Fraunhofer IAP macht PET-Alttextilien zum Rohstoff für neue Biopolymere
Das Fraunhofer IAP zeigt zur Fakuma 2026 verschiedene Wege, Kunststoff- und Textilströme stärker zirkulär zu nutzen.
Ein textilnaher Ansatz setzt bei PET-haltigen Alttextilien an: Sie dienen als Ausgangsmaterial für die Herstellung des Biopolymers Polyhydroxybutyrat (PHB).
Damit wird ein schwer verwertbarer Abfallstrom in eine neue Rohstoffbasis überführt.
Parallel arbeitet das Institut an der Rückgewinnung von Terephthalsäure aus PET, aus der erneut Polymere für Flaschen, Fasern und Folien entstehen können. Neue Typen des Biokunststoffs Polybutylensuccinat (PBS) wurden gemeinsam mit Industriepartnern im Pilotmaßstab entwickelt.
Sie lassen sich unter anderem extrudieren und verspinnen und kommen damit auch für textile Anwendungen infrage.
Ein weiteres Thema ist recyclinggerechte Materialgestaltung.
Beim selbstverstärkten sc-PLA bestehen Matrix und Verstärkung aus demselben Polymer, wodurch spätere Trennschritte entfallen.
Ergänzend zeigt das IAP biobasierte Carbonfasern aus erneuerbaren Rohstoffen wie Cellulose oder Lignin für Leichtbau-, Energie- und weitere technische Anwendungen.
Fraunhofer IAP PET-Recycling Textilabfälle PHB PBS rPET PLA Carbonfasern Design for Recycling Fakuma
Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP

