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Blockchain Fashion Transparency ©Martine Jarlgaard Provenance
10.07.2018

Wie Blockchain in der Fashionindustrie Mode macht

Die Blockchain-Technologie ist noch immer für die meisten eher abstrakt. Man kann sie sich am ehesten als eine virtuelle Datenbank vorstellen, die alle Transaktionen in Blocks speichert. Es entstehen dabei Transaktionsketten bzw. Blockketten, die mit jeder weiteren Transaktion fortgeschrieben werden. Das System kommt durch die hohe Transparenz ohne eine zentrale Kontrollinstanz aus, denn es unterliegt der Kontrolle vieler. Die Blockchain ist im Nachhinein änderbar. Bisher ist diese Technologie vor allem für die Realisierung von Kryptowährungen in Gebrauch. Sie kommt jedoch zunehmend auch in der Fashion-Industrie zum Einsatz. Einige Blockchain-Konzepte aus der Modewelt stellen wir hier vor:
 
Blockchain macht Mode fälschungssicher

Die Blockchain-Technologie ist noch immer für die meisten eher abstrakt. Man kann sie sich am ehesten als eine virtuelle Datenbank vorstellen, die alle Transaktionen in Blocks speichert. Es entstehen dabei Transaktionsketten bzw. Blockketten, die mit jeder weiteren Transaktion fortgeschrieben werden. Das System kommt durch die hohe Transparenz ohne eine zentrale Kontrollinstanz aus, denn es unterliegt der Kontrolle vieler. Die Blockchain ist im Nachhinein änderbar. Bisher ist diese Technologie vor allem für die Realisierung von Kryptowährungen in Gebrauch. Sie kommt jedoch zunehmend auch in der Fashion-Industrie zum Einsatz. Einige Blockchain-Konzepte aus der Modewelt stellen wir hier vor:
 
Blockchain macht Mode fälschungssicher
So hat zum Beispiel das Berliner Startup LUKSO mittels Blockchain eine Möglichkeit geschaffen, gegen Markenpiraterie und Fälschungen vorzugehen. Ein Chip ersetzt herkömmliche QR-Codes, die einfach kopiert werden können. Die Daten auf dem Chip sind nicht manipulierbar. Somit kann die Echtheit des Kleidungsstücks stets nachgewiesen werden. Für die Entwicklung des Chips nutzte der Gründer von LUKSO, Fabian Vogelsteller, seine Erfahrungen, die er bereits als Entwickler für die Kryptowährung Ethereum gesammelt hat.
"Die Fashion Industrie ist die perfekte Industrie für ein Blockchain Netzwerk, da sie vorwärtsdenkend und experimentierfreudig ist und besonders hier die Interaktion zwischen den Nutzern ein wichtiger Faktor ist. Auch ist Fälschungssicherheit hier ein bis jetzt ungelöstes Problem.", erklärt der LUKSO-Gründer, Fabian Vogelsteller.  

Die Daten auf dem Chip sind zwar auswert- aber nicht auslesbar. Dadurch werden die Informationen über das Produkt in der Blockchain zwar für Kund*innen und Händler*innen transparent offengelegt, durch die Nichtfreigabe des Systems können sie aber nicht geändert oder kopiert werden. Das macht die Historie des Kleidungsstücks stets nachvollziehbar. Gerade für Marken- und Luxuswaren bietet diese Technologie Sicherheit vor Fälschungen. Auch für das Second-Hand-Geschäft von hochwertigen Produkten ist das System geeignet, da die Käufer*innen die Garantie bekommen, ein Original zu erstehen.

…und ihre Herkunft transparent
SourceMap ist eine weitere Entwicklung, die Blockchain für die Mode nutzt. Mit SourceMap ist, basierend auf der Blockchain-Technologie des Softwareunternehmens Provenance eine Art soziales Netzwerk entstanden.
 
Es soll dazu dienen, dass jedes Modestück nachverfolgbar ist und alle vom Bauern bis zum Betreiber der Textilfabrik direkt in Kontakt mit den Markenverantwortlichen treten können. Die Kommunikation wird durch die Blockchain verifiziert. So können zum Beispiel organische und Fair-Trade-Zertifikate nicht gefälscht werden, versprechen die Entwickler. Der Designer Martine Jarlgaard aus London hat beispielsweise 2017 mit der Blockchain-Technologie von Provenance Smart Labels produziert, die Kund*innen scannen und so jeden Produktionsschritt nachverfolgen konnten.
 
Eine Art soziales Netzwerk hat auch das Fashion Label Babyghost ins Leben gerufen. So können dank spezieller Chips in der Kleidung, die Kund*innen die gesamte Story des Kleidungsstücks mittels Smartphone abrufen. Die Blockchain-Technologie, die dahintersteckt, erlaubt es den Konsument*innen sogar, ihre eigenen Fotos, Videos und Messages hinzuzufügen. So bekommt jedes Modestück seine eigene Geschichte, die jederzeit abrufbar ist.

Berliner will mit Blockchain Online-Shopping revolutionieren
Wysker ist eine App, die vom Berliner Tobias Haag und Team entwickelt wurde, um das Online-Shopping von Mode zu revolutionieren. Dank Blockchain-Verfahren können die User selbst entscheiden, ob und welche Daten sie den Unternehmen preisgeben wollen. Wer Daten zur Verfügung stellt, wird mit Rabatten belohnt. Wysker selbst zeigt nur Fotos, Preise und Anbieter der Produkte. Wer fündig wird, wird zum jeweiligen Anbieter weitergeleitet. Eine kleine Revolution versprechen sich die Entwickler*innen vom Bonusmodell. Jede*r Nutzer*in der App erhält Bonuspunkte – so genannte Wys-Tokens. Je intensiver die App genutzt wird, desto mehr Tokens gibt es. Diese können bei den teilnehmenden Händlern eingelöst werden. Die Tokens basieren auf der Blockchain-Technologie und sind an die Kryptowährung Ethereum gekoppelt. Der Wert der Bonuspunkte steigt mit der Beliebtheit der App, denn die Zahl der Tokens ist begrenzt. Damit steigt bei wachsender Nachfrage auch automatisch ihr Wert. Die App befindet sich noch in der Startphase. Doch schon in den ersten Monaten konnten zahlreiche Nutzer*innen generiert werden.
 
Die Modeindustrie zeigt einmal mehr ihre Innovationskraft und nutzt Blockchain, um neue Wege zu gehen. Dabei ist die Blockchain-Technologie mittlerweile ein Mittel zum Zweck, das Transparenz schafft, die Nutzer*innen belohnen kann und damit neue Einkaufserlebnisse bringt.

Weitere Informationen:
https://www.lukso.io/ 
https://www.wystoken.org/ 
http://martinejarlgaard.com/Home 
https://www.mybabyghost.com/ 
http://www.sourcemap.com/ 

03.07.2018

Die Highlights der Shows und Präsentationen im Juli

Mehr als 3.500 Aussteller präsentieren zur Berlin Fashion Week im Juli 2018 (3. - 7. Juli 2018) ihre Kollektionen auf den Messen, Designer zeigen im Rahmen der MBFW ihre Kollektionen für Frühjahr/Sommer 2019. Die Berlin Fashion Week ist Treffpunkt von Einkäufern, Fachbesuchern und Medienvertretern aus dem In- und Ausland. Nach wenigen Saisons hat sich Berlin mit rund zahlreichen Veranstaltungen im Rahmen der Berlin Fashion Week, wie Modenschauen, Messeplattformen, Empfängen und Showrooms etabliert. Das Ordergeschäft hat mit den Leitmessen Premium Exhibition und Panorama sowie Show & Order, Bright, Seek und Selvedge Run sowie dem Greenshowroom, der FashionTech, FashionSustain und der Ethical Fashion Show Berlin sowie Playtime Berlin, in den letzten Saisons stetig zugelegt.

Mehr als 3.500 Aussteller präsentieren zur Berlin Fashion Week im Juli 2018 (3. - 7. Juli 2018) ihre Kollektionen auf den Messen, Designer zeigen im Rahmen der MBFW ihre Kollektionen für Frühjahr/Sommer 2019. Die Berlin Fashion Week ist Treffpunkt von Einkäufern, Fachbesuchern und Medienvertretern aus dem In- und Ausland. Nach wenigen Saisons hat sich Berlin mit rund zahlreichen Veranstaltungen im Rahmen der Berlin Fashion Week, wie Modenschauen, Messeplattformen, Empfängen und Showrooms etabliert. Das Ordergeschäft hat mit den Leitmessen Premium Exhibition und Panorama sowie Show & Order, Bright, Seek und Selvedge Run sowie dem Greenshowroom, der FashionTech, FashionSustain und der Ethical Fashion Show Berlin sowie Playtime Berlin, in den letzten Saisons stetig zugelegt.

Erneut präsentieren etablierte und junge Designer ihre Frühjahr-/Sommer-Kollektionen auch im Berliner Mode Salon im Kronprinzenpalais.
In der vergangenen Saison besuchten 100.000 Fachbesucher die Modewoche, nationale und internationale Journalisten akkreditierten sich für die Fashionshows, Modemessen und Konferenzen – das Ergebnis: 5.000 Zeitungsberichte, sowie mehr als 5.000 Onlinebeiträge.
Für den Modestandort Berlin bedeutet die Berlin Fashion Week eine wirtschaftliche Zusatzleistung von 120 Millionen Euro pro Saison.

Die Spannung steigt, es sind nur noch wenige Stunden bis zum Startschuss der Berlin Fashion Week. Wer an die Berlin Fashion Week denkt, hat vor allem die Bilder der Runway-Shows namhafter und talentierter Designer sowie die Showrooms mit den Werken und Kreationen der Designer im Kopf. Die Fashion Week in Berlin ist vor allem bekannt für die großen Präsentationsplattformen MBFW und Der Berliner Salon, die jede Saison das Fachpublikum in die deutsche Hauptstadt locken.
Einen kleinen Spoiler auf die größten Highlights der kommenden Modewoche, können Sie hier nachlesen.

MBFW (ehemals Mercedes-Benz Fashion Week), 3.-5. Juli 2018
Das neue Konzept, das die MBFW bereits im Januar erfolgreich lancierte, wird auch im Juli 2018 fortgesetzt. Im ewerk Berlin, in der Wilhelmstraße in Mitte, präsentieren drei Tage lang, vom 3. bis zum 5. Juli, aufstrebende Designer und etablierte Modelabels ihre Kreationen und Kollektionen. Zusammen mit der Berliner Kreativagentur NOWADAYS hat die MBFW auch diese Saison die Plattform für die Präsentationen der Designer kunstvoll inszeniert. Das Motto der Sommerausgabe der MBFW lautet: “Follow MBFW – Liberate Fashion”.
Der Schedule ist gut gefüllt mit herausragenden Talenten. Los geht es am Montag, den 2. Juli, um 18 Uhr mit der Show des medienbekannten Designers Guido Maria Kretschmer, der seine Spring/Summer-2019-Kollektion zeigt.

High-End Labels und bekannte, herausragende Fashion-Brands gibt es auch an den folgenden Tagen zu sehen und zu erleben. Am Dienstag zeigen Botter, Maisonnoée Berlin, Lena Hoschek und Irene Luft ihre Spring/Summer-2019-Kollektionen. Außerdem wird die Fashionshow “Green-showroom Selected” zum ersten Mal im Rahmen der MBFW stattfinden. Im Rahmen der Show wird eine Auswahl der Kollektionen und Styles der Aussteller des Greenshowrooms und der Ethical Fashion Show Berlin präsentiert. Als besonderes Highlight wird die Show live in das Kraftwerk Berlin übertragen.
Am Mittwoch folgen die Shows von Sportalm Kützbühel, Rebekka Ruétz, Maison Common, Riani und dem Newcomer-Talent Danny Reinke, der einen der drei von Projekt Zukunft geförderten MBFW Showslots gewonnen hat.
 
Am Donnerstag, dem dritten Haupttag der Berlin Fashion Week werden Marina Hoermanseder, Ivanman, der als aufstrebendes Talent im Bereich Menswear gilt, Lana Müller und Isabel Vollrath ihre neuen Styles präsentieren und das Finale des Rebelpin Fashion Awards by ACTE findet im Rahmen der MBFW ebenfalls am Donnerstag statt.
http://mbfw.berlin/

DER BERLINER SALON, 5.-7. Juli 2018
Bereits zum achten Mal findet ein weiteres Highlight der Berliner Modewoche statt. Designer aus dem deutschsprachigen Raum zeigen auch dieses Jahr wieder in Defilees, Events und der Gruppenausstellung ihre neuesten Kollektionen.

BERLINER SALON x DISNEY
Diese Ausgabe des Berliner Salons startet mit einer Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Walt Disney Company. Am 5. Juli wird von 9:30 Uhr bis 11:30 Uhr das 90. Jubiläum von Mickey Mouse zelebriert – vier deutsche Labels (Odeeh, Rianna + Nina, Strenesse und William Fan) haben zu Ehren der Maus exklusive Designs entworfen.

Zeitmagazin & Vogue Konferenz
Gefolgt wird der Disney-Morgen von der bekannten “Zeitmagazin & Vogue”-Konferenz zum Thema “Change Fashion”. Schon in den letzten Jahren wurden wichtige Themen, wie z. B. der Kern der Mode von Podiumsgästen diskutiert und auch dieses Jahr erwartet das Publikum zum 7. Mal eine anregende Diskussion und spannende Keynotes. Dieses Jahr werden unter anderem das Model Toni Garrn, Benjamin Alexander Huseby, der Gründer des Modelabels GmbH, und die Fashion-Designerin Wales Bonner auf der Bühne stehen.

Defilees
Die letzten beiden Tage des Berliner Salons werden durch Präsentationen und Defilees bestimmt. Verschiedene Modelabels, wie z. B. Dawid Tomaszewski, Odeeh und William Fan präsentieren ihre Frühjahr/Sommer-Kollektionen für das Jahr 2019.
 
Gruppenausstellung
Das letzte Highlight und die größte Veranstaltung im Rahmen des Berliner Salons ist die Gruppen-ausstellung. Eröffnet wird diese in Anwesenheit der Bürgermeisterin und Wirtschaftssenatorin Ramona Pop und durch die Erweiterung der Ausstellung durch künstlerisch-gestalterische Kreatio-nen von Produktdesignern, setzt sich das Format für die Entwicklung eines neuen, öffentlichen Bewusstseins für anspruchsvolles, deutsches Design ein.

Insgesamt 42 Designer, Fotografen und Künstler aus dem deutschsprachigen Raum werden ihre neuen Werke zeigen und das Publikum von 12 bis 17 Uhr am 6. Juli begeistern.
http://derberlinersalon.com/

 

Foto: JANDALI MODE.MEDIEN.MESSEN
26.06.2018

CHIC Shanghai - MOTTO ‚NEW MAKERS’ INTERPRETIERT FORTSCHREITENDEN WANDEL IM CHINESISCHEN MODEBUSINESS

  • Die wichtige Messeplattform für den Eintritt in den chinesischen Absatzmarkt mit Chinas einflussreichster Konsumentengruppe mit stärkstem Konsumwachstum auch für den Mode- und Beautybereich - den Millennials - als Zielgruppe
  • Das internationale Modeschaufenster für Marktentscheider mit dem Überblick über nationale und internationale Modemarken  
  • Die strategische Marktbearbeitung durch umfassendes Besuchermarketing für internationale Brands auf der CHIC

CHIC, China International Fashion Fair präsentiert auf einer Fläche von ca. 50.000 qm (CHIC im März 100.000 qm) in zwei Hallen rund 800 Aussteller vom 27. bis 29. September 2018 im National Exhibition & Convention Center in Shanghai.

  • Die wichtige Messeplattform für den Eintritt in den chinesischen Absatzmarkt mit Chinas einflussreichster Konsumentengruppe mit stärkstem Konsumwachstum auch für den Mode- und Beautybereich - den Millennials - als Zielgruppe
  • Das internationale Modeschaufenster für Marktentscheider mit dem Überblick über nationale und internationale Modemarken  
  • Die strategische Marktbearbeitung durch umfassendes Besuchermarketing für internationale Brands auf der CHIC

CHIC, China International Fashion Fair präsentiert auf einer Fläche von ca. 50.000 qm (CHIC im März 100.000 qm) in zwei Hallen rund 800 Aussteller vom 27. bis 29. September 2018 im National Exhibition & Convention Center in Shanghai.

Die aktuellen Bedingungen für internationale Modeunternehmen auf dem chinesischen Markt bieten deutliche Verbesserungen für internationale Marken. Die Einfuhrzölle werden von 15,9% auf 7,1% gesenkt, um den Import und das Upgrade der Industrie weiter zu fördern.  

Die McKinsey Studie „The `Chinese consumer´ no longer exists“ definiert die chinesischen Konsumenten nicht länger als nur an niedrigen Preisen interessiert, sondern als wählerisch, gesundheitsbewusst mit vielfältigen Einkaufsgewohnheiten und Präferenzen. Das Modebewusstsein wechselt zu einem individuellem Stilbewusstsein, geprägt von internationalen und nationalen Trends. Chinas Millennials sind die weltweit einflussreichste Konsumentengruppe, ihr Anteil in der Bevölkerung beläuft sich auf 16%, sie sind ausschlaggebend für das Konsumwachstum im chinesischen Markt und werden von heute bis 2030 zu mehr als 20% dazu beitragen.  
 
Unter dem Motto "New Makers" nimmt Asiens führende Modemesse die aktuellen Veränderungen des chinesischen Modemarktes auf und stellt die essentiellen Tools für den chinesischen Markt zur Verfügung. Das neue junge Design der Messe, eingeführt im März dieses Jahres auf der CHIC, wird ausgebaut. Die einzelnen Bereiche der CHIC präsentieren die neuesten Trends des chinesischen und internationalen Modemarktes. CHIC verbindet und vermittelt Partnerschaften und lanciert die neue Generation der Bekleidungsindustrie, die auf High-Tech-Strategien aufbauen und industrielle Produktion mit modernen Informations- und Kommunikationstechniken verzahnen und auf intelligente, digital vernetzte Systeme in einer selbstorganisierten Produktion setzen.

Die einzelnen Modebereiche der CHIC  
FASHION JOURNEY stellt die internationalen Aussteller in den Mittelpunkt. Neben dem großen italienischen Pavillon, dem französischen Pavillon "Paris Forever" und der Show-in-Show "Preview in China" aus Korea nutzen individuelle Teilnehmer aus Polen, UK, Frankreich, Italien, Spanien, Japan und den USA CHIC als Brücke in den chinesischen Markt. Die nächste deutsche Gruppenbeteiligung ist für März 2019 ge-plant, wobei Deutschland auch mit individuellen Marken wie ESISTO im Bereich NEW LOOK im September vertreten sein wird.

IMPULSES, der Designerbereich der CHIC zeigt aufstrebende Designer Brands wie Junne, Hua Mu Shen, King Ping, Anjaylia, Mao Mart homme, Tuffcan, etc.

Die SUSTAINABILITY ZONE, erstmalig präsentiert auf der CHIC im Herbst 2017, erfährt noch stärkere Betonung aufgrund des zunehmenden Umwelt- und Gesundheitsbewusstseins chinesischer Konsumenten und präsentiert nachhaltige Supply Chain-Lösungen, nachhaltige Innovationen und nachhaltige Modekollektionen. Programme wie Chemical Stewardship 2020, Carbon Ste-wardship 2020, Water Stewardship 2020 und Circular Stewardship 2020 werden vorgestellt.
Der Womenswear-Bereich NEW LOOK der CHIC präsentiert neben den führenden chinesischen Brands wie AVRALA und CMH auch internationale Marken wie Saint James aus Frankreich, Trenz Eight aus Canada oder PN JONE, USA:

Im URBAN VIEW, dem Menswear Bereich, finden sich neben den Anbietern von klassischer Menswear Casualwearbrands wie NRDMA und SUPIN genauso wie Bespoke, Firmen wie H. Pin& Tack, Jin Yuan Yang, Fa Lan Qian Mu, Long Sheng und DANDINGHE. CHIC YOUNG BLOOD reflektiert den boomenden Streetstyle-Markt, starkes Wachstumspotenzi-al zeigt der Kindermodenbereich KID’S PARADISE, wo u.a. auch die größte Fashiongruppe in China für Kindermode XTEP KIDS ausstellt.
SECRET STARS (Mode-Accessoires), SHANGHAI BAG (Taschen), HERITAGE (Leder & Pelz), SUPERIOR FACTORY (ODM) und FUTURE LINK (Serviceangebote) machen das Modeangebot auf der CHIC komplett. FUTURE LINK versammelt Modedienstleister für u.a. Supply Chain Solutions, Smart Retail und Smart Production, RFID, Lasertechnik und Datennutzung.

Besuchermanagement
Auf dem Vormarsch in Chinas Einzelhandelsszene sind Multibrand- und individuelle Stores als der am stärksten wachsende offline-Sektor. Die Anzahl hat sich in den letzten fünf Jahren von weniger als 100 auf über 5.000 Stores deutlich gesteigert. Exklusive Einkaufserlebnisse und ein individuelles Angebot sind wichtig. Die Kunden legen Wert auf eine breite Auswahl an Produkten: ein Mix aus internationalen und nationalen exklusiven Brands ist das meist verbreitete Konzept.

Die hohen Investitionen der CHIC Veranstalter in das Besuchermanagement für die Messe zahlen sich aus: CHIC verfügt über eine personalisierte Fachbesucherdatenbank von über 200.000 Kontakten, die für das Besuchermarketing im Vorfeld der Messe intensiv für ein kommerzielles Matching für die Aussteller genutzt werden. Zur Messe finden VIP Match Making-Aktivitäten speziell für ausgewählte internationale Brands statt, die hier die Möglichkeit haben, sich zu präsentieren und die relevanten Kontakte in den chinesischen Handel zu knüpfen. Treffen werden u.a. organisiert mit Multibrand-Stores und Einkäufern wie The Fashion Door, Dong Li-ang, Jing Dong, VIP Shop etc. und Department Stores und Retailern wie Carrefour, Amazon, Decathlon, Wang Fujing etc. Ein wichtiges Tool im Besucher-Marketing stellen die sozialen Medien dar; hierfür werden besondere Programme gefahren, in denen auch einzelne Marken prospektiven Besuchern vorgestellt werden.    

Besucht wird die CHIC von Vertretern aller Distributionskanäle für den Vertrieb im chinesischen Markt, zur letzten Veranstaltung im Herbst 2017 wurden über 65.722 Besucher aus ganz China und weiteren Nationen auf der CHIC registriert, mit einem deutlichen Anstieg der Multibrand-Stores.
 
Seminare und Shows

Die Zukunft des Fashion Business in China wird in Expertenrunden im Rahmen der CHIC TALKS diskutiert. Weiterhin ist ein Seminar von WGSN zu Trends HW 2019 und ein Workshop zum Thema Taschen- und Schuhproduktion von der Moda Pelle Academy geplant.

Die CHIC Shows geben einen Überblick über ausgewählte internationale Marken.

CHIC wird organisiert von Beijing Fashion Expo. Co. Ltd. und China World Exhibitions, unterstützt von China National Garment Association, The Sub-Council of Textile Industry (CCPIT) und China World Trade Center.

Branchencheck in Asien Foto: Pixabay
19.06.2018

TEXTIL- UND BEKLEIDUNGSINDUSTRIE IN ASIEN: GTAI BRANCHENCHECK

GTAI-Experten beobachten und analysieren täglich die Entwicklung der wichtigsten deutschen Exportbranchen auf den Weltmärkten. Hier finden Sie Informationen zur Textil- und Bekleidungsindustrie in asiatischen Märkten zusammengefasst.
 
GTAI-Branchencheck - Vietnam
Textil- und Bekleidungsindustrie: Vietnam muss mehr als nähen

GTAI-Experten beobachten und analysieren täglich die Entwicklung der wichtigsten deutschen Exportbranchen auf den Weltmärkten. Hier finden Sie Informationen zur Textil- und Bekleidungsindustrie in asiatischen Märkten zusammengefasst.
 
GTAI-Branchencheck - Vietnam
Textil- und Bekleidungsindustrie: Vietnam muss mehr als nähen
Die Textil- und Bekleidungsindustrie ist eines der wichtigsten Standbeine der vietnamesischen Industrie und trug 2017 mit Ausfuhren in Höhe von 26 Milliarden US$ rund 6 Prozent zu den Gesamtexporten bei. Für 2018 strebt die Branche ein Wachstum von 7 bis 8 Prozent an, die Exporte sollen auf über 33 Milliarden US$ ansteigen. Um Ursprungsregeln der seitens Vietnams abgeschlossenen Freihandelsabkommen zu erfüllen, muss das Land eine höhere Wertschöpfung erzielen. Heimische Unternehmen wie die Vinatex-Gruppe oder Garco10, aber auch ausländische Betriebe investieren vermehrt in technische Innovationen und bauen der reinen Näherei vorgelagerte Prozesse wie Spinnen, Weben und Färben aus. Zudem beginnen erste Unternehmen, die Produktion zu automatisieren.
 
GTAI-Branchencheck - Usbekistan
Textil- und Bekleidungsindustrie: Investitionen für mehr als 2 Milliarden US$ geplant
Das Branchenprogramm für 2017 bis 2020 listet rund 130 Projekte mit einem Gesamtwert von 2 Milliarden US$ auf. Etwa die Hälfte der geplanten
Investitionen soll auf ausländische Engagements entfallen. Angestrebt ist, im genannten Zeitraum den jährlichen Ausstoß von fertigen Textilerzeugnissen zu verdoppeln. Usbekistan zählt mit einem jährlichen Aufkommen von mehr als 3 Millionen Tonnen Rohbaumwolle zu den weltweit größten Produzenten des weißen Goldes. Ein zweites Branchenprogramm sieht 2018 bis 2021 die Umsetzung von fünf Projekten für die Herstellung von Rohseide, Seidenwatte und -stoffen sowie fertigen Seidenerzeugnissen vor. Die erforderlichen Investitionen werden auf mindestens 26 Millionen US$ veranschlagt.
 
GTAI-Branchencheck – Myanmar
Textil- und Bekleidungsindustrie: Exportstärke durch Niedriglöhne
Die Aufhebung der Sanktionen durch die EU und die USA belebte spürbar das Investitionsklima der Branche, zumal dies verbunden war mit der Reaktivierung des GSP-Importstatus der EU (Generalised System of Preferences). Stammen die meisten Investoren aus China, Hongkong, Taiwan oder Südkorea fanden sich auch westliche Marken ein, wie GAP, H & M, Primark oder Marks & Spencer. Aktuell beschäftigt werden etwa 400.000 Arbeiter in fast 400 zumeist lediglich auf CMP ausgerichteten Fabriken (cut-make-pack), darunter 171 Auslandsinvestoren und 22 Joint Ventures. Der Export soll 2017 laut der Myanmar Garment Entrepreneurs Association um 40 Prozent auf über 3 Milliarden US$ angestiegen sein. Größter Abnehmer war erstmals die Europäische Union, vornehmlich Deutschland, vor Japan und Südkorea.

GTAI-Branchencheck – Georgien
Textil- und Bekleidungsindustrie: Mehrere Ausbauvorhaben geplant
Die Bekleidungsindustrie produziert jährlich Erzeugnisse für bis zu 70 Millionen US$. Hergestellt werden vorwiegend Erzeugnisse internationaler Marken für den Export. Einige neue Projekte in der Branche sind in Vorbereitung.
So will der türkische Jeanshersteller Baykanlar Textil bis Ende 2018 in Ozurgeti eine Fabrik für die Herstellung von Markenjeans errichten. In das Vorhaben sollen insgesamt 15 Millionen US$ fließen. Das rumänische Unternehmen MGMtex, eine Tochter der Schweizer Firma Ottorose, plant in Kooperation mit einem lokalen Partner die Aufnahme der Produktion von Markenbekleidung in Kutaisi. Die Investitionen für die erste und zweite Projektphase betragen mehr als 1,5 Millionen US$. Für die Beschaffung von Ausrüstungen kommt das Unternehmen in den Genuss von Fördermitteln aus dem staatlichen Programm Produce in Georgien.

GTAI-Branchencheck Turkmenistan
Textil- und Bekleidungsindustrie: Investitionen für etwa 300 Millionen US-Dollar avisiert
Die Textil- und Bekleidungsindustrie steht für 20 Prozent der Industrieproduktion und 30 Prozent des verarbeitenden Gewerbes Turkmenistans. Gut 300 Millionen US$ werden 2018 bis 2020/21 investiert. Auf der Projektliste stehen der Bau eines großen Textilkomplexes für die jährliche Verarbeitung von bis zu 5.000 Tonnen feinfasriger Baumwolle zu Halb- und Fertigprodukten (Inbetriebnahme: März 2021; Auftragnehmer: Cotam Enterprises Ltd., Britische Jungferninseln/Türkei) und einer Fabrik für die Produktion von jährlich 6.000 Tonnen Baumwollgarn (2019/20, Hilli yol), die Modernisierung einer Textilfabrik (Daschogus), einer Baumwollspinnerei (Tachtabasar) und einer Fabrik für medizinische Watte und kosmetische Baumwolle (Aschgabat; jeweils 2018/2019). Das Potenzial bei medizinischen Textilien, Baumwollstoffen, Chemiefasern und bei der Verarbeitung von Wolle und Kokons wird noch wenig genutzt.
 
GTAI-Branchencheck Aserbaidschan
Textil- und Bekleidungsindustrie: Leichtindustrie-Gewerbepark wirbt um Investoren
Aserbaidschan startete mehrere Projekte zur Wiederbelebung der Branche (Ausstoß 2017: 100 Millionen US$). In Mingatschewir entsteht seit Herbst 2016 ein Industriepark für die Leichtindustrie. Vorgesehen sind neun neue Fabriken für Baumwoll-, Acryl- und Wollgarn, Bekleidung, Strumpfwaren und Lederschuhe. Der Projektwert beträgt bis zu 150 Millionen US$. Die erste Fabrik für die jährliche Produktion von 20.000 Tonnen Garn befindet sich im Bau. Unter der 2016 gegründeten Dachorganisation für Teppichweberei Azerkhalcha sollen im Jahr 2018 zehn weitere kleinere Fabriken in Betrieb genommen werden. Die Gesellschaft Gilan Textil Park, Sumqayit, will ihre Exporte von Heimtextilien ausweiten. Auf mittlere Sicht ist auch der Bau einer Seidenspinnerei mit einer jährlichen Kapazität von 3.000 Tonnen Garn geplant.
 
GTAI-Branchencheck Armenien
Textil- und Bekleidungsindustrie: Interesse aus dem Ausland nimmt zu
Steigende Exporte von Bekleidung nach Russland und auf westliche Märkte lassen 2018 weitere Investitionen in die Textil- und Bekleidungsindustrie erwarten. So wollen italienische Investoren in Kapan (Region Sjunik) eine größere Trikotagenfabrik errichten. Das Unternehmen SASSTEX in Artik (Region Schirak) investiert in zwei Fabriken für die Herstellung von Mode- (Marke ZARA) und Arbeitsbekleidung. Die ägyptische Wassef Group erwägt die Produktion von Baumwollstoffen und Erzeugnissen daraus. Der Hersteller von Strumpfwaren und Kinderbekleidung Alex Textile mit Sitz in Eriwan setzt 2018 sein auf 28 Millionen US$ veranschlagtes Investitionsprogramm für den Ausbau der Produktion von Bekleidung und Trikotagen an mehreren Standorten in Armenien fort.

Weitere Informationen:
Asien Export
Quelle:

Germany Trade & Invest www.gtai.de

Lifestyle Collection Area: Outdoor als Lebensstil (c) Messe Friedrichshafen | OutDoor Show | www.outdoor-show.de
12.06.2018

LIFESTYLE COLLECTION AREA: OUTDOOR ALS LEBENSSTIL

  • Area zeigt Lifestyle-Trends aus den Bereichen Bekleidung, Schuhe und Accessoires und bringt Gleichgesinnte zusammen

Outdoor, Alltag und Lifestyle - Athleisure Wear und Urban Fashion sind weder aus den Städten noch aus dem Outdoor-Markt wegzudenken. Das umfassende Wachstumsthema Urban Lifestyle ist auch auf der OutDoor vom 17. bis 20 Juni 2018 Trendthema. In der Lifestyle Collection-Area zeigen die Aussteller, dass Outdoor mehr ist als nur draußen in der Natur zu sein. Es ist vielmehr ein Lebenstil, ein Mindset, das Verantwortung vor der Natur, Internationalität und einen lebenswerten Modestil verbindet. Neben der Präsenz von Outdoor-Produkten werden die Lifestyle-Trends aus den Bereichen Bekleidung, Schuhe und Accessoires für die Fachbesucher in all ihren Facetten präsentiert. Auch Start-Ups und Newcomer haben die Area für sich entdeckt.

  • Area zeigt Lifestyle-Trends aus den Bereichen Bekleidung, Schuhe und Accessoires und bringt Gleichgesinnte zusammen

Outdoor, Alltag und Lifestyle - Athleisure Wear und Urban Fashion sind weder aus den Städten noch aus dem Outdoor-Markt wegzudenken. Das umfassende Wachstumsthema Urban Lifestyle ist auch auf der OutDoor vom 17. bis 20 Juni 2018 Trendthema. In der Lifestyle Collection-Area zeigen die Aussteller, dass Outdoor mehr ist als nur draußen in der Natur zu sein. Es ist vielmehr ein Lebenstil, ein Mindset, das Verantwortung vor der Natur, Internationalität und einen lebenswerten Modestil verbindet. Neben der Präsenz von Outdoor-Produkten werden die Lifestyle-Trends aus den Bereichen Bekleidung, Schuhe und Accessoires für die Fachbesucher in all ihren Facetten präsentiert. Auch Start-Ups und Newcomer haben die Area für sich entdeckt.

Cheeki stellt hochwertige Edelstahlflaschen her und wagt den Sprung nach Europa. Die australische Firma ist erstmals auf der OutDoor in der Lifestyle-Area präsent. "Das passt zu uns, weil unsere Produkte nicht nur für den Weg zur Arbeit, zur Schule, für ein Picknick oder Sport sind und auch nicht nur zum Wandern oder Camping, sondern einen Lifestyle verkörpern", erklärt Simon Karlik, Director von Cheeki. Für Karlik sind die Trinkbehälter eine Lebenseinstellung. Das zeigt auch der Produktkatalog: Mit Cheeki-Flaschen kann man gegen die Plastikmüllberge vorgehen. Sie sind ein individuelles Statement gegen die Vermüllung der Meere. Cheeki ist Mindset - eine bestimmte Geisteshaltung, eine Art zu leben.

Der schwedische Hersteller Icebug zählt zu den langjährigen OutDoor-Ausstellern und präsentiert sich 2018 jedoch erstmals bewusst im Lifestyle-Areal. Deutschland-Chef Mathias Basedow sieht den traditionellen Outdoor-Look über dem Zenit: "Running, Camping, Klettern - das alles ist Lifestyle, man will aber nicht mehr unbedingt so aussehen, als wäre man gerade auf einer Expedition unterwegs. Wir brauchen auf Handels- und Markenseite nun also Vorreiter, die sich designtechnisch vom Status quo lösen, ohne die Performance zu opfern." Der Schuhersteller will diese Herausforderung annehmen und zeigt ein cleanes, stilvolles, skandinavisches Design bei den neuen Sneakern mit Performance.

Das Produkt und die Funktion sind auch im urbanen Umfeld wichtig, aber es steht noch für mehr: Das Mindset und die Mentalität, die dahinter steckt. Dazu zählt auch das Thema Nachhaltigkeit. So baut beispielsweise Hersteller Steinkauz auf Naturmaterialien als Funktionsträger. Loden, Wollfilz und Waxcotton. "Loden hat nicht nur großartige Klimaeigenschaften, sondern ist auch noch nachwachsend und als Naturprodukt biologisch abbaubar", argumentiert Markus Holthausen, CEO von Waldkauz/Steinkauz. Entscheidend für ihn: "Loden trifft einen wichtigen Nerv unseres heutigen Umweltbewusstseins und man kann sich auch außerhalb der Trekkingtour damit sehen lassen. Deshalb gehören wir in den Lifestyle-Bereich."

Lebenseinstellung Outdoor heißt auch immer Cross-Over. Nicht für jeden Auftritt ein eigenes Produkt, keine spezielle "Verkleidung" für jede gesellschaftliche Rolle. Cavida präsentiert auf der OutDoor ihre ausgefallenen Wave Hawaii Ponchos. "Sie wurden speziell für Outdoor konzipiert, aber lassen sich natürlich auch zu Hause, im Hallenbad oder der Sauna einsetzen. Mit unseren stylischen Designs treffen wir offensichtlich den Nerv der Zeit", sagt Geschäftsführer Carsten Raphael. Outdoor, Alltag und Lifestyle gilt auch für die Sonnenbrillen von Slastik, die ebenfalls zu Cavida gehören. Raphael sieht sie als "außergewöhnlich stylisch" und "richtungsweisend". "Auch hier werden wir deutliche Aufmerksamkeit erregen."

Die Lifestyle-Area auf der OutDoor will bewusst keine großen Flächenstände. "Das würde die Idee der Lifestyle-Area konterkarieren", erklärt Projektleiter Dirk Heidrich. "Kleine Stände, ein eigenständiger Standbau und die Möglichkeit für Neuaussteller, Start-Ups oder auch langjährige OutDoor-Aussteller, zu experimentieren und dabei maximale Aufmerksamkeit zu bekommen." Und so ist die Lifestyle-Area eine Ausstellung innerhalb der OutDoor. Von hochwertiger Funktionsbekleidung, über Rucksäcke, Zelte, Schlafsäcke und jede Menge Accessoires findet sich alles in dem Bereich - aber mit Stil und Verantwortung. Outdoor als Lifestyle. Die Geschichten hinter den Produkten stellen die Aussteller am Montag, 18. Juni um 17 Uhr beim Networking-Event "Tell us your story" in der Lifestyle Collection-Area vor.

Das Jubiläum der 25. OutDoor findet von Sonntag, 17. bis Mittwoch, 20. Juni 2018 statt und ist nur für den Fachhandel geöffnet. Weitere Informationen unter: www.outdoor-show.de und www.facebook.com/OutDoor.Show/.

Textile Innovationen „made in Germany“ in den USA gefragt (c) KameraStudio für Messe Frankfurt Exhibition GmbH
05.06.2018

Textile Innovationen „made in Germany“ in den USA gefragt

“High-Tex from Germany” auf der Techtextil North America und der Texprocess Americas zeigte erneut, wie innovativ die deutsche Textilindustrie ist.

Back to the USA: Zum zweiten Mal gastierte die „High-Tex from Germany“ vom 22. bis 24. Mai auf der Techtextil North America und der Texprocess Americas. Insgesamt 66 Unternehmen präsentierten den Fachbesuchern technische Textilien, Vliesstoffe, textilverarbeitende Maschinen, Smart Textiles und Projekte aus der Textilforschung auf der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Zusammenarbeit mit dem Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (AUMA) durchgeführten Branchenleistungsschau. Bereits im Jahr 2000 konnte sich die Branche erstmals in den USA, danach 2002 in Shanghai und 2007 in Mumbai sowie zuletzt 2012 in Moskau erfolgreich präsentieren.

“High-Tex from Germany” auf der Techtextil North America und der Texprocess Americas zeigte erneut, wie innovativ die deutsche Textilindustrie ist.

Back to the USA: Zum zweiten Mal gastierte die „High-Tex from Germany“ vom 22. bis 24. Mai auf der Techtextil North America und der Texprocess Americas. Insgesamt 66 Unternehmen präsentierten den Fachbesuchern technische Textilien, Vliesstoffe, textilverarbeitende Maschinen, Smart Textiles und Projekte aus der Textilforschung auf der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Zusammenarbeit mit dem Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (AUMA) durchgeführten Branchenleistungsschau. Bereits im Jahr 2000 konnte sich die Branche erstmals in den USA, danach 2002 in Shanghai und 2007 in Mumbai sowie zuletzt 2012 in Moskau erfolgreich präsentieren.

„High-Tex from Germany erneut nach Atlanta zu holen, war eine sehr gute Entscheidung. Der Südosten der USA hat eine lange Textiltradition. Hier sind viele Unternehmen angesiedelt, die stets auf der Suche nach innovativen textilen Materialien und Maschinen zu deren Herstellung und Verarbeitung sind“, erklärte Detlev Rünger, Deutscher Generalkonsul in Atlanta anlässlich der Pressekonferenz der High-Tex from Germany. „Messen bringen Menschen zusammen. Das sieht man hier in Atlanta. Aus dem Grund unterstützen wir mit dem Auslandsmesseprogramm insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen dabei, ihre Produkte in Märkten im Ausland zu präsentieren“, betonte Patrick Specht, Referat Messepolitik und EXPO-Beteiligungen im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

„High-Tex from Germany im Rahmen der Techtextil North America and Texprocess Americas war eine sehr gute Plattform für unsere Mittelständler. Nach der Techtextil und Texprocess in Frankfurt sind beide Veranstaltungen unserer Meinung nach inzwischen die zweitwichtigsten Ausgaben des Messe-Duos. High-Tex from Germany hat unsere Erwartungen voll erfüllt. Wer hier nicht dabei war, hat eine großartige Möglichkeit verpasst, wahrgenommen zu werden“, so Marc Lorch, Mitglied des Vorstandes der Zwissler Holding, der die teilnehmenden Unternehmen als Ausstellerpräsident vertrat.

Michael Metzler, Sales President von ZSK Stickmaschinen, bestätigt: „Ein German Pavilion dieses Formats ermöglicht uns eine enorme Sichtbarkeit. Durch die sehr gute Organisation können wir uns zudem auf unsere eigentlichen Aufgaben konzentrieren.“ Neben dem ansprechenden Standkonzept und der unkomplizierten und sehr guten Organisation, lobten die teilnehmenden Unternehmen vor allem die Qualität der Besucher. „Wir stellen regelmäßig auf der Techtextil North America aus. Im Rahmen der High-Tex from Germany hatten wir den besten Messetag, den wir hier jemals hatten. Der Pavillon ist ein Eyecatcher“, sagt Thomas Wiederer, Area Sales Manager bei Brückner Textile Technologies. „Die Besucher an unserem Stand zeigten substanzielles Interesse an unseren Produkten. Wir haben potentielle Kunden gewonnen und konnten zahlreiche hochwertige Kontakte knüpfen. Das Interesse an unseren, für diese Branche völlig neuen und hoch innovativen eTextile-Lösungen, war sehr hoch. Wir sind auf die Nachhaltigkeit gespannt“, sagt Andreas Lanyi, Vice President Digital Unit und Internet of Things des Hamburger Startups Lunative Laboratories.

Neben der Gewinnung neuer Kunden stand für die teilnehmenden Unternehmen die Pflege von Kundenbeziehungen im Mittelpunkt ihrer Beteiligung an „High-Tex from Germany. „Der deutsche Auftritt in Atlanta war für uns erneut eine gute Plattform, den amerikanischen Markt noch besser kennenzulernen. Wir haben seit zwei Jahren ein Werk in der Nähe von Atlanta und möchten unser Netzwerk langfristig weiter ausbauen“, so Ronny Schröder, Associate Sales Director Technical and Comfort Products bei Sandler. „Wir präsentieren uns stets sehr gerne im Rahmen der deutschen Gemeinschaftsbeteiligungen“, so auch Georg Voggenreiter, Technical Sales bei der Maschinenfabrik Herbert Meyer. „High-Tex from Germany war für uns erneut ein guter Ausgangspunkt, um die Kontakte zu unseren Kunden in den USA zu pflegen.“

Auf rund 1.300 Quadratmetern präsentierten sich die teilnehmenden Unternehmen mit eigenen Ständen, ausgewählten Exponaten auf einer zentralen „Plaza“ sowie in Rundgängen und insgesamt rund 35 Vorträgen. Ebenso gewährten die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF), der Industrieverband Veredlung, Garne, Gewebe und Technische Textilien (IVGT), die Standortagentur Tübingen- Reutlingen-Zollernalb sowie die German American Chamber of Commerce of the Southern U.S. Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte und Brancheninformationen.

Foto: Pixabay
29.05.2018

ITALIENISCHE MODEINDUSTRIE AUF INNOVATIONSKURS

  • Digitalisierung und Nachhaltigkeit stehen im Fokus

Mailand (GTAI) - Die italienische Modebranche befindet sich im Wandel. Die Digitalisierung der Produktion und das Wachstum im Onlinehandel forcieren ein Umdenken in der traditionellen Branche. Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt immer mehr an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund investieren italienische Modehäuser zunehmend in ihre Zukunftsstrategien. Deutsche Unternehmen haben gute Geschäftsmöglichkeiten als Technologiepartner.

Die italienische Modeindustrie gehört zu den Kernbranchen der italienischen Wirtschaft. Im Jahr 2017 konnte der Sektor den Umsatz um 2,4 Prozent auf 54,1 Milliarden Euro steigern, das berichtet der Branchenverband Confindustria Moda. Für 2018 erwartet der Verband einen weiteren Zuwachs von 2,6 Prozent auf 55,4 Milliarden Euro. Bis 2020 soll die Marke von 60 Milliarden Euro übertroffen werden.
 

  • Digitalisierung und Nachhaltigkeit stehen im Fokus

Mailand (GTAI) - Die italienische Modebranche befindet sich im Wandel. Die Digitalisierung der Produktion und das Wachstum im Onlinehandel forcieren ein Umdenken in der traditionellen Branche. Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt immer mehr an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund investieren italienische Modehäuser zunehmend in ihre Zukunftsstrategien. Deutsche Unternehmen haben gute Geschäftsmöglichkeiten als Technologiepartner.

Die italienische Modeindustrie gehört zu den Kernbranchen der italienischen Wirtschaft. Im Jahr 2017 konnte der Sektor den Umsatz um 2,4 Prozent auf 54,1 Milliarden Euro steigern, das berichtet der Branchenverband Confindustria Moda. Für 2018 erwartet der Verband einen weiteren Zuwachs von 2,6 Prozent auf 55,4 Milliarden Euro. Bis 2020 soll die Marke von 60 Milliarden Euro übertroffen werden.
 
Doch die Branche entwickelt sich uneinheitlich. Seit Jahren stagniert der Umsatz von Vorprodukten wie Stoffen, während der Verkauf von Endprodukten wie Bekleidung, Schuhen und Taschen zulegt. Im Jahr 2017 konnten beide Sparten wachsen. Dabei bleiben Endprodukte (+2,9 Prozent) weiterhin erfolgreicher als Vorprodukte (+2,2 Prozent).
Grund für die positive Entwicklung der Modeindustrie in den vergangenen Jahren ist vor allem die starke Exportnachfrage nach italienischen Produkten. Im Jahr 2017 sind die Ausfuhren insgesamt um 3,5 Prozent gestiegen und konnten zum ersten Mal die Marke von 30 Milliarden Euro übersteigen.

Exportschlager sind vor allem Bekleidung (ein Drittel der Modeausfuhren), Lederwaren (circa 20 Prozent) und Schuhe (circa 18 Prozent), gefolgt von Stoffen (9 Prozent) und Wohntextilien (9 Prozent). Sorgen bereitet Branchenvertretern die Entwicklung in wichtigen Absatzmärkten. Exporte in die USA und nach Japan waren 2017 rückläufig, die steigende Nachfrage aus China und Russland konnte diese Verluste nicht ausgleichen.

Modeimporte steigen deutlich
Im Inland stagnierte die Nachfrage nach Mode im Jahr 2017. Gleichzeitig wurden deutlich mehr Vorprodukte aus Fernost und Endprodukte aus den Industrieländern importiert. Insgesamt legten die Einfuhren 2017 um 2,2 Prozent auf 21,1 Mrd. Euro zu, 2018 erwartet Confindustria ein weiteres Plus von 2,4 Prozent.

Deutschland gehört zu den wichtigsten Absatzmärkten italienischer Modehersteller, besonders beliebt bei deutschen Kundinnen sind italienische Schuhe und Taschen. Im Gegenzug rangierte Deutschland als Lieferland 2017 mit Importen im Wert von 1,3 Milliarden Euro (plus 4,1 Prozent) auf Platz vier, hinter China, Frankreich und Spanien. Circa die Hälfte der deutschen Modeeinfuhr entfällt auf Bekleidung, die andere Hälfte auf Textilien. Deutschland ist ein wichtiger Zulieferer von technischen Textilien, unter anderem für Sportartikel und für die Kfz-Branche.

Viele Unternehmen verstärken ihre Online-präsenz    
Die Digitalisierung der italienischen Industrie macht auch vor der Modebranche nicht halt. Dank neuer Technologien können traditionelle Hersteller ihre Kunden zunehmend ohne Zwischenhändler direkt erreichen. Wie gut das funktioniert, hat das italienische Start-up Yoox, ein Luxus-Mode-Onlinehändler, vorgemacht. Nach der Gründung im Jahr 2000 folgte 2015 die Fusion mit der französischen Online-Modegesellschaft und starken Konkurrentin Net-a-Porter. Inzwischen ist die Gruppe in 180 Ländern aktiv und konnte 2017 Umsätze in Höhe von 2,1 Milliarden Euro erzielen.
Viele Unternehmen verstärken ihre Onlinepräsenz und nutzen ihre Läden vor allem als Schaufenster, um Marken oder neue Kollektion bekannt zu machen. Das Unternehmen Beste mit der noch neuen Marke für Männer Monobi ist ein aktuelles Beispiel. Die traditionellen Modehäuser Loro Piana und Zegna sind bereits seit einigen Jahren in dieser Richtung aktiv.

Industrie 4.0 setzt Impulse
Die Digitalisierung ermöglicht Modehäusern auch neue Produktionsprozesse. Die Vernetzung von Maschinen verringert Produktionszeiten, erhöht die Effizienz, und reduziert den Strom- und Wasserverbrauch. Zudem haben Hersteller die Möglichkeit, maßgeschneiderte Lösungen anzubieten. Die Digitalisierung sorgt über Just-in-Time Konzepte auch dafür, dass Lagerbestände und Verkaufsflächen reduziert werden können, was zu sinkenden Kosten führt.

Bekannte italienische Modehäuser investieren kräftig in die Zukunft. Der Luxuskonzern Gucci hat circa 100 Millionen Euro in ein neues Innovationszentrum, das sogenannte ArtLab, im Großraum Florenz, investiert. Das Unternehmen Beste hat zwei Forschungsprojekte im Bereich Industrie 4.0 gestartet. Im Mittelpunkt der Forschung steht die Entwicklung neuer, umweltfreundlicher Stoffe sowie die Entwicklung einer digitalen Plattform für die Projektierung, Produktion und Distribution von Bekleidungsstücken.

Nachhaltigkeit wird zunehmend zum Verkaufsargument
Auch das Thema Nachhaltigkeit gewinnt immer mehr an Bedeutung. So organisiert die Nationale Kammer für italienische Mode (CNMI) Diskussionsrunden zum Thema. Das Modehaus Ferragamo hat einen Nachhaltigkeitsplan vorgestellt, der die Reduktion der Treibhausgasemissionen sowie des Energieverbrauchs vorsieht. Eine neue Entwicklung von Ferragamo ist auch ein nachhaltiger Stoff aus Orangenschalen.

Gucci, Armani, Bulgari, die Liste der weltbekannten italienischen Modekonzerne ist lang. Gleichzeitig gibt es in Italien aber auch eine große Zahl von kleinen und kleinsten Branchenfirmen. Im Jahr 2017 betrug die durchschnittlich Mitarbeiterzahl der Betriebe 9 Beschäftigte. Auch kleine und mittelgroße Betriebe setzten auf Nachhaltigkeit.

Für entsprechende Investitionen stellt die italienische Großbank Unicredit zusammen mit der Europäischen Investitionsbank zinsgünstige Kredite für kleine und mittlere Modeunternehmen (bis zu 250 Mitarbeiter) zur Verfügung. Ähnliche Programme stellt die Großbank Intesa Sanpaolo bereit.

Quelle:

Robert Scheid, Germany Trade & Invest www.gtai.de

mtex+ und LiMA 2018 (c) Messe Chemnitz
22.05.2018

mtex+ und LiMA 2018: BRÜCKENSCHLAG ZWISCHEN TECHNISCHEN TEXTILIEN UND LEICHTBAU

147 Aussteller aus sechs Ländern präsentieren am 29./30. Mai 2018 in Chemnitz anwendungsorientierte textile und Leichtbau-Lösungen für Branchen von A bis Z und stellen zahlreiche Neuheiten vor - Sonderschauen und Fachveranstaltungen vertiefen Messethemen und geben Anstöße für Innovationsentwicklung und Geschäftskontakte

147 Aussteller aus sechs Ländern präsentieren am 29./30. Mai 2018 in Chemnitz anwendungsorientierte textile und Leichtbau-Lösungen für Branchen von A bis Z und stellen zahlreiche Neuheiten vor - Sonderschauen und Fachveranstaltungen vertiefen Messethemen und geben Anstöße für Innovationsentwicklung und Geschäftskontakte

Mit einem Plus an Ausstellern von zehn Prozent und einer um 20 Prozent vergrößerten Fläche geht das Messe-Duo mtex+ und LiMA am 29./30. Mai 2018 an den Start. In Halle 1 der Messe Chemnitz präsentieren 147 Unternehmen und Forschungseinrichtungen auf 4200 Quadratmetern anwendungsorientierte textile und Leichtbaulösungen für Branchen von A wie Architektur bis Z wie Zugtechnik. Zur Vorveranstaltung 2016 waren 134 Aussteller auf 3500 Quadratmeter in Chemnitz vertreten. „Wir freuen uns, dass das Zusammenwachsen der Technologiefelder Technische Textilien und Leichtbau in unserem Messe-Duo noch sichtbarer wird. Dabei zeigen nicht nur Aussteller aus der mitteldeutschen Industrie- und Forschungsregion ihr Know-how. Ebenso können wir Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem weiteren Deutschland sowie aus Belgien, Frankreich, Österreich, der Schweiz und Tschechien in Chemnitz begrüßen. Für uns ein Beleg, dass das weitere Zusammenführen von mtex+ und LiMA unter dem neuen Slogan ‚Exzellente Verbindungen: Technische Textilien treffen Leichtbau‘ greift“, betont Dr. Ralf Schulze, Geschäftsführer der C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH, zu welcher die Messe Chemnitz gehört.

Neuheiten von textilen Leiterplatten bis Zug-Komponenten aus Basalt und Bambus
Die Internationale Messe für Technische Textilien mtex+ und die Leichtbaumesse LiMA fokussieren funktionalisierte und intelligente Textilien sowie Leichtbauwerkstoffe und –produkte, digitalisierte Produktion, Verfahrens-, Prozess- und Technikentwicklung, Veredlung sowie Recycling. Die Aussteller warten 2018 mit zahlreichen Neuheiten auf. Der Vliesstoff-Konfektionär Glatzeder kommt mit Schutzanzügen aus einem völlig neuen Material nach Chemnitz, das für Arbeit unter Extrembedingungen geeignet ist.  Eine speziell für Sicherheitskräfte entwickelte Schnittschutzbekleidung zeigt Wattana. Flexible textile Leiterplatten aus leitfähigem Vliesstoff sind eine Neuentwicklung von Norafin.  Eine die Lebensdauer von Kunstleder-Polsterungen verlängernde Oberflächenversiegelung präsentiert Vowalon. Leichte interaktive Bauelemente sowie Tische und Sitzgelegenheiten aus Textilbeton stellt die TU Chemnitz vor. Verkleidungs- und Interieurteile für Schienenfahrzeuge mit Basalt- und Bambusfasern zeigt HÖRMANN Vehicle Engineering.
Neben den Ausstellungsständen bieten neue und bewährte Sonderschauen Einblicke in innovative Entwicklungen. Erstmals auf dem Programm stehen „light.building“ zum Leichtbau in Architektur und Bauwesen und „flexible.protect“ zu Schutz- und Sicherheitstextilien für Mensch, Natur, mobile und immobile Güter. Fortgesetzt wird die bereits 2016 erfolgreiche Ausstellung „health.textil“ mit Medizin-, Gesundheits- und Wellnesstextilien.

Kompakt, intensiv und international
Die Stand- und Sonderschau-Präsentationen demonstrieren die wachsende Einsatzbreite von Technischen Textilien und Leichtbau. „Hightech-Textilien und Leichtbaulösungen erobern immer neue Anwendungsfelder. Kompakt zu sehen sind die vielfältigen Möglichkeiten in der mitteldeutschen Industriemetropole Chemnitz, die zugleich ein Zentrum innovativer Textilindustrie war und ist. Die Atmosphäre des kleinen, aber feinen Messe-Duos der kurzen Wege und intensiven Kontakte schätzen nicht nur die Akteure der starken sächsisch-thüringischen Textilregion, sondern genauso Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem Ausland. So sind der Textilverband ATOK und das Techtex-Cluster CLUTEX aus Tschechien mit einem Firmengemeinschaftsstand und das Smart-Textiles-Netzwerk aus Österreich erneut bei uns zu Gast“, informiert Dr. Jenz Otto, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (vti) und ergänzt: „Die Schau ist nicht nur für die fachlichen Insider ein Pflichttermin, auch die Bundespolitik zeigt großes Interesse an den Textil- und Leichtbau-Kompetenzen der Region. So folgt der Beauftragte der Bundesregierung für Mittelstand und für die neuen Bundesländer, Christian Hirte, unserer Einladung zu einem Besuch des Messe-Duos.“ Der vti ist seit Anbeginn Hauptpartner und Impulsgeber für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Veranstaltung.

Bezahlbare Leichtbautechnologien für die Großserie
Exzellente Verbindungen zwischen Technischen Textilien und Leichtbau entstehen in Form von Produkt- und Verfahrensinnovationen insbesondere an den universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen der mitteldeutschen Wissenschaftsregion. Ein Netzwerk, in dem viele Fäden zusammenlaufen, ist die Allianz Textiler Leichtbau (ATL). Hier arbeiten die Cetex Institut für Textil- und Verarbeitungsmaschinen gGmbH, das Fraunhofer-Forschungszentrum „Systeme und Technologien für textile Strukturen“ (STEX), das Institut für Strukturleichtbau an der TU Chemnitz und das Sächsische Textilforschungsinstitut e. V. (STFI) an ganzheitlichen Prozessketten zur ressourceneffizienten Herstellung textiler Halbzeuge und textilverstärkter Hochleistungsbauteile. „Wir bündeln unsere Kompetenzen und Erfahrungen, um textile Leichtbautechnologien für Großserienanwendungen zu entwickeln und mit diesem ganzheitlichen Herangehen den Leichtbauerfolg von morgen zu sichern“, erläutert ATL-Sprecher und Cetex-Geschäftsführer Sebastian Nendel. Die Allianz ATL stellt nach 2016 erneut auf mtex+ und LiMA aus und rückt Lösungen aus Faserverbundwerkstoffen für einen bezahlbaren Leichtbau in Großserie in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit dem Industriepartner HÖRMANN Vehicle Engineering sowie dem deutschlandweit einzigen Bundesexzellenzcluster für Leichtbauforschung MERGE der TU Chemnitz werden vor allem Anwendungen für den Mobilitätsbereich gezeigt. Während in der HÖRMANN-Präsentation Textil-Leichtbau-Lösungen für Schienenfahrzeuge im Mittelpunkt stehen, stellt die ATL neue Serienanwendungen für Straßenfahrzeuge vor. Dazu gehören ein Motorträger für ein Elektrofahrzeug, der aufgrund seiner Konstruktion, Fertigung und Materialzusammensetzung um rund ein Drittel leichter ist als ein vergleichbarer Träger aus Metall und zudem kostengünstiger hergestellt werden kann. Weiter zu sehen sind ein Leichtbau-Erdgasrack für ein Serienfahrzeug aus Faser-Kunststoff-Verbund, ein Carbon-Aluminium-Sandwich für Leichtbauräder, ultraleichte Verbunde aus Organoblechen und Holz sowie zahlreiche weitere Leichtbau-Innovationen.

Renommierte Chemnitzer Textiltechnik-Tagung erneut in der Messe Chemnitz
Begründer der ATL sowie Initiator und Förderer einer generell engen Vernetzung von Textil- und Leichtbauakteuren ist Prof. Dr. Lothar Kroll. Der Sprecher des Bundesexzellenzclusters MERGE und Direktor der Cetex hat maßgeblich beigetragen, die vom Cetex-Förderverein veranstaltete renommierte Chemnitzer Textiltechnik-Tagung CTT eng mit mtex+ und LiMA zu verbinden. So findet nach der Premiere 2016 die CTT auch in diesem Jahr in der Messe Chemnitz statt. Am 28./29. Mai 2018 werden mehr als 200 internationale Teilnehmer aus Industrie und Wissenschaft zur 16. Auflage dieser im Zwei-Jahres-Turnus stattfindenden Veranstaltung erwartet.  „Wir schlagen hier eine Brücke zwischen Maschinenbau, Textiltechnik und Leichtbau, präsentieren aktuelle Forschungsergebnisse und Trends aus diesen Bereichen und können greifbare Entwicklungen daraus auch bereits an den Messeständen sehen. Aufgrund der besonderen Relevanz des Themas Leichtbau für den Umweltschutz werden neue Leichtbautechnologien zunehmend grenzübergreifend auch in Kooperation mit internationalen Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft entwickelt“, so Prof. Lothar Kroll.

Begleitprogramm mit vielen Höhepunkten
Das Begleitprogramm von mtex+ und LiMA greift weitere technisch und wirtschaftlich relevante Themen rund um Technische Textilien und Leichtbau auf. Dazu gehört das Fachforum „light.building“ zum vielfältigen Einsatz textilverstärkter Leichtbaustrukturen in Bau und Architektur am 29. Mai, organisiert von der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung der TU Chemnitz. Textile Lösungen für Innovationen in der Gesundheitswirtschaft werden in einer von der Wirtschaftsförderung Sachsen ebenfalls am 29. Mai veranstalteten Projektwerkstatt diskutiert.
Eine Einführung in die Innovationsmethode Design Thinking und Impulse für neue Geschäftsmodelle gibt die Design-Challenge am 29. Mai. Initiatoren des Workshops sind die Juniorprofessur Entrepreneurship in Gründung und Nachfolge, Stiftungsprofessur der Sparkasse Chemnitz, an der TU Chemnitz in Zusammenarbeit mit dem futureTex-Projekt „Geschäftsmodellinnovationen“. Eine weitere futureTEX-Veranstaltung findet am 30. Mai statt. In der Kompetenzwerkstatt „Wie leicht ist Leichtbau – Neue textile Wege“ stellen Partner des größten bundesdeutschen Projektes in der Textilwirtschaft aktuelle Entwicklungen, Anwendungspotenziale und Rahmenbedingungen für einen industriellen Transfer vor. Workshops mit Live-Vorführungen zur Integration von Elektronik und Sensorik in Textilien bietet das SmartTex Netzwerk Thüringen an beiden Messetagen an.
Unter dem Slogan „go textile!“ werden ebenfalls an beiden Messetagen die vielfältigen beruflichen Möglichkeiten auf den Zukunftsfeldern Technische Textilien und Leichtbau für Schüler, Studenten sowie Berufserfahrene aufgezeigt.
Zur Vertiefung von Geschäftskontakten und der Anbahnung neuer Projekte laden am 29. Mai ein Deutsch-Tschechisches Unternehmertreffen und am 30. Mai ein B2B Businessbrunch mit Unternehmen aus der Nachbarrepublik ein. Kontakte und Inspirationen für zukünftige Geschäfte in entspannter Atmosphäre verspricht der Netzwerkabend am Ende des ersten Messetages. In diesem Rahmen wird u. a. zum dritten Mal der mtex+-Innovationspreis vergeben.

Weitere Informationen zum Programm sowie zu den Messen insgesamt unter: www.mtex-lima.de

 

ÄTHIOPIEN KANN WEITERE TEXTILFABRIKEN ANSIEDELN Foto: Pixabay
15.05.2018

ÄTHIOPIEN KANN WEITERE TEXTILFABRIKEN ANSIEDELN

  • Sudanesische und chinesische Investoren wollen Rohstoffversorgung sichern

Nairobi (GTAI) - Äthiopien kann weitere Erfolge bei der Ansiedlung von Textilunternehmen verbuchen: Ein britisches Unternehmen will 100 Millionen US-Dollar (US$) investieren, ein chinesisches sogar 220 Millionen US$. Damit wird der Textilsektor immer mehr zu einem Selbstläufer, denn die Geldgeber wollen zunehmend die inländische Industrie mit Vorerzeugnissen beliefern. Wer investiert, sollte derweil nicht nur die finanziellen Mittel aufbringen, sondern auch den Rohstoff Baumwolle, so Marktkenner.

  • Sudanesische und chinesische Investoren wollen Rohstoffversorgung sichern

Nairobi (GTAI) - Äthiopien kann weitere Erfolge bei der Ansiedlung von Textilunternehmen verbuchen: Ein britisches Unternehmen will 100 Millionen US-Dollar (US$) investieren, ein chinesisches sogar 220 Millionen US$. Damit wird der Textilsektor immer mehr zu einem Selbstläufer, denn die Geldgeber wollen zunehmend die inländische Industrie mit Vorerzeugnissen beliefern. Wer investiert, sollte derweil nicht nur die finanziellen Mittel aufbringen, sondern auch den Rohstoff Baumwolle, so Marktkenner.

Der äthiopische Textil- und Bekleidungsmarkt kann zwei Neuzugänge verbuchen: die britische Intrade Co. UK Ltd. und die chinesische Wuxi No. 1 Cotton Investment Co. Ltd. Dabei will Intrade eine Textil- und Bekleidungsfabrik im Mekelle Industrial Park (Tigray Regional State) bauen, der im Juli 2017 eröffnet wurde. Erste Kostenschätzungen liegen bei 100 Millionen US$. Intrade ist eine Offshore-Gesellschaft der sudanesischen Mahgoub-Sons-Gruppe. Das Unternehmen hat sich mit der Ethiopian Investment Commission auf einen Investitionsrahmen von 200 Millionen US$ verständigt, der auf insgesamt drei Projekte verteilt wird. Das Textilprojekt soll in 16 Monaten erstellt werden.

Liefersicherheit bei Baumwolle wird zum Thema
Dabei geht es der sudanesischen Gruppe nicht nur um die Textilproduktion, sondern auch um lukrative Liefergeschäfte für eigene Baumwolle. Man habe die Kapazität jährlich 500.000 Tonnen langstapelige Qualitätsbaumwolle zu liefern, sagt Wagdi Mirghani Mahgoub, leitender Intrade-Geschäftsführer. Die Versorgung mit Rohbaumwolle ist für die aufstrebende äthiopische Textilindustrie zunehmend ein Problem, seit einige asiatische Länder Exportstopps für den Rohstoff verfügt haben, darunter die VR China und Indien. Zur Mahgoub-Sons-Gruppe gehört auch das Unternehmen The African Plantation, das in Sudan 33.000 Hektar Agrarland bewirtschaftet.

Die zweite und größere Textilinvestition des Jahres 2018 hat hingegen Wuxi No. 1 Cotton Investment angekündigt: In dem in Kürze eröffnenden Dire Dawa Industrial Park soll eine Textilfabrik eröffnet werden. In einer ersten Phase sind 80 Millionen US$ vorgesehen, weitere Investitionen in Höhe von insgesamt 140 Millionen US$ sollen folgen. Das Unternehmen will hochmoderne Textilmaschinen installieren, um anspruchsvolle Märkte in Europa, Japan, Südkorea und Südostasien beliefern zu können. Partner sind nach eigenen Angaben führende Weltmarken. Wuxi verfolgt bereits ein Projekt in der äthiopischen Stadt Adama und hat ferner Pläne, in Äthiopien Baumwolle anzubauen.

Äthiopien gilt als erste Textiladresse in Afrika
"Bekleidungsfirmen sind Nomaden", weiß ein Branchenberater, "sie gehen dorthin, wo es für sie am billigsten ist. Steigen Löhne und Nebenkosten in Ländern wie Bangladesch oder der VR China zu stark, zieht die Karawane weiter." Südlich der Sahara hat sich bislang nur Mauritius einen Namen als Produzent hochwertiger Bekleidung gemacht. Versuche in Namibia und Lesotho im größeren Stil Textil- und Bekleidungsfirmen anzusiedeln, waren bislang nicht erfolgreich. Kenia und Ghana haben derweil viel zu teure Produktionsbedingungen.

Äthiopien bietet unterdessen gleich mehrere Vorteile: Löhne und Nebenkosten sind extrem niedrig und liegen im Vergleich weit unter den chinesischen. Eine Arbeitskraft in den äthiopischen Sweatshops verdient im Jahr durchschnittlich 909 US$, fand das US-amerikanische Centre for Global Development heraus. In Bangladesch sind es hingegen 835 US$ und in Tansania und Kenia sogar 1.776 US$ beziehungsweise 2.118 US$. Ein weiteres Plus: Äthiopische Näherinnen gelten als ausgesprochen fleißig und zuverlässig. Zudem gibt es eine Tradition in der Textil- und Bekleidungsproduktion sowie der Lederverarbeitung und somit existiert ein Grundstock an angelernten Fachkräften.

Infrastruktur macht Riesenfortschritte
Die Versorgung mit einheimischer Baumwolle und Leder muss derweil ausgebaut werden, denn in den Dürrejahren 2016 und zum Teil 2017 war die Versorgung mit Baumwolle unzureichend. Die Regierung zeigt sich kooperativ und hat ein zunehmend offenes Ohr für die Bedürfnisse der Produzenten. Die Infrastruktur wird aktuell nachhaltig verbessert, insbesondere die Transportwege zum benachbarten Seehafen Dschibuti, von dem aus Europa schneller zu erreichen ist als aus Fernost. Und, last not least, verfügt die äthiopische Hauptstadt Addis Abeba über ein fähiges Luftverkehrsdrehkreuz mit einem Dutzend Direktflügen in die EU, darunter Frankfurt und Wien. Hinzu kommt ein modernes Luftfrachtzentrum.

Genauso wichtig wie die Lieferwege sind die vergleichsweise modernen Produktionsbedingungen in den landesweit neu entstehenden Industriezentren. Hier ist alles "Made in China": Zäune, Zugangskontrollen, Straßen, Strom- und Wasserversorgung, Müll- und Abwasserentsorgung, Arbeitersiedlungen. Aus europäischer Sicht mag dies nach chinesischer Dominanz aussehen, aus äthiopischer Sicht jedoch werden Arbeitsplätze geschaffen, Familien ernährt und Devisen verdient. Unter besseren Arbeitsbedingungen als in Bangladesch, meinen Kenner.

Nach den Vorstellungen der äthiopischen Regierung befindet sich das Land in einem Transformationsprozess: Weg von einer agrarbasierten Ökonomie und hin zu einem Industriestaat. Schon 2025 soll das Land einen "middle-income status" erreichen und zum größten industriellen Produktions-Hub Afrikas aufsteigen. Um dies zu erreichen, investiert Äthiopien massiv in Straßen, Eisenbahnen und die Stromerzeugung, in Gesundheit und Ausbildung, in städtische und ländliche Entwicklung und in die Schaffung industrieller Cluster.

Zollvorteile in den USA und Europa
Äthiopien profitiert bislang vom African Growth and Opportunity Act (AGOA) der USA, der zum Beispiel bei Baumwollhosen eine Einsparung bei den Importzöllen von 16,8 Prozent ermöglicht und bei Synthetik-Hemden eine von 30 Prozent. Darüber hinaus hat Äthiopien zollfreien Zugang zum EU-Markt unter der Everything-but-Arms-Initiative. Befürchtungen, US-Präsident Donald Trump könnte AGOA kippen, haben sich bislang nicht bewahrheitet.

Äthiopische Exporte von Textilien, Bekleidung und Lederwaren
(einschließlich Schuhe; in Mio. US$)

SITC-Warengruppe
 2014 2015 2016
61 Leder und Lederwaren    97,51    98,20
78,63  

65 Garne, Gewebe, fertiggestellte Spinnstofferzeugnisse und verwandte Waren
 39,34  39,12 29,61
84 Bekleidung und Bekleidungszubehör  55,53  77,94  68,25
85 Schuhe            
 33,88
 37,69  43,80
Summe 226,26 252,95  220,2

Quelle: Comtrade

Deutsche Exporte ausbaufähig
Deutsche Verkäufer von Technik für die Textil-, Bekleidungs- und Lederindustrie sind in Äthiopien bislang nicht gut aufgestellt. Nach den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (SITC 724) ging 2017 nur für 2,84 Millionen Euro einschlägige Technik nach Äthiopien, immerhin 169 Prozent mehr als im Vorjahr.

Äthiopische Importe von Maschinen, Apparaten und Geräten für die Textil- und Lederindustrie sowie Teile davon
(SITC 724; in Mio. US$)

Lieferland 2014    2015 2016
Insgesamt 131,30 170,51 111,10
.. VR China  43,87  42,40 62,07
..Italien 6,38 11,75 11,72
..Japan 4,40 10,11 6,89
..Türkei    4,86 19,14 4,92
..andere asiatische Länder, nicht spezifiziert 1,85 1,87 4,11
..Indien  6,07 6,49 3,06
..Deutschland 9,22 9,08 2,44

Quelle: Comtrade

 

Weitere Informationen:
Äthiopien Textilfabriken Export Afrika
Quelle:

Martin Böll, Nairobi (GTAI)

Foto: Pixabay
08.05.2018

IN INDONIESIEN STAGNIERT DIE NACHFRAGE NACH TEXTILMASCHINEN

  • Bekleidungsexporte stocken
  • Schuhproduktion wird wichtiger
  • Investitionen in moderne Technologie notwendig

Bonn (GTAI) - Die indonesische Textilindustrie steht in starker regionaler Konkurrenz. Seit vor rund fünf Jahren ihre Nachfrage nach Maschinen und ihre Bekleidungsexporte einen Höhepunkt erreicht hatten, stagnieren die Ausfuhren der Branche. Dennoch ist der Archipel für internationale Marktteilnehmer zumindest als Zweitstandort neben den großen Herstellerländern von Bedeutung. Inzwischen hat sich das Land zu einem wichtigen Schuhhersteller entwickelt und baut seine Produktionskapazitäten weiter aus.

  • Bekleidungsexporte stocken
  • Schuhproduktion wird wichtiger
  • Investitionen in moderne Technologie notwendig

Bonn (GTAI) - Die indonesische Textilindustrie steht in starker regionaler Konkurrenz. Seit vor rund fünf Jahren ihre Nachfrage nach Maschinen und ihre Bekleidungsexporte einen Höhepunkt erreicht hatten, stagnieren die Ausfuhren der Branche. Dennoch ist der Archipel für internationale Marktteilnehmer zumindest als Zweitstandort neben den großen Herstellerländern von Bedeutung. Inzwischen hat sich das Land zu einem wichtigen Schuhhersteller entwickelt und baut seine Produktionskapazitäten weiter aus.

Indonesien gehört zu den 15 wichtigsten Exporteuren von Bekleidung. Der Archipel hat über die vergangenen Jahrzehnte seine Produktion kontinuierlich gesteigert und damit eine wachsende Nachfrage nach Textilmaschinen geschaffen. Doch seit fünf Jahren stagniert der Markt: Die Ausfuhren liegen bei etwa 7,5 Milliarden US-Dollar (US$) pro Jahr, und die Importe von Textilmaschinen sind von jährlich 1 Milliarde US$ auf nur noch etwa 800 Millionen US$ gesunken.

Wichtigster Lieferant von Textilmaschinen ist die VR China, die ihren Importanteil in den vergangenen Jahren auf etwa 30 Prozent ausgebaut und Japan von Platz eins verdrängt hat. Die deutsche Lieferquote schwankt laut indonesischer Einfuhrstatistik um 10 Prozent.

Der indonesische Textilverband API nennt als Grund für die schwache Exportentwicklung bei Bekleidung die geringere Nachfrage vor allem aus den USA und Europa. Etwa die Hälfte der Branchenausfuhren geht nach Nordamerika. Danach folgen Japan, Deutschland, Südkorea und das Vereinigte Königreich als größte Abnehmer. Was der Verband nicht sagt: Bangladesch, Vietnam, Indien, Kambodscha und Myanmar haben ihre Bekleidungsexporte in den vergangenen fünf Jahren allesamt deutlich ausgebaut.

Indonesiens Import von Textilmaschinen *) (in Mio. US$)
2007 360,5
2008 580,9
2009 339,9
2010 641,1
2011 952,1
2012 1.021,7
2013 973,8
2014 940,2
2015 804,3
2016 822,9

*) SITC 724
Quelle: UN Comtrade

Kürzere Produktionszyklen
Indonesiens Textilunternehmen müssen daher investieren, um konkurrenzfähig zu bleiben. Denn auch wenn laut API schon mehr als die Hälfte der Mitgliedsfirmen technologisch fortgeschritten sind, so haben doch viele Marktteilnehmer einen veralteten Maschinenpark. Und gerade vor dem Hintergrund schärferer Wettbewerbsbedingungen ist dies ein entscheidender Nachteil. Denn nach Angaben des Verbandes bestehen größere Modeketten auf immer kürzere Lieferzeiten. Wo die Produzenten früher drei Monate Zeit hatten, seien es heute nur noch drei Wochen.

Auch der regionale Wettbewerb macht den Herstellern zu schaffen. Zwar hat der Archipel für eine arbeitsintensive Industrie wie die Textilbranche gute Voraussetzungen. Denn die Löhne sind - außerhalb der Ballungszentren - gering, und das Angebot an Arbeitskräften ist unerschöpflich (auch, weil viele Männer als Näher in den Fabriken arbeiten). Dennoch hat es das Land bisher nicht geschafft, eine ernsthafte Konkurrenz für die Hauptexportländer günstiger Massenware zu werden.

Indonesiens Import von Textilmaschinen nach Lieferländern *)
(in Mio. US$; Veränderung im Vergleich zum Vorjahr in %)
  2014 2015 2016 Veränd.
VR China 279,4 269,2 524,7 -5,4
Taiwan 79,7 86,8 98,3 13,2
Deutschland 104,5 68,4 93,6 36,8
Japan 163,7 91,3 85,1 -6,8
Südkorea 60,5 65,8 57,0 -13,4
Indien 48,3 43,1 42,6 -1,2
Singapur 37,1 33,4 41,3 23,7
Italien 47,1 39,1 36,3 -7,2

*) SITC 724
Quelle: UN Comtrade

Denn der Archipel hat auch Standortnachteile: So liegt er weiter entfernt von den europäischen Absatzmärkten als andere Herstellerländer und hat auch eine größere Distanz zu China, das aufgrund der hohen Lohnsteigerungen seine Bekleidungsproduktion zunehmend in die direkten Nachbarländer verlegt. Außerdem lassen sich in dem durch große Rohstoffexporte vergleichsweise wohlhabenden Indonesien die Mindestlöhne von Indien, Kambodscha, Bangladesch oder Myanmar nicht unterbieten.

Asiens wichtigste Exporteure von Bekleidung 1)
(in Mrd. US$; Veränderung 2016 im Vergleich zu 2011 in %)
  2011 2016 Veränd.
VR China 153,7 158,2 2,9
Bangladesch 19,2 29,5** 53,6
Vietnam 13,1 22,9** 74,8
Indien 14,7 17,9 21,8
Indonesien 8,0 7,5 -7,1
Kambodscha 4,0 6,6** 65,0

1) SITC 84; 2) Spiegelstatistiken der Partnerländer
Quelle: UN Comtrade

Investitionen auf Vorjahresniveau
Immerhin hat es Indonesien aber geschafft, für internationale Bekleidungsunternehmen zu einem bedeutenden Zweitstandort zu werden, durch den sich die Risiken in den großen Produktionsländern abfedern lassen. Der größte Teil der Hersteller ist im bevölkerungsreichen Java angesiedelt. Für die Regierung ist eine weitere Expansion der Branche wichtig, um die Vielzahl ungelernter Kräfte in Arbeit zu bringen.

Nach letztverfügbaren Daten des Statistikamtes BPS ist die Zahl der in den rund 2.600 mittleren und größeren Unternehmen der Branche Beschäftigten von 470.000 (2008) auf 550.000 (2014) gestiegen. Hinzu kommen nochmal knapp 210.000 Arbeiter in Klein- und Kleinstfirmen (2015), die zumeist Ein- oder Zweipersonenbetriebe sind.

Die Investitionsbehörde BKPM meldet für das 1. Halbjahr 2017 für die Branche ausländische Direktinvestitionen (FDI) in Höhe von 184 Millionen US$, bei 494 Projekten. Das entspricht fast genau der Summe vom selben Zeitraum des Vorjahres. Im Gesamtjahr 2016 waren 321 Millionen US$ an FDI in den Sektor geflossen.

Schuhhersteller bauen Kapazitäten aus
Weitaus dynamischer als die Textilbranche entwickelt sich die heimische Schuhindustrie. Indonesien ist im Bereich der günstigen Massenproduktion in wenigen Jahren zum drittwichtigsten Exporteur geworden, rangiert allerdings weit hinter China und Vietnam. Immerhin wurden die entsprechenden Ausfuhren zwischen 2011 und 2016 von 3,3 Milliarden US$ kontinuierlich auf 4,6 Milliarden US$ gesteigert.

Asiens wichtigste Schuhexporteure 1)
(in Mrd. US$; Veränderung 2016 im Vergleich zu in %)
  2011 2016 Veränd.
VR China 41,7 47,2 13,1
Vietnam 6,7 13,0** 93,5
Indonesien 3,3 4,6 40,5
Indien 2,1 2,7 31,4

1) SITC 82; 2) General Statistics Office of Vietnam
Quelle: UN Comtrade

Und die Zeichen stehen weiter auf Expansion: Im Leder- und Schuhsektor gab es in den ersten sechs Monaten 2017 FDI in Höhe von 187 Millionen US$, das ist ein Drittel mehr als im gesamten Jahr 2016. Auch heimische Marktteilnehmer expandieren. So baut der indonesische Hersteller SCI gerade eine neue Produktionsstätte im zentraljavanischen Salatiga, nahe der Hafenstadt Semarang. Sie soll im Oktober fertiggestellt sein. In der ersten Phase könnten 300.000 bis 500.000 Paar Schuhe pro Jahr produziert werden, die maximale Kapazität liegt bei 1 Million Paar.

 

Quelle:

Frank Malerius, Germany Trade & Invest www.gtai.de

POLNISCHE MÖBELINDUSTRIE INVESTIERT WEITER Foto: Pixabay
01.05.2018

POLNISCHE MÖBELINDUSTRIE INVESTIERT WEITER

  • Exporte legen zu
  • Inlandsnachfrage steigt

Warschau (GTAI) - Polen stärkt seine Position als bedeutender Möbelproduzent. Zahlreiche Unternehmen bauen ihre Kapazitäten aus. Die Branchenstruktur ist stark zersplittert. Unter den kleinen bis großen Unternehmen ist ein gewisser Konsolidierungstrend spürbar. Auch tummeln sich zahlreiche Mikrofirmen auf dem Markt. Die Möbelexporte sollen 2018 wieder zunehmen, und auch im Land selbst wächst die Nachfrage nach Wohnungs-, Büro- und Ladeneinrichtungen.

  • Exporte legen zu
  • Inlandsnachfrage steigt

Warschau (GTAI) - Polen stärkt seine Position als bedeutender Möbelproduzent. Zahlreiche Unternehmen bauen ihre Kapazitäten aus. Die Branchenstruktur ist stark zersplittert. Unter den kleinen bis großen Unternehmen ist ein gewisser Konsolidierungstrend spürbar. Auch tummeln sich zahlreiche Mikrofirmen auf dem Markt. Die Möbelexporte sollen 2018 wieder zunehmen, und auch im Land selbst wächst die Nachfrage nach Wohnungs-, Büro- und Ladeneinrichtungen.

Polen ist ein wichtiges Herstellerland von Möbeln, die in starkem Maße exportiert werden, vor allem nach Deutschland. Die Produzenten erweitern ihre Kapazitäten: So begann Ende Oktober 2017 die österreichische Gesellschaft Egger mit dem Bau einer großen Fabrik für Spanplatten im Süden von Biskupiec (Bischofsburg), die im 4. Quartal 2018 ihren Betrieb aufnehmen soll. Sie entsteht auf einem 85 Hektar großen Grundstück innerhalb der Ermländisch-Masurischen Sonderwirtschaftszone (SWZ) und soll jährlich etwa 650.000 Kubikmeter Platten produzieren.

Der Wert dieser Investition beläuft sich auf annähernd 240 Millionen Euro. Die Produkte sind für in- und ausländische Abnehmer bestimmt. Sie sollen strengen Umweltnormen entsprechen und zu bis zu 30 Prozent aus recycelten Holz stammen. In der neuen Fabrik selbst entstehen 400 Arbeitsplätze und weitere 600 in den mit ihr kooperierenden Firmen.

Ein wichtiger Abnehmer der Spanplatten wird die Möbelindustrie sein, die auch selbst weiter investiert. Die Gesellschaft Meble Wojcik plant laut Tageszeitung Rzeczpospolita den Bau einer Produktionsstätte sowie einer Lager- und Logistikhalle für insgesamt 12 Millionen Euro. Diese sollen mit automatisierten Produktionslinien und Logistikausrüstungen ausgestattet werden. Vorgesehen ist darüber hinaus die Weiterentwicklung des Informatiksystems, sodass die Produktion individuellen Kundenwünschen angepasst werden kann. Durch das Investitionsprojekt entstehen mindestens 120 Arbeitsplätze. Der Umsatz von Meble Wojcik lag 2017 bei gut 100 Millionen Euro.

Neues Sägewerk geplant
Ein Vorhaben in vergleichbarem Wert nimmt der Hersteller von Polstermöbeln DFM in Angriff, der in Dobre Miasto (Guttstadt) Rahmenelemente aus Holz herstellen will. Dort entsteht ein modernes Sägewerk, dessen Konstruktionselemente nicht nur für DFM selbst, sondern auch für weitere Abnehmer bestimmt sind.

Der Möbelhersteller Szynaka Meble will gut 5,3 Millionen Euro aufbringen, um in Ilawa (Deutsch Eylau) ein neues Warenlager zu errichten. Dort sollen 30 Mitarbeiter beschäftigt werden. Vorgesehen ist unter anderem die Beschaffung von moderner Software zur Materialverwaltung.

Die sechs Werke von Szynaka Meble produzierten 2017 Möbel im Wert von rund 235 Millionen Euro (auf Zloty-Basis +5 Prozent gegenüber 2016). Für 2018 rechnet die Gesellschaft mit einem Zuwachs um 15 Prozent, vor allem durch verstärkte Exporte nach Nordamerika, wohin sie ein Fünftel ihrer Produktion verkaufen will.

Standort der Projekte von Meble Wojcik, DFM und Szynaka Meble ist ebenfalls die Ermländisch-Masurische SWZ, die in einer am Rohstoff Holz reichen Gegend liegt. Der Hersteller von Ladeneinrichtungen Modern-Expo wiederum plant laut Pressemeldungen den Bau einer Fabrik in Lublin. In den ersten drei Quartalen 2017 investierte die polnische Möbelindustrie laut Statistischem Hauptamt GUS insgesamt rund 200 Millionen Euro; auf Zloty-Basis stagnierte der Betrag gegenüber derselben Vorjahresperiode.

Branchenstruktur ist zersplittert
Die Möbelbranche spielt eine wichtige Rolle in der polnischen Industrie. Rund 25.800 Betriebe befassen sich in Polen mit der Herstellung von Möbeln und Inneneinrichtungen. Trotzdem werden auch Elemente und Komponenten importiert, unter anderem aus Deutschland. Über 90 Prozent der Unternehmen sind Mikrofirmen, die laut der Marktforschungsfirma B+R Studio zusammen jedoch nur für 10 Prozent der verkauften Inlandsproduktion stehen. Lediglich etwa 90 Unternehmen werden als groß eingestuft. Zusammen mit den rund 320 mittelständischen Firmen verkaufen sie gut drei Viertel (76 Prozent) der einschlägigen Produkte. Auf kleine Betriebe entfällt ein Anteil von 14 Prozent. Ende 2017 gab es in der Möbelindustrie laut GUS rund 161.000 Beschäftigte, etwa 6.000 mehr als ein Jahr zuvor (+4 Prozent).

Umsätze der polnischen Möbelhersteller (in Mrd. Euro)
2013 2014 2015 2016 2017 1)  2018 2)
7,5 8,4 9,3 10,0 10,5 11,1

1) Schätzung; 2) Prognose

Quelle: B+R Studio

B+R Studio erwartet für 2018 Umsätze der inländischen Hersteller von insgesamt gut 11 Milliarden Euro, was auf Zloty-Basis einer Steigerung um 3,1 Prozent gegenüber 2017 entspricht. Marktführer ist seit Jahren die polnische Tochtergesellschaft des schwedischen Ikea-Konzerns mit Einnahmen von rund 1 Milliarde Euro 2016. Weit abgeschlagen folgt die inländische Gruppe Black Red White, die 2016 insgesamt 335 Millionen Euro einnahm. Ihren Umsatz 2017 schätzt sie auf rund 400 Millionen Euro (auf Zloty-Basis +16 Prozent); der Exportanteil liegt bei 35 Prozent.

Den dritten Rang belegt die auf Büromöbel und Stühle spezialisierte Gesellschaft Nowy Styl mit Einnahmen von schätzungsweise 340 Millionen Euro 2017 (+8 Prozent gegenüber 2016). Der Matratzenhersteller Correct folgt mit einem Umsatz von 291 Millionen Euro 2016 vor der börsennotierten Gesellschaft Fabryka Mebli Forte mit 252 Millionen Euro, die für 2020 Einnahmen von 400 Millionen Euro anstrebt. Forte nimmt gegen Ende 2019/Anfang 2020 ihre fünfte Fabrik in Betrieb, wodurch sich ihre Produktionskapazität auf 6,5 Millionen Möbelstücke jährlich erhöhen wird.

Von Bedeutung ist außerdem der Hersteller von Polstermöbeln Com.40 Limited. Sitzgelegenheiten bilden die weitaus wichtigste Kategorie unter den in Polen hergestellten Möbeln mit einem Anteil von knapp der Hälfte an den Verkäufen.

Ausfuhren beleben sich
Die Möbelexporte sollen laut B+R Studio 2018 auf 10,6 Milliarden Euro steigen. Auf Zloty-Basis bedeutet das einen Zuwachs um etwa 2 Prozent gegenüber 2017 mit schätzungsweise 10,1 Milliarden Euro, als die Exporte um 1 Prozent gesunken waren. Auch im Inland nimmt die Nachfrage nach Möbeln dank des Wohnungs- und Gewerbeimmobilienbaus zu. Die steigende Kaufkraft der Bevölkerung ermöglicht zudem den Ersatz alter Einrichtungen durch neue. Importe ergänzen das Angebot der einheimischen Industrie.
 

Möbelverkäufe in Polen (in Mrd. Euro)
2013 2014 2015 2016 2017 1) 2018 2)
1,2 1,2 1,3 1,3 1,4 1,5

1) Schätzung; 2) Prognose

Quelle: B+R Studio

Die Branche leidet unter dem zunehmenden Arbeitskräftemangel, der zu höheren Löhnen führt. Die durchschnittlichen Bruttolöhne lagen 2017 laut GUS monatlich bei 833 Euro gegenüber 738 Euro 2016. Auf Zloty-Basis entspricht das einem nominalen Zuwachs um 7,3 Prozent.

Kontaktanschriften:

Ogolnopolska Izba Gospodarcza Producentow Mebli (OIGPM)
(Polnische Wirtschaftskammer der Möbelproduzenten)
Ansprechpartner: Michal Strzelecki
Al. Stanow Zjednoczonych 51, pok. 614
04-028 Warszawa, Polen
T +48 (0)22 517 78 39
oigpm@oigpm.org.pl
http://www.oigpm.org.pl

B+R Studio Analizy Rynku Meblarskiego
Marktforschungsinstitut für den Möbelmarkt:
Leiter der Analyseabteilung: Martin Czyrnia
MD Connect Sp.z o.o.
ul. Oleska 35
46-380 Dobrodzien, Polen
T +48/507 96 66 23
brstudio@brstudio.eu
http://brstudio.eu

Möbelproduzenten      Internetadressen
Egger      http://www.egger.com
Meble Wojcik http://www.meblewojcik.com.pl
DFM http://www.dfm.com.pl
Szynaka Meble http://www.szynaka.pl


 
  

Weitere Informationen:
Polen Möbelmarkt
Quelle:

Beatrice Repetzki, Germany Trade & Invest www.gtai.de

Möbelmarkt in Frankreich Foto: Pixabay
24.04.2018

MÖBELMARKT IN FRANKREICH WÄCHST KRÄFTIG

  • Umsatz mit Küchen und Betten legt überdurchschnittlich zu
  • E-Commerce setzt die Branche unter Druck

Paris (GTAI) - Der Möbelverkauf in Frankreich ist 2017 das dritte Jahr in Folge kräftig gestiegen, wenngleich das Rekordniveau von 2011 noch nicht erreicht wurde. Dies berichtet der Verband FNAEM in seiner Jahresbilanz und verweist auf eine enge Verbindung mit dem boomenden Wohnungsmarkt. Dieser sollte den Möbelsektor auch 2018 antreiben.

  • Umsatz mit Küchen und Betten legt überdurchschnittlich zu
  • E-Commerce setzt die Branche unter Druck

Paris (GTAI) - Der Möbelverkauf in Frankreich ist 2017 das dritte Jahr in Folge kräftig gestiegen, wenngleich das Rekordniveau von 2011 noch nicht erreicht wurde. Dies berichtet der Verband FNAEM in seiner Jahresbilanz und verweist auf eine enge Verbindung mit dem boomenden Wohnungsmarkt. Dieser sollte den Möbelsektor auch 2018 antreiben.

Der französische Möbelmarkt hat nach Umsatzzuwächsen von 2,4 und 2,3 Prozent in den Jahren 2015 und 2016 im Jahr 2017 erneut ein stabiles Plus von 2 Prozent erreicht. Nach Informationen des Verbandes FNAEM (Federation française du negoce de l'ameublement et de l'equipement de la maison) hängt die Marktentwicklung eng mit dem Wohnungsbau und Immobilienmarkt zusammen. Nach Verbandsangaben erfolgte jeder dritte Möbelkauf durch einen Haushalt, der innerhalb der letzten 24 Monate umgezogen ist.
 
Im Jahr 2017 wurden in Frankreich im Vergleich zum Vorjahr 16 Prozent mehr Wohnungen gebaut. Bis Ende Oktober 2017 hatte auch der Immobilienmarkt 16 Prozent mehr Transaktionen registriert. Der Bauverband FFB (Federation française du batiment) erwartet mit einem leichten Minus von 2,5 Prozent bei den begonnenen Neubauwohnungen 2018 erneut eine starke Bauaktivität.
Auch die Entwicklung der Gesamtkonjunktur und des politischen Umfeldes haben einen starken Einfluss auf den Möbelmarkt. So führten die Präsidentschaftswahlen und der Regierungswechsel in Frankreich zu einer anfänglichen Verunsicherung der Verbraucher und zu Verzögerungen bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen. Der Möbelabsatz entwickelte sich daher im 1. Halbjahr 2017 zunächst schwach, danach aber umso dynamischer.

Möbelmarkt in Frankreich
  Umsatz 2017 (in Mrd. Euro) Veränderung 2017/16 (in %) Anteil (in %)
Küchenmöbel 2,57 4,0 26,3
Polstermöbel (Sofas, Sessel und Bänke) 2,42 2,3 24,8
Betten 1,34 3,0 13,8
Badmöbel 0,24 -1,6 2,5
Gartenmöbel 0,13 2,0 1,4
Andere Wohnmöbel (Tische, Stühle, Kommoden, Truhen) 3,06 0,1 31,2
Gesamt 9,76 2,0 100,0

Quelle: IPEA (Institut de prospective et d'etudes de l'ameublement)

Am stärksten zulegen konnte 2017 das Segment Küchen, während in den vergangenen Jahren vor allem Schlafzimmermöbel die Verkäufe anführten. Küchen profitieren besonders stark vom anziehenden Wohnungsmarkt sowie vom anhaltenden Trend in französischen Haushalten, der Kücheneinrichtung mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Einbauküchen gewinnen Marktanteile
Nach einer Analyse des Marktforschungsunternehmens IPEA (Institut de prospective et d'etudes de l'ameublement) haben in Frankreich nur 60 Prozent der Haushalte eine Einbauküche, deutlich weniger als in anderen westeuropäischen Ländern (Deutschland: etwa 80 Prozent). Dieser Unterschied verheißt dem Segment auf Jahre hinaus gute Zuwachsraten.
Bei Polstermöbeln vergrößert sich nach Angaben der Marktforscher die Kluft zwischen dem gut laufenden Segment Sofas und Sessel gegenüber Sitzbänken. Vor allem Klappsofas, die immer günstiger angeboten werden, machen den Bänken weiter Konkurrenz.

Andere Wohnmöbel wie Tische, Stühle oder Truhen, die weiterhin den größten Teil des Marktes ausmachen, konnten 2017 nach Darstellung des Verbandes FNAEM im Handel weniger stark Boden gutmachen als Küchen und Betten. Auch 2018 wird sich den Erwartungen des Verbandes zufolge keine Erholung abzeichnen. Allenfalls der Onlinehandel sollte laut FNAEM im Wohnmöbelsegment weiter zulegen
Der Absatz von Gartenmöbeln wurde 2017 von Warmwetterperioden im Frühling begünstigt, wodurch sich die Verkaufssaison verlängerte. Badmöbel konnten nach Angaben von IPEA 2017 nicht umfassend vom Aufschwung im Wohnungsmarkt profitieren. Das Geschäft hänge hinge vielfach von den Baumärkten ab, die oft auf preiswerte Produkte setzten. Installationsfirmen hätten 2017 weniger Badmöbel und mehr Heizungsanlagen vertrieben.
 
Gute Absatzprognosen für Betten
Das Segment Schlafzimmer, Spitzenreiter beim Wachstum in den letzten Jahren, hat sich 2017 weniger stark entwickelt. IPEA führt dies auf einen härteren Wettbewerb mit mehr Preisaktionen zurück. Niedrigere Preise hätten trotz guter Volumina die Umsätze gebremst. Die Käufer fragten weiterhin größere Betten ab einer Breite von 160 cm nach.

Nach einer Studie des Marktforschungsunternehmens Xerfi soll das Bettensegment bis 2019 stabil um 3,3 Prozent pro Jahr zulegen, getragen vom Wohnungsmarkt und höheren verfügbaren Einkommen. Auch würden französische Verbraucher ihre Matratzen inzwischen öfter austauschen. Nach Angaben der Händler kaufen Franzosen alle 14 Jahre eine neue Matratze, während dies in den USA alle acht Jahre geschehe. Der Fachverband der Matratzenindustrie nennt für Deutschland 13,5 Jahre.

Händler betreiben Multichannel-Strategie
Allerdings wächst die Konkurrenz im Betten- und Matratzenmarkt vor allem durch den Erfolg des E-Commerce. Online-Matratzenanbieter wie Casper aus den USA (mit Produktion in Deutschland), Tediber und Ilobed aus Frankreich oder Simba und Eve Sleep aus dem Vereinigten Königreich haben in Frankreich massive Werbekampagnen gestartet. Nach Schätzungen der Anbieter kommen sie im Matratzensegment inzwischen auf einen Marktanteil von etwa 5 bis 6 Prozent.

Der stationäre Handel mit Möbelhäusern wie Ikea, Conforama oder But und den Bettenspezialisten Maison de la literie, Compagnie du lit oder Litrimarche wehrt sich gegen die reinen Online-Anbieter. Alle großen Händler fahren inzwischen eine Multichannel-Strategie, das heißt sie versuchen nicht nur in ihren Möbelhäusern, sondern auch über ihre Online-Kanäle zu verkaufen. Gleichzeitig werden die Läden durch Events, mehr Beratung oder öfter wechselnde Ausstellungen aufgewertet.

Führend sind in Frankreich weiterhin die großen Möbelhäuser Ikea, Conforama und But. Marktführer Ikea nimmt 2017 einen Marktanteil von 19,4 Prozent für sich in Anspruch. Conforama und But haben für 2017 keine Anteile veröffentlicht, kamen aber 2016 auf 16,1 beziehungsweise 13,4 Prozent. Der Onlinehandel kommt nach Schätzungen von IPEA insgesamt auf etwa 12 Prozent Marktanteil. Davon entfällt jeweils die Hälfte auf reine Onlineanbieter und den Internetverkauf herkömmlicher, vormals rein stationärer Anbieter.

Ikea strebt in Frankreich einen Onlineanteil von 10 Prozent an. Conforama erwirtschaftet nach eigenen Angaben bereits 10 Prozent des Umsatzes über das Internet. Allerdings bietet das Unternehmen auch Unterhaltungs- und Haushaltselektronik an. Von den Online-Möbelkäufen werden immer noch 82 Prozent im Laden abgeholt. Dem will Conforma mit zusätzlichen Möbelmärkten im Niedrigpreissegment gerecht werden. Gleichzeitig sollen andere Verkaufsräume entstehen, in denen Einrichtungsideen präsentiert werden.

Möbelhandel in Frankreich nach Verkaufskanal
  Umsatz 2017 (in Mrd. Euro) Veränderung 2017/16 (in %)
Möbelhäuser 4,91 +0,9
Küchenhäuser 1,30 +6,0
Möbelgeschäfte, mittleres Segment 1,02 +1,4
Luxus-Möbelgeschäfte 0,37 +2,0
Handwerk 0,33 -0,4
E-Commerce, Kataloghandel und andere 1,83 +3,3
Gesamt 9,76 +2,0

Quelle: IPEA

Conforama war 2017 beim französischen Online-Pionier Showroomprive.com als Investor eingestiegen und erhoffte sich davon Know-how im Online-Marketing. Aufgrund der drohenden Pleite des südafrikanischen Mutterhauses Steinhoff hat Conforama seine Anteile Anfang 2018 an die Supermarktkette Carrefour weiterverkauft.

Das Unternehmen will sich aber weiterhin das gestiegene Kundeninteresse am Betten-Segment mit einer neuen Ladenkette für gehobene Ansprüche unter der Marke "Il etait une nuit" zunutze machen und kauft weitere kleinere Bettenhäuser hinzu. Die Kette But stand längere Zeit zum Verkauf, bis sie Mitte 2016 vom drittgrößten Möbelhändler Lutz aus Österreich gemeinsam mit Finanzinvestoren übernommen wurde.

Kontaktadressen
Bezeichnung Internetadresse Anmerkungen
AHK Frankreich http://frankreich.ahk.de Berät beim Markteinstieg in Frankreich
Federation française du negoce de l'ameublement et de l'equipement de la maison (FNAEM) http://www.fnaem.fr Verband des Möbelhandels
Union nationale des industries de l'ameublement français http://www.ameublement.com Verband der französischen Möbelhersteller


      

Weitere Informationen:
Frankreich Möbelmarkt
Quelle:

Peter Buerstedde, Germany Trade & Invest www.gtai.de

Heimtextil Trend Council © Messe Frankfurt GmbH / Pietro Sutera
17.04.2018

HEIMTEXTIL 2019: TRENDS IN NEUEM GEWAND

Die Heimtextil treibt die Neukonzeption für 2019 weiter voran: Nachdem die Verantwortlichen eine rundum erneuerte Hallenplanung erarbeitet haben, richten sie nun auch das Trendprogramm neu aus. Mit einem Treffen internationaler Trendforscher am 20. und 21. Februar in Frankfurt am Main haben die Designexperten – so früh wie noch nie – die Vorbereitungen zu den Trends der kommenden Heimtextil (8. bis 11. Januar 2019) aufgenommen.

Die Heimtextil treibt die Neukonzeption für 2019 weiter voran: Nachdem die Verantwortlichen eine rundum erneuerte Hallenplanung erarbeitet haben, richten sie nun auch das Trendprogramm neu aus. Mit einem Treffen internationaler Trendforscher am 20. und 21. Februar in Frankfurt am Main haben die Designexperten – so früh wie noch nie – die Vorbereitungen zu den Trends der kommenden Heimtextil (8. bis 11. Januar 2019) aufgenommen.

„Seit Jahrzehnten genießen die Heimtextil Trends ein weltweit beachtetes Renommee. Mit ihrer großflächigen und progressiven Inszenierung sind sie ein wesentliches Aushängeschild unserer Messe“, sagt Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies der Messe Frankfurt. „Daher liegt uns sehr viel daran, dass wir mit unserem neuen Trendkonzept weiter unserer Vorreiterrolle gerecht werden und unseren Ausstellern und Besuchern ein zukunftsorientiertes Programm anbieten. Künftig werden wir die Inszenierung vor allem auf digitaler Ebene verstärken.“
 
Beginnend mit dem Meeting in Frankfurt arbeiten Trendforscher aus drei europäischen Büros an den Heimtextil Trends 2019/20. Das britische Designstudio FranklinTill wird ein weiteres Mal eine führende Rolle einnehmen und die Umsetzung des Trendbuchs verantworten. An ihrer Seite wirken das Stijlinstituut Amsterdam (Niederlande) und SPOTT Trends & Business (Dänemark) mit und bilden gemeinsam das neue Heimtextil Trend Council.

Während des zweitägigen Workshops trugen die drei Agenturen Erkenntnisse über aktuelle Strömungen aus Interior Design, Architektur, Mode und Kunst zusammen. Dabei legten sie ihren Fokus auf Entwicklungen von Materialien und Texturen, Farben und Mustern. Abschließend definierten sie stilprägende Designthemen, aus denen in den kommenden Monaten eine global gültige Trendprognose herausgearbeitet wird.

Neu: „Trend Space“ in Halle 3.0
Bei der Inszenierung der Trends auf der Messe erhält die Heimtextil Unterstützung von der Frankfurter Agentur Atelier Markgraph. Als Spezialist für Kommunikation im Raum plant Atelier Markgraph eine interaktive, zukunftsweisende Ausstellung, die die Messebesucher mit analog-digitalen Erlebnisformaten in die Welt der Trends 2019/2020 versetzt. Die Trendinszenierung trägt künftig den Namen „Trend Space“ und ersetzt damit den bisherigen „Theme Park“. Als neue Location haben die Verantwortlichen die Halle 3.0 gewählt. Im Rahmen der Neukonzeptionierung der Heimtextil befindet sich der „Trend Space“ in unmittelbarer Nachbarschaft mit internationalen Textildesignern, CAD/CAM-Anbietern und Digitaldruckmaschinenherstellern. Somit führt die Heimtextil die progressiven Themen Trends, Textildesign und Digitaldruck auf einer Hallenebene zusammen und schafft ein Areal voll Inspirationen und Zukunftstechnologien. Zur kommenden Heimtextil wird die Halle 3.0 – exklusiv für Aussteller – bereits am Messevortag, am 7. Januar 2019, geöffnet.

Preview: Trend-Präsentation im Spätsommer
Die Ergebnisse der Trendforscher werden im neuen Heimtextil Trendbuch festgehalten. Aussteller der Heimtextil erhalten das Trendbuch vorab für ihre Produktgestaltung und Kollektionierung. Einen ersten Einblick in die neuen Trends geben die Messeverantwortlichen gemeinsam mit dem „Trend Council“ am 4. September. Hierzu lädt die Heimtextil Pressevertreter zu einer Preview ein, deren Rahmen ebenfalls neu konzipiert wird.   
 
Folgende Designbüros wirken an der Heimtextil 2019 mit:

Das Designbüro FranklinTill (Großbritannien) übernimmt die Hauptverantwortung für die Ausarbeitung der Heimtextil Trends 2019/2020. Das Studio mit Sitz in London umfasst Trendforscher, Designer und Stylisten sowie ein weit gespanntes, internationales Netzwerk aus Kreativen und Visionären. Zu den vielfältigen Projekten der multidisziplinären Agentur zählen Trendreports, Farbprognosen, Designrealisierungen, Markenentwicklungen sowie Messe- und Ausstellungskurationen. Neben den Agenturgründerinnen Kate Franklin und Caroline Till arbeitet auch Titia Dane an der Heimtextil mit. www.franklintill.com

Anne Marie Commandeur vom Stijlinstituut Amsterdam (Niederlande) leitet ein Team von Designern, die sich mit den Bereichen textile Innovationen, Prognosen, Farbtrends und strategische Design-Konzepte beschäftigen. Die Agentur agiert als vielseitige und dynamische Kraft in der Branche und hält Modefirmen und modenahe Unternehmen über die wichtigsten Entwicklungen auf dem aktuellsten Stand. Researcherin Emma Wessel unterstützt Anne Marie Commandeur in diesem Jahr rund um die Heimtextil. www.stijlinstituut.nl

SPOTT Trends & Business (Dänemark) berät skandinavische Lifestyle-Marken in Fragen der Konsumenteneinsicht, Trend- und Farbprognose. SPOTT zielt auf eine individuelle Entfaltung der Marke ab und kombiniert dazu Trendforschung mit Neurowissenschaften und kommerziellen Erfahrungen. Anja Bisgaard Gaede ist Gründerin von SPOTT. Neben ihrer Beratertätigkeit arbeitete sie in den vergangenen zehn Jahren an zahlreichen Vorträgen und gab ein Fachbuch heraus. www.spottrends.dk

Atelier Markgraph (Deutschland) gestaltet Räume, die kommunizieren und zur Kommunikation anstiften. Seit über 30 Jahren begleitet das Gestaltungsstudio seine Kunden aus dem Spannungsfeld von Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft bei der Schaffung immersiver Erlebnisse. An der Schnittstelle von digitaler und analoger Kommunikation übersetzt ein 60-köpfiges interdisziplinäres Team zentrale Themen und Markenbotschaften in unmittelbar erfahrbare Szenografien: von Ausstellungen und Showrooms über Messestände bis hin zu Medieninstallationen und AR-Anwendungen. www.markgraph.de

 

Deutsche Einkaufsmeilen locken türkische Händler Foto: Pixabay
10.04.2018

DEUTSCHE EINKAUFSMEILEN LOCKEN TÜRKISCHE HÄNDLER

  • Firmen bauen Filialnetz aus

Bonn (GTAI) - Dank der anhaltend guten Wirtschaftslage sind die Deutschen in bester Konsumlaune. Davon wollen auch türkische Handelsunternehmen profitieren und bauen ihr Filialnetz in Deutschland aus. Um im Land dauerhaft erfolgreich zu sein, müssen sie jedoch einiges beachten. Türkische Investitionen in Produktionsstätten sind in Deutschland selten. Den Betrieben bietet der Standort aber einen entscheidenden Vorteil.

  • Firmen bauen Filialnetz aus

Bonn (GTAI) - Dank der anhaltend guten Wirtschaftslage sind die Deutschen in bester Konsumlaune. Davon wollen auch türkische Handelsunternehmen profitieren und bauen ihr Filialnetz in Deutschland aus. Um im Land dauerhaft erfolgreich zu sein, müssen sie jedoch einiges beachten. Türkische Investitionen in Produktionsstätten sind in Deutschland selten. Den Betrieben bietet der Standort aber einen entscheidenden Vorteil.

Modern eingerichtete Industrielofts prägen das Bild der Düsseldorfer Schwanenhöfe. Auf dem ehemaligen Chemieareal im Stadtteil Flingern haben sich in den letzten Jahren Szenerestaurants, Ateliers und Unternehmen niedergelassen. Seit September 2017 ist hier auch der türkische Glashersteller Pasabahce mit einem Showroom vertreten. Auf knapp 300 Quadratmetern werden teure Weingläser, Karaffen und zahlreiche andere Glasprodukte ausgestellt. Nach New York, Madrid, Mailand, Shanghai und Moskau ist es für das Istanbuler Unternehmen die sechste Verkaufsstelle außerhalb der Türkei. Pasabahce gehört zur Sisecam-Gruppe und zählt zu den größten Glasproduzenten weltweit.
 
Die meisten türkischen Investoren stammen aus der Bekleidungsbranche
Türkische Unternehmen konzentrieren sich in Deutschland zurzeit auf den Konsumgütermarkt und eröffnen wie Pasabahce Geschäfte. Der Schwerpunkt der Investitionen liegt auf dem Bekleidungsmarkt. Von den 211 Projekten türkischer Firmen, die die Datenbank fDi-intelligence der Wirtschaftszeitung Financial Times zwischen 2003 und 2017 auflistet, wird jedes fünfte der Textil- und Bekleidungsindustrie zugeordnet. Weitere 11 Prozent stammen aus Bereichen wie der Möbel- oder Kosmetikbranche. Bei den meisten Händlern spielt die türkischstämmige Community als Zielgruppe keine tragende Rolle. Die türkischen Firmen konkurrieren auf dem deutschen Markt mit anderen internationalen Marken um eine breite westliche Käuferschicht.

Türkische Modehäuser expandieren
Dazu gehört auch der Newcomer Yargici, der im Jahr 2017 deutschlandweit vier Läden in Toplage eröffnete. Es ist das erste Auslandsengagement der Istanbuler Bekleidungsfirma. "In diesem und den kommenden Jahren werden weitere Filialen dazukommen. Schließlich sind wir nicht nach Deutschland gekommen, um nur einzelne Geschäfte aufzumachen", gibt sich Deutschland-Chef Erik Schaap selbstbewusst.

Die türkische Modefirma Sarar ist schon seit über 17 Jahren hier präsent. Im Jahr 2000 eröffnete sie ihre erste Filiale auf der Düsseldorfer Königsallee. Seitdem hat das Unternehmen etwa 15 Millionen Euro im Land investiert und acht Boutiquen eröffnet. Auch Sarar will weiter wachsen und plant bis 2020 auf 20 Geschäfte zu kommen. Dabei haben es türkische Einzelhändler in Deutschland nicht leicht, wie Marketingmanager von Sarar Europe GmbH, Salim Ünyeli, zugibt: "Die Konkurrenz ist durch die Omnipräsenz von Zara, H&M und Co. sehr stark. Die meisten Konsumenten kennen türkische Labels zudem nicht und bevorzugen für den gleichen Preis bekannte westliche Marken." "Die Spannungen zwischen Deutschland und der Türkei haben unserem Geschäft geschadet. Potenzielle Kunden lassen sich davon abschrecken, bei einem türkischen Unternehmen zu kaufen."(Marketingmanager von Sarar Europe GmbH, Salim Ünyeli)

Wer türkisch denkt, scheitert
Türkeiexperte Suat Bakir kennt die typischen Fallstricke für türkische Unternehmen, die in Deutschland ein Geschäft aufbauen wollen. Bakir ist Hauptstadtrepräsentant der Deutsch-Türkischen Wirtschaftsvereinigung (DTW) und war zuvor sieben Jahre Geschäftsführer der Türkisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer. "Viele scheitern, weil sie kein Geld für professionelle Beratung in die Hand nehmen und stattdessen einen türkischstämmigen Bekannten um Rat fragen", so Bakir. Vor allem Gastronomie- und Bekleidungsketten haben eine hohe Fluktuationsrate, weil es besonders in diesen Segmenten auf die richtige Lage und das passende Marketing ankomme. "Wer in Deutschland wie ein Türke denkt und seine Produkte nicht an den deutschen Konsumenten anpasst, der hat auf Dauer keinen Erfolg", sagt Bakir. Wegen der angespannten Beziehungen zwischen beiden Ländern rät er davon ab, gerade jetzt eine türkische Marke auf dem deutschen Markt einzuführen: "Der deutsche Tourist, der die Türkei gerade meidet, wird wahrscheinlich auch nicht bei einem türkischen Unternehmen kaufen."
 
Deutsche Bogenn eröffnet Werk
Obwohl bislang sehr wenige türkische Unternehmen in Deutschland in Produktionsstätten investiert haben, erkennt Suat Bakir in diesem Bereich Potenzial. Türkische Firmen könnten sich die positiv besetzte Marke made in Germany zu Eigen machen, wenn sie im Land fertigen. Aktuellstes Beispiel ist die Firma Deutsche Bogenn, die im vergangenen Jahr auf Rügen ein neues Werk für Kunststoffrohre eröffnet hat. Hinter dem extra deutsch klingenden Namen verbirgt sich die türkische Dizayn Group. Vom neuen Standort aus will das Unternehmen mit 100 Mitarbeitern Rohre für verschiedene Infrastrukturprojekte produzieren und sie weltweit verkaufen.

Geringes Investitionsvolumen
Die Türkei spielt als Kapitalgeber in Deutschland bislang eine geringe Rolle - trotz der vielfältigen bilateralen Beziehungen. Türkische Unternehmen haben in der Bundesrepublik gerade einmal 1,8 Milliarden Euro investiert. Ein wesentlicher Grund liege, so Suat Bakir, in der geringen Internationalisierung türkischer Betriebe. Ein weiteres Hindernis seien Visabeschränkungen für türkische Geschäftsleute. Die DTW schätzt, dass sich bislang 1.300 Firmen mit türkischer Herkunft in Deutschland niedergelassen haben, jede dritte allein in Nordrhein-Westfalen. Das sei auch das Verdienst eines engagierten Standortmarketings. Suat Bakir empfiehlt allen Bundesländern das Interesse türkischer Unternehmen auszunutzen und ihr Land in der Türkei stärker zu bewerben. Einen jüngsten Erfolg konnte Mecklenburg-Vorpommern mit der Ansiedlung der Firma Deutsche Bogenn auf Rügen bereits für sich verbuchen.

Weitere Informationen:
Stationärer Einzelhandel Türkei
Quelle:

Sofia Hempel, Germany Trade & Invest www.gtai.de

INTERTEXTILE SHANGHAI HOME TEXTILES  SPRING (c) Messe Frankfurt (HK) Ltd.
03.04.2018

INTERTEXTILE SHANGHAI HOME TEXTILES SPRING: GELEGENHEIT FÜR KONKRETE GESCHÄFTSABSCHLÜSSE UND MARKENBILDUNG IN CHINA

  • Qualitätslieferanten stellten Käufer mit einer breiten Palette von Beschaffungsbedürfnissen zufrieden
  • Rahmenprogramm vermittelte den Messebesuchern Einblicke

Die Frühjahrsausgabe 2018 der Intertextile Shanghai Home Textiles schloss mit positiven Geschäftsergebnissen. Während der Hauptbeschaffungssaison für Heimtextilien in China zog die dreitägige Messe 12% mehr Käufer an als im letzten Jahr. Insgesamt kamen 20.870 Besucher (2017: 18.596) aus 68 Ländern und Regionen, um eine breite Palette an Fertigwaren zu beziehen, darunter Bett-, Frottee- sowie Tisch- und Küchenwäsche. 232 Aussteller aus 11 Ländern und Regionen (2017: 204, acht Länder und Regionen), darunter namhafte internationale Marken wie Cotton Council International und Asahi Kasei sowie heimische Größen wie Ruyi, Sunvim und Yueda stellten aus und lobten die Messe als eine der effektivsten Handelsplattformen zu dieser Jahreszeit für die Heimtextilindustrie.

  • Qualitätslieferanten stellten Käufer mit einer breiten Palette von Beschaffungsbedürfnissen zufrieden
  • Rahmenprogramm vermittelte den Messebesuchern Einblicke

Die Frühjahrsausgabe 2018 der Intertextile Shanghai Home Textiles schloss mit positiven Geschäftsergebnissen. Während der Hauptbeschaffungssaison für Heimtextilien in China zog die dreitägige Messe 12% mehr Käufer an als im letzten Jahr. Insgesamt kamen 20.870 Besucher (2017: 18.596) aus 68 Ländern und Regionen, um eine breite Palette an Fertigwaren zu beziehen, darunter Bett-, Frottee- sowie Tisch- und Küchenwäsche. 232 Aussteller aus 11 Ländern und Regionen (2017: 204, acht Länder und Regionen), darunter namhafte internationale Marken wie Cotton Council International und Asahi Kasei sowie heimische Größen wie Ruyi, Sunvim und Yueda stellten aus und lobten die Messe als eine der effektivsten Handelsplattformen zu dieser Jahreszeit für die Heimtextilindustrie.

"Dank der revitalisierten Marktbedingungen in China und der gestiegenen Anzahl von Käufern hatten unsere Aussteller eine erfolgreiche Messe. Sie erhielten nicht nur Aufträge vor Ort und knüpften Kontakte zu neuen Kunden, sondern sie schätzten die Intertextile Shanghai auch als einen Kanal zum Aufbau ihrer Marke, um ihr Geschäftsnetzwerk in China zu erweitern. Neben dem stärkeren chinesischen Markt war ein weiterer Grund für den Käuferanstieg in diesem Jahr das starke Wachstum der vier parallel stattfindenden Messen. Dies führte zu einem differenzierteren Käuferprofil mit einer erhöhten Nachfrage aus verschiedenen Teilbereichen der Textilindustrie", so Frau Wendy Wen, Senior General Manager der Messe Frankfurt (HK) Ltd.    
 
Aussteller Meinungen:

Wang Si Qi, Repräsentant der Vertriebsabteilung für Fasern, Asahi Kasei Advance (Shanghai) Co., Ltd, Japan
"Wir kamen auf die Messe, um unsere Bekanntheit zu steigern und unsere Marke zu fördern. Da unsere Produkte selten auf dem Markt sind und einen perfekten Ersatz für traditionelle Materialien darstellen, waren die meisten Käufer, die unseren Stand besuchten, interessiert. Es ist uns gelungen, unsere Marke zu fördern und mehr Marktteilnehmer darüber zu informieren. Wir sind sehr zufrieden mit der Zahl der Besucher. Vertreter verschiedener Branchen mit unterschiedlichen Produkten in verschiedenen Preisklassen sind alle hier. Dies hilft uns, unseren Ruf in der Branche zu stärken."

Frau Allisa Lau, Senior Managerin, Chain Supply, Chain & Verbrauchermarketing, Cotton Council International, USA
"Wir sind in diesem Jahr mit der Besucherzahl zufrieden, da wir Kontakte zu vielen Herstellern geknüpft haben. Die meisten von ihnen sind unsere Zielgruppe. Die Messe war immer hilfreich für unseren Council, da wir bestehende Kunden kontakten und gleichzeitig potenzielle neue Kunden entdecken können."

Trevor Beuth, Geschäftsführer, Australian Alpaca Bedding Company Pty Ltd, Australien
"Wir stellen auf der Intertextile Shanghai aus, weil ich glaube, dass es zu dieser Jahreszeit die wichtigste Messe in Asien ist, und sie darüber hinaus auch eine große globale Reichweite hat. Wir hoffen, unsere Marke und unseren Ruf hier auf der Messe und in China zu etablieren. Unsere Produkte wurden von chinesischen Käufern sehr stark nachgefragt. Insgesamt hatten wir eine sehr arbeitsintensive Show, mit der wir zufrieden sind. Wir haben bereits mit einigen großen chinesischen Unternehmen zusammengearbeitet und sie kamen, um uns auf diese Messeausgabe noch einmal zu sehen, aber nahezu alle Besucher, die diesmal zu unserem Stand gekommen sind, waren neu für uns."
 
Tetsuo Tosaki, Manager, Tamurakoma & Co., Ltd, Japan
"Der Grund, warum wir hierher kommen, ist, dass es zu dieser Jahreszeit die größte Messe in Asien und die Marke Intertextile in Japan sehr bekannt ist. Wir haben an jedem Messetag fast 100 Kunden getroffen, darunter Hersteller, Markenhändler und Großhändler. Diese Show hilft uns, unsere Kunden besser kennenzulernen und unser Geschäft in China auszubauen. Der chinesische Markt entwickelt sich in den letzten Jahren rasant. Die Teilnahme an dieser Messe ist ein guter Start für uns und das Ergebnis übertrifft meine Erwartungen."
 
Herr Sunwei, Marketing Manager, Shanghai Yueda Xiangyun Home Textile Co., Ltd, China
"Zu unseren Besuchern zählen zu 80% Bestandskunden, die direkt vor Ort bestellt haben, die restlichen sind neue Kunden, die daran interessiert sind, unsere Franchisenehmer zu werden. Es ist überraschend, dass wir in nur zwei Messetagen so viele Bestellungen erhalten haben. Fast 90% unserer Kunden, die uns auf der Messe besuchten, haben Bestellungen aufgegeben, und wir haben mehr als 10 potenzielle Franchisenehmer getroffen. Dies ist wirklich eine ertragreiche Veranstal¬tung, die uns hilft, mit alten Kunden in Kontakt zu bleiben und neue Geschäfte aufzubauen."

Gao Qi, Bezirksleiter, Sunvim Co., Ltd, China
"In dieser Ausgabe präsentierten wir speziell für die Frühjahrssaison 2018 entworfene Frottier- und Bettwaren. Die Intertextile Shanghai ist eine der wichtigsten Plattformen für uns, um neue Produkte für das aktuelle Jahr auf den Markt zu bringen. Auf der einen Seite suchen viele Lieferanten und Markenkäufer in dieser Peak-Sourcing-Saison nach neuen Artikeln. Auf der anderen Seite werden viele hochwertige Einkäufer und Entscheidungsträger zur Messe eingeladen. Der Besucherfluss ist hoch, und wir können sowohl unsere Markenpopularität steigern als auch Bestellungen nach der Messe erhalten."
Qualitätslieferanten stellten Käufer mit einer breiten Palette von Beschaffungsbedürfnissen zufrieden. Während die Aussteller erfreut waren, neue Kunden zu treffen und Aufträge vor Ort zu erhalten, schätzten internationale und inländische Käufer auch die breite Palette von Produkten, die sie auf der Messe entdecken konnten.

Käufer Meinungen:

Anil Miglani, Präsident, SawHill Intl Ltd (Toronto), Kanada
"Diese Messe war immer zufriedenstellend, da wir jedes Mal einige interessante und potenzielle Lieferanten treffen können. Bisher haben wir zwei bis drei Aussteller gefunden, auf deren Zusammenarbeit wir uns freuen. Als chinesische Messe ist die Intertextile Shanghai sehr zu empfehlen, da die Aussteller, insbesondere die inländischen, von guter Qualität und offen gegenüber ausländischen Besuchern sind. Die Angebotspalette wird immer breiter und so komme ich jedes Jahr zu dieser Messe, um nach potenziellen chinesischen Lieferanten zu suchen."

Abdelkrim Boussehra, Yiwu Mingyu Import & Export Co., Ltd, Marokko
"Dies ist das erste Mal, dass ich an dieser Messe teilnehme. Ich kannte vorher keine der chinesischen Marken, aber ich denke, die Qualität ihrer Produkte ist wirklich gut. Ich habe zwei Maschinenlieferanten, TPET & Richpeace, getroffen und werde bei einem von ihnen Aufträge platzieren. Ich war auf mehreren Shows in China und denke, dass dies eine effektive Sourcing-Plattform ist, weil ich alles finden kann, was ich suche. "

Paul Chen, Geschäftsleiter, Jiangsu Yueda Hometex R & D Co., Ltd, China
"Im Vergleich zu den früheren Ausgaben gibt es mehr und mehr hochwertige und innovative Produkte. Große nationale Marken wie Mercury, Goldsun und Bermo sind alle hier und wir sind daran interessiert, mit ihnen zu arbeiten. Dies ist eine hervorragende Plattform, die uns das Sourcing mit diesen Ausstellern unter einem Dach ermöglicht."

Das Rahmenprogramm vermittelte den Messebesuchern Einblicke
Neben konkreten Geschäftsergebnissen bereicherte das Rahmenprogramm, zu dem auch das „Immaterielle Kulturerbe Areal“ und eine Reihe von Foren gehörten, die dreitägige Messe zusätzlich. Die Messebesucher waren fasziniert von der Präsentation einzigartiger und traditioneller Textilproduktions- und Verarbeitungstechniken von ethnischen chinesischen Minderheiten in der Heritage Zone. Während die Fachvorträge, die Themen wie den steigenden Konsum bis zu den neuesten Technologieanwendungen in den Fokus stellten, ein weiterer Erfolg waren, da sie den Branchenvertretern zusätzliche Möglichkeiten boten, Erkenntnisse zu teilen und die neuesten Entwicklungen kennen zu lernen.

Die nächste Intertextile Shanghai Home Textiles, die Herbstausgabe 2018, findet vom 27. bis 30. August am selben Ort statt. Intertextile Shanghai Home Textiles - Spring Edition wird organisiert von Messe Frankfurt (HK) Ltd; dem Sub-Council der chinesischen Textilindustrie, CCPIT; und der China Home Textile Association (CHTA).
   

EINZELHANDEL IN HONGKONG ERWARTET KRÄFTIGEN AUFSCHWUNG Foto: Pixabay
27.03.2018

EINZELHANDEL IN HONGKONG ERWARTET KRÄFTIGEN AUFSCHWUNG

  • Umsatzplus von 4 bis 6 Prozent für 2018 im Visier
  • Bevölkerung bevorzugt traditionelles Einkaufserlebnis

Hongkong (GTAI) - Die Lieblingsbeschäftigung der Hongkonger heißt Shoppen. Auch chinesische Touristen besuchen die Stadt vielfach nur um einzukaufen. Die Nachfrage insbesondere nach Schmuck, Uhren und Kosmetika brummt. Der Einzelhandelsumsatz der Sonderverwaltungsregion (SVR) soll 2018 auf rund 60 Milliarden US-Dollar (US$) steigen. Die statusbewussten Konsumenten bevorzugen italienische und französische Luxuswaren. Deutsche Anbieter können in bestimmten Sparten punkten.

  • Umsatzplus von 4 bis 6 Prozent für 2018 im Visier
  • Bevölkerung bevorzugt traditionelles Einkaufserlebnis

Hongkong (GTAI) - Die Lieblingsbeschäftigung der Hongkonger heißt Shoppen. Auch chinesische Touristen besuchen die Stadt vielfach nur um einzukaufen. Die Nachfrage insbesondere nach Schmuck, Uhren und Kosmetika brummt. Der Einzelhandelsumsatz der Sonderverwaltungsregion (SVR) soll 2018 auf rund 60 Milliarden US-Dollar (US$) steigen. Die statusbewussten Konsumenten bevorzugen italienische und französische Luxuswaren. Deutsche Anbieter können in bestimmten Sparten punkten.

Der Einzelhandelssektor der Sonderverwaltungsregion (SVR) Hongkong erlebte 2016 eines seiner schlechtesten Jahre der jüngsten Vergangenheit. Die Umsätze schrumpften nach Angaben des Statistikamtes um nominal 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auf der einen Seite zeigten sich die einheimischen Verbraucher angesichts einer eher flauen Konjunktur von der zugeknöpften Seite. Die privaten Konsumausgaben stiegen real um lediglich knapp 2 Prozent.
 
Auf der anderen Seite ging die Zahl der ausländischen Besucher zurück. Die Tourismusbehörde zählte 2016 nur noch rund 57 Millionen Ankünfte, das waren fast 5 Prozent weniger als 2015. Drei Viertel der Touristen kommen traditionell aus dem benachbarten chinesischen Festland und zeigen sich besonders ausgabefreudig. Doch 2016 schränkten sie ihre Einkäufe ein.

Einheimischer Konsum stieg im 3. Quartal 2017 um real fast 7 Prozent
Die zweite Jahreshälfte 2017 brachte allerdings den Umschwung. Die Gesamtkonjunktur der SVR belebte sich spürbar. Die Konsumausgaben legten im 3. Quartal um real nahezu 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Auch die Touristenzahlen stiegen wieder. Von Januar bis Dezember registrierten die Behörden einen Zuwachs von gut 3 Prozent.

Ausländische Besucherankünfte in Hongkong (in Mio.)
Jahr Besucher
2014 60,8
2015 59,3
2016 56,7
2017 58,5
2018 *) 60,0

*) Prognose
Quelle: Hong Kong Tourism Board

Der Einzelhandelsumsatz stieg 2017 in der Folge um gut 2 Prozent auf umgerechnet mehr als 57 Milliarden US$. Besonders zum Jahresende hin hatte sich das Geschäft sehr lebhaft entwickelt. Im 4. Quartal legten die Erlöse um fast 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zu. Das lässt die Konjunkturforscher für 2018 hoffen. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC etwa erwartet ein Marktwachstum von 4 bis 6 Prozent. Damit dürfte der Gesamtumsatz auf rund 60 Milliarden US$ steigen. Er läge damit in etwa auf dem Niveau von 2014, allerdings nur nominal betrachtet.

Einzelhandelsumsatz in Hongkong (in Mrd. US$; Veränderung im Vergleich zum Vorjahr in %)
Jahr Wert Veränd.
2015 60,9 -3,7
2016 56,0 -8,1
2017 57,2 2,2
2018 *) um 60,0 4,0 bis 6,0

*) Prognose
Quelle: 2014 bis 2017: Statistikamt Hongkong; 2018: PwC

Die einzelnen Sparten des Einzelhandelsgewerbes entwickelten sich 2017 ganz unterschiedlich. Die Nachfrage nach elektronischen Artikeln schwächelte. Dafür florierte das Geschäft mit Schmuck, Uhren und Kosmetika. Dabei handelt es sich um kleine und leichte Güter, die die chinesischen Touristen zumeist ohne Verzollung über die Grenze nehmen. Der ebenfalls lebhafte Umsatz bei Nahrungsmitteln und Getränken sowie Kraftfahrzeugen ist derweil vor allem auf die größere Ausgabenfreude einheimischer Verbraucher zurückzuführen.

Einzelhandelsumsatz 2017, nach Warengruppen
(in Mrd. US$; Veränderung im Vergleich zum Vorjahr in %)
Warengruppe Wert Veränd.
Schmuck und Uhren 9,6 3,4
Textilien 7,7 0,2
Medizin und Kosmetika 5,6 5,5
Nahrungsmittel und Getränke 5,4 3,2
Elektronische Artikel 3,1 -9,0
Kfz, einschließlich Teile 2,0 3,1
Möbel 0,9 2,2
Bücher und Schreibwaren 0,9 1,0

Quelle: Statistikamt Hongkong
 
Für deutsche Anbieter von Konsumgütern ist die ehemalige britische Kolonie ein nicht unattraktiver Markt. Die Bevölkerung ist mit 7,4 Millionen Einwohnern zwar recht klein, verfügt aber über ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf, das auf dem Niveau Deutschlands liegt. Da es so gut wie kein verarbeitendes Gewerbe gibt, müssen zudem fast sämtliche Waren importiert werden. Die chinesischen Touristen vergrößern das Nachfragevolumen noch einmal. 2017 kamen 45 Millionen Besucher aus der Volksrepublik nach Hongkong. Bei vielen handelte es sich um reine Tagesgäste, deren einziges Ziel das Shoppen ist.

Deutsche Konsumgüter sind - sowohl bei den inländischen Verbrauchern als auch bei den chinesischen Touristen - durchaus beliebt. Jedoch gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Sparten. Im Bereich Bekleidung, Lederwaren und Kosmetik dominieren im oberen Marktsegment eindeutig französische und italienische Marken. Bei Möbeln (insbesondere Küchen) oder Schreibwaren aber spielen deutsche Anbieter eine bedeutende Rolle. Auch erfreuen sich Körperpflege- und Nahrungsmittel "Made in Germany" einer großen Beliebtheit.

Große Ketten dominieren den Markt
Der Einzelhandelssektor befindet sich in vielen Sparten überwiegend in den Händen großer Konzerne. Im Nahrungsmittelbereich dominieren die Ketten Wellcome und ParknShop, im Drogeriebereich Watsons und Mannings sowie in der Elektroniksparte Fortress und Broadway. Der E-Commerce hat ihre dominante Stellung allerdings ein wenig untergraben können.
Jedoch präferiert die Bevölkerung nach wie vor das traditionelle Shoppingerlebnis. Der Einkauf übers Internet spielt für den Endkunden noch nicht die tragende Rolle wie in anderen Ländern der Erde. Wohl aber hat er das Geschäft im B2B-Bereich verändert. Restaurants und Hotels etwa kaufen inzwischen vielfach online ein.

Internetadressen
Bezeichnung Internetadresse Bemerkung
Census and Statistics Department http://www.censtatd.gov.hk/home/index.jsp (Startseite); http://www.censtatd.gov.hk/hkstat/sub/sp320.jsp?tableID=089&ID=0&productType=8
(Übersicht Einzelhandelsumsatz);
http://gia.info.gov.hk/general/201802/01/P2018020100410_277399_1_1517469181773.pdf
(Detaillierte Statistiken zum Einzelhandelsumsatz)
Statistikamt Hongkong
Hong Kong Tourism Board http://partnernet.hktb.com/filemanager/intranet/pm/VisitorArrivalStatistics/ViS_Stat_E/VisE_2017/Tourism%20Statistics%2012%202017.pdf
(Statistik Besucherankünfte)  
Tourismusbehörde Hongkong


   

 

Weitere Informationen:
Hong Kong Einzelhandel
Quelle:

Roland Rhode, Germany Trade & Invest www.gtai.de

DOWNPASS E.V. STELLT ERSTMALS IN CHINA AUS Traumpass e.V.
20.03.2018

DOWNPASS E.V. STELLT ERSTMALS IN CHINA AUS

  • Zero-Tolerance-Standard präsentiert sich auf der Intertextile Shanghai Home Textiles vom 14. bis 16. März
  • Erfolgreicher Auftritt gemeinsam mit drei Zertifizierungsorganisationen aus Deutschland, Japan und den USA/China
  • Großes Interesse chinesischer Produzenten an der einzigartigen Kombination aus Tierschutz und Qualitätskontrolle

„Wir sind auf viele engagierte Unternehmen - primär aus China – getroffen, die sich sehr für Rückverfolgbarkeit und ethisch korrektes Sourcing von Daunen und Federn interessieren. Das Potential, das der Downpass als Rückverfolgbarkeitsstandard in Verbindung mit einer kontinuierlichen Qualitätsüberwachung bietet, wurde klar erkannt und überzeugte nicht nur für exportorientierte Einsatzzwecke, sondern auch für den chinesischen Binnenmarkt“, so Frau Dr. Juliane Hedderich, die als Geschäftsführerin des Downpass e.V. den Messeauftritt verantwortete.

  • Zero-Tolerance-Standard präsentiert sich auf der Intertextile Shanghai Home Textiles vom 14. bis 16. März
  • Erfolgreicher Auftritt gemeinsam mit drei Zertifizierungsorganisationen aus Deutschland, Japan und den USA/China
  • Großes Interesse chinesischer Produzenten an der einzigartigen Kombination aus Tierschutz und Qualitätskontrolle

„Wir sind auf viele engagierte Unternehmen - primär aus China – getroffen, die sich sehr für Rückverfolgbarkeit und ethisch korrektes Sourcing von Daunen und Federn interessieren. Das Potential, das der Downpass als Rückverfolgbarkeitsstandard in Verbindung mit einer kontinuierlichen Qualitätsüberwachung bietet, wurde klar erkannt und überzeugte nicht nur für exportorientierte Einsatzzwecke, sondern auch für den chinesischen Binnenmarkt“, so Frau Dr. Juliane Hedderich, die als Geschäftsführerin des Downpass e.V. den Messeauftritt verantwortete.
„Das Follow-up nach der Messe wird entscheidend sein, um das Interesse der chinesischen Unternehmen in konkrete Mitgliedschaften umzusetzen.“

Auf einem großen Stand im Eingangsbereich der Halle 4.2 (HOME) – in bewusst puristisch gehaltenem Design - berieten neben den Repräsentanten des Verbandes wechselnde Teams der Zertifizierungsorganisationen WESSLING, QTEC und IDFL die Besucher. Diese unabhängigen Prüfinstitute und Auditierungsorganisationen sind direkter Ansprechpartner der Unternehmen für Audits und die Produktüberwachung. Der Hauptandrang konzentrierte sich messeüblich auf den Nachmittag des ersten und den zweiten Veranstaltungstag.

Die Märkte fordern immer mehr Materialien, die dem Handelspartner und damit dem Verbraucher eine größtmögliche Sicherheit in Sachen Ethik und Nachhaltigkeit bei hoher Produktqualität gewährleisten. Von unabhängigen Prüfinstituten zertifizierte Produkte gewinnen an Bedeutung und setzen die Standards im Verkauf.

Frau Anna Elisa Weßling, Legal Representative der Tochterniederlassung WESSLING Consulting (Shanghai) Ltd. und Repräsentantin der deutschen WESSLING Gruppe auf der Messe, freute sich über den direkten Kundenkontakt: „Unsere Präsenz als Beratungs-, Analytik- und Prüfunternehmen auf der Intertextile Home hat uns im Gespräch mit den Besuchern ermöglicht, einen Beitrag zur Erhöhung der Transparenz im chinesischen Markt zu leisten, so dass Handel und Verbraucher entsprechend höchster Anforderungen über Produktqualität und -herkunft von federn- und daunengefüllten Bettwaren informiert werden.“
Als deutsches Familienunternehmen steht die WESSLING Gruppe seit 35 Jahren für die kontinuierliche Verbesserung der Qualität und Sicherheit von Produkten und Prozessen und wird für seine Tochtergesellschaft in Shanghai in naher Zukunft neue erweiterte Räumlichkeiten beziehen, um mit einem vergrößerten Team den wachsenden Prüfanfragen in Asien gerecht zu werden.
„Wir erwarten in unserem Analytik- und Beratungsbereich Daunen und Federn ein stetiges Wachstum – insbesondere, da unsere internationalen Kunden den Downpass als klaren Benefit zur Kundengewinnung im In- und Ausland bewerten. Dabei spielen wir als unabhängiges Prüfinstitut eine nicht zu unterschätzende Rolle, um das Vertrauen in die Marke Downpass zu untermauern“, betonte Frau Weßling.

Das japanische Institut QTEC attestierte dem Downpass ebenfalls ein hohes Besucherinteresse und hob wie seine Kollegen die Bedeutung der Unabhängigkeit eines Instituts hervor: „Unsere Kenntnisse des japanischen Marktes in Verbindung mit unsere Prüfexpertise qualifizieren uns als Top-Ansprechpartner für Produzenten daunen- und federngefüllter Produkte aus dem Bekleidungs- wie dem Bettwarenbereich zur Absicherung einer ethisch korrekten Supplychain“, so der Geschäftsführer des Shanghai QTEC Testing Laboratory, Hiroyuki Nakamoto, der die drei chinesischen Standorte des Unternehmens – u.a. Shanghai und Wuxi – auf der Heimtextilienmesse erfolgreich präsentierte. Für den Downpass erwartet das Institut insbesondere an den chinesischen Standorten ein stetig wachsendes Aufkommen an Prüfanfragen.

Ein großes zweisprachiges englisch-chinesisches Sales-Team von IDFL China mit Sitz in Hangzhou stand bei allen Fragen rund um Audits und Testverfahren auf der Messe in Shanghai mit vielfältiger Fachexpertise zur Verfügung: Gemeinsam mit seinem Kooperationspartner, dem chinesischen nationalen Daunen- und Federnlabor CIQ Xiaoshan, hält IDFL Kapazitäten für eine breite Palette unterschiedlicher Test- und Auditangebote vor.

IDFL Global Audit Manager Bryan Mortensen betonte, der Downpass habe sich zu einem weltweit und auch besonders in China anerkannten Standard und damit Siegel entwickelt. Der gemeinsame Auftritt mit anderen Zertifizierungsorganisationen habe die Chance geboten, die Fragen chinesischer Unternehmen entlang der Lieferkette vom Großhandel bis hin zu Bekleidungs- und Heimtextilmarken und Handelspartnern zu beantworten.
„Mit der aktuellen Version des Downpass 2017 beobachten wir eine starke Nachfrage nach dem Standard und seinem Siegel. IDFL hat weltweit bereits 2017 viele Audits durchgeführt, täglich erreichen uns neue Anfragen. Insgesamt erwarten wir für den Downpass in der Daunen- und Federnindustrie eine erfolgreiche Zukunft“, so Mortensen. IDFL, das 2018 sein 40-jähriges Jubiläum in der Branche feiert, auditiert seit nunmehr 10 Jahren im Bereich Daunen und Federn, aktuell unterzieht sich das Unternehmen selbst Zertifizierungen entsprechend der ISO/EN 17065 sowie der 19011.

In einem ersten Resümee zog das erweiterte Downpass-Messeteam Bilanz über eine gelungene Messepremiere. „Unser Ziel ist es, weltweit den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen zu fördern und die Transparenz in der Lieferkette zu erhöhen.“, so Frau Dr. Juliane Hedderich. „Tierschutz in Verbindung mit gesicherter Produktqualität zeichnen uns aus. Darüber gemeinsam zu informieren und neue Mitstreiter zu finden – diese Aufgabe haben wir in Shanghai gut gemeistert.“

 

Über den Zero-Tolerance-Standard DOWNPASS 2017
Nach dem Downpass 2017 zertifizierte Produkte mit Füllungen aus Daunen und Federn schließen Ware aus Lebendrupf ebenso aus wie aus der Stopfleberproduktion. Die Aufzucht der Tiere wird kontrolliert und die Überwachung kann bis auf die Muttertierfarmen ausgedehnt werden.
Dafür werden Farmen, Rohwarenhändler und Produzenten in Audits geprüft und überwacht.
Fertig konfektionierte Produkte werden am Point of Sale durch Mystery Shopping aufgekauft und anschließend einer Qualitätskontrolle in unabhängigen Prüflaboren unterzogen.
Nach dem DOWNPASS 2017 waren bis zum Januar 2018 503 Mio. Tiere auditiert worden.
Gelabelte Produkte sind in Nordamerika, Europa und Asien erhältlich.

13.03.2018

UMBAU DER BEKLEIDUNGSINDUSTRIE IN BANGLADESCH NOCH NICHT ABGESCHLOSSEN

  • Exporte wachsen langsame
  • Industrie benötigt neue Konzepte     

Dhaka (GTAI) - Die Bekleidungsindustrie ist der wichtigste Wirtschaftszweig in Bangladesch. Der Zustand der Betriebe hat sich seit 2013 - als ein Gebäude mit mehreren Fabriken einstürzte - verbessert. In- und ausländische Firmen haben in neue Prozesse investiert. Regierung und Verbände wollen die Sicherheit weiter erhöhen. Die Ausfuhren wachsen langsamer. Der internationale Wettbewerb zwingt die Unternehmen, nicht nur nachhaltiger, sondern auch effizienter und innovativer zu produzieren. (Kontaktadressen). Am 24. April 2013 stürzte nördlich der bangladeschischen Hauptstadt Dhaka das Rana Plaza-Gebäude ein, in dem fünf Bekleidungsfabriken untergebracht waren. Die Katastrophe forderte 1.138 Menschenleben und noch mehr Verletzte. Das Unglück schnitt tief in den größten Industriesektor des Landes ein.

  • Exporte wachsen langsame
  • Industrie benötigt neue Konzepte     

Dhaka (GTAI) - Die Bekleidungsindustrie ist der wichtigste Wirtschaftszweig in Bangladesch. Der Zustand der Betriebe hat sich seit 2013 - als ein Gebäude mit mehreren Fabriken einstürzte - verbessert. In- und ausländische Firmen haben in neue Prozesse investiert. Regierung und Verbände wollen die Sicherheit weiter erhöhen. Die Ausfuhren wachsen langsamer. Der internationale Wettbewerb zwingt die Unternehmen, nicht nur nachhaltiger, sondern auch effizienter und innovativer zu produzieren. (Kontaktadressen). Am 24. April 2013 stürzte nördlich der bangladeschischen Hauptstadt Dhaka das Rana Plaza-Gebäude ein, in dem fünf Bekleidungsfabriken untergebracht waren. Die Katastrophe forderte 1.138 Menschenleben und noch mehr Verletzte. Das Unglück schnitt tief in den größten Industriesektor des Landes ein. Die massiven Probleme beim Gebäude- und Arbeitsschutz sowie Verstöße gegen Arbeitnehmerrechte wurden mit einem Schlag auch international offen sichtbar und danach mit Nachdruck angegangen.
 
Ausländische Unternehmen haben in den vergangenen Jahren kräftig in die Textil- und Bekleidungsbranche investiert, im Jahr nach dem Unglück wurde ein Rekordwert erzielt. Der Bestand an ausländischen Direktinvestitionen (FDI, Foreign Direct Investment) in der Textil- und Bekleidungsindustrie betrug nach Angaben der Zentralbank im Juni 2017 beachtliche 2,6 Milliarden US-Dollar (US$). Firmen aus Südkorea haben sich mit 766 Millionen US$ am stärksten engagiert, gefolgt von Investoren aus Hongkong mit 448 Millionen US$ und Großbritannien mit 243 Millionen US$.

Finanzjahr *)

FDI-Zuflüsse in die bangladeschische Textil- und Bekleidungsindustrie (in Mio. US$)
Finanzjahr *) 2011/12 2012/13 2013/14 2014/15 2015/16 2016/17
FDI-Zuflüsse netto 241 412 446 352 396 360

      *) Finanzjahr vom 1. Juli bis 30. Juni

Mehrere erfolgreiche Programme für mehr Sicherheit
Regierung und internationale Organisationen reagierten mit vielen Maßnahmen und Initiativen auf Rana Plaza. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) startete Programme zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Einkäufer und Branchenvertreter suchten nach Lösungen.

Internationale Händler, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen unterzeichneten schließlich noch 2013 ein verbindliches Abkommen für mehr Feuer- und Gebäudeschutz (Accord on Fire and Building Safety). Mitarbeiter von Accord haben seitdem über 1.600 Textil- und Bekleidungsfabriken überprüft. Rund 86 Prozent der festgestellten Mängel wurden gemäß einem Zwischenbericht vom Januar 2018 beseitigt. Accord läuft im November 2018 nach fünf Jahren aus. Einige Teilnehmer des Bündnisses haben eine Verlängerung des Programms von drei Jahren vereinbart.

Hauptsächlich nordamerikanische Importeure haben 2013 das Programm Alliance (Alliance for Bangladesh Worker Safety) initiiert. Das Bündnis hat seitdem 666 Fabriken überprüft, die mit Stand Februar 2018 circa 87 Prozent der Mängel behoben haben. Das Programm läuft ebenfalls nach fünf Jahren im Mai 2018 aus.     

Arbeitskräfte fordern mehr Rechte und höhere Löhne
Die Regierung ermöglichte nach dem Rana Plaza-Unglück eine etwas einfachere Gründung von und Engagement in Gewerkschaften. Die ungefähr 4 Millionen Arbeiter in der Textil- und Bekleidungsindustrie sind nach Meinung von Beobachtern aber weiterhin kaum formal organsiert und haben mehrfach für höhere Löhne gestreikt.

Eine Regierungskommission hatte zuletzt 2013 den monatlichen Mindestlohn in der Bekleidungsindustrie von 3.000 auf 5.300 Taka erhöht. Dieser Betrag entspricht aktuell lediglich 52 Euro (1 Euro = 102,13 Taka; Wechselkurs vom 5. März 2018). Gewerkschaften forderten Anfang 2018 eine Verdreifachung des Mindestlohns, denn ungelernte Arbeiter erhalten bei ihrer Erstanstellung durchaus diesen Niedriglohn, der kaum zum Leben reicht. Ihre Entlohnung wächst erst anschließend mit den Fähigkeiten und Erfahrungen.

Mitarbeiter wechseln häufig den Job. Die Fluktuation soll nach Angaben von Beobachtern im Durchschnitt bei 5 bis 7 Prozent je Monat liegen. Faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen würden auch diese Problematik in den betroffenen Betrieben positiv beeinflussen.

Bangladesch ist nach China der zweitgrößte Exporteur von Bekleidung
Die weltweit aktiven Bekleidungshändler kaufen in Bangladesch in großem Stil ein. Einige unterhalten dort Büros mit Hunderten Beschäftigten. Als größere Auftraggeber werden unter anderem Inditex (Spanien), H&M (Schweden), C&A sowie Tchibo (Deutschland) genannt.

Die Bekleidungsexporte stagnierten allerdings im Finanzjahr 2016/17. Ein Grund für die Wachstumsschwäche war der erstarkte Wechselkurs. Die nationale Währung Taka hatte gegenüber dem US-Dollar aufgewertet, Ausfuhren wurden damit teurer und weniger wettbewerbsfähig.

Die Regierung visiert für 2017/18 ein Exportwachstum von 8,1 Prozent auf 30,2 Milliarden US$ an. Die Branche ist tatsächlich auf Kurs und erreichte in der zweiten Jahreshälfte 2017 ein Plus von 7,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Wichtigste Abnehmer sind die USA und Deutschland.    

Bangladeschs Exporte
von Bekleidung (in Mio. US$)
2014/15 *) 2015/16 *) 2016/17 *)
Insgesamt              25.491 28.094   28.150
Darunter            
.Webwaren                13.065 14.739 14.393
.Strickwaren         12.427  13.355 13.757
Nach Abnehmern            
.USA            5.288 5.625 5.204
.Deutschland     4.339 4.653 5.135
.Großbritannien     2.904  3.524 3.307
.Spanien          1.626 1.864 1.879
.Frankreich     1.618 1.714 1.765
.Italien         1.243 1.278  1.349
.Kanada             929 998 946
.Niederlande     627  660 814
.Belgien     772 835 753
.Japan            653 774  744
Polen          548  616 720


*) Finanzjahr vom 1. Juli bis 30. Juni
Quellen: Export Promotion Bureau, Bangladesh Garment Manufacturers and Exporters Association

Exporte aus dem Schwellenland genießen in vielen entwickelten Ländern Zollfreiheit. Die Europäische Union gewährt einen zoll- und quotenfreien Zugang. Australien und Japan bewilligen Präferenzzugänge nach dem Generalized Scheme of Preferences (GSP). Die USA haben jedoch 2013 den GSP-Status aufgehoben und erheben auf Einfuhren aus Bangladesch Zölle und Abgaben.    
Unternehmen wollen wachsen und effizienter werden.

Die Vereinigung der Bekleidungsexportfirmen BGMEA schätzt, dass über 3.000 Bekleidungsfabriken ausschließlich für internationale Kunden arbeiten. Weitere 800 bis 1.000 Betriebe nähen wiederum nur für lokale Händler, die Bekleidung an die 160 Millionen Einwohner des Landes verkaufen.

Es liegen keine Daten über Betriebsgrößen oder die umsatzstärksten Unternehmen vor. Bekleidungsfirmen sind meist als private Gesellschaften registriert und veröffentlichen keine Geschäftszahlen. Die größeren gehören zu heimischen Mischkonzernen, die in unterschiedlichen Wirtschaftszweigen tätig sind. Die Betriebe investieren in modernere Fertigungsanlagen, um größere Aufträge schneller und zu kleineren Stückkosten abzuarbeiten.

Die Importe an Maschinen und Geräten für die Textil- und Bekleidungsindustrie beliefen sich 2015 auf 1,4 Milliarden US$. Die BGMEA meint, dass die Bekleidungsindustrie seitdem ihre Ausrüstungseinkäufe weiter erhöht habe.

Die Wertschöpfung entlang der lokalen Textilkette sei ausbaufähig. Einfache Stoffe und Materialien werden lokal produziert. Die Fertigungskapazitäten für Gewebe reichen allerdings nicht aus und müssten erweitert werden. Die Bekleidungsindustrie stellt zudem auf hochwertigere Waren aus Kunstfasern um. Produzenten hoffen auf höhere Margen, wenn sie zum Beispiel Kleidung aus elastischen Fasern oder Funktionskleidung aus Mischfasern herstellen.

Viele Vorprodukte werden aus China und Südkorea importiert. Die Einfuhr ist jedoch aufgrund der begrenzten Umschlagfähigkeiten der See- und Flughäfen schwierig. Die Logistikkosten sind hoch. Der Bekleidungssektor muss also noch einige Herausforderungen bewältigen.

Bezeichnung Internetadresse Anmerkung

 Bangladesh Garment Manufacturers and Exporters Association

http://www.bgmea.com.bd
Vereinigung der Bekleidungsexportfirmen
Vereinigung der Bekleidungsexportfirmen  
Bangladesh Textile Mills Association http://www.btmadhaka.com Verband der Textilhersteller
Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh   http://bangladeshaccord.org   Rechtlich verbindliche Vereinbarung zur Verbesserung der Bedingungen in der Bekleidungsindustrie
Alliance for Bangladesh Worker Safety  http://www.bangladeshworkersafety.org Rechtlich verbindliche Vereinbarung zur Verbesserung der Bedingungen in der Bekleidungsindustrie

 

 

 

Quelle:

Thomas Hundt, Germany Trade & Invest www.gtai.de

06.03.2018

POLEN KAUFEN MEHR ARTIKEL FÜR IHREN NACHWUCHS

  • Kindergeld füllt Haushaltskassen
  • Die Hälfte der Ausgaben entfällt auf Bekleidung

Die Nachfrage nach Kinderbedarf soll in Polen mittelfristig um jährlich 4 bis 5% zunehmen. Das 2016 eingeführte Kindergeld und die gute Konjunktur lassen die Ausgaben für den Nachwuchs steigen. Den größten Anteil hat daran Bekleidung einschließlich Schuhe. Es besteht eine beträchtliche Inlandsproduktion auch an Hygiene- und Pflegeartikeln sowie Nahrungsmitteln. Es wird zunehmend Wert auf ökologische Produkte gelegt, was auch deutschen Anbietern Zulieferchancen eröffnet.

  • Kindergeld füllt Haushaltskassen
  • Die Hälfte der Ausgaben entfällt auf Bekleidung

Die Nachfrage nach Kinderbedarf soll in Polen mittelfristig um jährlich 4 bis 5% zunehmen. Das 2016 eingeführte Kindergeld und die gute Konjunktur lassen die Ausgaben für den Nachwuchs steigen. Den größten Anteil hat daran Bekleidung einschließlich Schuhe. Es besteht eine beträchtliche Inlandsproduktion auch an Hygiene- und Pflegeartikeln sowie Nahrungsmitteln. Es wird zunehmend Wert auf ökologische Produkte gelegt, was auch deutschen Anbietern Zulieferchancen eröffnet.

Die Nachfrage allein nach den grundlegenden Kinderartikeln wie Bekleidung, Spielzeug, Körperpflege- und Nahrungsmitteln soll in Polen mittelfristig um 4 bis 5% jährlich zunehmen. Damit beschleunigt sich das Wachstum gegenüber der Zeitspanne 2011 bis 2015, wie die Marktforschungsfirma PMR (http://www.pmrpublications.com) in ihrer Marktanalyse über Kinderprodukte 2015 und Prognose 2015 bis 2020 erwartet. Im Jahr 2015 wurden solche Artikel für 9,4 Mrd. Zloty (Zl; rund 2,2 Mrd. Eu-ro; 1 Euro = 4,1841 Zl; Durchschnittskurs 2015) verkauft gegenüber einem Wert von 8,5 Mrd. Zl 2011.
 
Die wirtschaftliche Belebung und sinkende Arbeitslosigkeit erhöhen die allgemeine Konsumneigung. Diese wird zusätzlich durch das seit Frühjahr 2016 gezahlte Kindergeld stimuliert, wodurch den privaten Haushalten über 20 Mrd. Zl jährlich zufließen; 2017 allein rund 23 Mrd. Zl.
So stieg nach Jahren des Rückgangs 2016 die Anzahl der Geburten wieder. In Polen kamen 382.500 Babys zur Welt; das waren rund 13.000 mehr als 2015. Dennoch liegt die Geburtenrate, also die Anzahl der Geburten pro Frau im Alter von 15 bis 49 Jahren, nur etwas über 1,3 Kinder je Frau. Eine ausreichende Quote zum Beibehalten der Bevölkerungszahl wurde zuletzt 1991 festgestellt.

Geburtenrate in Polen (Anzahl der Geburten pro Frau im Alter von 15 bis 49)

1999 2010 2011 2012 2013 2014 2015
2,07 1,41 1,33 1,33 1,29 1,32 1,32

Quelle: Eurostat

Bis Ende Februar 2017 wurden über 3,82 Mio. Kinder bis 18 Jahre von dem Kindergeldprogramm erfasst, die monatlich 500 Zl erhalten. Somit flossen über 2,57 Mio. Familien bis zu diesem Zeitpunkt insgesamt fast 21 Mrd. Zl an staatlichen Mitteln zu. Landesweit profitieren 55% aller Kinder bis 18 Jahre von dem Pro-gramm. Auf dem Lande erreicht dieser Prozentsatz sogar 63%, in Städten dagegen nur 49%. Einzelkinder gut situierter Familien werden nicht berücksichtigt.    

Größtes Nachfragepotenzial in Masowien    
Die meisten begünstigten Kinder leben in der Hauptstadtregion, der Woiwodschaft Mazowieckie (Masowien, fast 554.000), gefolgt von Slaskie (Oberschlesien, 383.800) und Wielkopolskie (Großpolen, 379.600). In Pomorskie (Pommern) wurden im Jahr 2016 25.860 Kinder geboren, so dass pro 1.000 Einwohner 11,2 Babys zur Welt kamen. Das war der höchste Anteil landesweit dicht gefolgt von Mazowieckie (11,1) und Wielkopolskie (11,0).
Die Ausgaben für den Nachwuchs richten sich jedoch nicht nur nach der Anzahl der Kinder, sondern die einzelnen Kinder werden stärker beschenkt oder erhalten zusätzliche beziehungsweise hochwertigere Bekleidung und anderes. Natürliche und ökologische Produkte haben einen hohen Stellenwert, wovon auch deutsche Anbieter profitieren können.
Neben Namens- und Geburtstagen, Weihnachten und Ostern ist der Tag des Kindes, der 1. Juni ei-nes jeden Jahres, ein wichtiger Anlass für Geschenke.
Laut einer Umfrage des Preisvergleichsportals Ceneo (http://www.ceneo.pl) planten 35,0% der Befragten Ausgaben zum 1.6.17 von 101 bis 300 Zl und 31,4% von 51 bis 100 Zl.
Die Übrigen sahen in etwa je zur Hälfte höhere bzw. geringere Aufwendungen vor.

Die jährlichen Verkäufe von Spielzeug veranschlagen Branchenkenner auf etwa 1 Mrd. Zl. Die stärkste Position haben hier internationale Konzerne wie Lego, Hasbro und Mattel. Aber auch inländische Hersteller wie Cobi S.A. (http://www.cobi.pl) und Trefl S.A. (http://www.trefl.com) profitieren von der wachsenden Nachfrage.
Cobi produziert Bauklötze und importiert sowie vertreibt ein breites Sortiment von anderem Spielzeug. Die vorherrschenden Produkte von Trefl sind Brettspiele und Puzzles, die auch in starkem Maße exportiert werden. Erfolgreich auf dem Markt platzieren konnte Anna Skorzynska ihre Plüschtiere, die Einschlafgeräusche von sich geben (http://szumisie.pl). Weitere Hersteller sind Wader (http://www.wader-zabawki.pl), Hemar (http://hemar.com.pl) und St. Majewski (http://www.st-majewski.pl).

Körperpflegemittel aus inländischer Produktion
Körperpflegemittel und Hygienebedarf für Babys und Kinder werden überwiegend im Inland hergestellt. Bei Windeln hat das Private Label der führenden Discountmarktkette Biedronka (http://www.biedronka.pl) "Dada" eine starke Stellung, seit 2014 hält es nach eigenen Angaben sogar die Spitzenposition. Eine Untersuchung der Einzelhandelsketten durch die Marktforschungsfirma Nielsen hatte ergeben, dass der Marktanteil von Dada-Windeln von Januar bis Dezember 2016 mengenmäßig bei 51% lag, wie das Pressebüro von Biedronka mitteilte.
Die Firma Harper Hygienics S.A. (http://www.harperhygienics.pl) stellt in Polen außerdem Papiertaschentücher der Marke "Dada" her. Ihr neuer strategischer Investor ist die lettische Firma für Kos-metik und Hygienebedarf iCotton. Procter & Gamble produziert in einer eigenen Fabrik in Warschau Einwegwindeln seiner Marke "Pampers". Diese werden laut Angaben des Konzerns täglich von über 3 Mio. Kindern in über 40 Ländern verwendet.
Windeln, Hygiene- und Pflegeprodukte für Babys und Kinder stellt auch TZMO aus Torun (Thorn, http://www.tzmo-global.com) her, darunter die Windelmarken "Bella Baby" und "Happy". Unter solchen Produkten entfällt laut PMR ein Marktanteil von etwa 60% auf Windeln sowie von je 20% auf feuchte Tüchlein und Körperpflegeartikel.

Verkäufe von Hygiene- und Pflegeprodukten für Babys und Kinder in Polen (in Mio. Zl)

2013 2014 2015 2016
1.493,6 1.540,9 1.488,4 1.520,0

Quelle: PMR

Klarer Marktführer bei Pflegeprodukten ist Nivea Polska mit einer großen Fabrik in Poznan (Posen). Die beiden Marken des Beiersdorf-Konzerns "Bambino" und "Nivea Baby" decken etwa ein Fünftel der Nachfrage ab. Ebenfalls in Polen produziert die Global Cosmed S.A. (http://www.globalcosmed.pl) das Kindershampoo und -schaumbad "Pinio" und Körperpflegeprodukte für Babys und Kleinkinder der Marke "Bobini".
Diese Produkte sind in der größten Drogeriemarktkette in Polen, Rossmann, zu finden wie auch de-ren Private Labels "Babydream" und "Isana Kids", die teilweise im Inland und teilweise in anderen EU-Ländern hergestellt werden. Letzteres gilt auch für andere Kindermarken und solche herstellende Konzerne wie Pampers, Dove und Baby Dove, Bambino (http://bambino.pl, Hautpflegeprodukte für Kinder), Nestle, Nutrica und andere.
 
Robuste Öko-Mode im Kommen
Bei Kinderbekleidung nimmt die Bedeutung von im Inland genähten Artikeln zu. Beliebt sind Marken wie "Ekoubranka" (http://www.ekoubranka.pl, haltbare und ökologische Bekleidung) und "Pampicio" (http://www.pampicio.pl) aus Sieradz. Während solche kleineren Marken hauptsächlich im Onlinehandel vertrieben werden, werden große wie "5-10-15" (http://www.51015kids.eu) der Komex S.A. auch in einer eigenen Kette von über 220 herkömmlichen Geschäften angeboten.

Weitere Handelsketten für Kinderbekleidung sind Coccodrillo (http://www.coccodrillo.eu) mit 187 Läden und Wojcik Fashion (https://wojcikfashion.com). Auch die große Handelskette für Kinderpro-dukte Smyk (Bengel, http://www.smyk.com) führt Bekleidung, darunter ihre Eigenmarken "Cool Club" und "Smiki". Bekleidung und Schuhe haben den größten Anteil an den Ausgaben für Kinder, die sich 2016 laut PMR auf fast 5 Mrd. Zl summierten, darunter Bekleidung schätzungsweise 3,517 Mrd. Zl und Schuhe 1,419 Mrd. Zl.

Die Verkäufe von Nahrungsmitteln für Babys und Kinder veranschlagt PMR auf rund 1 Mrd. Zl jähr-lich. Hier erwartet die Marktforschungsfirma künftig höhere Steigerungen als bei Nahrungsmitteln insgesamt. Führend sind hier der französische Konzern Danone und der schweizerische Nestle-Konzern. Die zu Danone gehörende Gesellschaft Nutricia Zaklady Produkcyjne (http://www.nutricia.com.pl) hat große Fabriken in Opole (Oppeln) und Krotoszyn.
Nestle produziert in Kalisz (Kalisch) und Rzeszow Produkte unter anderem der Marken "Nestle Nutrition" und "Gerber". Zu den bedeutenden inländischen Herstellern zählen Geo-Poland (https://geo-poland.com/pl), Helpa (http://www.helpa.pl), Maspex (https://maspex.com, Säfte und ähnliche), Wosana (http://www.wosana.pl, Fruchtsäfte) und Dary Natury (http://www.darynatury.pl, Tee).

 

Weitere Informationen:
Kindergeld Kinderbedarf Polen
Quelle:

Beatrice Repetzki, Germany Trade & Invest

Schlussbericht Ambiente Foto: Messe Frankfurt GmbH/Pietro Sutera
27.02.2018

Rekord auf der Besucherseite

  • Einkäufer aus 168 Ländern machen die Ambiente 2018 zur internationalsten aller Zeiten

Mit bester Stimmung geht nach fünf energiegeladenen Tagen die Weltleitmesse der Konsumgüterindustrie heute zu Ende. Fachbesucher aus mehr Ländern als je zuvor vernetzten sich, orderten für ihre Geschäfte die neuesten Produkte aus der ganzen Welt und holten sich Impulse für eine digitale Zukunft.

  • Einkäufer aus 168 Ländern machen die Ambiente 2018 zur internationalsten aller Zeiten

Mit bester Stimmung geht nach fünf energiegeladenen Tagen die Weltleitmesse der Konsumgüterindustrie heute zu Ende. Fachbesucher aus mehr Ländern als je zuvor vernetzten sich, orderten für ihre Geschäfte die neuesten Produkte aus der ganzen Welt und holten sich Impulse für eine digitale Zukunft.

Auf einer Fläche von 308.000 Bruttoquadratmetern [1] präsentierten 4.441 Aussteller aus 89 Ländern [2] die Trends des kommenden Geschäftsjahres. 81 Prozent [3] aller Aussteller kamen aus dem Ausland und machten die Ambiente zur internationalsten Konsumgütermesse aller Zeiten. Internationale Topentscheider aller Handelsformen waren um sechs Prozent stärker vertreten als vor einem Jahr und stellen damit erstmals 60 Prozent der Besucher. Das sorgte für gute Exportgeschäfte und beste Stimmung in den Hallen. Insgesamt 134.600 Einkäufer aus 168 Ländern [4] besuchten die Ambiente in Frankfurt am Main. Bedingt durch zum einen den Veränderungen in der deutschen Handelslandschaft als auch zum anderen der Parallelität mit Karneval und der Überlappung mit der Feriensaison in den südlichen Bundesländern, die sich aus dem internationalen Messekalender ergab, kamen erwartungsgemäß weniger Besucher aus Deutschland nach Frankfurt.

„Konsum ist in! Auf der Ambiente ist die ganze Welt zu Gast. Hier werden im Februar für die internationale Konsumgüterindustrie die Weichen für das ganze Jahr gestellt. Das belegen eindrucksvoll das Orderverhalten und die Qualität der deutschen und internationalen Einkäufer“, so Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt GmbH. Auch Thomas Grothkopp, Hauptgeschäftsführer Handelsverband Wohnen und Büro e.V. (HWB) zieht ein positives Resümee: „Die Messe Ambiente hat wieder gezeigt: Der persönliche Kontakt mit bekannten und neuen Lieferanten und ihren Neuheiten ist durch nichts zu ersetzen. Die Messe in Frankfurt hat die Erwartungen des Fachhandels voll erfüllt!“

Die Top-Ten-Besuchernationen nach Deutschland waren Italien, China, Frankreich, USA, Großbritannien, Niederlande, Spanien, Türkei, Korea und die Schweiz. Bei den Besuchern blieben die Zufriedenheitswerte mit 96 Prozent stabil auf höchstem Niveau. Überproportionale Besucherzuwächse gab es aus China und Korea, Russland, den nordafrikanischen Ländern, Südafrika und ganz Südamerika, der Türkei sowie dem Libanon und Zypern.

Ausstellerstimmen

Trotz leicht geringerer Besucherzahlen stimmten auf der Ambiente Besucherqualität und -frequenz. Darin waren sich die Aussteller der Messe einig.

Dining

Birgit Dubberke, Bereichsleiterin Marketing, BHS Tabletop:

„Die Ambiente ist für uns hinsichtlich ihrer Internationalität immer wieder beeindruckend. Nicht nur bezogen auf die Aussteller, auch in Hinblick auf die Besucher. Sie ist der Treffpunkt der Branche. Hier erhält man wertvolle Kontakte zu Ländern, in die man sonst nicht kommen würde. In meinen Augen ist der HoReCa-Markt im Aufwind. Die Gäste sind andere, sie möchten sich emotionaler und als Privatmenschen angesprochen fühlen und das spiegelt sich in den Restaurants und Hotels sowie in den Speisen. Und das zeigt sich auch auf der Ambiente. Die Nachfrage ist da.“

Maren Lehmann, Director Internal Sales, Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen:
„Die Ambiente 2018 lief sehr gut für uns, wir haben unsere Ziele erreichen können und deshalb sind wir zufrieden. Meissen hat sich neu aufgestellt, wir wollten zeigen, dass wir viel mehr können als nur Tradition, und das ist uns geglückt. Die Messe hat dafür eine sehr gute Bühne geboten. Auch die Organisation war super.“

Living

Alexander Haas, Vertriebsleiter, Scholtissek:

„Ob Architekten, Hotellerie oder Gastro – auf die Ambiente kommen die B2B-Besucher, die wir ansprechen möchten. Auch in diesem Jahr lief Contract Business wieder prima: Sowohl die Besucherqualität als auch die Frequenz hat gestimmt. Wir haben unsere Umsatzziele erreicht und sind zufrieden.“

Michael Rossmann, Geschäftsführer, PAD Home:
„Die Ambiente bietet ein internationales Publikum und einen sehr guten Standort. Wir bieten gute Stimmung auf dem Stand, schöne Produkte und engagierte Mitarbeiter. Deshalb lief es bei uns auf der Ambiente 2018 hervorragend. Was die Internationalität der Messe betrifft, war sie in diesem Jahr noch besser aufgestellt: Wir hatten ungewöhnlich viele Italiener am Stand und auch Argentinier und Südamerikaner und das ist ein Novum.“

Giving

Rebecca Staton, Sales Managerin Frankreich & Deutschland, Jellycat:

„Die Messe lief für uns ziemlich gut. Das war schon letztes Jahr der Fall, wir sind daher zufrieden. Zwar wird viel geguckt, doch es wird auch gut geordert. Die Besucherqualität stimmt und auch die Internationalität. Frankreich war dabei, viel Deutschland, Luxemburg, die Schweiz und ein paar asiatische Länder. Auch die Anzahl der Neukunden, die wir gewinnen konnten, entsprach unseren Vorstellungen.“

Ralf Vogt, Eigentümer, Noi:

„Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden. Die Ambiente lief gut für uns, unsere Kollektion kam sehr gut an und ist generell gefragt. Auch über die Orderbereitschaft und die Besucherqualität kann ich nicht klagen: Wer auf die Ambiente kommt, hat Orderbefugnis.“

Vaarwel Niederlande, Namaskar Indien!

Die Weltleitmesse stand 2018 ganz im Zeichen von Oranje. Die traditionelle Partnerlandpräsentation wurde vom niederländischen Industriedesigner Robert Bronwasser inszeniert. DO DUTCH setzte Konsumgüter des Königreichs in einen neuen überraschenden Kontext. Am Partnerlandtag gab es darüber hinaus zahlreiche Aktionen und Events unter niederländischer Federführung. Als Ehrengast der Ambiente stand gestern Sylvie Meis im Zentrum aller Aufmerksamkeit. Die bekannte TV-Moderatorin und Unternehmerin, die selbst gebürtig aus dem Königreich stammt, entdeckte auf einer Tour durch die Messehallen modernes Design aus den Niederlanden und Deutschland. Im nächsten Jahr findet die Ambiente vom 8. bis 12. Februar 2019 ganz im Zeichen des Subkontinents statt.

 

[1] FKM-zertifiziert, 2017: 308.000 Bruttoquadratmeter

[2] FKM-zertifiziert, 2017: 4.460 Aussteller aus 94 Ländern

[3] 2017: 80 Prozent

[4] FKM-zertifiziert, 2017: 140.963 aus 153 Ländern