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10.03.2026

Lenzing Gruppe: Biobasierte Materialien strategischer Faktor für Europas wirtschaftliche Sicherheit

Die Lenzing Gruppe, Anbieterin von regenerierten Cellulosefasern für die Textil- und Vliesstoffindustrien, hat in Brüssel ein hochrangiges Roundtable‑Gespräch ausgerichtet, um zu erörtern, wie biobasierte Materialien Europas wirtschaftliche Sicherheit stärken und den Übergang in eine fossilfreie Zukunft beschleunigen können. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit Euractiv organisiert und brachte Vertreter:innen der Europäischen Kommission, der britischen Mission bei der EU, der Wissenschaft, der Zivilgesellschaft und der Industrie zusammen. 
 
Zu den Sprecher:innen zählten Aurel Ciobanu‑Dordea, Director for Competitive Circular Economy & Clean Industrial Policy at the European Commission’s DG Environment, Dr. Daniel Bradley, Deputy Counsellor & Head of Climate and Environment der UK Mission to the EU, sowie Patricia A. Sargeant, Executive Vice President Nonwovens Commercial der Lenzing Gruppe. 
 

Die Lenzing Gruppe, Anbieterin von regenerierten Cellulosefasern für die Textil- und Vliesstoffindustrien, hat in Brüssel ein hochrangiges Roundtable‑Gespräch ausgerichtet, um zu erörtern, wie biobasierte Materialien Europas wirtschaftliche Sicherheit stärken und den Übergang in eine fossilfreie Zukunft beschleunigen können. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit Euractiv organisiert und brachte Vertreter:innen der Europäischen Kommission, der britischen Mission bei der EU, der Wissenschaft, der Zivilgesellschaft und der Industrie zusammen. 
 
Zu den Sprecher:innen zählten Aurel Ciobanu‑Dordea, Director for Competitive Circular Economy & Clean Industrial Policy at the European Commission’s DG Environment, Dr. Daniel Bradley, Deputy Counsellor & Head of Climate and Environment der UK Mission to the EU, sowie Patricia A. Sargeant, Executive Vice President Nonwovens Commercial der Lenzing Gruppe. 
 
Zentrales Thema war das Potenzial cellulosischer Fasern als vollständig biobasierte, biologisch abbaubare Alternativen in Vliesstoffanwendungen wie Feuchttüchern. Obwohl Europa die industrielle Basis für die Skalierung habe, bremsten regulatorische und Kosten‑Asymmetrien die Wettbewerbsfähigkeit. Als entscheidend nannte Lenzing klare, kohärente politische Signale – inklusive möglicher Updates der Single Use Plastics Directive (SUPD) – für Investitionssicherheit und Markthochlauf. 
 
„Biobasierte Materialien sind keine Zukunftsvision, sondern heute eine skalierbare Realität. Als integrierter Hersteller für cellulosische Fasern mit starken europäischen Wurzeln stärkt Lenzing die industrielle Resilienz und beschleunigt den Ausstieg aus fossilbasierten, synthetischen Fasern“, sagt Georg Kasperkovitz, Vorstandsmitglied der Lenzing Gruppe. 
 
Lenzing unterstrich, dass Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz sich gegenseitig verstärken: Die Spezialfasern aus erneuerbarem Holz weisen niedrigere Treibhausgasemissionen als generische Alternativen auf, sind zertifiziert biologisch abbaubar und kompostierbar, und die Klimaziele sind SBTi‑validiert und am 1,5‑Grad‑Pfad ausgerichtet. 
 
„Europäische Produktionskapazitäten sind zentral für Lieferkettenresilienz und strategische Autonomie. Lenzing betreibt integrierte Zellstoff‑ und Faserstandorte in Österreich, Tschechien und dem Vereinigten Königreich; europäische F&E stärkt Arbeitsplätze, Innovation und Know‑how. Zellulosefasern spielen eine entscheidende Rolle in Einwegprodukten für Hygiene-, Medizin-, Textil- und Industrieanwendungen – was die Notwendigkeit unterstreicht, die heimischen Produktionskapazitäten zu stärken und Produkte so umzugestalten, dass sie biologisch abbaubare Materialien enthalten, die den Bedenken hinsichtlich SUPD und Mikroplastikverschmutzung Rechnung tragen“, betonte Patricia A. Sargeant. 

Quelle:

Lenzing Group

Das Positionspapier »Künstliche Intelligenz in der Kunststoff-Wertschöpfungskette bis 2030«, veröffentlicht vom Fraunhofer-Exzellenzcluster Circular Plastics Economy CCPE, identifiziert Handlungsfelder und Prioritäten für den industriellen Einsatz von KI entlang der Kunststoff-Wertschöpfungskette. © Fraunhofer CCPE
Das Positionspapier »Künstliche Intelligenz in der Kunststoff-Wertschöpfungskette bis 2030«, veröffentlicht vom Fraunhofer-Exzellenzcluster Circular Plastics Economy CCPE, identifiziert Handlungsfelder und Prioritäten für den industriellen Einsatz von KI entlang der Kunststoff-Wertschöpfungskette.
10.03.2026

KI als Schlüssel zur Circular Plastics Economy bis 2030

Der Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy CCPE legt ein neues Positionspapier und einen umfassenden Hintergrundbericht zur Rolle von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Kunststoffwertschöpfungskette vor. Die Analyse zeigt, dass KI bereits heute leistungsfähig ist und bis 2030 als zentraler Hebel zur Steigerung von Effizienz, Qualität und Kreislauffähigkeit gesehen wird – ihr Potenzial entfaltet sie jedoch nur auf Basis interoperabler Datenräume, klarer Standards und tragfähiger Geschäftsmodelle.

Rückläufige Produktionszahlen in Europa, steigende regulatorische Anforderungen (u. a. Rezyklateinsatzquote, Ecodesign, Digitaler Produktpass) und wachsender internationaler Wettbewerb erhöhen den Transformationsdruck auf die Kunststoffindustrie.

KI wird dabei zunehmend als strategischer Hebel zum Umgang mit den Herausforderungen gesehen. Bereits heute kommen KI-Verfahren in Bildverarbeitung, Prozessregelung und Sortiertechnologien zum Einsatz. Bis 2030 könnte ihr Beitrag entlang der gesamten Wertschöpfungskette deutlich wachsen – von Materialentwicklung und Design über Produktion bis zum Recycling.

Der Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy CCPE legt ein neues Positionspapier und einen umfassenden Hintergrundbericht zur Rolle von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Kunststoffwertschöpfungskette vor. Die Analyse zeigt, dass KI bereits heute leistungsfähig ist und bis 2030 als zentraler Hebel zur Steigerung von Effizienz, Qualität und Kreislauffähigkeit gesehen wird – ihr Potenzial entfaltet sie jedoch nur auf Basis interoperabler Datenräume, klarer Standards und tragfähiger Geschäftsmodelle.

Rückläufige Produktionszahlen in Europa, steigende regulatorische Anforderungen (u. a. Rezyklateinsatzquote, Ecodesign, Digitaler Produktpass) und wachsender internationaler Wettbewerb erhöhen den Transformationsdruck auf die Kunststoffindustrie.

KI wird dabei zunehmend als strategischer Hebel zum Umgang mit den Herausforderungen gesehen. Bereits heute kommen KI-Verfahren in Bildverarbeitung, Prozessregelung und Sortiertechnologien zum Einsatz. Bis 2030 könnte ihr Beitrag entlang der gesamten Wertschöpfungskette deutlich wachsen – von Materialentwicklung und Design über Produktion bis zum Recycling.

Zentrale Erkenntnisse des Positionspapiers
Grundlagen der Veröffentlichung sind eine Umfeldanalyse sowie eine Befragung von 46 Expertinnen und Experten von Fraunhofer CCPE und Projektpartnern aus den Forschungsprojekten „KIOptiPack“ und „K3ICycling“ aus dem BMFTR-geförderten KI-Hub Kunststoffverpackungen.

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • KI wird technologisch eingesetzt, vor allem in klar abgegrenzten Anwendungen.
  • Der Engpass liegt in fehlenden, interoperablen Datenstrukturen, nicht primär in der Technologie.
  • Wirtschaftlichkeit, Haftung und Regulierung entscheiden über die Skalierung vom Pilotprojekt in den industriellen Dauerbetrieb.
  • KI ergänzt klassische Lösungsansätze wie Design for Circularity und den Ausbau von (Recycling-)Infrastruktur– sie ersetzt sie nicht.
  • KI ist kein Allheilmittel, sondern ein leistungsfähiges Instrument innerhalb eines umfassenderen Transformationsprozesses.

„KI kann Material-, Prozess- und Datenlücken schließen – ihr Potenzial entfaltet sie jedoch nur auf einer gemeinsamen, verlässlichen Datenbasis. Zugleich dürfen wir KI nicht als alleinige Lösung missverstehen: Für eine funktionierende Circular Plastics Economy braucht es ebenso konsequentes Design for Recycling, robuste Infrastrukturen und klare Regulierung“, betont Hauptautorin Dr.-Ing. Anna Kerps.

Drei Prioritäten bis 2030
Um das identifizierte Potenzial systematisch zu heben und KI vom Pilotstatus in die industrielle Breite zu überführen, definiert das Fraunhofer CCPE drei strategische Prioritäten:

  1. Aufbau gemeinsamer Datenplattformen und Standards entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
  2. Entwicklung und Skalierung erklärbarer, hybrider KI-Modelle in Reallaboren und End-to-End-Demonstratoren.
  3. Etablierung von Governance- und Geschäftsmodellen, die Datenteilung, Vertrauen und Investitionssicherheit ermöglichen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt kleinen und mittleren Unternehmen, für die die Integrations- und Compliance-Anforderungen eine hohe Hürde darstellen.
Gemeinsamer Handlungsauftrag für Industrie, Politik und Forschung
Der Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy CCPE versteht sich als neutraler, industrienaher Partner beim Aufbau einer datengetriebenen Circular Plastics Economy.

Die zentrale Botschaft an Industrie und Politik lautet: Wer jetzt in Datenräume, Standards und KI-Kompetenz investiert, stärkt Wettbewerbsfähigkeit und Kreislauffähigkeit gleichermaßen.

Gefordert sind innovationsfreundliche regulatorische Rahmenbedingungen, praxisnahe Demonstratoren und unternehmensübergreifende Kooperationen. Nur wenn technologische Exzellenz, wirtschaftliche Anreize und klare Governance-Strukturen zusammenwirken, können intelligente Kunststoffkreisläufe bis 2030 industrieller Standard werden.

Erstmals vorgestellt wird das Positionspapier am 12. März 2026 im Rahmen einer Masterclass „AI in the plastic value chain by 2030“ auf der Circular Valley Convention in Düsseldorf von den Autoren Dr.-Ing. Anna Kerps, Dr.-Ing. Markus Hiebel (beide Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT) und Jan-Philip Kopka (Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML).

Quelle:

Fraunhofer-Institut für Umwelt-, "Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

10.03.2026

Baumwollanbauregionen auf neuen Wegen

Die 38. Bremer Baumwolltagung 2026 bringt die Branche vom 25. bis 27. März im Bremer Parlament zusammen. In der Session „Baumwollproduktion und -regionen“ richtet sich der Blick auf innovative Anbauansätze, Strategien zur Anpassung an den Klimawandel, neue Technologien in der Ernte sowie nachhaltige Düngungskonzepte. Es wird aufgezeigt, wie unterschiedlich Regionen weltweit auf ähnliche strukturelle Herausforderungen reagieren und welche Lösungen heute den Weg in die Zukunft weisen.

Anbausysteme im Fokus
Angesichts begrenzter Wasserressourcen gewinnen alternative Baumwollanbausysteme an Bedeutung. Rebekah Ortiz-Pustejovsky vom Texas A&M Extension Service stellt eine aktuelle Studie aus einer der wichtigsten Baumwollregionen der USA vor. Untersucht wurde, wie sich unterschiedliche Anpflanzparameter auf Wachstum, Ertrag und Faserqualität auswirken.

Die 38. Bremer Baumwolltagung 2026 bringt die Branche vom 25. bis 27. März im Bremer Parlament zusammen. In der Session „Baumwollproduktion und -regionen“ richtet sich der Blick auf innovative Anbauansätze, Strategien zur Anpassung an den Klimawandel, neue Technologien in der Ernte sowie nachhaltige Düngungskonzepte. Es wird aufgezeigt, wie unterschiedlich Regionen weltweit auf ähnliche strukturelle Herausforderungen reagieren und welche Lösungen heute den Weg in die Zukunft weisen.

Anbausysteme im Fokus
Angesichts begrenzter Wasserressourcen gewinnen alternative Baumwollanbausysteme an Bedeutung. Rebekah Ortiz-Pustejovsky vom Texas A&M Extension Service stellt eine aktuelle Studie aus einer der wichtigsten Baumwollregionen der USA vor. Untersucht wurde, wie sich unterschiedliche Anpflanzparameter auf Wachstum, Ertrag und Faserqualität auswirken.

Die Feldversuche fanden in Lamesa, Texas, mittels unterirdischer Tröpfchenbewässerung statt. Analysiert wurden Pflanzenwachstum, Kapselverteilung, Ertrag sowie Faserqualität (HVI, AFIS). Erste Ergebnisse aus zwei Versuchsjahren zeigen, dass Reihenabstand, Saatdichte und Sortenreife maßgeblich die Kapselverteilung und die Faserqualität beeinflussen. Die Studie liefert praxisnahe Impulse für ein effizientes Baumwollmanagement, besonders in semiariden Anbauregionen

Baumwolle im Wandel
Keshav Kranthi vom International Cotton Advisory Committee (ICAC) macht deutlich: Baumwolle ist weit mehr als nur eine Faser – sie ist Lebensgrundlage, Wirtschaftsfaktor und Schlüssel für nachhaltige Entwicklung. In seinem Vortrag stellt er ein Projekt in Kamerun vor, das gezielt daran arbeitet, Klimaresilienz, Biodiversität und Einkommenssicherheit für kleinbäuerliche Baumwollproduzenten zu stärken.

Das Projekt ist Teil des Innovationsfonds Landwirtschaft (i4Ag), wurde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) initiiert und finanziert und wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt. Ziel ist es, neue Wege für einen widerstandsfähigen, nachhaltigen Baumwollanbau zu entwickeln und so Perspektiven für die Menschen vor Ort zu schaffen. 

Herausforderungen der Baumwollernte
Im dritten Vortrag der Session beschreibt Marinus van der Sluijs, Textile Technical Services, Australien, den Übergang von der manuellen zur mechanisierten Baumwollernte.

Noch immer wird weltweitein großer Teil der Baumwolle von Hand gepflückt. Doch dieses traditionelle Verfahren stößt zunehmend an seine Grenzen. Arbeitskräftemangel, steigende Kosten, begrenzte Effizienz und oftmals geringe Erträge setzen viele Anbauregionen unter Druck und verstärken den Wunsch nach mechanisierten Lösungen. Der Weg dorthin ist komplex– viele Initiativen verliefen bislang nur mit mäßigem Erfolg. Van der Sluijs beleuchtet frühere und aktuelle Ansätze, zieht Lehren aus bisherigen Erfahrungen und gibt praxisnahe Orientierung für Regionen, die den Schritt zur mechanisierten Baumwollernte wagen wollen. 

Biokohle im Baumwollanbau
Welche Rolle können biokohlebasierte Düngemittel für die Qualität von Baumwollfasern spielen? Dieser Frage geht die Doktorandin Olouwakemi Sabirath Carine Oyatola von der Universität Parakou in Benin in ihrem Vortrag nach. Die Nachwuchswissenschaftlerin forscht zu nachhaltigen Ansätzen im Baumwollanbau. Sie stellt die Ergebnisse einer Studie vor, die im Norden Benins durchgeführt wurde. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie unterschiedliche Kombinationen aus Biokohle sowie organischer und mineralischer Düngung die technologischen Eigenschaften von Baumwollfasern beeinflussen.

Die Resultate sind vielversprechend: Bestimmte biokohlebasierte Düngerkombinationen können sowohl die Faserlänge als auch die Faserfestigkeit verbessern, ohne andere Qualitätsparameter negativ zu beeinflussen. Besonders deutlich zeigen sich die positiven Effekte in den empfindlicheren unteren Kapselbereichen der Pflanze. Die Studie eröffnet damit neue Perspektiven – für höhere Faserqualität, nachhaltigere Anbausysteme und eine wirtschaftlich stärkere Baumwollwertschöpfungskette in Benin.

Quelle:

Bremer Baumwollbörse

Techtextil und Texprocess Foren mit zukunftsweisendem Programm Foto: Messe Frankfurt / Thomas Fedra
09.03.2026

Techtextil und Texprocess Foren mit zukunftsweisendem Programm

Von KI-gestützter Produktionsoptimierung und digitalen Fertigungslösungen über zirkuläre Technologien bis zu biobasierten Hochleistungsmaterialien: Die Techtextil und Texprocess Foren bieten Antworten auf zentrale Herausforderungen der globalen Textilbranche. Als Innovations- und Wissenshubs stärken sie die Wettbewerbsfähigkeit und bieten Orientierung in sich wandelnden Märkten. Vom 21. bis 24. April 2026 ist Frankfurt wieder Treffpunkt für Vordenker*innen aus Industrie, Forschung und Wirtschaft.

Geopolitische Umbrüche, digitaler Wandel durch KI und regulatorische Vorgaben ordnen globale Märkte und Wertschöpfungsketten neu. Die Techtextil und Texprocess Foren greifen diese Dynamiken auf und bringen zukunftsweisende Strategien auf die Bühne. Ein internationales Programme Committee kuratierte beide Foren und wählte Beiträge mit hohem Innovationsgrad, Praxisbezug und strategischer Relevanz aus. Das vielfältige Programm schlägt die Brücke zwischen Innovation und praktischer Anwendung und fördert den Austausch mit führenden Expert*innen zu aktuellen Entwicklungen und Best Practices.

Von KI-gestützter Produktionsoptimierung und digitalen Fertigungslösungen über zirkuläre Technologien bis zu biobasierten Hochleistungsmaterialien: Die Techtextil und Texprocess Foren bieten Antworten auf zentrale Herausforderungen der globalen Textilbranche. Als Innovations- und Wissenshubs stärken sie die Wettbewerbsfähigkeit und bieten Orientierung in sich wandelnden Märkten. Vom 21. bis 24. April 2026 ist Frankfurt wieder Treffpunkt für Vordenker*innen aus Industrie, Forschung und Wirtschaft.

Geopolitische Umbrüche, digitaler Wandel durch KI und regulatorische Vorgaben ordnen globale Märkte und Wertschöpfungsketten neu. Die Techtextil und Texprocess Foren greifen diese Dynamiken auf und bringen zukunftsweisende Strategien auf die Bühne. Ein internationales Programme Committee kuratierte beide Foren und wählte Beiträge mit hohem Innovationsgrad, Praxisbezug und strategischer Relevanz aus. Das vielfältige Programm schlägt die Brücke zwischen Innovation und praktischer Anwendung und fördert den Austausch mit führenden Expert*innen zu aktuellen Entwicklungen und Best Practices.

Techtextil Forum: textile Expertise zwischen KI und biosbasierten Materialien
Ob Bau, Mobilität, Raumfahrt oder Apparel: Technische Textilien treiben zahlreiche Industrien voran. Über vier Messetage hinweg beleuchtet das Techtextil Forum (Halle 9.1) zentrale Innovationsfelder – von smarten Textilien über Hochleistungsmaterialien bis zu zirkulären Recyclinglösungen. So demonstriert beispielsweise Michael Lau (Terrot) in seinem Fachbeitrag, wie KI-gestützte Fehlerfrüherkennung in der Rundstrickerei Effizienz steigert und Produktionsprozesse stabilisiert. Das Potenzial integrierter textiler Sensorsysteme zur strukturellen Überwachung technischer Membranen verdeutlicht Huang Le Xuan (TU Dresden). Rahel Heesemann (ITA RWTH Aachen) präsentiert biobasierte Alternativen zu PFAS-haltigen Beschichtungen und Augusta Silva (CITEVE) zeigt auf, wie sich biobasierte Druckpastenreste vollständig in neue Ressourcen wandeln lassen. Jörg Schreiber (Dienes) beleuchtet in seinem Vortrag das Nassspinnen als Schlüsseltechnologie für regenerierte Fasern und geschlossene Materialkreisläufe.

Texprocess Forum: Processing-Kompetenz für die Branche 
Wie lassen sich textile Verarbeitungsabläufe effizienter, digitaler und nachhaltiger gestalten? Und welche Potenziale bieten KI-gestützte Systeme und neue Design-Tools? Das Texprocess Forum (Halle 8.0) bündelt Zukunftsthemen der textilen Verarbeitung. Im Fokus stehen durchgängige Prozessketten, digitale Integration, Automatisierung sowie intelligente und nachhaltige Produktionslösungen. Damit liefert das Texprocess Forum Entscheidungsgrundlagen für Investitionen in zukunftsfähige Strategien – und bietet Austausch mit führenden Industriepartnern und Verbänden. So demonstriert Angelika Menther (Style3D/Assyst) mit einem 3D- und KI-basierten End-to-End-Ansatz, wie sich die Produktentwicklung vollständig digital abbilden lässt. Automatisierung als Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit thematisieren unter anderem Michael Mayr (Silana GmbH) und Michael Müller (Robotextile GmbH). Ihre Lösungen für automatisiertes Nähen und den Einsatz von Robotik steigern Produktivität, Qualität und Skalierbarkeit. Wie integrierte Systeme Datensilos aufbrechen, zeigt Elena Arkhipova (Optitex) mit einem Beitrag zur durchgängigen Verbindung von Design, Schnittentwicklung und Produktion. Marina Linning (Dürkopp Adler) ergänzt dies mit einem Vortrag zu einheitlichen UI-Lösungen, die komplexe Prozesse vereinfachen und Effizienz in der Bekleidungsfertigung steigern. 

Mit den Econogy Talks und geführten Econogy Tours liefern beide Foren gezielt Angebote und Wissensformate zu ressourcenschonenden Strategien, innovativen Technologien, effizienten Produktionsansätzen und nachhaltigen Materialkonzepten.

Quelle:

Messe Frankfurt

Unter streng kontrollierten Bedingungen entstehen im Hygienebereich von Gebr. Otto Zwirne für Hygieneartikel. Foto Gebr. Otto
Unter streng kontrollierten Bedingungen entstehen im Hygienebereich von Gebr. Otto Zwirne für Hygieneartikel.
09.03.2026

Gebr. Otto auf der Techtextil: Garninnovationen und neuer Hygienebereich

Gebr. Otto stellt auf der diesjährigen Techtextil seine Vielseitigkeit in den Mittelpunkt: Neben Spinnerei, Zwirnerei und Färberei, die traditionell mit feiner Baumwolle arbeiten, finden textile Weiterverarbeiter im Unternehmen auch einen kompetenten Entwicklungspartner für technische Speziallösungen: In der Herstellung von technischen Garnen, insbesondere aus Aramiden, hat die Dietenheimer Spinnerei mittlerweile ein Jahrzehnt Erfahrung. Neu ist ein Hygienebereich, in dem derzeit Zwirne für Medizin- und Hygieneprodukte hergestellt werden. In dieser Abteilung könnten in Zukunft auch textile Produkte für den Lebensmittelbereich entstehen. 

Zukunft hat bei Otto Tradition
Neben Baumwollgarnen und -zwirnen hat das Unternehmen im Laufe der Zeit weitere Produktbereiche erschlossen. Heute liegt ein Schwerpunkt auf technischen Garnen, insbesondere aus Aramiden und anderen flammhemmenden Fasern.

Gebr. Otto stellt auf der diesjährigen Techtextil seine Vielseitigkeit in den Mittelpunkt: Neben Spinnerei, Zwirnerei und Färberei, die traditionell mit feiner Baumwolle arbeiten, finden textile Weiterverarbeiter im Unternehmen auch einen kompetenten Entwicklungspartner für technische Speziallösungen: In der Herstellung von technischen Garnen, insbesondere aus Aramiden, hat die Dietenheimer Spinnerei mittlerweile ein Jahrzehnt Erfahrung. Neu ist ein Hygienebereich, in dem derzeit Zwirne für Medizin- und Hygieneprodukte hergestellt werden. In dieser Abteilung könnten in Zukunft auch textile Produkte für den Lebensmittelbereich entstehen. 

Zukunft hat bei Otto Tradition
Neben Baumwollgarnen und -zwirnen hat das Unternehmen im Laufe der Zeit weitere Produktbereiche erschlossen. Heute liegt ein Schwerpunkt auf technischen Garnen, insbesondere aus Aramiden und anderen flammhemmenden Fasern.

Die Verarbeitung dieser Fasern ist anspruchsvoll: Ihre extrem hohe Zugfestigkeit bei gleichzeitig geringer Elastizität erfordert ein sehr präzises Spinnverfahren, da bereits kleine Unregelmäßigkeiten im Streckwerk zu Faserbrüchen führen können. Aramidfasern sind steif und weisen eine geringere Faser-Faser-Reibung auf, was spezielle Anpassungen im Spinnprozess notwendig macht, um die gewünschte Garnfestigkeit zu erreichen. Die Garne kommen beispielsweise in flammhemmender Unterwäsche für Feuerwehrleute zum Einsatz.

Hygienebereich: Potenzial für Textilien für die Medizinprodukte- und Lebensmittelindustrie
Ganz im Sinne seiner Firmenphilosophie betreibt Gebr. Otto seit Anfang 2025 einen eigenen Hygienebereich. Unter streng kontrollierten Bedingungen entstehen hier derzeit Zwirne für Medizin- und Hygieneartikel. Das erfordert unter anderem eine eigenes Schädlingsmonitoring, Schutzausrüstung fürs Bedienpersonal sowie ein Umkleidebereich mit Schwarz-/weiß-Trennung. Ein Zugang zum Hygienebereich ist nur über Schleusen möglich.

Laufende Entwicklungen
Jüngst abgeschlossen hat Gebr. Otto die Entwicklung von „Eco Yarn“, ein Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Recycling-Atelier Augsburg des Instituts für Textiltechnik Augsburg (ITA) sowie der Technischen Hochschule Augsburg und den Industriepartnern Schwob und Weseta. 

Dem Projekt-Team ist es gelungen, ausgediente Mietwäsche in seine Fasern zu zerlegen, diese wiederaufzubereiten und in einer Mischung mit 70 Prozent Virgin-Baumwolle zu einem neuen Garn zu verspinnen.

Baumwolle bleibt das Flaggschiff 
Neben innovativen technischen Ansätzen bleibt Baumwolle der Dreh- und Angelpunkt bei Gebr. Otto. Seit Frühjahr 2025 hat die Spinnerei Baumwollgarne mit der Auszeichnung EUCOTTON im Programm. Die Fasern stammen aus Griechenland und Spanien und stehen für kurze, transparente Lieferketten innerhalb Europas.

Ein weiteres Beispiel für das Engagement in regionalen Wertschöpfungsketten ist das Projekt „Lokalstoffmacher“. „Oft wird angenommen, dass regionale Produkte automatisch teurer sind“, sagt Geschäftsführer Andreas Merkel. „Wenn man jedoch Transport, Zölle, Steuern und die höhere Planungssicherheit einbezieht, relativiert sich der Preisunterschied häufig deutlich.“ Die Projektpartner Edelweiss Jersey, die Textilveredlung Keller und Gebr. Otto können sich vorstellen, die Zusammenarbeit auf Garne jenseits der Baumwolle zu erweitern. 

Gebr. Otto arbeitet an einem Garn aus Bio-Baumwolle und nativem, in Deutschland angebautem Hanf. Der regional gewonnene Winterhanf wird von einem Projektpartner aufgeschlossen und anschließend mit Baumwolle oder TENCEL versponnen. Hanf benötigt im Anbau deutlich weniger Wasser als Baumwolle und gilt daher als besonders ressourcenschonend. Durch ein spezielles Aufschlussverfahren lassen sich die Fasern so aufbereiten, dass sie gemeinsam mit Baumwolle verarbeitet werden können.

vestio TEXTILING: Dirk Dresen, Josef Brockmann vlnr Foto vestio TEXTILING
vestio TEXTILING: Dirk Dresen, Josef Brockmann vlnr
09.03.2026

Personelle Veränderungen in der Geschäftsführung von Langheinrich

Nach dem Übergang der Produktrechte und der Wort-Bild-Marke von Langheinrich an vestio Textiling sind Dirk Dresen und Josef Brockmann alleinige Geschäftsführer. Burkhard Oel hat sich Ende Februar 2026 aus privaten Gründen aus dem Unternehmen zurückgezogen. Die Auftragsabwicklung und Disposition von Langheinrich sind nach Fulda verlagert. Von dort werden die Kunden auch weiterhin von den ihnen vertrauten, langjährigen Ansprechpartnerinnen betreut.

Nach dem Übergang der Produktrechte und der Wort-Bild-Marke von Langheinrich an vestio Textiling sind Dirk Dresen und Josef Brockmann alleinige Geschäftsführer. Burkhard Oel hat sich Ende Februar 2026 aus privaten Gründen aus dem Unternehmen zurückgezogen. Die Auftragsabwicklung und Disposition von Langheinrich sind nach Fulda verlagert. Von dort werden die Kunden auch weiterhin von den ihnen vertrauten, langjährigen Ansprechpartnerinnen betreut.

Im November 2025 gingen die Rechte am Tischwäsche-Sortiment und an der Wort-Bildmarke von Langheinrich an vestio Textiling über. Der ehemalige Geschäftsführer des Unternehmens, Burkhard Oel, übernahm in der Organisation neue Aufgaben. Nun ist er aus privaten Gründen zum 28. Februar 2026 ausgeschieden. Sämtliche Ressorts des Unternehmens liegen jetzt in der Zuständigkeit der Geschäftsführer Josef Brockmann und Dirk Dresen. Die Produktentwicklung fällt fortan in den Aufgabenbereich von Josef Brockmann, der über eine langjährige Expertise auf dem Gebiet der Heim- und Objekttextilien verfügt. Auf Vertriebsseite werden Langheinrich-Kunden ab sofort von Dirk Dresen betreut, der bei vestio Textiling seit mehr als 10 Jahren als Verkaufsleiter tätig ist. Unverändert bleiben die Ansprechpartnerinnen für die Auftragsabwicklung und die Disposition: Die Mitarbeiterinnen des Tischwäsche-Spezialisten sind in neue Büroräume nach Fulda gezogen.

„Wir bedauern das Ausscheiden von Burkhard Oel“, sagt Josef Brockmann. „Mit seiner langen Branchenkenntnis im Textilservice hat er die Entwicklung des Tischwäsche-Sortiments von Langheinrich maßgeblich geprägt. Wir hätten die Zusammenarbeit mit ihm gerne fortgesetzt, respektieren aber seine Entscheidung.“

Quelle:

vestio TEXTILING

06.03.2026

HDE: ver.di-Forderungen gehen an der Realität vorbei

Der Handelsverband Deutschland (HDE) sieht die am 05.03.2026 von ver.di in den Tarifgebieten Rheinland-Pfalz und Saarland im Einzelhandel beschlossenen Forderungen als unverhältnismäßig an und befürchtet in der Folge den unnötigen, massenhaften Verlust von Arbeitsplätzen. Der Verband appelliert in diesen wirtschaftlich außerordentlich schwierigen Zeiten an das Verantwortungsbewusstsein der Gewerkschaft, der Branche keinen Schaden zuzufügen. Ver.di fordert bei einer Laufzeit von zwölf Monaten monatlich 225 Euro mehr Lohn und Gehalt für die Beschäftigten. Das entspräche beim Verkäufereckgehalt im Saarland einer prozentualen Tarifanhebung um sieben Prozent, in Rheinland-Pfalz um 7,2 Prozent. In den unteren Entgeltgruppen lägen die prozentualen Steigerungen sogar bei knapp zehn Prozent. Die Auszubildendenvergütungen sollen zudem um 150 Euro steigen. Dies entspräche im 1. Ausbildungsjahr dann prozentualen Steigerungen von mehr als 13 Prozent.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) sieht die am 05.03.2026 von ver.di in den Tarifgebieten Rheinland-Pfalz und Saarland im Einzelhandel beschlossenen Forderungen als unverhältnismäßig an und befürchtet in der Folge den unnötigen, massenhaften Verlust von Arbeitsplätzen. Der Verband appelliert in diesen wirtschaftlich außerordentlich schwierigen Zeiten an das Verantwortungsbewusstsein der Gewerkschaft, der Branche keinen Schaden zuzufügen. Ver.di fordert bei einer Laufzeit von zwölf Monaten monatlich 225 Euro mehr Lohn und Gehalt für die Beschäftigten. Das entspräche beim Verkäufereckgehalt im Saarland einer prozentualen Tarifanhebung um sieben Prozent, in Rheinland-Pfalz um 7,2 Prozent. In den unteren Entgeltgruppen lägen die prozentualen Steigerungen sogar bei knapp zehn Prozent. Die Auszubildendenvergütungen sollen zudem um 150 Euro steigen. Dies entspräche im 1. Ausbildungsjahr dann prozentualen Steigerungen von mehr als 13 Prozent.

„Diese ver.di-Forderungen gehen in der aktuellen Situation leider an der Realität von vielen Einzelhandelsunternehmen vorbei. Bereits vor Ausbruch des akuten kriegerischen Konflikts im Iran, kämpften die Arbeitgeber im Einzelhandel mit seit Jahren stagnierenden Umsätzen sowie mit explodierenden Kosten – so beispielsweise in den Bereichen Energie, Wareneinkauf sowie Logistik und auch Personal. Diese Probleme werden sich wegen der aktuellen Konfliktlage auf unbestimmte Zeit eher noch verschlimmern. Hinzu kommen die stetig steigenden Sozialversicherungsbeiträge und die erdrückende Bürokratie- und Regulierungslast, die den Faktor Arbeit immer noch weiter verteuern. Der gesetzliche Mindestlohn steigt zudem zum 1. Januar 2027 auf 14,60 Euro brutto pro Stunde, dies entspricht einer Steigerung seit seiner Einführung im Jahr 2015 um dann rund 72 Prozent. In dieser schwierigen Situation für alle haben die Arbeitgeber im Einzelhandel aktuell leider kaum mehr Verteilungsspielraum übrig“, so der HDE-Tarifgeschäftsführer Steven Haarke.

Zudem hatte der letzte Tarifabschluss den Beschäftigten im Einzelhandel über die Laufzeit von 2023 bis 2025 bereits insgesamt 14 Prozent Gehaltserhöhung ermöglicht und damit nachweislich auch einen Reallohngewinn. Damit besteht kein wirklicher Nachholbedarf in der Branche. Haarke: „Wenn man die heutige Forderung von ver.di im Einzelhandel im Saarland und in Rheinland-Pfalz deutschlandweit umsetzen müsste, würde das bei den Unternehmen rund 3,3 Milliarden Euro zusätzlicher Kosten auslösen. Das wäre für die Branche finanziell nicht mehr tragbar.“ Die Auswirkungen zeigen sich bereits auf dem Arbeitsmarkt: Laut Bundesagentur für Arbeit hat der Einzelhandel seit 2022 rund 60.000 sozialversicherungspflichtige Stellen verloren. „Unsere oberste Priorität muss die Zukunftsfähigkeit der Branche sowie die Sicherung der Arbeitsplätze sein“, betont Haarke. Die geforderten Lohnsteigerungen seien in der aktuellen Dynamik schlicht nicht leistbar.

BB Engineering Texturizing Line Foto BB Engineering GmbH
BB Engineering Texturizing Line
05.03.2026

Entwicklung biobasierter Polyethylen-Fasern für textile Anwendungen

Im Forschungsprojekt bioPEtex arbeitet BB Engineering (BBE) gemeinsam mit anderen Partnern an der Entwicklung von Textilien aus 100 % biobasiertem Polyethylen (PE). Ziel ist es, das in der Chemiefaserindustrie bislang kaum genutzte Polymer nutzbar zu machen. BBE bringt seine Spinnerei- und Texutrierexpertise ein und entwickelt den Texturierprozess auf industriellen Maßstab. Erste vielversprechende Ergebnisse liegen vor und eröffnen der Textilindustrie neue Chancen für nachhaltige und wirtschaftlich attraktive Anwendungen.

Der globale Chemiefasermarkt wird seit Jahren maßgeblich von PET dominiert, einem technisch ausgereiften, vielseitig einsetzbaren und kosteneffizienten Polymer für textile Anwendungen. Trotz seiner Vorteile hinsichtlich Verarbeitbarkeit, Festigkeit und ökonomischer Verfügbarkeit steht PET in der Kritik: Die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen, hohe CO2-Emissionen entlang der Wertschöpfungskette sowie Herausforderungen bei der Kreislaufführung von PET-Produkten lenken den Blick von Forschung und Industrie auf alternative sowohl wirtschaftliche als auch nachhaltige Materialien.

Im Forschungsprojekt bioPEtex arbeitet BB Engineering (BBE) gemeinsam mit anderen Partnern an der Entwicklung von Textilien aus 100 % biobasiertem Polyethylen (PE). Ziel ist es, das in der Chemiefaserindustrie bislang kaum genutzte Polymer nutzbar zu machen. BBE bringt seine Spinnerei- und Texutrierexpertise ein und entwickelt den Texturierprozess auf industriellen Maßstab. Erste vielversprechende Ergebnisse liegen vor und eröffnen der Textilindustrie neue Chancen für nachhaltige und wirtschaftlich attraktive Anwendungen.

Der globale Chemiefasermarkt wird seit Jahren maßgeblich von PET dominiert, einem technisch ausgereiften, vielseitig einsetzbaren und kosteneffizienten Polymer für textile Anwendungen. Trotz seiner Vorteile hinsichtlich Verarbeitbarkeit, Festigkeit und ökonomischer Verfügbarkeit steht PET in der Kritik: Die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen, hohe CO2-Emissionen entlang der Wertschöpfungskette sowie Herausforderungen bei der Kreislaufführung von PET-Produkten lenken den Blick von Forschung und Industrie auf alternative sowohl wirtschaftliche als auch nachhaltige Materialien.

Biopolymere sind hier in dem Zusammenhang ein wichtiges Stichwort. PET lässt sich jedoch nicht zu 100% biobasiert im industriellen Maßstab herstellen. Kleidung, die zu 100% aus sonstigen Biopolymeren besteht, existiert nur in Studien, da diese für den Massenmarkt zu teuer ist. Vor dem Hintergrund untersucht das deutsche Forschungsprojekt bioPEtex ein Polymer, was aufgrund seiner Eigenschaften bislang eher als ungeeignet für die Chemiefaserherstellung angesehen wurde: PE. Denn biobasiertes PE ist günstig in der Beschaffung und umweltfreundlich. Doch ist es für die Textilindustrie überhaupt noch nicht erschlossen. 

BB Engineering (BBE) ist einer der Industriepartner, die zusammen mit der RWTH Aachen das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderte Projekt umsetzen. Das Ziel des Projekts ist die Entwicklung von Textilien aus 100 % biobasiertem Polyethylen, die sowohl umweltfreundlich als auch wirtschaftlich tragfähig sein sollen. 

BBE ist Anbieter von Spinn-, Texturier- und Recyclinganlagen sowie Extrusions- und Filtrationstechnik und verfügt über umfassendes Know-How in der Herstellung von Kunstfasern und deren Rückführung in den Wertstoffkreislauf. Diese langjährige Expertise bringt das Unternehmen im Projekt bioPEtex ein. Hierbei unterstützt BBE einerseits beratend die Entwicklung des Spinnprozesses. Darüber hinaus übernimmt BBE den entscheidenden Verfahrensschritt der Texturierung, der die spätere textile Performance der entwickelten Fasern maßgeblich beeinflusst. 

„Mit unserer Beteiligung am Projekt bioPEtex wollen wir nicht nur an der Entwicklung nachhaltiger Lösungen mitwirken, sondern auch den wirtschaftlichen Nutzen für unsere Kunden im Fokus haben“, erklärt Dr. Klaus Schäfer, Geschäftsführer von BBE. „Bio-PE-Textilien bieten Unternehmen die Möglichkeit, ihre Produktionskosten zu senken und gleichzeitig neue Marktsegmente zu erschließen.“

Polyethylen und seine Rolle in der Chemiefaserindustrie
Polyethylen zählt global zu den am häufigsten produzierten Polymeren. Besonders beständig, hydrophob, leicht und chemisch stabil findet es neben seinem Haupteinsatzgebiet, der Verpackungsindustrie, auch Anwendung in diversen anderen Bereichen wie z.B. Baustoffen und Konsumgütern. Doch in der textilen Faserproduktion spielt PE bislang kaum eine Rolle. Aus technischer Sicht basiert dies insbesondere auf Verarbeitungsherausforderungen. PE kristallisiert bei niedrigen Temperaturen und bietet folglich ein enges temperaturtechnisches Fenster für Spinnen und Texturieren. Außerdem erschwert die geringe Polarität von PE seine Färbbarkeit.

So findet PE heute ausschließlich als Funktionskomponente in Composites, in Geokunststoffen oder in speziellen Hochleistungsfasern (z. B. UHMWPE) Anwendung – jedoch kaum in klassischen Bekleidungs- oder Heimtextilsegmenten. Dabei eröffnet die Materialstruktur auch interessante Eigenschaften für bestimmte textile Anwendungen:

  • sehr niedrige Dichte führt zu extrem leichten Fasern,
  • ausgezeichnete chemische Beständigkeit,
  • sehr gute Formstabilität und Abriebfestigkeit,
  • potenziell gute Rezyklierbarkeit durch klare Polymerstruktur,
  • wasserabweisend und schnell trocknend bei gleichzeitigühler Haptik.

Das Problem der erschwerten Färbbarkeit ließe sich durch Spinnfärben lösen. 

Damit könnte PE für Anwendungen relevant werden, in denen Leichtbau, Hydrophobie, robuste Performance und Recyclingfähigkeit gefragt sind – etwa in Sporttextilien, Outdoorprodukten, technischen Textilien oder hygienischen Einwegprodukten. 

Biobasiertes PE – Ökonomische und ökologische Potenziale für die Textilindustrie
Im Gegensatz zu PET unterscheidet sich biobasiertes PE chemisch nicht von seiner fossilbasierten Variante: Beide Materialien sind vollständig identisch in Struktur und Eigenschaften. Der Unterschied liegt einzig in der Herkunft der eingesetzten Monomere. Biobasiertes PE wird meist aus fermentiertem Zucker (z.B. aus Zuckerrohr) oder Stärke (z.B. aus Mais) erzeugt. 

Im Vergleich zu fossilem PE weist es eine deutlich bessere CO2-Bilanz auf und eröffnet die Möglichkeit eines vollständig biobasierten textilen Recyclingkreislaufs ohne Qualitätseinbußen. Da der niedrige Schmelzpunkt den Energiebedarf in der Verarbeitung senkt und (Bio-)PE global hoch verfügbar ist, sind die Energie- und Materialkosten potenziell geringer. Die Textilindustrie kann hier von den etablierten Rohstoffströme der Verpackungs- und Kunststoffindustrie profitieren. Darüber hinaus ermöglicht die Einführung von PE-Fasern die Entwicklung neuer, hochspezialisierter Produktsegmente und eröffnet Herstellern zusätzliche Differenzierungsmöglichkeiten durch nachhaltige Materialalternativen. 

BB Engineering entwickelt PE-Texturierprozess 
Bevor PE jedoch im industriellen Maßstab als Werkstoff für die Chemiefaserbranche genutzt werden kann, muss es zunächst systematisch erprobt werden. Daran arbeitet derzeit das Projekt bioPEtex. Innerhalb des Konsortiums übernimmt BBE die Entwicklung und Anpassung der Texturierprozesse. Dieser Schritt ist entscheidend, da erst die Texturierung die späteren haptischen, funktionalen und mechanischen Eigenschaften einer Faser definiert. Die Herausforderung liegt darin, PE unter den neuartigen Prozessbedingungen so zu modifizieren, dass es mit den etablierten textilen Anwendungen kompatibel wird. 

Insgesamt umfasst das Projekt mehrere innovative Schritte:

  1. Materialentwicklung: Herstellung von spinnbaren Bio-PE-Compounds durch die Firma TECNARO, die biobasierte Farbpigmente enthalten.
  2. Prozessoptimierung: Schmelzspinn- und Falschdrahttexturierverfahren, die am Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen und bei BBE für die industrielle Nutzung skaliert werden.
  3. Textilproduktion: Der Partner FALKE führt erste Strickversuche durch, um die Garne in Form von Demonstrator-T-Shirts zu validieren.

Die bisherigen Ergebnisse zeigen vielversprechende Fortschritte: Die Bio-PE-Garne weisen geeignete mechanische Eigenschaften auf und bieten ein angenehmes Tragegefühl mit kühlendem Effekt, der z.B. bei Sportkleidung gewünscht ist. Gleichzeitig wird ein Design-for-Recycling-Ansatz verfolgt, um die Textilien am Ende ihres Lebenszyklus effizient wiederzuverwerten. Ein besonderer Meilenstein im Projekt ist die erfolgreiche Herstellung eines ersten weißen T-Shirts – eine erste Grundlage, um die Marktfähigkeit zu prüfen. Weitere Entwicklungsschritte und Optimierungen sind hier noch erforderlich.

„Die bisherigen Resultate stimmen uns sehr positiv. Sie zeigen, dass PE eine reale Chance in der textilen Wertschöpfung hat und in spezifischen Anwendungen deutliche ökonomische und ökologische Vorteile für die Industrie haben kann. Wir freuen uns an diesem wegbereitenden Projekt beteiligt zu sein. Es ist unser Anspruch, unseren Kunden zukunftsfähige und profitable Innovationen bereitzustellen.“ so Dr. Klaus Schäfer. 

pyroshell™ Bild TEXTILCOLOR AG
05.03.2026

Innovative Technologie für Flammschutztextilien: Doppelter Schutzzeitraum & hoher Tragekomfort

Flammschutztextilien stehen seit Jahren vor demselben Dilemma: je höher die Schutzwirkung, desto größer sind Einschränkungen bei Trageeigenschaften, Gewicht und Atmungsaktivität. Besonders bei Arbeits- und Schutzkleidung, die täglich über viele Stunden getragen wird, führt dies zu Akzeptanzproblemen beim Anwender. 

Mit pyroshell™ stellt die Textilcolor AG auf der Frankfurter Techtextil 2026 zum ersten Mal eine innovative Flammschutztechnologie vor. Der Schutz wird über eine graphitbasierte Funktionsschicht im Textilaufbau erzeugt. Der Schutzzeitraum vor der Entstehung von Verbrennungen wird verdoppelt und der Tragekomfort deutlich erhöht. Das Material, das keine toxischen Dämpfe freisetzt, eröffnet Textilherstellern völlig neue Möglichkeiten zur Gestaltung und Produktion von Schutz- und Funktionsbekleidung und hält 50 Industriewäschen stand.

Flammschutztextilien stehen seit Jahren vor demselben Dilemma: je höher die Schutzwirkung, desto größer sind Einschränkungen bei Trageeigenschaften, Gewicht und Atmungsaktivität. Besonders bei Arbeits- und Schutzkleidung, die täglich über viele Stunden getragen wird, führt dies zu Akzeptanzproblemen beim Anwender. 

Mit pyroshell™ stellt die Textilcolor AG auf der Frankfurter Techtextil 2026 zum ersten Mal eine innovative Flammschutztechnologie vor. Der Schutz wird über eine graphitbasierte Funktionsschicht im Textilaufbau erzeugt. Der Schutzzeitraum vor der Entstehung von Verbrennungen wird verdoppelt und der Tragekomfort deutlich erhöht. Das Material, das keine toxischen Dämpfe freisetzt, eröffnet Textilherstellern völlig neue Möglichkeiten zur Gestaltung und Produktion von Schutz- und Funktionsbekleidung und hält 50 Industriewäschen stand.

Dünne Blähgraphit-Schicht bietet hohen Flammschutz
Die Anforderungen an moderne Schutztextilien steigen kontinuierlich. Neben gesetzlichen Vorgaben spielen Ergonomie, Atmungsaktivität und geringes Gewicht eine zentrale Rolle. Klassische Flammschutzlösungen beruhen häufig auf flammfesten Spezialfasern oder zusätzlichen chemischen Behandlungen, die Kleidung schwer, steif und wenig komfortabel machen. pyroshell™ bietet hohen Schutz, ohne den Tragekomfort zu beeinträchtigen, und eignet sich daher für vielfältige Einsatzbereiche – von Polizei, Sicherheits- und Spezialeinheiten über Energieunternehmen bis hin zu Industriearbeitern in risikoreichen Umgebungen wie Öl-, Gas- oder Starkstromnetzen. 

Bestehende Brandschutzlösungen können bei Hitze schädliche Dämpfe freisetzen und im Alltag schwer, steif oder unbequem sein. Für Anwender entsteht dadurch ein Konflikt zwischen maximalem Brandschutz und Tragekomfort. Pyroshell™ soll diesen Zielkonflikt entschärfen. 

Es besteht aus einer flexiblen Blähgraphit-Schicht und einer nicht schmelzenden bzw. nicht brennbaren Trägerschicht mit sehr geringer Dicke, die als stabile Schutzbasis dient und als eigenständige Schicht zwischen den textilen Lagen integriert wird, ohne den Tragekomfort oder die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Ein Alleinstellungsmerkmal ist, dass es in einer Vielzahl von Stoffen, z. B. Polyamid, Polyester, Cordura-ähnlichen Geweben oder elastischen Textilien eingesetzt werden kann. Es ermöglicht ein geringeres Gesamtgewicht der Textilien und bietet zugleich mehr Designfreiheit. Im täglichen Gebrauch bleibt die Zwischenschicht inaktiv, sodass sich die Kleidung wie normale Arbeits- oder Outdoorbekleidung anfühlt. Erst bei Hitze- oder Flammeneinwirkung von über 180 °C wird sie aktiviert. Wird die äußere Textilschicht zerstört, kommt die pyroshell™-Schicht darunter zum Vorschein. Der enthaltene Blähgraphit expandiert innerhalb kürzester Zeit auf das 40- bis 60-fache seines ursprünglichen Volumens und bildet eine stabile Schutzbarriere, die Hitze und Flammen effektiv vom Körper fernhält. Ein Weiterbrennen und schmelzendes Abtropfen bis zur Hautoberfläche wird verhindert. 

Tests zeigten, dass pyroshell™ den doppelten Schutzzeitraum bis zum Auftreten von Verbrennungen im Vergleich zu herkömmlichen Materialien aufweist und damit einen deutlichen Sicherheitsgewinn für den Träger bietet. Als reaktive Sicherheitslösung bleibt der Schutz nahezu unsichtbar, ist jedoch permanent vorhanden und aktiviert sich, wenn er benötigt wird. Der Schutz bleibt nach 50 Industriewäschen noch zuverlässig erhalten. 

Maximaler Schutz mit Komfort und Bewegungsfreiheit
Ein wesentlicher Vorteil von pyroshell™ liegt in der Kombination aus hoher Schutzwirkung und angenehmen Tragegefühl. Das Material kommt ohne halogen- oder phosphorhaltige Chemikalien aus, sodass im Brandfall keine toxischen Ausdünstungen entstehen. Gleichzeitig bleibt das Textil leicht, flexibel und atmungsaktiv – ein entscheidender Faktor für die Akzeptanz beim täglichen Einsatz. Abhängig vom Textilaufbau bzw. der Materialkombination des Endproduktes erfüllt pyroshell™ die europäischen Normen für Schutzkleidung gegen Hitze, Flammen und thermische Risiken sowie die Anforderungen an begrenzte Flammausbreitung. Das Material eignet sich auch für den Schutz vor elektrischen Lichtbögen und damit für Anwendungen in Starkstromumgebungen. Darüber hinaus lassen sich weitere Schutzanforderungen wie elektrostatische Eigenschaften oder Chemikalienspritzschutz integrieren. pyroshell™ kann gezielt an unterschiedliche Einsatzbereiche angepasst und mit weiteren funktionalen Technologien kombiniert werden. Hersteller profitieren von hoher Designfreiheit und der Möglichkeit, Schutzlösungen auf Basis gängiger synthetischer Gewebe zu entwickeln. 

pyroshell™ ergänzt das auf der Messe präsentierte Markenportfolio: coolcolors reduziert die Aufheizung von Textilien bei Sonneneinstrahlung und verbessert so den Wärme- und UV-Schutz. Dry³ sorgt für eine besonders schnelle Trocknung und hohe Feuchtigkeitsregulierung, enerG nutzt eine titan-mineralische Matrix zur gezielten Reflexion der körpereigenen Ferninfrarotenergie und RepelPro bietet eine ökologische, PFC-freie Wasser- und Schmutzabweisung für wetterbeständige Textilien.

Quelle:

TEXTILCOLOR AG

05.03.2026

Landtagswahl 2026: Südwesttextil ruft zur Wahlbeteiligung auf

Der Wirtschafts- und Arbeitgeberverband sieht die Landtagswahl als richtungsweisend für Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen und Beschäftigung in Baden-Württemberg und richtet sich an die Wahlberechtigten.

Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sei es wichtig, Verantwortung zu übernehmen. Der Wirtschafts- und Arbeitgeberverband der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil unterstreicht daher die Bedeutung der Information über und Teilnahme an der bevorstehenden Landtagswahl am kommenden Sonntag, dem 8. März 2026.

Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner erklärt: „Die am Sonntag zu wählende Landesregierung steht vor wichtigen Aufgaben, darunter, die Weichen für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg zu stellen. Für die Textil- und Bekleidungsindustrie als innovative Querschnittsbranche ist die Wahl deswegen ebenfalls entscheidend. Wir appellieren daher an alle Wahlberechtigten, sich intensiv zu informieren und ihre Stimme zu nutzen. An unsere Mitgliedsunternehmen und ihre Belegschaften plädieren wir besonders: Gehen Sie wählen und gestalten Sie so aktiv die Zukunft mit – für Baden-Württemberg und für Textil!“

Der Wirtschafts- und Arbeitgeberverband sieht die Landtagswahl als richtungsweisend für Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen und Beschäftigung in Baden-Württemberg und richtet sich an die Wahlberechtigten.

Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sei es wichtig, Verantwortung zu übernehmen. Der Wirtschafts- und Arbeitgeberverband der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil unterstreicht daher die Bedeutung der Information über und Teilnahme an der bevorstehenden Landtagswahl am kommenden Sonntag, dem 8. März 2026.

Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner erklärt: „Die am Sonntag zu wählende Landesregierung steht vor wichtigen Aufgaben, darunter, die Weichen für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg zu stellen. Für die Textil- und Bekleidungsindustrie als innovative Querschnittsbranche ist die Wahl deswegen ebenfalls entscheidend. Wir appellieren daher an alle Wahlberechtigten, sich intensiv zu informieren und ihre Stimme zu nutzen. An unsere Mitgliedsunternehmen und ihre Belegschaften plädieren wir besonders: Gehen Sie wählen und gestalten Sie so aktiv die Zukunft mit – für Baden-Württemberg und für Textil!“

Unter dem Leitmotiv „Struktur zeigen – für einen Standort, der zusammenhält“ hat der Wirtschafts- und Arbeitgeberverband fünf zentrale landespolitische Handlungsfelder definiert: 

  1. Industriepolitik neu denken
  2. Bürokratie auf allen Ebenen abbauen
  3. Know-How stärken
  4. Infrastruktur priorisieren
  5. Zusammenhalt fördern
Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil

Down Jacket with Moisture Management Innovation Photo eVent Fabrics // ALLIED Feather + Down
05.03.2026

Down Jacket with Moisture Management Innovation

eVent Fabrics, a leader in waterproof and breathable fabric technologies, has partnered with ALLIED Feather + Down to demonstrate a new evolution in down jacket performance. Debuting at Performance Days in Munich, March 18–19, the concept system addresses one of the most persistent limitations in insulated outerwear: internal and external moisture building up inside the insulation chamber.

The collaboration pairs ALLIED’s 800 fill power ExpeDRY® down, which is engineered with gold particles to accelerate water vapor evaporation, with eVent’s highly breathable, downproof, and weatherproof 2-layer stormburstLT laminate. Together, the materials create an advanced system designed to actively manage moisture both inside and outside the jacket, helping maintain loft and thermal efficiency across a wider range of conditions and activity levels.

eVent Fabrics, a leader in waterproof and breathable fabric technologies, has partnered with ALLIED Feather + Down to demonstrate a new evolution in down jacket performance. Debuting at Performance Days in Munich, March 18–19, the concept system addresses one of the most persistent limitations in insulated outerwear: internal and external moisture building up inside the insulation chamber.

The collaboration pairs ALLIED’s 800 fill power ExpeDRY® down, which is engineered with gold particles to accelerate water vapor evaporation, with eVent’s highly breathable, downproof, and weatherproof 2-layer stormburstLT laminate. Together, the materials create an advanced system designed to actively manage moisture both inside and outside the jacket, helping maintain loft and thermal efficiency across a wider range of conditions and activity levels.

“This is an opportunity to rethink how the entire insulation chamber functions,” said Chad Kelly, Vice President of eVent Fabrics. “stormburstLT delivers over 55,000 g/m² breathability with 8,000 mm waterproofness, while remaining 100% windproof and PFAS-free. By blocking external moisture and allowing interior vapor to escape more efficiently than traditional downproof shells, we’re helping the insulation system stay drier and perform more consistently.”

Traditional downproof outer shells have serious limitations. Not only do they allow external moisture in, they also trap water vapor inside the down chamber, effectively introducing moisture on two fronts.  As internal moisture accumulates and condenses, loft diminishes, reducing insulation performance during high-output activity. 

A specialized laminate ideal for use in both down jackets and apparel made for high exertion activities in unpredictable weather, stormburstLT is more weatherproof and windproof than traditional downproof shells, all while remaining extremely breathable, lightweight, and packable, extending the functionality of what was just a layering piece into a jacket capable of protecting the wearer in foul weather.

ExpeDRY® down was developed specifically to combat internal humidity. By integrating gold particles at the molecular level, the technology speeds the evaporation of moisture within the down cluster itself, actively working to maintain loft in damp or high-exertion conditions.

“Down is inherently breathable and the challenge has always been the surrounding fabric environment,” said Matthew Betcher, Creative Director at ALLIED Feather + Down. “ExpeDRY prevents condensation inside the insulation chamber, accelerating vapor movement away from the down clusters. When paired with a more breathable, downproof laminate like stormburstLT, the effect is amplified. The insulation dries faster, the chamber stays drier, and performance improves beyond what conventional constructions allow.”

The result is a premium down jacket as an integrated performance system in which insulation and shell material are engineered to function together. The stretch properties of stormburstLT further enhance mobility, expanding the performance window for cold-weather pursuits.

Quelle:

eVent Fabrics // ALLIED Feather + Down

04.03.2026

Iran-Krieg: Konsumstimmung könnte sinken, Lieferketten bleiben intakt

Der Krieg im Iran könnte nach Einschätzung des Handelsverbandes Deutschland (HDE) die ohnehin schwächelnde Konsumstimmung weiter negativ beeinflussen.

„Der Ausbruch eines Krieges wird wohl kaum positive Auswirkungen auf die Stimmung der Verbraucher haben. Die Verunsicherung durch die internationalen Krisen und Konflikte steigt immer weiter. Das ist Gift für den Konsum“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Der Krieg im Iran könnte nach Einschätzung des Handelsverbandes Deutschland (HDE) die ohnehin schwächelnde Konsumstimmung weiter negativ beeinflussen.

„Der Ausbruch eines Krieges wird wohl kaum positive Auswirkungen auf die Stimmung der Verbraucher haben. Die Verunsicherung durch die internationalen Krisen und Konflikte steigt immer weiter. Das ist Gift für den Konsum“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Gleichzeitig hält der HDE die direkt spürbaren Auswirkungen des bewaffneten Konflikts in Nahost für zunächst überschaubar. „Aktuell sind die globalen Lieferketten des Einzelhandels nicht direkt betroffen. Ausnahmen können hier allenfalls Luftfrachtverkehre sein, die über das Drehkreuz in den Golfstaaten geleitet werden und nun neue Flugrouten nutzen müssen“, so Genth weiter. Die großen Reedereien haben ihre Routen bereits seit den Angriffen der mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jahr 2023 angepasst und fahren bevorzugt um die Südspitze Afrikas. Daher ist davon auszugehen, dass die jüngst angekündigten Angriffe der Huthi den internationalen Seehandel nur bedingt beeinflussen werden. Zudem muss sich erst zeigen, inwiefern die Huthi-Rebellen im Jemen überhaupt in den Konflikt eingreifen und so unter Umständen den Schiffsverkehr in der Region beeinträchtigen. Da zudem erhebliche Mengen Erdöl und Gas aus der Region kommen, könnten hier allerdings die Preise für Diesel und Gas steigen, was sich mittelfristig auf die Kalkulation der Logistikpreise auswirken könnte.

Bemliese™ Photo Asahi Kasei Advance
Bemliese™
04.03.2026

Asahi Kasei Advance: Hochleistungsfasern und -vliesstoffe auf der Techtextil 2026

Asahi Kasei Advance wird bei seiner ersten Teilnahme auf der Techtextil 2026 sein Portfolio an flammhemmenden Vliesstoffen und fortschrittlichen Textil- und Faserlösungen für verschiedene Branchen vorstellen. Die Techtextil ist die führende internationale Fachmesse für technische Textilien und Vliesstoffe und findet vom 21. bis 24. April 2026 in Frankfurt am Main statt. 

Fortschrittlicher Flammschutz mit LASTAN™
LASTAN™ ist ein nicht-mineralischer, flammfester Stoff, der durch Ausbrennen einer speziellen Acrylfaser bei 200-300 °C hergestellt wird. Mit einem Sauerstoffindex (LOI) von 47.5-50 zeichnet sich das Material durch eine hohe Flammfestigkeit und gute elektrische Isolierung aus. Ein spezielles Beschichtungsverfahren verleiht dem Material einen wirksamen Schutz gegen Funken, die etwa beim Schweißen entstehen, sowie gegen Flammen oder Partikelbeschuss durch austretendes Gas. Mit diesen außergewöhnlichen Eigenschaften wird dieser Stoff seit vielen Jahren als optimales Material zur Sicherheit in verschiedenen Branchen eingesetzt.

Asahi Kasei Advance wird bei seiner ersten Teilnahme auf der Techtextil 2026 sein Portfolio an flammhemmenden Vliesstoffen und fortschrittlichen Textil- und Faserlösungen für verschiedene Branchen vorstellen. Die Techtextil ist die führende internationale Fachmesse für technische Textilien und Vliesstoffe und findet vom 21. bis 24. April 2026 in Frankfurt am Main statt. 

Fortschrittlicher Flammschutz mit LASTAN™
LASTAN™ ist ein nicht-mineralischer, flammfester Stoff, der durch Ausbrennen einer speziellen Acrylfaser bei 200-300 °C hergestellt wird. Mit einem Sauerstoffindex (LOI) von 47.5-50 zeichnet sich das Material durch eine hohe Flammfestigkeit und gute elektrische Isolierung aus. Ein spezielles Beschichtungsverfahren verleiht dem Material einen wirksamen Schutz gegen Funken, die etwa beim Schweißen entstehen, sowie gegen Flammen oder Partikelbeschuss durch austretendes Gas. Mit diesen außergewöhnlichen Eigenschaften wird dieser Stoff seit vielen Jahren als optimales Material zur Sicherheit in verschiedenen Branchen eingesetzt.

Langlebiges und recycelbares 3D-Abstandsgewebe Cubit™
Das 3D-Abstandsgewebe Cubit™ ist das ideale Material für Anwendungen, die Strapazierfähigkeit, Atmungsaktivität, Pflegeleichtigkeit sowie verbesserten Komfort erfordern. Mit Vorder- und Rückseite aus PET ist es in Ausführungen mit Verbindungsfäden aus PTT, PET oder Nylon erhältlich. Die vollständig aus PET bestehende Monomaterialtype bietet eine leicht recycelbare Alternative zu Polyurethanschaum in Anwendungen für die Gesundheits-, Möbel- oder Automobilindustrie.

Vliesstoff für Hygiene- und Reinigungslösungen: Bemliese™
Bemliese™ ist ein Vliesstoff aus kontinuierlichen Zellulosefasern, der aus Baumwoll-Linter hergestellt wird. Nach dem Befeuchten wird er außergewöhnlich weich und legt sich gut über jede Oberfläche, ohne dabei Abrieb zu verursachen. Dank seiner guten Feuchtigkeitsaufnahme- und -speicherkapazität eignet er sich ideal für kosmetische Anwendungen wie Gesichts- und Augenmasken. In trockenem Zustand hinterlässt Bemliese™ praktisch keine Flusen, Kratzer oder chemische Rückstände auf den Oberflächen, mit denen es in Berührung kommt. Damit ist es ein ideales Material für die Reinigung von Geräten in Reinräumen, zum Beispiel Industrie-, Labor- oder medizinischen Umgebungen. TÜV AUSTRIA Belgium hat die biologische Abbaubarkeit des Materials in Boden, Wasser sowie für die industrielle und häusliche Kompostierung zertifiziert.

Vielfältige Anwendungen ohne Bindemittel: ELTAS™
ELTAS™ ist ein vielseitiges Spinnvlies, das in verschiedenen Ausführungen aus Polyamid, Polyester oder Polypropylen erhältlich ist. Alle drei Varianten sind bindemittelfrei und in ultradünnen, leichten Qualitäten erhältlich. Sie zeichnen sich durch Filamentgleichmäßigkeit, Luftdurchlässigkeit und Festigkeit gegen Ausfransen aus. ELTAS™-Typen werden in einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt, darunter Hygieneartikel, Konsum- und Haushaltsartikel, Automobilkomponenten, Filtration, Landwirtschaft, Baumaterialien und andere Anwendungen wie Teebeutel und Kabelummantelungslösungen.

Weitere Informationen:
Asahi Kasei Advance Techtextil
Quelle:

Asahi Kasei Advance 

04.03.2026

KI-basierte Fashion-App Sally startet im März

Sacred Valley Tech ist offiziell als Unternehmen eingetragen und wird im März seine KI-basierte App Sally starten. Sally will es Nutzern einfach ermöglichen, ihre Kleidungsstücke im Kreislauf zu halten – zum Weiterverkauf, Tauschen, Reparieren oder Upcycling. Gegründet 2026 in Köln, entwickelt Sacred Valley Tech KI-gestützte Lösungen für Circular Fashion.

„Nach fast einem Jahr Forschung und Validierung freuen wir uns sehr, dass wir endlich offiziell registriert sind und den Launch von Sally bekannt geben können“, sagt Paolo Coda, Gründer. Das Startup hat zudem eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde eröffnet, die bis April abgeschlossen werden soll, und befindet sich bereits in fortgeschrittenen Gesprächen mit Business Angels und regionalen VC-Fonds. 

Durch die Kombination von KI mit Prinzipien der Circular Economy befähigt Sacred Valley Tech Konsument:innen, Textilabfälle zu reduzieren und gleichzeitig neuen Wert für Marken zu schaffen. Sally verbindet Nutzer:innen mit lokalen Möglichkeiten zum Kleidertausch und zur Reparatur und macht nachhaltige Mode schnell, einfach und gemeinschaftlich erlebbar.

Sacred Valley Tech ist offiziell als Unternehmen eingetragen und wird im März seine KI-basierte App Sally starten. Sally will es Nutzern einfach ermöglichen, ihre Kleidungsstücke im Kreislauf zu halten – zum Weiterverkauf, Tauschen, Reparieren oder Upcycling. Gegründet 2026 in Köln, entwickelt Sacred Valley Tech KI-gestützte Lösungen für Circular Fashion.

„Nach fast einem Jahr Forschung und Validierung freuen wir uns sehr, dass wir endlich offiziell registriert sind und den Launch von Sally bekannt geben können“, sagt Paolo Coda, Gründer. Das Startup hat zudem eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde eröffnet, die bis April abgeschlossen werden soll, und befindet sich bereits in fortgeschrittenen Gesprächen mit Business Angels und regionalen VC-Fonds. 

Durch die Kombination von KI mit Prinzipien der Circular Economy befähigt Sacred Valley Tech Konsument:innen, Textilabfälle zu reduzieren und gleichzeitig neuen Wert für Marken zu schaffen. Sally verbindet Nutzer:innen mit lokalen Möglichkeiten zum Kleidertausch und zur Reparatur und macht nachhaltige Mode schnell, einfach und gemeinschaftlich erlebbar.

Quelle:

Sacred Valley Tech

Foto ITE GmbH
04.03.2026

Neu: BTE-Factbook 2026

Das neue BTE-Factbook Textil | Schuhe | Lederwaren | Sport 2026 ist da – kompakt, aktuell und voller relevanter Zahlen und Fakten für den unternehmerischen Alltag.
 
Erstmals enthält das Factbook dank der Kooperation mit dem VDS Verband Deutscher Sportfachhandel e.V. auch zentrale Daten zum Sportmarkt. Darüber hinaus findet der Leser aktuelle Markt- und Kostenzahlen, Ergebnisse der Unternehmerumfrage 2026 sowie praxisnahe Informationen zu Nachhaltigkeit, rechtlichen Vorgaben und weiteren branchenrelevanten Entwicklungen.
 
Viele Mitgliedsunternehmen erhalten das Exemplar kostenfrei über ihren Landesverband. EHV-Mitglieder bestellen für 49 Euro brutto, alle übrigen Interessenten für 99 Euro (jeweils zzgl. Versand). Eine Bestellmöglichkeit gibt es über den BTE-Shop.

Das neue BTE-Factbook Textil | Schuhe | Lederwaren | Sport 2026 ist da – kompakt, aktuell und voller relevanter Zahlen und Fakten für den unternehmerischen Alltag.
 
Erstmals enthält das Factbook dank der Kooperation mit dem VDS Verband Deutscher Sportfachhandel e.V. auch zentrale Daten zum Sportmarkt. Darüber hinaus findet der Leser aktuelle Markt- und Kostenzahlen, Ergebnisse der Unternehmerumfrage 2026 sowie praxisnahe Informationen zu Nachhaltigkeit, rechtlichen Vorgaben und weiteren branchenrelevanten Entwicklungen.
 
Viele Mitgliedsunternehmen erhalten das Exemplar kostenfrei über ihren Landesverband. EHV-Mitglieder bestellen für 49 Euro brutto, alle übrigen Interessenten für 99 Euro (jeweils zzgl. Versand). Eine Bestellmöglichkeit gibt es über den BTE-Shop.

Weitere Informationen:
BTE Factbook
Quelle:

ITE GmbH

vlnr: Tom Busse, Prof. Anna Koch, Dr. Annette Paetz gen. Schieck (Leiterin des Deutschen Textilmuseums), Felix Krämer, Carina Ortiz Copyright: Deutsches Textilmuseum Krefeld
vlnr: Tom Busse, Prof. Anna Koch, Dr. Annette Paetz gen. Schieck (Leiterin des Deutschen Textilmuseums), Felix Krämer, Carina Ortiz
04.03.2026

„Sehnsucht Wald“ im Deutschen Textilmuseum in Krefeld

Inspiration für textiles Design findet sich überall: in Strukturen, Farben und Materialien unserer Umwelt. Für Studierende des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein wurde der Wald zur Quelle kreativer Auseinandersetzung. Die daraus entstandenen Arbeiten sind ab dem 1. März Teil der Ausstellung „Sehnsucht Wald“ im Deutsches Textilmuseum in Krefeld. 
 
Die Zusammenarbeit entstand auf Einladung des Deutschen Textilmuseums und bot den Studierenden neben einem fachlichen Austausch auch die Möglichkeit, ihre Arbeiten der Öffentlichkeit zu präsentieren. Im Kurs „Entwurfsanalyse Textil“ von Anna Koch, Professorin für Textildesign, setzten sich die Studierenden im vergangenen Wintersemester mit dem Wald als komplexen Lebensraum auseinander. Insgesamt acht Objekte von Studierenden sind im Museum zu sehen. 
 
„Die Inspirationsquellen der Studierenden sind so vielfältig wie der Wald selbst“, sagt Professorin Anna Koch. „Sie erkunden Wurzelsysteme und Waldböden, greifen die Formen von Pilzen und Insekten auf und setzen sich auch mit der Beziehung zwischen Mensch und Natur auseinander.“ 
 

Inspiration für textiles Design findet sich überall: in Strukturen, Farben und Materialien unserer Umwelt. Für Studierende des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein wurde der Wald zur Quelle kreativer Auseinandersetzung. Die daraus entstandenen Arbeiten sind ab dem 1. März Teil der Ausstellung „Sehnsucht Wald“ im Deutsches Textilmuseum in Krefeld. 
 
Die Zusammenarbeit entstand auf Einladung des Deutschen Textilmuseums und bot den Studierenden neben einem fachlichen Austausch auch die Möglichkeit, ihre Arbeiten der Öffentlichkeit zu präsentieren. Im Kurs „Entwurfsanalyse Textil“ von Anna Koch, Professorin für Textildesign, setzten sich die Studierenden im vergangenen Wintersemester mit dem Wald als komplexen Lebensraum auseinander. Insgesamt acht Objekte von Studierenden sind im Museum zu sehen. 
 
„Die Inspirationsquellen der Studierenden sind so vielfältig wie der Wald selbst“, sagt Professorin Anna Koch. „Sie erkunden Wurzelsysteme und Waldböden, greifen die Formen von Pilzen und Insekten auf und setzen sich auch mit der Beziehung zwischen Mensch und Natur auseinander.“ 
 
Die Studierenden entwarfen ganz unterschiedliche Ausstellungsstücke wie Teppiche, Polstermöbel oder textile Installationen. Die entstandenen Objekte verbinden ästhetische Gestaltung mit einer inhaltlichen Reflexion über die ökologische Bedeutung und Verletzlichkeit natürlicher Lebensräume. 
 
Entwickelt wurden die Arbeiten von den Studierenden in den modern ausgestatteten Laboren und Werkstätten am Standort Mönchengladbach der Hochschule. Mit Techniken wie Weben, Tuften, Drucken und experimentellen künstlerischen Verfahren setzten die Studierenden ihre Ideen in textile Objekte um. Das Ergebnis ist eine vielfältige Präsentation, die sowohl die gestalterische Kreativität als auch die technischen Kompetenzen der angehenden Textildesignerinnen und -designer sichtbar macht. Die Ausstellungsstücke reflektieren die beeindruckende Schönheit und die Artenvielfalt der Wälder sowie die unermüdliche Arbeit der Insekten, die einen bedeutenden Teil des Ökosystems ausmachen. 
 
Die Ausstellung Sehnsucht Wald ist vom 1. März bis 27. Dezember 2026 im Deutschen Textilmuseum, Andreasmarkt 8, 47809 Krefeld zu sehen. Neben den Arbeiten der Studierenden sind Werke aus Deutschland, Polen, der Slowakei, Spanien und der Ukraine zu sehen. 

Laufzeit verlängert: Das Mittelstand-Digital Zentrum Smarte Kreisläufe legt den Fokus auf KI, Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Wertschöpfung © Gesamtverband textil+mode
Laufzeit verlängert: Das Mittelstand-Digital Zentrum Smarte Kreisläufe legt den Fokus auf KI, Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Wertschöpfung
02.03.2026

Laufzeitverlängerung für Mittelstand-Digital Zentrum Smarte Kreisläufe

Das Mittelstand-Digital Zentrum Smarte Kreisläufe kann seine Arbeit über den ursprünglichen Projektzeitraum hinaus fortsetzen. Die Laufzeit des Projekts, das ursprünglich bis zum 28. Februar 2026 angesetzt war, wird bis Ende 2026 verlängert. Damit können KMU auch weiterhin kostenfrei bei der digitalen Transformation sowie beim Aufbau smarter und nachhaltiger Wertschöpfungskreisläufe unterstützt werden. 

Mit der verlängerten Laufzeit bleibt Unternehmen der Zugang zu den Angeboten und Austauschformaten des Zentrums sowie seiner Partner Gesamtverband textil+mode, Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF), Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University (ITA), Sächsisches Textilforschungsinstitut (STFI) und DER MITTELSTANDSVERBUND – ZGV erhalten. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz – insbesondere zur Analyse von Daten, zur Optimierung von Prozessen und zur Unterstützung nachhaltiger Entscheidungen.

Das Mittelstand-Digital Zentrum Smarte Kreisläufe kann seine Arbeit über den ursprünglichen Projektzeitraum hinaus fortsetzen. Die Laufzeit des Projekts, das ursprünglich bis zum 28. Februar 2026 angesetzt war, wird bis Ende 2026 verlängert. Damit können KMU auch weiterhin kostenfrei bei der digitalen Transformation sowie beim Aufbau smarter und nachhaltiger Wertschöpfungskreisläufe unterstützt werden. 

Mit der verlängerten Laufzeit bleibt Unternehmen der Zugang zu den Angeboten und Austauschformaten des Zentrums sowie seiner Partner Gesamtverband textil+mode, Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF), Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University (ITA), Sächsisches Textilforschungsinstitut (STFI) und DER MITTELSTANDSVERBUND – ZGV erhalten. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz – insbesondere zur Analyse von Daten, zur Optimierung von Prozessen und zur Unterstützung nachhaltiger Entscheidungen.

Weitere zentrale Themen sind die Bewertung der Kreislauffähigkeit von Unternehmen, die Modellierung und Berechnung von Umweltkennzahlen wie CO₂-Fußabdruck, Energieverbrauch oder Rückführbarkeit sowie die ökologische Optimierung von Lieferketten und Produktionsprozessen. Ergänzt werden diese Inhalte durch KI-gestützte Anwendungen, etwa in der Datenerfassung, Cloud-basierten Verarbeitung, vorausschauenden Wartung und im Qualitätsmanagement.


Praxisnahe Formate und Demonstratoren an den Standorten in Aachen, Chemnitz und Denkendorf machen technologische Potenziale erlebbar und zeigen konkrete Ansätze zur Effizienzsteigerung von Unternehmensprozessen auf. 

Das Mittelstand-Digital Zentrum Smarte Kreisläufe ist Teil des bundesweiten Mittelstand-Digital Netzwerks, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie getragen wird. Alle Angebote sind für KMU kostenfrei und anbieterneutral. 

Quelle:

Mittelstand-Digital Zentrum Smarte Kreisläufe 

02.03.2026

Bremer Baumwolltagung: Innovative Baumwolle im Spotlight

Innovative Textilien und Hightech-Produkte aus 100 % Baumwolle zeigen, wie sich Performance und Nachhaltigkeit kraftvoll verbinden lassen. Diesen Innovationsschub greift die 38. Bremer Baumwolltagung vom 25.–27. März 2026 im Bremer Parlament am Marktplatz auf und setzt ihm am Freitag eine eigene Abschlusssession. Im Fokus stehen die funktionelle Aufrüstung reiner Baumwolle, smarte Strategien für die zirkuläre Nutzung von Textilabfällen und wegweisende Lösungen für anspruchsvolle technische Anwendungen. Von naturfaserverstärkten Verbundwerkstoffen bis hin zu effektiven Flammschutzkonzepten zeigt Baumwolle, welches Zukunftspotenzial in ihr steckt.

Innovative Textilien und Hightech-Produkte aus 100 % Baumwolle zeigen, wie sich Performance und Nachhaltigkeit kraftvoll verbinden lassen. Diesen Innovationsschub greift die 38. Bremer Baumwolltagung vom 25.–27. März 2026 im Bremer Parlament am Marktplatz auf und setzt ihm am Freitag eine eigene Abschlusssession. Im Fokus stehen die funktionelle Aufrüstung reiner Baumwolle, smarte Strategien für die zirkuläre Nutzung von Textilabfällen und wegweisende Lösungen für anspruchsvolle technische Anwendungen. Von naturfaserverstärkten Verbundwerkstoffen bis hin zu effektiven Flammschutzkonzepten zeigt Baumwolle, welches Zukunftspotenzial in ihr steckt.

Baumwolle kann mehr als nur T-Shirt. Als nachwachsender Rohstoff ist sie biologisch abbaubar, kommt ohne Mikroplastik aus und punktet mit hoher Atmungsaktivität sowie spürbarem Tragekomfort. Die Faser hat längst den Sprung aus dem Kleiderschrank geschafft und wird zum vielseitigen Hightech-Werkstoff weiterentwickelt. Dank moderner Veredlungsverfahren, funktioneller Beschichtungen, innovativer Hybridgarne und biobasierter Materialkombinationen wächst das Einsatzspektrum. Für Unternehmen eröffnet das Perspektiven: nachhaltige Alternativen zu fossilen Rohstoffen etablieren, regulatorische Anforderungen proaktiv erfüllen und neue Märkte im High-Performance-Bereich erobern. Baumwolle wird vom Naturprodukt zum Innovationsmotor.

Baumwolltextilabfälle als Rohstoffquelle
Zukunftsfähige Innovationen berücksichtigen den gesamten Lebenszyklus. Produktionsreste, Verschnitt und Alttextilien sind nicht nur ein wachsendes Abfallproblem, sondern zugleich eine potenzielle Rohstoffquelle. Dr. Matthew Farrell von Cotton Incorporated (USA) zeigt in seinem Vortrag, wie sich Baumwolltextilabfälle in Glukose überführen lassen. Da sie, abgesehen von Farbstoffen und Ausrüstungen, im Wesentlichen aus Zellulose bestehen, können sie durch Hydrolyse in ihre Zuckerbausteine zerlegt werden. Die gewonnene Glukose dient als biobasierter Plattformrohstoff für verschiedene Mehrwertprodukte. Anhand zweier in den vergangenen Jahren entwickelter Verfahren erläutert Farrell, wie sich gebrauchte Baumwolltextilien in praktikable Kreislaufkonzepte integrieren lassen.

Naturfasersysteme und Flammschutz
Parallel wächst der Markt für naturfaserverstärkte Verbundwerkstoffe, da Industrie und Forschung verstärkt auf erneuerbare, leichte und ressourcenschonende Materialien setzen. Naturfasern haben meist einen geringeren CO₂-Fußabdruck als Glas- oder Kohlefaserverstärkungen und sind besonders für Anwendungen mit klaren Nachhaltigkeitszielen attraktiv. Brandschutztechnisch bestehen jedoch spezifische Herausforderungen: Da die pflanzlichen Fasern brennbar sind, zeigen Naturfaserverbunde oft ein ungünstigeres Brandverhalten als glas- oder carbonfaserverstärkte Alternativen. Zugleich steigen die Anforderungen – neben der Entflammbarkeit rücken Wärmefreisetzungsrate, Rauchentwicklung und Rauchgastoxizität in den Fokus. Dr. Thomas Mayer-Gall vom Deutschen Textilforschungszentrum Nord-West (DTNW), Krefeld, stellt in Bremen neu entwickelte, halogenfreie Flammschutzsysteme aus der DTNW-Forschung für entsprechende Anwendungen vor.

Mehr Performance aus 100 % Baumwolle
Ergänzend zur Kreislaufthematik richtet Seth Winner von Cotton Incorporated den Blick auf die Leistungssteigerung von Textilien aus reiner Baumwolle. Ziel ist es, 100-Prozent-Baumwollqualitäten funktional aufzuwerten – etwa hinsichtlich Atmungsaktivität, thermischer Isolation und Dehnbarkeit. Vorgestellt werden innovative Ansätze, mit denen sich Baumwolltextilien durch neue wie auch etablierte Verfahren gezielt funktionalisieren lassen.

Innovation trifft Kreislaufwirtschaft
Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft und Produktsicherheit setzt die Abschlusssession der Bremer Baumwolltagung ein Signal: Sie liefert frische, praxisnahe Impulse für Hersteller, Veredler und Entwickler – und zeigt, wie viel Innovationskraft in Baumwolle steckt. Baumwolle ist längst mehr als eine klassische Bekleidungsfaser. Sie entwickelt sich zur High-Performance-Rohstoffbasis für technische und nachhaltige Anwendungen – mit strategischer Relevanz für die Textil- und Werkstoffindustrie von morgen.

Quelle:

Bremer Baumwollbörse

Mit Multifilament-Wickelverfahren gefertigte Wasserstoffdrucktanks © Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University
Mit Multifilament-Wickelverfahren gefertigte Wasserstoffdrucktanks
02.03.2026

Günstigere, umweltverträglichere Wasserstoffdrucktanks auf dem ITA-JEC-Stand

Als Highlight der JEC präsentiert das Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University mit Multifilament-Wickelverfahren gefertigte Wasserstoffdrucktanks auf dem NRW-Gemeinschaftsstand in Halle 5 Stand G65.

Durch TowPreg-basiertes Wickeln lassen sich Fasern sehr gezielt ablegen und Qualitätsschwankungen reduzieren. Nach ersten Abschätzungen werden so mindestens rund 10 Prozent Kohlefasern gegenüber dem Nasswickeln eingespart. Dies ist ein wichtiger Gesichtspunkt, da die Kohlefasern zu den teuersten Bestandteilen eines Druckbehälters zählen. Dazu reduziert sich der Reinigungsaufwand in der Produktion, es entsteht weniger Abfall und die Fertigung erfolgt nahezu ohne lösemittelhaltige Dämpfe.

Die Wasserstofftanks können in Bussen, LKWs. Schiffen und portablen Gastransport-Systemen genutzt werden - überall dort, wo leichte, sichere Hochdruckspeicher entscheidend sind.

Als Highlight der JEC präsentiert das Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University mit Multifilament-Wickelverfahren gefertigte Wasserstoffdrucktanks auf dem NRW-Gemeinschaftsstand in Halle 5 Stand G65.

Durch TowPreg-basiertes Wickeln lassen sich Fasern sehr gezielt ablegen und Qualitätsschwankungen reduzieren. Nach ersten Abschätzungen werden so mindestens rund 10 Prozent Kohlefasern gegenüber dem Nasswickeln eingespart. Dies ist ein wichtiger Gesichtspunkt, da die Kohlefasern zu den teuersten Bestandteilen eines Druckbehälters zählen. Dazu reduziert sich der Reinigungsaufwand in der Produktion, es entsteht weniger Abfall und die Fertigung erfolgt nahezu ohne lösemittelhaltige Dämpfe.

Die Wasserstofftanks können in Bussen, LKWs. Schiffen und portablen Gastransport-Systemen genutzt werden - überall dort, wo leichte, sichere Hochdruckspeicher entscheidend sind.

Die Texprocess findet vom 21. bis 24. April 2026 statt. Foto: Messe Frankfurt / Pietro Sutera
Die Texprocess findet vom 21. bis 24. April 2026 statt.
02.03.2026

Texprocess 2026: Marktüberblick für strategische Zukunftsinvestitionen

Auf der Texprocess 2026 sind 200 Aussteller aus 28 Ländern vertreten. In einem herausfordernden Marktumfeld spiegelt die Leitmesse den Fortschritt der textilen Verarbeitung getrieben von Automatisierung, Digitalisierung und KI. Die häufigsten Ausstellerländer sind Deutschland, Italien, Taiwan, die Türkei und Großbritannien. Neu vertreten sind Unternehmen aus Australien, Finnland, der Slowakei und Ungarn. 

Parallel zur Texprocess findet die Techtextil, die Leitmesse für technische Textilien und Vliesstoffe in direkter Nähe statt. Zusammen decken die beiden Veranstaltungen den gesamten textilen Produktionsprozess ab. Sie bringen gemeinsam mehr als 1.700 Aussteller auf das Frankfurter Messegelände. So finden Besucher*innen der Texprocess auf der Techtextil die passenden Hightech-Materialien für ihre Anwendung. Besonders relevant für die Bekleidungsindustrie: das Produktsegment Performance Apparel Textiles ist neu platziert und belegt die Halle 9.0 der Techtextil. Damit rückt der Bereich näher an die Texprocess in Halle 8.0. 

Auf der Texprocess 2026 sind 200 Aussteller aus 28 Ländern vertreten. In einem herausfordernden Marktumfeld spiegelt die Leitmesse den Fortschritt der textilen Verarbeitung getrieben von Automatisierung, Digitalisierung und KI. Die häufigsten Ausstellerländer sind Deutschland, Italien, Taiwan, die Türkei und Großbritannien. Neu vertreten sind Unternehmen aus Australien, Finnland, der Slowakei und Ungarn. 

Parallel zur Texprocess findet die Techtextil, die Leitmesse für technische Textilien und Vliesstoffe in direkter Nähe statt. Zusammen decken die beiden Veranstaltungen den gesamten textilen Produktionsprozess ab. Sie bringen gemeinsam mehr als 1.700 Aussteller auf das Frankfurter Messegelände. So finden Besucher*innen der Texprocess auf der Techtextil die passenden Hightech-Materialien für ihre Anwendung. Besonders relevant für die Bekleidungsindustrie: das Produktsegment Performance Apparel Textiles ist neu platziert und belegt die Halle 9.0 der Techtextil. Damit rückt der Bereich näher an die Texprocess in Halle 8.0. 

Wer heute in neue Verarbeitungstechnologien investiert, baut die Zukunftsfähigkeit seines Unternehmens aus. Neue Technologien bieten Lösungen für viele Anforderungen – von Effizienz- über Qualitätssteigerung bis zu optimiertem Ressourceneinsatz. Auf der Texprocess, vom 21. bis 24. April 2026, finden Besucher*innen in 15 Produktgruppen finden Besucher*innen neue Perspektiven für ihr Business. Sie vergleichen Lösungen entlang der gesamten Prozesskette – von CAD/CAM über Cutting, Sewing, Embroidery oder Finishing. Dabei gewinnen sie eine Entscheidungsgrundlage für ihre nächsten Investitionen. So profitieren sie z.B. vom weltweit umfassendsten Angebot an Cutting-Technologien. Zu den neuen Ausstellern in dem Segment gehören Anhui Han-Bond Technology (China), Comelz (Italien), Cutting Edge Automation Machines (Italien) und Sheffield Cutting Equipment (USA). 

Langjährige Kunden wie auch Neuaussteller sind in Frankfurt präsent. Erneut dabei sind u.a. bullmer (Deutschland), Brother Internationale Industriemaschinen (Deutschland), Eton Systems (Schweden), Kai Corporation (Japan), Morgan Tecnica (Italien), Style 3D | Assyst (Deutschland), Veit (Deutschland) und Zünd Deutschland. Neu vertreten sind u.a. Amann & Söhne (Deutschland), Coats Group (Großbritannien), Melco International (Schweiz), NedGraphics (USA), Özbilim (Türkei), Pathfinder Australia, PGM System (China) und Robotextile (Deutschland).

Im Start-up Stars Areal sind u.a. ProMSD – Pusztay, (Slowakei), Prodactive Solutions (Belgien), Qsee.ai (Hongkong) und White Pattern (Deutschland) platziert. Hier treffen sie auf Partner aus Industrie und Forschung.

Die Texprocess Aussteller zeigen für sämtliche Anforderungen hochmoderne Verarbeitungstechnologien und Weltneuheiten – sei es zur Effizienzsteigerung oder besonders präzisen Verarbeitung von Hightech-Materialien für extreme Anwendungen. Effiziente Verarbeitungstechnologien, digitale Prozesse und KI-optimierte Abläufe treiben die Zukunftsfähigkeit der Branche.

Prämierte Innovationen
Der Texprocess Innovation Award präsentiert besonders herausragende Ideen – ausgewählt von einer renommierten Expertenjury. Im Fokus stehen Lösungen zur Qualitätssteigerung, Digitalisierung und KI sowie ökologische und ökonomische Optimierungen. Die Anzahl an Einreichungen ist gestiegen. Was die ausgewählten Innovationen vereint: sie transformieren die Textilindustrie. Einen Deep-Dive bieten geführte Touren zu den Ständen der Gewinner.

Expertenwissen und Best-Practices
Im Texprocess Forum kommen die Top-Expert*innen der Branche zusammen – ob zum Thema nachhaltige Verarbeitung oder KI-getriebe Lösungen. Ausgewählte Beiträge: „KI für die Mode – Ein End-to-End-Ökosystem vom Digitalen ins Physische“ (Gerhard Karl, Style3D | Assyst) oder „Modernisierung der Modeproduktion ohne große Investitionen: Ein skalierbarer Weg zu Industrie 4.0“ (Gregory Gueret, Lectra).

Quelle:

Messe Frankfurt