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Key Visual S.OLIVER GROUP
11.09.2026

s.Oliver spielt mit den 90ern

s.Oliver startet unter dem Claim „Casual Since Forever“ eine neue Hero-Kampagne mit Heidi Klum. Das Konzept bringt die heutige Klum mit einer jüngeren Version aus den 1990er-Jahren zusammen und nutzt den Zeitsprung, um die eigene Markenpositionierung als Casual-Brand zu schärfen.

Zur Kampagne gehört eine limitierte Vintage-Capsule, die Stilcodes der 1990er aufgreift. Basics und vintage-inspirierte Entwürfe sollen dabei sowohl die Kampagnenästhetik als auch die Markenhistorie transportieren. Die Teile werden online und in ausgewählten s.Oliver Stores angeboten.

Redaktionell interessant ist weniger die prominente Besetzung als die Verbindung von Markenstorytelling, Archivästhetik und unmittelbar vermarktbarem Produkt. Die Kampagne zeigt, wie etablierte Modemarken Heritage und Nostalgie nutzen, um bestehende Markencodes neu aufzuladen und gleichzeitig konkrete Retail-Impulse zu setzen.

s.Oliver startet unter dem Claim „Casual Since Forever“ eine neue Hero-Kampagne mit Heidi Klum. Das Konzept bringt die heutige Klum mit einer jüngeren Version aus den 1990er-Jahren zusammen und nutzt den Zeitsprung, um die eigene Markenpositionierung als Casual-Brand zu schärfen.

Zur Kampagne gehört eine limitierte Vintage-Capsule, die Stilcodes der 1990er aufgreift. Basics und vintage-inspirierte Entwürfe sollen dabei sowohl die Kampagnenästhetik als auch die Markenhistorie transportieren. Die Teile werden online und in ausgewählten s.Oliver Stores angeboten.

Redaktionell interessant ist weniger die prominente Besetzung als die Verbindung von Markenstorytelling, Archivästhetik und unmittelbar vermarktbarem Produkt. Die Kampagne zeigt, wie etablierte Modemarken Heritage und Nostalgie nutzen, um bestehende Markencodes neu aufzuladen und gleichzeitig konkrete Retail-Impulse zu setzen.

11.09.2026

Textilien als soziale Infrastruktur

Die weißensee kunsthochschule berlin zeigt mit „SOFT COMMONS“ vom 11. bis 13. September am Forschungscampus Dahlem eine Ausstellung zu Textilien als sozialen Infrastrukturen. Das Projekt entsteht als Kooperation des Fachgebiets Textil- und Material-Design mit dem Forschungscampus Dahlem und ist Teil des Festivals CURRENTS. Design in Berlin.

Die gezeigten Positionen bewegen sich zwischen Installation, Materialexperiment, Archiv, Intervention und Performance. Im Zentrum steht die Frage, wie Materialien Beziehungen stiften, Gemeinschaft ermöglichen und öffentliche Räume aktivieren können. Der Begriff „Commoning“ beschreibt dabei gemeinschaftliche Prozesse der Wissensproduktion, Fürsorge und Handlung.

Für Textination ist die Ausstellung als Hochschul- und Nachwuchsradar relevant. Sie zeigt, wie sich Textildesign zunehmend von der reinen Produktgestaltung löst und Materialforschung mit gesellschaftlichen, räumlichen und partizipativen Fragestellungen verbindet. Solche Ansätze können Impulse für neue Anwendungsfelder und kollaborative Entwicklungsprozesse liefern.

Die weißensee kunsthochschule berlin zeigt mit „SOFT COMMONS“ vom 11. bis 13. September am Forschungscampus Dahlem eine Ausstellung zu Textilien als sozialen Infrastrukturen. Das Projekt entsteht als Kooperation des Fachgebiets Textil- und Material-Design mit dem Forschungscampus Dahlem und ist Teil des Festivals CURRENTS. Design in Berlin.

Die gezeigten Positionen bewegen sich zwischen Installation, Materialexperiment, Archiv, Intervention und Performance. Im Zentrum steht die Frage, wie Materialien Beziehungen stiften, Gemeinschaft ermöglichen und öffentliche Räume aktivieren können. Der Begriff „Commoning“ beschreibt dabei gemeinschaftliche Prozesse der Wissensproduktion, Fürsorge und Handlung.

Für Textination ist die Ausstellung als Hochschul- und Nachwuchsradar relevant. Sie zeigt, wie sich Textildesign zunehmend von der reinen Produktgestaltung löst und Materialforschung mit gesellschaftlichen, räumlichen und partizipativen Fragestellungen verbindet. Solche Ansätze können Impulse für neue Anwendungsfelder und kollaborative Entwicklungsprozesse liefern.

Quelle:

 weißensee kunsthochschule berlin / Forschungscampus Dahlem

 

11.09.2026

Recyclingpolyester geht nach New York

Indorama Ventures unterstützt das thailändische Label KH Editions mit Stoffen aus deja™ Recyclingpolyestergarn. Zwei Looks und Accessoires der zehnteiligen Spring/Summer-2027-Kollektion sollen am 15. September während der New York Fashion Week präsentiert werden.

Die Zusammenarbeit baut auf dem RECO-Programm auf, das Indorama Ventures 2011 startete und 2023 zum RECO Collective weiterentwickelte. Ziel ist es, recycelte Materialien mit Design- und Branchenkompetenz zu verbinden und jungen Labels Zugang zu zirkulären Materiallösungen zu geben. KH Editions nutzt die Stoffe für eine Streetwear-orientierte Kollektion.

Für die Branche ist die Meldung vor allem als Transferbeispiel interessant: Recyceltes PET wird nicht nur als Rohstoffinnovation kommuniziert, sondern in einen konkreten Design-, Marken- und Marktzugang eingebettet. Damit rücken Materialqualität, Verfügbarkeit und kreative Anwendbarkeit gleichzeitig in den Fokus.

Indorama Ventures unterstützt das thailändische Label KH Editions mit Stoffen aus deja™ Recyclingpolyestergarn. Zwei Looks und Accessoires der zehnteiligen Spring/Summer-2027-Kollektion sollen am 15. September während der New York Fashion Week präsentiert werden.

Die Zusammenarbeit baut auf dem RECO-Programm auf, das Indorama Ventures 2011 startete und 2023 zum RECO Collective weiterentwickelte. Ziel ist es, recycelte Materialien mit Design- und Branchenkompetenz zu verbinden und jungen Labels Zugang zu zirkulären Materiallösungen zu geben. KH Editions nutzt die Stoffe für eine Streetwear-orientierte Kollektion.

Für die Branche ist die Meldung vor allem als Transferbeispiel interessant: Recyceltes PET wird nicht nur als Rohstoffinnovation kommuniziert, sondern in einen konkreten Design-, Marken- und Marktzugang eingebettet. Damit rücken Materialqualität, Verfügbarkeit und kreative Anwendbarkeit gleichzeitig in den Fokus.

Quelle:

Indorama Ventures Public Company Limited

11.09.2026

Wolle verdampft Salzwasser

Forschende der Cornell University zeigen, dass mit Polydopamin gefärbte Wolle als kostengünstiges und erneuerbares Material für solare Wasseraufbereitung dienen kann. Das Team nutzt „interfacial solar vapor generation“: Sonnenenergie erwärmt gezielt die Wasseroberfläche, während das textile Material Wasser zuführt und in Dampf überführt.

Besonders leistungsfähig war ultradunkel modifizierte Wolle in einer beidseitig beleuchteten vertikalen Anordnung. Sie erreichte 2,43 Kilogramm Wasser pro Quadratmeter Textil und Stunde; Polydopamin-Wolle ohne zusätzliche Plasmaätzung kam auf 2,21 Kilogramm. Beide Werte liegen nach Angaben des Teams nahezu doppelt so hoch wie bei klassischen horizontalen zweidimensionalen Systemen. Zehn Stunden Dauerbetrieb verliefen ohne Salzablagerung.

Die Anwendung verbindet Naturfaser, Oberflächenfunktionalisierung und technische Textilarchitektur. Das gewonnene Wasser lag beim Salzgehalt unter dem WHO-Grenzwert für Trinkwasser. Als nächste Schritte wollen die Forschenden Regen- und Abwasser sowie verbesserte Sammelsysteme untersuchen.

Forschende der Cornell University zeigen, dass mit Polydopamin gefärbte Wolle als kostengünstiges und erneuerbares Material für solare Wasseraufbereitung dienen kann. Das Team nutzt „interfacial solar vapor generation“: Sonnenenergie erwärmt gezielt die Wasseroberfläche, während das textile Material Wasser zuführt und in Dampf überführt.

Besonders leistungsfähig war ultradunkel modifizierte Wolle in einer beidseitig beleuchteten vertikalen Anordnung. Sie erreichte 2,43 Kilogramm Wasser pro Quadratmeter Textil und Stunde; Polydopamin-Wolle ohne zusätzliche Plasmaätzung kam auf 2,21 Kilogramm. Beide Werte liegen nach Angaben des Teams nahezu doppelt so hoch wie bei klassischen horizontalen zweidimensionalen Systemen. Zehn Stunden Dauerbetrieb verliefen ohne Salzablagerung.

Die Anwendung verbindet Naturfaser, Oberflächenfunktionalisierung und technische Textilarchitektur. Das gewonnene Wasser lag beim Salzgehalt unter dem WHO-Grenzwert für Trinkwasser. Als nächste Schritte wollen die Forschenden Regen- und Abwasser sowie verbesserte Sammelsysteme untersuchen.

Quelle:

Cornell University / Cornell Chronicle

 

Key Visual bluesign technologies ag
11.09.2026

bluepass richtet sich auf EmpCo aus

bluesign erläutert, wie das Zertifizierungssystem bluepass auf die ab 27. September 2026 durchsetzbaren Vorgaben der EU-Richtlinie Empowering Consumers for the Green Transition (EmpCo/ECGT) ausgerichtet werden soll. Die Richtlinie verschärft Anforderungen an Umwelt- und Sozialclaims sowie an die Systeme hinter verbrauchergerichteten Nachhaltigkeitslabels.

Nach bluesign umfasst das Modell eine unabhängige Produktzertifizierung durch eine akkreditierte Konformitätsbewertungsstelle nach ISO/IEC 17065, öffentlich zugängliche Kriterien, jährliche Überwachung einschließlich Produkttests sowie einheitliche Zugangsbedingungen. Die überarbeiteten Kriterien und das Scheme-Dokument sollen zur öffentlichen Konsultation gestellt werden.

Für bestehende Systempartner soll sich operativ zunächst wenig ändern. Bestehende Zertifizierungen und bluesign PRODUCT- bzw. APPROVED-Kennzeichnungen bleiben nach Darstellung des Unternehmens gültig; die Umstellung auf bluepass soll mit dem nächsten Label-Produktionszyklus erfolgen. Wichtig bleibt: Die Verantwortung für einen rechtskonformen Claim liegt beim Unternehmen, das das Produkt im EU-Markt anbietet.

bluesign erläutert, wie das Zertifizierungssystem bluepass auf die ab 27. September 2026 durchsetzbaren Vorgaben der EU-Richtlinie Empowering Consumers for the Green Transition (EmpCo/ECGT) ausgerichtet werden soll. Die Richtlinie verschärft Anforderungen an Umwelt- und Sozialclaims sowie an die Systeme hinter verbrauchergerichteten Nachhaltigkeitslabels.

Nach bluesign umfasst das Modell eine unabhängige Produktzertifizierung durch eine akkreditierte Konformitätsbewertungsstelle nach ISO/IEC 17065, öffentlich zugängliche Kriterien, jährliche Überwachung einschließlich Produkttests sowie einheitliche Zugangsbedingungen. Die überarbeiteten Kriterien und das Scheme-Dokument sollen zur öffentlichen Konsultation gestellt werden.

Für bestehende Systempartner soll sich operativ zunächst wenig ändern. Bestehende Zertifizierungen und bluesign PRODUCT- bzw. APPROVED-Kennzeichnungen bleiben nach Darstellung des Unternehmens gültig; die Umstellung auf bluepass soll mit dem nächsten Label-Produktionszyklus erfolgen. Wichtig bleibt: Die Verantwortung für einen rechtskonformen Claim liegt beim Unternehmen, das das Produkt im EU-Markt anbietet.

Quelle:

 bluesign technologies ag

Foto: EMPA
11.09.2026

Mikrofasern reisen durch die Luft

Eine schweizweite Untersuchung von Empa, Eawag und Agroscope beziffert erstmals systematisch, wie viel Mikroplastik über die Atmosphäre auf Böden und Gewässer gelangt. Hochgerechnet auf Gebiete unterhalb von 2.000 Metern Höhe lagern sich jährlich rund 219 Tonnen Mikroplastik ab. Etwa 78 Tonnen treffen landwirtschaftliche Flächen, rund zehn Tonnen direkt Gewässer.

Als mögliche Quellen nennt die Medienmitteilung unter anderem lose Fasern aus Funktionskleidung, PET-Produkte und andere Kunststoffanwendungen. Gemessen wurde ein Jahr lang an fünf Standorten. Die Partikel zwischen 20 und 215 Mikrometern wurden mithilfe bildgebender Infrarotmikrospektroskopie analysiert. Besonders häufig fanden die Forschenden PET, Polyethylen und Polypropylen.

Für die Textilindustrie ist vor allem relevant, dass Mikrofasern nicht nur über Waschwasser, sondern auch über die Atmosphäre in Umweltkompartimente gelangen können. Die Daten liefern damit einen weiteren Baustein für die Diskussion um Faserfreisetzung, Materialwahl und Kreislaufführung. Die Forschenden betonen zugleich, dass gesundheitliche und ökologische Langzeitfolgen weiterhin Gegenstand der Forschung sind.

Eine schweizweite Untersuchung von Empa, Eawag und Agroscope beziffert erstmals systematisch, wie viel Mikroplastik über die Atmosphäre auf Böden und Gewässer gelangt. Hochgerechnet auf Gebiete unterhalb von 2.000 Metern Höhe lagern sich jährlich rund 219 Tonnen Mikroplastik ab. Etwa 78 Tonnen treffen landwirtschaftliche Flächen, rund zehn Tonnen direkt Gewässer.

Als mögliche Quellen nennt die Medienmitteilung unter anderem lose Fasern aus Funktionskleidung, PET-Produkte und andere Kunststoffanwendungen. Gemessen wurde ein Jahr lang an fünf Standorten. Die Partikel zwischen 20 und 215 Mikrometern wurden mithilfe bildgebender Infrarotmikrospektroskopie analysiert. Besonders häufig fanden die Forschenden PET, Polyethylen und Polypropylen.

Für die Textilindustrie ist vor allem relevant, dass Mikrofasern nicht nur über Waschwasser, sondern auch über die Atmosphäre in Umweltkompartimente gelangen können. Die Daten liefern damit einen weiteren Baustein für die Diskussion um Faserfreisetzung, Materialwahl und Kreislaufführung. Die Forschenden betonen zugleich, dass gesundheitliche und ökologische Langzeitfolgen weiterhin Gegenstand der Forschung sind.

Quelle:

Empa / Eawag / Agroscope; publiziert über die Schweizer Bundesbehörden

 

Gelebte Kultur in jedem Schritt. Die Gewinnerdesigns des Footwear Contest mit der Politecnico Calzaturiero kombinieren eine Elastopan® SpringPURe-Zwischensohle mit einer Elastollan® TPU-Außensohle. Foto: BASF
Gelebte Kultur in jedem Schritt. Die Gewinnerdesigns des Footwear Contest mit der Politecnico Calzaturiero kombinieren eine Elastopan® SpringPURe-Zwischensohle mit einer Elastollan® TPU-Außensohle.
11.09.2026

BASF schließt den Schuhkreislauf

BASF stellt auf der SIMAC 2026 in Mailand neue Polyurethan- und TPU-Lösungen vor, die Performance, Verarbeitung und Recycling stärker zusammenführen sollen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Elastopan SpringPURe für thermogeformte Zwischensohlen sowie die Werkstofffamilien Elastollan und Infinergy.

Mit Gusbi hat BASF die Heatpress-Technologie für leichte Zwischensohlen automatisiert. Die Systeme sollen geringe Dichten, Gestaltungsfreiheit und langlebige Komforteigenschaften mit einer nahezu abfallfreien Verarbeitung verbinden. Parallel zeigt BASF gemeinsam mit DESMA ein Closed-Loop-Konzept für PU und TPU. Drei Konzeptschuhe demonstrieren, wie Materialkomponenten gezielt getrennt und anschließend mechanischen oder chemischen Recyclingrouten zugeführt werden können.

BASF stellt auf der SIMAC 2026 in Mailand neue Polyurethan- und TPU-Lösungen vor, die Performance, Verarbeitung und Recycling stärker zusammenführen sollen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Elastopan SpringPURe für thermogeformte Zwischensohlen sowie die Werkstofffamilien Elastollan und Infinergy.

Mit Gusbi hat BASF die Heatpress-Technologie für leichte Zwischensohlen automatisiert. Die Systeme sollen geringe Dichten, Gestaltungsfreiheit und langlebige Komforteigenschaften mit einer nahezu abfallfreien Verarbeitung verbinden. Parallel zeigt BASF gemeinsam mit DESMA ein Closed-Loop-Konzept für PU und TPU. Drei Konzeptschuhe demonstrieren, wie Materialkomponenten gezielt getrennt und anschließend mechanischen oder chemischen Recyclingrouten zugeführt werden können.

Mit „Infinergy Revolution“ kommt zudem ein energieeffizienteres Heatpress-Verfahren für expandiertes TPU hinzu. Das soll leichte Komponenten, neue Oberflächen und bessere Recyclingfähigkeit ermöglichen. Für die textile und modische Wertschöpfung ist die Meldung relevant, weil Schuhhersteller zunehmend nicht nur Materialeigenschaften, sondern auch Demontage, Rückgewinnung und Prozessenergie in die Produktentwicklung integrieren müssen.

(c) Richard Harnisch, IÖW
11.09.2026

Lausitz soll zum Faser-Revier werden

Ein neues Forschungsprojekt will die Lausitz vom ehemaligen Braunkohlerevier zu einer Modellregion für eine regional verankerte Naturfaserwirtschaft entwickeln. Im Projekt „LauTra“ untersuchen das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und die Hochschule Zittau/Görlitz über drei Jahre, welche Wertschöpfungsketten sich mit Flachs, Nutzhanf, Fasernessel, Miscanthus sowie Reststoffen wie Stroh und kommunalem Laub aufbauen lassen.

Im Mittelpunkt stehen ausdrücklich nicht klassische Bekleidungstextilien, sondern industrielle Anwendungen. Genannt werden naturfaserverstärkte Kunststoffe, Spezialpapiere, Leichtbauplatten, Faserverbundwerkstoffe, Formteile für die Automobilindustrie und neue Verpackungslösungen. Ein regional aufgelöstes Stoffstrommodell soll Rohstoffpotenziale, Verarbeitungswege, Flächenkonkurrenzen und mögliche Engpässe sichtbar machen.

Ein neues Forschungsprojekt will die Lausitz vom ehemaligen Braunkohlerevier zu einer Modellregion für eine regional verankerte Naturfaserwirtschaft entwickeln. Im Projekt „LauTra“ untersuchen das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und die Hochschule Zittau/Görlitz über drei Jahre, welche Wertschöpfungsketten sich mit Flachs, Nutzhanf, Fasernessel, Miscanthus sowie Reststoffen wie Stroh und kommunalem Laub aufbauen lassen.

Im Mittelpunkt stehen ausdrücklich nicht klassische Bekleidungstextilien, sondern industrielle Anwendungen. Genannt werden naturfaserverstärkte Kunststoffe, Spezialpapiere, Leichtbauplatten, Faserverbundwerkstoffe, Formteile für die Automobilindustrie und neue Verpackungslösungen. Ein regional aufgelöstes Stoffstrommodell soll Rohstoffpotenziale, Verarbeitungswege, Flächenkonkurrenzen und mögliche Engpässe sichtbar machen.

Entscheidend ist der Aufbau vollständiger regionaler Ketten von Landwirtschaft und Faseraufbereitung bis zu verarbeitenden Unternehmen und Anwendern. Workshops mit Wirtschaft, Kommunen und weiteren Akteuren sollen daraus realistische Transformationspfade für eine zirkuläre Bioökonomie ableiten. Für technische Textilien und Composites ist das Projekt interessant, weil es Materialinnovation unmittelbar mit Rohstoffverfügbarkeit und regionaler Industrialisierung verknüpft.

 

Quelle:

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) / Hochschule Zittau/Görlitz

11.09.2026

BTE stellt Handel Handreichung zur EmpCo-Richtlinie bereit

Die Empowering Consumers for the Green Transition Directive (EU) 2024/825 (EmpCo) verschärft ab dem 27. September 2026 die Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern deutlich. Ziel der EU-Richtlinie ist es, Greenwashing zu unterbinden. Künftig sind pauschale Begriffe wie „nachhaltig“, „umweltfreundlich“ oder „grün“ nur noch zulässig, wenn sie durch eine anerkannte herausragende Umweltleistung belegt werden. Eigene Nachhaltigkeitssiegel ohne unabhängige Zertifizierung, irreführende oder pauschale Umweltaussagen sowie Klimaneutralitätsaussagen zu Produkten werden künftig unzulässig.
 
Unternehmen des Textil-, Schuh- und Lederwarenhandels müssen deshalb ihre gesamte Nachhaltigkeits- und Marketingkommunikation sowohl online als auch stationär kritisch überprüfen. „Die EmpCo-Richtlinie trifft den Handel in einer ohnehin herausfordernden Phase. Besonders problematisch ist, dass keine Abverkaufs- oder Übergangsfristen vorgesehen sind. Dadurch entstehen erhebliche rechtliche Unsicherheiten und praktische Herausforderungen für Händlerinnen und Händler“, so Marika Hanschke, Referentin für Kreislaufwirtschaft beim BTE.

Die Empowering Consumers for the Green Transition Directive (EU) 2024/825 (EmpCo) verschärft ab dem 27. September 2026 die Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern deutlich. Ziel der EU-Richtlinie ist es, Greenwashing zu unterbinden. Künftig sind pauschale Begriffe wie „nachhaltig“, „umweltfreundlich“ oder „grün“ nur noch zulässig, wenn sie durch eine anerkannte herausragende Umweltleistung belegt werden. Eigene Nachhaltigkeitssiegel ohne unabhängige Zertifizierung, irreführende oder pauschale Umweltaussagen sowie Klimaneutralitätsaussagen zu Produkten werden künftig unzulässig.
 
Unternehmen des Textil-, Schuh- und Lederwarenhandels müssen deshalb ihre gesamte Nachhaltigkeits- und Marketingkommunikation sowohl online als auch stationär kritisch überprüfen. „Die EmpCo-Richtlinie trifft den Handel in einer ohnehin herausfordernden Phase. Besonders problematisch ist, dass keine Abverkaufs- oder Übergangsfristen vorgesehen sind. Dadurch entstehen erhebliche rechtliche Unsicherheiten und praktische Herausforderungen für Händlerinnen und Händler“, so Marika Hanschke, Referentin für Kreislaufwirtschaft beim BTE.
 
Um die Branche bei der Umsetzung der neuen Vorgaben zu unterstützen, stellt der BTE dem Handel eine Handreichung zur EmpCo-Richtlinie bereit. Sie erläutert die wesentlichen rechtlichen Anforderungen und zeigt auf, welche Schritte Händlerinnen und Händler jetzt angehen sollten. „Die Handreichung informiert darüber, welche Nachhaltigkeitsaussagen künftig zulässig sind, welche etablierten Nachhaltigkeitssiegel weiterhin verwendet werden dürfen und wo die neuen rechtlichen Grenzen verlaufen. Zudem enthält sie Informationen zu neuen Pflichten bei Gewährleistung und Garantien, etwa zum EU-weiten GARAN-Label. Damit bietet sie dem Handel eine wichtige Orientierungshilfe für die Umsetzung der EmpCo-Richtlinie“, so Hanschke.
 
Die Handreichung kann ab sofort unter hanschke@bte.de angefordert werden. Der BTE wird die Branche auch künftig über weitere Entwicklungen informieren und die Interessen des Handels in den politischen Dialog einbringen.

Weitere Informationen:
Empowering Consumers Directive BTE
Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren

10.09.2026

EUDI-Wallet „d-you“ stärkt den Onlinehandel

Mit dem geplanten Start der deutschen European Digital Identity Wallet (EUDI-Wallet) „d-you“ ab Januar 2027 wird E-Commerce deutlich sicherer und vertrauenswürdiger. Birgit Janik, Leiterin Steuern, Finanzen & Controlling beim bevh, sieht von der Kontoerstellung bis zur Warenübergabe auf der letzten Meile große Vorteile für Verbraucher und Händler: 
 

Mit dem geplanten Start der deutschen European Digital Identity Wallet (EUDI-Wallet) „d-you“ ab Januar 2027 wird E-Commerce deutlich sicherer und vertrauenswürdiger. Birgit Janik, Leiterin Steuern, Finanzen & Controlling beim bevh, sieht von der Kontoerstellung bis zur Warenübergabe auf der letzten Meile große Vorteile für Verbraucher und Händler: 
 
„Die EUDI-Wallet ist ein wichtiger Schritt für mehr digitale Souveränität und Sicherheit für Endverbraucher, Bezahldienstleister und den Handel im europäischen Raum. Wir freuen uns, dass Deutschland im Zeitplan liegt, um die nationale Wallet ‚d-you‘ bereitzustellen. Insbesondere im E-Commerce wird die einfachere Verifizierung von Identitäten dazu führen, dass Abbruchraten sowie Betrugsrisiken vor, während und nach dem Checkout sinken. Die Akzeptanzverpflichtung für Händler ist zwar grundsätzlich kritisch zu sehen. Wir gehen jedoch davon aus, dass langfristig die positiven Effekte – mehr Sicherheit im Zahlungsverkehr und ein einfacherer Know-your-Customer-Prozess – für Händler und Plattformen überwiegen werden. Ein wichtiger nächster Schritt ist nun, dass vor allem Logistiker ‚d-you‘ bei der Zustellung auf der letzten Meile nutzen, um die Übergabe sensibler Güter wie Medikamente oder Hochpreisprodukte sicherer zu machen.“

Quelle:

Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. bevh 

Foto: (c) Groz-Beckert KG
10.09.2026

Groz-Beckert startet mit 21 Nachwuchskräften

Groz-Beckert hat zum 1. September 21 neue Auszubildende und Studierende am Standort Albstadt begrüßt. Der neue Jahrgang verteilt sich auf technische, kaufmännische und digitale Berufsbilder und zeigt, wie breit der Qualifikationsbedarf im modernen Textilmaschinen- und Komponentenbau inzwischen ist.

Zu den Ausbildungswegen gehören unter anderem Industriemechanik und Mechatronik. Hinzu kommen kaufmännische und IT-orientierte Profile sowie duale Studienrichtungen, darunter Data Science. Damit verbindet das Unternehmen klassische Fertigungsqualifikationen mit Kompetenzen, die für digitalisierte Produktions- und Serviceprozesse zunehmend relevant werden.

Der Nachwuchsstart ist auch vor dem Hintergrund des Fachkräftebedarfs im europäischen Textilmaschinenbau interessant. Unternehmen müssen mechanische, elektronische und datenbezogene Kompetenz enger verzahnen, während gleichzeitig erfahrene Fachkräfte aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden. Ausbildung bleibt damit ein strategischer Baustein für Technologie- und Produktionsstandorte.

Groz-Beckert hat zum 1. September 21 neue Auszubildende und Studierende am Standort Albstadt begrüßt. Der neue Jahrgang verteilt sich auf technische, kaufmännische und digitale Berufsbilder und zeigt, wie breit der Qualifikationsbedarf im modernen Textilmaschinen- und Komponentenbau inzwischen ist.

Zu den Ausbildungswegen gehören unter anderem Industriemechanik und Mechatronik. Hinzu kommen kaufmännische und IT-orientierte Profile sowie duale Studienrichtungen, darunter Data Science. Damit verbindet das Unternehmen klassische Fertigungsqualifikationen mit Kompetenzen, die für digitalisierte Produktions- und Serviceprozesse zunehmend relevant werden.

Der Nachwuchsstart ist auch vor dem Hintergrund des Fachkräftebedarfs im europäischen Textilmaschinenbau interessant. Unternehmen müssen mechanische, elektronische und datenbezogene Kompetenz enger verzahnen, während gleichzeitig erfahrene Fachkräfte aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden. Ausbildung bleibt damit ein strategischer Baustein für Technologie- und Produktionsstandorte.

Quelle:

Groz-Beckert KG

Bild Amore Seymour, Pixabay
10.09.2026

Raumfahrt treibt Textilien an

Innovationen aus der Raumfahrt finden seit Jahrzehnten ihren Weg in textile Anwendungen. Ein aktueller Beitrag des Texpertise Network von Messe Frankfurt zeigt, dass diese Transferbewegung wieder an Dynamik gewinnt. Hintergrund sind neue Mond- und Marsprogramme, für die Textilien deutlich mehr leisten müssen als klassische Bekleidungs- oder Interieurmaterialien: gefordert sind geringes Gewicht, hohe mechanische Belastbarkeit, thermische Regulation, Schutzfunktionen und zuverlässige Performance unter extremen Umweltbedingungen.

Der Beitrag verweist unter anderem auf den Austausch zwischen NASA-Fachleuten und der Textilindustrie auf der Techtextil 2026. Die Botschaft ist wirtschaftlich relevant: Entwicklungen für Raumanzüge, Habitat-Systeme oder thermische Schutzschichten können später auch in Automotive, Sport, Outdoor, Arbeitsschutz oder Gebäudetechnik eingesetzt werden. Gerade textile Systeme bieten Vorteile, weil Funktionen wie Isolation, Feuchtigkeitsmanagement, Sensorik und Schutz in leichten, flexiblen Strukturen kombiniert werden können.

Innovationen aus der Raumfahrt finden seit Jahrzehnten ihren Weg in textile Anwendungen. Ein aktueller Beitrag des Texpertise Network von Messe Frankfurt zeigt, dass diese Transferbewegung wieder an Dynamik gewinnt. Hintergrund sind neue Mond- und Marsprogramme, für die Textilien deutlich mehr leisten müssen als klassische Bekleidungs- oder Interieurmaterialien: gefordert sind geringes Gewicht, hohe mechanische Belastbarkeit, thermische Regulation, Schutzfunktionen und zuverlässige Performance unter extremen Umweltbedingungen.

Der Beitrag verweist unter anderem auf den Austausch zwischen NASA-Fachleuten und der Textilindustrie auf der Techtextil 2026. Die Botschaft ist wirtschaftlich relevant: Entwicklungen für Raumanzüge, Habitat-Systeme oder thermische Schutzschichten können später auch in Automotive, Sport, Outdoor, Arbeitsschutz oder Gebäudetechnik eingesetzt werden. Gerade textile Systeme bieten Vorteile, weil Funktionen wie Isolation, Feuchtigkeitsmanagement, Sensorik und Schutz in leichten, flexiblen Strukturen kombiniert werden können.

Für Unternehmen entsteht daraus ein Innovationsfeld, das weit über Raumfahrtaufträge hinausreicht. Entscheidend ist der Technologietransfer in volumenstärkere Märkte. Materialien, die für extreme Temperaturwechsel, hohe UV-Belastung oder minimale Masse entwickelt werden, können auf der Erde neue Produkte ermöglichen. Der Beitrag macht damit deutlich, dass die Raumfahrt nicht nur ein Forschungsfeld für Spezialanbieter ist, sondern als Impulsgeber für technische Textilien und neue Geschäftsmodelle dienen kann.

Quelle:

Messe Frankfurt / Texpertise Network

Grafik RE&UP Recycling Technologies
09.09.2026

RE&UP zieht in Zalando-Basics ein

RE&UP bringt seine textile-to-textile recycelte Baumwolle erstmals in Zalandos Eigenmarkensortiment. Eine fünfteilige T-Shirt-Kollektion der Labels YOURTURN und Even&Odd verwendet einen Stoff aus 20 Prozent RE&UP Next-Gen Cotton und 80 Prozent Bio-Baumwolle. Für den Recyclinganbieter ist das vor allem deshalb relevant, weil ein alltagstaugliches Basisprodukt statt einer limitierten Konzeptkollektion gewählt wurde.

RE&UP verarbeitet Pre- und Post-Consumer-Textilabfälle über automatisierte Sortierung, Zerlegung und Entfärbung zu neuen Fasern. Nach Unternehmensangaben soll die daraus gewonnene Recyclingbaumwolle die für größere Marken erforderliche Festigkeit, Gleichmäßigkeit und Rückverfolgbarkeit erreichen. Gerade bei T-Shirts sind Haptik, Haltbarkeit und reproduzierbare Stoffqualität entscheidend; ein Einsatz in diesem Segment ist daher ein belastbarer Test für industrielle Skalierbarkeit.

RE&UP bringt seine textile-to-textile recycelte Baumwolle erstmals in Zalandos Eigenmarkensortiment. Eine fünfteilige T-Shirt-Kollektion der Labels YOURTURN und Even&Odd verwendet einen Stoff aus 20 Prozent RE&UP Next-Gen Cotton und 80 Prozent Bio-Baumwolle. Für den Recyclinganbieter ist das vor allem deshalb relevant, weil ein alltagstaugliches Basisprodukt statt einer limitierten Konzeptkollektion gewählt wurde.

RE&UP verarbeitet Pre- und Post-Consumer-Textilabfälle über automatisierte Sortierung, Zerlegung und Entfärbung zu neuen Fasern. Nach Unternehmensangaben soll die daraus gewonnene Recyclingbaumwolle die für größere Marken erforderliche Festigkeit, Gleichmäßigkeit und Rückverfolgbarkeit erreichen. Gerade bei T-Shirts sind Haptik, Haltbarkeit und reproduzierbare Stoffqualität entscheidend; ein Einsatz in diesem Segment ist daher ein belastbarer Test für industrielle Skalierbarkeit.

Die Kooperation zeigt zugleich, wohin sich textile Kreislaufmodelle bewegen: weg von einzelnen Pilotprojekten, hin zu Materialien, die in bestehende Lieferketten und kommerzielle Stückzahlen integriert werden können. Für Plattformen und Marken steigt damit die Möglichkeit, Recyclinganteile in Kernsortimente einzubauen, ohne komplett neue Produktarchitekturen entwickeln zu müssen. Entscheidend bleibt, ob Materialverfügbarkeit, Preis und konstante Qualität über größere Volumina gesichert werden können.

08.09.2026

BTE fordert Abschaffung der Sonderregelung für zusätzliche verkaufsoffene Sonntage am Zweibrücken Fashion Outlet (ZFO)

Der BTE fordert die Landesregierung Rheinland-Pfalz erneut auf, die Landesverordnung zur Durchführung des § 7 Abs. 2 des Ladenöffnungsgesetzes unverzüglich aufzuheben. Damit müssen die unrechtmäßigen Öffnungen an zwölf Feriensonntagen im Zweibrücken Fashion Outlet (ZFO), die seit vielen Jahren zulasten vieler Mode-, Schuh- und Lederwareneinzelhändler im Einzugsbereich des Centers gehen, endgültig beendet werden. Nach mehreren Urteilen und Beschlüssen der verschiedenen Instanzen und Gerichte steht unzweifelhaft fest, dass die Verordnung verfassungswidrig und damit nichtig ist. Die Landesregierung hat keinen Ermessensspielraum mehr, sie muss jetzt handeln. 
 

Der BTE fordert die Landesregierung Rheinland-Pfalz erneut auf, die Landesverordnung zur Durchführung des § 7 Abs. 2 des Ladenöffnungsgesetzes unverzüglich aufzuheben. Damit müssen die unrechtmäßigen Öffnungen an zwölf Feriensonntagen im Zweibrücken Fashion Outlet (ZFO), die seit vielen Jahren zulasten vieler Mode-, Schuh- und Lederwareneinzelhändler im Einzugsbereich des Centers gehen, endgültig beendet werden. Nach mehreren Urteilen und Beschlüssen der verschiedenen Instanzen und Gerichte steht unzweifelhaft fest, dass die Verordnung verfassungswidrig und damit nichtig ist. Die Landesregierung hat keinen Ermessensspielraum mehr, sie muss jetzt handeln. 
 
„Es ist absurd, dass die bereits seit 2014 unzulässige und unlautere Praktik der Öffnungen an Feriensonntagen im ZFO dennoch bis heute fortgeführt wird. Im Laufe der letzten Jahre hat sich bei uns und vielen betroffenen Mode-, Schuh- und Lederwarenunternehmen der Eindruck verfestigt, dass erst langwierige und kostspielige Gerichtsverfahren das Handeln von Politik und Verwaltung erzwingen müssen. Das hinterlässt leider ebenso Zweifel an der Verlässlichkeit unserer Rechtsstaatlichkeit wie auch letztendlich an der Wahrung von Grundrechten“, so BTE-Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels. 

Da das ZFO bislang alle Feriensonntage geöffnet und öffentlich erklärt hat, an den unrechtmäßigen Öffnungen festhalten zu wollen, besteht aus Sicht des BTE akuter politischer Handlungsbedarf. „Vor diesem Hintergrund erwarten wir jetzt keine weitere Verschleppung beim Prozess zur Abschaffung der Verordnung. Die erforderlichen Verfahren und Abstimmungen müssen beschleunigt und mit höchster Priorität vorangetrieben werden. Nach unserem Verständnis bedarf es bei der Abschaffung einer verfassungswidrigen Verordnung auch eigentlich keinerlei weiterer Diskussionen“, so Pangels abschließend. 

Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren

(c) Recover Textile Systems, S.L.
08.09.2026

Recover skaliert Recyclingbaumwolle

Recover beziffert die Jahreskapazität seines weltweiten Produktionsnetzes für mechanisch recycelte Baumwolle inzwischen auf 84.300 Tonnen. Fünf Produktionsstandorte in Europa, Südasien, Südostasien und Zentralamerika sollen nach einheitlichen Qualitäts- und Managementsystemen arbeiten. Über mehr als 140 Spinnereipartner, Stoffangebote und fertige Blank-Produkte will das Unternehmen Marken ermöglichen, Recyclingmaterial an unterschiedlichen Punkten der Lieferkette einzusetzen.

Der Nachhaltigkeitsbericht 2025 trennt nach Darstellung von Recover die durch den Einsatz der Recyclingfaser ermöglichten Umweltentlastungen von den Emissionen der eigenen Geschäftstätigkeit. Für 2025 nennt das Unternehmen gegenüber konventioneller Baumwolle Einsparungen von 47.566 Tonnen CO₂-Äquivalenten in Scope 3 sowie mehr als 25 Milliarden Litern Wasser. Pro Kilogramm werden unter anderem 99,9 Prozent weniger Wasserverbrauch, 93 Prozent weniger CO₂-Äquivalente und 96 Prozent weniger Energie angegeben. Die zugrunde liegenden LCAs für Spanien und Bangladesch wurden laut Recover unabhängig durch EcoReview geprüft und nach ISO 14040/14044 sowie PEF-Methodik erstellt.

Recover beziffert die Jahreskapazität seines weltweiten Produktionsnetzes für mechanisch recycelte Baumwolle inzwischen auf 84.300 Tonnen. Fünf Produktionsstandorte in Europa, Südasien, Südostasien und Zentralamerika sollen nach einheitlichen Qualitäts- und Managementsystemen arbeiten. Über mehr als 140 Spinnereipartner, Stoffangebote und fertige Blank-Produkte will das Unternehmen Marken ermöglichen, Recyclingmaterial an unterschiedlichen Punkten der Lieferkette einzusetzen.

Der Nachhaltigkeitsbericht 2025 trennt nach Darstellung von Recover die durch den Einsatz der Recyclingfaser ermöglichten Umweltentlastungen von den Emissionen der eigenen Geschäftstätigkeit. Für 2025 nennt das Unternehmen gegenüber konventioneller Baumwolle Einsparungen von 47.566 Tonnen CO₂-Äquivalenten in Scope 3 sowie mehr als 25 Milliarden Litern Wasser. Pro Kilogramm werden unter anderem 99,9 Prozent weniger Wasserverbrauch, 93 Prozent weniger CO₂-Äquivalente und 96 Prozent weniger Energie angegeben. Die zugrunde liegenden LCAs für Spanien und Bangladesch wurden laut Recover unabhängig durch EcoReview geprüft und nach ISO 14040/14044 sowie PEF-Methodik erstellt.

Bei der Rückverfolgbarkeit kombiniert Recover drei Ebenen: GRS-Dokumentation und Transaktionszertifikate, einen physischen Tracer in der Faser sowie digitale Rückverfolgung. 2025 wurde dafür TextileGenesis mit Fibercoin-Token erprobt. Ziel ist eine Rückverfolgbarkeit von der Faser bis zum Handel und die Vorbereitung auf künftige Anforderungen wie den Digitalen Produktpass.

Für die eigenen Betriebsprozesse nennt Recover ein über Cascales Manufacturer Climate Action Program validiertes Science-Aligned Target: Die absoluten Scope-1- und Scope-2-Emissionen sollen zwischen 2024 und 2034 um 58,8 Prozent sinken. Der Bericht wurde zudem freiwillig mit Bezug auf die ESRS erstellt. Bei der redaktionellen Bewertung ist zu trennen: Die LCA-Daten sind nach Unternehmensangaben extern verifiziert, der Nachhaltigkeitsbericht insgesamt bleibt jedoch eine Unternehmensquelle und sollte entsprechend eingeordnet werden.

 

Origami Wearable Sensors to Conform to Body Shapes (c) Shibaura Institute of Technology
Origami Wearable Sensors to Conform to Body Shapes
08.09.2026

Papier-Sensor faltet sich an den Körper

Forschende des Shibaura Institute of Technology in Japan haben ein parametrisches Designverfahren für papierbasierte Wearable-Sensoren entwickelt, die sich nach dem Bedrucken selbst zu einer helikalen Struktur falten und an Finger oder Unterarm anlegen. Statt Gurten oder Klebstoffen entsteht die Passform aus der Geometrie des gedruckten Faltmusters.

Der Prozess beginnt mit einem Standard-Inkjetdrucker. Aus den gewünschten Abmessungen des Körperbereichs erzeugt die Software ein zweidimensionales Muster, dessen definierte Faltlinien das Papier in eine dreidimensionale Helix überführen. Die Forschenden entwickelten zwei Werkzeuge: eines erzeugt das Druckmuster und eine 3D-Vorschau, das zweite berechnet aus Zielmaßen automatisch die passende Geometrie. Bei Prototypen für Finger und Unterarm lagen die realen Abmessungen innerhalb von etwa fünf Prozent der Zielwerte.

Forschende des Shibaura Institute of Technology in Japan haben ein parametrisches Designverfahren für papierbasierte Wearable-Sensoren entwickelt, die sich nach dem Bedrucken selbst zu einer helikalen Struktur falten und an Finger oder Unterarm anlegen. Statt Gurten oder Klebstoffen entsteht die Passform aus der Geometrie des gedruckten Faltmusters.

Der Prozess beginnt mit einem Standard-Inkjetdrucker. Aus den gewünschten Abmessungen des Körperbereichs erzeugt die Software ein zweidimensionales Muster, dessen definierte Faltlinien das Papier in eine dreidimensionale Helix überführen. Die Forschenden entwickelten zwei Werkzeuge: eines erzeugt das Druckmuster und eine 3D-Vorschau, das zweite berechnet aus Zielmaßen automatisch die passende Geometrie. Bei Prototypen für Finger und Unterarm lagen die realen Abmessungen innerhalb von etwa fünf Prozent der Zielwerte.

Für die Sensorfunktion wurden Kupferband-Elektroden integriert. In Versuchen erfassten die papierbasierten Geräte triboelektrische Signale und die galvanische Hautreaktion mit einer Leistung, die laut Forschungsteam mit konventionellen, per Band fixierten Sensoren vergleichbar war. Die Kombination aus kostengünstigem Substrat, digitaler Individualisierung und automatischer Formgebung könnte vor allem für kurzzeitig eingesetzte oder disposable Wearables interessant sein.

Das Team nennt Anwendungen in klinischer Kurzzeitüberwachung, Homecare, Feldmessungen, Touch-Sensorik und Mensch-Maschine-Schnittstellen. Zugleich bleibt die Entwicklung Forschungsarbeit: Die Autorinnen und Autoren betonen, dass weitere Praxistests notwendig sind. Die Studie erschien in Advanced Sensor Research. Der institutionelle Pressetext liefert zudem Bildmaterial unter CC BY 4.0 und ist damit für die redaktionelle Weiterverwendung besonders gut dokumentiert.

 

 

Quelle:

Shibaura Institute of Technology

08.09.2026

Teijin bringt Recycling-CFK in Mobilität

WHILL setzt beim kommenden elektrischen Mobilitätsgerät Model C Lite auf Teijins carbonfaserverstärkten Thermoplast Sereebo P CFP. Das Material wird für mehrere strukturelle Bauteile verwendet, darunter Fußstütze, Rückenstütze, Armlehnen und Batteriegehäuse. Damit erreicht ein spritzgießbarer CFRTP-Werkstoff eine Anwendung, bei der geringes Gewicht, Bauteilkomplexität und robuste Alltagstauglichkeit unmittelbar zusammenkommen.

Sereebo P CFP besteht nach Angaben von Teijin aus postindustriell recycelten Carbonfasern, die gleichmäßig in einer Polyamidmatrix verteilt werden. Das Material wird als Granulat geliefert und kann auf Standard-Spritzgießmaschinen verarbeitet werden. Der hohe Fließgrad soll dünne und komplexe Geometrien ermöglichen. Gegenüber Aluminium und Magnesium nennt Teijin Vorteile bei Gewicht sowie bei Fertigungsaufwand und Systemkosten; quantitative Vergleichswerte enthält die Pressemitteilung allerdings nicht.

WHILL setzt beim kommenden elektrischen Mobilitätsgerät Model C Lite auf Teijins carbonfaserverstärkten Thermoplast Sereebo P CFP. Das Material wird für mehrere strukturelle Bauteile verwendet, darunter Fußstütze, Rückenstütze, Armlehnen und Batteriegehäuse. Damit erreicht ein spritzgießbarer CFRTP-Werkstoff eine Anwendung, bei der geringes Gewicht, Bauteilkomplexität und robuste Alltagstauglichkeit unmittelbar zusammenkommen.

Sereebo P CFP besteht nach Angaben von Teijin aus postindustriell recycelten Carbonfasern, die gleichmäßig in einer Polyamidmatrix verteilt werden. Das Material wird als Granulat geliefert und kann auf Standard-Spritzgießmaschinen verarbeitet werden. Der hohe Fließgrad soll dünne und komplexe Geometrien ermöglichen. Gegenüber Aluminium und Magnesium nennt Teijin Vorteile bei Gewicht sowie bei Fertigungsaufwand und Systemkosten; quantitative Vergleichswerte enthält die Pressemitteilung allerdings nicht.

Der Einsatz ist für die Composite-Industrie deshalb relevant, weil hier mehrere Skalierungsanforderungen zusammentreffen: Recyclinganteil in der Verstärkungsfaser, thermoplastische Matrix, standardisierte Hochserienverarbeitung und Funktionsintegration in komplexe Bauteile. Statt großformatiger Hochleistungsverbunde steht eine an Spritzguss orientierte Prozessroute im Mittelpunkt, die auch für kleinere Mobilitäts-, Robotik- und Elektronikkomponenten interessant ist.

Teijin will die Sereebo-Reihe über Mobilitätsanwendungen hinaus für Drohnen, Robotik sowie elektrische und elektronische Komponenten ausbauen. Für die Bewertung der Nachhaltigkeitswirkung wären künftig zusätzliche Daten zu Rezyklatanteil, mechanischem Eigenschaftsniveau, Lebensdauer und End-of-Life-Pfaden hilfreich. Die aktuelle Meldung belegt zunächst die konkrete Industrialisierung eines PIR-basierten Carbonfaser-Thermoplasts.

Quelle:

Teijin Limited

Ministerin Mona Neubaur mit T7-Logo (c) Tomas Rodriguez
Ministerin Mona Neubaur mit T7-Logo
08.09.2026

T7 zeigt smarte Textilproduktion

Die Textilfabrik 7.0 in Mönchengladbach zeigt erstmals mehrere konkrete Demonstratoren aus ihrem Reallabor für eine „smarte und saubere“ Textilproduktion. Bei einem Besuch der nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerin Mona Neubaur präsentierten Forschende des Forschungsinstituts für Textil und Bekleidung der Hochschule Niederrhein und des ITA der RWTH Aachen unter anderem eine smarte Jacke, digitale Fertigungsverfahren sowie biotechnologische Ansätze zur Textilbearbeitung.

Die smarte Jacke erfasst Bewegungs- und Körperdaten und überträgt sie an eine App. Daraus ergeben sich mögliche Anwendungen beispielsweise in Physiotherapie und Rehabilitation. Ergänzend demonstrierten die Projektpartner, wie leitfähige Garne durch Sticktechnik in textile Strukturen integriert werden können. Auf der Digitalisierungsseite gehören KI-basierte Analysen von Naturfasern und Materialzusammensetzungen sowie laserbasierte Druck- und Bearbeitungsverfahren zum aktuellen Entwicklungsstand.

Die Textilfabrik 7.0 in Mönchengladbach zeigt erstmals mehrere konkrete Demonstratoren aus ihrem Reallabor für eine „smarte und saubere“ Textilproduktion. Bei einem Besuch der nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerin Mona Neubaur präsentierten Forschende des Forschungsinstituts für Textil und Bekleidung der Hochschule Niederrhein und des ITA der RWTH Aachen unter anderem eine smarte Jacke, digitale Fertigungsverfahren sowie biotechnologische Ansätze zur Textilbearbeitung.

Die smarte Jacke erfasst Bewegungs- und Körperdaten und überträgt sie an eine App. Daraus ergeben sich mögliche Anwendungen beispielsweise in Physiotherapie und Rehabilitation. Ergänzend demonstrierten die Projektpartner, wie leitfähige Garne durch Sticktechnik in textile Strukturen integriert werden können. Auf der Digitalisierungsseite gehören KI-basierte Analysen von Naturfasern und Materialzusammensetzungen sowie laserbasierte Druck- und Bearbeitungsverfahren zum aktuellen Entwicklungsstand.

Im Themenfeld „Biosphere“ untersucht das Projekt unter anderem die Entfärbung von Textilien mit Pilzkulturen. Ziel ist es, chemisch und energetisch aufwendige Prozessschritte durch biotechnologische Alternativen zu ergänzen oder perspektivisch zu ersetzen. Die vier Kernbereiche von T7 sind On-Demand-Fertigung, MicroFactory Engineering, Digital Textiles und Biosphere. Damit sollen einzelne Technologien nicht isoliert erprobt, sondern in einer durchgängigen, wirtschaftlich relevanten Produktionsumgebung verbunden werden.

Textination hatte über die Textilfabrik 7.0 bereits berichtet. Die aktuelle Meldung ist deshalb nicht als erneute Projektvorstellung zu verstehen, sondern als Fortschrittsbericht: Neu sind die nun gezeigten Demonstratoren und die konkrete Kombination von Smart-Textile-Anwendung, digitaler Analyse, Laserprozess und biotechnologischer Entfärbung. Das Projekt wird von Forschung, Industrieverbänden, Textilakademie NRW und Wirtschaftsförderung getragen und soll CO₂-neutrale, zirkuläre Produktion in Deutschland praktisch erproben.

Quelle:

ITA – Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University 

08.09.2026

Masche wächst weltweit

Der weltweite Exportwert von Maschenbekleidung hat sich seit 2006 nahezu verdoppelt und 2025 rund 289,1 Milliarden US-Dollar erreicht. 2006 waren es 145,2 Milliarden US-Dollar. Damit entwickelte sich Maschenbekleidung dynamischer als Webbekleidung, deren Exportwert im gleichen Zeitraum von 158,5 auf 257,7 Milliarden US-Dollar stieg. Nach einer aktuellen Auswertung des Gesamtverbands der deutschen Maschenindustrie auf Basis unter anderem von ICAC-Daten stellen Maschen- und Webbekleidung inzwischen zusammen knapp 60 Prozent der weltweiten Textil- und Bekleidungsexporte.

Der weltweite Exportwert von Maschenbekleidung hat sich seit 2006 nahezu verdoppelt und 2025 rund 289,1 Milliarden US-Dollar erreicht. 2006 waren es 145,2 Milliarden US-Dollar. Damit entwickelte sich Maschenbekleidung dynamischer als Webbekleidung, deren Exportwert im gleichen Zeitraum von 158,5 auf 257,7 Milliarden US-Dollar stieg. Nach einer aktuellen Auswertung des Gesamtverbands der deutschen Maschenindustrie auf Basis unter anderem von ICAC-Daten stellen Maschen- und Webbekleidung inzwischen zusammen knapp 60 Prozent der weltweiten Textil- und Bekleidungsexporte.

Die Entwicklung wird nicht nur durch mehr Bekleidungskonsum getragen. Casualwear, Sportswear und Athleisure begünstigen Konstruktionen, die Komfort, Bewegungsfreiheit und Funktion bereits über Faser, Garn und Maschenstruktur integrieren. Gleichzeitig verschiebt sich der Fasermix. Baumwollbasierte Maschenbekleidung steigerte ihren Exportwert seit 2006 von 69,9 auf 128,3 Milliarden US-Dollar. Die von ICAC als „man-made and synthetic“ ausgewiesene Gruppe wuchs im selben Zeitraum noch stärker von 35,6 auf 99,2 Milliarden US-Dollar. 2025 entfielen 44,5 Prozent der Maschenwarenexporte auf Baumwollprodukte und 34,4 Prozent auf die Gruppe der Chemie- und Synthesefasern.

Gesamtmasche weist zugleich auf einen Zielkonflikt hin: Polyester stellt inzwischen einen sehr großen Anteil der globalen Faserproduktion, doch 2024 waren dem Beitrag zufolge lediglich zwölf Prozent des weltweit produzierten Polyesters recycelt; der überwiegende Teil des Recyclingpolyesters stammt weiterhin aus PET-Flaschen statt aus Alttextilien. Parallel erhöhen Fast und Ultra Fast Fashion den Mengen- und Preisdruck. Der weltweite Markt wächst also, während zirkuläre Rohstoffströme und Wertschöpfung pro Teil nicht im gleichen Tempo vorankommen.

Auch geografisch sortiert sich der Markt neu. China bleibt führender Textil- und Bekleidungsexporteur, während Bangladesch und Vietnam stark aufgeholt haben. Auf der Nachfrageseite verlieren die USA relativ an Gewicht, während sich zusätzliche Nachfrage breiter auf Europa, Asien, Lateinamerika und den Nahen Osten verteilt. Für europäische Maschenhersteller sieht Gesamtmasche Chancen vor allem dort, wo Qualität, Funktion, Spezialisierung, innovative Konstruktionen und verlässliche Lieferketten stärker wiegen als der reine Mengenpreis.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Deutsch-Intensivkurses in der Aula der WHZ. Foto: Eugenia Jakob/WHZ
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Deutsch-Intensivkurses in der Aula der WHZ.
07.09.2026

Internationale Studierende der WHZ starten ins Studium

Für 34 junge Menschen aus der ganzen Welt hat das Studium an der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) begonnen. Sie lernen in den kommenden zwei Wochen intensiv Deutsch, um sich auf ihr Studium vorzubereiten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus Südkorea, Kirgisistan, Georgien, Frankreich und der Slowakei. Aus Kirgisistan sind Studierende des Kyrgyz-German Institute of Applied Informatics (INAI.KG) dabei, aus Georgien Studierende der Business and Technology University (BTU). Den Kurs organisiert das International Office der WHZ gemeinsam mit dem Studienkolleg Glauchau. Er läuft vom 7. bis 18. September am Campus Innenstadt.

Eröffnet wurde der Kurs am Montag, dem 7.9., in der Aula in der Peter-Breuer-Straße. Unterricht ist von Montag bis Freitag. Daneben stehen ein Rundgang über den Campus und durch die Zwickauer Innenstadt sowie eine Pub-Rallye auf dem Programm.

Für 34 junge Menschen aus der ganzen Welt hat das Studium an der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) begonnen. Sie lernen in den kommenden zwei Wochen intensiv Deutsch, um sich auf ihr Studium vorzubereiten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus Südkorea, Kirgisistan, Georgien, Frankreich und der Slowakei. Aus Kirgisistan sind Studierende des Kyrgyz-German Institute of Applied Informatics (INAI.KG) dabei, aus Georgien Studierende der Business and Technology University (BTU). Den Kurs organisiert das International Office der WHZ gemeinsam mit dem Studienkolleg Glauchau. Er läuft vom 7. bis 18. September am Campus Innenstadt.

Eröffnet wurde der Kurs am Montag, dem 7.9., in der Aula in der Peter-Breuer-Straße. Unterricht ist von Montag bis Freitag. Daneben stehen ein Rundgang über den Campus und durch die Zwickauer Innenstadt sowie eine Pub-Rallye auf dem Programm.

„In diesem Kurs geht es nicht nur darum, im Unterricht Deutsch zu lernen. Es geht auch darum, Menschen kennenzulernen, Zwickau und Deutschland zu entdecken und ein neues kulturelles Umfeld zu erleben. Die Studierenden kommen aus verschiedenen Ländern und bringen unterschiedliche Erfahrungen und Sichtweisen mit. Diese Vielfalt macht den Kurs besonders interessant und wertvoll", sagte Prorektorin Anke Häber bei der Auftaktveranstaltung.

Aktuell studieren an der WHZ 1.093 internationale Studierende aus 66 Ländern. Die Bewerbungen für das aktuelle Wintersemester sind noch nicht abgeschlossen.

Quelle:

Westsächsische Hochschule Zwickau WHZ