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Die eFK Doffmatic – die optimale Kombination aus Wirtschaftlichkeit, Produktivität und reduzierter Bedienerabhängigkeit. (c) Foto Barmag
Die eFK Doffmatic – die optimale Kombination aus Wirtschaftlichkeit, Produktivität und reduzierter Bedienerabhängigkeit.
09.06.2026

Barmag & Hitech Automation: Kooperation über ein Auto-Doff-System für Texturiermaschinen

Barmag (Suzhou) Technology Co., Ltd und Hitech Automation Solutions PVT LTD. aus Surat, Indien haben eine exklusive Zusammenarbeit vereinbart, um die Automationslösung Doffmatic von Hitech für die bewährten manuellen Barmag eFK-Texturiermaschinen gemeinsam im Markt anzubieten. In zahlreichen Texturierbetrieben sind manuelle Doffing-Prozesse nach wie vor stark operatorabhängig – mit Folgen wie erhöhtem Ausschuss, schwankender Qualität und begrenzter Produktivität. 

Exklusive Zusammenarbeit bei Automationslösungen für manuelle Texturiermaschinen
Ziel der gemeinsamen Lösung für Texturierkunden ist es, einen technologischen und wirtschaftlichen Mehrwert zu schaffen – mit einer Lösung, die zwischen manuellen und vollautomatischen Konzepten positioniert ist und damit eine attraktive Alternative für zahlreiche Betriebs- und Investitionsszenarien mit klarem Fokus auf schnellen ROI und verbesserte Garnqualität darstellt.

Barmag (Suzhou) Technology Co., Ltd und Hitech Automation Solutions PVT LTD. aus Surat, Indien haben eine exklusive Zusammenarbeit vereinbart, um die Automationslösung Doffmatic von Hitech für die bewährten manuellen Barmag eFK-Texturiermaschinen gemeinsam im Markt anzubieten. In zahlreichen Texturierbetrieben sind manuelle Doffing-Prozesse nach wie vor stark operatorabhängig – mit Folgen wie erhöhtem Ausschuss, schwankender Qualität und begrenzter Produktivität. 

Exklusive Zusammenarbeit bei Automationslösungen für manuelle Texturiermaschinen
Ziel der gemeinsamen Lösung für Texturierkunden ist es, einen technologischen und wirtschaftlichen Mehrwert zu schaffen – mit einer Lösung, die zwischen manuellen und vollautomatischen Konzepten positioniert ist und damit eine attraktive Alternative für zahlreiche Betriebs- und Investitionsszenarien mit klarem Fokus auf schnellen ROI und verbesserte Garnqualität darstellt.

Für Neumaschinen und Upgrades: Automatisierung als (nachrüstbare) Lösung
Die Vereinbarung umfasst sowohl den Verkauf neuer eFK-Texturiermaschinen in Kombination mit Doffmatic, unter dem Namen eFK Doffmatic, als auch Upgrades bestehender Barmag Maschinen (Retrofit), dann wie gehabt unter den jeweils bekannten Namen eFK und Doffmatic. Damit bieten die beiden Partner den Kunden Lösungen für zwei zentrale Aspekte: Investitionsentscheidungen für neue Anlagen ebenso wie die schnelle, schrittweise Modernisierung älterer Maschinen.

Technisch ist Doffmatic als Add-on-System konzipiert, das bei gleichbleibendem Platzbedarf in die eFK-Texturiermaschinen integiert wird. Dies ermöglicht die Auto-Doffing-Funktionalität bei gleichbleibend bekannt hoher Garnqualität. Kunden profitieren von einem schnellen und risikoarmen Modernisierungspfad mit kurzen Amortisationszeiten – gleichermaßen für Neuanlagen als auch für Retrofit-Projekte. Damit ist es für Garnproduzenten interessant, die (noch) keine automatischen Texturiermaschinen einsetzen, aber dennoch signifikant mehr Effizienz, Prozessstabilität und Produktqualität erzielen wollen.

Effizienz und reproduzierbare Qualität 
Doffmatic zielt darauf, den Doffing-Prozess zu automatisieren und gleichzeitig die Voraussetzungen für Spulen mit exakt gleicher Lauflänge zu schaffen – eine wichtige Grundvoraussetzung für reproduzierbare Qualität und eine reibungslose Weiterverarbeitung. „Mit der exklusiven Kooperation bündeln wir lokales Marktverständnis, Engineering-Kompetenz und Service-Nähe – und bieten Texturierern eine Automationslösung, die Effizienz und Garnqualität gleichermaßen adressiert,“ fasst Oliver Lemke, Sales Director bei Barmag zusammen. Und Brij Patel, Geschäftsführer von Hitech, ergänzt: „Doffmatic wurde entwickelt, um eine nahtlose automatische Doff-Funktionalität für Neu- und Nachrüstungsprojekte zu anbieten. Gemeinsam mit Barmag erweitern wir nun das Maschinenportfolio – mit klarem Fokus auf die operativen Anforderungen unserer Kunden.“

Berfin Freeman Foto: Katharina Dubno
Berfin Freemann wurde mit dem Wilhelm-Lorch-Preis in der Kategorie „Technik“ ausgezeichnet.
05.06.2026

Hochschule Niederrhein: Berfin Freeman erhält Wilhelm-Lorch-Preis

Berfin Freeman vom Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein ist mit dem renommierten Wilhelm-Lorch-Preis in der Kategorie „Technik“ ausgezeichnet worden. Mit dem Preis werden herausragende Nachwuchsarbeiten der deutschen Textil- und Bekleidungsbranche gewürdigt. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert.
 
Die 30-Jährige studierte Textile Technologien an der Hochschule Niederrhein. Parallel zum Studium sammelte sie praktische Erfahrung am Forschungsinstitut für Textil und Bekleidung (FTB) in Mönchengladbach. Ihr Praxissemester absolvierte sie am Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen.
 
In ihrer ausgezeichneten Masterarbeit untersuchte Freeman das biochemische Recycling von Polyestertextilien. Dazu entwickelte sie eine thermische Vorbehandlung zur Amorphisierung, nach der Polyester mittels enzymbasierter Verfahren zu Monomeren abgebaut werden kann. Aus diesen Molekülen kann anschließend wieder ein Polymer synthetisiert werden. Die Arbeit liefert damit einen Beitrag zu nachhaltigeren Kreislaufprozessen in der Textilindustrie.
 

Berfin Freeman vom Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein ist mit dem renommierten Wilhelm-Lorch-Preis in der Kategorie „Technik“ ausgezeichnet worden. Mit dem Preis werden herausragende Nachwuchsarbeiten der deutschen Textil- und Bekleidungsbranche gewürdigt. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert.
 
Die 30-Jährige studierte Textile Technologien an der Hochschule Niederrhein. Parallel zum Studium sammelte sie praktische Erfahrung am Forschungsinstitut für Textil und Bekleidung (FTB) in Mönchengladbach. Ihr Praxissemester absolvierte sie am Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen.
 
In ihrer ausgezeichneten Masterarbeit untersuchte Freeman das biochemische Recycling von Polyestertextilien. Dazu entwickelte sie eine thermische Vorbehandlung zur Amorphisierung, nach der Polyester mittels enzymbasierter Verfahren zu Monomeren abgebaut werden kann. Aus diesen Molekülen kann anschließend wieder ein Polymer synthetisiert werden. Die Arbeit liefert damit einen Beitrag zu nachhaltigeren Kreislaufprozessen in der Textilindustrie.
 
Heute arbeitet Freeman als Textilingenieurin in der Entwicklungsabteilung für Militärtextilien bei der Hexonia GmbH. 
 
Die Wilhelm-Lorch-Stiftung trägt den Namen des 1966 verstorbenen Gründers des Deutschen Fachverlags und der TextilWirtschaft. Jedes Jahr werden Projekte und talentierte Nachwuchskräfte der Textil- und Modebranche in den Kategorien Kreation, Wirtschaft, Technik und Weiterbildung im Handel ausgezeichnet.

Scanhandschuh. Foto: STFI
Scanhandschuh
28.05.2026

STFI: Adaptives Tracking-und-Tracing-System für die kundenindividuelle Textilproduktion

In der Produktion technischer Textilien stellen kundenindividuelle Produkte in kleinen Losgrößen mit immer kürzer werdenden Lebenszyklen einen anhaltenden Trend dar. Wer solche Zukunftsprodukte mit entwickeln und produzieren möchte, muss nicht nur das Produktions-Know-how mitbringen, sondern auch eine abgesicherte, stabile und transparente Produktionskette vorweisen. Solchen Anforderungen in Bezug auf Tracking und Tracing stehen auch klein- und mittelständische Konfektionäre gegenüber. Am STFI wurde untersucht, wie ein Tracking-und-Tracing-System am besten für wandelbare Prozesse bei flexibler, auftragsbezogener Mitarbeiter-Maschinenbesetzung sowohl für moderne Maschinen als auch Bestandsmaschinen ausgestaltet sein soll und wie dies adaptiert werden kann. 

In der Produktion technischer Textilien stellen kundenindividuelle Produkte in kleinen Losgrößen mit immer kürzer werdenden Lebenszyklen einen anhaltenden Trend dar. Wer solche Zukunftsprodukte mit entwickeln und produzieren möchte, muss nicht nur das Produktions-Know-how mitbringen, sondern auch eine abgesicherte, stabile und transparente Produktionskette vorweisen. Solchen Anforderungen in Bezug auf Tracking und Tracing stehen auch klein- und mittelständische Konfektionäre gegenüber. Am STFI wurde untersucht, wie ein Tracking-und-Tracing-System am besten für wandelbare Prozesse bei flexibler, auftragsbezogener Mitarbeiter-Maschinenbesetzung sowohl für moderne Maschinen als auch Bestandsmaschinen ausgestaltet sein soll und wie dies adaptiert werden kann. 

Gestützt auf diesen Untersuchungen entwickelte die Forscher ein Tracking-und-Tracing-Assistenzsystem auf Basis von Technologien aus den Bereichen Industrial Internet-of-Things, Mobile Computing, Drahtloskommunikation und graphischer Low-Code-Programmierung. Hierbei wurde auf bestehenden etablierten Open Source Softwaretechnologien aufgebaut. Das Ziel des Forschungsvorhabens war es, die Konfektion von Textilien und textilen Halbzeugen durch ein flexibles, adaptives Tracking-and-Tracing-Assistenzsystem für das Auftragsmanagement zu unterstützen. 

Das Assistenzsystem ermöglicht die automatisierte Produktionsanmeldung mittels funkbasierter Personen- und optischer Maschinenregistrierung. Neben der strukturierten Anwenderführung bei der Einarbeitung in neue Prozessschritte lässt sich die Kommissionierung durch einen Scanhandschuh und Ortungstechnik präzise nachverfolgen. Die Materialdetektion am Konfektionsarbeitsplatz erfolgt zudem kamerabasiert, kombiniert mit einer sensorischen und Smartphone gestützten Prozessüberwachung. Darüber hinaus gewährleistet die zugrundeliegende modellbasierte Low-Code-Technik eine flexible Anpassbarkeit des Gesamtsystems. 

Gemeinsam mit weiteren Entwicklungshighlights des STFI wurde das Forschungsprojekt „Adaptives Tracking-und-Tracing-System“ als erfolgsreiche Kooperation, die mit der Firma update texware GmbH, Kulmbach umgesetzt wurde, ausgewählt und wird auf dem Innovationstag Mittelstand des BMWE präsentiert. 

Quelle:

Sächsische Textilforschungsinstitut e.V.