Aus der Branche

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Credit: Messe Düsseldorf Constanze Tillmann
17.03.2026

PRINT DIGITAL CONVENTION: Bundesverband E-Commerce neuer Partner

Mit der Einbindung des Bundesverbands E-Commerce erweitert die PRINT DIGITAL CONVENTION (PDC) ihr fachliches Netzwerk entlang der Wertschöpfungskette. Nach Kooperationen mit Branchen- und Marketingverbänden rückt nun auch die Schnittstelle zwischen Print, Packaging und digitalem Handel stärker in den Fokus.

Der digitale Handel wächst dynamisch und verändert die Anforderungen an Kommunikation, Logistik und Kundenerlebnis. Personalisierte Print-Beileger, markenprägendes Packaging, nachhaltige Versandlösungen und datenbasierte Kampagnen gewinnen im Wettbewerb um Aufmerksamkeit und Kundenbindung an Gewicht. Print wird dabei zunehmend als physischer Touchpoint innerhalb einer digitalen Customer Journey verstanden. Die PDC greift diese Entwicklung auf und schafft einen Rahmen, in dem sich Technologieanbieter, Produzenten, Markenverantwortliche und E-Commerce-Experten praxisnah austauschen können.

Mit der Einbindung des Bundesverbands E-Commerce erweitert die PRINT DIGITAL CONVENTION (PDC) ihr fachliches Netzwerk entlang der Wertschöpfungskette. Nach Kooperationen mit Branchen- und Marketingverbänden rückt nun auch die Schnittstelle zwischen Print, Packaging und digitalem Handel stärker in den Fokus.

Der digitale Handel wächst dynamisch und verändert die Anforderungen an Kommunikation, Logistik und Kundenerlebnis. Personalisierte Print-Beileger, markenprägendes Packaging, nachhaltige Versandlösungen und datenbasierte Kampagnen gewinnen im Wettbewerb um Aufmerksamkeit und Kundenbindung an Gewicht. Print wird dabei zunehmend als physischer Touchpoint innerhalb einer digitalen Customer Journey verstanden. Die PDC greift diese Entwicklung auf und schafft einen Rahmen, in dem sich Technologieanbieter, Produzenten, Markenverantwortliche und E-Commerce-Experten praxisnah austauschen können.

„Im Onlinehandel entscheidet oft der erste physische Kontakt über den Eindruck einer Marke. Print und Packaging sind hier keine Nebensache, sondern Teil der strategischen Markenführung“, erklärt Rüdiger Maaß, Geschäftsführer des Fachverbandes Medienproduktion e.V. (FMP). „Mit der Kooperation schaffen wir eine Plattform, auf der Industrie und digitaler Handel konkrete Lösungen diskutieren können.“

Die Kooperation trägt der wachsenden Bedeutung von E-Commerce für Print- und Packaging-Lösungen Rechnung und stärkt die branchenübergreifende Ausrichtung der Kongressmesse. Für Aussteller eröffnet sich damit ein erweitertes Umfeld, in dem technologische Kompetenz und konkrete Anwendungsfälle direkt auf neue Marktanforderungen treffen. Auch im Kongressprogramm wird das Thema stärker verankert: Am zweiten Veranstaltungstag widmet sich ein eigener Themenblock mit vier Vorträgen der Rolle von Print und Packaging im E-Commerce – insbesondere im Zusammenspiel mit datengetriebener Print-Kommunikation. Konzipiert und kuratiert wird der Schwerpunkt von E-Commerce-Experte Michael Atug, der als Veranstalter mehrerer E-Commerce- und KI-Formate die Perspektive des digitalen Handels in das Programm der PDC einbringt.

Die PRINT DIGITAL CONVENTION findet vom 16. bis 17. Juni 2026 in Düsseldorf statt und wird vom Fachverband Medienproduktion (FMP) in Partnerschaft mit der Messe Düsseldorf und der drupa veranstaltet.

Techtextil 2026 rückt funktionale Bekleidung in den Fokus Foto: Messe Frankfurt
17.03.2026

Techtextil 2026 rückt funktionale Bekleidung in den Fokus

Die Nachfrage nach leistungsfähigen Textillösungen für die Bekleidungsindustrie steigt – und mit ihr die Innovationskraft der Branche. Die Techtextil 2026 greift diese Entwicklungen auf und präsentiert bei Performance Apparel Textiles (Halle 9.0) rund 130 Aussteller aus 13 Ländern mit innovativen Materialien für Workwear, Schutzbekleidung, Smart Fashion, Outdoor und Sport. Mit dabei sind globale Keyplayer wie Concordia Textiles, Getzner, Kermel, Klopman International oder YKK Europe. Die Live-Show „Performance Apparels on Stage“ bringt zukunftsweisende Wearables auf die Bühne und zeigt textile Innovationen im Einsatz.

Die Nachfrage nach leistungsfähigen Textillösungen für die Bekleidungsindustrie steigt – und mit ihr die Innovationskraft der Branche. Die Techtextil 2026 greift diese Entwicklungen auf und präsentiert bei Performance Apparel Textiles (Halle 9.0) rund 130 Aussteller aus 13 Ländern mit innovativen Materialien für Workwear, Schutzbekleidung, Smart Fashion, Outdoor und Sport. Mit dabei sind globale Keyplayer wie Concordia Textiles, Getzner, Kermel, Klopman International oder YKK Europe. Die Live-Show „Performance Apparels on Stage“ bringt zukunftsweisende Wearables auf die Bühne und zeigt textile Innovationen im Einsatz.

Ob schützen, kühlen, regulieren oder messen: funktionale Textilien performen in Extremsituationen. Für Marken entstehen daraus neue Produktkonzepte, höhere Wertschöpfung und neue Differenzierungsmöglichkeiten im Markt. Welche Features stecken in den Wearables? Wie lassen sich Performance, Komfort und Nachhaltigkeit verbinden? Wo eröffnen textile Lösungen neue Einsatzpotenziale für Outdoor, Smart Fashion oder Personal Protective Equipment? Die Techtextil bietet mit dem Wachstumsfeld Performance Apparel Textiles einen Hub für Entscheider*innen aus Beschaffung, Produktentwicklung und Design der Bekleidungsindustrie. 

Mit der kuratierten Live-Show „Performance Apparels on Stage“ übersetzt die Leitmesse Materialinnovation in marktfähige Anwendung und inszeniert smarte Wearables mehrmals täglich auf der Bühne. Eine unabhängige Fachjury bestehend aus Hendrik Beier (Sächsisches Textilforschungsinstitut), Judith Bosch (ETP), Nora Kühner (fashion.design.consulting) und Wolfgang Quednau (BTTA) wählte die Exponate aus. Jedes Outfit demonstriert eine konkrete Anwendung – von UV-Protection, Hitze- und Flammschutz über zirkuläre Materialien bis zu Thermoregulation und integrierte Lichttechnologie. 

„Die Techtextil ist für die Branche die internationale Leitmesse schlechthin. Wer sich im Markt für technische Textilien und funktionale Bekleidung bewegt, kommt an ihr als Orientierungs-, Innovations- und Netzwerkplattform nicht vorbei. Besonders im Bereich Performance-Apparel sehen wir ein dynamisches Wachstum, weil Nachhaltigkeit, Funktionalität, Komfort und modische Anforderungen immer stärker miteinander verbunden werden“, so Jurymitglied Wolfgang Quednau (BTTA). „Bei den eingereichten Produkten hat mich vor allem beeindruckt, wie konsequent neue Funktionalitäten mit einem ganzheitlicheren Nachhaltigkeitsverständnis verbunden werden – also mit Blick auf Tragekomfort, Langlebigkeit, Reparaturfähigkeit und gute Pflegeeigenschaften.“

Hochschutzfähig, thermoregulierend, zirkulär: Performance Apparels on Stage 
Die ausgewählten Exponate spiegeln die Innovationsbreite moderner Performance Apparel Textiles. So präsentieren BASF und Fulgar mit loopamid ein GRS-zertifiziertes Polyamid aus textilem Abfall für geschlossene Materialkreisläufe. ECOlastic Workwear steht für recycelbare, stretchfähige High-Visibility-Gewebe mit hoher Formstabilität und Waschbeständigkeit. Für extreme Einsatzbedingungen entwickelte die RWTH Aachen den Molotov-Cocktail Protective Suit in leichter, atmungsaktiver Garnstruktur. Die Warp Knitted UV Protection Jacket von Karl Mayer erreicht SPF 50+ ohne chemische Ausrüstung, während der 3D-Knitted Illuminated Backpack Lichtfasern in eine nahezu abfallfrei produzierte Knit-to-Shape-Struktur integriert. Für aktives Hitzemanagement kombiniert Freeze Tech Alpha Cooling Print, temperaturregulierende Fasern und wärmereflektierende Komponenten. Royotec stellt recycelte Multi-Risk-Gewebe mit zertifizierter Performance vor. COOL.SKIN mit Outlast sorgt durch verkapselte Phase-Change-Materialien für ein stabiles Mikroklima und PBI GOLD SHIELD präsentiert ein leichtes, hochbelastbaren PBI-Aramid-Gewebe für anspruchsvolle Industrieanwendungen. 

Die passende Verarbeitung entscheidet darüber, wie funktionale Textilien ihre spezifischen Eigenschaften in der Praxis entfalten. Ergänzend zur Techtextil zeigt die angrenzende Texprocess (Halle 8.0) als Plattform für textile Verarbeitungstechnologien, wie textile Innovationen effizient und skalierbar in die Produktion gelangen – von automatisierten Prozessen bis zur KI-gestützten Konfektion. 

Quelle:

Messe Frankfurt

Markus Huber-Lindinger (EREMA) und Arvind Mehta (AMTE Copyright: AIPMA
Markus Huber-Lindinger (EREMA) und Arvind Mehta (AMTE
17.03.2026

Neue Fachkräfte für das Kunststoffrecycling in Indien

EREMA und das Arvind Mehta Technology & Entrepreneurship Centre (AMTEC) der All India Plastics Manufacturers Association (AIPMA) haben am 5. Februar 2026 ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet und damit den Start eines neuen Recycling Skill Centers in Mumbai bekanntgegeben. Die Initiative setzt einen starken Impuls für eine praxisnahe Ausbildung im Kunststoffrecycling und leistet einen wichtigen Beitrag zum weiteren Ausbau der Kreislaufwirtschaft in Indien.

Das neue Ausbildungszentrum entsteht bei AMTEC in Mumbai und wird Ende Mai 2026 eröffnet. Es zielt darauf ab, den wachsenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften – insbesondere Bediener und Vorarbeiter – im Kunststoffrecycling langfristig abzusichern. Kern der Ausbildung ist ein 72-stündiger Lehrgang, der theoretische Grundlagen mit praxisnaher Schulung verbindet. Für den Trainingsbetrieb stellt EREMA eine INTAREMA® 605 TE Recyclingmaschine mit einer Kapazität von 50 bis 100 kg/h kostenlos zur Verfügung, sodass die Teilnehmenden unter realen industriellen Bedingungen lernen können.

EREMA und das Arvind Mehta Technology & Entrepreneurship Centre (AMTEC) der All India Plastics Manufacturers Association (AIPMA) haben am 5. Februar 2026 ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet und damit den Start eines neuen Recycling Skill Centers in Mumbai bekanntgegeben. Die Initiative setzt einen starken Impuls für eine praxisnahe Ausbildung im Kunststoffrecycling und leistet einen wichtigen Beitrag zum weiteren Ausbau der Kreislaufwirtschaft in Indien.

Das neue Ausbildungszentrum entsteht bei AMTEC in Mumbai und wird Ende Mai 2026 eröffnet. Es zielt darauf ab, den wachsenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften – insbesondere Bediener und Vorarbeiter – im Kunststoffrecycling langfristig abzusichern. Kern der Ausbildung ist ein 72-stündiger Lehrgang, der theoretische Grundlagen mit praxisnaher Schulung verbindet. Für den Trainingsbetrieb stellt EREMA eine INTAREMA® 605 TE Recyclingmaschine mit einer Kapazität von 50 bis 100 kg/h kostenlos zur Verfügung, sodass die Teilnehmenden unter realen industriellen Bedingungen lernen können.

Gemeinsame Initiative stärkt Ausbildung und Technologiekompetenz
„Wir freuen uns, Teil dieser Initiative zu sein, die ein starkes Signal für die Weiterentwicklung des Kunststoffrecyclings in Indien setzt. Eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Indien und Europa ist für eine nachhaltige gemeinsame Zukunft wesentlich“, betonte Markus Huber-Lindinger, Managing Director bei EREMA, während der Unterzeichnungszeremonie. „High-End-Technologie entfaltet ihr volles Potenzial dann, wenn sie von gut ausgebildeten Fachkräften betrieben wird. Mit diesem Zentrum leisten wir einen wichtigen Beitrag, um den Fachkräften von morgen eine optimale Basis für ihr Berufsleben zu schaffen.“

Arvin Mehta, Vorstandsvorsitzender von AIPMA, hob die Bedeutung der Partnerschaft ebenfalls lobend hervor: „Mit dem neuen Trainingszentrum schließen wir die bisher vorhandene Lücke zwischen theoretischer und praxisnaher Ausbildung. Die Zusammenarbeit mit EREMA ermöglicht es uns, den Studierenden Wissen direkt an industriellen Anlagen zu vermitteln und damit eine neue Qualität an Fachkräften für Indiens Recyclingindustrie hervorzubringen.“

Qualifizierte Fachkräfte für die Industrie von morgen
Der Lehrplan des Programms wird von AMTEC entwickelt und durch das praxisorientierte technische Know-how von EREMA fachlich unterstützt. Die Absolventinnen und Absolventen verfügen nach Abschluss über fundiertes Wissen in der Bedienung und Wartung moderner Recyclinganlagen und sind damit bestens für den Einsatz in der Recyclingindustrie, insbesondere für die Arbeit an EREMA Anlagen, vorbereitet oder können ihr bereits vorhandenes Know-how erweitern. AMTEC fungiert als Bindeglied zur Industrie und unterstützt bei der Vermittlung von Beschäftigungsmöglichkeiten bei Mitgliedsunternehmen und Recyclern.

17.03.2026

Decathlon und MediaMarktSaturn: Sport und Technik unter einem Dach

Decathlon, einer der weltweit größten Sportartikelhersteller und -händler, und MediaMarktSaturn, Europas führendes Handelsunternehmen für Consumer Electronics, schließen eine strategische Kooperation in Deutschland. Ziel der Partnerschaft ist es, die Stärken beider Marken gezielt zu bündeln und einen gemeinsamen Anlaufpunkt zu schaffen. Kundinnen und Kunden denken heute weniger in Produktkategorien als in Lebenswelten: Sport und Technologie gehören für viele Menschen ganz selbstverständlich zusammen.

Decathlon und MediaMarktSaturn teilen eine breite Zielgruppe, von Familien bis hin zu technikaffinen Sportlern. Die Sortimente ergänzen sich ideal: Während MediaMarktSaturn für die neueste Technik steht, bringt Decathlon das Equipment für einen aktiven Lebensstil mit ein. Für Kunden bedeutet das: Sport und Technik unter einem Dach – kurze Wege, mehr Auswahl, mehr Erlebnis.

Decathlon, einer der weltweit größten Sportartikelhersteller und -händler, und MediaMarktSaturn, Europas führendes Handelsunternehmen für Consumer Electronics, schließen eine strategische Kooperation in Deutschland. Ziel der Partnerschaft ist es, die Stärken beider Marken gezielt zu bündeln und einen gemeinsamen Anlaufpunkt zu schaffen. Kundinnen und Kunden denken heute weniger in Produktkategorien als in Lebenswelten: Sport und Technologie gehören für viele Menschen ganz selbstverständlich zusammen.

Decathlon und MediaMarktSaturn teilen eine breite Zielgruppe, von Familien bis hin zu technikaffinen Sportlern. Die Sortimente ergänzen sich ideal: Während MediaMarktSaturn für die neueste Technik steht, bringt Decathlon das Equipment für einen aktiven Lebensstil mit ein. Für Kunden bedeutet das: Sport und Technik unter einem Dach – kurze Wege, mehr Auswahl, mehr Erlebnis.

Den Start macht nach einer erfolgreichen Zusammenarbeit im MediaMarkt „Tech Village“ in Hamburg der MediaMarkt im Münchner Einkaufs-Center pep: Am 26. März 2026 eröffnet der Markt nach umfangreicher Modernisierung in neuem Design – hell, modern, übersichtlich und mit optimierten Vorführmöglichkeiten. Zeitgleich nimmt die erste gemeinsame Store-in-Store-Fläche mit Decathlon auf rund 1.000 m² ihren Betrieb auf. Noch in diesem und im kommenden Jahr soll das Konzept auf weitere Standorte in Deutschland ausgeweitet werden. 

Kooperation starker Marken 
Für MediaMarktSaturn ist die Partnerschaft mit Decathlon Teil der strategischen Initiative Space-as-a-Service. Mit diesem Ansatz denkt MediaMarktSaturn die Fläche neu: Das Unternehmen bietet seinen Partnern optimale Bedingungen, um ihre Produkte und Lösungen unkompliziert im stationären Handel zu präsentieren – direkt auf der Fläche, mit persönlicher Beratung. Kundinnen und Kunden erleben so ein einzigartiges Einkaufserlebnis vor Ort, die Partner gewinnen Zugang zu einem der stärksten Handelsnetzwerke Deutschlands.

Die Kooperation ist Teil der Expansionsstrategie von Decathlon in Deutschland, um weiße Flecken auf der Landkarte noch zügiger zu erschließen. Neben eigenen Filialen setzt das Unternehmen auch auf Partnerschaften mit etablierten Einzelhändlern, um seinen Wachstumskurs in Deutschland noch stärker zu beschleunigen. So soll die Anzahl der Stores bis Ende 2027 auf mindestens 150 anwachsen. Aktuell verfügt das Unternehmen in Deutschland über 105 Filialen.

Quelle:

Decathlon 

Die Produktion innovativer und nachhaltiger Textilien steht am Standort Münchberg der Hochschule Hof im Mittelpunkt der Forschung. Bild: Hochschule Hof
13.03.2026

Neue Studie legt Ökodesign-Vorschläge für Textilien vor

Wie lassen sich nachhaltige Textilien auf dem europäischen Markt zur Norm machen und insbesondere kurzlebige Produkte vom Markt nehmen? Eine neue Studie des Öko-Instituts, der Hochschule Niederrhein und der Hochschule Hof im Auftrag des Umweltbundesamtes zeigt, wie sich Leistungs- und Informationsanforderungen für Textilien formulieren lassen, die künftig Teil der neuen EU-Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte sein könnten.

Die Studie trägt Vorschläge zur Umsetzung der neuen EU-Ökodesign-Verordnung 2024/1781 bei, wie künftig verbindliche Anforderungen an die Nachhaltigkeit von Produkten, darunter Textilien, ermöglicht werden können. Ziel ist die Entwicklung eines delegierten Rechtsaktes der EU für Textilien. Die Ergebnisse fließen in die Kommentierung der europäischen Vorstudie des Joint Research Centre (JRC) der EU-Kommission in den weiteren Gesetzgebungsprozess der EU ein.

Wie lassen sich nachhaltige Textilien auf dem europäischen Markt zur Norm machen und insbesondere kurzlebige Produkte vom Markt nehmen? Eine neue Studie des Öko-Instituts, der Hochschule Niederrhein und der Hochschule Hof im Auftrag des Umweltbundesamtes zeigt, wie sich Leistungs- und Informationsanforderungen für Textilien formulieren lassen, die künftig Teil der neuen EU-Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte sein könnten.

Die Studie trägt Vorschläge zur Umsetzung der neuen EU-Ökodesign-Verordnung 2024/1781 bei, wie künftig verbindliche Anforderungen an die Nachhaltigkeit von Produkten, darunter Textilien, ermöglicht werden können. Ziel ist die Entwicklung eines delegierten Rechtsaktes der EU für Textilien. Die Ergebnisse fließen in die Kommentierung der europäischen Vorstudie des Joint Research Centre (JRC) der EU-Kommission in den weiteren Gesetzgebungsprozess der EU ein.

Der Fokus der Studie liegt auf zentralen Produktaspekten wie Haltbarkeit, Reparierbarkeit, Recyclingfähigkeit und Rezyklatanteil sowie auf dem Vorhandensein besorgniserregender Stoffe. Als Beispielprodukte untersuchte das Forschungsteam T-Shirts, Jeans und Funktionsjacken – drei Produkte mit hoher Marktbedeutung und unterschiedlichen Anforderungen.

Haltbarkeit im Zentrum: So lange sollte Kleidung halten
Die Studie zeigt: Haltbarkeit ist das wichtigste Kriterium für die Umweltverträglichkeit von Kleidung. Für die untersuchten Produktbeispiele wurden konkrete und messbare Anforderungen definiert, um diese bewerten zu können. Bei T-Shirts spielen beispielsweise die Formstabilität nach dem Waschen und Trocknen, die Widerstandsfähigkeit des Materials und die Farbechtheit eine Rolle.

Bei Jeans sind neben der Maßänderung beim Waschen – also Einlaufen oder Ausleiern – vor allem die Zugfestigkeit und Dehnbarkeit des Stoffes, seine Widerstandsfähigkeit gegen Abrieb sowie seine Farbechtheit bei Licht und beim Reiben entscheidend. Diese und weitere Aspekte lassen sich mit bestehenden Prüfverfahren ermitteln.

Reparieren statt wegwerfen
Auch die Reparierbarkeit wurde untersucht. Die Forschenden empfehlen Mindestanforderungen – etwa die Verfügbarkeit von Ersatzteilen wie Reißverschlüssen oder Knöpfen, Reparaturanleitungen und Kooperationen mit Reparaturservices. Für komplexere Produkte wie Funktionsjacken sind darüber hinaus produktspezifische Anforderungen in Form von freiwilligen Gestaltungsleitlinien sinnvoll.

Recyclingfähigkeit und Rezyklatanteil: Vorschläge für klare Vorgaben
Damit Textilien künftig besser recycelt werden können, empfiehlt die Studie unter anderem, Materialmischungen zu begrenzen – beispielsweise auf maximal zwei Fasertypen pro Fläche und einen reduzierten Einsatz von Elastan von fünf bis zehn Prozent. Für T-Shirts und Jeans schlagen die Autor*innen zudem Anteile von aus Faser-zu-Faser-Recycling stammenden Fasern in Neuprodukten vor, zum Beispiel zehn Prozent bei Baumwolle oder drei Prozent bei Polyester. Diese Angaben beruhen auf der Markverfügbarkeit und nicht nur auf der technischen Machbarkeit. Zudem weist die Studie aus, welche politischen Rahmenbedingungen für einen verpflichtenden Rezyklatanteil in Textilien geklärt sein müssen, etwa die Nachverfolgbarkeit.

Vorhandensein besorgniserregender Stoffe
Die Studie empfiehlt die Weitergabe von Informationen zu bestimmten chemischen Stoffen, insbesondere zur Gruppe der besonders besorgniserregenden Stoffe (engl.: substances of very high concern, SVHC), aber auch zu sogenannten Effektchemikalien, die auf dem Textil verbleiben. Voraussetzung ist Wissen über Identität, Menge, Eigenschaften sowie Funktion der eingesetzten Chemikalien entlang des gesamten Produktlebenszyklus – vom Design bis zum Endprodukt.

Weitere Informationen:
EU-Ökodesign-Verordnung Hochschule Hof
Quelle:

Hochschule Hof

13.03.2026

WACKER erhöht Preise für Polymerprodukte deutlich

Der jüngste militärische Konflikt im Nahen Osten hat weltweit zu erheblichen Verwerfungen auf den Rohstoffmärkten geführt. Infolgedessen sind die Preise für Öl, Erdgas, Rohstoffe und Logistik deutlich gestiegen. Das globale Polymergeschäft von WACKER sei von dieser Entwicklung besonders betroffen. 

Um die deutlich erhöhten Rohstoff- und Frachtkosten zu kompensieren, erhöht WACKER seine Preise für Polymerdispersionen, Harze und Polymerpulver mit Wirkung zum 1. April 2026. Das Ausmaß der notwendigen Preisanpassungen hängt davon ab, woher das jeweilige Produkt bezogen wird und welche vertraglichen Vereinbarungen bestehen. Von der Erhöhung betroffen sind in erster Linie Produkte, die von den Produktionsstandorten von WACKER in Europa und Asien bezogen werden.

Der jüngste militärische Konflikt im Nahen Osten hat weltweit zu erheblichen Verwerfungen auf den Rohstoffmärkten geführt. Infolgedessen sind die Preise für Öl, Erdgas, Rohstoffe und Logistik deutlich gestiegen. Das globale Polymergeschäft von WACKER sei von dieser Entwicklung besonders betroffen. 

Um die deutlich erhöhten Rohstoff- und Frachtkosten zu kompensieren, erhöht WACKER seine Preise für Polymerdispersionen, Harze und Polymerpulver mit Wirkung zum 1. April 2026. Das Ausmaß der notwendigen Preisanpassungen hängt davon ab, woher das jeweilige Produkt bezogen wird und welche vertraglichen Vereinbarungen bestehen. Von der Erhöhung betroffen sind in erster Linie Produkte, die von den Produktionsstandorten von WACKER in Europa und Asien bezogen werden.

Weitere Informationen:
Wacker Polymere Preiserhöhung
Quelle:

Wacker Chemie AG

Prof. Dr.-Ing. Jens Schäfer (links) und Prof. Dr.-Ing. Steffen Greiser wollen smarte Textilien regional recyceln. Dafür setzen sie sowohl am Produktdesign als auch an der Sortierung durch Robotik und KI an. Foto: Hochschule Osnabrück
Prof. Dr.-Ing. Jens Schäfer (links) und Prof. Dr.-Ing. Steffen Greiser wollen smarte Textilien regional recyceln. Dafür setzen sie sowohl am Produktdesign als auch an der Sortierung durch Robotik und KI an.
13.03.2026

Hochschule Osnabrück forscht an Recycling smarter Textilien

Selbstleuchtende Jacken, Pullover mit Notrufsensoren oder Schuhsohlen, die Gesundheitsdaten messen – sogenannte smarte Textilien sind auf dem Vormarsch. Doch während ihre Funktionen immer ausgefeilter werden, steckt ihr Recycling noch in den Anfängen. Ein neues Forschungsprojekt der Hochschule Osnabrück will hier ansetzen: Im Projekt „ReSiST-AR - Recycling Strategies of Smart Textiles & automated Robotics“ forscht ein Wissenschaftsteam daran, das Design solcher Textilien nachhaltiger zu gestalten. Es entwickelt Robotertechnik so weiter, dass smarte Kleidung zukünftig automatisiert sortiert und besser recycelt werden kann. Gefördert wird das zweijährige Projekt mit rund 422.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachsen.

Selbstleuchtende Jacken, Pullover mit Notrufsensoren oder Schuhsohlen, die Gesundheitsdaten messen – sogenannte smarte Textilien sind auf dem Vormarsch. Doch während ihre Funktionen immer ausgefeilter werden, steckt ihr Recycling noch in den Anfängen. Ein neues Forschungsprojekt der Hochschule Osnabrück will hier ansetzen: Im Projekt „ReSiST-AR - Recycling Strategies of Smart Textiles & automated Robotics“ forscht ein Wissenschaftsteam daran, das Design solcher Textilien nachhaltiger zu gestalten. Es entwickelt Robotertechnik so weiter, dass smarte Kleidung zukünftig automatisiert sortiert und besser recycelt werden kann. Gefördert wird das zweijährige Projekt mit rund 422.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachsen.

Regionale Recyclingkreisläufe für smarte Kleidung
Smarte Textilien kommen bereits heute in vielen Bereichen zum Einsatz – etwa bei Polizei und Feuerwehr, im Sport oder in der Mode. Gleichzeitig stellt ihre Entsorgung eine wachsende Herausforderung dar. „Textilien werden häufig um die halbe Welt transportiert, um dort günstiger von Hand sortiert zu werden. Außerdem ist die getragene Kleidung oft verschmutzt und riecht. Das ist weder eine angenehme Arbeit noch besonders nachhaltig“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Steffen Greiser. Er ist Professor für Automatisierungstechnik an der Fakultät Management, Kultur und Technik am Campus Lingen der Hochschule Osnabrück und leitet das neue Forschungsprojekt. „Unser Ziel ist es, die Sortierprozesse zu automatisieren und regionale Recyclingkreisläufe zu ermöglichen, anstatt Kleidung über große Distanzen zu transportieren.“ Dafür sollen Roboter in die Lage versetzt werden, entsorgte Kleidungsstücke zu scannen und die smarten Textilien herauszugreifen.

KI und Robotik sollen Textilberge sortieren
Greiser erläutert die besondere Herausforderung beim Sortieren von Kleidung per Roboter: „Bislang können Roboter vorwiegend feste Materialien gut greifen - genau wie KI gut lernen kann, feste Gegenstände zu erkennen. Kleidungsstücke sind jedoch sehr weich, liegen oft gebündelt und überlappend auf Förderbändern, sind zerknittert und unterscheiden sich stark in Material, Farbe und Struktur. Sie sehen also immer anders aus. Damit Roboter zuverlässig die smarte Kleidung erkennen und greifen können, braucht es fortschrittliche Sensortechnologien und Algorithmen. Wir wollen ihnen beibringen die smarten Textilien zwischen vielen anderen Kleidungsstücken herauszusuchen – egal wie sie auf dem Kleiderhaufen liegen.“

Geplant ist dafür der Einsatz von multispektralen Kameras, 3D-Sensorik und weiteren Technologien, um Materialien zu unterscheiden und Elektronikbestandteile aufzuspüren.

Nachhaltigkeit beginnt beim Produktdesign
Neben der Sortierung widmet sich das Projekt der Frage, wie smarte Kleidung von Anfang an recyclingfreundlicher gestaltet werden kann. Dabei untersucht ein Forschungsteam am Standort Osnabrück verschiedene Herstellungsverfahren – etwa das Aufsticken, Einnähen oder Verschweißen elektronischer Komponenten.

Prof. Dr.-Ing. Jens Schäfer ist Professor für Technische Produktentwicklung an der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik am Campus Westerberg und betont: „Wir analysieren, wie Sensoren und Elektronik so integriert werden können, dass sie im Alltag stabil funktionieren, sich später aber möglichst einfach wieder aus den Textilien herausnehmen lassen. Dafür schauen wir uns als erstes an, welche Arten von smarten Textilien es gibt und welche Anforderungen es aus Sicht der Endkund*innen gibt. Unser Ziel ist ein Leitfaden, mit dem Unternehmen smarte Textilien langlebig und gleichzeitig recyclingfähig entwickeln können.“

Praxisnahe Forschung mit Industriepartnern
Für die Umsetzung des Forschungsprojektes arbeitet die Hochschule Osnabrück eng mit Unternehmen aus der Region zusammen. Dazu gehören das Robotik-Unternehmen Moduco GmbH aus Lingen sowie die WKS Textilveredlungs-GmbH aus Wilsum.

Das Unternehmen moduco entwickelt Robotik-Systeme für den produktiven Einsatz in Unternehmen und bringt viel Erfahrung im Zusammenspiel von Robotern mit kamerabasierten Systemen mit. „Das automatische Sortieren von Kleidungsstücken mit einem Roboter ist eine überdurchschnittlich große Herausforderung. Die Aufgabe kann nicht durch fest programmierte Abläufe gelöst werden“, so Geschäftsführer Stephan Feldker. Das Team von moduco arbeitet gemeinsam mit den Partnern an praxisnahen Lösungen, um Robotern und kollaborativen Robotern (sogenannte Cobots, die Hand in Hand mit Menschen arbeiten) beizubringen, diese herausfordernde Aufgabe erfolgreich zu meistern.

Auch der Praxispartner WKS Textilveredlungs-GmbH sieht großes Potenzial: „Wir sortieren und reparieren täglich große Mengen zurückgesendeter Kleidung. Lösungen, die Sortierung, Analyse von Schadbildern und Aufbereitung der Kleidung erleichtern, sind entscheidend, um Second-Life-Konzepte wirtschaftlich umzusetzen. Wir freuen uns sehr mit der Hochschule Osnabrück eine starke Forschungspartnerin gefunden zu haben“, so Geschäftsführer Michael Hofmann.

 

12.03.2026

Call for Papers zur ADD-ITC 2026

Dresden, 26. November - 27. November 2026
Keynote- und Fachvorträgen sowie Transfersessions mit hoher Industrierelevanz zu

Dresden, 26. November - 27. November 2026
Keynote- und Fachvorträgen sowie Transfersessions mit hoher Industrierelevanz zu

  • Deutsch-tschechisch-polnische Partnerschaften
    Kooperationen und gemeinsame Forschungsaktivitäten zwischen Deutschland, Polen und Tschechien mit Fokus auf die diesjährigen Themenschwerpunkte
  • Nachhaltige polymere Werkstoffsysteme und Funktionalisierung
    Nachhaltige, biobasierte und recycelte Polymermaterialien und -systeme Funktionalisierung von Fasern, Textilien und Verbundstrukturen Oberflächenmodifizierung, Smart Materials sowie Lebensdauer- und Kreislaufkonzepte 
  • Neue Maschinensysteme für faserverstärkte Strukturen und Composites
    Innovative Maschinen- und Anlagentechnik für textile Hochleistungs- und Faserverbundstrukturen
    Automatisierte Fertigung, Preforming- und Verarbeitungstechnologien
    Digital integrierte Produktionssysteme
  • Schutz- und Funktionstextilien
    Technische Textilien für Personen-, Infrastruktur- und Objektschutz
    Multifunktionale Schutzsysteme und interaktive faserbasierte Lösungen
    Prüfung, Normung und Zertifizierung
  • Trends in der Textilproduktion
    Recyclingtechnologien und zirkuläre Produktionskonzepte
    Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Automatisierung
    Industrie 4.0 und ressourceneffiziente Produktionsstrategien
  • Technologietransfer – Von der Idee in die Praxis
    Erfolgreiche Überführung von Forschungsergebnissen in marktfähige Produkte und Prozesse
    Praxisbeispiele aus Kooperationsprojekten, insbesondere IGF/ ZIM sowie Innovationen aus Start-ups und KMU

Deadline Call for Papers: 30. April 2026

Kontakt
Cornelia Sennewald
Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik der TU Dresden
add-itc-2026@tu-dresden.de; Tel.: +49 (0)351 463 39315

Quelle:

ITA, Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University

Am 19. März findet die Kick-off-Veranstaltung der Textilfabrik 7.0 im Monforts-Quartier in Mönchengladbach statt. Foto: Monforts-Quartier
Am 19. März findet die Kick-off-Veranstaltung der Textilfabrik 7.0 im Monforts-Quartier in Mönchengladbach statt.
12.03.2026

Textilfabrik 7.0: Kick-off für klimafreundliche Textilproduktion in Deutschland

Mit der Textilfabrik 7.0 (T7) startet im Monforts-Quartier in Mönchengladbach ein zukunftsweisendes Transformationsprojekt für die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie. Ziel ist es, eine CO₂-neutrale, zirkuläre und zugleich wirtschaftlich tragfähige Textilproduktion in Deutschland anwendungsnah weiterzuentwickeln und umzusetzen. Der offizielle Kick-off findet am 19. März im Rahmen des „Thementisch Textil“ statt und richtet sich insbesondere an Unternehmen entlang der textilen Wertschöpfungskette.
 
Die Mode- und Textilindustrie verursacht weltweit rund zehn Prozent der CO₂-Emissionen – mehr als internationale Luftfahrt und Schifffahrt zusammen. Gleichzeitig stehen Unternehmen in Deutschland unter erheblichem Wettbewerbsdruck. Die Textilfabrik 7.0 setzt hier an: Sie verbindet Forschung, Industrie und regionale Akteure, um innovative Technologien und Produktionsprozesse praxisnah zu erproben und schneller in die Anwendung zu bringen. Ziel ist es, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit konsequent zusammenzudenken und eine lokal verankerte, klimafreundliche Produktion zu ermöglichen.
 

Mit der Textilfabrik 7.0 (T7) startet im Monforts-Quartier in Mönchengladbach ein zukunftsweisendes Transformationsprojekt für die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie. Ziel ist es, eine CO₂-neutrale, zirkuläre und zugleich wirtschaftlich tragfähige Textilproduktion in Deutschland anwendungsnah weiterzuentwickeln und umzusetzen. Der offizielle Kick-off findet am 19. März im Rahmen des „Thementisch Textil“ statt und richtet sich insbesondere an Unternehmen entlang der textilen Wertschöpfungskette.
 
Die Mode- und Textilindustrie verursacht weltweit rund zehn Prozent der CO₂-Emissionen – mehr als internationale Luftfahrt und Schifffahrt zusammen. Gleichzeitig stehen Unternehmen in Deutschland unter erheblichem Wettbewerbsdruck. Die Textilfabrik 7.0 setzt hier an: Sie verbindet Forschung, Industrie und regionale Akteure, um innovative Technologien und Produktionsprozesse praxisnah zu erproben und schneller in die Anwendung zu bringen. Ziel ist es, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit konsequent zusammenzudenken und eine lokal verankerte, klimafreundliche Produktion zu ermöglichen.
 
Im Zentrum der T7 stehen vier Kernmodule: On-Demand-Fertigung, MicroFactory Engineering, Digital Textiles und Biosphere. In einem funktionsfähigen Textil-Reallabor werden entlang der gesamten Wertschöpfungskette neue Technologien entwickelt, getestet und optimiert. Dabei kommen unter anderem Robotik, digitale Prozessketten und biotechnologische Verfahren zum Einsatz, um Kreislaufwirtschaft in der Praxis umzusetzen und Ressourcen effizienter zu nutzen.
 
Unternehmen profitieren unmittelbar von dem praxisnahen Ansatz: Sie können sich als Pilotpartner beteiligen, eigene Anwendungsfälle einbringen und neue Produktionslösungen unter realen Bedingungen erproben. „Mit der Textilfabrik 7.0 schaffen wir eine Plattform, auf der Unternehmen gemeinsam mit Forschungseinrichtungen konkrete Lösungen für eine klimafreundliche Produktion voranzutreiben können. Unser Anspruch ist es, Innovationen schneller in die industrielle Anwendung zu bringen und so die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland nachhaltig zu stärken“, sagt Dr.-Ing. habil. Maike Rabe, Professorin für Textilveredlung und Ökologie, Leiterin des Forschungsinstituts Textil und Bekleidung an der Hochschule Niederrhein (HSNR). Rabe ist Projektleiterin der Textilfabrik 7.0 seitens der HSNR.
 
Die Textilfabrik 7.0 leistet einen wichtigen Beitrag zum Strukturwandel im Rheinischen Revier. Unter dem Leitmotiv „Von der Kohle zur KI“ entstehen neue Perspektiven für industrielle Wertschöpfung und qualifizierte Arbeitsplätze in der Region. 
 
T7 ist ein Gemeinschaftsprojekt des Forschungsinstituts für Textil und Bekleidung (FTB) der Hochschule Niederrhein, des Instituts für Textiltechnik (ITA) an der RWTH Aachen, des Verbandes der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie, des Verbandes der Rheinischen Textil- und Bekleidungsindustrie, mit der Textilakademie NRW sowie der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach.
 
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) über die Förderrichtlinie zur Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten „STARK“, dem Land Nordrhein-Westfalen im Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (MWIKE) des Landes Nordrhein-Westfalen gemäß der Rahmenrichtlinie zur Umsetzung des Investitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG) Nordrhein-Westfahlen (RRL) sowie durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.

Neue Wissensplattform für Markt- und Zukunftsanalysen Bild KI-generiert, Messe Düsseldorf
12.03.2026

drupa insights: Neue Wissensplattform für Markt- und Zukunftsanalysen

Ab sofort startet mit drupa insights eine neue digitale Wissensplattform der drupa. Die Weltleitmesse für Printing Solutions erweitert so ihr Informationsangebot um fortlaufende Markt- und Zukunftsanalysen für die internationale Print- und Verpackungsindustrie.

Das Format entsteht in Kooperation mit Alliance Insights, dem Research-Bereich der PRINTING United Alliance. Der Zugang erfolgt nach einmaliger, kostenfreier Registrierung über die drupa-Website.

drupa insights bietet vertiefende Analysen zu technologischen Entwicklungen, Marktveränderungen und wirtschaftlichen Perspektiven. Grundlage sind internationale Studien und Untersuchungen, die auf die Anforderungen einer sich dynamisch wandelnden Print- und Packaging-Industrie ausgerichtet sind. Zum Start stehen drei zentrale Themenfelder im Fokus: die wachsende Bedeutung von Etiketten- und Verpackungsdruck, der Fortschritt im Bereich Künstliche Intelligenz und Robotik sowie die zunehmende Automatisierung von Produktionsprozessen.

Ab sofort startet mit drupa insights eine neue digitale Wissensplattform der drupa. Die Weltleitmesse für Printing Solutions erweitert so ihr Informationsangebot um fortlaufende Markt- und Zukunftsanalysen für die internationale Print- und Verpackungsindustrie.

Das Format entsteht in Kooperation mit Alliance Insights, dem Research-Bereich der PRINTING United Alliance. Der Zugang erfolgt nach einmaliger, kostenfreier Registrierung über die drupa-Website.

drupa insights bietet vertiefende Analysen zu technologischen Entwicklungen, Marktveränderungen und wirtschaftlichen Perspektiven. Grundlage sind internationale Studien und Untersuchungen, die auf die Anforderungen einer sich dynamisch wandelnden Print- und Packaging-Industrie ausgerichtet sind. Zum Start stehen drei zentrale Themenfelder im Fokus: die wachsende Bedeutung von Etiketten- und Verpackungsdruck, der Fortschritt im Bereich Künstliche Intelligenz und Robotik sowie die zunehmende Automatisierung von Produktionsprozessen.

Vom Global Trends Report zum Premium Content-Hub
Mit drupa insights wird das Konzept des bisherigen Global Trends Reports in eine fortlaufende digitale Veröffentlichungsform überführt. An die Stelle eines jährlichen Berichts tritt ein regelmäßig aktualisiertes Angebot, das Entwicklungen zeitnah aufgreift und einordnet. Zugleich ist drupa insights Teil der strategischen Neuausrichtung der drupa 2028: Als Bestandteil des thematischen Clusters LEARN stärkt das Format den Wissens- und Analysebereich bereits im Vorfeld der Messe.

Strategische Partnerschaft mit PRINTING United Alliance vertieft
drupa insights basiert auf der bestehenden Zusammenarbeit zwischen der drupa und der PRINTING United Alliance. Sabine Geldermann, Director drupa, Portfolio Print Technologies der Messe Düsseldorf, erklärt:
„Mit drupa insights bündeln wir internationale Expertise und schaffen eine verlässliche Grundlage für fundierte Markt- und Zukunftsanalysen. Unser Ziel ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, den Wandel der Industrie strategisch zu gestalten.“ Nathan Safran, Vice President, Research Alliance Insights, ergänzt: „Wir freuen uns, gemeinsam mit der drupa dieses neue Format umzusetzen, das vertiefte Einblicke in die Entwicklung der Branche ermöglicht und praxisnahe Entscheidungsgrundlagen liefert.“

Mit drupa insights stärkt die drupa ihre Rolle als zentraler Ort für Wissenstransfer und Vernetzung über den gesamten Innovationszyklus hinweg. Die Inhalte richten sich an Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Druck- und Verpackungsindustrie – von Druckdienstleistern und Maschinenherstellern über Technologieanbieter und Agenturen bis hin zu Brand Ownern, Designerinnen, Designern und Medienvertreterinnen und -vertretern.

12.03.2026

BTE: "Konsequente Regulierung asiatischer Onlineplattformen überfällig"

Der BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren appelliert an die Bundesregierung und die EU, umgehend wirksame und konsequente Maßnahmen gegen den massenhaften Import schadstoffbelasteter Billigware über asiatische Onlineplattformen wie Temu und Shein zu ergreifen.
 
Der stationäre Modehandel steht infolge anhaltender Konsumzurückhaltung, dauerhaft hoher Energiepreise und einer stetig wachsenden Bürokratielast bereits unter erheblichem Druck. Hinzu treten zunehmende Wettbewerbsverzerrungen durch Onlineplattformen aus Drittstaaten, die sich systematisch und folglich ganz bewusst der Einhaltung europäischer Produkt-, Umwelt- und Verbraucherschutzstandards entziehen. Der regelkonform arbeitende Handel bleibe damit schutzlos zurück und werde faktisch von Politik und Aufsichtsbehörden im Stich gelassen.
 

Der BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren appelliert an die Bundesregierung und die EU, umgehend wirksame und konsequente Maßnahmen gegen den massenhaften Import schadstoffbelasteter Billigware über asiatische Onlineplattformen wie Temu und Shein zu ergreifen.
 
Der stationäre Modehandel steht infolge anhaltender Konsumzurückhaltung, dauerhaft hoher Energiepreise und einer stetig wachsenden Bürokratielast bereits unter erheblichem Druck. Hinzu treten zunehmende Wettbewerbsverzerrungen durch Onlineplattformen aus Drittstaaten, die sich systematisch und folglich ganz bewusst der Einhaltung europäischer Produkt-, Umwelt- und Verbraucherschutzstandards entziehen. Der regelkonform arbeitende Handel bleibe damit schutzlos zurück und werde faktisch von Politik und Aufsichtsbehörden im Stich gelassen.
 
Zahlreiche Untersuchungen und Recherchen belegten fortlaufend, dass über Plattformen wie Temu und Shein Textilien, Schuhe und Accessoires mit erhöhten Konzentrationen gesundheitsgefährdender Chemikalien innerhalb der EU in Verkehr gebracht werden. Aktuelle Untersuchungen des Bremer Umweltinstituts zeigen, dass 25 von 31 geprüften textilen Produkten die Grenzwerte der EU-Chemikalienverordnung REACH überschritten. Bereits 2025 hatte die Stiftung Warentest auf mangelhafte Produkte hingewiesen, die nicht den geltenden EU-Standards entsprechen.
 
„Es ist eine Farce, wenn Plattformen wiederholt Lippenbekenntnisse zur Einhaltung europäischer Produktstandards abgeben, während gleichzeitig erhebliche systematische Verstöße festgestellt werden“, äußert BTE-Präsident Mark Rauschen. Denn trotz wiederholter öffentlicher Kritik reagieren Onlineplattformen wie Temu und Shein erst nach dem Aufdecken erheblicher Produktmängel und unter öffentlichem Druck. „Dies ist ein Zustand, der nicht länger hingenommen werden kann – die Grenze ist überschritten und es stellt sich die Frage, wie oft solche Zusagen noch folgenlos bleiben sollen“, so Rauschen.
 
Die von den Plattformen mitunter angeführten Hinweise, beanstandete Produkte weltweit von ihren Verkaufsportalen entfernt zu haben, sowie die vermeintlichen Zusicherungen einer Stärkung der Mechanismen zur Durchsetzung von EU-Produktstandards bleiben aus Sicht des BTE völlig wirkungslos. „Ein Geschäftsmodell, das ausschließlich nach öffentlichem Druck reagiert, kann keinen verlässlichen Verbraucher-, Gesundheits- sowie Umweltschutz – entsprechend den hohen EU-Standards – gewährleisten.“
 
Vor diesem Hintergrund begrüßt der BTE, dass die Europäische Kommission nach dem Skandal um rechtswidrige Produkte auf der Plattform Shein Konsequenzen gezogen hat. „Mit der Einleitung eines Verfahrens auf Grundlage des Digital Services Act wird das notwendige Signal gesetzt. Gleichwohl handelt es sich dabei nicht um einen Selbstläufer“, so Rauschen. Aus Sicht des BTE sind nun konsequente Kontrollen bei der Einfuhr von Waren auf den EU Markt und damit eine deutlich stärkere Marktüberwachung sowie die Schließung bestehender Regulierungs  und Vollzugslücken sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene zwingend erforderlich. Vor diesem Hintergrund setzte sich der BTE bereits für die frühzeitige Abschaffung der 150-Euro-Zollfreigrenze ein und fordert nun eine schnelle und konsequente Umsetzung ohne Ausnahmen. 
 
Unabdingbar sei ein echtes Level Playing Field für alle Marktteilnehmer. Die Geschäftspraktiken einzelner Plattformen wirken sich im gleichen Maße auf Handel, Hersteller und weitere Wirtschaftsakteure aus, wie vor allem der Handelsverband Deutschland (HDE) in den letzten Monaten deutlich machte. HDE-Präsident Alexander von Preen hat wiederholt betont, dass fairer Wettbewerb nur dann möglich sei, wenn Anbieter wie Temu und Shein bei Verstößen gegen europäische Gesetze konsequent zur Rechenschaft gezogen werden. Aus Sicht des BTE sind folglich Berlin und Brüssel nun am Zug, Handel und Verbraucher endlich zu schützen.

Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren

12.03.2026

Sonderangebote in Gefahr - Einzelhandel fordert Änderung der Preisangaben-Richtlinie

Preisaktionen im Einzelhandel könnten in Zukunft seltener werden, so der HDE. Grund sind neue rechtliche Vorgaben: Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte zur Preisangaben-Richtlinie geurteilt, dass Preiswerbung faktisch nur noch zulässig ist, wenn der reduzierte Preis niedriger ist als der günstigste Preis der letzten 30 Tage. Eine aktuelle wissenschaftliche Studie des Instituts für Handelsforschung an der Universität Köln (IFH), die im Auftrag des Handelsverbandes Deutschland (HDE) erstellt wurde, belegt die damit verbundenen negativen Folgen für Handel und Verbraucher. Der HDE fordert deshalb Änderungen an der EU-Preisangaben-Richtlinie.

„Preisaktionen im Einzelhandel intensivieren den Wettbewerb, fördern Preisvergleiche und tragen zur Verbraucherwohlfahrt bei. Aktionspreise sind dabei nicht nur ein kurzfristig wirksames Verkaufsinstrument, sondern bieten den Kunden dauerhaft günstige Preise. Wer die Axt an die rechtliche Zulässigkeit vieler Sonderangebote legt, erweist den Handelsunternehmen und den Verbrauchern einen echten Bärendienst“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Preisaktionen im Einzelhandel könnten in Zukunft seltener werden, so der HDE. Grund sind neue rechtliche Vorgaben: Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte zur Preisangaben-Richtlinie geurteilt, dass Preiswerbung faktisch nur noch zulässig ist, wenn der reduzierte Preis niedriger ist als der günstigste Preis der letzten 30 Tage. Eine aktuelle wissenschaftliche Studie des Instituts für Handelsforschung an der Universität Köln (IFH), die im Auftrag des Handelsverbandes Deutschland (HDE) erstellt wurde, belegt die damit verbundenen negativen Folgen für Handel und Verbraucher. Der HDE fordert deshalb Änderungen an der EU-Preisangaben-Richtlinie.

„Preisaktionen im Einzelhandel intensivieren den Wettbewerb, fördern Preisvergleiche und tragen zur Verbraucherwohlfahrt bei. Aktionspreise sind dabei nicht nur ein kurzfristig wirksames Verkaufsinstrument, sondern bieten den Kunden dauerhaft günstige Preise. Wer die Axt an die rechtliche Zulässigkeit vieler Sonderangebote legt, erweist den Handelsunternehmen und den Verbrauchern einen echten Bärendienst“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Aufgrund europäischer Vorgaben müssen Einzelhändler in Deutschland seit der letzten Novelle der Preisangaben-Verordnung bei der Werbung mit Preisherabsetzungen den niedrigsten Preis angeben, den sie in den letzten 30 Tagen für die reduzierte Ware verlangt haben. Der EuGH urteilte vor einem guten Jahr, dass Preiswerbung in der Praxis somit nur noch rechtskonform möglich ist, wenn der reduzierte Preis geringer ist als der günstigste Preis der letzten 30 Tage. „In der Praxis kann und darf ein Händler daher dasselbe Produkt nur noch alle 30 Tage mit einem günstigen Preis bewerben“, so Genth weiter. Die aktuelle IFH-Studie macht aber deutlich, dass in der Vergangenheit viele Produkte häufiger im Preis herabgesetzt und beworben wurden. „Besonders für Haushalte mit niedrigem Einkommen haben Preisaktionen eine hohe Bedeutung und tragen zur Wohlstandssicherung durch finanzielle Entlastung bei“, so Genth.

Wegen der neuen Rechtslage verbunden mit der Rechtsprechung des EuGH erwarten die Autoren der Studie, dass Preisaktionen in Zukunft seltener durchgeführt werden. „Das wird sich negativ auf den Preiswettbewerb und die Konsumentenwohlfahrt auswirken“, stellt Genth fest. Insbesondere für einkommensschwächere Haushalte seien Wohlfahrtsverluste wahrscheinlich. Genth konstatiert daher: „Die EU hat mit der neuen Regulierung den Wettbewerb und die Verbraucherinteressen vollkommen aus den Augen verloren“. Die neue Vorgabe für die Preiswerbung in der EU-Richtlinie sei nicht nur überflüssig, sondern schädlich.

„Die Koalitionsparteien haben vereinbart, umfassend Bürokratie abzubauen und überflüssige Regelungen zu streichen“, so der HDE-Hauptgeschäftsführer. Nun seien die Koalitionspartner aufgefordert, diesen Worten Taten folgen zu lassen. Genth: „Der Brüsseler Regulierungswahn muss ein Ende finden. Wir brauchen auf EU-Ebene eine Änderung der Preisangaben-Richtlinie.“

Quelle:

HDE Handelsverband Deutschland

11.03.2026

Hohe Energiepreise: Stromsteuer für alle senken

Der Handelsverband Deutschland (HDE) unterstützt die Forderung der EU-Kommission, die Stromsteuer für alle auf das zulässige Minimum abzusenken.

„Die Kosten müssen runter. Da ist der Bereich Energie auch im Einzelhandel in den letzten Jahren einfach zu teuer geworden. Es ist allerhöchste Zeit, dass die Bundesregierung ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag endlich einlöst und die Stromsteuer für alle senkt. Das darf kein Privileg für einige Wirtschaftszweige bleiben. Die EU-Kommission hat verstanden, dass hohe Strom- und Energiepreise Kaufkraft und Wachstum unmittelbar belasten.  Jetzt muss die Bundesregierung rasch entsprechend handeln“, so HDE-Präsident Alexander von Preen.

Der HDE setzt sich seit Jahren für eine Stromsteuersenkung für Privatverbraucher und alle Unternehmen ein. „Für die Handelsunternehmen wäre das in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein doppelt positiver Impuls. Sinkt die Stromsteuer, sinken die Kosten in den Unternehmen und bei den Verbrauchern. Dadurch bleibt den Menschen mehr Geld für den Konsum, was unmittelbar für dringend notwendige Wachstumsimpulse sorgt“, so von Preen weiter.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) unterstützt die Forderung der EU-Kommission, die Stromsteuer für alle auf das zulässige Minimum abzusenken.

„Die Kosten müssen runter. Da ist der Bereich Energie auch im Einzelhandel in den letzten Jahren einfach zu teuer geworden. Es ist allerhöchste Zeit, dass die Bundesregierung ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag endlich einlöst und die Stromsteuer für alle senkt. Das darf kein Privileg für einige Wirtschaftszweige bleiben. Die EU-Kommission hat verstanden, dass hohe Strom- und Energiepreise Kaufkraft und Wachstum unmittelbar belasten.  Jetzt muss die Bundesregierung rasch entsprechend handeln“, so HDE-Präsident Alexander von Preen.

Der HDE setzt sich seit Jahren für eine Stromsteuersenkung für Privatverbraucher und alle Unternehmen ein. „Für die Handelsunternehmen wäre das in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein doppelt positiver Impuls. Sinkt die Stromsteuer, sinken die Kosten in den Unternehmen und bei den Verbrauchern. Dadurch bleibt den Menschen mehr Geld für den Konsum, was unmittelbar für dringend notwendige Wachstumsimpulse sorgt“, so von Preen weiter.

Quelle:

HDE Handelsverband Deutschland 

11.03.2026

Erfolgreiche World Pultrusion Conference 2026

Vom 05. bis 06. März 2026 fand die 18. World Pultrusion Conference (WPC) in Valencia, Spanien, statt. Die Pultrusion, auch Strangziehverfahren genannt, ist ein hocheffizientes Verfahren zur Herstellung von faserverstärkten Kunststoffprofilen für unterschiedliche Anwendungen im Bau-/Infrastruktur- und Transportbereich.

Rund 120 Teilnehmende aus der ganzen Welt waren auf der Konferenz vertreten. Insgesamt präsentierten 27 Referierende in 26 Fachvorträgen aktuelle Entwicklungen, Technologien und Anwendungen rund um pultrudierte Faserverbundwerkstoffe. Das internationale Fachpublikum setzte sich aus Expert:innen von Industrie, Forschung und Anwendung zusammen.

Vom 05. bis 06. März 2026 fand die 18. World Pultrusion Conference (WPC) in Valencia, Spanien, statt. Die Pultrusion, auch Strangziehverfahren genannt, ist ein hocheffizientes Verfahren zur Herstellung von faserverstärkten Kunststoffprofilen für unterschiedliche Anwendungen im Bau-/Infrastruktur- und Transportbereich.

Rund 120 Teilnehmende aus der ganzen Welt waren auf der Konferenz vertreten. Insgesamt präsentierten 27 Referierende in 26 Fachvorträgen aktuelle Entwicklungen, Technologien und Anwendungen rund um pultrudierte Faserverbundwerkstoffe. Das internationale Fachpublikum setzte sich aus Expert:innen von Industrie, Forschung und Anwendung zusammen.

Das Vortragsprogramm deckte ein breites Spektrum an Themen ab, darunter aktuelle Marktentwicklungen, innovative Anwendungen sowie neue Material- und Prozessentwicklungen. Ein besonderer Fokus lag auf Nachhaltigkeitsaspekten, der Weiterentwicklung von Pultrusionsprozessen – insbesondere im Bereich thermoplastischer Systeme – sowie neuen Einsatzmöglichkeiten der Technologie beispielsweise im Bauwesen, in der Infrastruktur oder in Hightech-Anwendungen. Damit bot die Konferenz eine wichtige Plattform für den fachlichen Austausch über Trends und Zukunftsperspektiven der Pultrusionsindustrie.
 
Als größtes Event in Europa zum Thema Pultrusion findet die englischsprachige Konferenz alle zwei Jahre in einem europäischen Land mit Bedeutung für die Pultrusions-Industrie statt und wird von der European Pultrusion Technology Association (EPTA) organisiert – in Kooperation mit der American Composites Manufacturers Association (ACMA). 

Die 19. Ausgabe der WPC findet 2028 in Istanbul (Türkei) statt.

Quelle:

AVK - Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e. V. 

Grafik IntelligentVisualDesing, Pixabay
11.03.2026

Nach Landtagswahl: Südwesttextil fordert klare Weichenstellungen für die Wirtschaft

Als Wirtschafts- und Arbeitgeberverband der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie gratuliert Südwesttextil Cem Özdemir und Bündnis 90/Die Grünen zum Erfolg bei der Landtagswahl am letzten Sonntag. Das Ergebnis bewertet Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner: „Positiv ist die deutlich höhere Wahlbeteiligung und, dass sich GRÜNE und CDU insgesamt die Mehrheit gesichert haben. Trotzdem liegt auf der Hand, dass sich in diesem Superwahljahr daraus auch Diskussionsbedarf für die Parteien im Bund ergibt. Sowohl die künftige Landes-, wie auch die aktuelle Bundesregierung wissen, dass wir von der versprochenen Wirtschaftswende noch weit entfernt sind, ebenso wie von einer ambitionierten Reformagenda. Wir erwarten, dass die in den letzten Jahren insgesamt konstruktive Zusammenarbeit von GRÜNEN und CDU schnellstmöglich in Koalitionsverhandlungen fortgesetzt wird, die sich auf das Wesentliche konzentrieren.“ 

Als Wirtschafts- und Arbeitgeberverband der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie gratuliert Südwesttextil Cem Özdemir und Bündnis 90/Die Grünen zum Erfolg bei der Landtagswahl am letzten Sonntag. Das Ergebnis bewertet Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner: „Positiv ist die deutlich höhere Wahlbeteiligung und, dass sich GRÜNE und CDU insgesamt die Mehrheit gesichert haben. Trotzdem liegt auf der Hand, dass sich in diesem Superwahljahr daraus auch Diskussionsbedarf für die Parteien im Bund ergibt. Sowohl die künftige Landes-, wie auch die aktuelle Bundesregierung wissen, dass wir von der versprochenen Wirtschaftswende noch weit entfernt sind, ebenso wie von einer ambitionierten Reformagenda. Wir erwarten, dass die in den letzten Jahren insgesamt konstruktive Zusammenarbeit von GRÜNEN und CDU schnellstmöglich in Koalitionsverhandlungen fortgesetzt wird, die sich auf das Wesentliche konzentrieren.“ 

Vor dem Hintergrund der wirtschaftlich herausfordernden Zeiten hat Südwesttextil unter dem Leitmotiv „Struktur zeigen – für einen Standort, der zusammenhält“ fünf zentrale landespolitische Handlungsfelder und dazugehörige Forderungen formuliert. Ein entschiedenes Handeln für die Wirtschaft steht dabei ebenso auf der Agenda wie ein deutlich ambitionierterer Abbau von Bürokratie, für den sich die zukünftige Landesregierung ebenfalls in Berlin und Brüssel einsetzen muss. Denn die Textil- und Bekleidungsindustrie blickt auf ein schwieriges Jahr 2025 zurück. Auch wenn sich spezialisierte Segmente wie technische Textilien oder Wäsche vergleichsweise gut behaupten konnten, zeigen die Zahlen einen gravierenden Strukturwandel. Die Textilindustrie verzeichnete 2025 einen Beschäftigungsrückgang von 6,6 Prozent. Der Umsatz sank um 3,5 Prozent. 

Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner fasst zusammen: „Vom Wahlergebnis kann kein ‚Weiter so‘ ausgehen – wir brauchen mehr als ein wohlwollendes Management des Status Quo, damit wir industrielle Wertschöpfung und Wohlstand in Baden-Württemberg sichern können. Der Koalitionsvertrag muss ambitioniert, hart in der Sache und verantwortungsvoll verhandelt werden.“

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil e.V. 

Ecodown Fibers T2T Foto Thermore
11.03.2026

Ecodown Fibers T2T: Wärmeleistung aus Polyesterabfällen

Thermore, ein führender Anbieter von Wärmefüllmaterialien für Bekleidung, kündigt die Markteinführung von Ecodown Fibers T2T an, einer Innovation, entwickelt aus Materialien von Sekundärrohstoffen (SRM). Eine lose Faser-Lösung verwandelt Polyesterabfälle aus der textilen Lieferkette in eine leistungsstarke technologische Ressource. 

Thermore, ein führender Anbieter von Wärmefüllmaterialien für Bekleidung, kündigt die Markteinführung von Ecodown Fibers T2T an, einer Innovation, entwickelt aus Materialien von Sekundärrohstoffen (SRM). Eine lose Faser-Lösung verwandelt Polyesterabfälle aus der textilen Lieferkette in eine leistungsstarke technologische Ressource. 

Das Mailänder Unternehmen hat das Umweltbewusstsein in den Bereichen Materialien, Effizienz und Langlebigkeit in seiner DNA verankert: „Ich leite und koordiniere die Thermore-Forschungsgruppe seit Jahren persönlich und das Thema Kreislaufwirtschaft und Textil-zu-Textil ist seit langem Gegenstand der Forschung unseres Teams“ , sagt Patrizio Siniscalchi, Geschäftsführer von Thermore. „Vor über vierzig Jahren waren wir Vorreiter bei der Verwendung von recycelten Fasern aus PET-Flaschen; heute entwickelt sich dieser Ansatz weiter zum Recycling von Textilabfällen, dessen zweite Generation Ecodown Fibers T2T bereits darstellt. Im Gegensatz zum üblichen Downcycling, das die Textilverwertung oft kennzeichnet, ist diese Lösung einzigartig: Sie bietet die gleiche Qualität, die das gesamte Thermore-Sortiment auszeichnet – ein Wert, der durch internationale Zertifizierungen wie GRS, Bluesign und OEKO-TEX® Standard 100 garantiert wird.“ 

Die Technologie hinter Ecodown Fibers T2T verwandelt Polyesterabfälle dank einer Mischung aus 100% recycelten Polyesterfasern in weiche, leistungsstarke Füllung: eine Kombination aus 80% industriellen Textilabfällen und 20% PET-Flaschen aus dem Endverbraucherbereich. Der ökologische Wert wird durch hervorragende technische Eigenschaften ergänzt, die sich durch hohes Volumen und Weichheit auszeichnen und optimalen Wärmekomfort garantieren. Die vielseitige Faser kann in Kanäle eingeblasen oder manuell verarbeitet werden. Ihre Struktur ist so konzipiert, dass sie dauerhaft stabil bleibt und das Risiko des Verklumpens reduziert. 

Thermore® Ecodown Fibers T2T ist GRS (Global Recycled Standard) zertifiziert. Dies bestätigt den Anteil an recycelten Materialien und gewährleistet die Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten Lieferkette. Das Produkt erfüllt die Kriterien der Bluesign®- und OEKO-TEX® Standard 100-Zertifizierungen. 

11.03.2026

BSI und bevh bündeln Kräfte in strategischer Partnerschaft

Der Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie e.V. (BSI) und der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) bündeln ihre Kompetenzen in einer strategischen Partnerschaft. Ziel ist es, zentrale Themen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Produktion und Beschaffung bis hin zum digitalen Vertrieb – gemeinsam voranzubringen und politisch wie kommunikativ stärker zu positionieren. 
 
Der Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie e.V. (BSI) ist der 1910 gegründete Unternehmensverband der deutschen Sportartikelhersteller, -großhändler und -Importeure. Ihm gehören rund 170 führende meist mittelständisch geprägte Firmen mit 220 Marken an; unter ihnen internationale Marktführer verschiedener Branchen. Die im BSI organisierten Unternehmen erwirtschaften einen Jahresumsatz von ca. 35 Milliarden Euro.

Der Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie e.V. (BSI) und der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) bündeln ihre Kompetenzen in einer strategischen Partnerschaft. Ziel ist es, zentrale Themen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Produktion und Beschaffung bis hin zum digitalen Vertrieb – gemeinsam voranzubringen und politisch wie kommunikativ stärker zu positionieren. 
 
Der Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie e.V. (BSI) ist der 1910 gegründete Unternehmensverband der deutschen Sportartikelhersteller, -großhändler und -Importeure. Ihm gehören rund 170 führende meist mittelständisch geprägte Firmen mit 220 Marken an; unter ihnen internationale Marktführer verschiedener Branchen. Die im BSI organisierten Unternehmen erwirtschaften einen Jahresumsatz von ca. 35 Milliarden Euro.

Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) ist die Branchenvereinigung der Interaktiven Händler (d.h. der Online- und Versandhändler). Neben den Versendern sind dem bevh auch namhafte Dienstleister angeschlossen. Nach Fusionen mit dem Bundesverband Lebensmittel-Onlinehandel und dem Bundesverband der Deutschen Versandbuchhändler, repräsentiert der bevh die kleinen und großen Player und rund 90 Prozent des Umsatzes der Branche im Endkundengeschäft.

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen die politische Interessenvertretung und Networking-Aktivitäten wie Messen und Branchenevents. Auch in Presse- und Öffentlichkeitsarbeit stimmen sich beide Verbände künftig enger ab, um relevante Themen koordiniert zu platzieren. Zudem prüfen BSI und bevh, inwieweit Marktdaten, Studien und Services gemeinsam erarbeitet und veröffentlicht werden können.  
 
Seitens des BSI wird die Partnerschaft als wichtiger strategischer Schritt bewertet. BSI-Geschäftsführer Stefan Rosenkranz erklärt: „Die Verbindung von Industriekompetenz und digitaler Marktexpertise eröffnet neue Perspektiven für unsere Mitgliedsunternehmen. Die engere Abstimmung schafft eine solide Basis, um die Interessen der Sportartikelbranche in einem zunehmend digitalisierten Umfeld wirkungsvoll zu vertreten.“  
 
„Unsere Verbände rücken näher zusammen, um die Stärken des jeweils anderen besser kennen- und nutzen zu lernen. Der Fokus des bevh im digitalen Endkundengeschäft ist wichtig für Sportartikelhersteller, die digitale Kanäle für direkte Verkaufs- und Markenerlebnisse mit ihren Händlern und Kunden aufbauen. Der BSI und seine Mitgliedsunternehmen haben ihren Schwerpunkt in den Produktions- und Einkaufs-Prozessen. Die Ergänzung von beidem schafft eine starke Wissens- und Politikplattform, die den E-Commerce in seiner Gesamtheit betrachtet“, freut sich bevh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer.  
 
So stärken beide Verbände ihre Rolle als Impulsgeber für wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen im Sport- und E-Commerce-Sektor. 

Tarifrunde Textil Nord-Ost 2026 Gerd Altmann, Pixabay
11.03.2026

Tarifrunde Textil Nord-Ost 2026: „IG Metall überfordert ostdeutsche Textilindustrie“

Stellenabbau, Arbeitslosenzahlen auf höchstem Wert seit 12 Jahren, Insolvenzen und Produktionsverlagerungen ins Ausland, drastisch steigende Lohnnebenkosten und seit 2022 Energiepreise auf Spitzenniveau. Diese Hiobsbotschaften gehören mittlerweile zum Alltag der deutschen Wirtschaft und der Betriebe der Textilindustrie.

Stellenabbau, Arbeitslosenzahlen auf höchstem Wert seit 12 Jahren, Insolvenzen und Produktionsverlagerungen ins Ausland, drastisch steigende Lohnnebenkosten und seit 2022 Energiepreise auf Spitzenniveau. Diese Hiobsbotschaften gehören mittlerweile zum Alltag der deutschen Wirtschaft und der Betriebe der Textilindustrie.

Am Dienstag, dem 10. März 2026, startete die Tarifrunde Textil Nord-Ost 2026 mit der ersten Verhandlung in Chemnitz. Die Arbeitnehmerseite war mit 14 Teilnehmern aus den Reihen der IG Metall und der Betriebsräte vertreten. Die acht anwesenden Mitglieder des Tarif- und Sozialausschusses des Verbandes der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V. (vti) wurden unterstützt durch die für Tarifpolitik verantwortliche Verbandsjuristin des Gesamtverbandes der deutschen Textil- und Modeindustrie e.V. (textil+mode) und die für Tarifrecht zuständige Verbandsjuristin des vti.
 
Nach der internen Vorberatung der Tarifpartner erfolgte mit einem ersten gemeinsamen Gespräch die Vorstellung und Begründung der Forderungen durch die IG Metall. Dabei bezog sie sich auf das Forderungsschreiben vom 23. Februar 2026, welches der Arbeitgeberseite erst verzögert und damit erst eine Woche vor Verhandlungsbeginn am 3. März 2026 zuging. Der Arbeitgeberseite blieb deshalb keine Zeit zur Ausarbeitung eines Angebots.
 
Mit ihrer Forderung nach 5,0 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von 12 Monaten zeige die IG Metall, so der vti, ein mangelndes Gespür für die aktuelle wirtschaftliche Realität.
 
Die wirtschaftliche Lage sei in der Branche immens angespannt, Negativ-Zahlen nehmen kein Ende. Die Textilunternehmen verzeichneten über die vergangenen fünf Jahre reale Umsatzeinbußen von über 20 Prozent. Sämtliche Kennzahlen seien wieder im Minus: Beschäftigung, inländische Produktion, Export, Auftragseingänge und -bestände. Besonders alarmierend sei jedoch, dass die Zahl der Betriebe im vergangenen Jahr noch einmal deutlich gesunken ist: bei Textil bundesweit um 6,5 Prozent.
 
Zwar ist nach zwei Rezessionsjahren die gesamtdeutsche Wirtschaft in 2025 wieder leicht gewachsen. Im Verarbeitenden Gewerbe, zu dem die Textilindustrie zählt, gilt dies nicht. Hier wurde 2025 im dritten Jahr in Folge weniger erwirtschaftet. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung nahm gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozent ab. Die Zahl der Erwerbstätigen im Verarbeitenden Gewerbe sank ebenfalls erneut.

Nach einem ersten Austausch der Positionen verständigten sich die Vertreter des vti und der IG Metall darauf, die Verhandlungen am 24. März 2026 fortzusetzen. Die Friedenspflicht für die aktuelle Tarifrunde endet am 31. März 2026.

Quelle:

Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V. 

10.03.2026

Lenzing Gruppe: Biobasierte Materialien strategischer Faktor für Europas wirtschaftliche Sicherheit

Die Lenzing Gruppe, Anbieterin von regenerierten Cellulosefasern für die Textil- und Vliesstoffindustrien, hat in Brüssel ein hochrangiges Roundtable‑Gespräch ausgerichtet, um zu erörtern, wie biobasierte Materialien Europas wirtschaftliche Sicherheit stärken und den Übergang in eine fossilfreie Zukunft beschleunigen können. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit Euractiv organisiert und brachte Vertreter:innen der Europäischen Kommission, der britischen Mission bei der EU, der Wissenschaft, der Zivilgesellschaft und der Industrie zusammen. 
 
Zu den Sprecher:innen zählten Aurel Ciobanu‑Dordea, Director for Competitive Circular Economy & Clean Industrial Policy at the European Commission’s DG Environment, Dr. Daniel Bradley, Deputy Counsellor & Head of Climate and Environment der UK Mission to the EU, sowie Patricia A. Sargeant, Executive Vice President Nonwovens Commercial der Lenzing Gruppe. 
 

Die Lenzing Gruppe, Anbieterin von regenerierten Cellulosefasern für die Textil- und Vliesstoffindustrien, hat in Brüssel ein hochrangiges Roundtable‑Gespräch ausgerichtet, um zu erörtern, wie biobasierte Materialien Europas wirtschaftliche Sicherheit stärken und den Übergang in eine fossilfreie Zukunft beschleunigen können. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit Euractiv organisiert und brachte Vertreter:innen der Europäischen Kommission, der britischen Mission bei der EU, der Wissenschaft, der Zivilgesellschaft und der Industrie zusammen. 
 
Zu den Sprecher:innen zählten Aurel Ciobanu‑Dordea, Director for Competitive Circular Economy & Clean Industrial Policy at the European Commission’s DG Environment, Dr. Daniel Bradley, Deputy Counsellor & Head of Climate and Environment der UK Mission to the EU, sowie Patricia A. Sargeant, Executive Vice President Nonwovens Commercial der Lenzing Gruppe. 
 
Zentrales Thema war das Potenzial cellulosischer Fasern als vollständig biobasierte, biologisch abbaubare Alternativen in Vliesstoffanwendungen wie Feuchttüchern. Obwohl Europa die industrielle Basis für die Skalierung habe, bremsten regulatorische und Kosten‑Asymmetrien die Wettbewerbsfähigkeit. Als entscheidend nannte Lenzing klare, kohärente politische Signale – inklusive möglicher Updates der Single Use Plastics Directive (SUPD) – für Investitionssicherheit und Markthochlauf. 
 
„Biobasierte Materialien sind keine Zukunftsvision, sondern heute eine skalierbare Realität. Als integrierter Hersteller für cellulosische Fasern mit starken europäischen Wurzeln stärkt Lenzing die industrielle Resilienz und beschleunigt den Ausstieg aus fossilbasierten, synthetischen Fasern“, sagt Georg Kasperkovitz, Vorstandsmitglied der Lenzing Gruppe. 
 
Lenzing unterstrich, dass Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz sich gegenseitig verstärken: Die Spezialfasern aus erneuerbarem Holz weisen niedrigere Treibhausgasemissionen als generische Alternativen auf, sind zertifiziert biologisch abbaubar und kompostierbar, und die Klimaziele sind SBTi‑validiert und am 1,5‑Grad‑Pfad ausgerichtet. 
 
„Europäische Produktionskapazitäten sind zentral für Lieferkettenresilienz und strategische Autonomie. Lenzing betreibt integrierte Zellstoff‑ und Faserstandorte in Österreich, Tschechien und dem Vereinigten Königreich; europäische F&E stärkt Arbeitsplätze, Innovation und Know‑how. Zellulosefasern spielen eine entscheidende Rolle in Einwegprodukten für Hygiene-, Medizin-, Textil- und Industrieanwendungen – was die Notwendigkeit unterstreicht, die heimischen Produktionskapazitäten zu stärken und Produkte so umzugestalten, dass sie biologisch abbaubare Materialien enthalten, die den Bedenken hinsichtlich SUPD und Mikroplastikverschmutzung Rechnung tragen“, betonte Patricia A. Sargeant. 

Quelle:

Lenzing Group

Das Positionspapier »Künstliche Intelligenz in der Kunststoff-Wertschöpfungskette bis 2030«, veröffentlicht vom Fraunhofer-Exzellenzcluster Circular Plastics Economy CCPE, identifiziert Handlungsfelder und Prioritäten für den industriellen Einsatz von KI entlang der Kunststoff-Wertschöpfungskette. © Fraunhofer CCPE
Das Positionspapier »Künstliche Intelligenz in der Kunststoff-Wertschöpfungskette bis 2030«, veröffentlicht vom Fraunhofer-Exzellenzcluster Circular Plastics Economy CCPE, identifiziert Handlungsfelder und Prioritäten für den industriellen Einsatz von KI entlang der Kunststoff-Wertschöpfungskette.
10.03.2026

KI als Schlüssel zur Circular Plastics Economy bis 2030

Der Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy CCPE legt ein neues Positionspapier und einen umfassenden Hintergrundbericht zur Rolle von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Kunststoffwertschöpfungskette vor. Die Analyse zeigt, dass KI bereits heute leistungsfähig ist und bis 2030 als zentraler Hebel zur Steigerung von Effizienz, Qualität und Kreislauffähigkeit gesehen wird – ihr Potenzial entfaltet sie jedoch nur auf Basis interoperabler Datenräume, klarer Standards und tragfähiger Geschäftsmodelle.

Rückläufige Produktionszahlen in Europa, steigende regulatorische Anforderungen (u. a. Rezyklateinsatzquote, Ecodesign, Digitaler Produktpass) und wachsender internationaler Wettbewerb erhöhen den Transformationsdruck auf die Kunststoffindustrie.

KI wird dabei zunehmend als strategischer Hebel zum Umgang mit den Herausforderungen gesehen. Bereits heute kommen KI-Verfahren in Bildverarbeitung, Prozessregelung und Sortiertechnologien zum Einsatz. Bis 2030 könnte ihr Beitrag entlang der gesamten Wertschöpfungskette deutlich wachsen – von Materialentwicklung und Design über Produktion bis zum Recycling.

Der Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy CCPE legt ein neues Positionspapier und einen umfassenden Hintergrundbericht zur Rolle von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Kunststoffwertschöpfungskette vor. Die Analyse zeigt, dass KI bereits heute leistungsfähig ist und bis 2030 als zentraler Hebel zur Steigerung von Effizienz, Qualität und Kreislauffähigkeit gesehen wird – ihr Potenzial entfaltet sie jedoch nur auf Basis interoperabler Datenräume, klarer Standards und tragfähiger Geschäftsmodelle.

Rückläufige Produktionszahlen in Europa, steigende regulatorische Anforderungen (u. a. Rezyklateinsatzquote, Ecodesign, Digitaler Produktpass) und wachsender internationaler Wettbewerb erhöhen den Transformationsdruck auf die Kunststoffindustrie.

KI wird dabei zunehmend als strategischer Hebel zum Umgang mit den Herausforderungen gesehen. Bereits heute kommen KI-Verfahren in Bildverarbeitung, Prozessregelung und Sortiertechnologien zum Einsatz. Bis 2030 könnte ihr Beitrag entlang der gesamten Wertschöpfungskette deutlich wachsen – von Materialentwicklung und Design über Produktion bis zum Recycling.

Zentrale Erkenntnisse des Positionspapiers
Grundlagen der Veröffentlichung sind eine Umfeldanalyse sowie eine Befragung von 46 Expertinnen und Experten von Fraunhofer CCPE und Projektpartnern aus den Forschungsprojekten „KIOptiPack“ und „K3ICycling“ aus dem BMFTR-geförderten KI-Hub Kunststoffverpackungen.

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • KI wird technologisch eingesetzt, vor allem in klar abgegrenzten Anwendungen.
  • Der Engpass liegt in fehlenden, interoperablen Datenstrukturen, nicht primär in der Technologie.
  • Wirtschaftlichkeit, Haftung und Regulierung entscheiden über die Skalierung vom Pilotprojekt in den industriellen Dauerbetrieb.
  • KI ergänzt klassische Lösungsansätze wie Design for Circularity und den Ausbau von (Recycling-)Infrastruktur– sie ersetzt sie nicht.
  • KI ist kein Allheilmittel, sondern ein leistungsfähiges Instrument innerhalb eines umfassenderen Transformationsprozesses.

„KI kann Material-, Prozess- und Datenlücken schließen – ihr Potenzial entfaltet sie jedoch nur auf einer gemeinsamen, verlässlichen Datenbasis. Zugleich dürfen wir KI nicht als alleinige Lösung missverstehen: Für eine funktionierende Circular Plastics Economy braucht es ebenso konsequentes Design for Recycling, robuste Infrastrukturen und klare Regulierung“, betont Hauptautorin Dr.-Ing. Anna Kerps.

Drei Prioritäten bis 2030
Um das identifizierte Potenzial systematisch zu heben und KI vom Pilotstatus in die industrielle Breite zu überführen, definiert das Fraunhofer CCPE drei strategische Prioritäten:

  1. Aufbau gemeinsamer Datenplattformen und Standards entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
  2. Entwicklung und Skalierung erklärbarer, hybrider KI-Modelle in Reallaboren und End-to-End-Demonstratoren.
  3. Etablierung von Governance- und Geschäftsmodellen, die Datenteilung, Vertrauen und Investitionssicherheit ermöglichen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt kleinen und mittleren Unternehmen, für die die Integrations- und Compliance-Anforderungen eine hohe Hürde darstellen.
Gemeinsamer Handlungsauftrag für Industrie, Politik und Forschung
Der Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy CCPE versteht sich als neutraler, industrienaher Partner beim Aufbau einer datengetriebenen Circular Plastics Economy.

Die zentrale Botschaft an Industrie und Politik lautet: Wer jetzt in Datenräume, Standards und KI-Kompetenz investiert, stärkt Wettbewerbsfähigkeit und Kreislauffähigkeit gleichermaßen.

Gefordert sind innovationsfreundliche regulatorische Rahmenbedingungen, praxisnahe Demonstratoren und unternehmensübergreifende Kooperationen. Nur wenn technologische Exzellenz, wirtschaftliche Anreize und klare Governance-Strukturen zusammenwirken, können intelligente Kunststoffkreisläufe bis 2030 industrieller Standard werden.

Erstmals vorgestellt wird das Positionspapier am 12. März 2026 im Rahmen einer Masterclass „AI in the plastic value chain by 2030“ auf der Circular Valley Convention in Düsseldorf von den Autoren Dr.-Ing. Anna Kerps, Dr.-Ing. Markus Hiebel (beide Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT) und Jan-Philip Kopka (Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML).

Quelle:

Fraunhofer-Institut für Umwelt-, "Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT