Aus der Branche

Zurücksetzen
04.03.2026

Iran-Krieg: Konsumstimmung könnte sinken, Lieferketten bleiben intakt

Der Krieg im Iran könnte nach Einschätzung des Handelsverbandes Deutschland (HDE) die ohnehin schwächelnde Konsumstimmung weiter negativ beeinflussen.

„Der Ausbruch eines Krieges wird wohl kaum positive Auswirkungen auf die Stimmung der Verbraucher haben. Die Verunsicherung durch die internationalen Krisen und Konflikte steigt immer weiter. Das ist Gift für den Konsum“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Der Krieg im Iran könnte nach Einschätzung des Handelsverbandes Deutschland (HDE) die ohnehin schwächelnde Konsumstimmung weiter negativ beeinflussen.

„Der Ausbruch eines Krieges wird wohl kaum positive Auswirkungen auf die Stimmung der Verbraucher haben. Die Verunsicherung durch die internationalen Krisen und Konflikte steigt immer weiter. Das ist Gift für den Konsum“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Gleichzeitig hält der HDE die direkt spürbaren Auswirkungen des bewaffneten Konflikts in Nahost für zunächst überschaubar. „Aktuell sind die globalen Lieferketten des Einzelhandels nicht direkt betroffen. Ausnahmen können hier allenfalls Luftfrachtverkehre sein, die über das Drehkreuz in den Golfstaaten geleitet werden und nun neue Flugrouten nutzen müssen“, so Genth weiter. Die großen Reedereien haben ihre Routen bereits seit den Angriffen der mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jahr 2023 angepasst und fahren bevorzugt um die Südspitze Afrikas. Daher ist davon auszugehen, dass die jüngst angekündigten Angriffe der Huthi den internationalen Seehandel nur bedingt beeinflussen werden. Zudem muss sich erst zeigen, inwiefern die Huthi-Rebellen im Jemen überhaupt in den Konflikt eingreifen und so unter Umständen den Schiffsverkehr in der Region beeinträchtigen. Da zudem erhebliche Mengen Erdöl und Gas aus der Region kommen, könnten hier allerdings die Preise für Diesel und Gas steigen, was sich mittelfristig auf die Kalkulation der Logistikpreise auswirken könnte.