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HS Niederrhein: Enzyme zur Behandlung von Polyester

Polyesterfasern fühlen sich leicht und weich an, sind atmungsaktiv und trocknen schnell, sind aber nicht hydrophil. Im internationalen Forschungsprojekt „EnzyPol – Verbesserte Oberflächenfunktionalität durch enzymatische Behandlung von biobasierten und konventionellen Polyestern“ erforschen Wissenschaftler der Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach, und der Universitäten Wien/Österreich und Innsbruck/Österreich, wie mit Hilfe von Enzymen die Hydrophilie von Polyester erhöht werden kann.
Enzyme sind Teil vieler biotechnologischer Prozesse. Weil sie auf natürliche Weise Produkte veredeln oder als Katalysator Produktionsprozesse beschleunigen können, sind sie für viele Industriebereiche unverzichtbar. Welche Enzyme sich für die Bearbeitung des Polyesters eignen, wird in diesem transnationalen „Cornet“-Forschungsprojekt (Collective Research Network) untersucht.
Es gibt bereits Mikroorganismen, die Polyester aufspalten können. Es sollen entsprechende Enzyme wie etwa Polyesterase auch modifiziert werden, damit sie Polyesterfasern entsprechend schnell „bearbeiten“.
Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts „EnzyPol“ wird die Frage sein, an welcher Stelle im textilen Produktionsprozess die Enzyme zum Einsatz kommen.

Quelle:
dfv Mediengruppe

HS Niederrhein: Neue ökologische Vorbehandlung für den Digitaldruck

Wie kann der textile Digitaldruck für Bekleidung und Heimtextilien ressourcenschonender gestaltet werden? Dieser Frage geht man an der Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach, in dem neuen Projekt DigiPrep des Forschungsinstituts für Textil und Bekleidung (FTB), Mönchengladbach, nach. Ziel des Forschungsprojekts, das bis 2022 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), Berlin, gefördert und in Kooperation mit dem Projektpartner Weko (Weitmann & Konrad GmbH & Co. KG), Leinfelden-Echterdingen, durchgeführt wird, ist es Energie, Wasser, Chemikalien und Zeit einzusparen.
Damit Farbstoffe mit den Fasern dauerhaft reagieren und ein konturenscharfes Druckbild entsteht, werden Textilien bislang vor dem Digitaldruck im Tauchverfahren präpariert, auch wenn der Digitaldruck nur einseitig erfolgt. In ökologischer und ökonomischer Hinsicht gibt es daher zahlreiche Möglichkeiten Ressourcen zu sparen. Es soll ein ressourcenschonendes Minimalauftragsverfahren für die Vorbereitung des Digitaldrucks entwickelt werden.
Das Team von DigiPrep entwickelt eine Anlage, die ein wässriges Präparationsmittel vor dem Druck berührungslos durch einzelne Rotationszerstäuber eines Spraysystems aufträgt.

Quelle:
dfv Mediengruppe

HS Niederrhein: Textilfabrik 7.0 in Mönchengladbach

Die Hochschule Niederrhein, die RWTH Aachen University, die Stadt Mönchengladbach und ihre Wirtschaftsförderung (WFMG), der Verband der Rheinischen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V., Wuppertal, sowie der Verband der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V., Münster, haben eine Grundsatzvereinbarung für die Gründung einer Textilfabrik 7.0 unterzeichnet. Diese soll als Modellprojekt für das gesamte verarbeitende Gewerbe eine wettbewerbsfähige Industrieproduktion im Jahr 2035 modellieren und so einen entscheidenden Beitrag für den Strukturwandel im rheinischen Revier leisten.
Prof. Dr. Maike Rabe, Leiterin des Forschungsinstituts für Textil und Bekleidung, Mönchengladbach, hat das Konzept für die textile Modellfabrik am textilen Traditionsstandort Mönchengladbach zusammen mit dem Präsidenten der Hochschule Niederrhein, Dr. Thomas Grünewald, angestoßen. In Zusammenarbeit mit den beteiligten Akteuren wurde es als Beitrag zur Bewältigung des Strukturwandels entwickelt.
Die Textilfabrik der Zukunft ist anwendungsnah, transferorientiert, vernetzt, nachhaltig und transparent. Megathemen der Gegenwart wie erneuerbare Energieselbstversorgung, Zero-Emission, Biotechnologie, Künstliche Intelligenz und Robotik sollen dort in Modulen abgebildet werden.
Der Aufbau des Projekts soll bis 2025 erfolgen. Durch das Ausstrahlen in andere Branchen werden anschließend bis zum Ende des Braunkohletagesbaus im Jahr 2035 bis zu 2.500 Arbeitsplätze erwartet.

Quelle:
dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: HS Niederrhein Textilfabriken