Grüner Knopf: Transparenz für die nachhaltige Textilproduktion

Grüner Knopf: Transparenz für die nachhaltige Textilproduktion

Verbrauchern den Kauf von sozial und ökologisch produzierter Kleidung einfacher zu machen und damit langfristig die Nachfrage nach nachhaltig produzierten Textilien zu steigern, ist das Ziel des Grünen Knopfes. Initiiert wurde das neue Metasiegel von Dr. Gerd Müller (CSU), Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Der Grüne Knopf setzt auf Sozial- und Umweltstandards und prüft auch die importierenden Unternehmen hinsichtlich der Einhaltung ihrer Sorgfaltspflicht für Menschenrechte und Umwelt. Der Grüne Knopf wird als Symbol gut sichtbar angebracht: am Etikett, direkt auf dem Produkt oder auf der Verpackung.
Insgesamt müssen für das Textilsiegel 46 Sozial- und Umweltkriterien erfüllt werden -von A wie Abwassergrenzwerte bis Z wie Zwangsarbeitsverbot. Auch Mindestlöhne und das Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit gehören dazu. Bisher werden die Kriterien allerdings nur freiwillig von den Unternehmen bei 2 Produktionsschritten der Bekleidungsherstellung angewendet: beim Färben und Bleichen sowie beim Zuschneiden und Nähen. Erst in den kommenden Jahren wird der Grüne Knopf auf die Arbeitsschritte Weben und Spinnen ausgeweitet und danach auf den Produktionsschritt Faserproduktion und Baumwollanbau. In einer zukünftigen letzten Phase soll der Grüne Knopf auch Recycling vorschreiben, also einen geschlossenen Textilkreislauf.

 

Quelle:
dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Grüner Knopf