand kann mit einem Vollzug der Kaufverträge innerhalb von etwa sechs bis acht Wochen gerechnet werden. In der Zwischenzeit beabsichtigt die Erwerberin das Konzept für die neue Gesellschaft zu finalisieren.

Mayer & Cie. hat sich auf Herstellung und Verkauf von Rundstrick- und Flechtmaschinen spezialisiert, die nahezu komplett in den Export gingen und bei Textilherstellern weltweit geschätzt sind. Das Unternehmen ist in vierter Generation inhabergeführt und agiert in einem Markt, der derzeit durch große Turbulenzen gekennzeichnet ist. Der Umsatz von Mayer & Cie. brach dramatisch ein und führte zu einer finanziellen Schieflage, sodass das Unternehmen im September 2025 einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung stellen musste; das Verfahren wurde am 1. Dezember 2025 eröffnet. Da nach einer intensiven und internationalen Suche zunächst kein Investor für den Rundstrickmaschinenbereich gefunden werden konnte, sollte der Geschäftsbetrieb zum Monatsende geordnet eingestellt werden.

Die Kanzlei Grub Brugger unterstützt mit seinem Team die Geschäftsleitung im Eigenverwaltungsfahren: „Mit dem Verkauf der Assets aus dem Rundstrickbereich von Mayer & Cie. an Huixing haben wir eine Perspektive für die geplante Wiederaufnahme des Geschäfts gefunden. Für den Standort ist es eine gute Nachricht, dass der Betrieb künftig wieder hochgefahren werden soll. Der Investor bringt nicht nur finanzielle Mittel mit, sondern auch hervorragende Geschäftsbeziehungen insbesondere in Asien, aber auch weltweit, von denen Mayer & Cie. profitieren kann. Ich freue mich, dass wir nach intensiven Bemühungen auf den letzten Metern noch dieses Ergebnis erarbeiten konnten.“

„Wir haben bereits über viele Monate intensiv nach einem Investor für Mayer & Cie. gesucht, was zunächst erfolglos schien. Trotz der angekündigten Stilllegung haben wir unsere Suche und die Verwertungsbemühungen mit Hochdruck fortgesetzt. Die Vermögensgegenstände, das Know-how und die Marke sollten nicht untergehen. Dass wir Huixing für Mayer & Cie. interessieren und sie schließlich überzeugen konnten, ist für uns alle ein großer Erfolg“, erklärt Volker Wintergerst von der Wintergerst Societät für Unternehmerberater, der zusammen mit seinen Kollegen Christian Scharfenberger und Simon Ulmer den Investorenprozess begleitete.

Das Amtsgericht Hechingen hatte am 1. Dezember 2025 das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Hier bleibt – im Unterschied zu einem regulären Insolvenzverfahren – die unternehmerische Verantwortung in den Händen der Geschäftsführung. In der Eigenverwaltung setzt das zuständige Amtsgericht keinen Insolvenzverwalter, sondern einen Sachwalter ein, der das Verfahren im Interesse der Gläubiger überwacht.