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Marktreife Schutztextilien für Defence-Anwendungen Foto: Messe Frankfurt / Jean-Luc Valentin
24.03.2026

Marktreife Schutztextilien für Defence-Anwendungen auf der Techtextil 2026

Die EU-Verteidigungsausgaben erreichten 2025 mit rund 381 Milliarden Euro einen Höchststand. Den Stellenwert von Textilinnovationen in diesem Umfeld belegt das Work Programme 2026 des European Defence Funds: Es definiert „Smart and multifunctional textiles“ als eigenes Themenfeld. Vom 21. bis 24. April 2026 präsentieren mehr als 10 Prozent der über 1.500 Aussteller in Frankfurt am Main Materialinnovationen für Schutztextilien.

Für Produktentwickler und OEM-Hersteller entscheidet sich die Leistungsfähigkeit persönlicher Schutzausrüstung in der textilen Wertschöpfungskette. Gefragt sind Materialien, die ballistischen Schutz, Flammschutz und extreme Belastbarkeit sichern – ohne Abstriche bei Komfort und Ergonomie. Zugleich steigern Regularien wie die PFAS-Beschränkung den Bedarf nach Alternativen für wasser-, öl- und schmutzabweisende Ausrüstungen. 

Die EU-Verteidigungsausgaben erreichten 2025 mit rund 381 Milliarden Euro einen Höchststand. Den Stellenwert von Textilinnovationen in diesem Umfeld belegt das Work Programme 2026 des European Defence Funds: Es definiert „Smart and multifunctional textiles“ als eigenes Themenfeld. Vom 21. bis 24. April 2026 präsentieren mehr als 10 Prozent der über 1.500 Aussteller in Frankfurt am Main Materialinnovationen für Schutztextilien.

Für Produktentwickler und OEM-Hersteller entscheidet sich die Leistungsfähigkeit persönlicher Schutzausrüstung in der textilen Wertschöpfungskette. Gefragt sind Materialien, die ballistischen Schutz, Flammschutz und extreme Belastbarkeit sichern – ohne Abstriche bei Komfort und Ergonomie. Zugleich steigern Regularien wie die PFAS-Beschränkung den Bedarf nach Alternativen für wasser-, öl- und schmutzabweisende Ausrüstungen. 

Für Beschaffungsverantwortliche, Einkäufer und technische Leiter bei Systemanbietern rückt die industrielle Umsetzbarkeit in den Fokus. Sie benötigen marktreife Materialien und textile Komponenten, die sich normgerecht, reproduzierbar und in belastbaren Stückzahlen verarbeiten lassen – etwa für ballistische Schutzsysteme oder ABC-Schutzbekleidung.

Die Techtextil bietet Entscheidern aus dem Defence-Bereich einen Marktüberblick, um sich strategisch im wachsenden Markt für Schutztextilien zu positionieren. Mehr als 150 spezialisierte Aussteller bilden das technologische Fundament: von Faserinnovationen für Entwickler und Hersteller bis zu fertigen Materialien für die Beschaffung.  So präsentiert die Lenzing Group inhärent flammhemmende Cellulosefasern, die Hitze- und Flammschutz direkt in der Faser verankern.: HS Hyosung Advanced Materials zeigt Hochleistungsgarne aus synthetischen Polymeren.

Parallel schlägt die Texprocess mit rund 200 Ausstellern die Brücke zum Finishing und der industriellen Verarbeitung. Zusammen vereinen beide Veranstaltungen mehr als 1.700 Aussteller auf dem Frankfurter Messegelände.

„Die Anforderungen an Schutzgewebe gleichen sich in vielen Anwendungsfeldern zunehmend an: geringes Gewicht, hohe Robustheit, Klimakomfort und reproduzierbare Verarbeitung“, erklärt Lotje Oosterlinck, Product Manager Workwear Concordia Textiles. „Entscheidend wird die Fähigkeit, Materiallösungen über unterschiedliche Schutzdomänen hinweg zu entwickeln und in industrielle Prozesse zu überführen.”

Industrielle Skalierbarkeit: von der Vorstufe zum Schutzsystem
Im Bereich „Performance Apparel Textiles“ bündeln rund 150 Aussteller konkrete Applikationen für Schutzbekleidung – erlebbar im Live-Format „Performance Apparels on Stage.“ Die Basis bildet das neue Segment „Textile Chemicals & Dyes“: Über 30 Aussteller vernetzen hier die Chemie-Vorstufe direkt mit der textilen Anwendung.

Als essenzielle mechanische Bausteine für diese Schutzlösungen liefern zudem Spezialisten wie die Güth & Wolf GmbH, JUMBO-Textil GmbH & Co. KG und Otto Stockmayer & Sohn GmbH hochbelastbare Schmaltextilien, Bänder und Gewirke.

„Im Bereich der Schutztextilien entscheidet nicht allein eine neue Faser oder ein neues Finish über die Marktrelevanz. Gerade für anspruchsvolle Anwendungen werden Testbarkeit, Reproduzierbarkeit und die sichere Überführung in industrielle Prozesse zum eigentlichen Innovationsmaßstab“, sagt Dr. Heike Illing-Günther, Geschäftsführung Sächsisches Textilforschungsinstitut.

Mit Praxis-Insights von NASA-Expertinnen und -Experten und Schwerpunkten wie „Textile Intelligence“ sowie „Resilient Textiles“ adressiert das Techtextil Forum die operativen Bedarfe der Branche: smarte Funktionen, materialseitige Resilienz und die schnelle Überführung vom Konzept in die skalierbare Anwendung.