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Das Mercedes-Benz Museum bot den Rahmen für die Jahrestagung von Südwesttextil. ©Joshua Lehmann für Südwesttextil
Das Mercedes-Benz Museum bot den Rahmen für die Jahrestagung von Südwesttextil.
24.05.2026

80 Jahre Südwesttextil

Bei der Jahrestagung 2026 blickte Südwesttextil auf die wirtschaftlich schwierige Lage und auf acht Jahrzehnte Verbandsgeschichte zurück. 

Über 100 Vertreterinnen und Vertreter der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie sowie Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft kamen am Mittwoch, dem 20.05.2026, zur diesjährigen Jahrestagung des Verbands zusammen, die zugleich im Zeichen des 80-jährigen Jubiläums stand. Das Mercedes-Benz Museum bot den Rahmen für den Blick auf Geschichte, Innovation und Zukunftsorientierung der Industrie. Südwesttextil-Präsident Bodo Th. Bölzle erinnerte in seiner Rede an die Entstehungsgeschichte: „Seit 1946 ist aus Baden und Württemberg, aus Textil und Bekleidung, ein gemeinsamer Verband zusammengewachsen. Eine starke Gemeinschaft, die besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zusammensteht.“ 

Bei der Jahrestagung 2026 blickte Südwesttextil auf die wirtschaftlich schwierige Lage und auf acht Jahrzehnte Verbandsgeschichte zurück. 

Über 100 Vertreterinnen und Vertreter der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie sowie Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft kamen am Mittwoch, dem 20.05.2026, zur diesjährigen Jahrestagung des Verbands zusammen, die zugleich im Zeichen des 80-jährigen Jubiläums stand. Das Mercedes-Benz Museum bot den Rahmen für den Blick auf Geschichte, Innovation und Zukunftsorientierung der Industrie. Südwesttextil-Präsident Bodo Th. Bölzle erinnerte in seiner Rede an die Entstehungsgeschichte: „Seit 1946 ist aus Baden und Württemberg, aus Textil und Bekleidung, ein gemeinsamer Verband zusammengewachsen. Eine starke Gemeinschaft, die besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zusammensteht.“ 

Unter dem Leitgedanken „Gemeinsam für die textile Zukunft“ verband Südwesttextil die Perspektiven der Branche mit einer Einordnung der aktuellen wirtschaftlichen Lage. Die baden-württembergische Textil- und Bekleidungsindustrie ist mit Umsatzeinbußen und einem harten internationalen Wettbewerb konfrontiert – sowohl preis- als auch technologieseitig. Hohe Standortkosten und regulatorische Anforderungen verschärfen die Situation zusätzlich. 

Mit Blick auf diese gesamtwirtschaftliche Entwicklung sprach Bodo Th. Bölzle von tiefgreifenden Herausforderungen für den Standort und warnte vor einem gravierenden Verlust industrieller Wertschöpfung. Gleichzeitig machte er deutlich: „Wir werden – bei allen Herausforderungen – nicht in den Abgesang auf die Industrie einstimmen. Wir sind überzeugt von der Vielfalt der Industriezweige hier im Bundesland und, dass in der Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren, auch diese Krise bewältigt werden kann.“ 

Die Textil- und Bekleidungsindustrie sieht sich als innovationsstarken und transformationserfahrenen Wirtschaftszweig, der aktiv zur Zukunft des Standorts beiträgt. Der Verband fordert deshalb einen wettbewerbsfähigen europäischen Wirtschaftsraum mit strategischen Partnerschaften, konsequentem Bürokratieabbau, schnellere und modernere staatliche Prozesse sowie faire Wettbewerbsbedingungen durch eine stärkere Kontrolle von Importstandards. Hinzu kommen Investitionen in digitale und energetische Infrastruktur sowie eine Reform des Vergaberechts, die Qualität und Langlebigkeit stärker berücksichtigt.

Mit Gastredner Wolfgang Bosbach nahm die Jahrestagung auch die aktuellen geopolitischen Entwicklungen in den Blick. Unter dem Titel „Krieg & Krisen – der neue Normalfall? Klartext bei Textil!“ sprach der ehemalige Bundestagsabgeordnete über aktuelle globale Konflikte, wirtschaftliche Unsicherheiten und die Folgen für Unternehmen und Industrie.

Zwischen Historie und Zukunft wurde bei der Jahrestagung vor allem eines deutlich: Der politische Handlungsbedarf ist angesichts der Bedrohung von Wettbewerbsfähigkeit und industrieller Wertschöpfung groß.

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil e.V. 

20.05.2026

BVMed: „MedTech ist Schlüsseltechnologie

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) unterstützt die von Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und Kanzleramtsminister Thorsten Frei vorgestellten Roadmaps der Hightech Agenda Deutschland als „wichtigen Schritt, um den MedTech-Standort Deutschland zu stärken“. „Jetzt kommt es auf die Umsetzung an. Wir brauchen vor allem einen Fokus auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Prävention“, sagte der BVMed-Vorstandsvorsitzende Mark Jalaß auf einem Preview-Termin mit den beiden Kabinettsmitgliedern im Bundeskanzleramt.

Die Medizintechnik sei am Standort Deutschland mit über 1.500 überwiegend mittelständischen Unternehmen noch sehr stark aufgestellt. „Wir müssen aber aufpassen, in Schlüsseltechnologien nicht abgehängt zu werden“, so Jalaß. Zentrales Anliegen der Hightech Agenda muss es deshalb aus Sicht des BVMed sein, schnellere Innovationszyklen und Marktzugänge in Deutschland zu etablieren, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. 

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) unterstützt die von Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und Kanzleramtsminister Thorsten Frei vorgestellten Roadmaps der Hightech Agenda Deutschland als „wichtigen Schritt, um den MedTech-Standort Deutschland zu stärken“. „Jetzt kommt es auf die Umsetzung an. Wir brauchen vor allem einen Fokus auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Prävention“, sagte der BVMed-Vorstandsvorsitzende Mark Jalaß auf einem Preview-Termin mit den beiden Kabinettsmitgliedern im Bundeskanzleramt.

Die Medizintechnik sei am Standort Deutschland mit über 1.500 überwiegend mittelständischen Unternehmen noch sehr stark aufgestellt. „Wir müssen aber aufpassen, in Schlüsseltechnologien nicht abgehängt zu werden“, so Jalaß. Zentrales Anliegen der Hightech Agenda muss es deshalb aus Sicht des BVMed sein, schnellere Innovationszyklen und Marktzugänge in Deutschland zu etablieren, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. 

„Medizintechnik ist eine Hightech-Branche und Schlüsseltechnologie mit hoher Innovations- und Forschungsquote. Wir brauchen deshalb innovationsfreundliche Rahmenbedingungen und eine hohe strategische Souveränität“, so der BVMed-Vorsitzende. „Der BVMed steht als Partner bereit, seine MedTech-Expertise einzubringen und die Roadmap mit konkreten, versorgungsrelevanten Maßnahmen zu füllen.“

Die Hightech Agenda müsse dabei eng mit dem Pharma- und MedTech-Strategieprozess koordiniert werden. „Es darf keine parallelen Strategieprozesse ohne Abstimmung mit der MedTech-Branche geben“, so Jalaß. Die im März 2026 zugesicherte enge Koordination zwischen den Ministerien BMFTR und BMG müsse nun strukturell abgesichert werden.

Quelle:

Bundesverband Medizintechnologie BVMed

Flachfolienextrusion eines biobasierten Blends aus PBSA/PLA im Verarbeitungstechnikum Schwarzheide am Fraunhofer IAP. © Fraunhofer IAP
Flachfolienextrusion eines biobasierten Blends aus PBSA/PLA im Verarbeitungstechnikum Schwarzheide am Fraunhofer IAP.
19.05.2026

Ersatz konventioneller Polyolefine: Blends aus biobasierten Polyestern

Neue Ergebnisse aus dem Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy CCPE zeigen, wie sich kommerzielle PBSA/PLA-Blends durch industrielle Verarbeitungsprozesse gezielt einstellen und für flexible Folienanwendungen nutzbar machen lassen. Damit eröffnen sich konkrete biobasierte Alternativen zu petrochemischen Kunststoffen.

Vor dem Hintergrund steigender regulatorischer Anforderungen, wachsender Nachhaltigkeitsziele und zunehmenden Drucks zur Defossilisierung rücken biobasierte und potenziell biologisch abbaubare Materialien verstärkt in den Fokus der Kunststoffindustrie. Entscheidend ist dabei nicht allein die Wahl des Materials, sondern insbesondere das Zusammenspiel von Verarbeitung, Struktur und resultierenden Eigenschaften.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer CCPE untersuchten systematisch den Einfluss von Verarbeitung und Materialzusammensetzung auf die Eigenschaften von PBSA (Polybutylensuccinat-co-adipat)-/PLA (Polymilchsäure)-Blendfolien.

Neue Ergebnisse aus dem Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy CCPE zeigen, wie sich kommerzielle PBSA/PLA-Blends durch industrielle Verarbeitungsprozesse gezielt einstellen und für flexible Folienanwendungen nutzbar machen lassen. Damit eröffnen sich konkrete biobasierte Alternativen zu petrochemischen Kunststoffen.

Vor dem Hintergrund steigender regulatorischer Anforderungen, wachsender Nachhaltigkeitsziele und zunehmenden Drucks zur Defossilisierung rücken biobasierte und potenziell biologisch abbaubare Materialien verstärkt in den Fokus der Kunststoffindustrie. Entscheidend ist dabei nicht allein die Wahl des Materials, sondern insbesondere das Zusammenspiel von Verarbeitung, Struktur und resultierenden Eigenschaften.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer CCPE untersuchten systematisch den Einfluss von Verarbeitung und Materialzusammensetzung auf die Eigenschaften von PBSA (Polybutylensuccinat-co-adipat)-/PLA (Polymilchsäure)-Blendfolien.

Kunststoff-Blends für anwendungsspezifische Eigenschaftsprofile
Die Studie zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen Verarbeitung, Mikrostruktur und mechanischem Verhalten. Sowohl Flachfolien als auch Blasfolien weisen auf der Mikroskala eine lamellenartige Blendmorphologie auf, unterscheiden sich jedoch auf der Nanoskala. In Flachfolien führt die Verarbeitung zu einer Orientierung der teilkristallinen PBSA-Strukturen, während in Blasfolien keine vergleichbare kristalline Vorzugsorientierung zu beobachten ist. Die beiden untersuchten Folientypen decken damit einen breiten Bereich an Steifigkeit und Festigkeit ab und erreichen Eigenschaftsniveaus, die zur Substitution typischer Polyolefine relevant sind.

Gezielte Eigenschaftseinstellung für industrielle Anwendungen
Für Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette – von der Compoundierung über die Folienextrusion bis hin zur Verpackungsentwicklung – zeigen die Ergebnisse, dass sich die Eigenschaften von PBSA/PLA-Blends gezielt für die Material- und Prozessentwicklung einstellen lassen. Damit wird es möglich, das Substitutionspotenzial gegenüber etablierten Materialien wie High-Density Polyethylen (HDPE) differenziert zu bewerten und anwendungsspezifisch auszulegen. Da die Verarbeitung auf industrienahen Anlagen erfolgte, sind die gewonnenen Erkenntnisse direkt auf reale Produktionsbedingungen übertragbar und bieten eine belastbare Grundlage für Entwicklungsentscheidungen.

Gleichzeitig wird deutlich, dass für eine breite industrielle Anwendung weitere Entwicklungen erforderlich sind, um die konkreten Anwendungen zur Marktreife zu bringen. Fraunhofer LBF und Fraunhofer IAP suchen dafür den Austausch mit Unternehmen und Partnern, die die veröffentlichten Ergebnisse direkt nutzen oder in Folgeprojekten an Themen wie Materialoptimierung, Verarbeitbarkeit, Anwendungsprüfung oder Skalierung anknüpfen möchten.

Veröffentlichung
Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Polymers veröffentlicht: Guru Geertz et al., From Film Processing to Microphase Orientation: Structure–Property Relationships in Commercial PBSA/PLA Blend Films, Polymers 2026, 18, 761.
DOI: 10.3390/polym18060761

Weitere Informationen:
Fraunhofer CCPE Polyolefine Kunststoffe
Quelle:

Fraunhofer CCPE 

V.l.n.r.: Yusuf Azrak, Sales Agent Ilyas F. Azrak A.S.; Tobias Schäfer, Vice President ANDRITZ Nonwoven & Textile; Sami Azrak, Sales Agent Samec; Zafer Kutanoglu, Chairman of Aksan Kozmetik A.S.; Servet Gerz, General Manager of Aksan Kozmetik A.S. Foto: (c) Andritz
V.l.n.r.: Yusuf Azrak, Sales Agent Ilyas F. Azrak A.S.; Tobias Schäfer, Vice President ANDRITZ Nonwoven & Textile; Sami Azrak, Sales Agent Samec; Zafer Kutanoglu, Chairman of Aksan Kozmetik A.S.; Servet Gerz, General Manager of Aksan Kozmetik A.S.
19.05.2026

Aksan Kozmetik A.S. bestellt Hochleistungs-Spunlace-Anlage bei ANDRITZ

Das türkische Unternehmen Aksan Kozmetik A.S. hat den internationalen Technologiekonzern ANDRITZ mit der Lieferung einer Spunlace-Anlage mit hoher Kapazität beauftragt. Die Investition unterstützt die Strategie von Aksan Kozmetik A.S., die Produktion durch die eigene Herstellung von Vliesstoffrollen vertikal zu integrieren. Dieser Schritt stärkt die Marktposition des Unternehmens, da so ein zuverlässiger Zugang zu hochwertiger Rollenware sichergestellt wird, die auf die eigenen Weiterverarbeitungsprozesse zugeschnitten ist. 

Der Auftrag ist im Auftragseingang von ANDRITZ für das vierte Quartal 2026 enthalten. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2027 geplant. 

Das türkische Unternehmen Aksan Kozmetik A.S. hat den internationalen Technologiekonzern ANDRITZ mit der Lieferung einer Spunlace-Anlage mit hoher Kapazität beauftragt. Die Investition unterstützt die Strategie von Aksan Kozmetik A.S., die Produktion durch die eigene Herstellung von Vliesstoffrollen vertikal zu integrieren. Dieser Schritt stärkt die Marktposition des Unternehmens, da so ein zuverlässiger Zugang zu hochwertiger Rollenware sichergestellt wird, die auf die eigenen Weiterverarbeitungsprozesse zugeschnitten ist. 

Der Auftrag ist im Auftragseingang von ANDRITZ für das vierte Quartal 2026 enthalten. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2027 geplant. 

Die neXline spunlace Anlage ist auf einen Betrieb mit hoher Kapazität und auf gleichbleibende Vliesqualität ausgelegt. Sie ist mit TT-Krempeln von ANDRITZ ausgestattet, die auf dem internationalen Feuchttüchermarkt für ihre Leistung bekannt sind. „Mit der Anlage werden Feuchttücher mit einem Flächengewicht von 30 bis 80 g/m² hergestellt, die den Anforderungen des lokalen Marktes entsprechen und eine große Vielfalt an Fasermischungen ermöglichen“, erklärt Servet Gerz, Geschäftsführer von Aksan Kozmetik A.S. 

Zafer Kutanoglu, Vorsitzender von Aksan Kozmetik A.S., ergänzt: „Mit dieser Investition gehen wir einen wichtigen Schritt in Richtung der eigenen Produktion von Stammrollen. Die Hochleistungs-Spunlace-Technologie und die bewährten TT-Krempel von ANDRITZ unterstützen uns dabei, eine gleichbleibende Qualität zu gewährleisten und schnell auf die sich ändernde Marktnachfrage in der Türkei zu reagieren. Nach Inbetriebnahme dieser Anlage werden wir umgehend eine zweite bestellen.“ 

Aksan Kozmetik A.S. mit Sitz in Istanbul zählt zu den führenden Herstellern von Feuchttüchern in der Türkei. Das Unternehmen beliefert Kunden im ganzen Land sowie im gesamten Nahen Osten mit einem breiten Sortiment an Hygieneprodukten und Feuchttüchern.

Quelle:

Andritz

12.05.2026

„Digitale Transformation gelingt nur mit MedTech“

Für die digitale Transformation der Gesundheitsversorgung müssen digitale, datengetriebene Medizinprodukte aktiv und frühzeitig im Prozess eingebunden werden. Das fordert der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) in einem neuen, umfassenden Positionspapier „Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung“. „Eine umfassende Digitalisierung der Gesundheitsversorgung gelingt nur mit MedTech. Dazu müssen Schrittinnovationen und KI-basierte MedTech-Lösungen mitbedacht werden“, so BVMed-Digitalexpertin Natalie Gladkov.

Moderne, datengetriebene MedTech-Lösungen spielen bei der digitalen Transformation eine wesentliche Rolle und können die Gesundheitsversorgung grundlegend verbessern – „wenn Daten kontinuierlich verfügbar sind und Versorgungsprozesse neu gedacht werden“, so Gladkov. Doch regulatorische Vorgaben, die sektorale Strukturen und tradierte Vergütungssysteme fortschreiben, erschweren die Transformation hin zur einer smarten Gesundheitsversorgung. 

Für die digitale Transformation der Gesundheitsversorgung müssen digitale, datengetriebene Medizinprodukte aktiv und frühzeitig im Prozess eingebunden werden. Das fordert der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) in einem neuen, umfassenden Positionspapier „Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung“. „Eine umfassende Digitalisierung der Gesundheitsversorgung gelingt nur mit MedTech. Dazu müssen Schrittinnovationen und KI-basierte MedTech-Lösungen mitbedacht werden“, so BVMed-Digitalexpertin Natalie Gladkov.

Moderne, datengetriebene MedTech-Lösungen spielen bei der digitalen Transformation eine wesentliche Rolle und können die Gesundheitsversorgung grundlegend verbessern – „wenn Daten kontinuierlich verfügbar sind und Versorgungsprozesse neu gedacht werden“, so Gladkov. Doch regulatorische Vorgaben, die sektorale Strukturen und tradierte Vergütungssysteme fortschreiben, erschweren die Transformation hin zur einer smarten Gesundheitsversorgung. 

Damit Innovationen tatsächlich in der Versorgung ankommen, beschreibt der BVMed in seinem Positionspapier vier Handlungsfelder, die jeweils mit konkreten Lösungsvorschlägen und Gesetzesänderungen versehen sind:

1. Daten besser verfügbar machen

  • In einem neuen Primärversorgungssystem sollte die digitale Ersteinschätzung so entwickelt werden, dass künftig auch Echtzeitdaten für eine valide Ersteinschätzung genutzt werden können.
  • Für „Digital Twin Technologien“ sollten pseudonymisierte Behandlungsdaten nutzbar gemacht werden. Denn Simulationen anhand von vorhandenem Bildmaterial können invasive Diagnostik verhindern oder Therapieschritte vorbereiten. 
  • Das Einwilligungsmanagement zur Datennutzung im Behandlungsablauf sollte bundesweit vereinheitlicht werden und auf einer einheitlichen Interpretation der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) basieren.
  • Für die Verbesserung von Produkten und Services braucht die Industrie Zugang zu Gesundheitsdaten und teilt selbst auch ihre Daten. Dabei sind allerdings IP-Rechte zu beachten, gerade bei Medizinprodukten.

2. Internationale Standards für Datenformate und -sicherheit verwenden

  • Datengenerierende Medizinprodukte erheben Messwerte, die sie algorithmisch in gängige Datenformate zur Beschreibung der Physiologie verwandeln. Beim Bereitstellen von Daten ist der Schutz der Daten der algorithmischen Verarbeitung ein wichtiger Aspekt der IP-Rechte, um Rückschlüsse auf die Funktionsweise der verbauten Messtechnik zu verhindern.
  • Standardisierte Datenformate sollten europaweit einheitlich auf den EHDS-Standards beruhen, um keine landesspezifischen Datenformate ergänzen zu müssen.
  • Datensicherheit sollte europaweit einheitlich zertifiziert und das Zertifikat entsprechend anerkannt werden. Ergänzende nationale Zertifikate sollten entfallen.

3. Digitale Versorgung besser etablieren

  • Statt weiterer Restriktionen für DiGA und DiPA braucht es förderliche Rahmenbedingungen, um digitale Produkte auf den Markt zu bringen.
  • Digitale Medizinprodukte, die keine DiGA sind und ein geringes Risiko haben, sollten eine den digitalen Anforderungen angepasste eigene Form der Nutzenbewertung erhalten.
  • Methodenbewertung und Vergütung sollten Schrittinnovationen bei Medizinprodukten besser berücksichtigen, sofern die Vorteile nachgewiesen sind. 
  • Die Qualitätsvorteile von assistierender Künstlicher Intelligenz (KI) sollten auch in der Vergütung berücksichtigt werden. In einem ersten Schritt sollte die Verwendung von KI ergänzend dokumentiert werden, um den Einsatz auch für die Forschung erkennbar zu machen.
  • Die Elektronische Patientenakte (ePA) sollte zu einer Datenplattform mit Anschluss für alle Gesundheitsberufe und sonstigen Leistungserbringer weiterentwickelt werden. Hilfsmittel-Leistungserbringer arbeiten mit qualifizierten Fachkräften bei den Patient:innen in der Häuslichkeit. Bisher ist aber für sie kein Zugang zu den Informationen in der ePA vorgesehen – auch keine Schreibrechte, um wichtige Hinweise für die weitere Behandlung zu geben.

4. Digitale Versorgungspfade umsetzen

  • Für die digitalen Versorgungsangebote, die mehr als nur eine Prozedur oder ein Hilfsmittel sind, braucht es Zugangswege in die Regelversorgung, die den Anforderungen digitaler Versorgung und digitaler Produkte gerecht werden. 
  • Digitale Versorgung kann bisherige Sektorengrenzen überwinden, braucht dafür aber andere Vergütungs- und Erstattungsbedingungen.
  • Mit dem Telemonitoring Herzinsuffizienz wird nur ein kleiner Teil der Patient:innen erreicht. Für Telemonitoring-Lösungen sollten Regeln etabliert werden, die neue Ansätze einfach in die Versorgung aufnehmen können. 
  • Im Zuge der Umsetzung des European Health Data Space (EHDS) muss es auch gelingen, Informationen über datengenerierende Devices in der ePA aufzufinden und somit einen Zugang zu Daten herzustellen. Dafür müssen datengenerierende Devices im ersten Schritt in der ePA erkennbar werden. 
  • Digitale Versorgung, die verschiedene Sektoren und Gesundheitsberufe erfasst oder den Behandlungspfad grundlegend verändert, braucht eine neue Form der Nutzenbewertung, die neben den klassischen Sektoren der Selbstverwaltung auch neue Beteiligte einbezieht.

Das Fazit von BVMed-Digitalexpertin Natalie Gladkov: „Die smarte Gesundheitsversorgung entsteht nicht durch einzelne Innovationen, sondern durch das Zusammenspiel von Daten, Vernetzung und KI. Die Zukunft der Versorgung ist möglich – jetzt muss das System folgen.“

 

Quelle:

Bundesverband Medizintechnologie BVMed

Erste Leichtbauprofile aus Hanfbast wurden im Versuch bereits erfolgreich umgesetzt und 2026 auf der AGRA so wie auf der  Techtextil präsentiert. Foto: STFI
Erste Leichtbauprofile aus Hanfbast wurden im Versuch bereits erfolgreich umgesetzt und 2026 auf der AGRA so wie auf der Techtextil präsentiert.
06.05.2026

Faserverstärkte Kunststoffe: Regionaler Hanfbast für Leichtbauprofile

Der Anbau von Faserhanf für die Herstellung von Seilen und Bekleidung hat in Sachsen eine lange Tradition. Aufgrund seiner hervorragenden Fasereigenschaften eignet er sich auch als nachwachsender Rohstoff für die Verstärkung in Faserverbundwerkstoffen. Am STFI und IWU in Chemnitz erforscht man derzeit im Projekt CannaPul, wie eine regionale Wertschöpfungskette für hanfbasierte Leichtbauprofile umgesetzt werden kann. Dafür werden die prozesstechnische Verarbeitung der Hanffasern zu endlosen Fasersträngen und die Einbettung dieser in eine geeignete biobasierte Matrix untersucht. 

Der Anbau von Faserhanf für die Herstellung von Seilen und Bekleidung hat in Sachsen eine lange Tradition. Aufgrund seiner hervorragenden Fasereigenschaften eignet er sich auch als nachwachsender Rohstoff für die Verstärkung in Faserverbundwerkstoffen. Am STFI und IWU in Chemnitz erforscht man derzeit im Projekt CannaPul, wie eine regionale Wertschöpfungskette für hanfbasierte Leichtbauprofile umgesetzt werden kann. Dafür werden die prozesstechnische Verarbeitung der Hanffasern zu endlosen Fasersträngen und die Einbettung dieser in eine geeignete biobasierte Matrix untersucht. 

Die Ausgangslage 
Faserverstärkte Kunststoffe sind Werkstoffe, die aus Verstärkungsfasern und einer Kunststoffmatrix bestehen und sich als vielseitige und leistungsfähige Materialien mit hoher Festigkeit und Steifigkeit etabliert haben. Das Pultrusionsverfahren (Strangziehen) ist ein kontinuierliches Herstellungsverfahren für faserverstärkte Kunststoffe, bei dem hochwertige Profile entstehen. Endlose Faserstränge aus Glas-, Carbon- oder Naturfasern, sogenannte Rovings, werden durch ein duroplastisches Harzbad in eine beheizte Form gezogen und thermisch ausgehärtet. Es entstehen hochwertige Profile mit konstantem Quer schnitt, hoher Festigkeit und geringem Gewicht, die sich ideal für Anwendungen eignen, die Leichtigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Haltbarkeit erfordern. Die erdölbasierten Komponenten sollen perspektivisch durch biobasierte Rohstoffe substituiert werden. Das Entwicklungsziel Die zentrale Herausforderung im Forschungsprojekt CannaPul ist die Entwicklung und die Anwendung von biobasierten, regional verfügbaren Werkstoffen. Ziel ist die Herstellung endlosfaserverstärkter Profilstrukturen aus Hanfbastfasern in Kombination mit biobasierter thermoplastischer Matrix. Voraussetzung dafür ist einerseits die Bereitstellung von geeigneten Naturfasersträngen aus dem nachwachsen den regionalen Rohstoff Hanfbast. Zum anderen erfordert der Prozess das Aufbringen einer thermoplastischen Biopolymermatrix mit niedriger Viskosität und entsprechend hoher Fließfähigkeit sowie einer niedrigen Schmelztemperatur, um eine thermische Schädigung oder ein Verbrennen der Hanffasern zu vermeiden. 

Die Kooperation 
Projektbeteiligte bei CannaPul sind das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V. Chemnitz (STFI) und das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU Chemnitz (IWU). Das STFI untersucht die textiltechnische Verarbeitung von hochfesten Hanfbaststreifen zu endlosen Fasersträngen und stellt im Ergebnis biobasierte Bewehrungsfasern für den Pultrusionsprozess bereit. Die abgeschälten Hanfbaststreifen werden durch einen Fibrillierprozess vereinzelt und gleichmäßig als Band abgelegt. Das Band wird durch einen Ummantelungsprozess zugfest stabilisiert und als Garn bereitgestellt.

Das IWU kümmert sich um die zahlreichen Herausforderungen beim Prozess der Pultrusion. Hierbei gilt es die Viskosität der Schmelze und die Verarbeitungstemperatur von Thermoplast auf das biogene Fasermaterial abzustimmen. 

Der Prozess
Bei der Pultrusion wird die thermoplastische Schmelze aus Granulaten erzeugt. Die Herausforderung besteht dabei in der vollständigen Imprägnierung der Fasern sowie einer gleichmäßigen Faserverteilung. Gleichzeitig soll ein Faservolumenanteil von mindestens 50% erreicht werden, um hohe mechanische Kennwerte, insbesondere eine hohe spezifische (gewichtsbezogene) Zugfestigkeit, sicherzustellen. Bei einer Warenabzugsgeschwindigkeit von bis zu 1000 mm/min ist während der Pultrusion eine Querschnittsfläche von 20 mm² zuverlässig und vollständig mit der thermoplastischen Schmelze zu imprägnieren. 

Heike Metschies, Projektleiterin am STFI, hält fest: „Erste Ergebnisse liegen bereits in Form von rechteckigen Profilen mit Hanfbewehrung und thermoplastischer Matrix vor. Diese konnten wir auf der AGRA 26 in Leipzig u.a. dem Sächsischen Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft Georg-Ludwig von Breitenbuch vorstellen und auf der Techtextil in Frankfurt am Main einem großen Fachpublikum präsentieren.“

Quelle:

Sächsisches Textilforschungsinstitut

04.05.2026

Marktstudie zu Thermoplastischen Composites

European Alliance for Thermoplastic Composites (EATC) veröffentlicht umfassende Studie zu Markt, Anwendungen und Perspektiven thermoplastischer Composites. Thermoplastische faserverstärkte Kunststoffe – auch thermoplastische Composites genannt – gewinnen in zahlreichen Industriebranchen zunehmend an Bedeutung. Von der Automobilindustrie über Luft- und Raumfahrt bis hin zu Bauwesen sowie Sport- und Freizeitprodukten überzeugen sie durch ihre Kombination aus hoher Festigkeit, geringem Gewicht und guten Recyclingperspektiven. Damit gelten sie als Schlüsselmaterial für nachhaltige und leistungsfähige Leichtbaulösungen.

Vor diesem Hintergrund hat die European Alliance for Thermoplastic Composites (EATC) eine neue Marktstudie zum europäischen Markt für thermoplastische Faserverbundwerkstoffe in Auftrag gegeben und fachlich begleitet. Ziel der Studie ist es, einen systematischen Überblick über den Status quo, die Entwicklung sowie die zukünftigen Chancen dieses dynamischen Werkstoffsegments zu geben.

European Alliance for Thermoplastic Composites (EATC) veröffentlicht umfassende Studie zu Markt, Anwendungen und Perspektiven thermoplastischer Composites. Thermoplastische faserverstärkte Kunststoffe – auch thermoplastische Composites genannt – gewinnen in zahlreichen Industriebranchen zunehmend an Bedeutung. Von der Automobilindustrie über Luft- und Raumfahrt bis hin zu Bauwesen sowie Sport- und Freizeitprodukten überzeugen sie durch ihre Kombination aus hoher Festigkeit, geringem Gewicht und guten Recyclingperspektiven. Damit gelten sie als Schlüsselmaterial für nachhaltige und leistungsfähige Leichtbaulösungen.

Vor diesem Hintergrund hat die European Alliance for Thermoplastic Composites (EATC) eine neue Marktstudie zum europäischen Markt für thermoplastische Faserverbundwerkstoffe in Auftrag gegeben und fachlich begleitet. Ziel der Studie ist es, einen systematischen Überblick über den Status quo, die Entwicklung sowie die zukünftigen Chancen dieses dynamischen Werkstoffsegments zu geben.

Fokus auf Marktstruktur, Anwendungen und Wachstumstreiber
Die Studie analysiert die grundlegenden Materialeigenschaften thermoplastischer Composites und zeigt die Vorteile ihres Einsatzes gegenüber alternativen Werkstoffen auf. Darüber hinaus werden Unterschiede zwischen verschiedenen Materialklassen herausgearbeitet sowie die historische Entwicklung ihrer industriellen Nutzung dargestellt.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung des aktuellen europäischen Marktvolumens sowie der heute dominierenden Anwendungsfelder. Ergänzend identifiziert die Studie zukünftige Marktpotenziale auf Basis relevanter makroökonomischer Einflussfaktoren.

Im Fokus: LFT, GMT und CFRTP
Betrachtet werden insbesondere LFT (long fiber-reinforced thermoplastics), GMT (glass mat-reinforced thermoplastics) und CFRTP (continuous fiber-reinforced thermoplastics).

Diese Werkstoffgruppen spielen eine zentrale Rolle für moderne Strukturbauteile mit hohen mechanischen Anforderungen. Sie verbinden die Vorteile thermoplastischer Matrizes – wie kurze Zykluszeiten, effiziente Verarbeitung und neue Fertigungsmöglichkeiten – mit der Leistungsfähigkeit verstärkender Fasern.

Strategischer Werkstoff für Europas Industrie
Die Ergebnisse der Studie unterstreichen die wachsende strategische Bedeutung thermoplastischer Verbundwerkstoffe für den Industriestandort Europa. Insbesondere in Zeiten steigender Anforderungen an Ressourceneffizienz, CO₂-Reduktion und Kreislaufwirtschaft bieten thermoplastische Composites großes Potenzial für innovative Produktlösungen.

Bezugsmöglichkeit
Die Studie ist ab sofort im PDF-Format per Vorkasse über die AVK erhältlich.
EATC- und AVK-Mitglieder erhalten die Studie für EUR 149,- (zzgl. MwSt.), für Nicht-Mitglieder steht die Studie zu einem Preis von EUR 349,- (zzgl. MwSt.) zum Verkauf.

28.04.2026

Autoneum Holding AG: Dividende 3.20 CHF pro Aktie

Die Generalversammlung stimmt allen Anträgen einschließlich der Erhöhung der Ausschüttung auf insgesamt 3.20 CHF pro Aktie zu: Die Aktionärinnen und Aktionäre der Autoneum Holding AG haben auf der ordentlichen Generalversammlung allen Anträgen des Verwaltungsrats zugestimmt. Für das Geschäftsjahr 2025 wurde eine Ausschüttung von insgesamt 3.20 CHF pro Aktie genehmigt. 

205 Aktionärinnen und Aktionäre nahmen an der ordentlichen Generalversammlung der Autoneum Holding AG in Winterthur teil. Insgesamt waren 62,09 Prozent des Aktienkapitals durch die anwesenden Aktionärinnen und Aktionäre oder den unabhängigen Stimmrechtsvertreter vertreten. 

Verwaltungsratspräsident Hans Peter Schwald verwies in seiner Rede auch auf das 15 jährige Bestehen von Autoneum: „Autoneum hat sich in dieser Zeit erfolgreich als globaler Markt  und Technologieführer etabliert, die Präsenz in Asien ausgebaut, das Portfolio kontinuierlich weiterentwickelt, die vertikale Integration gestärkt und zugleich eine starke, eigenständige Unternehmenskultur aufgebaut.“ 

Die Generalversammlung stimmt allen Anträgen einschließlich der Erhöhung der Ausschüttung auf insgesamt 3.20 CHF pro Aktie zu: Die Aktionärinnen und Aktionäre der Autoneum Holding AG haben auf der ordentlichen Generalversammlung allen Anträgen des Verwaltungsrats zugestimmt. Für das Geschäftsjahr 2025 wurde eine Ausschüttung von insgesamt 3.20 CHF pro Aktie genehmigt. 

205 Aktionärinnen und Aktionäre nahmen an der ordentlichen Generalversammlung der Autoneum Holding AG in Winterthur teil. Insgesamt waren 62,09 Prozent des Aktienkapitals durch die anwesenden Aktionärinnen und Aktionäre oder den unabhängigen Stimmrechtsvertreter vertreten. 

Verwaltungsratspräsident Hans Peter Schwald verwies in seiner Rede auch auf das 15 jährige Bestehen von Autoneum: „Autoneum hat sich in dieser Zeit erfolgreich als globaler Markt  und Technologieführer etabliert, die Präsenz in Asien ausgebaut, das Portfolio kontinuierlich weiterentwickelt, die vertikale Integration gestärkt und zugleich eine starke, eigenständige Unternehmenskultur aufgebaut.“ 

CEO Eelco Spoelder erläuterte die wichtigsten Ereignisse des Geschäftsjahres 2025 und führte aus: „Auch wenn die Automobilindustrie zuletzt viele negative Schlagzeilen gemacht hat, hat sich Autoneum positiv entwickelt. Dank unserer klaren Strategie, der breiten Kundenbasis, unserer engagierten Mitarbeitenden sowie der hohen Antriebsunabhängigkeit unserer Produkte und Technologien blicken wir zuversichtlich in die Zukunft.“ 

Die Aktionärinnen und Aktionäre genehmigten den Jahresbericht 2025 einschließlich der Konzern und Jahresrechnung. Ebenfalls angenommen wurde der Antrag des Verwaltungsrats, aufgrund des positiven Konzernergebnisses eine Ausschüttung von insgesamt 3.20 CHF je Namenaktie für das Geschäftsjahr 2025 auszuschütten. Ab dem 5. Mai 2026 werden eine Dividende von 1.60 CHF unter Abzug von 35 Prozent eidgenössischer Verrechnungssteuer sowie eine verrechnungssteuerfreie Rückzahlung aus Kapitaleinlagereserven von CHF 1.60 ausbezahlt. 

Hans-Peter Schwald bleibt Präsident des Verwaltungsrats. Liane Hirner, Norbert Indlekofer, Martin Klöti, Michael Pieper und Oliver Streuli bestätigten die Aktionärinnen und Aktionäre für eine weitere Amtsdauer als Mitglieder des Verwaltungsrats. Yanni von Roy-Jiang, seit 2025 Mitglied des Verwaltungsrats sowie des Strategie- und Nachhaltigkeitsausschusses, stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl. 

In den Vergütungsausschuss wählten die Aktionärinnen und Aktionäre erneut Hans-Peter Schwald, Norbert Indlekofer und Oliver Streuli. Die KPMG AG, Zürich, fungiert weiterhin als Revisionsstelle; ebenso bestätigten die Aktionärinnen und Aktionäre Ulrich B. Mayer für ein weiteres Jahr als unabhängigen Stimmrechtsvertreter.

Die Aktionärinnen und Aktionäre erteilten sämtlichen Mitgliedern des Verwaltungsrats und der Konzernleitung mit über 99,35 Prozent der Stimmen Entlastung. Die Konsultativabstimmungen über den Vergütungsbericht 2025 sowie den Corporate Responsibility Report erzielten Zustimmungswerte von 86,62 Prozent beziehungsweise 95,53 Prozent. Die Anträge zur maximalen Vergütung des Verwaltungsrats und der Konzernleitung für das Geschäftsjahr 2027 wurden ebenfalls mit grosser Mehrheit angenommen. 

Quelle:

Autoneum Holding AG