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Das reduzierte Interior Design lässt Raum für die angebotene Ware Foto Ecoalf
Das reduzierte Interior Design lässt Raum für die angebotene Ware
01.04.2026

Ecoalf & Smurfit Westrock: Erste Boutique aus Wellpappe und Papier

Die nachhaltige Lifestyle-Marke Ecoalf hat in Zusammenarbeit mit Smurfit Westrock, dem weltweit größten Hersteller papierbasierter Verpackungen, ihr erstes Geschäft eröffnet, bei dem sowohl die Wände als auch Umkleideräume, Regale und Tische aus Wellpappe und Papier gefertigt wurden. Das Projekt in San Sebastián, Spanien, ist ein Meilenstein im Einzelhandel, da es recycelbare Materialien in die physische Konstruktion integriert. Die Verwendung von Wellpappe und Papier für Möbel bietet außerdem eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen vertikale Kompression und Biegung und garantiert die Zirkularität der natürlichen Ressourcen.

Alle Möbel wurden im Smurfit Westrock-Werk in Sorpel (Portugal) entworfen und produziert. Die für dieses Projekt verwendeten Rohstoffe sind FSC- und PEFC-zertifiziert. Sie  stammen aus den Wäldern von Smurfit Westrock im Süden Frankreichs und wurden in der französischen Papierfabrik des Unternehmens Cellulose du Pin zu Papier verarbeitet.

Die nachhaltige Lifestyle-Marke Ecoalf hat in Zusammenarbeit mit Smurfit Westrock, dem weltweit größten Hersteller papierbasierter Verpackungen, ihr erstes Geschäft eröffnet, bei dem sowohl die Wände als auch Umkleideräume, Regale und Tische aus Wellpappe und Papier gefertigt wurden. Das Projekt in San Sebastián, Spanien, ist ein Meilenstein im Einzelhandel, da es recycelbare Materialien in die physische Konstruktion integriert. Die Verwendung von Wellpappe und Papier für Möbel bietet außerdem eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen vertikale Kompression und Biegung und garantiert die Zirkularität der natürlichen Ressourcen.

Alle Möbel wurden im Smurfit Westrock-Werk in Sorpel (Portugal) entworfen und produziert. Die für dieses Projekt verwendeten Rohstoffe sind FSC- und PEFC-zertifiziert. Sie  stammen aus den Wäldern von Smurfit Westrock im Süden Frankreichs und wurden in der französischen Papierfabrik des Unternehmens Cellulose du Pin zu Papier verarbeitet.

Die nachhaltige Ecoalf-Strategie
Das Unternehmen wurde 2009 mit der Vision gegründet, der Ausbeutung der natürlichen Ressourcen des Planeten ein Ende zu setzen, um die Bedürfnisse künftiger Generationen zu sichern. Seitdem entwickelt Ecoalf eine neue Generation von Recyclingprodukten, die für hochwertiges Design und konsequente Qualität stehen.

In den letzten 15 Jahren konnten durch Innovation, Forschung und Entwicklung mehr als 600 neue recycelte Materialien entwickelt werden. Dabei wurden über 350 Millionen Plastikflaschen sowie Tonnen von ausrangierten Fischernetzen, Altreifen, postindustrieller Baumwolle und Wolle recycelt. Dadurch wurden mehr als 54 Milliarden Liter Wasser eingespart, über 50.000 m² Land mit regenerativer Baumwolle renaturiert und 12.500 Tonnen CO₂ vermieden. Ecoalf hat sich verpflichtet, bis 2030 emissionsfrei zu werden.

Für jeden verkauften Artikel mit dem Titel „Because there is no planet B®” werden 10 % des Erlöses an die Ecoalf Foundation gespendet, um die Erweiterung des Projekts zu unterstützen. Ecoalf ist seit 2018 Mitglied der B-Corp-Community, eines globalen Netzwerks zertifizierter Unternehmen, die sich dafür entschieden haben, soziale Verantwortung, Umweltschutz und Transparenz über Gewinnmaximierung zu stellen. Im Jahr 2022 wurde Ecoalf als „Best for the World“ ausgezeichnet und zählt damit zu den Top 5 % der 5.000 besten B-Corps weltweit.

„Wir sind sehr stolz darauf, unser erstes Geschäft eröffnet zu haben, dessen Wände, Umkleideräume, Regale und Tische aus Wellpappe und Papier hergestellt wurden. Das wäre ohne unseren Partner Smurfit Westrock nicht möglich gewesen“, so Javier Goyeneche, Gründer und Präsident von Ecoalf. „Die Kooperation mit Ecoalf unterstreicht den Anspruch von Smurfit Westrock, nachhaltige und innovative Lösungen für Kunden anzubieten, die konsequent auf ein verantwortungsvolles und umweltfreundliches Produktionsmodell ausgerichtet sind“, erklärt Ignacio Sevillano, CEO von Smurfit Westrock für Spanien, Portugal und Marokko.

Quelle:

Ecoalf 

Pilztechnikum © Fraunhofer UMSICHT/Mike Henning
01.04.2026

Forschung an substratbasierten Myzelwerkstoffen

Fraunhofer UMSICHT verfügt in Dortmund über ein Labor und Technikum für die Entwicklung von Werkstoffen auf Basis von Pilzmyzel und bündelt seine Aktivitäten zur Erforschung von Myzelwerkstoffen unter der Marke FungiFacturing®. Das ehemals als DEZENTRALE bekannte offene Mitmachlabor hat sich zu einem Forschungsstandort mit leistungsstarker Infrastruktur entwickelt, um Myzelmaterial als nachhaltigen Werkstoff zu erschließen.

Im Jahr 2013 entstand die DEZENTRALE in Dortmund als offenes Gemeinschaftslabor für interessierte Bürger*innen – im Projekt LUZI – Labor für urbane Zukunftsfragen und Innovation. Ziel war es, neue und nachhaltige Produkte oder Technologien für Zukunftsfragen zu entwickeln und eine Bürger*innen nahe Forschung zu betreiben.

Fraunhofer UMSICHT verfügt in Dortmund über ein Labor und Technikum für die Entwicklung von Werkstoffen auf Basis von Pilzmyzel und bündelt seine Aktivitäten zur Erforschung von Myzelwerkstoffen unter der Marke FungiFacturing®. Das ehemals als DEZENTRALE bekannte offene Mitmachlabor hat sich zu einem Forschungsstandort mit leistungsstarker Infrastruktur entwickelt, um Myzelmaterial als nachhaltigen Werkstoff zu erschließen.

Im Jahr 2013 entstand die DEZENTRALE in Dortmund als offenes Gemeinschaftslabor für interessierte Bürger*innen – im Projekt LUZI – Labor für urbane Zukunftsfragen und Innovation. Ziel war es, neue und nachhaltige Produkte oder Technologien für Zukunftsfragen zu entwickeln und eine Bürger*innen nahe Forschung zu betreiben.

Das Team von Fraunhofer UMSICHT startete damals mit ersten Versuchen zu Myzelmaterial und Pilzzucht - noch mit Do-it-yourself-Geräten. Mithilfe des Förderprogramms „Nordwärts“ der Stadt Dortmund konnten die Infrastruktur des Labors und die partizipativen Arbeitsansätze z.B. das überregional bekannte Innovative Citizen Festival realisiert werden.  Im Jahr 2019 wurde das erste Projekt zum Thema Schallabsorber auf Basis von Pilzen und Pflanzenfasern mittels 3D-Pastendruck von der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe gefördert.

Das Potenzial des biobasierten Werkstoffs ist groß – er ist ressourcenschonend, zirkulär und für vielseitige Anwendungen in der Bau-, Verpackungs- oder Automobilindustrie einsetzbar. Myzelwerkstoffe entstehen dadurch, dass sich ein Pilz von einem bestimmten pflanzlichen Substrat ernährt, das Substrat durchwächst und somit stabilisiert. Durch entsprechende Trocknung stirbt der Pilz ab, das Material ist fertig zur Verwendung Weiterverarbeitung.  

Von der Substratentwicklung über den Prototypen bis zur Ökobilanzierung 
Die DEZENTRALE existiert aus diesem Grund nicht mehr als Mitmachlabor, Teile des Makerspaces sind zum Standort Oberhausen von Fraunhofer UMSICHT umgezogen – nutzbar für Forschungsprojekte des Instituts. Spezialist*innen aus den Bereich Biologie, Verfahrenstechnik und Maschinenbau widmen sich nun der Weiterentwicklung der Myzelwerkstoffe und bauten das Technikum für diesen Zweck in Dortmund aus. Für die Bereiche Substrat- und Prototypenentwicklung stehen große Konstantklimakammern, Autoklav, 3D-Keramikdrucker und Wärmeschränke bereit. Die Forschenden wählen passende Substrate aus, entwickeln die geeigneten Rezepturen für den Anwendungsfall und können mittels Trocknung und Inkubation die Prototypen der Myzelmaterialien herstellen. „Uns steht auch ein mikrobiologischer Laborbereich zur Verfügung“, erklärt Lina Vieres, Abteilung Carbon Utilization and Mineralization von Fraunhofer UMSICHT. Werkstoffcharakterisierung und Funktionalisierung des fertigen Materials übernehmen die entsprechenden Abteilungen bei Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen. Hier stehen die Themen Brandschutz, Abbaubarkeit oder Wärmeleitfähigkeit und Ökobilanzierungen der neuen Materialien im Mittelpunkt.  

„Wir freuen uns über die sehr gute Ausstattung des Myzeltechnikums, in der wir innovative Myzelmaterialien herstellen und somit die Bioökonomie vorantreiben. Wir können unsere Kund*innen von der Idee bis zum nachhaltigen Werkstoff begleiten und beraten. Außerdem bieten wir auch Fachworkshops oder Vorträge zum Thema an, um individuelle Lösungen zu erarbeiten“, ergänzt Lina Vieres. 

Quelle:

Fraunhofer UMSICHT 

01.04.2026

BVMed unterstützt Idee eines Unterausschusses „industrielle Gesundheitswirtschaft“

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) setzt sich für eine Verstetigung des von der Bundesregierung begonnenen Medizintechnik-Dialogs ein und unterstützt den Vorschlag, als „parlamentarisches Korrektiv“ einen Unterausschuss „Industrielle Gesundheitswirtschaft“ im Bundestag zu gründen. „Die politische Begleitung der Leitwirtschaft Medizintechnik ist eine Aufgabe über den aktuellen Dialog- und Strategie-Prozess hinaus“, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll.

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) setzt sich für eine Verstetigung des von der Bundesregierung begonnenen Medizintechnik-Dialogs ein und unterstützt den Vorschlag, als „parlamentarisches Korrektiv“ einen Unterausschuss „Industrielle Gesundheitswirtschaft“ im Bundestag zu gründen. „Die politische Begleitung der Leitwirtschaft Medizintechnik ist eine Aufgabe über den aktuellen Dialog- und Strategie-Prozess hinaus“, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll.

Der BVMed unterstützt damit einen Vorschlag der CDU-Bundestagsabgeordneten und Mitglied des Gesundheitsausschusses, Dr. Maria-Lena Weiss, aus einem Gastbeitrag im Tagesspiegel Background Gesundheit vom 1. April 2026. Darin forderte die Gesundheitspolitikerin, den Potenzialen der industriellen Gesundheitswirtschaft mehr Beachtung zu schenken. Der vom Kanzleramt initiierte Pharma- und MedTech-Dialog sei dafür ein wichtiger Anfang, der verstetigt werden müsse, „damit Handlungsfelder in direkter und regelmäßiger Abstimmung frühzeitig identifiziert und bearbeitet werden“. Konkret schlug Weiss die Gründung eines Unterausschusses „Industrielle Gesundheitswirtschaft“ vor, um die Ergebnisse des Pharma- und MedTech-Dialogs in konkretes Regierungshandeln und Gesetzgebung münden zu lassen. „Dort ließen sich die relevanten Rahmenbedingungen für die industrielle Gesundheitswirtschaft gezielt überarbeiten und Hemmnisse abbauen – insbesondere bei klinischen Prüfungen, Datenschutzauslegung und Zulassungswegen“, schreibt die Abgeordnete. 

Der BVMed sieht sowohl in der Verstetigung des Dialogs als auch in einem Unterausschuss geeignete Instrumente, um den MedTech-Standort Deutschland zu stärken und das regulatorische Umfeld wettbewerbsfähiger zu gestalten. „Damit stärken wir den Wirtschafts- und Innovationsstandort Deutschland“, so Möll.

MedTech-Strategie bis Sommer 2026 im Kabinett
Der Koalitionsvertrag vom April 2025 sieht vor, „die industrielle Gesundheitswirtschaft – insbesondere die pharmazeutische Industrie und die Medizintechnik – als Leitwirtschaft zu stärken“. Unter der Federführung des Kanzleramts entschied sich die Bundesregierung im Herbst 2025 dazu, die Pharmastrategie und den Pharmadialog um den Bereich Medizintechnik zu erweitern. Die Auftaktveranstaltung zum Pharma- und Medizintechnikdialog fand am 12. November 2025 im Kanzleramt statt. Die Ergebnisse des Dialogs, der in sechs Arbeitsgruppen organisiert wurde und an dem der BVMed aktiv beteiligt war, sollen bis Ende 2026 in ein Strategiepapier einfließen, das vom Bundeskabinett beschlossen werden soll. 

„Wir sind zuversichtlich, dass damit wichtige Schritte gegangen werden, um Deutschlands Position als führender Medizintechnik-Standort zu stärken und zugleich eine hochwertige Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung sicherzustellen“, so BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll. 

Die MedTech-Branche ist – neben Pharma, Biotech und E-Health – eine zentrale Säule der industriellen Gesundheitswirtschaft (iGW). Sie generiert bedeutende wirtschaftliche Impulse und hat einen entscheidenden Anteil an einer leistungsfähigen und modernen Gesundheitsversorgung. Die MedTech-Branche beschäftigt über 210.000 Menschen – mehr als doppelt so viele wie die Pharma-Branche. Die Medizintechnik erwirtschaftete 2024 einen Produktionswert in Höhe von 46 Milliarden Euro, was ihre zentrale Bedeutung für die deutsche Gesundheitswirtschaft unterstreicht. Sie hat eine Bruttowertschöpfung von 19,7 Mrd. Euro – die Ausstrahleffekte auf andere Branchen mitgerechnet sogar 41,4 Mrd. Euro Bruttowertschöpfung. Die MedTech-Branche ist dabei mittelständisch geprägt. 93 Prozent der 1.480 Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten sind KMU. 

Quelle:

Bundesverband Medizintechnologie BVMed

CIOSH 2026 in Shanghai stärkt Chinas Arbeitsschutzmarkt Foto: CIOSH Expo
01.04.2026

CIOSH 2026 in Shanghai stärkt Chinas Arbeitsschutzmarkt

Vom 7. bis 9. April 2026 findet im Shanghai New International Expo Centre (SNIEC) die 110. China International Occupational Safety & Health Goods Expo (CIOSH) statt. Mit ihrem 60-jährigen Bestehen zählt die CIOSH zu den traditionsreichsten Fachmessen für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in China.

Als auf den asiatischen Markt ausgerichtete Plattform bringt die CIOSH über 1.500 Ausstellende auf 80.000 m² Ausstellungsfläche zusammen und erwartet mehr als 40.000 Fachbesuchende. Sie bietet Unternehmen direkten Zugang zu einem der dynamischsten Wachstumsmärkte für Arbeitsschutz und betriebliche Gesundheit. Als chinesischer Baustein des A+A Global Portfolios ist die CIOSH strategisch in das internationale Netzwerk der Messe Düsseldorf eingebunden.

Fokus auf PSA – Ergänzende Themen erweitern das Angebot
Im Mittelpunkt der Messe steht die Persönliche Schutzausrüstung in ihrer gesamten Bandbreite. Weitere Themenfelder wie Arbeitskleidung und Corporate Wear sowie Sicherheit bei Arbeiten in der Höhe erweitern das Angebotsspektrum. Innovative Lösungen wie Exoskelette runden das Portfolio im Bereich ergonomischer Unterstützung ab.

Vom 7. bis 9. April 2026 findet im Shanghai New International Expo Centre (SNIEC) die 110. China International Occupational Safety & Health Goods Expo (CIOSH) statt. Mit ihrem 60-jährigen Bestehen zählt die CIOSH zu den traditionsreichsten Fachmessen für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in China.

Als auf den asiatischen Markt ausgerichtete Plattform bringt die CIOSH über 1.500 Ausstellende auf 80.000 m² Ausstellungsfläche zusammen und erwartet mehr als 40.000 Fachbesuchende. Sie bietet Unternehmen direkten Zugang zu einem der dynamischsten Wachstumsmärkte für Arbeitsschutz und betriebliche Gesundheit. Als chinesischer Baustein des A+A Global Portfolios ist die CIOSH strategisch in das internationale Netzwerk der Messe Düsseldorf eingebunden.

Fokus auf PSA – Ergänzende Themen erweitern das Angebot
Im Mittelpunkt der Messe steht die Persönliche Schutzausrüstung in ihrer gesamten Bandbreite. Weitere Themenfelder wie Arbeitskleidung und Corporate Wear sowie Sicherheit bei Arbeiten in der Höhe erweitern das Angebotsspektrum. Innovative Lösungen wie Exoskelette runden das Portfolio im Bereich ergonomischer Unterstützung ab.

Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit technischen Seminaren und dem EHS-Forum zu nachhaltigen Sicherheitssystemen ergänzt die Ausstellung. Formate wie die „Fall Protection Zone“ und die „Safety Fashion Show“ verbinden technologische Entwicklungen mit praxisnaher Anwendung.

Die A+A als Leitplattform des globalen Netzwerks
Im Zentrum des internationalen Portfolios steht die A+A in Düsseldorf – die Weltleitmesse für Persönlichen Schutz, Betriebliche Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Sie ist die weltweit größte und bedeutendste Branchenplattform für sicheres und gesundes Arbeiten und bringt alle zwei Jahre die internationale Fachcommunity zusammen.

Die A+A setzt globale Maßstäbe für Innovation, Regulierungskompetenz, Nachhaltigkeit und technologische Entwicklungen im Arbeitsschutz. Mit ihrem internationalen Portfolio verbindet sie führende Wachstumsmärkte miteinander und schafft Plattformen für Marktzugang, Technologietransfer und langfristige Partnerschaften.

Daniel Feische, Director der A+A und des internationalen Portfolios, erklärt:
„Die A+A ist die Weltleitmesse für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit und zugleich Impulsgeber für sichere und nachhaltige Arbeitswelten weltweit. Mit unserem internationalen Portfolio verbinden wir die führenden Wachstumsmärkte strategisch miteinander. Die CIOSH spielt dabei eine Schlüsselrolle als strategische Drehscheibe für den chinesischen Markt und Brücke zur globalen Leitplattform in Düsseldorf.“

Quelle:

Messe Düsseldorf 

Ballen Fa.Wenkhaus
30.03.2026

Bundesumweltministerium: Erweiterte Herstellerverantwortung bei Textilien

Bundesumweltminister Carsten Schneider hat am 27. März Eckpunkte für ein Textilgesetz vorgestellt, das die Probleme bei der Entsorgung von Altkleidern lösen soll. Künftig sollen Hersteller die Verantwortung für die Sammlung und Verwertung von Alttextilien übernehmen. Damit würden auch die Probleme angegangen, die auf den enormen Zuwachs von Fast Fashion zurückzuführen sind. Beim Besuch bei der Deutschen Kleiderstiftung in Berlin informierte sich der Minister über Sammel- und Verwertungssysteme und die Probleme der Alttextilbranche, denen mit dem Textilgesetz begegnet werden soll. Die Branche hat nun die Gelegenheit, Rückmeldung zu den Eckpunkten zu geben.

Bundesumweltminister Carsten Schneider hat am 27. März Eckpunkte für ein Textilgesetz vorgestellt, das die Probleme bei der Entsorgung von Altkleidern lösen soll. Künftig sollen Hersteller die Verantwortung für die Sammlung und Verwertung von Alttextilien übernehmen. Damit würden auch die Probleme angegangen, die auf den enormen Zuwachs von Fast Fashion zurückzuführen sind. Beim Besuch bei der Deutschen Kleiderstiftung in Berlin informierte sich der Minister über Sammel- und Verwertungssysteme und die Probleme der Alttextilbranche, denen mit dem Textilgesetz begegnet werden soll. Die Branche hat nun die Gelegenheit, Rückmeldung zu den Eckpunkten zu geben.

Bundesumweltminister Carsten Schneider: "Fast-Fashion-Kleidung wird nur kurz getragen, aber macht lange Ärger. Sie überschwemmt den Markt, lässt Altkleider-Container überquellen und kann kaum Second Hand wiederverwendet oder recycelt werden. Die Altkleidersammlung hat in Deutschland über Jahrzehnte gut funktioniert, steht aber zunehmend unter Druck. Ich will mit einem neuen Textilgesetz für Entlastung sorgen. Wer massenhaft Wegwerf-Klamotten bei uns auf den EU-Markt bringt, soll auch für die flächendeckende Sammlung und eine sinnvolle Verwertung bezahlen. Das muss auch für die vielen Billigimporte aus China gelten. Dabei gilt: Je mehr Textilien die Hersteller auf den Markt bringen und je minderwertiger die Ware ist, desto mehr müssen sie beitragen. Mit der Herstellerverantwortung helfen wir auch karitativen Akteuren wie der Deutschen Kleiderstiftung, die Kleiderspenden aus ganz Deutschland verwertet und an jene weitergibt, die sie dringend brauchen. Klar ist für mich: Kommunen und karitative Einrichtungen sollen weiterhin zentrale Akteure bei der Entsorgung von Alttextilien sein, damit sie ihre gesellschaftliche Rolle auch weiter wahrnehmen können.“

Unter die neuen Regelungen sollen Bekleidung, Bekleidungszubehör, Heimtextilien und Schuhe fallen. Das Eckpunktepapier definiert zudem Rollen und Aufgaben der Akteure in dem neuen System. So müssen Hersteller zukünftig die finanzielle Verantwortung für Alttextilien übernehmen. Die Sammlung und Verwertung wird über Organisationen für Herstellerverantwortung im Auftrag der Hersteller organisiert. Maßgeblich für das Bundesumweltministerium ist, dass bewährte und effiziente Sammelstrukturen beibehalten werden, die im Wesentlichen durch die Kommunen und die karitativen Akteure vorgehalten werden. Daneben enthält das Eckpunktepapier auch konkrete Zielvorgaben zur Sammlung und Verwertung, die erreicht werden müssen.

Die vorgelegten Eckpunkte dienen der Vorbereitung des Gesetzgebungsverfahrens zur Umsetzung der Vorgaben der Richtlinie (EU) 2025/1892 zur Änderung der Abfallrahmenrichtlinie, die im Herbst 2025 veröffentlicht wurde.

Das Bundesumweltministerium nimmt bis zum 24. April 2026 Stellungnahmen zum Eckpunktepapier entgegen. Das Gesetz muss bis zum 17. Juni 2027 in Kraft treten, da dann die EU-rechtlich vorgegebene Umsetzungsfrist abläuft.

Bundesumweltminister Schneider: "Es ist mir sehr wichtig, dass alle betroffenen Akteure frühzeitig beteiligt und eingebunden werden. So können wir die richtigen Weichen stellen, um die Umweltziele zu erreichen und gleichzeitig den Aufbau effizienter und unbürokratischer Strukturen vorzubereiten."
Weitere Maßnahmen für nachhaltige Textilien in Planung

Die Einführung einer erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien ist Teil eines Maßnahmenpakets, um mehr Nachhaltigkeit und Kreislaufführung im Textilsektor zu erreichen. Ab dem 19. Juli 2026 gilt durch die Ökodesignverordnung ein EU-weites Vernichtungsverbot für bestimmte unverkaufte Kleidung und Schuhe. Zudem setzt sich das Bundesumweltministerium dafür ein, dass zügig Ökodesign-Regeln für Alltagsbekleidung auf den Weg gebracht werden um zu verhindern, dass Bekleidung von minderer Qualität überhaupt auf den europäischen Markt kommt. Unter der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie sind Dialogprozesse zu Ultra-Fast-Fashion in Arbeit.

Das BMUKN lädt alle Interessierten ein, sich an den vorbereitenden Diskussionen zur Gestaltung des Textilgesetzes auf Basis des Eckpunktepapiers zu beteiligen. Hierzu besteht die Möglichkeit, bis zum 24.04.2026 eine schriftliche Stellungnahme an CIII5[at]bmukn.bund.de zu übermitteln.

30.03.2026

bvse: "Ende der textilen Recyclingstrukturen in Deutschland"

Eine Umsetzung des vom Bundesumweltministeriums vorgelegten Eckpunktepapiers zur erweiterten Herstellerverantwortung für Alttextilien käme einem Systembruch gleich – sie bedeutete faktisch das Ende der textilen Recyclingstrukturen in Deutschland.

Während bislang Unternehmen des Textilrecyclings Alttextilien eigenständig sammeln, sortieren und marktfähig in Wiederverwendungs- und Verwertungsströme überführen, etabliert das Eckpunktepapier eine Überlassungspflicht an die meistbietende Organisation für Herstellerverantwortung (OfH). Diese soll die Alttextilien beim Sammler unentgeltlich abholen und einer möglichst hochwertigen Verwertung zuführen. Damit wird ein funktionierender Marktmechanismus durch ein zentral gesteuertes Zuweisungssystem ersetzt.

Das Eckpunktepapier installiert zugelassene Organisationen für Herstellerverantwortung (OfH) nicht nur als Steuerungsinstanz einer grundsätzlich sinnvollen erweiterten Herstellerverantwortung, sondern erhebt sie zum dominanten Akteur der textilen Recyclingwirtschaft. Die operative Wertschöpfung wird damit strukturell von den bisherigen Marktteilnehmern entkoppelt.

Eine Umsetzung des vom Bundesumweltministeriums vorgelegten Eckpunktepapiers zur erweiterten Herstellerverantwortung für Alttextilien käme einem Systembruch gleich – sie bedeutete faktisch das Ende der textilen Recyclingstrukturen in Deutschland.

Während bislang Unternehmen des Textilrecyclings Alttextilien eigenständig sammeln, sortieren und marktfähig in Wiederverwendungs- und Verwertungsströme überführen, etabliert das Eckpunktepapier eine Überlassungspflicht an die meistbietende Organisation für Herstellerverantwortung (OfH). Diese soll die Alttextilien beim Sammler unentgeltlich abholen und einer möglichst hochwertigen Verwertung zuführen. Damit wird ein funktionierender Marktmechanismus durch ein zentral gesteuertes Zuweisungssystem ersetzt.

Das Eckpunktepapier installiert zugelassene Organisationen für Herstellerverantwortung (OfH) nicht nur als Steuerungsinstanz einer grundsätzlich sinnvollen erweiterten Herstellerverantwortung, sondern erhebt sie zum dominanten Akteur der textilen Recyclingwirtschaft. Die operative Wertschöpfung wird damit strukturell von den bisherigen Marktteilnehmern entkoppelt.

Für privatwirtschaftliche Sammler bedeutet dies einen gesetzlich erzwungenen Rollenwechsel: vom eigenverantwortlichen Marktakteur zum nachgelagerten Dienstleister. Gleichzeitig wird gemeinnützigen Sammlern und öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern weiterhin gestattet, Alttextilien selbst zu sortieren und zu verwerten. Diese asymmetrische Privilegierung verzerrt den Wettbewerb und führt absehbar zur Verdrängung etablierter gewerblicher Sammel- und Sortierstrukturen.

Darüber hinaus wirft das Eckpunktepapier zentrale rechtliche und systemische Fragen auf:
Die vorgesehene Aufhebung der Getrennthaltungspflicht für Textilien bei öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern steht im Widerspruch zu europarechtlichen Vorgaben. Zugleich befördert sie Bestrebungen einzelner Bundesländer, mangels tragfähiger Märkte nicht wiederverwendbare Alttextilien pauschal der Verbrennung zuzuführen.

Die Verpflichtung der OfHs zur Vorlage von Ökomodulationskonzepten bleibt ohne nationale Mindeststandards unbestimmt. Bis verbindliche EU-Ökodesign-Kriterien greifen, drohen ein regulatorischer Flickenteppich und ein Unterbietungswettbewerb bei Beiträgen – zulasten von Qualität, Sortiertiefe und Wiederverwendung.

Branche halte System am Laufen
Die privatwirtschaftlichen Altkleidersammler und Sortierer im bvse-Fachverband Textilrecycling sichern weiterhin vor Ort die Funktionsfähigkeit der Stoffströme. Trotz steigender Fehlwürfe, zunehmender Verunreinigung der Sammelware und wachsender wirtschaftlicher Unsicherheit leisten die Unternehmen einen unverzichtbaren Beitrag zur textilen Kreislaufwirtschaft. Sammelstandorte werden betrieben, Container gereinigt, Materialien sortiert und hochwertigen Verwertungswegen zugeführt.

Marwin Gedenk, kommissarischer Vorsitzender des bvse-Fachverbands Textilrecycling:
„Unsere Mitgliedsunternehmen arbeiten täglich unter enormem Kostendruck daran, wirtschaftlich tragfähige Stoffströme zu sichern. Wir räumen, sortieren und handeln weiter. Gut erhaltene Kleidung ist nach wie vor gefragt. Politik und Verwaltung müssen jetzt verlässliche Übergangsregeln schaffen.“

Der Fachverband stellt klar: Nur ein System, das alle Akteure gleichberechtigt integriert, kann die gesetzten Ziele der Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft tatsächlich erreichen.

Ohne Übergangslösungen drohe ein Strukturbruch
Der Fachverband fordert daher politische Klarheit sowie kurzfristige Finanzierungsbrücken bis zum Inkrafttreten eines Textilgesetzes. Nur belastbare Übergangsregelungen sichern Sammlungskapazitäten, Sortierqualität und die bewährte Zusammenarbeit mit Kommunen und karitativen Partnern.

Akuter Handlungsbedarf besteht zudem bei der Finanzierung der Entsorgung von Fehlwürfen. Derzeit tragen Sammler und Verwerter erhebliche Kosten für die Beseitigung von Restabfällen – obwohl diese Aufgabe originär in die Zuständigkeit der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger fällt. Diese Schieflage ist weder sachgerecht noch dauerhaft tragfähig.

Die Wiederverwendung von Alttextilien muss weiterhin oberste Priorität behalten. Entsprechend ist die Vorbereitung zur Wiederverwendung konsequent zu stärken. Parallel dazu sind die bestehenden Recyclingstrukturen für nicht wiederverwendbare Textilien gezielt auszubauen – nicht zu verdrängen.

Quelle:

bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung

Techtextil 2026: Von Nature Performance bis Kreislaufwirtschaft Foto: Jean-Luc Valentin/Messe Frankfurt
30.03.2026

Techtextil 2026: Von Nature Performance bis Kreislaufwirtschaft

Alternative Materialien sowie Recyclingtechnologien sind eines der wichtigsten Zukunftssegmente und Innovationstreiber technischer Textilien. Nachhaltigkeitsziele und regulatorische Anforderungen erhöhen ihre Bedeutung, gleichzeitig steigern Fortschritte bei Performance und Wirtschaftlichkeit ihre Wettbewerbsfähigkeit. Die Techtextil vom 21. bis 24. April 2026 spiegelt den relevanten Branchentrend mit einer wachsenden Anzahl an spezialisierten Ausstellern wider. Mit dem neuen Label „Nature Performance“ bündelt die globale Leitmesse relevante Marktangebote und erleichtert den Zugang zu neuen Lösungen – von natürlichen Fasern und Garnen über biobasierte Materialien bis zu zirkulären Ansätzen.

Alternative Materialien sowie Recyclingtechnologien sind eines der wichtigsten Zukunftssegmente und Innovationstreiber technischer Textilien. Nachhaltigkeitsziele und regulatorische Anforderungen erhöhen ihre Bedeutung, gleichzeitig steigern Fortschritte bei Performance und Wirtschaftlichkeit ihre Wettbewerbsfähigkeit. Die Techtextil vom 21. bis 24. April 2026 spiegelt den relevanten Branchentrend mit einer wachsenden Anzahl an spezialisierten Ausstellern wider. Mit dem neuen Label „Nature Performance“ bündelt die globale Leitmesse relevante Marktangebote und erleichtert den Zugang zu neuen Lösungen – von natürlichen Fasern und Garnen über biobasierte Materialien bis zu zirkulären Ansätzen.

Nachhaltige Fasern und Garne zählen zu den stärksten Wachstumsmärkten technischer Textilien: Weltweit setzen anwendende Unternehmen verstärkt auf natürliche und biobasierte Lösungen – aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit, CO₂-Einsparungen, biologischen Abbaubarkeit, Recyclefähigkeit und Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen. Dr. Terry P. Townsend, Statistiker bei der Discover Natural Fibres Initiative (DNFI), erläutert die aktuelle Entwicklung: „Fasern wie Jute (3 Mio. t/Jahr), Kokos (1,2 Mio. t), kurze Textilflachsfasern (200.000 t), Sisal (300.000 t), Industriehanf (400.000 t), Kapok (80.000 t) oder Abaca (50.000 t), werden vor allem in technischen Anwendungen eingesetzt und bieten großes Potenzial für eine erweiterte Rückgewinnung und Wiederverwertung. Mögliche Anwendungsbereiche für recycelte Naturfasern reichen von Verbundwerkstoffen in Automobilen zur Gewichtsreduzierung und Verbesserung der Nachhaltigkeit über Dämmstoffe aus Hohlfasern bis hin zu Baumaterialien, bei denen Naturfasern als Bindemittel dienen.“

Nature Performance: über 110 Aussteller mit natur- und biobasierten Materialien
Neue Materialinnovationen, Anwendungsmöglichkeiten und Unternehmen: Natürliche sowie biobasierte Fasern und Garne sind im Aufwind und der Markt für industriereife Lösungen wächst. Die Techtextil rückt diese Entwicklungen in den Fokus und ermöglicht Besucher*innen einen globalen Überblick sowie die gezielte Suche nach passenden Partnern und Lösungen. Wichtiges Tool dafür ist das neu eingeführte Label Nature Performance, unter dem sich über 110 Aussteller mit natur- und biobasierten Fasern und Garnen für alle relevanten Anwendungsfelder präsentieren. Mit dabei sind internationale Innovatoren wie Abacell, Basaltex, Cordenka, Karsu Tekstil, Südwolle oder Vombaur. Entsprechende Unternehmen sind am Messestand sowie in der online Ausstellersuche mit dem Signet klar gekennzeichnet – für schnelle Orientierung, gezielte Business-Kontakte und Raum für Neuentdeckungen. Die Halle 9.1 bündelt eine breite Auswahl an innovativen Lösungen und dient als zentrale Anlaufstelle für Anbieter mit natürlichen sowie biobasierten Materialien. 

Recycelte und recycelbare Fasern sowie Garne im Fokus
Verschärfte Regularien zur Kreislaufwirtschaft treiben das textile Recycling in Europa voran und verleihen dem Markt spürbare Dynamik – gleichzeitig bleibt die Rückgewinnung leistungsfähiger Fasern und Garne aus Alttextilien eine zentrale Herausforderung. Die Techtextil 2026 präsentiert rund 90 Aussteller mit recycelten und/oder recycelbaren Fasern und Garnen für die verschiedenen Anwendungsbereiche technischer Textilien. Mit dabei sind renommierte Unternehmen wie Aquafil, Freudenberg Performance Materials, Lenzing, Nilit, Purfi Manufacturing, Recyy’Elit SAS, Teijin Group und The Lycra Company. Wie vielfältig und technologisch anspruchsvoll das Feld inzwischen ist, zeigt auch der „Dutch Circular Textile Pavilion“ in Halle 9.1: Hier demonstriert unter anderem SaXcell ein chemisches Faser-zu-Faser-Recycling, das Textilabfälle zu neuen Fasern in Baumwollqualität umgewandelt. Die Modemarke Vodde stellt eine eigene Faser-zu-Faser-Lieferkette vor, mit der sie Garne aus 100 % recycelten Textilabfällen für die eigene Produktion gewinnt. Weitere Innovationen sowie eine Garn-Bibliothek präsentieren die Mitaussteller EECOFF, Materialliance und Tex-tracer. 

Texpertise Econogy – Kompass für textile Nachhaltigkeit 
Zusätzliche Orientierung im wachsenden Markt für nachhaltige textile Lösungen bietet das messeübergreifende Nachhaltigkeitsprogramm Texpertise Econogy. Der Begriff vereint ökologische und ökonomische Aspekte und kennzeichnet von Expert*innen geprüfte und zertifizierte Aussteller, die nachhaltig, ethisch verantwortungsvoll und wirtschaftlich handeln. Auf der Techtextil tragen rund 120 Unternehmen das Econogy-Signet und sind in der Ausstellersuche sowie über das Icon am Messestand zu finden. Ergänzend geben Econogy Talks und geführte Touren geschäftsfördernde Einblicke in neue Entwicklungen und Best Practices.

Beispielbild eines Filterkuchens mit abgelagerten Mikroplastikfasern. Foto: DITF
Beispielbild eines Filterkuchens mit abgelagerten Mikroplastikfasern.
30.03.2026

Textiler Kaskadenfilter gegen Mikroplastik im Abwasser

Mikroplastik findet sich inzwischen nahezu überall bis in entlegene Gebiete der Antarktis. Über die Nahrungskette gelangt es in den menschlichen Körper. Studien deuten darauf hin, dass Mikroplastik die Gesundheit des Menschen schädigen kann. Beim Waschen von Textilien aus synthetischen Fasern gelangen bedeutende Mengen von Mikroplastik ins Abwasser und damit in das aquatische Ökosystem. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) haben dafür einen textilbasierten Kaskadenfilter entwickelt.

Die Menge der pro Waschgang und pro Kilogramm Textilien freigesetzten Mikrofasern wird auf 12 bis 1400 Milligramm geschätzt. Kläranlagen können bereits einen großen Teil der Mikroplastikpartikel aus dem Abwasser entfernen, wodurch der Mikroplastikgehalt um bis zu 99 Prozent reduziert wird. Durch die große Menge Abwasser, die Kläranlagen täglich in umliegende Gewässer einleiten, können Kläranlagen trotzdem noch beträchtlich zur Belastung der aquatischen Lebensräume mit Mikroplastik beitragen.

Mikroplastik findet sich inzwischen nahezu überall bis in entlegene Gebiete der Antarktis. Über die Nahrungskette gelangt es in den menschlichen Körper. Studien deuten darauf hin, dass Mikroplastik die Gesundheit des Menschen schädigen kann. Beim Waschen von Textilien aus synthetischen Fasern gelangen bedeutende Mengen von Mikroplastik ins Abwasser und damit in das aquatische Ökosystem. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) haben dafür einen textilbasierten Kaskadenfilter entwickelt.

Die Menge der pro Waschgang und pro Kilogramm Textilien freigesetzten Mikrofasern wird auf 12 bis 1400 Milligramm geschätzt. Kläranlagen können bereits einen großen Teil der Mikroplastikpartikel aus dem Abwasser entfernen, wodurch der Mikroplastikgehalt um bis zu 99 Prozent reduziert wird. Durch die große Menge Abwasser, die Kläranlagen täglich in umliegende Gewässer einleiten, können Kläranlagen trotzdem noch beträchtlich zur Belastung der aquatischen Lebensräume mit Mikroplastik beitragen.

Bisher werden bei der Abwasserreinigung verschiedene mechanische und chemische Technologien eingesetzt. Filterkaskaden hingegen werden bisher hauptsächlich für Analysen und Spezifizierung von Mikroplastikpartikeln verwendet. In ihrer Studie haben die DITF gezeigt, dass spezielle textilbasierte Filterkaskaden auch in der Lage sind, in industriellen Wäschereien effektiv Mikroplastik aus dem Wasch- und Spülwasser zu entfernen. Dies gelingt auch bei niedrigem Wasserdruck. Darüber hinaus zeichnet das System ein einfacher Aufbau sowie ein geringer Wartungsaufwand aus.

Der vom Denkendorfer Forschungsteam entwickelte Kaskadenmikrofilter besteht aus drei Stufen dreidimensionaler textiler Sandwich-Verbundfiltermedien aus Polypropylengewebe und einem 3D-Abstandsgewirk, wobei die Stufen immer feinere Poren aufweisen. Sie sind darauf ausgelegt, Mikroplastikpartikel bis zu einer Größe von 1,5 μm herauszufiltern.

Um den Filter zu reinigen und seine volle Leistungsfähigkeit wiederherzustellen, wurde ein Rückspülsystem mit Druckluft integriert. Da sich der „Filterkuchen“ vom Gewebe auf das Abstandsgewirk verschiebt, sind Rückspülungen seltener erforderlich und die Betriebszeit verlängert sich um 155 Prozent.

Feldversuche in einer industriellen Wäscherei und einer kommunalen Kläranlage bestätigten eine Abscheideleistung der Mikrofilterkaskade von 89,7 Prozent und 98,5 Prozent. Sie kann damit einen wesentlichen Beitrag leisten, die Mikroplastikbelastung zu reduzieren.

Die hohe Abscheideleistung von Mikroplastik und die lange Lebensdauer des Filtermediums machen das System zu einer vielversprechenden Lösung in der Abwasserbehandlung. Es kann flexibel an verschiedene Anwendungen und Größenordnungen angepasst werden, ist kosteneffizient und platzsparend.

Das an den DITF entwickelte Textilverbundmedium kann über die Anwendung in der Mikroplastikfiltration hinaus auf weitere unterschiedliche Filtrationsanforderungen zugeschnitten werden.

Quelle:

Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf