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07.03.2025

Kreislaufwirtschaft unter Druck: bvse fordert Konjunkturimpuls

Welche Impulse braucht die Branche? Und welche Weichen muss die neue Regierung stellen, um Recycling und Ressourcenschonung voranzubringen? Ein Gespräch mit Eric Rehbock, Hauptgeschäftsführer des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung, über Chancen, Herausforderungen und notwendige Reformen.

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist angespannt und die Kreislaufwirtschaft bekommt das zunehmend zu spüren. Welche Impulse braucht die Branche? Und welche Weichen muss die neue Regierung stellen, um Recycling und Ressourcenschonung voranzubringen? Ein Gespräch mit Eric Rehbock, Hauptgeschäftsführer des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung, über Chancen, Herausforderungen und notwendige Reformen.

Wie stellt sich die wirtschaftliche Lage der Branche dar?
Eric Rehbock: "Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist alarmierend und die Kreislaufwirtschaft bleibt davon nicht verschont. Besonders das Kunststoffrecycling leidet unter einer massiven Nachfrageschwäche. Es ist offensichtlich: Die Konjunktur muss dringend wieder in Schwung kommen, damit sich auch die Recyclingbranche erholen kann."

Welche Impulse braucht die Branche? Und welche Weichen muss die neue Regierung stellen, um Recycling und Ressourcenschonung voranzubringen? Ein Gespräch mit Eric Rehbock, Hauptgeschäftsführer des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung, über Chancen, Herausforderungen und notwendige Reformen.

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist angespannt und die Kreislaufwirtschaft bekommt das zunehmend zu spüren. Welche Impulse braucht die Branche? Und welche Weichen muss die neue Regierung stellen, um Recycling und Ressourcenschonung voranzubringen? Ein Gespräch mit Eric Rehbock, Hauptgeschäftsführer des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung, über Chancen, Herausforderungen und notwendige Reformen.

Wie stellt sich die wirtschaftliche Lage der Branche dar?
Eric Rehbock: "Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist alarmierend und die Kreislaufwirtschaft bleibt davon nicht verschont. Besonders das Kunststoffrecycling leidet unter einer massiven Nachfrageschwäche. Es ist offensichtlich: Die Konjunktur muss dringend wieder in Schwung kommen, damit sich auch die Recyclingbranche erholen kann."

Kann das Sondervermögen „Infrastruktur“ hier eine Initialzündung sein?
Eric Rehbock: "Seit drei Jahren tritt die Wirtschaft auf der Stelle: Die Nachfrage ist schwach, Arbeitsplätze gehen verloren, Unternehmen schließen. Besonders betroffen sind Schlüsselindustrien unserer Volkswirtschaft. Deshalb ist es aus unserer Sicht richtig, jetzt mit gezielten Infrastrukturprojekten einen kraftvollen Konjunkturimpuls zu setzen, was insbesondere der schwächelnden Bauwirtschaft zugutekommen wird.

Unsere Branche würde davon profitieren – vor allem, wenn sich das öffentliche Vergabewesen endlich konsequent zur „Grünen Beschaffung“ nach § 45 KrWG bekennt. Es reicht nicht, sich nur verbal zur Nachhaltigkeit zu bekennen, die Vergabeentscheidungen müssen entsprechend ausgerichtet werden. Hier gibt es noch erheblichen Nachholbedarf, und wir werden Fehlverhalten an den Pranger stellen."

Wird die neue Regierungskoalition die Kreislaufwirtschaft stärken?
Eric Rehbock: "Sowohl CDU/CSU als auch SPD bekennen sich zu einer verantwortungsvollen Kreislaufwirtschaft – ein richtiger Schritt. Entscheidend ist nun, Stoffkreisläufe konsequent zu schließen, um Rohstoffe so lange wie möglich im Wirtschaftskreislauf zu halten.

Es gibt bereits Erfolgsgeschichten, etwa beim Recycling von Altpapier, Altglas oder Metallschrotten. Besonders erfreulich ist, dass auch Bauabfälle stärker in den Fokus rücken. Mit rund 200 Millionen Tonnen pro Jahr sind sie der größte Abfallstrom in Deutschland und bieten enormes Potenzial für eine nachhaltige Ressourcennutzung. Wir haben seit zwei Jahren eine Ersatzbaustoffverordnung, nun gilt es endlich, sie auch vollumfänglich umzusetzen."

Worauf sollte die neue Regierung ihren Fokus in der Kreislaufwirtschaft legen?
Eric Rehbock: "Ganz klar auf Recycling und den verstärkten Einsatz von Rezyklaten. Ohne ein funktionierendes Recycling kann es keine echte Kreislaufwirtschaft geben. Sekundärrohstoffe helfen nicht nur, natürliche Ressourcen zu schonen, sondern senken auch den CO₂-Ausstoß erheblich.

Ein Beispiel: Papierproduktion aus Altpapier benötigt etwa ein Drittel weniger Energie als aus Primärrohstoffen. Allerdings ist nicht jedes Recyclingverfahren gleich effizient. Während mechanisches Recycling in vielen Bereichen Vorteile bietet, ist das sogenannte „chemische Recycling“ bei Kunststoffen aufgrund des hohen Energiebedarfs in Sachen Klimaschutz umstritten. Hier braucht es eine klare Differenzierung."

Der bvse hat die Ziele der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) zwar unterstützt, aber oft die vagen Formulierungen kritisiert. Was muss sich ändern?

Eric Rehbock: "Die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie bleibt zu allgemein und verweist oft auf künftige EU-Regelungen – das hilft insbesondere mittelständischen Unternehmen wenig. Zudem wird die Schlüsselrolle des Mittelstands nicht ausreichend anerkannt.

Was fehlt?

  • Gezielte Fördermaßnahmen für das werkstoffliche Recycling.
  • Politische Rückendeckung für Recyclingunternehmen.
  • Beschleunigung und Vereinfachung von Genehmigungsverfahren, die sich durch überlange Prozesse und neue behördliche Anforderungen immer weiter verzögern.

Der bvse fordert die zukünftige Bundesregierung auf, die Kreislaufwirtschaft als eine zentrale Säule der nachhaltigen Rohstoffversorgung zu begreifen. Das bedeutet: Gezielte Maßnahmen zur Stärkung des Mittelstands, eine Förderung innovativer Recyclingprozesse und damit die langfristige Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Branche, die immerhin schon heute über 300.000 Arbeitsplätze stellt."

Quelle:

bvse Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung

Foto Decathlon
06.03.2025

Decathlon Deutschland launcht Shop-in-Shop-Konzept mit Rebike

Der globale Multisportspezialist Decathlon führt ein neues Shop-in-Shop-Konzept ein und wird ausgewählten Markenherstellern und spezialisierten Händlern kleine Verkaufsflächen (sogenannte “Boutiquen”) in den eigenen Stores anbieten. Den Auftakt zu dieser neuen Kooperationsform macht der Münchener E-Bike-Refurbisher Rebike, der bereits seit April 2024 aufbereitete Premium-E-Bikes über den Decathlon Online-Marktplatz vertreibt (zur Pressemitteilung). Mit dem Pilotprojekt “Shop in Shop” führt Decathlon nun ein neues Einkaufserlebnis durch den Verkauf von Rebike-Produkten auf ausgewiesenen Flächen der Decathlon Stores in Weiterstadt (ab 13.03.2025), Hamburg City (ab 25.03.2025)  und Köln-Marsdorf (ab 27.03.2025) ein.
 
Die Rebike-Boutique im Decathlon Store

Sowohl die Beratung als auch der Verkauf der von Rebike angebotenen E-Bikes erfolgt in Köln und Weiterstadt durch die Teams des Premium-Refurbishers. Hierfür werden eigene Kassen und ein eigenständiger Check-Out-Prozess eingesetzt. In Weiterstadt sollen für den Anfang auf knapp 630 m2 bis zu 350 Rebike-Fahrräder verkauft werden. In Köln-Marsdorf werden es ca. 230 Bikes auf knapp 300 m2 sein.

Der globale Multisportspezialist Decathlon führt ein neues Shop-in-Shop-Konzept ein und wird ausgewählten Markenherstellern und spezialisierten Händlern kleine Verkaufsflächen (sogenannte “Boutiquen”) in den eigenen Stores anbieten. Den Auftakt zu dieser neuen Kooperationsform macht der Münchener E-Bike-Refurbisher Rebike, der bereits seit April 2024 aufbereitete Premium-E-Bikes über den Decathlon Online-Marktplatz vertreibt (zur Pressemitteilung). Mit dem Pilotprojekt “Shop in Shop” führt Decathlon nun ein neues Einkaufserlebnis durch den Verkauf von Rebike-Produkten auf ausgewiesenen Flächen der Decathlon Stores in Weiterstadt (ab 13.03.2025), Hamburg City (ab 25.03.2025)  und Köln-Marsdorf (ab 27.03.2025) ein.
 
Die Rebike-Boutique im Decathlon Store

Sowohl die Beratung als auch der Verkauf der von Rebike angebotenen E-Bikes erfolgt in Köln und Weiterstadt durch die Teams des Premium-Refurbishers. Hierfür werden eigene Kassen und ein eigenständiger Check-Out-Prozess eingesetzt. In Weiterstadt sollen für den Anfang auf knapp 630 m2 bis zu 350 Rebike-Fahrräder verkauft werden. In Köln-Marsdorf werden es ca. 230 Bikes auf knapp 300 m2 sein.

Reparaturen durch Decathlons Werkstätten
Seit dem Start des Revice-Projekts fokussiert sich der  Multisportspezialist auf die flächendeckende Ausweitung seines  Reparatur- und Service-Angebots, um sein Nachhaltigkeitsengagement in Deutschland zu forcieren und die  Lebensdauer von Produkten zu verlängern. Rebike-Kund:innen  können bequem den After Sales Service von Decathlon nutzen, um  notwendige Reparatur- und Wartungsservices ihrer Fahrräder und E-Bikes durchführen zu lassen.
 
Decathlon setzt auf Kreislaufwirtschaft und Service

Die Zusammenarbeit mit Rebike ermöglicht es Decathlon, seinen Kundinnen und Kunden aktuelle Brands und somit ein breiteres Produktsortiment anbieten zu können. Dies ist kohärent mit der Unternehmensstrategie, das Segment Mobility stärker in den Fokus zu nehmen und eine neue Klientel anzusprechen. Durch den starken Reparaturansatz des Multisportanbieters und die City Werkstätten schafft es Decathlon, den Full Service rund um das Thema E-Bike komplett abzudecken.
Die Kooperation mit Rebike stärkt auch den strategischen Ansatz für die Senkung der absoluten CO2-Emissionen:

2024 kündigte der Sportartikelriese eine Reparatur-Offensive an: In Deutschland sollen 10 neue City Werkstätten an zentralen Knotenpunkten eröffnet werden, die die Reparaturdauer für Kund:innen und Transportwege verkürzen, und ein umfassendes Reparaturangebot für Sportequipment bieten sollen.

Weitere Informationen:
Decathlon Shop-in-Shop Rebike
Quelle:

Decathlon

Der Tx330-1800B ist eine platzsparende Lösung mit zusätzlicher Stabilität für das Bedrucken von komplexen Stoffen. (c) Mimaki Europe
Der Tx330-1800B ist eine platzsparende Lösung mit zusätzlicher Stabilität für das Bedrucken von komplexen Stoffen.
06.03.2025

Mimaki: Neue wasserlose Textildirektdrucker für On-Demand-Produkte

Mimaki Europe, ein führender Anbieter von industriellen Tintenstrahldruckern, Schneideplottern und 3D-Druckern, stellt zwei neue Textildirektdrucker vor: den Tx330-1800 und den Tx330-1800B. Die Tx330-Serie bietet umfangreiche Funktionen, mit denen verschiedenste Materialien mit minimalem Abwasseranfall bedruckt werden können. Im Gegensatz zu herkömmlichen Textildruckverfahren, die Geräte zur Vor- und Nachbearbeitung erfordern, optimiert die Tx330-Serie die Produktion mit einer platzsparenderen Lösung – ideal für Anwender mit begrenztem Platzangebot. Auf der FESPA im Mai in Berlin wird das EMEA-Debüt des Tx330-1800 stattfinden. Dabei werden weitere Details zu beiden Druckern vorgestellt.

Mimaki Europe, ein führender Anbieter von industriellen Tintenstrahldruckern, Schneideplottern und 3D-Druckern, stellt zwei neue Textildirektdrucker vor: den Tx330-1800 und den Tx330-1800B. Die Tx330-Serie bietet umfangreiche Funktionen, mit denen verschiedenste Materialien mit minimalem Abwasseranfall bedruckt werden können. Im Gegensatz zu herkömmlichen Textildruckverfahren, die Geräte zur Vor- und Nachbearbeitung erfordern, optimiert die Tx330-Serie die Produktion mit einer platzsparenderen Lösung – ideal für Anwender mit begrenztem Platzangebot. Auf der FESPA im Mai in Berlin wird das EMEA-Debüt des Tx330-1800 stattfinden. Dabei werden weitere Details zu beiden Druckern vorgestellt.

Die Tx330-Serie treibt den Wandel in der Textilindustrie hin zu wasserlosen, hochwertigen Lösungen voran und spricht auch Bekleidungshersteller an, die einen Drucker suchen, der sowohl Qualität als auch Nachhaltigkeit bietet. Die Drucker sind mit einem dualen Tintensatz ausgestattet, der einen nahtlosen Wechsel zwischen Textilpigmenttinten und Sublimationstinten ermöglicht und so die Anwendungsmöglichkeiten weiter erweitert. Beide Tintenarten vereinfachen den Gesamtprozess durch ein unkompliziertes Hitzefixierungsverfahren nach dem Druck. Damit entfällt die Notwendigkeit, in Wasch- und Dampfanlagen zu investieren. Es dient nicht nur zur Wasserreduktion, denn der digitale Textildruck macht den Ein- bzw. Umstieg auch ohne jahrelange färbetechnische Expertise möglich.

Der Tx330-1800 ermöglicht den Direktdruck auf Stoff und Papier in einer Maschine, ideal für die Herstellung von Soft Signage und Heimtextilien. Der Tx330-1800B („B“ steht für „Belt“) nutzt ein platzsparendes Förderband, um stabil auf dehnbare, dicke und dünne Stoffe zu drucken, die üblicherweise für Bekleidung verwendet werden. Er ist damit ideal für die Produktion von Kleinserien unterschiedlicher Bekleidungen.

Arjen Evertse, General Manager Sales EMEA bei Mimaki Europe, kommentiert: „Mit Blick auf den heutigen Textilmarkt gehen wir davon aus, dass die Nachfrage nach lokal produzierten On Demand-Textilprodukten weiter steigen wird. Aus diesem Grund haben wir zwei Produkte auf den Markt gebracht, die einfach zu bedienen, vielseitig und nachhaltig sind. Sie richten sich an Druckereien, die Textildruckfunktionen auf kleinem Raum integrieren möchten, ohne dabei Kompromisse bei den Funktionen und der Qualität einzugehen.

Der Aspekt der Tintenvielseitigkeit dieser Drucker greift das wichtige Anliegen der industriellen Wasserverschmutzung auf, zu der allein die traditionelle Textilfärbung zu etwa 20 % beiträgt. Durch die Verwendung von Textilpigment- und Sublimationsverfahren machen Mimakis neueste Drucklösungen die großen Mengen an Wasser, die üblicherweise in der Nachbearbeitung benötigt werden, überflüssig und schaffen so einen wesentlich ressourceneffizienteren Prozess. Zudem wird der Energieverbrauch erheblich reduziert.“

Die Serie Tx330-1800 nutzt die Technologie aus der High-End-Serie 330 und bietet die gleichen scharfen Details und präzisen Farbdrucke wie die anderen Produkte der Serie (z.B. der Sublimationsdrucker TS330-1600).

Zusammen mit der Tx330-Serie führt Mimaki auch eine Textil-RIP-Software ein, die TxLink5. Diese neueste Version der TxLink-Software wurde entwickelt, um den Arbeitsablauf in Umgebungen mit mehreren Druckern weiter zu verbessern, so dass die Benutzer ihre Druckprozesse effizienter verwalten können.

Der Tx330-1800 und der Tx330-1800B werden beide ab Juni 2025 für den Textil- und Bekleidungsmarkt verfügbar sein.

Weitere Informationen:
Mimaki Europe Textildirektdrucker Fespa
Quelle:

Mimaki Europe

Präzisionskreuzspuler twinTAPE+ Foto (c) Starlinger & Co Ges.m.b.H.
Präzisionskreuzspuler twinTAPE+
06.03.2025

Starlinger: Mit Polypropylen-Bändchenproduktion auf der Chinaplas 2025

Die Starlinger & Co GmbH stellt auf der diesjährigen Chinaplas ihre Technologien für eine nachhaltige und effiziente Polypropylen-Bändchenproduktion sowie das Recycling von PET und Polyolefinen für Lebensmittelanwendungen in den Fokus.

Mit einer maximalen Schmelzleistung von 1000 kg pro Stunde und Produktionsgeschwindigkeiten von bis zu 550 Metern pro Minute vereint die Bändchenextrusionsanlage starEX 1600 von Starlinger hohe Effizienz mit ressourcenschonendem, modernem Design. Sie produziert PP- oder HDPE/LLDPE-Bändchen für anspruchsvolle Verpackungsanwendungen wie gewebte PP-Säcke und Big Bags für trockene Schüttgüter. Speziell entwickelte einzigartige Maschinenkomponenten wie das eqoSTRETCH-Streckwerk sorgen für eine energiesparende Produktion und einheitliche Bändcheneigenschaften, während das Filtersystem eqoCLEAN die Verarbeitung von hohen Anteilen an recyceltem Polypropylen zur Herstellung nachhaltiger gewebter PP-Verpackungen ermöglicht.

Die Starlinger & Co GmbH stellt auf der diesjährigen Chinaplas ihre Technologien für eine nachhaltige und effiziente Polypropylen-Bändchenproduktion sowie das Recycling von PET und Polyolefinen für Lebensmittelanwendungen in den Fokus.

Mit einer maximalen Schmelzleistung von 1000 kg pro Stunde und Produktionsgeschwindigkeiten von bis zu 550 Metern pro Minute vereint die Bändchenextrusionsanlage starEX 1600 von Starlinger hohe Effizienz mit ressourcenschonendem, modernem Design. Sie produziert PP- oder HDPE/LLDPE-Bändchen für anspruchsvolle Verpackungsanwendungen wie gewebte PP-Säcke und Big Bags für trockene Schüttgüter. Speziell entwickelte einzigartige Maschinenkomponenten wie das eqoSTRETCH-Streckwerk sorgen für eine energiesparende Produktion und einheitliche Bändcheneigenschaften, während das Filtersystem eqoCLEAN die Verarbeitung von hohen Anteilen an recyceltem Polypropylen zur Herstellung nachhaltiger gewebter PP-Verpackungen ermöglicht.

„Wir verfügen über jahrzehntelange Fachkompetenz sowohl in der Produktion von gewebten Kunststoffverpackungen als auch im Kunststoffrecycling“, erklärt Harald Neumüller, Chief Sales Officer bei Starlinger. „Dieses Wissen haben wir kombiniert und eine Technologie entwickelt, die Verpackungsherstellern dabei hilft, geschlossene Verpackungskreisläufe ins Leben zu rufen und Kunststoffverpackungen zirkulär zu machen.“

Starlinger hat Leuchtturmprojekte mit Kunden aus dem FIBC-Bereich umgesetzt und eine Kreislaufwirtschaft für Big Bags aus rPP und rPET angeregt. „Wir betrachten gebrauchte Kunststoffe als Ressource, nicht als Abfall“, so Neumüller weiter. „Nur so lässt sich die weltweit wachsende Menge an Kunststoffabfällen in den Griff bekommen. Indem wir gebrauchte Kunststoffe sammeln und wiederverwerten, schützen wir unsere Umwelt, schonen natürliche Ressourcen und sparen gleichzeitig Geld, das ansonsten für Müllaufbereitungseinrichtungen und die Sanierung der Umwelt ausgegeben werden müsste.“

Präzision auf die Spule gebracht
Der automatische Präzisionskreuzspuler twinTAPE+ ist mit seiner Hochgeschwindigkeits-Spultechnologie das Spitzenmodell unter den Bändchenspulern von Starlinger. Er sorgt dafür, dass die produzierten PP-Bändchen aus der starEX-Extrusionsanlage zu perfekten Spulen gewickelt werden, mit denen sich Produktivität und Gewebequalität an den Webstühlen verbessern lassen. Die abgeschrägten Spulenkanten verhindern, dass sich die Bändchen während des Spulenwechsels, Transports und Hantierens lösen und erhöhen die Effizienz des Webvorgangs. Durch den automatischen Spulenwechsel der twinTAPE-Spuler reduziert sich der Arbeitsaufwand des Bedieners erheblich; das patentierte lineare Changiersystem ist stufenlos einstellbar und ermöglicht eine Vielzahl an Spulendesigns. Da der Spuler nicht geschmiert werden muss, beschränken sich die Wartungsarbeiten auf die Reinigung, was eine erhebliche Zeitersparnis für das Bedienpersonal bedeutet.

Weitere Informationen:
Starlinger Chinaplas Polypropylen Bändchen
Quelle:

Starlinger & Co Ges.m.b.H.

06.03.2025

Südwesttextil im Austausch mit Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft

Im Fokus des Gesprächs mit Staatssekretär Dr. Andre Baumann standen der Green Deal, Berichtspflichten, die Ökodesignverordnung und Chemikalienregulierungen.

Im Rahmen des Austauschtermins im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft zeigte Südwesttextil Staatssekretär Dr. Andre Baumann anhand der vielfältigen Textilien auf, wie sich die Unternehmen der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit engagieren. Umfangreiches Chemikalienmanagement, freiwillige Nachhaltigkeitsberichte, Zertifizierungen und Maßnahmen zur Verringerung des CO2- und ökologischen Fußabdruckes stehen ebenso auf der Agenda der Unternehmen wie Investitionen in Projekte im Bereich Kreislaufwirtschaft, Recycling, Stoffströme und die Pflege globaler, langjähriger Partnerschaften mit Fokus auf Transparenz.  

Mit Blick auf den Green Deal sehen sich aber inzwischen viele Unternehmen mit einer Flut an Regulierungen konfrontiert. Anhand eines fiktiven mittelständischen Unternehmens erläuterte Südwesttextil, wie hoch der Aufwand für die Datenerhebung und die Berichtspflichten ausfällt.

Im Fokus des Gesprächs mit Staatssekretär Dr. Andre Baumann standen der Green Deal, Berichtspflichten, die Ökodesignverordnung und Chemikalienregulierungen.

Im Rahmen des Austauschtermins im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft zeigte Südwesttextil Staatssekretär Dr. Andre Baumann anhand der vielfältigen Textilien auf, wie sich die Unternehmen der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit engagieren. Umfangreiches Chemikalienmanagement, freiwillige Nachhaltigkeitsberichte, Zertifizierungen und Maßnahmen zur Verringerung des CO2- und ökologischen Fußabdruckes stehen ebenso auf der Agenda der Unternehmen wie Investitionen in Projekte im Bereich Kreislaufwirtschaft, Recycling, Stoffströme und die Pflege globaler, langjähriger Partnerschaften mit Fokus auf Transparenz.  

Mit Blick auf den Green Deal sehen sich aber inzwischen viele Unternehmen mit einer Flut an Regulierungen konfrontiert. Anhand eines fiktiven mittelständischen Unternehmens erläuterte Südwesttextil, wie hoch der Aufwand für die Datenerhebung und die Berichtspflichten ausfällt.

Südwesttextil-Präsident Arved Westerkamp betonte: „Unsere überwiegend kleinen und mittelständischen Mitgliedsunternehmen müssen viel Personal vorhalten. Die aktuell angekündigte Masse an Regulierungen kann zukünftig nicht ohne eigene Abteilung bewältigt werden. Gleichzeitig gibt es große Unsicherheit zu den geplanten Umsetzungen und das blockiert in wirtschaftlich sehr herausfordernden Zeiten Ressourcen. Wenn gleichzeitig Rekordmengen an asiatischen Produkten ohne Prüfung der Standards auf den europäischen Markt gelangen, überspannt das den Bogen für viele und die Bereitschaft in den Standort zu investieren, sinkt. Der Umfang der Regulierungen und Bürokratie stellt das Überleben ganzer Wirtschaftszweige auf die Probe. Für unsere Branche können wir sagen, dass Kompetenzen und Lieferkettenstufen drohen unumkehrbar ins Ausland abzuwandern.“

Staatssekretär Dr. Andre Baumann erklärte, dass der Green Deal in seinem Grundgedanken richtig und wichtig sei. „Wir sehen zugleich auch die Herausforderungen für unsere Unternehmen. Daher setzen wir uns dafür ein, die Anforderungen des Green Deals an die Wirtschaft auf ein praktikables Maß zu begrenzen und den Bearbeitungsaufwand niedrig zu halten. Uns liegt viel daran, Baden-Württemberg als attraktiven Unternehmensstandort zu sichern.“

Man müsse in der Europäischen Union (EU) gemeinsam an einer zukunftsfähigen Strategie für alle Industrien in der EU arbeiten. Dabei gelte es auch, europäische Standards für Importe zu gewährleisten und Verstöße gegebenenfalls zu sanktionieren. Neben ausreichend Personalressourcen sei daher heute vor allem wichtig, dass die Marktüberwachungsbehörden die rechtlichen Möglichkeiten bekommen, wirksam, effizient und schnell die erforderlichen Maßnahmen durchzusetzen.

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil e.V.

Wendisch (CTO); Benedikt Rentsch (CCO) übernimmt seine neue Funktion am 1. März 2025 Foto Jakob Müller Group
Wendisch (CTO); Benedikt Rentsch (CCO) übernimmt seine neue Funktion am 1. März 2025
04.03.2025

Jakob Müller Group: Produktion in Deutschland und Tschechien wird reduziert

Die Jakob Müller Group (JMG), ein weltweit führender Hersteller von Schmaltextilmaschinen, treibt die Umsetzung ihrer Strategie JMG 2030 voran. Diese zielt darauf ab, die Marktführerschaft des Unternehmens zu festigen, agiler auf die dynamische Branchenlandschaft zu reagieren und sich verstärkt an den Kundenbedürfnissen auszurichten. Die aktuellen Massnahmen setzen gezielt auf die Kernkompetenzen des Unternehmens und umfassen unter anderem vereinfachte Unternehmensstrukturen, Anpassungen und Erweiterungen des Produktportfolios, eine Neuakquisition sowie gezielte Kundeninitiativen. Damit stärkt JMG ihre Position im Markt und legt die Basis für ein nachhaltiges Wachstum der Schweizer Traditionsfirma.

Die Schweizer Industrielandschaft befindet sich im Wandel – ebenso die globale Textilmaschinenindustrie, für welche die JMG Maschinen und Systemlösungen herstellt. Im Rahmen der Strategie JMG 2030 hat der weltweit führende Maschinenhersteller nun eine Reihe von Massnahmen vorgestellt, die seine Marktführerschaft sichern und langfristiges Wachstum ermöglichen sollen.

Die Jakob Müller Group (JMG), ein weltweit führender Hersteller von Schmaltextilmaschinen, treibt die Umsetzung ihrer Strategie JMG 2030 voran. Diese zielt darauf ab, die Marktführerschaft des Unternehmens zu festigen, agiler auf die dynamische Branchenlandschaft zu reagieren und sich verstärkt an den Kundenbedürfnissen auszurichten. Die aktuellen Massnahmen setzen gezielt auf die Kernkompetenzen des Unternehmens und umfassen unter anderem vereinfachte Unternehmensstrukturen, Anpassungen und Erweiterungen des Produktportfolios, eine Neuakquisition sowie gezielte Kundeninitiativen. Damit stärkt JMG ihre Position im Markt und legt die Basis für ein nachhaltiges Wachstum der Schweizer Traditionsfirma.

Die Schweizer Industrielandschaft befindet sich im Wandel – ebenso die globale Textilmaschinenindustrie, für welche die JMG Maschinen und Systemlösungen herstellt. Im Rahmen der Strategie JMG 2030 hat der weltweit führende Maschinenhersteller nun eine Reihe von Massnahmen vorgestellt, die seine Marktführerschaft sichern und langfristiges Wachstum ermöglichen sollen.

JMG investiert gezielt in die Stärkung der Kundenorientierung und modernisiert sowohl das Produktportfolio als auch globale interne Prozesse. Dazu gehören die Schaffung innovativer Kundenkollaborationsplattformen, die Erweiterung des Produktportfolios im Volumensegment, die Optimierung des Service-Angebots sowie die Vereinfachung von Unternehmens- und Managementstrukturen.

Fokus auf Kernkompetenzen und operative Exzellenz
Im Zuge der strategischen Neuausrichtung fokussiert sich JMG künftig verstärkt auf die Kernsegmente Band- und Etikettenweben, Wirken/Häkelgalon sowie Färben und Ausrüsten. Gleichzeitig werden die Segmente Aufmachung und Zetteln am JMG-Standort in Schwelm, Deutschland, eingestellt, wobei essenzielle Technologien und Produkte in andere Bereiche überführt werden. Darüber hinaus wird das Segment Fäben und Ausrüsten von Kadan, Tschechien, zur Schwesterfirma Benninger in Pune, Indien, verlagert. Diese Massnahmen führen zu strukturellen Anpassungen an den Standorten in Deutschland und Tschechien, wo die Produktion schrittweise reduziert wird.

"Auch wenn uns diese Entscheidungen nicht leichtgefallen sind, sind sie notwendig, um die Zukunftsfähigkeit der Jakob Müller Group zu sichern. Unsere Ressourcen müssen gezielt dort eingesetzt werden, wo wir das grösste Wachstumspotenzial sehen", sagt Inhaber Stephan Bühler. Andreas Conzelmann, CEO der JMG, ergänzt: "Durch die Fokussierung auf unsere Kernsegmente stärken wir unsere Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit – und stellen sicher, dass wir unseren Kunden auch in Zukunft die besten Lösungen bieten können."

Vereinheitlichung des Markenauftritts und Stärkung der globalen Marktposition
COMEZ, der führende Hersteller von Häkelgalon- und Kettenwirkmaschinen in Italien, wird vollständig in die JMG integriert und künftig unter dem Namen Jakob Müller Italy firmieren. Mit Investitionen in Forschung und Entwicklung – einschliesslich der Übernahme von MEI International, einem renommierten italienischen Hersteller von Etikettenwebmaschinen – wird JMG Lösungen der nächsten Generation vorantreiben und das Produktportfolio um die innovative Air-Jet-Technologie erweitern. Weitere Informationen zur Akquisition von MEI erfolgen in einer separaten Mitteilung.

Neues Customer Center und LAB1887
Die Schaffung herausragender Kundenerlebnisse steht im Mittelpunkt der Strategie JMG 2030. Die strategischen Investitionen in Innovation und operative Exzellenz ermöglichen es JMG, modernste Lösungen, schnellere Bearbeitungszeiten und ein verbessertes Kundenerlebnis anzubieten. Ein Schlüsselelement dieses kundenorientierten Ansatzes ist die Eröffnung des neuen Customer Centers und des LAB1887 in Frick, Schweiz, im Spätsommer 2025. Dieses Innovationslabor dient als Entwicklungszentrum, in welchem Kunden gemeinsam mit der JMG neue Technologien erkunden und neuartige Anwendungen für Schmaltextilien entwickeln können.

Quelle:

Jakob Müller Group