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10.02.2026

Modehandel fordert Konsumschub und Abbau von Unternehmenshemmnissen durch Politik

Der Umsatz des Handels mit Bekleidung hat sich 2025 insgesamt nur sehr schwach entwickelt. Der Handel über alle Vertriebsformen hat nach BTE-Berechnungen im letzten Jahr Bekleidung im Wert von 57,14 Mrd. Euro verkauft. 2024 lag der Umsatz bei 56,54 Mrd. Euro. Dies entspricht einer nominalen Erhöhung von gerade einmal rund einem Prozent. Innerhalb der Branche waren die Online-Pure-Modehändler wieder die klaren Gewinner der Entwicklung. Der stationäre Bekleidungsfachhandel verharrte dagegen nahezu auf gleichem Niveau des Vorjahres. Der anderweitige stationäre Bekleidungshandel (z. B. in Warenhäusern) musste weitere Umsatzverluste hinnehmen. Bei Betrachtung der operativen Geschäftsergebnisse, unter Berücksichtigung kalkulatorischer Kosten, landete nach einer aktuellen BTE-Umfrage jeder zweite stationäre Bekleidungshändler in den roten Zahlen, bei 18 Prozent lag der operative Verlust sogar bei fünf Prozent oder schlechter. 
 

Der Umsatz des Handels mit Bekleidung hat sich 2025 insgesamt nur sehr schwach entwickelt. Der Handel über alle Vertriebsformen hat nach BTE-Berechnungen im letzten Jahr Bekleidung im Wert von 57,14 Mrd. Euro verkauft. 2024 lag der Umsatz bei 56,54 Mrd. Euro. Dies entspricht einer nominalen Erhöhung von gerade einmal rund einem Prozent. Innerhalb der Branche waren die Online-Pure-Modehändler wieder die klaren Gewinner der Entwicklung. Der stationäre Bekleidungsfachhandel verharrte dagegen nahezu auf gleichem Niveau des Vorjahres. Der anderweitige stationäre Bekleidungshandel (z. B. in Warenhäusern) musste weitere Umsatzverluste hinnehmen. Bei Betrachtung der operativen Geschäftsergebnisse, unter Berücksichtigung kalkulatorischer Kosten, landete nach einer aktuellen BTE-Umfrage jeder zweite stationäre Bekleidungshändler in den roten Zahlen, bei 18 Prozent lag der operative Verlust sogar bei fünf Prozent oder schlechter. 
 
Eine noch schlechtere Entwicklung ergab sich im Schuhhandel. Hier reduzierte sich das gesamte Marktvolumen von rund 11,66 Mrd. Euro im Vorjahr auf 11,48 Mrd. Euro im Jahr 2025, was eine Reduktion von rund anderthalb Prozent ergibt. Deutliche Verlierer waren die stationären Schuhfachgeschäfte, die nahezu vier Prozent Umsatzverluste zu verkraften hatten. Wie im Bekleidungsfachhandel konnten auch im Schuhhandel die reinen Online-Schuhanbieter Umsatzzuwächse verzeichnen. Rund 67 Prozent der stationären Schuhhändler verzeichneten ein negatives operatives Geschäftsergebnis, bei 37 Prozent lag der operative Verlust bei fünf Prozent oder schlechter. 
 
„Das Jahr 2025 hat unseren Branchen einen weiteren herben Rückschlag beschert. Wenn durchschnittlich deutlich mehr als die Hälfte aller Bekleidungs- und Schuhhändler operative Verluste machen, dann ist das ein wahres Horrorszenario. Die Entwicklung ist wirklich dramatisch und wir müssen aufpassen, dass noch bestehende stationäre Handels- und Versorgungsstrukturen unserer Branchen nicht vollends wegbrechen. Der Exitus unserer Branchen muss gestoppt werden!“, konstatiert BTE-Präsident Mark Rauschen, geschäftsführender Gesellschafter des Osnabrücker Modehauses L&T Lengermann & Trieschmann.
 
Auch für 2026 sind die Aussichten eher trüb. Laut aktueller BTE-Umfrage rechnen nur etwa 30 Prozent der Bekleidungshändler in diesem Jahr mit einem nennenswerten Umsatzplus. 34 Prozent der befragten Bekleidungshändler befürchten dagegen einen Umsatzrückgang von mindestens einem Prozent, der Rest erwartet mehr oder weniger ein Pari. Im Schuhhandel sind die Erwartungen ebenso ernüchternd: Hier gehen sogar lediglich 16 Prozent der Schuhhändler von einem leichten Umsatzplus von bis zu fünf Prozent aus. Etwa jeder zweite Schuhhändler erwartet ein Pari, ein Drittel dagegen ein deutliches Minus.
 
Als Hauptprobleme für die schlechte Entwicklung und Aussichten nennen die Händler den nach wie vor schwachen privaten Konsum. Auf Unternehmensseite werden die hohen Kostenbelastungen und die weiterhin gravierenden Beeinträchtigungen durch die Bürokratie beklagt. Auch der nach wie vor ebenso massive wie ungleiche Wettbewerb mit asiatischen Plattformen und der anhaltende Attraktivitätsverlust der Innenstädte sind abermalige Problemfelder.     
 
Vor diesem Hintergrund fordert BTE-Präsident Rauschen von der Politik zum einen schnelle und nachhaltige Maßnahmen zur Ankurbelung des privaten Konsums.  „Was wir brauchen, ist ein Konsumschub, mit deutlichen Steuerentlastungen und weiteren Senkungen der Energiekosten für alle Menschen. Die Leute brauchen effektiv mehr Geld in ihren Portemonnaies, um es auch bei uns ohne große Sorgen und Überlegungen mit Freude ausgeben zu können. Wir leben in der Masse von der Mittelschicht und die muss vor allem entlastet bzw. gestärkt werden.“
 
Zum anderen fordert der Verband massive und nachhaltige Kosten- und Bürokratieentlastungen der Unternehmen durch die Politik. „Seit Jahren tragen wir diese Forderungen nach Entlastungen unserer Branchen wie ein Mantra vor. Bisher ist bis auf viele Versprechungen wenig umgesetzt bzw. angegangen worden. Hier muss der Knoten endlich durchschlagen werden, damit unsere Unternehmen wieder mehr investieren und sich stärker engagieren können. Gerade wir als Mode- und Schuhhandelsbranche haben oft das Gefühl, dass uns die Politik ständig Knüppel zwischen die Beine wirft, anstatt uns in unserem Handeln zu unterstützen. Das muss sich ändern!“ ergänzt BTE-Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels.
 
Nicht hinnehmbar sind nach Ansicht des Verbandes auch die bürokratischen Vorgaben für deutsche Händler, wenn gleichzeitig millionenfach dubiose und oft Schadstoff-belastete Billigware unkontrolliert über asiatische Plattformen wie Shein und Temu nach Deutschland und in die EU strömt. Hier müsse die Politik sowohl auf nationaler wie europäischen Ebene ihre Bemühungen unbedingt weiter intensivieren.
 
Appelle richtet der BTE aber auch an die eigene Branche. Die Branche müsse weiter mit Nachdruck an der Verbesserung von Geschäftsprozessen arbeiten sowie ein stärkeres Engagement in den Werbe-/Citymarketinggemeinschaften der Innenstädte zeigen, um an deren Standortverbesserungen aktiver mitzuwirken. 

Quelle:

BTE e. V.

Designers Village (c) Messe Düsseldorf
Designers Village
07.02.2026

Sonderflächen der EuroShop 2026: Erlebnisräume für den Handel

Vom 22. bis 26. Februar 2026 wird das Messegelände zur EuroShop in Düsseldorf wieder zur globalen Plattform für Retail Innovationen. Ein zentrales Element neben der Ausstellung sind die Sonderflächen der EuroShop, die Trends erlebbar machen, Interaktion fördern und Inspiration für die Praxis liefern.

Designers Village: Neu gestaltet, internationaler denn je
Das Designers Village bleibt eine der zentralen Anlaufstellen der EuroShop für kreatives Store Design, das eine Atmosphäre schafft, in der Menschen gerne einkaufen. 2026 präsentiert sich die Sonderfläche mit einer neuen Gestaltung, die mehr Raum für den Austausch mit den ausstellenden renommierten Design- und Architekturbüros aus Europa, Asien und Nordamerika bietet. Die Aussteller zeigen Trends und konkrete Beispiele rund um Store Layout, Visual Merchandising, Lighting Design, modulare Einrichtungssysteme oder multisensorische Gestaltung. Der Fokus liegt auf Austausch, Inspiration und der Frage, wie Retail-Architektur auf veränderte Kundenbedürfnisse, Nachhaltigkeitsanforderungen und technologische Entwicklungen reagieren kann. Halle 12, Stand A46

Vom 22. bis 26. Februar 2026 wird das Messegelände zur EuroShop in Düsseldorf wieder zur globalen Plattform für Retail Innovationen. Ein zentrales Element neben der Ausstellung sind die Sonderflächen der EuroShop, die Trends erlebbar machen, Interaktion fördern und Inspiration für die Praxis liefern.

Designers Village: Neu gestaltet, internationaler denn je
Das Designers Village bleibt eine der zentralen Anlaufstellen der EuroShop für kreatives Store Design, das eine Atmosphäre schafft, in der Menschen gerne einkaufen. 2026 präsentiert sich die Sonderfläche mit einer neuen Gestaltung, die mehr Raum für den Austausch mit den ausstellenden renommierten Design- und Architekturbüros aus Europa, Asien und Nordamerika bietet. Die Aussteller zeigen Trends und konkrete Beispiele rund um Store Layout, Visual Merchandising, Lighting Design, modulare Einrichtungssysteme oder multisensorische Gestaltung. Der Fokus liegt auf Austausch, Inspiration und der Frage, wie Retail-Architektur auf veränderte Kundenbedürfnisse, Nachhaltigkeitsanforderungen und technologische Entwicklungen reagieren kann. Halle 12, Stand A46

VM Experience: Visual Merchandising neu gedacht
Mit der VM Experience schafft die EuroShop 2026 zusammen mit der Fachschule für Werbegestaltung Stuttgart ein neues, interaktives Format für modernes Visual Merchandising. Auf der Sonderfläche zeigt sich zum einen die Schule unter dem Motto „Dare to create“ in einem labyrinthartig angelegten Messestand mit exemplarischen Projektarbeiten der Schule, die zur Interaktion einladen. Zum anderen inszenieren internationale Figurenhersteller ihre neuesten Exponate zu den Themen Sport und Fashion. Die VM Experience steht für den Anspruch der Beteiligten, auch in herausfordernden Zeiten Zusammenhalt und Mut für kreative Lösungen zu zeigen und den stationären Einzelhandel mit seinen sensorischen Stärken beim authentischen Einkaufserlebnis nachhaltig zu unterstützen. Halle 10, Stand A02-C02

Weitere Sonderflächen widmen sich den vielfältigen Facetten der Retail-Welt:

  • Die Italian Lighting Lounge zeigt Lichtdesign aus Italien für Innenräume, Außenbereiche und im Industriedesign.
  • Die 60s Lounge der EuroShop feiert das 60-jährige Jubiläum und die Historie der Messe.
  • Der dLv-Gemeinschaftsstand des Deutschen Ladenbau Verbands ist zentrale Anlaufstelle für Ladenbaukompetenz „Made in Germany“.
  • Das IFES Global Village bündelt internationale Expertise im Messe- und Eventbau.
  • Das Shop! Global Village setzt Fokus auf POS-Marketing und Markenaktivierung.
  • Im Start-up Hub und bei den Young Innovators by BMWE zeigen Newcomer ihre Innovationen.
Weitere Informationen:
EuroShop Sonderfläche
Quelle:

Messe Düsseldorf

06.02.2026

DIGEL: Neue Premium-Showrooms in Düsseldorf und München

Die DIGEL AG stärkt ihre nationale und internationale Präsenz mit zwei neuen, repräsentativen Standorten in Düsseldorf und München, die zur Orderrunde Frühjahr/Sommer 2027 eröffnen werden. Mit den beiden Showrooms setzt das Menswear-Unternehmen ein klares Statement für Wachstum, Internationalität und Markenstärke im Premiumsegment.

Der neue Showroom in Düsseldorf liegt in einem der renommiertesten HAKA-Umfelder Deutschlands – in direkter Nachbarschaft zu Marken wie Boss, Strellson und PVH. Auf einer Fläche von 550 Quadratmetern – rund 30 % größer als zuvor – bieten die beiden Brands Digel und Digel Move künftig ein exklusives Markenerlebnis in einem urbanen Lifestyle-Umfeld. Neben der Ordertätigkeit wird der Standort künftig auch als Eventlocation, DIGEL Academy sowie für VIP-Kundenveranstaltungen genutzt. Durch die zentrale Lage und Internationalität Düsseldorfs können zudem über 60 % Exportkunden optimal betreut werden – mit weiterem Wachstumspotenzial.

Die DIGEL AG stärkt ihre nationale und internationale Präsenz mit zwei neuen, repräsentativen Standorten in Düsseldorf und München, die zur Orderrunde Frühjahr/Sommer 2027 eröffnen werden. Mit den beiden Showrooms setzt das Menswear-Unternehmen ein klares Statement für Wachstum, Internationalität und Markenstärke im Premiumsegment.

Der neue Showroom in Düsseldorf liegt in einem der renommiertesten HAKA-Umfelder Deutschlands – in direkter Nachbarschaft zu Marken wie Boss, Strellson und PVH. Auf einer Fläche von 550 Quadratmetern – rund 30 % größer als zuvor – bieten die beiden Brands Digel und Digel Move künftig ein exklusives Markenerlebnis in einem urbanen Lifestyle-Umfeld. Neben der Ordertätigkeit wird der Standort künftig auch als Eventlocation, DIGEL Academy sowie für VIP-Kundenveranstaltungen genutzt. Durch die zentrale Lage und Internationalität Düsseldorfs können zudem über 60 % Exportkunden optimal betreut werden – mit weiterem Wachstumspotenzial.

Auch der neue Showroom in München wird die Marken Digel und Digel Move auf ein neues Level heben. Im Lodenfrey Park, umgeben von führenden Premiumlabels, entsteht ein moderner Standort mit Loftcharakter und industriellem Stil, um die Digel DNA in einem authentischen, inspirierenden Umfeld zu präsentieren. München wird künftig nicht nur ein wichtiger Order-Standort, sondern auch ein Ort für exklusive Presseevents, Academy-Formate und Kundenerlebnisse.

Mit den neuen Showrooms bekräftigt DIGEL seine Ambition, die Premium-Menswear international weiter auszubauen und gleichzeitig den kreativen und partnerschaftlichen Austausch mit Handel und Presse zu fördern.

„Mit Düsseldorf und München schaffen wir zwei außergewöhnliche Räume, die unsere Marke emotional erlebbar machen. Beide Standorte vereinen Ästhetik, Funktionalität und Inspiration – genau das, wofür DIGEL steht,“ erklärt Jochen Digel, CEO der DIGEL AG.

03.02.2026

Einzelhandel fordert Kostenentlastungen

Die Rahmenbedingungen für den Konsum und den Einzelhandel bleiben auch im Jahr 2026 schwierig. Das zeigen die Einschätzungen von knapp 600 Handelsunternehmen in einer aktuellen Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE). Demnach rechnen in diesem Jahr 49 Prozent der Befragten mit Umsätzen unter Vorjahr. Mit Blick auf dieses Umfeld rechnet der HDE in seiner am 2. Februar vorgestellten Jahresprognose für 2026 mit einem Umsatzplus von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr für den Einzelhandel in Deutschland. Um die Lage für die Handelsunternehmen zu verbessern, fordert der HDE die Politik auf, Kostentreiber wie die hohen Energiepreise abzusenken. Aber auch die Gewerkschaft ver.di sieht der Verband in der anstehenden Tarifrunde in der Verantwortung.

Die Rahmenbedingungen für den Konsum und den Einzelhandel bleiben auch im Jahr 2026 schwierig. Das zeigen die Einschätzungen von knapp 600 Handelsunternehmen in einer aktuellen Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE). Demnach rechnen in diesem Jahr 49 Prozent der Befragten mit Umsätzen unter Vorjahr. Mit Blick auf dieses Umfeld rechnet der HDE in seiner am 2. Februar vorgestellten Jahresprognose für 2026 mit einem Umsatzplus von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr für den Einzelhandel in Deutschland. Um die Lage für die Handelsunternehmen zu verbessern, fordert der HDE die Politik auf, Kostentreiber wie die hohen Energiepreise abzusenken. Aber auch die Gewerkschaft ver.di sieht der Verband in der anstehenden Tarifrunde in der Verantwortung.

„Das neue Jahr beginnt für den Einzelhandel ohne richtigen Schwung. Die Verbraucherstimmung macht am aktuellen Rand zwar Hoffnung auf Besserung, verharrt aber weiterhin auf unbefriedigendem Niveau. Zu groß ist angesichts geopolitischer Konflikte und eines erratischen US-Präsidenten die Verunsicherung“, so HDE-Präsident Alexander von Preen. Die schlechte Stimmung in der Branche bestätigt die aktuelle HDE-Umfrage. Demnach kalkulieren 49 Prozent der Händler mit schlechteren Umsätzen als noch 2025, 29 Prozent hoffen, das Vorjahresniveau zu erreichen und nur 23 Prozent gehen von einer Steigerung aus. Angesichts der herausfordernden Rahmendaten prognostiziert der HDE für 2026 ein Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr von nominal zwei Prozent. Real bedeutet das ein Plus von einem halben Prozent. Der Online-Handel bleibt auch 2026 der Wachstumstreiber der Branche. Hier werden die Umsätze laut HDE-Prognose um nominal 4,4 Prozent zulegen, das steht für ein reales Plus von 3,5 Prozent. Die Umsätze im Einzelhandel in Deutschland werden dieses Jahr damit voraussichtlich bei 697,4 Milliarden Euro liegen, der Online-Handel wird dazu 96,3 Milliarden Euro beitragen.

„Es sieht derzeit nicht nach dem großen Aufatmen im Einzelhandel aus. Wir brauchen jetzt eine echte Aufbruchsstimmung. Da ist die Bundesregierung gefragt, mit den richtigen Maßnahmen einen Aufwärtstrend auszulösen“, so der HDE-Präsident. Die HDE-Umfrage macht deutlich, dass die Unternehmen insbesondere beim Thema Bürokratie auf Erleichterungen hoffen. 59 Prozent sehen das als Top-Thema. Insbesondere die hohen Kosten machen den Händlern Kopfschmerzen. Sowohl im Bereich Energie als auch bei den steigenden Kosten für den Faktor Arbeit ist dringende Hilfe gefordert. Von Preen: „Es braucht Entlastungen, die auch tatsächlich ankommen. Die Stromsteuer muss endlich zeitnah für alle gesenkt werden. Und bei den Sozialversicherungsbeiträgen braucht es eine dauerhafte 40-Prozent-Obergrenze.“ Was passiert, wenn die Arbeitskosten weiter steigen, wird in der HDE-Umfrage überdeutlich. Für diesen Fall gehen 77 Prozent der Befragten von negativen Beschäftigungseffekten aus. Die selbst in den schwierigen Corona-Jahren immer weiter Arbeitsplätze aufbauende Branche verlor seit 2022 bereits 60.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Der HDE warnt deshalb vor der anstehenden Tarifrunde die Gewerkschaft ver.di vor weiteren Belastungen durch unverhältnismäßige Forderungen. Die Tarifrunde im Einzelhandel beginnt im April 2026. In der Branche sind 3,1 Millionen Menschen beschäftigt. Die Tarifrunde ist damit eine der größten in Deutschland.

02.02.2026

Fazit MUNICH FABRIC START Spring.Summer 27: Solide. Optimistisch.

Solide Messe. Optimistisches Mindset. So lautet das Ergebnis der MUNICH FABRIC START. Nach drei Messetagen ist am 29. Januar die Münchner Textilmesse mit den integrierten Show-in-Shows BLUEZONE, KEYHOUSE und THE SOURCE zu Ende gegangen. Die MUNICH FABRIC START schloss mit einer stabilen Besucherfrequenz im Vergleich zur vergangenen Veranstaltung ab. Rund 1.000 Kollektionen von internationalen Stoff- und Zutatenherstellern zeigten im MOC München ihre Farb- und Materialtrends für Spring.Summer 27. Hochwertige Stoffe und Zutaten trafen auf internationale Denim-Kompetenz und zukunftsweisende Innovationen entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette.  

Solide Messe. Optimistisches Mindset. So lautet das Ergebnis der MUNICH FABRIC START. Nach drei Messetagen ist am 29. Januar die Münchner Textilmesse mit den integrierten Show-in-Shows BLUEZONE, KEYHOUSE und THE SOURCE zu Ende gegangen. Die MUNICH FABRIC START schloss mit einer stabilen Besucherfrequenz im Vergleich zur vergangenen Veranstaltung ab. Rund 1.000 Kollektionen von internationalen Stoff- und Zutatenherstellern zeigten im MOC München ihre Farb- und Materialtrends für Spring.Summer 27. Hochwertige Stoffe und Zutaten trafen auf internationale Denim-Kompetenz und zukunftsweisende Innovationen entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette.  

Trends Spring.Summer 27: Gegenpole setzen  
„Es ist eine Zeit radikaler Veränderungen. Viele Menschen sind von Pessimismus geprägt und wollen am Status quo festhalten. Feigheit ist unser Problem. ‚Polite Fashion‘ ist das Ergebnis“, provoziert Trendforscher David Shah von View Publications vor vollen Zuschauerrängen auf der STAGE. Umso wichtiger sei es, gegenzusteuern. „Wir bewegen uns in einem herausfordernden Marktumfeld, in einer schwierigen Zeit. In der Modebranche setzt das aktuell eine unheimliche kreative Energie frei. Es geht darum, einen positiven Gegenpol zu setzen“, so eröffneten die MFS-Trendexperten Volker Orthmann und Katharina Majorek von o/m Collective ihren Trendvortrag „PLEASURE – Colours, Fabrics, Styling (Wo)mens Key Trends for Spring.Summer 27“. Nachdem die modische Grundrichtung lange durch Pragmatismus und Neutralität geprägt war, richtet sich der Blick jetzt nach vorne. Mit dem übergreifenden Leitthema „PLEASURE“, hat die MUNICH FABRIC START diese Trendentwicklung modern inszeniert und für Besucher erlebbar gemacht. Mit Themen wie Cinematic Colours, Every Day Pop, Cultural Power oder Sunny Nonchalance stellte auch Karin Schmitz von Peclers Paris Optimismus, Spaß und Zuversicht in den Mittelpunkt.  
 
Farbe, Drucke und Struktur als modische Treiber 

Modisch markiert die neue Saison einen Wendepunkt, hin zu bewusster Erneuerung. Optimismus, Vergnügen und Kreativität sind die vorherrschenden Themen. Das spiegelt sich in den rund 1.000 Kollektionen internationaler Stoff- und Zutatenhersteller deutlich wider. Farbe, Drucke und Struktur sind zentrale Impulsgeber der Saison. „Wir sind in einer Phase der Veränderung. Was ist morgen? Das ist die alles überlagernde Frage. Wichtig dafür ist Farbe. Es ist wenig Farbe auf dem Markt gewesen. Das ändert sich jetzt“, so Schmitz von Peclers Paris. Annette Schrewe, Head of Design bei Betty Barclay, beobachtet in den Kollektionen „mehr Mut zur Farbe“, ergänzt durch Neutrals mit interessanten Oberflächenstrukturen.  „Wunderschön, insbesondere für Blusen, sind die neuen fluiden, transparenten, fließenden Stoffe. Die Saison macht Spaß“, so Schrewe weiter. Eveline Rammler, Einkauf DOB bei s.Oliver, beschreibt: „Markisenstreifen, Pinstripes, florale und naive Paisley Prints, verfremdete Animals – das kristallisiert sich für uns als dominierende  Themen bei den Drucken heraus.“ Gamze Camuzcuoglu, Sales Manager von A.P.C. bestätigt: „Leuchtendes Blau und Weiß, fließende Animal-Prints, verschwommene orientalische Motive, florale Bordüren, geometrische Designs, unregelmäßige Geometrien und Pyjamastreifen – das sind für uns die wichtigsten Modetrends.“ „Wir suchen nach Neuheiten, die unsere Sprache sprechen. Pastellige Farben und helle Drucke sehen wir auch für den Abend. Leichte, transparente Chiffons, Organza mit Struktur, Drucke mit malerischen Blüten, Bohème, das ist für uns neu. Dunkelbraun und Bordeaux bleibt. Braun war ein Riesen-Hype. Jetzt geht es in Toffee und Camel in Verbindung mit Rosa oder hellem Gelb“, sagt Heike Schaible, Produktmanagement, Vera Mont. Im Hinblick auf die Oberflächen rücken Haptik und Textur in den Vordergrund. „Die Themen der Stunde sind Materialien, die haptisch erlebbar sind. Materialien, die ansprechen, über taktile Strukturen“, betont Majorek von o/m Collective. Thoshikiko Kanatani von Stylem bestätigt: „Die Highlights dieser Saison sind besondere Veredelungen, viele Texturen sowie Knitter- und Falteneffekte.“ 
 
Preis, Marge, Konsum 
„Das Zauberwort lautet: Marge. Themen wie Handfeel, Qualität, Finish sind für den deutschen Markt im Moment völlig zweitrangig. Die Wertschätzung für Hochwertigkeit fehlt“, bedauert Mladen Pototschnik, Sales, Albini & Thomas Mason. Er verweist auf eine weiter steigende Preissensibilität und sieht auch in der Messeentwicklung einen Indikator dafür, „dass sich die deutsche Bekleidungsindustrie sehr schwer tut.“ Eser Kaygusuz, Sales Head von Yünsa sieht es ähnlich: „Die Stimmung in Deutschland ist angespannt. Die Preissensibilität ist hoch, die Konsumstimmung schlecht. Das zeigt sich nicht nur im Textilbereich, sondern auch bei den Zahlen der Automobilindustrie. Dennoch, der erste Messetag war gar nicht schlecht. Viele wichtige Kunden wie Seidensticker, Hugo Boss und Digel waren schon da.“ Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen wurde die Messe von Ausstellern und Besuchern konstruktiv genutzt. „Es lief besser als erwartet. Mailand war so stark, dass wir nicht dachten, dass es in München nochmal so gut wird. Die Qualität der Kunden war RICHTIG gut. Toni Dress, Brax, Bugatti, Betty Barclay und Vera Mont – um nur einige zu nennen“, sagt Thomas Buschjost, Inhaber der Agentur Fashion & Friends. Viele Kunden würden das Thema Preis „erstmal ausklammern“ und sich zunächst darauf konzentrieren, „schöne, neue Dinge zu finden“. 
 
Compliance, KI und Circularity 

Neben den Trends zählten vor allem regulatorische Anforderungen wie der Digital Product Passport, Digitalisierung, KI und zirkuläre Modelle zu den zentralen inhaltlichen Schwerpunkten des umfangreichen Vortragsprogramms. „Es geht nicht nur um Kosten und Optimierung. Ein zentrales Thema ist, wie politische Vorgaben ins Sourcing übersetzt werden können und wie sich Compliance durch konsistente Daten sicherstellen lässt“, betont Politikberaterin Muchaneta ten Napel von Shape Innovate. Während der drei Messetage diskutierte sie gemeinsam mit zahlreichen namhaften Experten auf den Panels Themen wie diese. Deutlich wurde in Round Tables, Talks und Vorträgen der hohe Veränderungsdruck, der ab 2026 auf die Branche zukommt. „Es gibt kein Patentrezept. Jede Marke arbeitet anders. Ich habe nicht das Gefühl, dass die Branche gut vorbereitet ist“, so die Einschätzung von Leila Abu el Hawa, Beraterin und Head of Product von Elizabeth Scarlett, im Hinblick auf den Digital Product Passport.  
 
Angewandte neue Technologie- und Systemlösungen präsentierte das KEYHOUSE. Im Fokus standen Transparenz, Vertrauen und der Übergang zur Kreislaufwirtschaft – von der Stärkung resilienter, zirkulärer Prozesse bis hin zu marktreifen Innovationen. Zu den Highlights zählten unter anderem eine neue Technologie zur Smartphone-basierten Authentifizierung von Fakes oder Originalen von Original-ID sowie das erstmals vorgestellte Rücknahmesystem von Trove für Wiederverkauf und Recycling. „Das ist unsere Antwort auf die Rohstoffknappheit“, so Janis Künkler, Managing Director Trove Europe.  
 
Forschungsnahe Projekte, bei denen Nachhaltigkeit kulturell, sinnlich und systemisch gedacht wird, wurden erneut im SUSTAINABLE INNOVATIONS Forum kuratiert. Zu den Teilnehmern zählten Marie Vilay mit den Projekten „To Read a Pattern“ und „A Bindle“, Materia Futura von Alessia Pasquini und Beatriz Sandini sowie 
„Threaded Protocols“ von Floor Berkhout. Eine weitere Messeneuheit mit höchstem Nachhaltigkeitsanspruch: Die Kooperation von Dirt und Loads Collection mit der ersten Demeter-zertifizierten Textilkollektion. Erstmals wird der Demeter-Standard auf Textilien angewendet – perspektivisch auch für Bekleidung. „Das ist ein echter Meilenstein“, betont Lea Mahlke von Dirt, Neuaussteller in der RESOURCE Area.  
 
BLUEZONE: Unperfekt – perfekt 

Die BLUEZONE zeigte für Spring.Summer 2027 ein vielschichtiges Denim-Bild zwischen urbaner Strenge, funktionaler Reduktion und sinnlicher Opulenz. Nachhaltige Materialien, handwerkliche Details und innovative Oberflächen rücken den Wert des Materials ebenso in den Fokus wie Individualität und Emotion. Einen zentralen Trend beschreibt Denim-Experte Tilmann Wröbel vom Denim Lifestyle Studio Monsieur-T. in seinem Vortrag „The perfect time for denim imperfection“: „Hyperperfektion durch AI? Für die Denim-Industrie liegt der aktuelle Trend im Gegenteil: in der Idee der Unperfektheit. Nicht zu glatt, nicht zu perfekt. Ist es nicht genau das, was Denim ausmacht?“ Auch auf der BLUEZONE standen innovative Materialentwicklungen und ressourcenschonende, zirkuläre Produktionsprozesse im Vordergrund. „Wir stellen Evogeny vor – unsere Premium-Denim-Kollektion – sowie eine spezielle Capsule, die wir eigens für den deutschen Markt entwickelt haben, mit Fokus auf Stretch-Technologie und Tragekomfort. Revo-Su mit seinem wasserfreien Ansatz sowie insgesamt umweltbewusste Innovationen sind für uns sehr wichtig. Re/essence steht ganz im Zeichen natürlicher Farben“, Marketing Manager Selen Baltaci zählt die Neuheiten für Spring.Summer 27 von Calik Denim auf. Ob Berto, Bossa, Calik, ISKO, Orta, Sharabati, Tejidos Royo oder Troficolor Denim Makers – die BLUEZONE versammelte erneut das Gros der wichtigsten internationalen Denimhersteller. Philipp Walendy, Geschäftsführer von Alberto bekräftigt den klaren Vorteil der BLUEZONE gegenüber anderen Veranstaltungen: „Alle sind da, ca. 95 % unserer Lieferanten. Das haben wir nirgendwo anders.“ Die BLUEZONE habe nicht mehr den gewohnten Lifestyle, und sei jetzt stärker eine Arbeitsmesse, „aber wir sind ja auch zum Arbeiten hier“, so Walendy und spricht damit für viele. 
 
Raum für neue Lösungen 
Klar strukturiert und effizient gebündelt: Die neue Anordnung der acht Areas im MOC stärkt den Austausch, schafft mehr Sichtbarkeit und fördert Synergien. Was sich verändert hat: Nachhaltiges Sourcing mit RESOURCE wurde neu positioniert und befindet sich nun gemeinsam mit den ADDITIONALS in Halle 1 in direkter Nachbarschaft zu THE SOURCE. An der Schnittstelle von Design, Technologie und Nachhaltigkeit – BLUEZONE und KEYHOUSE inklusive der SUSTAINABLE INNOVATIONS sind im hochfrequentierten Bereich in Halle 2 gelegen. Die DESIGN STUDIOS liegen nun noch zentraler in Halle 4. Sie schließen an den großen Bereich der FABRICS an, die sich weiterhin über die Hallen 3, 4 und das Atrium 3 verteilen. Die klaren Strukturen schaffen Orientierung und Raum für neue Lösungen.  

Quelle:

munich fabric start

29.01.2026

Textil- und Modehändler: Mehrheit schließt 2025 mit einstelligem Umsatzminus ab

Die verhaltene Nachfrage im November und Dezember hat dazu geführt, dass die Mehrheit der Textil- und Modehändler das Jahr 2025 mit einem einstelligen Umsatzminus abgeschlossen hat. Da die Kosten weitgehend stabil geblieben oder sogar gestiegen sind, dürften zahlreiche Unternehmen damit 2025 in die roten Zahlen geraten sein.  Infolgedessen stehen daher bei einer Vielzahl von Unternehmern im Jahr 2026 Maßnahmen zur Kostensenkung ganz oben auf der Agenda. Die aktuelle BTE-Unternehmerumfrage aus dem Januar zeigt auf, dass ein großer Teil der Unternehmen (71 Prozent) ihre Kostensituation besonders intensiv überprüfen möchte. Die Verbesserung der Warensteuerung mit dem Ziel geringerer Abschriften wird von den Unternehmen (72 Prozent) noch stärker priorisiert.
 

Die verhaltene Nachfrage im November und Dezember hat dazu geführt, dass die Mehrheit der Textil- und Modehändler das Jahr 2025 mit einem einstelligen Umsatzminus abgeschlossen hat. Da die Kosten weitgehend stabil geblieben oder sogar gestiegen sind, dürften zahlreiche Unternehmen damit 2025 in die roten Zahlen geraten sein.  Infolgedessen stehen daher bei einer Vielzahl von Unternehmern im Jahr 2026 Maßnahmen zur Kostensenkung ganz oben auf der Agenda. Die aktuelle BTE-Unternehmerumfrage aus dem Januar zeigt auf, dass ein großer Teil der Unternehmen (71 Prozent) ihre Kostensituation besonders intensiv überprüfen möchte. Die Verbesserung der Warensteuerung mit dem Ziel geringerer Abschriften wird von den Unternehmen (72 Prozent) noch stärker priorisiert.
 
Zugleich verdeutlicht die BTE-Umfrage, dass Investitionen weiterhin als notwendiger Hebel fungieren, um Kosten mittelfristig zu senken und Umsätze zu stabilisieren oder zu steigern. Vor diesem Hintergrund plant rund die Hälfte der befragten Unternehmen, die Mitarbeitermotivation zu stärken sowie in die Schulung des Personals zu investieren. Des Weiteren stehen Anstrengungen in den Bereichen Einkaufserlebnisse und Events (45 Prozent), digitales Marketing und CRM (40 Prozent), KI Nutzung (35 Prozent) sowie Ladenoptik und Warenpräsentation (29 Prozent) auf der diesjährigen Agenda. Um den derzeitigen Umbrüchen im Einzelhandel zu begegnen, bilden jene Schwerpunkte Stellschrauben, an denen Händerinnen und Händler im laufenden Jahr ansetzen möchten.
 
Mittlerweile steht dem Handel eine Vielzahl von technischen und digitalen Lösungen zur Verfügung, mit denen Textil , Schuh  und Outfithändler ihre Performanz optimieren können. „Insbesondere in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist der Blick auf Effizienz zentral, um Potenziale zu entwickeln und sich intensiv mit neuen Technologien, Ideen und vor allem tragfähigen Konzepten auseinanderzusetzen“, betont BTE Geschäftsführer Sönke Padberg. „Dazu gehört, Mehrwerte zur Effizienzsteigerung zu nutzen und bewusst zu investieren – nicht nur finanziell, sondern ebenfalls in Know how und Zukunftsstrategien für den Handel.“
 
Vor diesem Hintergrund empfiehlt Sönke Padberg ausdrücklich, die Chance zu nutzen und an der Jubiläumsausgabe der EuroShop in Düsseldorf teilzunehmen. Die weltweit führende Fachmesse für Retail feiert 2026 ihr 60 jähriges Bestehen und rückt vom 22. bis 26. Februar auf dem Düsseldorfer Messegelände Trends und Technologien für den Handel in den Fokus. 
 
Als Servicepartner des Handels für Textil, Schuhe und Lederwaren bietet der BTE am 24. Februar um 14.00 Uhr einen 90-minütigen geführten Rundgang an: Sönke Padberg wird ausgewählte Lösungsansätze und Innovationen speziell für den Mode , Schuh  und Sporthandel vorstellen und jene Wegweiser fachlich einordnen. Ziel ist es, allen Teilnehmenden einen kompakten Überblick über einschlägige Neuheiten zu geben und deutliche Impulse für die eigene Praxis zu setzen. Der BTE appelliert an die Branche, jene Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch zu nutzen. Anmeldungen zum geführten Rundgang sind an padberg@bte.de zu richten. 
 
Aufgrund des großen Erfolgs bei Händlern und Dienstleistern führt der BTE in diesem Jahr den zweiten Digital Day am 16. April 2026 durch. Dieser informiert über Innovationen im Fashionhandel und findet im digitalen Format statt. Das Veranstaltungsformat versteht sich ebenfalls als Impulsbringer. Weitere Informationen sind unter www.bte.de/bte-digital-day-2026 einzusehen.

Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren

29.01.2026

EmpCo-Richtlinie: rechtssichere und rechtzeitige Umsetzung utopisch?

Südwesttextil fordert die Klärung von Rechtsbegriffen sowie eine Verlängerung der Abverkaufsfristen, um eine Umsetzung in der Industriepraxis zu gewährleisten. 

Die Änderung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb wird am 30. Januar 2026 im Bundesrat beraten. Nur wenige Wochen vor der Frist soll mit dem Gesetz die europäische Empowering Consumers-Richtlinie in nationales Recht umgesetzt werden. Konkret verpflichtet diese Unternehmen, jegliche „Umweltaussagen“ oder Darstellungen im Rahmen ihrer kommerziellen Kommunikation im unmittelbaren Kontext zu belegen. Aktuell stehen einer rechtssicheren Umsetzung in der Praxis aber fehlende Präzision und eine zu kurzfristige Zeitschiene im Weg, so Südwesttextil. 

Südwesttextil fordert die Klärung von Rechtsbegriffen sowie eine Verlängerung der Abverkaufsfristen, um eine Umsetzung in der Industriepraxis zu gewährleisten. 

Die Änderung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb wird am 30. Januar 2026 im Bundesrat beraten. Nur wenige Wochen vor der Frist soll mit dem Gesetz die europäische Empowering Consumers-Richtlinie in nationales Recht umgesetzt werden. Konkret verpflichtet diese Unternehmen, jegliche „Umweltaussagen“ oder Darstellungen im Rahmen ihrer kommerziellen Kommunikation im unmittelbaren Kontext zu belegen. Aktuell stehen einer rechtssicheren Umsetzung in der Praxis aber fehlende Präzision und eine zu kurzfristige Zeitschiene im Weg, so Südwesttextil. 

Aktuell gebe es nur wenige Anhaltspunkte, was und wie Unternehmen weiterhin rechtssicher kommunizieren können. Zwar stellt eine Beschlussempfehlung des Ausschusses klar, dass „anerkannte, auf Grundlage vorab festgelegter Kriterien unabhängig durchgeführte und belastbare Verbrauchertests“ weiterhin verwendet werden können. Trotzdem bleibe unklar, ob branchenspezifische Standards der Textilindustrie darin inkludiert sind. Würden diese unbestimmten Rechtsbegriffe nicht konkretisiert, werde es in der Konsequenz erst durch Gerichtsverfahren Präzisierungen geben. Für Unternehmen stelle dies ein kostspieliges Risiko dar. 

Südwesttextil kritisiert die konkrete Umsetzung vor allem auch vor dem Hintergrund des von der EU vorgegebenen Zeitrahmens. Denn Unternehmen müssen bis zum 27. September 2026 – trotz der noch offenen Fragen und teilweise fehlenden Leitlinien – ihre Strategie festgelegt und notwendige Vorkehrungen getroffen haben. Südwesttextil fordert die Bundesregierung nochmals auf, sich mit dem Anliegen an die EU zu wenden, die Umsetzungsfrist im Hinblick auf die von der EU vorgegebene enge Zeitschiene für die Unternehmen realistisch zu gestalten. 

Südwesttextil-Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner: „Angesichts der Rechtsunsicherheiten ist es für eine langfristig, effizient planende Industrieproduktion kaum möglich, rechtssicher und rechtzeitig die laufenden Prozesse umzustellen. Die Politik berücksichtigt bei der aktuellen Umsetzung nicht, dass entsprechende Vorlaufzeiten und Vorproduktionen – gerade im Bereich von Verpackungen und Kennzeichnungen – stattfinden.“ 

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil

26.01.2026

Winterschlussverkauf am 26. Januar 2026 gestartet

Der letzte Montag im Januar läutet im Einzelhandel traditionell den freiwilligen Winterschlussverkauf (WSV) ein. Der Starttermin für den WSV fällt in diesem Jahr auf den 26. Januar.

„In den nächsten Wochen warten im Handel wieder besondere Schnäppchen auf die Kundinnen und Kunden. Traditionell nutzen viele Handelsunternehmen den Winterschlussverkauf, um Platz für das Frühjahrssortiment zu machen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Besonders der Modehandel räume durch WSV-Rabatte seine Lager für die neuen Kollektionen. In einigen Geschäften sei die Auswahl an Herbst- und Winterware noch groß. „Es lohnt sich, beim Einkaufsbummel Ausschau nach WSV-Aktionen zu halten“, so Genth weiter.

Im Rahmen des Winterschlussverkaufs werden vor allem Mode, Schuhe, Lederwaren, Heimtextilien sowie Sportbekleidung reduziert. Aber auch viele Möbelgeschäfte, Bau- und Elektronikmärkte bieten preisreduzierte Ware an. Der WSV dauert in der Regel zwei Wochen. Da viele Menschen die traditionellen Schlussverkäufe fest eingeplant haben, bietet der Einzelhandel WSV und Sommerschlussverkauf (SSV) auch nach dem Wegfall der gesetzlichen Grundlage im Jahr 2004 weiterhin an.

Der letzte Montag im Januar läutet im Einzelhandel traditionell den freiwilligen Winterschlussverkauf (WSV) ein. Der Starttermin für den WSV fällt in diesem Jahr auf den 26. Januar.

„In den nächsten Wochen warten im Handel wieder besondere Schnäppchen auf die Kundinnen und Kunden. Traditionell nutzen viele Handelsunternehmen den Winterschlussverkauf, um Platz für das Frühjahrssortiment zu machen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Besonders der Modehandel räume durch WSV-Rabatte seine Lager für die neuen Kollektionen. In einigen Geschäften sei die Auswahl an Herbst- und Winterware noch groß. „Es lohnt sich, beim Einkaufsbummel Ausschau nach WSV-Aktionen zu halten“, so Genth weiter.

Im Rahmen des Winterschlussverkaufs werden vor allem Mode, Schuhe, Lederwaren, Heimtextilien sowie Sportbekleidung reduziert. Aber auch viele Möbelgeschäfte, Bau- und Elektronikmärkte bieten preisreduzierte Ware an. Der WSV dauert in der Regel zwei Wochen. Da viele Menschen die traditionellen Schlussverkäufe fest eingeplant haben, bietet der Einzelhandel WSV und Sommerschlussverkauf (SSV) auch nach dem Wegfall der gesetzlichen Grundlage im Jahr 2004 weiterhin an.

Quelle:

HDE Handelsverband Deutschland

Supreme Body & Beach Foto: Supreme Body&Beach | Manni Huber
20.01.2026

Supreme Body & Beach macht Lingerie sichtbar

Die neue Saison zeigt eine klare Entwicklung: Lingerie verschwindet nicht mehr unter dem Outfit, sie wird Teil des Stylings. Auf der SUPREME BODY & BEACH trifft funktionale Ästhetik auf bewusst integrierte Details, natürliche Linienführungen und ein ausgeprägt komfortorientiertes Designverständnis. Underwear wird zum Element, das Looks prägt, statt sie nur zu begleiten.

Im Mittelpunkt stehen Modelle, die ein Second-Skin-Gefühl erzeugen. Leicht, körpernah, unterstützend. Geometrische Muster, Mesh-Strukturen und klare Linien schaffen eine moderne, ruhige Optik, während dekorative Träger und subtile Cut-outs gezielte Akzente setzen.

Farbwelten der Saison
Die Kollektionen bewegen sich zwischen warmen und intensiven Nuancen: Schokobraun, Burgunder, Nachtblau, Khaki, ergänzt durch Smaragdgrün, Pflaume, leuchtendes Pink und frische Zitrusnuancen. Eine Palette, die Materialität und Silhouetten besonders gut zur Geltung bringt.

Modelle & Materialien

Die neue Saison zeigt eine klare Entwicklung: Lingerie verschwindet nicht mehr unter dem Outfit, sie wird Teil des Stylings. Auf der SUPREME BODY & BEACH trifft funktionale Ästhetik auf bewusst integrierte Details, natürliche Linienführungen und ein ausgeprägt komfortorientiertes Designverständnis. Underwear wird zum Element, das Looks prägt, statt sie nur zu begleiten.

Im Mittelpunkt stehen Modelle, die ein Second-Skin-Gefühl erzeugen. Leicht, körpernah, unterstützend. Geometrische Muster, Mesh-Strukturen und klare Linien schaffen eine moderne, ruhige Optik, während dekorative Träger und subtile Cut-outs gezielte Akzente setzen.

Farbwelten der Saison
Die Kollektionen bewegen sich zwischen warmen und intensiven Nuancen: Schokobraun, Burgunder, Nachtblau, Khaki, ergänzt durch Smaragdgrün, Pflaume, leuchtendes Pink und frische Zitrusnuancen. Eine Palette, die Materialität und Silhouetten besonders gut zur Geltung bringt.

Modelle & Materialien

  • Bügelmodelle mit softer Polsterung
  • Bralettes in modernen Varianten
  • High-Waist-Cuts
  • Feine Mesh-Strukturen, grafische Muster, cleane Linien
  • Dekorative Straps und Cut-out-Details als stilprägende Elemente

Aussteller 2026 – Vielfalt, Funktion & Feingefühl
Marken, die das Bild dieser Saison prägen


Chantelle: Softstretch Power – Komfort als Konzept
Aubade: Farben und Formen der neuen Saison
Mey: Erweiterung in Richtung Loungewear & Lifestyle
Schiesser: Updates für jüngere Linien
Lascana: Alltagstaugliche Underwear + Active Wear
PrimaDonna & Marie Jo: Unterstützung für natürliche Silhouetten
Anita: Kompetenz im Bereich Active Wear

Neue Aussteller
Change · Cozy Cotton · Dot76 · Sensis · Erlich Textil · Locco Design · Luipex · Falke · Cute Stuff · Lumisha · Kunert · Kleinert · Lucky Cheeks · CMK-Studio · Domitilla Mattei · New Unoelle · Knallgrau

Nachhaltige Labels – Verantwortung bleibt sichtbar
Nachhaltigkeit ist auf der SUPREME BODY & BEACH kein Zusatz, sondern Teil der kuratierten Auswahl. Die Plattform stärkt gezielt Marken, die Verantwortung in Materialwahl, Produktion und Langlebigkeit übernehmen – ohne auf Design, Komfort oder Marktgängigkeit zu verzichten.

Zu den nachhaltigen Ausstellern zählen unter anderem:
Isco · Textilwerk Gebr. Amman · MG-1 Bodywear · ITEM M6 · Speidel · Simone Pérèle · Lise Charmel · Louisa Bracq · Trasparenze · Moretta · Erlich Textil · Cute Stuff · Lucky Cheeks · IKONO · Bleuforet · PUNTO · AMBRA · CCDK Copenhagen

Sie zeigen, wie zeitgemäße Body- & Beachwear heute gedacht wird: verantwortungsbewusst, hochwertig und mit klarer Handschrift für den Handel von morgen.

Supreme Body&Beach – Ästhetik, Struktur, Nähe
„Unsere Aussteller zeigen, wie stark Underwear sein kann, wenn Komfort und Ästhetik zusammenfinden. Wir kuratieren Marken, die natürliche Silhouetten unterstützen, moderne Materialien einsetzen und Underwear als integralen Teil eines Looks verstehen“, so Aline Müller-Schade, CEO, The Supreme Group.

SUPREME BODY & BEACH bleibt ein Ort, an dem klare Sortimente, ästhetisches Handwerk und persönlicher Austausch zusammenkommen. Strukturiert, nahbar und konsequent auf Business auf Augenhöhe ausgerichtet. 

Weitere Informationen:
Supreme Group BODY & BEACH lingerie
Quelle:

The Supreme Group

Die geführten Touren der EuroShop auf der Messe und in der Stadt liefern einen schnellen Überblick über Innovationen im Handel Credit: Messe Düsseldorf, C. Tillmann
Die geführten Touren der EuroShop auf der Messe und in der Stadt liefern einen schnellen Überblick über Innovationen im Handel
15.01.2026

EuroShop 2026 mit Guided Tours

Die EuroShop 2026, das Global Retail Festival in Düsseldorf, bietet vom 22. bis 26. Februar 2026 Gelegenheit, mit geführten Touren einen schnellen Überblick über Neuheiten für den Handel zu erhalten: Mit den Guided Tours erhalten Fachbesucherinnen und Fachbesucher der EuroShop exklusive, kuratierte Einblicke in aktuelle Trends, Zukunftslösungen und Best-Practice-Beispiele der internationalen Einzelhandelsbranche.

Die Guided Tours finden in kompakten Kleingruppen und als thematisch fokussierte Rundgänge zu ausgewählten Ausstellern mit relevanten Branchenlösungen und neuesten Entwicklungen in den Messehallen der EuroShop statt. Die Touren werden in englischer Sprache durchgeführt und finden am ersten und letzten Messetag jeweils einmal statt, an den Tagen vom 23. bis 25. Februar einmal vormittags und einmal nachmittags. Die Touren dauern zwei bis zweieinhalb Stunden. Tickets für die Guided Tours können im offiziellen EuroShop-Ticketshop erworben werden. Zur Teilnahme wird ein gültiges Messeticket benötigt.

Die Touren widmen sich den folgenden Themen:

Die EuroShop 2026, das Global Retail Festival in Düsseldorf, bietet vom 22. bis 26. Februar 2026 Gelegenheit, mit geführten Touren einen schnellen Überblick über Neuheiten für den Handel zu erhalten: Mit den Guided Tours erhalten Fachbesucherinnen und Fachbesucher der EuroShop exklusive, kuratierte Einblicke in aktuelle Trends, Zukunftslösungen und Best-Practice-Beispiele der internationalen Einzelhandelsbranche.

Die Guided Tours finden in kompakten Kleingruppen und als thematisch fokussierte Rundgänge zu ausgewählten Ausstellern mit relevanten Branchenlösungen und neuesten Entwicklungen in den Messehallen der EuroShop statt. Die Touren werden in englischer Sprache durchgeführt und finden am ersten und letzten Messetag jeweils einmal statt, an den Tagen vom 23. bis 25. Februar einmal vormittags und einmal nachmittags. Die Touren dauern zwei bis zweieinhalb Stunden. Tickets für die Guided Tours können im offiziellen EuroShop-Ticketshop erworben werden. Zur Teilnahme wird ein gültiges Messeticket benötigt.

Die Touren widmen sich den folgenden Themen:

  • Innovation Tour RetailTech: Der Fokus liegt auf zukunftsweisenden Technologien wie KI-basierten Systemen, Automatisierung und Smart-Store-Lösungen, die den stationären Handel digital und effizient stärken. Im Mittelpunkt stehen frische Ideen, innovative Lösungen und konkrete Anwendungen aus der Dimension EuroCIS (Retail Technology)
  • Guided Tour Energy Management & Optimization: Diese Tour gibt praxisnahe Einblicke, wie Handelsunternehmen durch intelligente Energie- und Ressourcensysteme Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit steigern.
  • Guided Tour Sustainable Materials & Store Design: Sie zeigt, wie sich zukunftsorientierte Store-Konzepte mit ökologischem Bewusstsein verbinden lassen. Aussteller aus den Bereichen Shopfitting, Store Design und Visual Merchandising präsentieren innovative, ressourcenschonende Lösungen für Böden, Wände, Decken, Oberflächen sowie Einrichtungselemente.
  • Guided Tour Foodservice Equipment (kostenfrei, nur auf Deutsch, nur Montag und Mittwoch): Vorstellung aktueller technischer und digitaler Lösungen aus der Handelsgastronomie mit Raum für Austausch und Experten-Insights.

Düsseldorf Store Tour: Retail Design im urbanen Kontext erleben
Erstmals verlässt die EuroShop mit einer Tour das Messegelände: Die Düsseldorf Store Tour lädt dazu ein, Retail Design in der Innenstadt zu erleben. An ausgewählten Standorten im Stadtzentrum werden innovative Handelskonzepte vorgestellt, die zeigen, wie zeitgemäße Erlebniswelten zwischen Community, Storytelling und Digitalität entstehen. Die rund dreistündige Tour bietet fundierte Einblicke in aktuelle Trends des stationären Handels mit Fokus auf Fashion und Food Retail und verbindet Inspiration mit Analyse – für einen direkten Blick auf internationale Retail-Design-Tendenzen im realen Stadtkontext. Die Tour startet auf dem Messegelände. Tickets sind im offiziellen EuroShop-Ticketshop erhältlich.

Weitere Informationen:
EuroShop guided tours Handelskonzepte
Quelle:

Messe Düsseldorf