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Tacnera® von Freudenberg überwindet das Haftungs-Trauma-Problem © Freudenberg Performance Materials
Tacnera® von Freudenberg
16.04.2026

Neue Wundauflage: Freudenberg überwindet Zielkonflikt zwischen Haftung und Hautschutz

Freudenberg Performance Materials (Freudenberg) präsentiert Tacnera®: eine neue Technologie für Silikon-Schaumauflagen für die moderne Wundversorgung. Anders als klassische Silikon-Haftschichten ist Tacnera® ein hochentwickeltes System, das Polyurethanschaum, eine proprietäre Beschichtungstechnologie und ein sanftes Silikongel intelligent miteinander kombiniert. So löst Tacnera® ein zentrales Problem bei Premium-Schaumverbänden: den Zielkonflikt zwischen zuverlässiger Haftung und dem Risiko von Hauttraumata bei der Entfernung einer Auflage. Markenanbieter, Distributoren und regionale Anbieter von moderner Wundversorgung erhalten damit eine klare Differenzierungsmöglichkeit im Premium-Segment.

Schaumauflagen mit besonders sanften Silikonen bieten oft nicht ausreichend Halt, während stärker haftende Varianten das Risiko von Hautreizungen und Gewebeschädigungen erhöhen. Diese sogenannte Haftungs-Trauma-Problematik schränkt sowohl den Behandlungskomfort für Patientinnen und Patienten als auch die klinische Sicherheit ein und begrenzt die Differenzierungsmöglichkeiten im Premiumsegment. Tacnera® hebt diesen Zielkonflikt auf.

Freudenberg Performance Materials (Freudenberg) präsentiert Tacnera®: eine neue Technologie für Silikon-Schaumauflagen für die moderne Wundversorgung. Anders als klassische Silikon-Haftschichten ist Tacnera® ein hochentwickeltes System, das Polyurethanschaum, eine proprietäre Beschichtungstechnologie und ein sanftes Silikongel intelligent miteinander kombiniert. So löst Tacnera® ein zentrales Problem bei Premium-Schaumverbänden: den Zielkonflikt zwischen zuverlässiger Haftung und dem Risiko von Hauttraumata bei der Entfernung einer Auflage. Markenanbieter, Distributoren und regionale Anbieter von moderner Wundversorgung erhalten damit eine klare Differenzierungsmöglichkeit im Premium-Segment.

Schaumauflagen mit besonders sanften Silikonen bieten oft nicht ausreichend Halt, während stärker haftende Varianten das Risiko von Hautreizungen und Gewebeschädigungen erhöhen. Diese sogenannte Haftungs-Trauma-Problematik schränkt sowohl den Behandlungskomfort für Patientinnen und Patienten als auch die klinische Sicherheit ein und begrenzt die Differenzierungsmöglichkeiten im Premiumsegment. Tacnera® hebt diesen Zielkonflikt auf.

Zwei Silikone in einer Wundauflage: gezielte Haftung dort, wo sie gebraucht wird
Schaumauflagen, die auf der Tacnera®-Technolgie basieren, ermöglichen eine Kombination von zwei Silikonen mit unterschiedlichen Eigenschaften in einer einzigen Schaumauflage. Während der Randbereich für eine sichere Fixierung sorgt, kommt im zentralen Wundbereich eine Beschichtung mit besonders sanftem Kontakt zum Einsatz, die empfindliche Haut und neu gebildetes Gewebe schützt. Möglich wird dies durch einen präzise entwickelten Schaum und eine wellenförmige Beschichtung, die Passform, Flexibilität und Exsudatmanagement gezielt verbessert.

Anwenderfreundlich und zuverlässig
Das Ergebnis ist eine Schaumauflage, die auch bei anspruchsvoller Anatomie zuverlässig an Ort und Stelle bleibt und sich zugleich sauber und schonend entfernen lässt. Die Auflage bietet eine konsistente Leistung und unterstützt damit sowohl die Behandlungsqualität als auch das Vertrauen von Anwendern und Patienten. Damit eröffnet die Technologie Markenanbietern, Distributoren und regionalen Anbietern neue Möglichkeiten, sich im Premiumsegment der Wundversorgung zu positionieren.

„Schaumauflagen auf Basis der innovativen Tacnera®-Technologie folgen einem grundlegend neuen, systemischen Ansatz: Sie vereinen sichere Haftung, sanftes Ablösen, zuverlässige Funktion und wirtschaftliche Umsetzbarkeit in einem Produkt“, erklärt Dr. Oliver Heneric, SVP Division Healthcare von Freudenberg Performance Materials.

Schneller zum Markt: wirtschaftliche Vorteile für Kunden 
Neben den funktionalen Vorteilen profitieren Kunden von einem klaren wirtschaftlichen Vorteil: Die Entwicklung leistungsfähiger silikonbasierter Schaumverbände erfordert in der Regel lange Entwicklungszeiten, spezialisiertes Know-how und ein hohes technisches Risiko. Schaumauflagen auf Basis von Tacnera® stehen als serienreife, leistungsstarke und verkaufsfertige Lösung zur Verfügung und ermöglicht Kunden damit einen schnelleren Markteintritt und reduziert den Entwicklungsaufwand. Die Marktzulassung in Europa wird für den Sommer 2026 erwartet.

 

Quelle:

Freudenberg Performance Materials

16.04.2026

VDMA-Mitglieder auf der Techtextil: Smarte Technologien für technische Textilien

Auf der Techtextil 2026 in Frankfurt unterstreichen die Mitglieder des VDMA Textilmaschinen ihre Schlüsselrolle als weltweite Technologieführer für technische Textilien. Mit einer starken Präsenz von mehr als 50 Mitgliedern werden sie verdeutlichen, wie Ingenieurskunst, Innovationskraft und Nachhaltigkeitskompetenz aus Deutschland und Europa die Zukunft der Textilindustrie prägen. Sieben Unternehmen werden am Gemeinschaftsstand des VDMA im Zentrum der Halle 12.0 vertreten sein. 

Die Mitgliedsunternehmen des VDMA sind international für ihre leistungsstarken Produktionstechnologien bekannt, die fortschrittliche technische Textilien für ein breites Anwendungsspektrum ermöglichen – von Mobilität, Bauwesen und Filtration bis hin zu medizinischen Textilien und Schutztextilien. Auf der Techtextil 2026 präsentieren sie Lösungen, die maximale Produktivität, präzise Prozesssteuerung und Ressourceneffizienz vereinen und damit den steigenden Anforderungen der globalen Märkte gerecht werden.

Auf der Techtextil 2026 in Frankfurt unterstreichen die Mitglieder des VDMA Textilmaschinen ihre Schlüsselrolle als weltweite Technologieführer für technische Textilien. Mit einer starken Präsenz von mehr als 50 Mitgliedern werden sie verdeutlichen, wie Ingenieurskunst, Innovationskraft und Nachhaltigkeitskompetenz aus Deutschland und Europa die Zukunft der Textilindustrie prägen. Sieben Unternehmen werden am Gemeinschaftsstand des VDMA im Zentrum der Halle 12.0 vertreten sein. 

Die Mitgliedsunternehmen des VDMA sind international für ihre leistungsstarken Produktionstechnologien bekannt, die fortschrittliche technische Textilien für ein breites Anwendungsspektrum ermöglichen – von Mobilität, Bauwesen und Filtration bis hin zu medizinischen Textilien und Schutztextilien. Auf der Techtextil 2026 präsentieren sie Lösungen, die maximale Produktivität, präzise Prozesssteuerung und Ressourceneffizienz vereinen und damit den steigenden Anforderungen der globalen Märkte gerecht werden.

Ein Schwerpunkt liegt auf Digitalisierung und Automatisierung. Intelligente Maschinen, datengestützte Prozessoptimierung und integrierte Systemlösungen ermöglichen es Textilherstellern weltweit, ihre Effizienz zu steigern, eine gleichbleibende Qualität zu gewährleisten und in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben. Diese Technologien sind unerlässlich, um die Textilherstellung zu einer resilienteren und zukunftssicheren Branche zu machen.

Nachhaltigkeit ist ein weiterer zentraler Pfeiler der Innovation im Textilmaschinenbau. Technologien von VDMA-Mitgliedern tragen zu einer energieeffizienten Produktion, geringeren Emissionen und einem verantwortungsvollen Umgang mit Rohstoffen bei. Darüber hinaus sind die Maschinenhersteller Vorreiter bei Lösungen für das Textilrecycling und die Kreislaufwirtschaft und schaffen damit die technologische Grundlage für die Schließung von Stoffkreisläufen und die Einhaltung weltweit immer strengerer Umweltvorschriften.

Die starke Präsenz der VDMA-Mitgliedsunternehmen auf der Techtextil 2026 spiegelt die Bedeutung Deutschlands und Europas als Kompetenzzentrum für den Textilmaschinenbau wider. Als Partner von Textilherstellern weltweit verbinden die Maschinenhersteller jahrzehntelanges Know-how im Maschinenbau mit fortschrittlichen digitalen Lösungen und anwendungsspezifischem Fachwissen.

„Wir freuen uns auf die Techtextil 2026, als wichtige Plattform für den internationalen Dialog, die Geschäftsentwicklung und den technologischen Austausch“, sagt Dr. Harald Weber, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Textilmaschinen.

An seinem Gemeinschaftsstand (Halle 12.0, C55/56) bietet der VDMA mehrere Veranstaltungen für Mitgliedsunternehmen und Messebesucher:

Podiumsdiskussion: Technische Textilien – quo vadis? 
Unter der Moderation von Dr. Harald Weber (VDMA) diskutieren Lutz Walter (Textile ETP), Hagen Lotzmann (Karl Mayer) und Prof. Dr. Holger Erth (Textilausrüstung Pfand) über aktuelle Trends, Herausforderungen und Anforderungen an technische Textilien, neue Anwendungsfelder, weitere Entwicklungen, Nachhaltigkeit und Recycling sowie die Auswirkungen auf die Fertigungstechnik. Termin: Dienstag, 21. April, 15:00 Uhr. (Sprache: Englisch).

Preisverleihung der Walter-Reiners-Stiftung
Das 60-jährige Jubiläum der Walter-Reiners-Stiftung des VDMA steht für sechzig Jahre Engagement für den Ingenieurnachwuchs – und das feiert der VDMA auf der Techtextil! 
Im Rahmen der Veranstaltung blickt der VDMA anhand der Karrieren von Preisträgern aus verschiedenen Jahrzehnten auf die Entwicklung der Branche zurück. Anschließend haben Besucher die Möglichkeit, die Preisträgerinnen und Preisträger des Jahres 2026 kennenzulernen und mehr über ihre Arbeiten zu erfahren. Insgesamt fünf Absolventinnen und Absolventen erhalten vom Vorsitzenden der Stiftung, Peter D. Dornier, Auszeichnungen für ihre Bachelor- und Masterarbeiten. Termin: Donnerstag, 23. April, 16 Uhr. (Sprache: Deutsch).

Delegationen aus Indien
Auf der Techtextil werden mehrere Delegationen aus dem Schlüsselmarkt Indien am VDMA-Stand erwartet. 

Quelle:

VDMA e. V. Textile Machinery 

16.04.2026

Rieter-Generalversammlung 2026: Alle Anträge des Verwaltungsrats angenommen

An der 135. ordentlichen Generalversammlung der Rieter Holding AG vom 16. April 2026 haben 342 Aktionärinnen und Aktionäre, die 64.0% des Aktienkapitals vertreten, teilgenommen. Sie stimmten sämtlichen Anträgen des Verwaltungsrats zu. 

Geschäftsbericht, Jahresrechnung, Konzernrechnung und Vergütungsbericht 
Die Aktionärinnen und Aktionäre genehmigten den Geschäftsbericht, die Jahresrechnung und die Konzernrechnung 2025. Zudem erteilten sie dem Verwaltungsrat und der Konzernleitung Entlastung für ihre Tätigkeit im Berichtsjahr. 
In einer Konsultativabstimmung hießen sie auch den Bericht 2025 über nichtfinanzielle Belange gut. 

Verzicht auf Ausschüttung einer Dividende 
Die Aktionärinnen und Aktionäre folgten dem Antrag des Verwaltungsrats, auf die Ausschüttung einer Dividende zu verzichten. 

Statutenänderungen 
Die vorgeschlagenen Statutenänderungen der Rieter Holding AG wurden ebenfalls genehmigt. 

An der 135. ordentlichen Generalversammlung der Rieter Holding AG vom 16. April 2026 haben 342 Aktionärinnen und Aktionäre, die 64.0% des Aktienkapitals vertreten, teilgenommen. Sie stimmten sämtlichen Anträgen des Verwaltungsrats zu. 

Geschäftsbericht, Jahresrechnung, Konzernrechnung und Vergütungsbericht 
Die Aktionärinnen und Aktionäre genehmigten den Geschäftsbericht, die Jahresrechnung und die Konzernrechnung 2025. Zudem erteilten sie dem Verwaltungsrat und der Konzernleitung Entlastung für ihre Tätigkeit im Berichtsjahr. 
In einer Konsultativabstimmung hießen sie auch den Bericht 2025 über nichtfinanzielle Belange gut. 

Verzicht auf Ausschüttung einer Dividende 
Die Aktionärinnen und Aktionäre folgten dem Antrag des Verwaltungsrats, auf die Ausschüttung einer Dividende zu verzichten. 

Statutenänderungen 
Die vorgeschlagenen Statutenänderungen der Rieter Holding AG wurden ebenfalls genehmigt. 

Vergütung der Verwaltungsrats- und der Konzernleitungsmitglieder 
In einer Konsultativabstimmung hießen die Aktionärinnen und Aktionäre den Vergütungsbericht 2025 gut. 

Weiter genehmigten sie den Gesamtbetrag der maximalen Vergütung des Verwaltungsrats bis zur nächsten ordentlichen Generalversammlung 2027. Zudem stimmten sie dem Gesamtbetrag der maximalen fixen Vergütung der Konzernleitung für das Geschäftsjahr 2027 sowie der variablen Vergütung für das Geschäftsjahr 2025 zu.

Wahl des Verwaltungsrats 
Die zur Wiederwahl stehenden Verwaltungsratsmitglieder Peter Spuhler, Roger Baillod, Carl Illi, Sarah Kreienbühl, Daniel Grieder, Thomas Oetterli und Jennifer Maag wurden für eine weitere Amtsdauer von einem Jahr bestätigt. 

Thomas Oetterli wurde als Verwaltungsratspräsident für ein weiteres Jahr wiedergewählt. 

Die Mitglieder des Vergütungsausschusses – Sarah Kreienbühl, Daniel Grieder und Roger Baillod – wurden ebenfalls für eine Amtsdauer von einem Jahr wiedergewählt. 

Wahl der KPMG als Revisionsstelle 
Die Aktionärinnen und Aktionäre folgten auch dem Antrag des Verwaltungsrats, die KPMG AG, Zürich (Schweiz), als Revisionsstelle für das am 1. Januar 2026 begonnene Geschäftsjahr erneut zu wählen.

Quelle:

Rieter Holding Ltd.

Agrotextiles (c) Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University
15.04.2026

ITA @ Techtextil 2026: Intelligente Textilien - nachhaltig, umweltverträglich und mit KI

Sportschuhe aus Algen, Leggings aus Pilzen, (Diesel-)Öl-Filterung aus dem Wasser, 4D-Textilien, recyclebar, nachhaltig und mit KI – das präsentiert die ITA Group mit drei einzelnen Ständen des ITA Aachen, der ITA AugsburggGmbH und der ITA Technologietransfer GmbH auf dem Gemeinschaftsstand der Firma Elmatex in Halle 12.0 D05.

Das ITA Aachen trägt dem Gedanken der Nachhaltigkeit Rechnung und präsentiert mit seinen Exponate Lösungen für konkrete Probleme der Gegenwart:

Sportschuhe aus Algen, Leggings aus Pilzen, (Diesel-)Öl-Filterung aus dem Wasser, 4D-Textilien, recyclebar, nachhaltig und mit KI – das präsentiert die ITA Group mit drei einzelnen Ständen des ITA Aachen, der ITA AugsburggGmbH und der ITA Technologietransfer GmbH auf dem Gemeinschaftsstand der Firma Elmatex in Halle 12.0 D05.

Das ITA Aachen trägt dem Gedanken der Nachhaltigkeit Rechnung und präsentiert mit seinen Exponate Lösungen für konkrete Probleme der Gegenwart:

  1. 4D-Printed Textiles
    4D-Textilien sind textile Strukturen, die ihre Form oder Funktion über die Zeit gezielt verändern können. Die „vierte Dimension“ beschreibt dabei die Reaktion auf äußere Stimuli wie Temperatur, Feuchtigkeit, Licht oder elektrische Impulse. Grundlage sind meist aktive Materialien wie Formgedächtnispolymere, Formgedächtnislegierungen oder hygroskopische Fasern, die in textile Architekturen integriert werden.

    Ihre Rolle liegt in der Entwicklung adaptiver, funktionaler Systeme: von klimaregulierender Bekleidung über textilbasierte Aktuatoren in der Soft Robotics bis hin zu selbstentfaltenden oder medizinischen Anwendungen. 4D-Textilien transformieren Textilien von passiven Flächengebilden zu responsiven, intelligenten Systemen. 
  2. AlgaeTex Sportschuh
    Algen haben ein immenses Potenzial als Bio-Rohstoff, um Erdöl für künstliche Textilien zu ersetzen: Sie wachsen schnell und können Kohlendioxid effizienter aufnehmen als andere Bio-Rohstoffe, die auf Landpflanzen basieren. Außerdem verbraucht ihr Anbau weniger/unbebaubare Flächen und vermeidet Pestizide. Die Verwendung von Algen als erneuerbare Ressource für die Herstellung von Biopolymeren und Textilien umgeht die Herausforderungen des Wettbewerbs mit niedrigen Kraftstoffpreisen, indem sie höherwertige Anwendungen schafft. Auf diese Weise kann die deutsche Textilindustrie als Katalysator für die Abkehr von fossilen Brennstoffen hin zu einer Bioökonomie wirken, in der Algen eine wichtige Biomassequelle darstellen.

    Das Projekt AlgaeTex demonstriert, dass die Herstellung thermoplastischer Biopolymere aus Algen für textile Anwendungen technisch möglich ist. Diese neuartigen Biopolymere werden schmelzgesponnen und zu hochwertigen Textilien verarbeitet, die für die Sportartikelindustrie von Bedeutung sind, wie in etwa für gestrickte Schuhoberflächen oder T-Shirts. 
  3. Agrartechnik
    Agrotextilien sind insbesondere für Sonderkulturen wie beispielsweise Erdbeeren, Salate und Kohlrabi von großer Bedeutung, da sie maßgeblichen Einfluss auf die Wachstumsbedingungen haben. So können sie die Bodentemperatur erhöhen, Wasser zu den Pflanzen leiten und die Setzlinge vor allem in frühen Wachstumsphasen vor äußeren Einflüssen schützen. Agrotextilien bestehen nahezu ausschließlich aus petrochemisch hergestellten Polymeren, die nicht biologisch abbaubar sind. Auf dem vorliegenden Demonstrator wird daher ein Krempelvlies ausgestellt, das aus biologisch abbaubaren Polymeren hergestellt wurde und zur Ernteverfrühung auf Erdbeerfeldern eingesetzt wird. In der gleichen Kultur, aber mit anderem Nutzen, ist ein Netz aus Monofilamenten zu sehen, dass durch seine tiefrote Farbe und eine Beschichtung mit feinsten Silikatpartikeln zum Schutz der Pflanzen vor invasiven Insektenarten dient. 
  4. Bionic Oil Adsorber
    Auf verschiedenen biologischen Oberflächen wird Öl von Wasseroberflächen adsorbiert und entlang von schwimmenden Blättern transportiert.
    Dieser Effekt wurde von ITA-Postdoc Dr. Leonie Beek mit ihrem Bionic Oil Absorber (BOA) auf ein technisches Textil übertragen, das im Reifegrad 4 bis zu 4 Liter Diesel pro Stunde aus dem Wasser entfernen kann.

    Der BOA unterscheidet sich von technischen Lösungen, da die Öl-Wasser-Trennung ohne externe Energie und ohne giftige Substanzen erfolgt. Die Arbeiten zum BOA wurden mit dem Bionik-Award und dem Paul-Schlack-Preis ausgezeichnet. 
  5. BioPEtex – PE-basiertes, spinngefärbtes und nachhaltiges T-Shirt aus biologischen Rohstoffen
    Auf dem milliardenschweren Fasermarkt dominieren fossile Polyester (PES) mit einem Anteil von 52 % den Bekleidungssektor. Leider kann PET, das am häufigsten verwendete PES, im Gegensatz zu Polyethylen (PE) nicht zu 100 % biobasiert in industriellem Maßstab hergestellt werden. Biobasiertes PE (bioPE), ein Drop-in-Polymer, das aus fermentierten Stärken oder Zuckern gewonnen wird, entspricht in seinen Eigenschaften dem fossilen PE und ist leicht recycelbar. Es ist außerdem kostengünstiger als andere, in Fasern verwendete Biopolymere und kann bei niedrigeren Temperaturen verarbeitet werden, was Energie spart. Spinngefärbtes bioPE bietet erhebliche Umweltvorteile: Es verbraucht 50 % weniger Energie und Wasser als herkömmliche Färbeverfahren und emittiert 60 % weniger CO2.

    Lebenszyklusanalysen (LCA) sagen voraus, dass PE den ökologischen Fußabdruck der Textilindustrie erheblich reduzieren könnte, wobei spinngefärbtes BioPE diese Reduzierung noch verstärkt. Darüber hinaus sind PE-Textilien IR-transparent und sorgen so für eine passive Kühlung des Körpers.

    Trotz dieser Vorteile wird PE noch nicht in der Bekleidungsindustrie eingesetzt. Vorläufige Forschungsergebnisse des ITA deuten darauf hin, dass PE zu gesponnenen, gefärbten Filamenten und gestrickten Mustern mit vielversprechender Textur verarbeitet werden kann. Das ausgestellte T-Shirt ist gesponnen und gefärbt und verfügt über eine elastische Oberfläche aus biobasierten Rohstoffen. Eine biobasierte elastische Ausrüstung wertet das T-Shirt auf, das aus einer einzigen Quelle stammt und thermomechanisch recycelbar ist. 
  6. FungalFibers – Leggings
    Vor dem Hintergrund begrenzter Ressourcen wie Erdöl, Wasser und Ackerland sowie zunehmender Umweltzerstörung und Konfliktpotenzialen besteht ein großes gesellschaftliches und unternehmerisches Interesse daran, wettbewerbsfähige, sozial und ökologisch nachhaltige Rohstoffalternativen für die Textilindustrie bereitzustellen. Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung einer völlig neuen Prozesskette zur Herstellung biobasierter, veganer Textilien aus Chitosanfasern (Filament- und Stapelfasergarnen).

    Chitosan ist chemisch eng mit Chitin verwandt, dem nach Cellulose am häufigsten vorkommenden Stoff in der Natur. Es kommt in einer Vielzahl von Quellen natürlich vor: in Insekten, Krabben- und Krebsschalen sowie als strukturbestimmender Bestandteil der Zellwände aller Pilze. Daher kann Chitin aus Nebenprodukten der Produktion von Krabbenfleisch, Insektenprotein oder Pilzbiomasseabfällen aus industriellen Prozessen gewonnen werden. Chitosan seinerseits kann durch Deacetylierung leicht aus Chitin hergestellt werden.

    Die ITA Group zeigt unterschiedliche Ansätze des mechanischen und thermo-mechanischen Recyclings und adressiert damit mögliche Anwendungen in der Textil-, Werkstoff- und Automobilindustrie. Die auf das mechanische Textilrecycling spezialisierte ITA Augsburg gGmbH zeigt Innovationen aus den Bereichen Composites, mechanisches Textilrecycling und künstliche Intelligenz in der Produktion. Dazu gehören Schall- und Wärme- isolationsplatten aus dem Projekt „IsoTex“, ein Handtuch aus dem Recyclingprojekt „EcoYarn“ sowie der „ColoSens“-Demonstrator, eine KI-basierte Lösung zur automatisierten Farberkennung von Fasern im Recyclingprozess. Die ITA Technologietransfer GmbH präsentiert das thermo-mechanische Recycling an zahlreichen Beispielen im Fabric2Fabric-Kreislauf. Am Beispiel eines 3D gedruckten Autositz-Demonstrator werden die kreislauffähigen Filamentgarne in einem Sitzbezug eingesetzt.

    Zudem zeigt die ITA Technologietransfer GmbH das patentierte Konzept des „Textilen Ankers“, ein innovatives Verankerungssystem zum Schutz und zur Sicherung von Konstruktionen in den geotechnischen Geländen wie in Bergen, im Boden und unter Wasser sowie für den Einsatz im Hochbau. Der textile Anker bietet eine ultraleichte Lösung mit hoher Flexibilität und optimaler Anpassungsfähigkeit und wird aus extrem strapazierfähigen oder aus biologisch abbaubaren und nachhaltigen Textilien hergestellt.

Auf dem „Shared Booth“ der ITA Group informiert die ITA Technologietransfer GmbH über Innovationen verschiedener Industriepartner:

  •  technofibres s.a. aus Luxemburg bietet spinngefärbte PET- und nachhaltige trPET-Filamentgarne mit unterschiedlichsten Mattierungsgraden, Filamentquerschnitten und Aufmachungen für individuelle Lösungen auch in kleinsten Losgrößen an und ist damit einmalig in Europa.
  •  Idemitsu Kosan Co., Ltd. aus Japan bietet mit Xarec™ eine syndiotaktische Polystyrol-Faser (SPS) für den Einsatz in Stoffen und Nonwovens an. Die Vorteile dieses teilkristallinen Hochleistungswerkstoffe, der durch die Polymerisation von Polystyrol und einem Metallocene Katalysator seine syndiotaktische Struktur erlangt, werden an Nonwovens Demonstratoren für den Filterbereich im Vergleich zu herkömmlichen Materialien aufgezeigt.
  • Das schwedische Unternehmen Luma Wire Tech AB ist ein innovativer Spezialist für Feindrähte mit Fachkompetenz im Bereich der modernen Beschichtungstechnik. Jeder Draht – mit einem Durchmesser von 4 bis 300 Mikrometern und hergestellt aus Wolfram, Molybdän oder anderen hochmodernen Werkstoffen – wird individuell auf die spezifischen Anforderungen jedes Kunden zugeschnitten und ist entweder unbeschichtet oder mit Hochleistungsbeschichtungen aus Gold, Silber, Palladium oder anderen Materialien erhältlich.

 

 

Quelle:

Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University

Symbolbild Wäscherei © www.d-v-c.net | Stefan Wendt
15.04.2026

Textilservice: Politische Rahmenbedingungen verschärfen die Lage

Die wirtschaftliche Lage der Textilservice-Branche in Deutschland spitzt sich weiter zu. Der Kostenindex des Deutschen Textilreinigungs-Verbands (DTV) erreicht mit 131,2 Punkten ein neues Allzeithoch (Jahr 2021 = 100). Gleichzeitig zeigt die jüngste DTV-Geschäftsklimaumfrage: Die Stimmung in der Branche kühlt deutlich ab und die Erwartungen an die kommenden Monate sind erstmals schlechter als die Bewertung der aktuellen Geschäftslage. 

Seit 2021 sind die Kosten in der Branche um über 31 Prozent gestiegen. Besonders belastend wirken neben weiterhin hohen Energiepreisen vor allem steigende Personalkosten sowie massiv erhöhte Finanzierungskosten, die aktuell mehr als zweieinhalbmal so hoch liegen wie noch im Vergleichsjahr 2021. 

Die wirtschaftliche Lage der Textilservice-Branche in Deutschland spitzt sich weiter zu. Der Kostenindex des Deutschen Textilreinigungs-Verbands (DTV) erreicht mit 131,2 Punkten ein neues Allzeithoch (Jahr 2021 = 100). Gleichzeitig zeigt die jüngste DTV-Geschäftsklimaumfrage: Die Stimmung in der Branche kühlt deutlich ab und die Erwartungen an die kommenden Monate sind erstmals schlechter als die Bewertung der aktuellen Geschäftslage. 

Seit 2021 sind die Kosten in der Branche um über 31 Prozent gestiegen. Besonders belastend wirken neben weiterhin hohen Energiepreisen vor allem steigende Personalkosten sowie massiv erhöhte Finanzierungskosten, die aktuell mehr als zweieinhalbmal so hoch liegen wie noch im Vergleichsjahr 2021. 

„Die Unternehmen stehen aktuell unter wachsendem Druck von drei Seiten: Die Kosten steigen immens, die wirtschaftlichen Perspektiven trüben sich ein und gleichzeitig müssen die Betriebe erhebliche Investitionen in Transformation, Klimaneutralität und Digitalisierung stemmen.“, erklärt Andreas Schumacher, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Textilreinigungs-Verbands. „Viele Betriebe arbeiten zunehmend an der Grenze ihrer wirtschaftlichen Belastbarkeit.“ 

Erwartungen brechen ein – notwendige Investitionen werden erschwert 
Nur noch 26 Prozent der Unternehmen rechnen im ersten Halbjahr 2026 mit einer positiven Umsatzentwicklung. Auch die Auslastungserwartungen gehen zurück und dadurch bedingt werden Investitionsplanungen aufgeschoben. Besonders kritisch: Steigende Umsätze führen immer seltener zu höheren Gewinnen. Ein Großteil der zusätzlichen Erlöse wird durch den Kostenanstieg aufgezehrt. 

Kostenanstieg wird sich voraussichtlich weiter verschärfen 
Zum Jahresende 2025 sind die Energiekosten zwar gesunken, doch bereits in den Monaten Januar und Februar zeigt sich wieder ein deutlicher Anstieg. Dieser erfolgt noch bevor sich die energiepreissteigernden Effekte der Ereignisse in der Straße von Hormus vollständig in den Statistiken niederschlagen können. Kurzfristig ist daher mit weiter deutlich steigenden Energiekosten zu rechnen. 

Gleichzeitig erreichen die Personalkosten neue Höchststände. Da sie in vielen Betrieben bis zu 60 Prozent der Gesamtkosten ausmachen können, verstärkt dies den Kostendruck zusätzlich. 

Politische Rahmenbedingungen verschärfen die Lage 
Nach Einschätzung des DTV steckt gerade jetzt in politischen Regulierungsverfahren die Chance, das Ruder herumzureißen. Insbesondere energieintensive mittelständische Dienstleistungsbranchen sehen sich derzeit gegenüber der Industrie strukturell benachteiligt.

„Es ist nicht vermittelbar, dass energieintensive Mittelstandsbranchen von zentralen Entlastungsmaßnahmen wie der Stromsteuersenkung oder dem Industriestrompreis ausgeschlossen bleiben“, erläutert Schumacher. „Das führt zu einer doppelten Benachteiligung unserer Betriebe.“ 

Die Textilpflegebranche leistet ihren Beitrag zum Gelingen der Energiewende und investiert große Teile ihrer Marge gleichermaßen in Zukunftstechnologien und Klimaschutzmaßnahmen. Selbst wenn Unternehmen mittelfristig in neue, strombasierte Technologien investieren, fehlt es in vielen Regionen an den notwendigen Netzkapazitäten und Anschlussmöglichkeiten, um diese Umstellung überhaupt tragen zu können. Dadurch sind diese weiterhin auf Gas als einen wesentlichen Energieträger angewiesen. 

„Transformation braucht realistische Zeiträume, Planungssicherheit und Investitionsschutz. Ohne verlässliche Rahmenbedingungen werden notwendige Investitionen ausgebremst“, betont DTV-Hauptgeschäftsführer Andreas Schumacher. 

DTV fordert gezielte Entlastungen und verlässliche Rahmenbedingungen 
Vor diesem Hintergrund fordert der Deutsche Textilreinigungs-Verband konkrete politische Maßnahmen: 

  • Energiepreise senken: Absenkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß für alle energieintensiven Unternehmen sowie Einbeziehung des Mittelstands in Entlastungsmechanismen 
  • Versorgungssicherheit gewährleisten: Verlässliche Gasversorgung in der Übergangsphase sowie realistische Transformationsfristen und Investitionsschutz 
  • Energieinfrastruktur ausbauen: Ortsnahe und leistungsstarke Netzanschlüsse, um eine Elektrifizierung der Betriebe zu ermöglichen 
  • Arbeitskosten begrenzen: Senkung der Lohnnebenkosten zur Entlastung der Betriebe und Sicherung von Arbeitsplätzen 
  • Bürokratie abbauen: Spürbare Entlastung statt weiterer zusätzlicher Anforderungen 
  • Investitionen ermöglichen: Ausbau von Förderprogrammen und Finanzierungsmöglichkeiten, insbesondere für Klimaschutz- und Digitalisierungsmaßnahmen 

„Die Branche arbeitet verlässlich, ist systemrelevant, und verfügt über große Zukunftspotenziale. Sie steht beispielhaft für ein erfolgreiches Geschäftsmodell in der Kreislaufwirtschaft und im Bereich nachhaltiger Dienstleistungen“, so Schumacher. „Damit wir dieses Zukunftspotenzial voll ausschöpfen können, brauchen wir jetzt die passenden politischen Rahmenbedingungen. 

Quelle:

DTV - Deutscher Textilreinigungs-Verband

Das reduzierte Interior Design lässt Raum für die angebotene Ware Foto Ecoalf
Das reduzierte Interior Design lässt Raum für die angebotene Ware
01.04.2026

Ecoalf & Smurfit Westrock: Erste Boutique aus Wellpappe und Papier

Die nachhaltige Lifestyle-Marke Ecoalf hat in Zusammenarbeit mit Smurfit Westrock, dem weltweit größten Hersteller papierbasierter Verpackungen, ihr erstes Geschäft eröffnet, bei dem sowohl die Wände als auch Umkleideräume, Regale und Tische aus Wellpappe und Papier gefertigt wurden. Das Projekt in San Sebastián, Spanien, ist ein Meilenstein im Einzelhandel, da es recycelbare Materialien in die physische Konstruktion integriert. Die Verwendung von Wellpappe und Papier für Möbel bietet außerdem eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen vertikale Kompression und Biegung und garantiert die Zirkularität der natürlichen Ressourcen.

Alle Möbel wurden im Smurfit Westrock-Werk in Sorpel (Portugal) entworfen und produziert. Die für dieses Projekt verwendeten Rohstoffe sind FSC- und PEFC-zertifiziert. Sie  stammen aus den Wäldern von Smurfit Westrock im Süden Frankreichs und wurden in der französischen Papierfabrik des Unternehmens Cellulose du Pin zu Papier verarbeitet.

Die nachhaltige Lifestyle-Marke Ecoalf hat in Zusammenarbeit mit Smurfit Westrock, dem weltweit größten Hersteller papierbasierter Verpackungen, ihr erstes Geschäft eröffnet, bei dem sowohl die Wände als auch Umkleideräume, Regale und Tische aus Wellpappe und Papier gefertigt wurden. Das Projekt in San Sebastián, Spanien, ist ein Meilenstein im Einzelhandel, da es recycelbare Materialien in die physische Konstruktion integriert. Die Verwendung von Wellpappe und Papier für Möbel bietet außerdem eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen vertikale Kompression und Biegung und garantiert die Zirkularität der natürlichen Ressourcen.

Alle Möbel wurden im Smurfit Westrock-Werk in Sorpel (Portugal) entworfen und produziert. Die für dieses Projekt verwendeten Rohstoffe sind FSC- und PEFC-zertifiziert. Sie  stammen aus den Wäldern von Smurfit Westrock im Süden Frankreichs und wurden in der französischen Papierfabrik des Unternehmens Cellulose du Pin zu Papier verarbeitet.

Die nachhaltige Ecoalf-Strategie
Das Unternehmen wurde 2009 mit der Vision gegründet, der Ausbeutung der natürlichen Ressourcen des Planeten ein Ende zu setzen, um die Bedürfnisse künftiger Generationen zu sichern. Seitdem entwickelt Ecoalf eine neue Generation von Recyclingprodukten, die für hochwertiges Design und konsequente Qualität stehen.

In den letzten 15 Jahren konnten durch Innovation, Forschung und Entwicklung mehr als 600 neue recycelte Materialien entwickelt werden. Dabei wurden über 350 Millionen Plastikflaschen sowie Tonnen von ausrangierten Fischernetzen, Altreifen, postindustrieller Baumwolle und Wolle recycelt. Dadurch wurden mehr als 54 Milliarden Liter Wasser eingespart, über 50.000 m² Land mit regenerativer Baumwolle renaturiert und 12.500 Tonnen CO₂ vermieden. Ecoalf hat sich verpflichtet, bis 2030 emissionsfrei zu werden.

Für jeden verkauften Artikel mit dem Titel „Because there is no planet B®” werden 10 % des Erlöses an die Ecoalf Foundation gespendet, um die Erweiterung des Projekts zu unterstützen. Ecoalf ist seit 2018 Mitglied der B-Corp-Community, eines globalen Netzwerks zertifizierter Unternehmen, die sich dafür entschieden haben, soziale Verantwortung, Umweltschutz und Transparenz über Gewinnmaximierung zu stellen. Im Jahr 2022 wurde Ecoalf als „Best for the World“ ausgezeichnet und zählt damit zu den Top 5 % der 5.000 besten B-Corps weltweit.

„Wir sind sehr stolz darauf, unser erstes Geschäft eröffnet zu haben, dessen Wände, Umkleideräume, Regale und Tische aus Wellpappe und Papier hergestellt wurden. Das wäre ohne unseren Partner Smurfit Westrock nicht möglich gewesen“, so Javier Goyeneche, Gründer und Präsident von Ecoalf. „Die Kooperation mit Ecoalf unterstreicht den Anspruch von Smurfit Westrock, nachhaltige und innovative Lösungen für Kunden anzubieten, die konsequent auf ein verantwortungsvolles und umweltfreundliches Produktionsmodell ausgerichtet sind“, erklärt Ignacio Sevillano, CEO von Smurfit Westrock für Spanien, Portugal und Marokko.

Quelle:

Ecoalf 

Pilztechnikum © Fraunhofer UMSICHT/Mike Henning
01.04.2026

Forschung an substratbasierten Myzelwerkstoffen

Fraunhofer UMSICHT verfügt in Dortmund über ein Labor und Technikum für die Entwicklung von Werkstoffen auf Basis von Pilzmyzel und bündelt seine Aktivitäten zur Erforschung von Myzelwerkstoffen unter der Marke FungiFacturing®. Das ehemals als DEZENTRALE bekannte offene Mitmachlabor hat sich zu einem Forschungsstandort mit leistungsstarker Infrastruktur entwickelt, um Myzelmaterial als nachhaltigen Werkstoff zu erschließen.

Im Jahr 2013 entstand die DEZENTRALE in Dortmund als offenes Gemeinschaftslabor für interessierte Bürger*innen – im Projekt LUZI – Labor für urbane Zukunftsfragen und Innovation. Ziel war es, neue und nachhaltige Produkte oder Technologien für Zukunftsfragen zu entwickeln und eine Bürger*innen nahe Forschung zu betreiben.

Fraunhofer UMSICHT verfügt in Dortmund über ein Labor und Technikum für die Entwicklung von Werkstoffen auf Basis von Pilzmyzel und bündelt seine Aktivitäten zur Erforschung von Myzelwerkstoffen unter der Marke FungiFacturing®. Das ehemals als DEZENTRALE bekannte offene Mitmachlabor hat sich zu einem Forschungsstandort mit leistungsstarker Infrastruktur entwickelt, um Myzelmaterial als nachhaltigen Werkstoff zu erschließen.

Im Jahr 2013 entstand die DEZENTRALE in Dortmund als offenes Gemeinschaftslabor für interessierte Bürger*innen – im Projekt LUZI – Labor für urbane Zukunftsfragen und Innovation. Ziel war es, neue und nachhaltige Produkte oder Technologien für Zukunftsfragen zu entwickeln und eine Bürger*innen nahe Forschung zu betreiben.

Das Team von Fraunhofer UMSICHT startete damals mit ersten Versuchen zu Myzelmaterial und Pilzzucht - noch mit Do-it-yourself-Geräten. Mithilfe des Förderprogramms „Nordwärts“ der Stadt Dortmund konnten die Infrastruktur des Labors und die partizipativen Arbeitsansätze z.B. das überregional bekannte Innovative Citizen Festival realisiert werden.  Im Jahr 2019 wurde das erste Projekt zum Thema Schallabsorber auf Basis von Pilzen und Pflanzenfasern mittels 3D-Pastendruck von der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe gefördert.

Das Potenzial des biobasierten Werkstoffs ist groß – er ist ressourcenschonend, zirkulär und für vielseitige Anwendungen in der Bau-, Verpackungs- oder Automobilindustrie einsetzbar. Myzelwerkstoffe entstehen dadurch, dass sich ein Pilz von einem bestimmten pflanzlichen Substrat ernährt, das Substrat durchwächst und somit stabilisiert. Durch entsprechende Trocknung stirbt der Pilz ab, das Material ist fertig zur Verwendung Weiterverarbeitung.  

Von der Substratentwicklung über den Prototypen bis zur Ökobilanzierung 
Die DEZENTRALE existiert aus diesem Grund nicht mehr als Mitmachlabor, Teile des Makerspaces sind zum Standort Oberhausen von Fraunhofer UMSICHT umgezogen – nutzbar für Forschungsprojekte des Instituts. Spezialist*innen aus den Bereich Biologie, Verfahrenstechnik und Maschinenbau widmen sich nun der Weiterentwicklung der Myzelwerkstoffe und bauten das Technikum für diesen Zweck in Dortmund aus. Für die Bereiche Substrat- und Prototypenentwicklung stehen große Konstantklimakammern, Autoklav, 3D-Keramikdrucker und Wärmeschränke bereit. Die Forschenden wählen passende Substrate aus, entwickeln die geeigneten Rezepturen für den Anwendungsfall und können mittels Trocknung und Inkubation die Prototypen der Myzelmaterialien herstellen. „Uns steht auch ein mikrobiologischer Laborbereich zur Verfügung“, erklärt Lina Vieres, Abteilung Carbon Utilization and Mineralization von Fraunhofer UMSICHT. Werkstoffcharakterisierung und Funktionalisierung des fertigen Materials übernehmen die entsprechenden Abteilungen bei Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen. Hier stehen die Themen Brandschutz, Abbaubarkeit oder Wärmeleitfähigkeit und Ökobilanzierungen der neuen Materialien im Mittelpunkt.  

„Wir freuen uns über die sehr gute Ausstattung des Myzeltechnikums, in der wir innovative Myzelmaterialien herstellen und somit die Bioökonomie vorantreiben. Wir können unsere Kund*innen von der Idee bis zum nachhaltigen Werkstoff begleiten und beraten. Außerdem bieten wir auch Fachworkshops oder Vorträge zum Thema an, um individuelle Lösungen zu erarbeiten“, ergänzt Lina Vieres. 

Quelle:

Fraunhofer UMSICHT 

CIOSH 2026 in Shanghai stärkt Chinas Arbeitsschutzmarkt Foto: CIOSH Expo
01.04.2026

CIOSH 2026 in Shanghai stärkt Chinas Arbeitsschutzmarkt

Vom 7. bis 9. April 2026 findet im Shanghai New International Expo Centre (SNIEC) die 110. China International Occupational Safety & Health Goods Expo (CIOSH) statt. Mit ihrem 60-jährigen Bestehen zählt die CIOSH zu den traditionsreichsten Fachmessen für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in China.

Als auf den asiatischen Markt ausgerichtete Plattform bringt die CIOSH über 1.500 Ausstellende auf 80.000 m² Ausstellungsfläche zusammen und erwartet mehr als 40.000 Fachbesuchende. Sie bietet Unternehmen direkten Zugang zu einem der dynamischsten Wachstumsmärkte für Arbeitsschutz und betriebliche Gesundheit. Als chinesischer Baustein des A+A Global Portfolios ist die CIOSH strategisch in das internationale Netzwerk der Messe Düsseldorf eingebunden.

Fokus auf PSA – Ergänzende Themen erweitern das Angebot
Im Mittelpunkt der Messe steht die Persönliche Schutzausrüstung in ihrer gesamten Bandbreite. Weitere Themenfelder wie Arbeitskleidung und Corporate Wear sowie Sicherheit bei Arbeiten in der Höhe erweitern das Angebotsspektrum. Innovative Lösungen wie Exoskelette runden das Portfolio im Bereich ergonomischer Unterstützung ab.

Vom 7. bis 9. April 2026 findet im Shanghai New International Expo Centre (SNIEC) die 110. China International Occupational Safety & Health Goods Expo (CIOSH) statt. Mit ihrem 60-jährigen Bestehen zählt die CIOSH zu den traditionsreichsten Fachmessen für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in China.

Als auf den asiatischen Markt ausgerichtete Plattform bringt die CIOSH über 1.500 Ausstellende auf 80.000 m² Ausstellungsfläche zusammen und erwartet mehr als 40.000 Fachbesuchende. Sie bietet Unternehmen direkten Zugang zu einem der dynamischsten Wachstumsmärkte für Arbeitsschutz und betriebliche Gesundheit. Als chinesischer Baustein des A+A Global Portfolios ist die CIOSH strategisch in das internationale Netzwerk der Messe Düsseldorf eingebunden.

Fokus auf PSA – Ergänzende Themen erweitern das Angebot
Im Mittelpunkt der Messe steht die Persönliche Schutzausrüstung in ihrer gesamten Bandbreite. Weitere Themenfelder wie Arbeitskleidung und Corporate Wear sowie Sicherheit bei Arbeiten in der Höhe erweitern das Angebotsspektrum. Innovative Lösungen wie Exoskelette runden das Portfolio im Bereich ergonomischer Unterstützung ab.

Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit technischen Seminaren und dem EHS-Forum zu nachhaltigen Sicherheitssystemen ergänzt die Ausstellung. Formate wie die „Fall Protection Zone“ und die „Safety Fashion Show“ verbinden technologische Entwicklungen mit praxisnaher Anwendung.

Die A+A als Leitplattform des globalen Netzwerks
Im Zentrum des internationalen Portfolios steht die A+A in Düsseldorf – die Weltleitmesse für Persönlichen Schutz, Betriebliche Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Sie ist die weltweit größte und bedeutendste Branchenplattform für sicheres und gesundes Arbeiten und bringt alle zwei Jahre die internationale Fachcommunity zusammen.

Die A+A setzt globale Maßstäbe für Innovation, Regulierungskompetenz, Nachhaltigkeit und technologische Entwicklungen im Arbeitsschutz. Mit ihrem internationalen Portfolio verbindet sie führende Wachstumsmärkte miteinander und schafft Plattformen für Marktzugang, Technologietransfer und langfristige Partnerschaften.

Daniel Feische, Director der A+A und des internationalen Portfolios, erklärt:
„Die A+A ist die Weltleitmesse für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit und zugleich Impulsgeber für sichere und nachhaltige Arbeitswelten weltweit. Mit unserem internationalen Portfolio verbinden wir die führenden Wachstumsmärkte strategisch miteinander. Die CIOSH spielt dabei eine Schlüsselrolle als strategische Drehscheibe für den chinesischen Markt und Brücke zur globalen Leitplattform in Düsseldorf.“

Quelle:

Messe Düsseldorf 

Ballen Fa.Wenkhaus
30.03.2026

Bundesumweltministerium: Erweiterte Herstellerverantwortung bei Textilien

Bundesumweltminister Carsten Schneider hat am 27. März Eckpunkte für ein Textilgesetz vorgestellt, das die Probleme bei der Entsorgung von Altkleidern lösen soll. Künftig sollen Hersteller die Verantwortung für die Sammlung und Verwertung von Alttextilien übernehmen. Damit würden auch die Probleme angegangen, die auf den enormen Zuwachs von Fast Fashion zurückzuführen sind. Beim Besuch bei der Deutschen Kleiderstiftung in Berlin informierte sich der Minister über Sammel- und Verwertungssysteme und die Probleme der Alttextilbranche, denen mit dem Textilgesetz begegnet werden soll. Die Branche hat nun die Gelegenheit, Rückmeldung zu den Eckpunkten zu geben.

Bundesumweltminister Carsten Schneider hat am 27. März Eckpunkte für ein Textilgesetz vorgestellt, das die Probleme bei der Entsorgung von Altkleidern lösen soll. Künftig sollen Hersteller die Verantwortung für die Sammlung und Verwertung von Alttextilien übernehmen. Damit würden auch die Probleme angegangen, die auf den enormen Zuwachs von Fast Fashion zurückzuführen sind. Beim Besuch bei der Deutschen Kleiderstiftung in Berlin informierte sich der Minister über Sammel- und Verwertungssysteme und die Probleme der Alttextilbranche, denen mit dem Textilgesetz begegnet werden soll. Die Branche hat nun die Gelegenheit, Rückmeldung zu den Eckpunkten zu geben.

Bundesumweltminister Carsten Schneider: "Fast-Fashion-Kleidung wird nur kurz getragen, aber macht lange Ärger. Sie überschwemmt den Markt, lässt Altkleider-Container überquellen und kann kaum Second Hand wiederverwendet oder recycelt werden. Die Altkleidersammlung hat in Deutschland über Jahrzehnte gut funktioniert, steht aber zunehmend unter Druck. Ich will mit einem neuen Textilgesetz für Entlastung sorgen. Wer massenhaft Wegwerf-Klamotten bei uns auf den EU-Markt bringt, soll auch für die flächendeckende Sammlung und eine sinnvolle Verwertung bezahlen. Das muss auch für die vielen Billigimporte aus China gelten. Dabei gilt: Je mehr Textilien die Hersteller auf den Markt bringen und je minderwertiger die Ware ist, desto mehr müssen sie beitragen. Mit der Herstellerverantwortung helfen wir auch karitativen Akteuren wie der Deutschen Kleiderstiftung, die Kleiderspenden aus ganz Deutschland verwertet und an jene weitergibt, die sie dringend brauchen. Klar ist für mich: Kommunen und karitative Einrichtungen sollen weiterhin zentrale Akteure bei der Entsorgung von Alttextilien sein, damit sie ihre gesellschaftliche Rolle auch weiter wahrnehmen können.“

Unter die neuen Regelungen sollen Bekleidung, Bekleidungszubehör, Heimtextilien und Schuhe fallen. Das Eckpunktepapier definiert zudem Rollen und Aufgaben der Akteure in dem neuen System. So müssen Hersteller zukünftig die finanzielle Verantwortung für Alttextilien übernehmen. Die Sammlung und Verwertung wird über Organisationen für Herstellerverantwortung im Auftrag der Hersteller organisiert. Maßgeblich für das Bundesumweltministerium ist, dass bewährte und effiziente Sammelstrukturen beibehalten werden, die im Wesentlichen durch die Kommunen und die karitativen Akteure vorgehalten werden. Daneben enthält das Eckpunktepapier auch konkrete Zielvorgaben zur Sammlung und Verwertung, die erreicht werden müssen.

Die vorgelegten Eckpunkte dienen der Vorbereitung des Gesetzgebungsverfahrens zur Umsetzung der Vorgaben der Richtlinie (EU) 2025/1892 zur Änderung der Abfallrahmenrichtlinie, die im Herbst 2025 veröffentlicht wurde.

Das Bundesumweltministerium nimmt bis zum 24. April 2026 Stellungnahmen zum Eckpunktepapier entgegen. Das Gesetz muss bis zum 17. Juni 2027 in Kraft treten, da dann die EU-rechtlich vorgegebene Umsetzungsfrist abläuft.

Bundesumweltminister Schneider: "Es ist mir sehr wichtig, dass alle betroffenen Akteure frühzeitig beteiligt und eingebunden werden. So können wir die richtigen Weichen stellen, um die Umweltziele zu erreichen und gleichzeitig den Aufbau effizienter und unbürokratischer Strukturen vorzubereiten."
Weitere Maßnahmen für nachhaltige Textilien in Planung

Die Einführung einer erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien ist Teil eines Maßnahmenpakets, um mehr Nachhaltigkeit und Kreislaufführung im Textilsektor zu erreichen. Ab dem 19. Juli 2026 gilt durch die Ökodesignverordnung ein EU-weites Vernichtungsverbot für bestimmte unverkaufte Kleidung und Schuhe. Zudem setzt sich das Bundesumweltministerium dafür ein, dass zügig Ökodesign-Regeln für Alltagsbekleidung auf den Weg gebracht werden um zu verhindern, dass Bekleidung von minderer Qualität überhaupt auf den europäischen Markt kommt. Unter der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie sind Dialogprozesse zu Ultra-Fast-Fashion in Arbeit.

Das BMUKN lädt alle Interessierten ein, sich an den vorbereitenden Diskussionen zur Gestaltung des Textilgesetzes auf Basis des Eckpunktepapiers zu beteiligen. Hierzu besteht die Möglichkeit, bis zum 24.04.2026 eine schriftliche Stellungnahme an CIII5[at]bmukn.bund.de zu übermitteln.

Beispielbild eines Filterkuchens mit abgelagerten Mikroplastikfasern. Foto: DITF
Beispielbild eines Filterkuchens mit abgelagerten Mikroplastikfasern.
30.03.2026

Textiler Kaskadenfilter gegen Mikroplastik im Abwasser

Mikroplastik findet sich inzwischen nahezu überall bis in entlegene Gebiete der Antarktis. Über die Nahrungskette gelangt es in den menschlichen Körper. Studien deuten darauf hin, dass Mikroplastik die Gesundheit des Menschen schädigen kann. Beim Waschen von Textilien aus synthetischen Fasern gelangen bedeutende Mengen von Mikroplastik ins Abwasser und damit in das aquatische Ökosystem. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) haben dafür einen textilbasierten Kaskadenfilter entwickelt.

Die Menge der pro Waschgang und pro Kilogramm Textilien freigesetzten Mikrofasern wird auf 12 bis 1400 Milligramm geschätzt. Kläranlagen können bereits einen großen Teil der Mikroplastikpartikel aus dem Abwasser entfernen, wodurch der Mikroplastikgehalt um bis zu 99 Prozent reduziert wird. Durch die große Menge Abwasser, die Kläranlagen täglich in umliegende Gewässer einleiten, können Kläranlagen trotzdem noch beträchtlich zur Belastung der aquatischen Lebensräume mit Mikroplastik beitragen.

Mikroplastik findet sich inzwischen nahezu überall bis in entlegene Gebiete der Antarktis. Über die Nahrungskette gelangt es in den menschlichen Körper. Studien deuten darauf hin, dass Mikroplastik die Gesundheit des Menschen schädigen kann. Beim Waschen von Textilien aus synthetischen Fasern gelangen bedeutende Mengen von Mikroplastik ins Abwasser und damit in das aquatische Ökosystem. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) haben dafür einen textilbasierten Kaskadenfilter entwickelt.

Die Menge der pro Waschgang und pro Kilogramm Textilien freigesetzten Mikrofasern wird auf 12 bis 1400 Milligramm geschätzt. Kläranlagen können bereits einen großen Teil der Mikroplastikpartikel aus dem Abwasser entfernen, wodurch der Mikroplastikgehalt um bis zu 99 Prozent reduziert wird. Durch die große Menge Abwasser, die Kläranlagen täglich in umliegende Gewässer einleiten, können Kläranlagen trotzdem noch beträchtlich zur Belastung der aquatischen Lebensräume mit Mikroplastik beitragen.

Bisher werden bei der Abwasserreinigung verschiedene mechanische und chemische Technologien eingesetzt. Filterkaskaden hingegen werden bisher hauptsächlich für Analysen und Spezifizierung von Mikroplastikpartikeln verwendet. In ihrer Studie haben die DITF gezeigt, dass spezielle textilbasierte Filterkaskaden auch in der Lage sind, in industriellen Wäschereien effektiv Mikroplastik aus dem Wasch- und Spülwasser zu entfernen. Dies gelingt auch bei niedrigem Wasserdruck. Darüber hinaus zeichnet das System ein einfacher Aufbau sowie ein geringer Wartungsaufwand aus.

Der vom Denkendorfer Forschungsteam entwickelte Kaskadenmikrofilter besteht aus drei Stufen dreidimensionaler textiler Sandwich-Verbundfiltermedien aus Polypropylengewebe und einem 3D-Abstandsgewirk, wobei die Stufen immer feinere Poren aufweisen. Sie sind darauf ausgelegt, Mikroplastikpartikel bis zu einer Größe von 1,5 μm herauszufiltern.

Um den Filter zu reinigen und seine volle Leistungsfähigkeit wiederherzustellen, wurde ein Rückspülsystem mit Druckluft integriert. Da sich der „Filterkuchen“ vom Gewebe auf das Abstandsgewirk verschiebt, sind Rückspülungen seltener erforderlich und die Betriebszeit verlängert sich um 155 Prozent.

Feldversuche in einer industriellen Wäscherei und einer kommunalen Kläranlage bestätigten eine Abscheideleistung der Mikrofilterkaskade von 89,7 Prozent und 98,5 Prozent. Sie kann damit einen wesentlichen Beitrag leisten, die Mikroplastikbelastung zu reduzieren.

Die hohe Abscheideleistung von Mikroplastik und die lange Lebensdauer des Filtermediums machen das System zu einer vielversprechenden Lösung in der Abwasserbehandlung. Es kann flexibel an verschiedene Anwendungen und Größenordnungen angepasst werden, ist kosteneffizient und platzsparend.

Das an den DITF entwickelte Textilverbundmedium kann über die Anwendung in der Mikroplastikfiltration hinaus auf weitere unterschiedliche Filtrationsanforderungen zugeschnitten werden.

Quelle:

Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf

NC X card in operation on a T SUPREMA needle punch line at a customer site – proven performance in real production conditions Foto Trützschler Gruppe
27.03.2026

Vliesstoff und Faserverarbeitung: Trützschler auf der Techtextil 2026

Vom 21. bis 24. April 2026 präsentiert die Trützschler Gruppe auf der Techtextil in Frankfurt am Main ihre Lösungen für die Vliesstoff und Faserverarbeitung. Trützschler Nonwovens präsentiert seine neuesten Entwicklungen für eine effiziente Vliesstoffproduktion – ergänzt durch umfassende Service und Beratungslösungen. Zu den Messe Highlights zählen die weiterentwickelten X-Series-Krempeln für Spunlace , Vernadelungs  und Air Through Bonding  (ATB) Prozesse, das digitale Arbeitsumfeld T-ONE mit neuen Funktionen sowie eine neue Hochleistungs-Kardengarnitur von Trützschler Card Clothing mit speziell entwickelter Drahtoberfläche für anspruchsvolle Vliesstoffanwendungen. Darüber hinaus erhalten Besucher einen Einblick in TRUECYCLED, Trützschlers Komplettlösung für das Recycling von Textilabfällen.

Vom 21. bis 24. April 2026 präsentiert die Trützschler Gruppe auf der Techtextil in Frankfurt am Main ihre Lösungen für die Vliesstoff und Faserverarbeitung. Trützschler Nonwovens präsentiert seine neuesten Entwicklungen für eine effiziente Vliesstoffproduktion – ergänzt durch umfassende Service und Beratungslösungen. Zu den Messe Highlights zählen die weiterentwickelten X-Series-Krempeln für Spunlace , Vernadelungs  und Air Through Bonding  (ATB) Prozesse, das digitale Arbeitsumfeld T-ONE mit neuen Funktionen sowie eine neue Hochleistungs-Kardengarnitur von Trützschler Card Clothing mit speziell entwickelter Drahtoberfläche für anspruchsvolle Vliesstoffanwendungen. Darüber hinaus erhalten Besucher einen Einblick in TRUECYCLED, Trützschlers Komplettlösung für das Recycling von Textilabfällen.

Trützschler Nonwovens
Die T‑SUPREMA Vernadelungslinie hat ihre Leistungsfähigkeit bereits im Markt unter Beweis gestellt: Seit Anfang dieses Jahres sind Anlagen erfolgreich bei zwei Kunden in Betrieb. Sie demonstriert die Vielseitigkeit von Nadelvliesen – mit Grammaturen von unter 50 g/m² bis über 2.000 g/m². Neue, optimierte Linienkonfigurationen mit der kompakten NC‑Xe Karde reduzieren den Platzbedarf und gewährleisten eine hohe Prozessstabilität und konstante Produktqualität.

Neben kompletten Linienlösungen präsentiert Trützschler Nonwovens auf der Techtextil 2026 auch Weiterentwicklungen seines Einzelmaschinenportfolios. Dazu gehören die X‑Series-Krempeln – die Hochgeschwindigkeitskrempel NCT‑X, die vielseitige NC‑X sowie die kompakte NC‑Xe – der MPD Hochleistungstrockner und die neue kompakte AquaJet‑X Wasserstrahlverfestigungsanlage. Alle Neuentwicklungen vereinen kompakte Maschinenkonzepte mit hoher Anlagenverfügbarkeit, Prozesssicherheit und exzellenter Performance.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der fortschrittlichen Air‑Through‑Bonding‑Technologie (ATB) für Hygieneanwendungen. Der ATB‑Prozess ermöglicht die zuverlässige Verarbeitung ultrafeiner Fasern bis 0,4 dtex und die Herstellung außergewöhnlich weicher Vliesstoffe, die höchste Anforderungen an Weichheit und Leistungsfähigkeit – insbesondere für Babywindelanwendungen – erfüllen.

T‑ONE, das digitale Arbeitsumfeld von Trützschler Nonwovens, bildet ein leistungsstarkes digitales Rückgrat für jede Vliesstoffproduktionslinie. Neue Funktionen umfassen ein Energiemanagement zur Echtzeitüberwachung des Strom‑ und Gasverbrauchs inklusive CO₂‑Fußabdruckberechnung pro Zeiteinheit, Rolle oder Auftrag. Zusätzlich erkennt eine kamerabasierte Anomaliedetektion frühzeitig Faserwanderungen und Faseransammlungen. Dies hilft, ungeplante Stillstände zu vermeiden und gleichzeitig Prozessstabilität sowie Produktionstransparenz zu erhöhen.

Mit maßgeschneiderten Modernisierungs‑ und Entwicklungslösungen unterstützt Trützschler Nonwovens Hersteller dabei, bestehende Anlagen zu optimieren und neue Produktideen zuverlässig in die industrielle Serienproduktion zu überführen. Anwendungsspezifische Beratung steigert Effizienz, Ausstoß und Lebensdauer der Anlagen – ohne Kompromisse bei der Produktqualität.

Trützschler Card Clothing (TCC): Kardengarnituren
Besucher erleben auf der Techtextil höchste Vliesstoffperformance mit hocheffizienten Kardengarnituren von Trützschler Card Clothing. Die TCC‑Experten stellen eine neue Drahtgeneration mit speziell entwickelter Oberfläche für Hygiene‑, Spunlace‑ und ATB‑Anwendungen vor. Sie sorgt für einen saubereren Betrieb, geringere Verschmutzung und reduzierte Stillstandszeiten – für maximale Produktivität der Vliesstofflinie. Weitere Details werden auf der Messe vorgestellt.

Trützschler Spinning: TRUECYCLED – Lösung für Textilrecycling
Ein weiterer Fokus liegt auf TRUECYCLED, der Komplettlösung von Trützschler für das Recycling von Textilabfällen. Das Konzept deckt den gesamten Prozess ab – vom Schneiden und Zerreißen von Alttextilien über das Kardieren bis zum Strecken der Sekundärfasern. Basierend auf technologischen Empfehlungen von Trützschler und einer optimal abgestimmten Maschinenkonfiguration gewährleistet TRUECYCLED die bestmögliche Qualität des Endprodukts.

Weitere Informationen:
Trützschler Gruppe Techtextil
Quelle:

Trützschler Gruppe

Südwesttextil fordert Umdenken bei Vergaberecht José Alfredo Velázquez, Pixabay
27.03.2026

Südwesttextil fordert Umdenken bei Vergaberecht

Für die Zukunft europäischer Hochleistungstextilien fordert Südwesttextil, dass Merkmale wie die Langlebigkeit oder der Produktionsstandort bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen berücksichtigt werden. 

In öffentlichen Ausschreibungsverfahren wird z. B. hochfunktionale Berufsbekleidung für Polizei, Bundeswehr, Feuerwehr oder Krankenhäuser beschafft. Das Ergebnis der bisherigen überwiegend kostenbezogenen Ausschreibungspraxis führt zu einem weiteren industriepolitisch bedenklichen Abbau von Produktionskapazitäten in Europa, verbunden mit globalen Abhängigkeiten, insbesondere von asiatischen Ländern. 

Für die Zukunft europäischer Hochleistungstextilien fordert Südwesttextil, dass Merkmale wie die Langlebigkeit oder der Produktionsstandort bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen berücksichtigt werden. 

In öffentlichen Ausschreibungsverfahren wird z. B. hochfunktionale Berufsbekleidung für Polizei, Bundeswehr, Feuerwehr oder Krankenhäuser beschafft. Das Ergebnis der bisherigen überwiegend kostenbezogenen Ausschreibungspraxis führt zu einem weiteren industriepolitisch bedenklichen Abbau von Produktionskapazitäten in Europa, verbunden mit globalen Abhängigkeiten, insbesondere von asiatischen Ländern. 

Geht Vergaberechtsreform in die falsche Richtung?
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, fordert Südwesttextil mit seinen Mitgliedsunternehmen ein Umdenken bei der Vergaberechtsreform. Präsident Bodo Th. Bölzle: „Wir begrüßen grundsätzlich die Vereinfachung und Beschleunigung von Prozessen, allerdings darf dies nicht zu Lasten der Überprüfung von Standards und Siegeln führen. Im Gegenteil: Wir fordern insbesondere im Hinblick auf die hohen Investitionssummen in Infrastruktur und Verteidigung, dass die vergaberechtlichen Grundsätze weiterentwickelt werden.“ Dazu zählt aus Perspektive des Verbands, dass europäische Produktion gefördert wird, damit im Fall von globalen Krisen die Versorgung gewährleistet ist. 

Mehr als die Hälfte des Verkaufspreises verbleibt beim Staat 
Dem stehen aktuell standortfeindliche Bedingungen gegenüber. Andreas Merkel, Südwesttextil-Vizepräsident und Geschäftsführer in vierter Generation der Gebr. Otto Baumwollfeinzwirnerei als eine der letzten Spinnereien Europas: „Wir blenden oft aus, dass im Preis eines textilen Produkts neben Material- und Herstellungskosten jede Menge Steuern, Lohn- und Lohnnebenkosten, Sozialabgaben, Netzentgelte für Energie und viele andere Abgaben stecken. Gerade der Staat als Auftraggeber sollte diese Gesamtbetrachtung aber anstellen, wenn er Aufträge vergibt – im Sinne des größten volkswirtschaftlichen Rückflusses.“ 

An einem beispielhaften Textilprodukt illustriert das Positionspapier der Industrie, dass der an den Staat abzuführende Anteil den Betrag übersteigt, der für Material, Herstellung, Transport, Löhne, Handel und Gewinnspanne zur Verfügung steht. In der Konsequenz heißt dies: je mehr Fertigungsstufen in Deutschland vorgenommen werden, desto höher ist die Abgabenlast. In der Folge werden Produktionsschritte vermehrt ins Ausland verlagert. 

Standortnachteil „Made in Germany“?
Gewinner von öffentlichen Ausschreibungen sind mittlerweile regelmäßig Firmen ohne Standort in Deutschland oder Baden-Württemberg. Dies trägt zu einer sehr bedenklichen Entwicklung bei. Rüdiger Reuter, Geschäftsführer der Fuchshuber Techno-Tex GmbH, Hersteller von Hochleistungsgestricken für Schutztextilien in Deutschland,: „Unser Bekenntnis zum Standort, zu regionalen Partnern und zu kompetenten, gut ausgebildeten Fachkräften bringt uns bei textiler Beschaffung im Bereich der Berufsbekleidung für Feuerwehr, Polizei und Bundeswehr massiv ins Hintertreffen. Das ist eine absurde Situation. Es kann nicht zielführend sein, hochwertige, inländische Wertschöpfung zu benachteiligen – schon allein, weil wir damit unsere eigene Versorgungssicherheit und auch unsere Sicherheitsinteressen untergraben.“

Qualitätssicherung und Langlebigkeit bei Vergabeverfahren in den Fokus stellen
Um Kapazitäten nicht nur zu erhalten, sondern zur Reduktion globaler Abhängigkeiten sogar aufzubauen, fordert Südwesttextil insbesondere im Rüstungsbereich Produktionsstandorte in Europa bzw. einem NATO-Staat vorzugeben. Für einen fairen Wettbewerb ist insbesondere die Gesamtbetrachtung der Lebenszykluskosten und Produktmerkmale erforderlich. Dafür gilt es, die Qualitätssicherung durch den technischen Kriterienkatalog zu erweitern, Qualitäts- und Nachhaltigkeitssiegel zu kontrollieren und die Leitfäden von Bund und Ländern um qualitative Anforderungen für die Langlebigkeit zu ergänzen. Denn nur ein hochwertig verarbeitetes Produkt mit belastbaren Materialien behält dauerhaft seine notwendigen Funktionen, bspw. die Waschechtheit einer Warnfarbe. Damit sich auch für kleine und mittelständische Unternehmen der Entwicklungsaufwand lohnt und sie sich auf entsprechende Aufträge einstellen können, fordert Südwesttextil eine Verlängerung der Ausschreibungszyklen.

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie

Foto: Anja, Pixabay
27.03.2026

BTE: Bundesumweltministerium soll bei EPR nachbessern

Nach monatelangen Konsultationen liegen mit den am 27.03.2026 veröffentlichten Eckpunkten des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) zur nationalen Umsetzung der Erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) für Textilien und Schuhe erstmals konkrete Leitlinien vor. Der BTE hat sich gemeinsam mit dem HDE und weiteren Verbänden frühzeitig und intensiv in den Prozess eingebracht. Einige u.a. vom BTE vorgetragenen Vorschläge finden sich in den Eckpunkten des Ministeriums wieder, jedoch besteht an einigen Stellen Konkretisierungs- und Nachbesserungsbedarf. 

Ab April 2028 werden Hersteller verpflichtet, im Rahmen der EPR eine Gebühr zu entrichten, um die Finanzierung von Sammlung, Sortierung, Wiederverwendung und Recycling von Alttextilien und Altschuhen sicherzustellen. Hervorzuheben sind insbesondere die vorgesehene wettbewerbliche Organisation des Systems sowie die geplante Einbindung der betroffenen Akteure, etwa durch eine Kommission für Alttextilien sowie eine Gemeinsame Stelle.  

Nach monatelangen Konsultationen liegen mit den am 27.03.2026 veröffentlichten Eckpunkten des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) zur nationalen Umsetzung der Erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) für Textilien und Schuhe erstmals konkrete Leitlinien vor. Der BTE hat sich gemeinsam mit dem HDE und weiteren Verbänden frühzeitig und intensiv in den Prozess eingebracht. Einige u.a. vom BTE vorgetragenen Vorschläge finden sich in den Eckpunkten des Ministeriums wieder, jedoch besteht an einigen Stellen Konkretisierungs- und Nachbesserungsbedarf. 

Ab April 2028 werden Hersteller verpflichtet, im Rahmen der EPR eine Gebühr zu entrichten, um die Finanzierung von Sammlung, Sortierung, Wiederverwendung und Recycling von Alttextilien und Altschuhen sicherzustellen. Hervorzuheben sind insbesondere die vorgesehene wettbewerbliche Organisation des Systems sowie die geplante Einbindung der betroffenen Akteure, etwa durch eine Kommission für Alttextilien sowie eine Gemeinsame Stelle.  

Der BTE macht deutlich, dass bei der weiteren Ausgestaltung der EPR Regeln Augenmaß unbedingt erforderlich sei. „Die Eckpunkte setzen erste Impulse. Jetzt geht es darum, die vorgesehenen Regeln so auszugestalten, dass sie in der Praxis tragfähig, bürokratiearm und für alle Marktakteure fair umsetzbar sind“, betonen Gudrun Höck und Marika Hanschke, Referentinnen für Kreislaufwirtschaft beim BTE. Maßgeblich sei, dass die Gebührenstruktur dabei transparent und verhältnismäßig geregelt bzw. gestaffelt werden müsse. Gerade angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage im Modehandel müsse sichergestellt werden, dass zusätzliche finanzielle Belastungen auf ein zwingend notwendiges Mindestmaß begrenzt werden. 

Im weiteren politischen Prozess sei eine sorgfältige Nachschärfung maßgeblich. Der BTE bemängelt, dass eine klare Zuordnung von Zuständigkeiten bei der Registrierung, der Genehmigung und der Systemaufsicht über eine zuständige Behörde fehlten. Außerdem ist aus Sicht des BTE ein wirksamer Vollzug von Ordnungswidrigkeiten unverzichtbar, um gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Marktteilnehmer sicherzustellen. Insbesondere die effektive Marktüberwachung internationaler Onlineplattformen, der konsequente Umgang mit Trittbrettfahrern sowie ein wirksames Vorgehen zur weiteren Eindämmung von Ultra-Fast-Fashion sind hierbei erforderlich. Darüber hinaus weist der BTE darauf hin, dass Schuhe zwar vom Anwendungsbereich erfasst sind, bislang jedoch nicht gesondert berücksichtigt werden. Um sachgerechte Lösungen für die spezifischen Material- und Verwertungsströme von Schuhen zu berücksichtigen, sei eine separate fachliche Behandlung erforderlich, etwa durch eine eigene Kommission für Altschuhe. 

Als Interessenvertretung des deutschen Textil , Schuh  und Lederwareneinzelhandels wird der BTE den weiteren politischen Prozess eng begleiten und die Belange und Perspektiven der Branche aktiv einbringen. Ziel des BTE bleibt ein EPR System, das ökologische Ziele wirksam unterstützt und die Besonderheiten textiler und schuhspezifischer Materialströme angemessen berücksichtigt. Zugleich wird der BTE den Handel durch praxisnahe Informationen, Orientierungshilfen und begleitende Formate bei der Umsetzung der EPR-Anforderungen unterstützen.

25.03.2026

DuPont: Neuer Schutzanzug bietet extreme Atmungsaktivität

DuPont hat die Markteinführung des Tyvek® APX™ 400 Schutzanzugs bekannt gegeben, dem ersten aus einer neuen Generation von extrem atmungsaktiver Einweg-Chemikalienschutzkleidung. Der neue Schutzanzug wird aus DuPont™ Tyvek® APX™ hergestellt und kombiniert 360°-Schutz und Strapazierfähigkeit mit extremer Atmungsaktivität, was den Komfort und die Sicherheit der Arbeitskräfte auf ein neues Niveau hebt.
 
Komfort als Wissenschaft
Das Gleichgewicht zwischen Komfort und Sicherheit bei Schutzkleidung war schon immer ein Kompromiss, insbesondere bei hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit. Durch kontinuierliche Innovation hat DuPont die Atmungsaktivität von Tyvek® erhöht und erhält gleichzeitig die außergewöhnliche Leistungsfähigkeit und Haltbarkeit der Schutzkleidung. Das Ergebnis: Tyvek® APX™ Material. Es bietet eine hervorragende Kombination aus Schutz und Komfort und hilft den Arbeitskräften, insbesondere in körperlich anstrengenden Umgebungen Höchstleistungen zu erbringen.
 

DuPont hat die Markteinführung des Tyvek® APX™ 400 Schutzanzugs bekannt gegeben, dem ersten aus einer neuen Generation von extrem atmungsaktiver Einweg-Chemikalienschutzkleidung. Der neue Schutzanzug wird aus DuPont™ Tyvek® APX™ hergestellt und kombiniert 360°-Schutz und Strapazierfähigkeit mit extremer Atmungsaktivität, was den Komfort und die Sicherheit der Arbeitskräfte auf ein neues Niveau hebt.
 
Komfort als Wissenschaft
Das Gleichgewicht zwischen Komfort und Sicherheit bei Schutzkleidung war schon immer ein Kompromiss, insbesondere bei hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit. Durch kontinuierliche Innovation hat DuPont die Atmungsaktivität von Tyvek® erhöht und erhält gleichzeitig die außergewöhnliche Leistungsfähigkeit und Haltbarkeit der Schutzkleidung. Das Ergebnis: Tyvek® APX™ Material. Es bietet eine hervorragende Kombination aus Schutz und Komfort und hilft den Arbeitskräften, insbesondere in körperlich anstrengenden Umgebungen Höchstleistungen zu erbringen.
 
Die verbesserte Leistung des Materials wurde in Zusammenarbeit mit Experten validiert, die wissenschaftliche Methoden zur Bewertung der Atmungsaktivität und des Wohlbefindens der Arbeitskräfte anwandten. Empa, die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt, hat die menschliche Thermoregulation modelliert und unter kontrollierten Bedingungen biometrisches Monitoring durchgeführt. Bei der Untersuchung wurden die thermische Belastung, die Schweißrate, die Hauttemperatur und das allgemeine Komfortempfinden bewertet. Versuche am Menschen mit biometrischer Überwachung bestätigten dann die Simulationsdaten. Bei der Untersuchung wurde die Atmungsaktivität von Tyvek® APX™ Schutzkleidung unter realen Arbeitsbedingungen bewertet. Dazu gehörten hohe Umgebungstemperaturen, kontrollierte Luftfeuchtigkeit und ein mittleres bis hohes Aktivitätsniveau.
 
Das Thermoregulationsmodell der Empa hat gezeigt, dass das Tyvek® APX™ Material einen langsameren Anstieg der Körperkern- und Hauttemperatur ermöglicht als herkömmliche Bekleidungsoptionen, darunter auch Standardkleidung. Dies trägt dazu bei, die Hitzebelastung und den empfundenen thermischen Stress zu reduzieren. Außerdem verkürzt es die Erholungszeit bei hohen Temperaturen und anstrengenden Aktivitäten. Zusätzliche Trageversuche mit fast 300 Kunden weltweit bestätigten eine klare Präferenz für Kleidungsstücke aus dem neuen Material. Einige verglichen das Gefühl mit dem Tragen von Freizeitkleidung anstelle von PSA.
 
„Seit wir das Tyvek® APX™ Material vor weniger als sechs Monaten vorgestellt haben, ist die Reaktion unserer Kunden und Industriepartner überwältigend positiv“, erklärt Chloé Caux-Wetherell, EMEA Marketing Manager bei DuPont. „Für Fachleute aus dem Bereich Gesundheit und Sicherheit ist dies ein entscheidender Fortschritt, da es ihnen ermöglicht, das Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden zu verbessern und das Risiko eines Hitzestaus zu verringern, wenn sie wichtige Schutzkleidung tragen. Mit der Einführung von Tyvek® APX™ 400 bieten wir so vielen Menschen wie möglich die Vorteile von Komfort und Sicherheit, und das so schnell wie möglich.“
 
Ein neues Zeitalter des Chemikalienschutzes
Der Tyvek® APX™ 400 Schutzanzug bietet Ganzkörperschutz und unübertroffenen Tragekomfort. Er ist der erste Schutzanzug der Tyvek® APX™ Reihe und kann für alle Anwendungen spezifiziert werden, die einen Chemikalienschutz der Kategorie III, Typ 5-B und 6-B erfordern.
 
Dank der neuen Materialtechnologie kombiniert die Tyvek® APX™ 400 Einweg-Chemikalienschutzkleidung extreme Atmungsaktivität mit bewährten Designmerkmalen, darunter eine dreiteilige Kapuze für optimale Sichtbarkeit und Bewegungsfreiheit der Träger*innen, eine integrierte Tyvek® Daumenschlaufe, die die Ärmel bei Überkopfbewegungen an Ort und Stelle hält, sowie ein Tyvek®-Reißverschluss und Reißverschlussabdeckung für einfaches An- und Ausziehen. Hinzu kommen ein elastischer Taillenbund für mehr Bewegungsfreiheit sowie elastische Handgelenke, Knöchel und Gesicht, um das Eindringen von Chemikalien zu verhindern. 
 
Eine nachhaltige Wahl
Da der Einweg-Overall Tyvek® APX™ 400 aus einem Monomaterial (Polyethylen hoher Dichte, HDPE) hergestellt wird, ist er leicht recycelbar, wenn keine Kontamination aufgetreten ist*. Außerdem ist der Schutzanzug in Schachteln mit 25 Stück erhältlich, wodurch die Menge an Kunststoffverpackungsabfällen drastisch reduziert wird.

Prozessentwicklung und technische Umsetzung bei Fraunhofer UMSICHT © Fraunhofer UMSICHT
Prozessentwicklung und technische Umsetzung bei Fraunhofer UMSICHT
25.03.2026

Nachhaltigere Produktion in der chemischen Industrie

Die Kreislaufwirtschaft in der metallverarbeitenden und chemischen Industrie voranbringen – so lautet das Ziel des Forschungsprojekts »SäureWert«. Durch die Rückgewinnung von Säuren und wertvollen Ressourcen sinken der Bedarf an Primärrohstoffen und die Menge gefährlicher Abfälle. Das schont Ressourcen, spart Kosten und reduziert Umweltbelastungen. Fraunhofer UMSICHT ebnet gemeinsam mit dem Projektpartner FNE Entsorgungsdienste Freiberg GmbH den Weg in die industrielle Anwendung.

Die Kreislaufwirtschaft in der metallverarbeitenden und chemischen Industrie voranbringen – so lautet das Ziel des Forschungsprojekts »SäureWert«. Durch die Rückgewinnung von Säuren und wertvollen Ressourcen sinken der Bedarf an Primärrohstoffen und die Menge gefährlicher Abfälle. Das schont Ressourcen, spart Kosten und reduziert Umweltbelastungen. Fraunhofer UMSICHT ebnet gemeinsam mit dem Projektpartner FNE Entsorgungsdienste Freiberg GmbH den Weg in die industrielle Anwendung.

Säuren sind neben Erdöl-Folgeprodukten die wichtigsten Gebrauchsgüter der produzierenden Industrie. Unverzichtbar sind sie u. a. in metallverarbeitenden Betrieben, wo sie in Beizen die Oberflächenqualität und Haltbarkeit von Metallprodukten gewährleisten. Allein in Deutschland wurden 2023 2,83 Mio. Tonnen Schwefelsäure und 1,53 Mio. Tonnen Salzsäure produziert* – das entspricht gut 34 kg pro Kopf. »Eine enorme Menge, die hohe Folgekosten durch die anfallenden Abfallströme mit sich bringt«, weiß Lukas Rüller vom Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT. Nach Gebrauch gelten die Säuren nämlich als belasteter Sonderabfall: Sie müssen neutralisiert und entsorgt werden, wodurch Schlämme und gefährliche Abfälle entstehen. Gleichzeitig gehen wertvolle Metalle oder Seltene Erden verloren – und damit wichtige Rohstoffe für die Industrie.

Membranen halten extremen Prozessbedingungen Stand
Fraunhofer UMSICHT möchte die sogenannten Abfallsäuren wieder in den Prozesskreislauf zurückzuführen und Wertstoffe gezielt abtrennen. Im Rahmen des Projekts »SäureWert« entwickelt das Oberhausener Forschungsinstitut gemeinsam mit dem Projektpartner FNE ein kontinuierlich betriebenes Verfahren aus Nanofiltration und nachfolgender Konzentratbehandlung. Zum Einsatz kommen dabei neuartige, besonders säurebeständige Membranen, die auch extremen Prozessbedingungen – pH-Wert, Temperatur, Druck – standhalten. Die Abfallsäuren werden mit speziellen Filtern so gereinigt, dass die gelösten Wertstoffe auf der Membranseite zurückbleiben. Durch eine kontrollierte Verteilzeit der Lösung in der Membrananlage wird verhindert, dass sich Kristalle in der Membran bilden. Verblockungen und somit Stillstandzeiten werden vermieden.

Gewinn für Umwelt und Unternehmen
Das Ergebnis sind zum einen wiederverwendbare Säuren und zum anderen über weitere Prozessstufen wie Kristallisation oder Fällung abgetrennte Rohstoffe. Lukas Rüller: »Wenn Säuren und Metalle im Kreislauf bleiben, gewinnen Unternehmen und Umwelt gleichermaßen. Und wir machen einen wichtigen Schritt hin zu einer echten Kreislaufwirtschaft.«

Das Vorhaben ist auf zwei Jahre ausgelegt. Zunächst testen die Forschenden geeignete Membranen und stellen die Prozessparameter ein. In einer zweiten Phase wird bei FNE in Freiberg eine Pilotanlage errichtet und im Betrieb getestet. Parallel führt das Projektteam Gespräche mit potenziellen Kunden, um weitere Anwendungsfälle zu identifizieren und Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Quelle:

Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Marktreife Schutztextilien für Defence-Anwendungen Foto: Messe Frankfurt / Jean-Luc Valentin
24.03.2026

Marktreife Schutztextilien für Defence-Anwendungen auf der Techtextil 2026

Die EU-Verteidigungsausgaben erreichten 2025 mit rund 381 Milliarden Euro einen Höchststand. Den Stellenwert von Textilinnovationen in diesem Umfeld belegt das Work Programme 2026 des European Defence Funds: Es definiert „Smart and multifunctional textiles“ als eigenes Themenfeld. Vom 21. bis 24. April 2026 präsentieren mehr als 10 Prozent der über 1.500 Aussteller in Frankfurt am Main Materialinnovationen für Schutztextilien.

Für Produktentwickler und OEM-Hersteller entscheidet sich die Leistungsfähigkeit persönlicher Schutzausrüstung in der textilen Wertschöpfungskette. Gefragt sind Materialien, die ballistischen Schutz, Flammschutz und extreme Belastbarkeit sichern – ohne Abstriche bei Komfort und Ergonomie. Zugleich steigern Regularien wie die PFAS-Beschränkung den Bedarf nach Alternativen für wasser-, öl- und schmutzabweisende Ausrüstungen. 

Die EU-Verteidigungsausgaben erreichten 2025 mit rund 381 Milliarden Euro einen Höchststand. Den Stellenwert von Textilinnovationen in diesem Umfeld belegt das Work Programme 2026 des European Defence Funds: Es definiert „Smart and multifunctional textiles“ als eigenes Themenfeld. Vom 21. bis 24. April 2026 präsentieren mehr als 10 Prozent der über 1.500 Aussteller in Frankfurt am Main Materialinnovationen für Schutztextilien.

Für Produktentwickler und OEM-Hersteller entscheidet sich die Leistungsfähigkeit persönlicher Schutzausrüstung in der textilen Wertschöpfungskette. Gefragt sind Materialien, die ballistischen Schutz, Flammschutz und extreme Belastbarkeit sichern – ohne Abstriche bei Komfort und Ergonomie. Zugleich steigern Regularien wie die PFAS-Beschränkung den Bedarf nach Alternativen für wasser-, öl- und schmutzabweisende Ausrüstungen. 

Für Beschaffungsverantwortliche, Einkäufer und technische Leiter bei Systemanbietern rückt die industrielle Umsetzbarkeit in den Fokus. Sie benötigen marktreife Materialien und textile Komponenten, die sich normgerecht, reproduzierbar und in belastbaren Stückzahlen verarbeiten lassen – etwa für ballistische Schutzsysteme oder ABC-Schutzbekleidung.

Die Techtextil bietet Entscheidern aus dem Defence-Bereich einen Marktüberblick, um sich strategisch im wachsenden Markt für Schutztextilien zu positionieren. Mehr als 150 spezialisierte Aussteller bilden das technologische Fundament: von Faserinnovationen für Entwickler und Hersteller bis zu fertigen Materialien für die Beschaffung.  So präsentiert die Lenzing Group inhärent flammhemmende Cellulosefasern, die Hitze- und Flammschutz direkt in der Faser verankern.: HS Hyosung Advanced Materials zeigt Hochleistungsgarne aus synthetischen Polymeren.

Parallel schlägt die Texprocess mit rund 200 Ausstellern die Brücke zum Finishing und der industriellen Verarbeitung. Zusammen vereinen beide Veranstaltungen mehr als 1.700 Aussteller auf dem Frankfurter Messegelände.

„Die Anforderungen an Schutzgewebe gleichen sich in vielen Anwendungsfeldern zunehmend an: geringes Gewicht, hohe Robustheit, Klimakomfort und reproduzierbare Verarbeitung“, erklärt Lotje Oosterlinck, Product Manager Workwear Concordia Textiles. „Entscheidend wird die Fähigkeit, Materiallösungen über unterschiedliche Schutzdomänen hinweg zu entwickeln und in industrielle Prozesse zu überführen.”

Industrielle Skalierbarkeit: von der Vorstufe zum Schutzsystem
Im Bereich „Performance Apparel Textiles“ bündeln rund 150 Aussteller konkrete Applikationen für Schutzbekleidung – erlebbar im Live-Format „Performance Apparels on Stage.“ Die Basis bildet das neue Segment „Textile Chemicals & Dyes“: Über 30 Aussteller vernetzen hier die Chemie-Vorstufe direkt mit der textilen Anwendung.

Als essenzielle mechanische Bausteine für diese Schutzlösungen liefern zudem Spezialisten wie die Güth & Wolf GmbH, JUMBO-Textil GmbH & Co. KG und Otto Stockmayer & Sohn GmbH hochbelastbare Schmaltextilien, Bänder und Gewirke.

„Im Bereich der Schutztextilien entscheidet nicht allein eine neue Faser oder ein neues Finish über die Marktrelevanz. Gerade für anspruchsvolle Anwendungen werden Testbarkeit, Reproduzierbarkeit und die sichere Überführung in industrielle Prozesse zum eigentlichen Innovationsmaßstab“, sagt Dr. Heike Illing-Günther, Geschäftsführung Sächsisches Textilforschungsinstitut.

Mit Praxis-Insights von NASA-Expertinnen und -Experten und Schwerpunkten wie „Textile Intelligence“ sowie „Resilient Textiles“ adressiert das Techtextil Forum die operativen Bedarfe der Branche: smarte Funktionen, materialseitige Resilienz und die schnelle Überführung vom Konzept in die skalierbare Anwendung.

Dr. David Meyer Foto via Charles Barker Corporate Communications GmbH
Dr. David Meyer
24.03.2026

Neuer CFO der ERWO Holding AG und der Hoftex Group AG

Die ERWO Holding AG, Obergesellschaft der Südwolle Group, eines führenden Herstellers von Kammgarnen, sowie die Hoftex Group AG, eine mittelständisch strukturierte Gruppe von Unternehmen der Textilindustrie, haben die Berufung eines neuen Vorstandsmitglieds bekanntgegeben. Mit Wirkung zum 1. April 2026 übernimmt Dr. David Meyer im Vorstand beider Gesellschaften die Funktion des CFO. Die Position des Finanzchefs war zuletzt vakant, das Finanzressort interimistisch von CEO Manuela Spörl geleitet worden. 

Die ERWO Holding AG, Obergesellschaft der Südwolle Group, eines führenden Herstellers von Kammgarnen, sowie die Hoftex Group AG, eine mittelständisch strukturierte Gruppe von Unternehmen der Textilindustrie, haben die Berufung eines neuen Vorstandsmitglieds bekanntgegeben. Mit Wirkung zum 1. April 2026 übernimmt Dr. David Meyer im Vorstand beider Gesellschaften die Funktion des CFO. Die Position des Finanzchefs war zuletzt vakant, das Finanzressort interimistisch von CEO Manuela Spörl geleitet worden. 

Dr. David Meyer bringt langjährige Industrieerfahrung als CFO nach Franken mit, sowohl im Kapitalmarktumfeld als auch im familiengeführten Mittelstand. Der Finanzexperte verfügt über umfassende Kenntnisse entlang des gesamten Aufgabenspektrums im Finanzressort, von Rechnungswesen und Controlling über die Strukturierung von Finanzierungen und M&A bis hin zu IT-Transformationsprojekten und Investor Relations. Meyer kommt von den Hamberger Industriewerken (Stephanskirchen nahe Rosenheim), wo er zuletzt neben seiner CFO-Funktion auch Personalleiter war. Zuvor arbeitete er über 12 Jahre als CFO bei der Steico SE (Feldkirchen bei München), einem im Freiverkehr notierten Produzenten für Holzbaustoffe und Holzfaserdämmstoffe. Dr. Meyer ist promovierter Wirtschaftsingenieur (Universität Kaiserslautern). 

Quelle:

Charles Barker Corporate Communications GmbH

24.03.2026

Mimaki: DTF-Druck erreicht neues Niveau

Mimaki Europe, ein führender Hersteller von industriellen Tintenstrahldruckern und Schneideplottern, hat die Einführung des TxF300-75Plus bekanntgegeben, eines Upgrade-Modells in seiner DTF-Druckerserie, des Modells TxF300-75.

Erhöhte Tintenkapazität für unterbrechungsfreien DTF-Druck 
Eine entscheidende Verbesserung des neuen Modells ist seine erweiterte Kapazität für Weißtinte: Es verfügt über vier zusätzliche Steckplätze für weiße Tintenpatronen und ist mit dem UISS-System (Uninterrupted Ink Supply System) von Mimaki ausgestattet. Dank dieser Konfiguration ist ein ununterbrochener Druckbetrieb von bis zu 8–9 Stunden möglich, sodass häufige manuelle Patronenwechsel entfallen und ein reibungsloser Betrieb in Produktionsumgebungen mit hohem Druckaufkommen sowie im Nachtbetrieb gewährleistet wird.

Mimaki Europe, ein führender Hersteller von industriellen Tintenstrahldruckern und Schneideplottern, hat die Einführung des TxF300-75Plus bekanntgegeben, eines Upgrade-Modells in seiner DTF-Druckerserie, des Modells TxF300-75.

Erhöhte Tintenkapazität für unterbrechungsfreien DTF-Druck 
Eine entscheidende Verbesserung des neuen Modells ist seine erweiterte Kapazität für Weißtinte: Es verfügt über vier zusätzliche Steckplätze für weiße Tintenpatronen und ist mit dem UISS-System (Uninterrupted Ink Supply System) von Mimaki ausgestattet. Dank dieser Konfiguration ist ein ununterbrochener Druckbetrieb von bis zu 8–9 Stunden möglich, sodass häufige manuelle Patronenwechsel entfallen und ein reibungsloser Betrieb in Produktionsumgebungen mit hohem Druckaufkommen sowie im Nachtbetrieb gewährleistet wird.

Sobald eine Patrone leer ist, wechselt das UISS von Mimaki automatisch zur nächsten verfügbaren Patrone über, wodurch ein stabiler Tintenfluss und eine unterbrechungsfreie Druckleistung erzielt werden. Das Bedienpersonal kann Patronen auch während des Druckvorgangs austauschen, ohne die Produktion unterbrechen zu müssen, was zur Maximierung der Betriebszeit und effizienteren Workflows beiträgt.

Eine weitere Optimierung des TxF300-75Plus ist seine verbesserte Leistung bei der Verwendung von Weißtinte, die durch Hardware- und Software-Updates erreicht wurde und für mehr Stabilität sowie eine gleichmäßigere Druckqualität bei längeren Druckläufen sorgt.

Mit Kerntechnologien von Mimaki ausgestattet
Neben diesen Verbesserungen verfügt der TxF300-75Plus über die Kerntechnologien von Mimaki, die für eine zuverlässige und qualitativ hochwertige DTF-Produktion sorgen. Das integrierte Tintenzirkulationssystem verhindert die Sedimentation der Tinte und gewährleistet eine gleichmäßige Versorgung bei langen Druckaufträgen, während erweiterte Überwachungs- und Fernverwaltungsfunktionen wie PICT und Mimaki Remote Access (MRA) die Optimierung der täglichen Arbeitsabläufe unterstützen.

Quelle:

Mimaki Europe

Dr.-Ing. Christoph Burkhart, Geschäftsführer der VTT GmbH, mit Dr. Klaus Dreßler, Leiter des Bereichs Mathematik für Fahrzeuge, Systeme und Anlagen. © Fraunhofer ITWM
Dr.-Ing. Christoph Burkhart, Geschäftsführer der VTT GmbH, mit Dr. Klaus Dreßler, Leiter des Bereichs Mathematik für Fahrzeuge, Systeme und Anlagen.
23.03.2026

Fraunhofer ITWM: Spin-off zur virtuellen Reifenentwicklung

Mit der VTT – Virtual Tire Technologies GmbH startete im Februar 2026 eine Ausgründung des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM, um die weltweit stark wachsende Nachfrage nach der Reifenmodellierungssoftware „CDTire“ nachhaltig zu bedienen und die Technologie weiterzuentwickeln. Das Fraunhofer ITWM und VTT werden dabei künftig weiterhin eng zusammenarbeiten.  

Mit der VTT – Virtual Tire Technologies GmbH startete im Februar 2026 eine Ausgründung des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM, um die weltweit stark wachsende Nachfrage nach der Reifenmodellierungssoftware „CDTire“ nachhaltig zu bedienen und die Technologie weiterzuentwickeln. Das Fraunhofer ITWM und VTT werden dabei künftig weiterhin eng zusammenarbeiten.  

Die Software „CDTire“ hat sich in den vergangenen Jahren als Industriestandard für realitätsnahe Reifenmodelle etabliert. Fahrzeug- und Reifenhersteller setzen das Tool in der virtuellen Fahrzeugentwicklung ein. „Die starke Nachfrage, die zunehmende Internationalisierung sowie der wachsende Bedarf an spezifischen Anpassungen machten eine eigenständige Unternehmensstruktur notwendig. Mit der Gründung der VTT – Virtual Tire Technologies GmbH schaffen wir die Grundlage, um noch individueller zu betreuen und die Technologie konsequent weiterzuentwickeln“, so Dr. Manfred Bäcker, der von Beginn an an der Entwicklung von CDTire beteiligt war und nun für das neue Unternehmen als Geschäftsführer tätig ist. 
 
Weniger Prototypen und Testfahren benötigt 
„CDTire“ ermöglicht realitätsnahe Simulationen des Reifenverhaltens – inklusive thermischer Effekte, dynamischer Innenluftsimulation und Berücksichtigung der modalen Felgendeformation. Damit lassen sich aufwendige reale Testfahrten und teure Prototypen in frühen Entwicklungsphasen deutlich reduzieren. Fahrzeughersteller können Komfort, Fahrdynamik, Noise, Vibration, Harshness (NVH) und Betriebsfestigkeit bereits virtuell bewerten, noch bevor das Fahrzeug gebaut ist. Auf der Seite der Reifenhersteller können sehr schnell Varianten eines Basisreifens erzeugt werden, die dann im virtuellen Fahrversuch verglichen und für alle Key-Performances validiert werden. Damit wird eine auf das Fahrzeug gerichtete Reifenentwicklung beschleunigt und qualitativ verbessert.  
 
„Mit CDTire haben wir eine Brücke zwischen Reifen- und Automobilindustrie geschlagen“, erklärt Dr. Klaus Dreßler, Leiter des Bereichs „Mathematik für Fahrzeuge, Systeme und Anlagen“ am Fraunhofer ITWM. „Die Technologie ermöglicht es, virtuelle Reifen- und Fahrzeugprototypen in Echtzeit zu testen. Die Ausgründung ist der konsequente nächste Schritt, um diese Erfolgsgeschichte weiterzuführen. Der enge Schulterschluss zwischen Fraunhofer ITWM und VTT ist dabei ein klassisches Beispiel für erfolgreichen Technologietransfer.“ Das zahlt auch auf das Ziel der Fraunhofer-Gesellschaft ein, den Transfer von Forschungsergebnissen in die Industrie mit eigenen Ausgründungen weiter voranzutreiben, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken.
 
Zusammenarbeit besteht weiter  
Das Fraunhofer ITWM bleibt auch künftig zentraler Innovationspartner. Während VTT den Marktausbau, den weltweiten Vertrieb und die Weiterentwicklung der Reifenmodelle sowie der Reifenentwicklungswerkzeuge übernimmt, wird das Institut weiterhin an der wissenschaftlichen Grundlagenforschung für die nächste Generation von Reifenmodellen arbeiten. Auch örtlich sind sie weiter eng verbunden, denn das neue Unternehmen ist zunächst direkt nebenan im Business + Innovation Center Kaiserslautern GmbH (bic) in der Trippstadter Str. 110 ansässig.  

Weitere Informationen:
CDTire Fraunhofer ITWM Reifenentwicklung
Quelle:

Fraunhofer ITWM 

Kick-off Textilfabrik 7.0 © Copyright: Zukunftsagentur/Tomas Rodriguez
Kick-off Textilfabrik 7.0
23.03.2026

Reallabor für nachhaltige Textilproduktion: Textilfabrik 7.0 gestartet

Mit der offiziellen Kick-off-Veranstaltung der Textilfabrik 7.0 (T7) ist im Monforts-Quartier in Mönchengladbach ein bedeutendes Transformationsprojekt für die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie gestartet. Beim „Thementisch Textil“, ein Veranstaltungsformat der Zukunftsagentur Rheinisches Revier, kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Forschung, Politik und regionaler Wirtschaft zusammen, um gemeinsam den Grundstein für eine CO₂-neutrale, zirkuläre und wirtschaftlich tragfähige Textilproduktion in Deutschland zu legen.

Die Textil- und Modeindustrie steht weltweit vor großen Herausforderungen: Rund zehn Prozent der globalen CO₂-Emissionen gehen auf ihr Konto. Gleichzeitig stehen Unternehmen hierzulande unter erheblichem Wettbewerbsdruck. Die Textilfabrik 7.0 setzt genau an dieser Schnittstelle an und verbindet Forschungseinrichtungen, Industrie und regionale Akteure, um innovative Technologien und Produktionsprozesse schneller in die industrielle Anwendung zu überführen.

Mit der offiziellen Kick-off-Veranstaltung der Textilfabrik 7.0 (T7) ist im Monforts-Quartier in Mönchengladbach ein bedeutendes Transformationsprojekt für die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie gestartet. Beim „Thementisch Textil“, ein Veranstaltungsformat der Zukunftsagentur Rheinisches Revier, kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Forschung, Politik und regionaler Wirtschaft zusammen, um gemeinsam den Grundstein für eine CO₂-neutrale, zirkuläre und wirtschaftlich tragfähige Textilproduktion in Deutschland zu legen.

Die Textil- und Modeindustrie steht weltweit vor großen Herausforderungen: Rund zehn Prozent der globalen CO₂-Emissionen gehen auf ihr Konto. Gleichzeitig stehen Unternehmen hierzulande unter erheblichem Wettbewerbsdruck. Die Textilfabrik 7.0 setzt genau an dieser Schnittstelle an und verbindet Forschungseinrichtungen, Industrie und regionale Akteure, um innovative Technologien und Produktionsprozesse schneller in die industrielle Anwendung zu überführen.

Das Projekt T7 treibt die Transformation des Rheinischen Reviers zu einem modernen Industriestandort aktiv voran. Es verbindet innovative, nachhaltige Textilproduktion mit Forschung, Entwicklung und dem Einsatz von KI und Robotik. Gleichzeitig stärkt es die Wettbewerbsfähigkeit der Region und schafft neue Arbeitsplätze auf allen Qualifikationsebenen. So zeigt T7, dass der Strukturwandel konkrete Chancen für eine zukunftsfähige Industrie bietet.“ betont Silke Krebs, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.

Für Felix Heinrichs, Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach, ist klar „Wer an Textil denkt, kommt an Mönchengladbach nicht vorbei! Die Textilproduktion gehört industriegeschichtlich zur DNA unserer Stadt. Doch sie hat auch das Potential, eine Schlüsselrolle für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Mönchengladbach einzunehmen. Die Textilfabrik 7.0 bringt Industrie und Wissenschaft für Innovation und Forschung zusammen. Sie schafft so die Grundlage für eine nachhaltige und wirtschaftlich tragfähige Textilproduktion – und damit für zukunftsfeste Arbeitsplätze in Mönchengladbach. Der heutige Startschuss für das Projekt T7 markiert für Mönchengladbach einen großen Meilenstein im Strukturwandel.

Der Kick-off richtete sich insbesondere an Unternehmen entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette. In mehreren Impulsvorträgen erhielten die Teilnehmenden Einblicke in aktuelle Entwicklungen und mögliche Anwendungen zukünftiger Produktionsformen. Die Brother Internationale Industriemaschinen GmbH sowie die Hch. Kettelhack GmbH & Co. KG zeigten auf, wie sich On-Demand-Produktion in Microfactory-Konzepte integrieren lässt und damit flexible, bedarfsgerechte Fertigungsprozesse ermöglicht.

Darüber hinaus stellte 3E Smart Solutions vor, wie eine intelligente Produktion für smarte Textilien künftig aussehen kann. Der Branchencluster Cluster Industrielle Biotechnologie e. V. (CLIB) präsentierte Ansätze, wie biotechnologische Verfahren – etwa der Einsatz von Mikroorganismen – künftig in der Textilproduktion genutzt werden können, um Ressourcen effizienter einzusetzen und Kreisläufe zu schließen.

Im Zentrum der Textilfabrik 7.0 stehen vier Kernmodule: On-Demand-Fertigung, MicroFactory Engineering, Digital Textiles und Biosphere. Diese Themen bildeten auch die Grundlage für vier Workshops, in denen die Teilnehmenden gemeinsam mit den Modulverantwortlichen diskutierten, welche Anforderungen die Industrie an zukünftige Produktionslösungen stellt. Ziel war es, konkrete Bedarfe zu identifizieren und diese direkt in die weitere Projektplanung einfließen zu lassen.

Mit dem Reallabor-Ansatz der T7 sollen neue Technologien entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette getestet und optimiert werden. Dazu gehören unter anderem Robotik, digitale Prozessketten sowie biotechnologische Verfahren, die dazu beitragen können, eine funktionierende Kreislaufwirtschaft in der Praxis umzusetzen.

Professorin Dr. Susanne Meyer, Präsidentin der Hochschule Niederrhein: „Die Textilfabrik 7.0 steht exemplarisch für das, was angewandte Forschung heute leisten muss: Sie bringt Wissenschaft, Industrie und Gesellschaft zusammen, um konkrete Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln. Als Hochschule Niederrhein bringen wir unsere textile Expertise gezielt in dieses Zukunftsprojekt ein, von digitalen Produktionsprozessen über nachhaltige Materialien bis hin zu zirkulären Wertschöpfungsmodellen. So leisten wir nicht nur einen
Beitrag zur Transformation der Textilindustrie, sondern stärken zugleich die Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit der gesamten Region.

Gleichzeitig leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zum Strukturwandel im Rheinischen Revier. Unter dem Leitmotiv „Von der Kohle zur KI“ entstehen neue Perspektiven für industrielle Wertschöpfung und qualifizierte Arbeitsplätze in der Region. Dabei stellt die Textilfabrik 7.0 eines von 19 Ankerprojekten im Rheinischen Revier dar. Die Projekte sind aus Sicht des Landes zentral für eine erfolgreiche, zügig und sichtbare Umsetzung des Strukturwandels.

Die Textilfabrik 7.0 ist ein Gemeinschaftsprojekt des Forschungsinstituts für Textil und Bekleidung (FTB) der Hochschule Niederrhein (HSNR), des Instituts für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen, des Verbands der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie, des Verbands der Rheinischen Textil- und Bekleidungsindustrie, der Textilakademie NRW sowie der WFMG – Wirtschaftsförderung Mönchengladbach.

In einer zweiten Entwicklungsphase soll über die Textilfabrik 7.0 hinausgehend ein Industriepark der Zukunft entstehen. Hier entwickelt und produziert die Textil- und Bekleidungsindustrie unter Zero-Emission-Bedingungen und mit CO₂-neutralen Prozessen. Der Industriepark soll Raum bieten für innovative Produktionsstätten, Unternehmensniederlassungen der Textilbranche sowie nachhaltige Textil-Start-ups. So entsteht ein moderner Industriestandort, der Forschung, Entwicklung und industrielle Produktion miteinander verbindet.

Das Projekt Textilfabrik 7.0 wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) über die Förderrichtlinie zur Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten „STARK“, vom Land Nordrhein-Westfalen im Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (MWIKE) gemäß der Rahmenrichtlinie zur Umsetzung des Investitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG) Nordrhein-Westfalen (RRL) sowie durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.

Quelle:

ITA – Institut für Textiltechnik of RWTH Aachen University