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Das Mercedes-Benz Museum bot den Rahmen für die Jahrestagung von Südwesttextil. ©Joshua Lehmann für Südwesttextil
Das Mercedes-Benz Museum bot den Rahmen für die Jahrestagung von Südwesttextil.
24.05.2026

80 Jahre Südwesttextil

Bei der Jahrestagung 2026 blickte Südwesttextil auf die wirtschaftlich schwierige Lage und auf acht Jahrzehnte Verbandsgeschichte zurück. 

Über 100 Vertreterinnen und Vertreter der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie sowie Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft kamen am Mittwoch, dem 20.05.2026, zur diesjährigen Jahrestagung des Verbands zusammen, die zugleich im Zeichen des 80-jährigen Jubiläums stand. Das Mercedes-Benz Museum bot den Rahmen für den Blick auf Geschichte, Innovation und Zukunftsorientierung der Industrie. Südwesttextil-Präsident Bodo Th. Bölzle erinnerte in seiner Rede an die Entstehungsgeschichte: „Seit 1946 ist aus Baden und Württemberg, aus Textil und Bekleidung, ein gemeinsamer Verband zusammengewachsen. Eine starke Gemeinschaft, die besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zusammensteht.“ 

Bei der Jahrestagung 2026 blickte Südwesttextil auf die wirtschaftlich schwierige Lage und auf acht Jahrzehnte Verbandsgeschichte zurück. 

Über 100 Vertreterinnen und Vertreter der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie sowie Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft kamen am Mittwoch, dem 20.05.2026, zur diesjährigen Jahrestagung des Verbands zusammen, die zugleich im Zeichen des 80-jährigen Jubiläums stand. Das Mercedes-Benz Museum bot den Rahmen für den Blick auf Geschichte, Innovation und Zukunftsorientierung der Industrie. Südwesttextil-Präsident Bodo Th. Bölzle erinnerte in seiner Rede an die Entstehungsgeschichte: „Seit 1946 ist aus Baden und Württemberg, aus Textil und Bekleidung, ein gemeinsamer Verband zusammengewachsen. Eine starke Gemeinschaft, die besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zusammensteht.“ 

Unter dem Leitgedanken „Gemeinsam für die textile Zukunft“ verband Südwesttextil die Perspektiven der Branche mit einer Einordnung der aktuellen wirtschaftlichen Lage. Die baden-württembergische Textil- und Bekleidungsindustrie ist mit Umsatzeinbußen und einem harten internationalen Wettbewerb konfrontiert – sowohl preis- als auch technologieseitig. Hohe Standortkosten und regulatorische Anforderungen verschärfen die Situation zusätzlich. 

Mit Blick auf diese gesamtwirtschaftliche Entwicklung sprach Bodo Th. Bölzle von tiefgreifenden Herausforderungen für den Standort und warnte vor einem gravierenden Verlust industrieller Wertschöpfung. Gleichzeitig machte er deutlich: „Wir werden – bei allen Herausforderungen – nicht in den Abgesang auf die Industrie einstimmen. Wir sind überzeugt von der Vielfalt der Industriezweige hier im Bundesland und, dass in der Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren, auch diese Krise bewältigt werden kann.“ 

Die Textil- und Bekleidungsindustrie sieht sich als innovationsstarken und transformationserfahrenen Wirtschaftszweig, der aktiv zur Zukunft des Standorts beiträgt. Der Verband fordert deshalb einen wettbewerbsfähigen europäischen Wirtschaftsraum mit strategischen Partnerschaften, konsequentem Bürokratieabbau, schnellere und modernere staatliche Prozesse sowie faire Wettbewerbsbedingungen durch eine stärkere Kontrolle von Importstandards. Hinzu kommen Investitionen in digitale und energetische Infrastruktur sowie eine Reform des Vergaberechts, die Qualität und Langlebigkeit stärker berücksichtigt.

Mit Gastredner Wolfgang Bosbach nahm die Jahrestagung auch die aktuellen geopolitischen Entwicklungen in den Blick. Unter dem Titel „Krieg & Krisen – der neue Normalfall? Klartext bei Textil!“ sprach der ehemalige Bundestagsabgeordnete über aktuelle globale Konflikte, wirtschaftliche Unsicherheiten und die Folgen für Unternehmen und Industrie.

Zwischen Historie und Zukunft wurde bei der Jahrestagung vor allem eines deutlich: Der politische Handlungsbedarf ist angesichts der Bedrohung von Wettbewerbsfähigkeit und industrieller Wertschöpfung groß.

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil e.V. 

20.05.2026

BVMed: „MedTech ist Schlüsseltechnologie

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) unterstützt die von Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und Kanzleramtsminister Thorsten Frei vorgestellten Roadmaps der Hightech Agenda Deutschland als „wichtigen Schritt, um den MedTech-Standort Deutschland zu stärken“. „Jetzt kommt es auf die Umsetzung an. Wir brauchen vor allem einen Fokus auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Prävention“, sagte der BVMed-Vorstandsvorsitzende Mark Jalaß auf einem Preview-Termin mit den beiden Kabinettsmitgliedern im Bundeskanzleramt.

Die Medizintechnik sei am Standort Deutschland mit über 1.500 überwiegend mittelständischen Unternehmen noch sehr stark aufgestellt. „Wir müssen aber aufpassen, in Schlüsseltechnologien nicht abgehängt zu werden“, so Jalaß. Zentrales Anliegen der Hightech Agenda muss es deshalb aus Sicht des BVMed sein, schnellere Innovationszyklen und Marktzugänge in Deutschland zu etablieren, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. 

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) unterstützt die von Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und Kanzleramtsminister Thorsten Frei vorgestellten Roadmaps der Hightech Agenda Deutschland als „wichtigen Schritt, um den MedTech-Standort Deutschland zu stärken“. „Jetzt kommt es auf die Umsetzung an. Wir brauchen vor allem einen Fokus auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Prävention“, sagte der BVMed-Vorstandsvorsitzende Mark Jalaß auf einem Preview-Termin mit den beiden Kabinettsmitgliedern im Bundeskanzleramt.

Die Medizintechnik sei am Standort Deutschland mit über 1.500 überwiegend mittelständischen Unternehmen noch sehr stark aufgestellt. „Wir müssen aber aufpassen, in Schlüsseltechnologien nicht abgehängt zu werden“, so Jalaß. Zentrales Anliegen der Hightech Agenda muss es deshalb aus Sicht des BVMed sein, schnellere Innovationszyklen und Marktzugänge in Deutschland zu etablieren, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. 

„Medizintechnik ist eine Hightech-Branche und Schlüsseltechnologie mit hoher Innovations- und Forschungsquote. Wir brauchen deshalb innovationsfreundliche Rahmenbedingungen und eine hohe strategische Souveränität“, so der BVMed-Vorsitzende. „Der BVMed steht als Partner bereit, seine MedTech-Expertise einzubringen und die Roadmap mit konkreten, versorgungsrelevanten Maßnahmen zu füllen.“

Die Hightech Agenda müsse dabei eng mit dem Pharma- und MedTech-Strategieprozess koordiniert werden. „Es darf keine parallelen Strategieprozesse ohne Abstimmung mit der MedTech-Branche geben“, so Jalaß. Die im März 2026 zugesicherte enge Koordination zwischen den Ministerien BMFTR und BMG müsse nun strukturell abgesichert werden.

Quelle:

Bundesverband Medizintechnologie BVMed

13.05.2026

HDE begrüßt Debatte um mehr Arbeitszeitflexibilität

Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um eine Reform des Arbeitszeitgesetzes betont der HDE, dass das aktuelle Konzept im Arbeitszeitgesetz mit einer täglichen Höchstarbeitszeit überholt ist und einer digitalisierten Arbeitswelt nicht mehr gerecht wird, zudem erschwere es die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um eine Reform des Arbeitszeitgesetzes betont der HDE, dass das aktuelle Konzept im Arbeitszeitgesetz mit einer täglichen Höchstarbeitszeit überholt ist und einer digitalisierten Arbeitswelt nicht mehr gerecht wird, zudem erschwere es die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

„Mit dem Arbeitszeitgesetz wurde damals die EU-Arbeitszeitrichtlinie in nationales Recht umgesetzt. Dabei wurden die Gestaltungsspielräume der EU-Richtlinie in Deutschland nicht voll ausgeschöpft. Der HDE fordert daher seit Langem den Wegfall der täglichen Höchstarbeitszeit und einen Wechsel hin zu einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit. Dies schafft mehr Flexibilität im Alltag, ohne dass sich dadurch aber die Gesamtwochenarbeitszeit der Menschen erhöht. Diese Reform im Arbeitszeitgesetz wäre auch im Einklang mit geltendem EU-Recht, das ja selbst von einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit ausgeht. Klar sei aber auch, dass eine Reform des Arbeitszeitgesetzes die Vertrauensarbeitszeit erhalten müsse, das sehe schließlich auch der aktuelle Koalitionsvertrag der Bundesregierung aus guten Gründen so vor. Eine hochbürokratische und zudem mittelstandsfeindliche elektronische Arbeitszeiterfassungspflicht ist hingegen strikt abzulehnen, noch dazu in der Wirtschaftskrise.“ sagt HDE-Geschäftsführer für Arbeit, Bildung, Sozial- und Tarifpolitik, Steven Haarke. Aber auch die ununterbrochene Ruhezeit im Arbeitszeitgesetz von elf Stunden nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit sei zu unflexibel und müsse im Zuge einer Reform überdacht werden, so Haarke.

Quelle:

HDE Handelsverband Deutschland

12.05.2026

„Digitale Transformation gelingt nur mit MedTech“

Für die digitale Transformation der Gesundheitsversorgung müssen digitale, datengetriebene Medizinprodukte aktiv und frühzeitig im Prozess eingebunden werden. Das fordert der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) in einem neuen, umfassenden Positionspapier „Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung“. „Eine umfassende Digitalisierung der Gesundheitsversorgung gelingt nur mit MedTech. Dazu müssen Schrittinnovationen und KI-basierte MedTech-Lösungen mitbedacht werden“, so BVMed-Digitalexpertin Natalie Gladkov.

Moderne, datengetriebene MedTech-Lösungen spielen bei der digitalen Transformation eine wesentliche Rolle und können die Gesundheitsversorgung grundlegend verbessern – „wenn Daten kontinuierlich verfügbar sind und Versorgungsprozesse neu gedacht werden“, so Gladkov. Doch regulatorische Vorgaben, die sektorale Strukturen und tradierte Vergütungssysteme fortschreiben, erschweren die Transformation hin zur einer smarten Gesundheitsversorgung. 

Für die digitale Transformation der Gesundheitsversorgung müssen digitale, datengetriebene Medizinprodukte aktiv und frühzeitig im Prozess eingebunden werden. Das fordert der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) in einem neuen, umfassenden Positionspapier „Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung“. „Eine umfassende Digitalisierung der Gesundheitsversorgung gelingt nur mit MedTech. Dazu müssen Schrittinnovationen und KI-basierte MedTech-Lösungen mitbedacht werden“, so BVMed-Digitalexpertin Natalie Gladkov.

Moderne, datengetriebene MedTech-Lösungen spielen bei der digitalen Transformation eine wesentliche Rolle und können die Gesundheitsversorgung grundlegend verbessern – „wenn Daten kontinuierlich verfügbar sind und Versorgungsprozesse neu gedacht werden“, so Gladkov. Doch regulatorische Vorgaben, die sektorale Strukturen und tradierte Vergütungssysteme fortschreiben, erschweren die Transformation hin zur einer smarten Gesundheitsversorgung. 

Damit Innovationen tatsächlich in der Versorgung ankommen, beschreibt der BVMed in seinem Positionspapier vier Handlungsfelder, die jeweils mit konkreten Lösungsvorschlägen und Gesetzesänderungen versehen sind:

1. Daten besser verfügbar machen

  • In einem neuen Primärversorgungssystem sollte die digitale Ersteinschätzung so entwickelt werden, dass künftig auch Echtzeitdaten für eine valide Ersteinschätzung genutzt werden können.
  • Für „Digital Twin Technologien“ sollten pseudonymisierte Behandlungsdaten nutzbar gemacht werden. Denn Simulationen anhand von vorhandenem Bildmaterial können invasive Diagnostik verhindern oder Therapieschritte vorbereiten. 
  • Das Einwilligungsmanagement zur Datennutzung im Behandlungsablauf sollte bundesweit vereinheitlicht werden und auf einer einheitlichen Interpretation der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) basieren.
  • Für die Verbesserung von Produkten und Services braucht die Industrie Zugang zu Gesundheitsdaten und teilt selbst auch ihre Daten. Dabei sind allerdings IP-Rechte zu beachten, gerade bei Medizinprodukten.

2. Internationale Standards für Datenformate und -sicherheit verwenden

  • Datengenerierende Medizinprodukte erheben Messwerte, die sie algorithmisch in gängige Datenformate zur Beschreibung der Physiologie verwandeln. Beim Bereitstellen von Daten ist der Schutz der Daten der algorithmischen Verarbeitung ein wichtiger Aspekt der IP-Rechte, um Rückschlüsse auf die Funktionsweise der verbauten Messtechnik zu verhindern.
  • Standardisierte Datenformate sollten europaweit einheitlich auf den EHDS-Standards beruhen, um keine landesspezifischen Datenformate ergänzen zu müssen.
  • Datensicherheit sollte europaweit einheitlich zertifiziert und das Zertifikat entsprechend anerkannt werden. Ergänzende nationale Zertifikate sollten entfallen.

3. Digitale Versorgung besser etablieren

  • Statt weiterer Restriktionen für DiGA und DiPA braucht es förderliche Rahmenbedingungen, um digitale Produkte auf den Markt zu bringen.
  • Digitale Medizinprodukte, die keine DiGA sind und ein geringes Risiko haben, sollten eine den digitalen Anforderungen angepasste eigene Form der Nutzenbewertung erhalten.
  • Methodenbewertung und Vergütung sollten Schrittinnovationen bei Medizinprodukten besser berücksichtigen, sofern die Vorteile nachgewiesen sind. 
  • Die Qualitätsvorteile von assistierender Künstlicher Intelligenz (KI) sollten auch in der Vergütung berücksichtigt werden. In einem ersten Schritt sollte die Verwendung von KI ergänzend dokumentiert werden, um den Einsatz auch für die Forschung erkennbar zu machen.
  • Die Elektronische Patientenakte (ePA) sollte zu einer Datenplattform mit Anschluss für alle Gesundheitsberufe und sonstigen Leistungserbringer weiterentwickelt werden. Hilfsmittel-Leistungserbringer arbeiten mit qualifizierten Fachkräften bei den Patient:innen in der Häuslichkeit. Bisher ist aber für sie kein Zugang zu den Informationen in der ePA vorgesehen – auch keine Schreibrechte, um wichtige Hinweise für die weitere Behandlung zu geben.

4. Digitale Versorgungspfade umsetzen

  • Für die digitalen Versorgungsangebote, die mehr als nur eine Prozedur oder ein Hilfsmittel sind, braucht es Zugangswege in die Regelversorgung, die den Anforderungen digitaler Versorgung und digitaler Produkte gerecht werden. 
  • Digitale Versorgung kann bisherige Sektorengrenzen überwinden, braucht dafür aber andere Vergütungs- und Erstattungsbedingungen.
  • Mit dem Telemonitoring Herzinsuffizienz wird nur ein kleiner Teil der Patient:innen erreicht. Für Telemonitoring-Lösungen sollten Regeln etabliert werden, die neue Ansätze einfach in die Versorgung aufnehmen können. 
  • Im Zuge der Umsetzung des European Health Data Space (EHDS) muss es auch gelingen, Informationen über datengenerierende Devices in der ePA aufzufinden und somit einen Zugang zu Daten herzustellen. Dafür müssen datengenerierende Devices im ersten Schritt in der ePA erkennbar werden. 
  • Digitale Versorgung, die verschiedene Sektoren und Gesundheitsberufe erfasst oder den Behandlungspfad grundlegend verändert, braucht eine neue Form der Nutzenbewertung, die neben den klassischen Sektoren der Selbstverwaltung auch neue Beteiligte einbezieht.

Das Fazit von BVMed-Digitalexpertin Natalie Gladkov: „Die smarte Gesundheitsversorgung entsteht nicht durch einzelne Innovationen, sondern durch das Zusammenspiel von Daten, Vernetzung und KI. Die Zukunft der Versorgung ist möglich – jetzt muss das System folgen.“

 

Quelle:

Bundesverband Medizintechnologie BVMed

Start eines Trainings für Common Ground Farmer Foto GoodTextiles Foundation
Start eines Trainings für Common Ground Farmer
12.05.2026

GoodTextiles Foundation startet die Farmer-Initiative „Common Ground“ in Indien

Die GoodTextiles Foundation gibt in Zusammenarbeit mit Dibella India, Gallant Regenerative Organic Private Limited und der Spoorthi Raith Producer Company Limited den Start ihres neuen Leitprojekts „Common Ground“ bekannt. Die Initiative stellt einen bedeutenden Schritt zur Förderung eines nachhaltigen und regenerativen Baumwollanbaus unter Kleinbauern in Südindien dar. 

Eingebettet in die ländlichen Regionen des Distrikts Haveri im indischen Bundesstaat Karnataka bringt „Common Ground“ Farmer, lokale Gemeinschaften und Agrarfachleute mit einem gemeinsamen Ziel zusammen: das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur durch ökologische und regenerative Anbaumethoden wiederherzustellen. 

Der Grundstein für diese Initiative wurde bereits 2024 durch Vor-Ort-Besuche, Gespräche mit Farmern und die Zusammenarbeit mit der University of Agricultural Sciences Dharwad gelegt. Im Jahr 2025 trat das Projekt in die Umsetzungsphase ein, einschließlich Bodenanalysen, Schulungen des Projektteams, Einbindung der Gemeinschaften sowie der Registrierung der teilnehmenden Landwirte. 

Die GoodTextiles Foundation gibt in Zusammenarbeit mit Dibella India, Gallant Regenerative Organic Private Limited und der Spoorthi Raith Producer Company Limited den Start ihres neuen Leitprojekts „Common Ground“ bekannt. Die Initiative stellt einen bedeutenden Schritt zur Förderung eines nachhaltigen und regenerativen Baumwollanbaus unter Kleinbauern in Südindien dar. 

Eingebettet in die ländlichen Regionen des Distrikts Haveri im indischen Bundesstaat Karnataka bringt „Common Ground“ Farmer, lokale Gemeinschaften und Agrarfachleute mit einem gemeinsamen Ziel zusammen: das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur durch ökologische und regenerative Anbaumethoden wiederherzustellen. 

Der Grundstein für diese Initiative wurde bereits 2024 durch Vor-Ort-Besuche, Gespräche mit Farmern und die Zusammenarbeit mit der University of Agricultural Sciences Dharwad gelegt. Im Jahr 2025 trat das Projekt in die Umsetzungsphase ein, einschließlich Bodenanalysen, Schulungen des Projektteams, Einbindung der Gemeinschaften sowie der Registrierung der teilnehmenden Landwirte. 

Sieben sorgfältig ausgewählte Dörfer bilden nun den Kern des Projekts. Aufgrund ihrer guten Erreichbarkeit, starken Gemeinschaftsstrukturen und ihres Entwicklungspotenzials ausgewählt, bieten sie einen fruchtbaren Boden für ein skalierbares Modell, das auch auf andere Regionen übertragen werden kann. 

Farmer durch Wissen und Struktur stärken 
Im Mittelpunkt von „Common Ground“ steht das Engagement der Menschen. Bis heute wurden 510 Landwirte identifiziert, von denen sich 475 bereits in der finalen Phase der Aufnahme in eine neu gegründete Organic Cotton Grower Group (OGG) befinden.

Das Projekt verbindet technisches Fachwissen mit praxisnaher und kontinuierlicher Unterstützung vor Ort. Ein engagiertes Team – bestehend aus einem Internal Control System (ICS) Manager und geschulten Außendienstmitarbeitern – wird kontinuierlich erweitert, um eine wirksame Umsetzung direkt vor Ort sicherzustellen. Die Farmer nehmen an gezielten Schulungen teil, in denen sie mit ökologischen Anbaumethoden und Zertifizierungsanforderungen vertraut gemacht werden. Dadurch erhalten sie das notwendige Wissen für langfristigen Erfolg. 

Parallel dazu entwickeln externe Fachleute standortspezifische „Packages of Practice“, die an die lokalen Bedingungen angepasst sind, sowie Strategien auf Wassereinzugsgebietsebene zur Förderung eines nachhaltigen Ressourcenmanagements. Um Transparenz und Rückverfolgbarkeit von Beginn an sicherzustellen, werden sämtliche landwirtschaftlichen Flächen digital dokumentiert, einschließlich GPS-basierter Kartierungen der Anbauflächen. 

Mehr als Baumwolle: Zukunftsfähige Perspektiven schaffen 
„Common Ground“ geht weit über eine nachhaltige Baumwollproduktion hinaus. Die Initiative ist eine Investition in die langfristige Widerstandsfähigkeit landwirtschaftlicher Gemeinschaften. Durch die Verbesserung der Bodengesundheit, den Schutz von Wasserressourcen und die Förderung der Biodiversität unterstützt das Projekt sowohl ökologische Nachhaltigkeit als auch wirtschaftliche Chancen. 

Gleichzeitig stärkt es die Unabhängigkeit und das Vertrauen der Farmer in ein Agrarsystem, das Lebensgrundlagen für kommende Generationen sichern kann. 

Gemeinsam bauen die Partner ein skalierbares Modell für regenerative Wertschöpfung auf – vom Saatgut bis zum fertigen Textil. Schritt für Schritt entsteht eine transparente und verantwortungsvolle Lieferkette. 

Mit jeder umgestellten Anbaufläche, jeder durchgeführten Schulung und jeder neu geschlossenen Partnerschaft fördert „Common Ground“ weit mehr als nur Baumwolle – die Initiative stärkt eine wachsende Gemeinschaft, die sich der Gestaltung einer nachhaltigeren Zukunft verschrieben hat.

Quelle:

GoodTextiles Foundation

08.05.2026

BW: Koalitionsvertrag soll Wachstum in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ermöglichen

Südwesttextil bewertet den Koalitionsvertrag von Grünen und CDU grundsätzlich positiv: Der Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit, Bürokratieabbau und Fachkräftesicherung setzt wichtige Signale für die Industrie. Gleichzeitig mahnt der Verband schnelle Umsetzung und konkrete Maßnahmen angesichts der anhaltend schwierigen Lage der Branche an.

Als Wirtschafts- und Arbeitgeberverband der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie bewertet Südwesttextil die Stoßrichtung des vorgestellten Koalitionsvertrags zwischen GRÜNEN und CDU grundsätzlich positiv. Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner: „Der Entwurf erkennt die tiefe Krise an, in der sich die baden-württembergische Wirtschaft befindet und setzt folgerichtig den Schwerpunkt auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Der Kurswechsel, dass Politik über neue Rahmenbedingungen Innovation und Wachstum ermöglichen muss, sollte sich schnellstmöglich in der Umsetzung zeigen.“

Südwesttextil bewertet den Koalitionsvertrag von Grünen und CDU grundsätzlich positiv: Der Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit, Bürokratieabbau und Fachkräftesicherung setzt wichtige Signale für die Industrie. Gleichzeitig mahnt der Verband schnelle Umsetzung und konkrete Maßnahmen angesichts der anhaltend schwierigen Lage der Branche an.

Als Wirtschafts- und Arbeitgeberverband der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie bewertet Südwesttextil die Stoßrichtung des vorgestellten Koalitionsvertrags zwischen GRÜNEN und CDU grundsätzlich positiv. Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner: „Der Entwurf erkennt die tiefe Krise an, in der sich die baden-württembergische Wirtschaft befindet und setzt folgerichtig den Schwerpunkt auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Der Kurswechsel, dass Politik über neue Rahmenbedingungen Innovation und Wachstum ermöglichen muss, sollte sich schnellstmöglich in der Umsetzung zeigen.“

Südwesttextil begrüßt daher die kombinierten Maßnahmen aus Bürokratieabbau, Infrastrukturausbau und Resilienz. Das versprochene Effizienzgesetz und die „One-in-two-out-Regel“ tragen dem Ziel des Bürokratieabbaus grundsätzlich Rechnung. Der Leidensdruck bei den Unternehmen ist allerdings so hoch, dass die Umsetzung nicht nur schnell und spürbar kommen muss, sondern in Verbindung mit dem versprochenen Einsatz in Berlin und Brüssel für einen entsprechenden Kurswechsel pro Wirtschaft erfolgen sollte. Südwesttextil adressiert insbesondere den besseren Schutz des Binnenmarkts vor Billigimporten, die regelmäßig europäische Standards unterlaufen. Ein Thema, das aktuell im Zusammenhang mit Verbraucherschutz und Handel genannt wird, aber ebenso ansässige Hersteller aus der Textil- und Bekleidungsindustrie trifft. Konkret fordert der Verband, dass sich die zukünftige Landesregierung für die beschleunigte Abschaffung der 150-Euro-Zollfreigrenze und eine wirkungsvolle Paket-Handling-Fee von mindestens 30 Euro einsetzt. Für Importe muss zudem die Benennung eines bevollmächtigten Vertreters mit verifiziertem Sitz in der EU und nachgewiesener finanzieller Leistungsfähigkeit verpflichtend sein, um wirksam sanktionieren zu können. 

Im Bereich des Vergaberechts muss die angekündigte Ausrichtung auf Qualität, Innovation und digitale Souveränität aus Perspektive von Südwesttextil konkretisiert werden: Kriterien wie Langlebigkeit, Nachhaltigkeit und kurze Transportwege – insbesondere bei der Beschaffung von Schutzausrüstung und technischen Textilien für die öffentliche Hand (z.B. Militär, Polizei, Feuerwehr etc.) – sollten auch verbindlich verankert werden, damit die heimische Textil- und Bekleidungsindustrie im Wettbewerb um den Zuschlag wieder eine echte Chance hat.

Der Koalitionsvertrag benennt den Bedarf im schwierigen internationalen Umfeld resilienter und unabhängiger zu werden. Südwesttextil sieht an dieser Stelle die Notwendigkeit, die Strategie zu vertiefen: „Die neue Landesregierung schaut gezielt nach vorne – das verdeutlich insbesondere die anvisierte High-Tech-Strategie. Das ist wichtig, doch darf Politik nicht verkennen, wie gravierend sich die Rahmenbedingungen für die bestehende Industrie in den letzten Jahren bereits verschlechtert haben. Wachstum und Innovation werden durch langwierige Genehmigungsprozesse und übermäßige Regulierung gebremst; zugleich schwächen steigende Energiepreise sowie hohe Steuer- und Sozialabgaben pro Arbeitsstunde die Wettbewerbsfähigkeit. Wir brauchen den Mut für echte Reformen, die schnell und umfangreich Entlastung bringen, um aktiv gegen ein Abwandern der Industrie zu steuern. Wenn wichtige Lieferketten abreißen, rücken auch Technologieführerschaft und Wachstum in weite Ferne. Die Strategie des Landes darf sich deshalb nicht nur auf isolierte High-Tech-Branchen fokussieren, sondern muss auch das Zusammenwirken mit anderen Industriezweigen berücksichtigen.“ 

Die angespannte wirtschaftliche Lage in der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie unterstreicht den Handlungsbedarf deutlich: Die Zahl der Beschäftigten sank zuletzt im Vorjahresvergleich um 5,6 Prozent, das Arbeitsvolumen um knapp vier Prozent. Der Umsatz der Textilindustrie lag im Februar fünf Prozent unter Vorjahr, in der Zweimonatsbetrachtung sogar bei minus 8,2 Prozent. 

Südwesttextil bewertet positiv, dass der Ausbau der Infrastruktur für Energie, Digitalisierung, Logistik und Cybersicherheit als wichtiger Faktor für die Standortqualität auf der Agenda der neuen Landesregierung stehen. Ebenso begrüßt der Verband die Initiativen zur Fachkräftesicherung. Die Stärkung der Berufsorientierung, die geplante Ausbildungsoffensive inklusive der Investitionen in Berufsschulen und der Ausbau der Landesagentur für Fachkräftezuwanderung sind wichtige Maßnahmen, um Unternehmen in der Transformation mit wichtigen Fachkräften zu unterstützen. 

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil e.V. 

04.05.2026

Marktstudie zu Thermoplastischen Composites

European Alliance for Thermoplastic Composites (EATC) veröffentlicht umfassende Studie zu Markt, Anwendungen und Perspektiven thermoplastischer Composites. Thermoplastische faserverstärkte Kunststoffe – auch thermoplastische Composites genannt – gewinnen in zahlreichen Industriebranchen zunehmend an Bedeutung. Von der Automobilindustrie über Luft- und Raumfahrt bis hin zu Bauwesen sowie Sport- und Freizeitprodukten überzeugen sie durch ihre Kombination aus hoher Festigkeit, geringem Gewicht und guten Recyclingperspektiven. Damit gelten sie als Schlüsselmaterial für nachhaltige und leistungsfähige Leichtbaulösungen.

Vor diesem Hintergrund hat die European Alliance for Thermoplastic Composites (EATC) eine neue Marktstudie zum europäischen Markt für thermoplastische Faserverbundwerkstoffe in Auftrag gegeben und fachlich begleitet. Ziel der Studie ist es, einen systematischen Überblick über den Status quo, die Entwicklung sowie die zukünftigen Chancen dieses dynamischen Werkstoffsegments zu geben.

European Alliance for Thermoplastic Composites (EATC) veröffentlicht umfassende Studie zu Markt, Anwendungen und Perspektiven thermoplastischer Composites. Thermoplastische faserverstärkte Kunststoffe – auch thermoplastische Composites genannt – gewinnen in zahlreichen Industriebranchen zunehmend an Bedeutung. Von der Automobilindustrie über Luft- und Raumfahrt bis hin zu Bauwesen sowie Sport- und Freizeitprodukten überzeugen sie durch ihre Kombination aus hoher Festigkeit, geringem Gewicht und guten Recyclingperspektiven. Damit gelten sie als Schlüsselmaterial für nachhaltige und leistungsfähige Leichtbaulösungen.

Vor diesem Hintergrund hat die European Alliance for Thermoplastic Composites (EATC) eine neue Marktstudie zum europäischen Markt für thermoplastische Faserverbundwerkstoffe in Auftrag gegeben und fachlich begleitet. Ziel der Studie ist es, einen systematischen Überblick über den Status quo, die Entwicklung sowie die zukünftigen Chancen dieses dynamischen Werkstoffsegments zu geben.

Fokus auf Marktstruktur, Anwendungen und Wachstumstreiber
Die Studie analysiert die grundlegenden Materialeigenschaften thermoplastischer Composites und zeigt die Vorteile ihres Einsatzes gegenüber alternativen Werkstoffen auf. Darüber hinaus werden Unterschiede zwischen verschiedenen Materialklassen herausgearbeitet sowie die historische Entwicklung ihrer industriellen Nutzung dargestellt.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung des aktuellen europäischen Marktvolumens sowie der heute dominierenden Anwendungsfelder. Ergänzend identifiziert die Studie zukünftige Marktpotenziale auf Basis relevanter makroökonomischer Einflussfaktoren.

Im Fokus: LFT, GMT und CFRTP
Betrachtet werden insbesondere LFT (long fiber-reinforced thermoplastics), GMT (glass mat-reinforced thermoplastics) und CFRTP (continuous fiber-reinforced thermoplastics).

Diese Werkstoffgruppen spielen eine zentrale Rolle für moderne Strukturbauteile mit hohen mechanischen Anforderungen. Sie verbinden die Vorteile thermoplastischer Matrizes – wie kurze Zykluszeiten, effiziente Verarbeitung und neue Fertigungsmöglichkeiten – mit der Leistungsfähigkeit verstärkender Fasern.

Strategischer Werkstoff für Europas Industrie
Die Ergebnisse der Studie unterstreichen die wachsende strategische Bedeutung thermoplastischer Verbundwerkstoffe für den Industriestandort Europa. Insbesondere in Zeiten steigender Anforderungen an Ressourceneffizienz, CO₂-Reduktion und Kreislaufwirtschaft bieten thermoplastische Composites großes Potenzial für innovative Produktlösungen.

Bezugsmöglichkeit
Die Studie ist ab sofort im PDF-Format per Vorkasse über die AVK erhältlich.
EATC- und AVK-Mitglieder erhalten die Studie für EUR 149,- (zzgl. MwSt.), für Nicht-Mitglieder steht die Studie zu einem Preis von EUR 349,- (zzgl. MwSt.) zum Verkauf.

04.05.2026

Kreislaufwirtschaft als Antwort auf volatile Rohstoffmärkte

Die aktuelle geopolitische Lage und steigende Ölpreise verdeutlichen einmal mehr, wie stark große Teile der Industrie weiterhin von fossilen Rohstoffen abhängig sind. Diese Abhängigkeit wirkt sich unmittelbar auf die Kosten von Primärkunststoffen aus und erhöht die Anfälligkeit gegenüber externen Krisen und Preisschwankungen.

0723 herbert snell bvse vizepraesidentAus Sicht des bvse-Fachverbandes Kunststoffrecycling zeigt sich in dieser Situation deutlich: Unternehmen, die bereits frühzeitig auf den Einsatz von Rezyklaten gesetzt haben, sind heute deutlich widerstandsfähiger aufgestellt. Sie profitieren von stabileren Kostenstrukturen und einer geringeren Abhängigkeit von volatilen Rohölmärkten. Beispiele aus der Praxis belegen, dass ein konsequenter Umstieg auf Kreislaufwirtschaft nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch ökonomisch strategisch ist.

„Der Einsatz von Rezyklaten entkoppelt die Produktion spürbar von den Schwankungen der fossilen Rohstoffmärkte und reduziert strukturelle Abhängigkeiten“, betont bvse-Vizepräsident Herbert Snell. „Kreislaufwirtschaft ist damit ein zentraler Baustein für wirtschaftliche Resilienz und Versorgungssicherheit.“

Die aktuelle geopolitische Lage und steigende Ölpreise verdeutlichen einmal mehr, wie stark große Teile der Industrie weiterhin von fossilen Rohstoffen abhängig sind. Diese Abhängigkeit wirkt sich unmittelbar auf die Kosten von Primärkunststoffen aus und erhöht die Anfälligkeit gegenüber externen Krisen und Preisschwankungen.

0723 herbert snell bvse vizepraesidentAus Sicht des bvse-Fachverbandes Kunststoffrecycling zeigt sich in dieser Situation deutlich: Unternehmen, die bereits frühzeitig auf den Einsatz von Rezyklaten gesetzt haben, sind heute deutlich widerstandsfähiger aufgestellt. Sie profitieren von stabileren Kostenstrukturen und einer geringeren Abhängigkeit von volatilen Rohölmärkten. Beispiele aus der Praxis belegen, dass ein konsequenter Umstieg auf Kreislaufwirtschaft nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch ökonomisch strategisch ist.

„Der Einsatz von Rezyklaten entkoppelt die Produktion spürbar von den Schwankungen der fossilen Rohstoffmärkte und reduziert strukturelle Abhängigkeiten“, betont bvse-Vizepräsident Herbert Snell. „Kreislaufwirtschaft ist damit ein zentraler Baustein für wirtschaftliche Resilienz und Versorgungssicherheit.“

Unternehmen, die frühzeitig in Recyclingstrukturen und den Einsatz von Rezyklaten investiert haben, verfügen heute über klare Wettbewerbsvorteile in einem zunehmend angespannten Marktumfeld. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Entwicklung: Wer weiterhin stark auf Primärkunststoffe setzt, bleibt besonders anfällig für externe Krisen und Preissprünge.

Vor diesem Hintergrund appelliert der bvse-Fachverband Kunststoffrecycling an die Industrie, den Einsatz von Rezyklaten konsequent auszubauen und sich frühzeitig verlässliche Bezugsquellen zu sichern – auch mit Blick auf die kommenden regulatorischen Anforderungen, insbesondere die PPWR. Langfristige Partnerschaften entlang der Lieferkette sind dabei ebenso entscheidend, wie der Aufbau stabiler Beschaffungsstrukturen, um zukünftige Engpässe zu vermeiden.

Ergänzend können Investitionen in erneuerbare Energien dazu beitragen, die Abhängigkeit von fossilen Strukturen weiter zu reduzieren und die Transformation hin zu einer nachhaltigen Industrie zu beschleunigen.

„Nachhaltigkeit entwickelt sich zunehmend zu einem entscheidenden wirtschaftlichen Faktor – nicht nur für das Image, sondern vor allem für die Krisenfestigkeit von Unternehmen“, so Herbert Snell. „Die aktuelle Situation unterstreicht die Dringlichkeit, Kreislaufwirtschaft schneller zu skalieren und als strategisches Instrument zu begreifen.“

Unternehmen, die heute in Rezyklate investieren und sich den Zugang zu diesen Materialien sichern, stellen die Weichen für langfristige Wettbewerbsfähigkeit – und reduzieren gleichzeitig ihre Abhängigkeit von globalen Krisen und Energiepreisschwankungen.

Quelle:

bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung