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Amann: Neuer Polyamid 6.0-Nähfaden für geschlossene Kreislaufwirtschaft

Mit dem recycelten Nähfaden Lifecycle Polyamide, aus Polyamid 6.0 Multifilament, bietet der Hersteller von Nähfäden und Stickgarnen Amann & Söhne GmbH & Co. KG, Bönnigheim, Cradle to Cradle zertifizierte Nähfäden an.
Lifecycle Polyamide wurde in Zusammenarbeit mit dem international tätigen Beratungsinstitut EPEA GmbH – Part of Drees & Sommer, Hamburg, entwickelt. Gewonnen wird der Rohstoff für das Garn aus recycelten Fischernetzen sowie anderen textilen Abfällen. Da bei der Herstellung keinerlei gesundheits- und umweltschädliche Materialien eingesetzt werden dürfen, verzichtet Amann komplett auf Silikone. Verwendet werden ausschließlich kompostierbare Farbstoffe.
Lifecycle Polyamide ist nach Cradle to Cradle zertifiziert und für eine Wiederverwertung als Rohstoff im technischen Kreislauf optimiert. Eine konsequent geschlossene Kreislaufwirtschaft ist damit möglich.
Cradle to Cradle – von der Wiege bis zur Wiege – steht für Produkte, die durch Recycling, entweder als technische Rohstoffe endlos in technischen Kreisläufen gehalten oder die als biologische Nährstoffe, in biologische Kreisläufe zurückgeführt werden. Bei der Produktzertifizierung Cradle to Cradle werden 5 Kategorien bewertet: Material-Gesundheit, Material-Wiederverwendung, Einsatz erneuerbarer Energien, Wassermanagement und soziale Verantwortung.

Quelle:
dfv Mediengruppe

Hohenstein: Test auf gentechnikfreie Baumwolle nach GOTS

Die Hohenstein Institute, Bönnigheim, erhielten eine Akkreditierung für ein neues Protokoll zur Prüfung von Baumwolle auf gentechnisch modifizierte Organismen (GMO). Es wurde von der International Organisation for Standardisation (ISO) International Workshop Agreement (IWA) entwickelt. Das Protokoll bildet die Grundlage für Global Organic Textile Standard (GOTS) Version 6.0. und soll im März 2020 veröffentlicht werden.
GOTS ist ein international anerkannter Standard für Textilien aus biologischem Anbau. Es garantiert, dass etwa Baumwolle frei von gentechnisch modifizierten Organismen ist. Den Einsatz von genetisch verändertem Saatgut kann Hohenstein ermitteln, indem Baumwoll-DNA aus dem ungefärbten Produkt isoliert und auf die weltweit gängigsten Saatgutlinien geprüft wird. Darüber hinaus haben die Institute selbst Nachweismethoden entwickelt, um im Verlauf einer gesamten Wertschöpfungskette auf genetische Manipulationen prüfen zu können, d.h. einschließlich Rohfaser, Garn, Gewebe und auch an Fertigprodukten.
Die GMO-Prüfung erfolgt bei Hohenstein gemäß dem Standart 100 des Zertifizierungssystems für nachhaltige Textilproduktion der Oeko-Tex Association, Zürich/Schweiz.

Quelle:
dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Hohenstein Gentechnik Baumwolle GMO GOTS