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Strick Zella: Hohlfasern gegen Motten & Co. im Kleiderschrank

Das mit Duftstoff dotierte Wollgarn Pero, eine Innovation des SmartTex-Netzwerks, Weimar, ist lt. Hersteller das weltweit erste Wollgarn mit zuverlässigem Schutz gegen den Befall von Kleidermotten. Die ultrafeinen Merinowollfasern werden dafür zu einem sehr geringen Anteil mit Lyocell-Hohlfasern vermischt. In den Hohlräumen der Faser werden humanverträgliche Insektizide eingelagert, die aufgrund der Depotwirkung auch nach vielen Wäschen noch wirksam sind.
Der Strickwarenhersteller Strick Zella GmbH & Co. KG, Anrode, entwickelte aus diesem Pero-Wollmischgarn eine erste gegen Mottenfraß resistente Kollektion.
Kleidermotten bzw. ihre fressaktiven Larven verursachen fast in allen Haushalten Schäden, wenn sie auf keratinhaltige Materialien wie Wolle, Federn oder Haare stoßen. Der allein in Deutschland durch Mottenfraß an Textilien verursachte Schaden beträgt jährlich ca. 50 Mill. €.
Das SmartTex-Netzwerk wird vom Freistaat Thüringen gefördert und betreut seit 10 Jahren Produktideen rund um Smart Textiles.

Quelle:
dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: SmartTex-Netzwerk Hohlfasern

DITF: Innovationspreis Bioökonomie Baden-Württemberg 2020

Für die Forschung an nachhaltigen Carbonfasern wurden die Deutschen Institute für Textil-und Faserforschung (DITF), Denkendorf, am 25. November 2020 beim 5. Bioökonomietag mit dem Innovationspreis Bioökonomie Baden-Württemberg 2020 ausgezeichnet. Der „Ideenwettbewerb Bioökonomie - Innovationen für den Ländlichen Raum“ wurde in diesem Jahr vom Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz Baden-Württemberg erstmals ausgerufen. Ausgezeichnet wurden 5 Beiträge zum Klimaschutz, zur Ressourceneffizienz, zum Schutz der Umwelt und der Biodiversität sowie zur Entwicklung des ländlichen Raums. Ionische Flüssigkeiten (ionic liquids, IL) sind der Schlüssel zu nachhaltigen biobasierten Fasern für vielfältige Anwendungen in der Industrie. 2003 entdeckte Dr. Frank Hermanutz vom DITF mit seinem Team gemeinsam mit der BASF SE, Ludwigshafen, ein innovatives Lösungsmittel für Biopolymere, also Polymere aus nachwachsenden Rohstoffen. Auf dieser Basis wurden mit der patentierten HighPerCell-Technologie Cellulosefasern entwickelt, die aufgrund ihrer spezifischen Fasereigenschaften als technische Fasern eingesetzt werden können. Sie sind z.B. Ausgangsprodukt für cellulosebasierte Carbonfasern.

Quelle:
dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: DITF carbon fibers Bioökonomie

Fraunhofer WKI: Kommt bald ein Auto aus Pflanzenfasern auf die Straße?

Biowerkstoffe sind ein wichtiger Baustein bei der Umsetzung der nationalen Bioökonomiestrategie. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Bonn, fördert seit Oktober2020 die Entwicklung einer Auto-Karosserie mit einem hohen Anteil nachwachsender Rohstoffe. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Holzforschung, Wilhelm-Klauditz-Institut, WKI, Braunschweig, und der Hobum Oleochemicals GmbH, Hamburg, wollen einen Bioverbundwerkstoff aus Pflanzenfasern und pflanzenölbasierten Harzsystemen entwickeln, der industriell zu Karosseriebauteilen verarbeitet werden kann. Mit dem Bioconcept-Car als Testmodul wird die technische Performance der Bauteile bis zur serienreifen Straßenzulassung optimiert.
BioResinProcess knüpft nahtlos an das im Sommer 2020 abgeschlossene Förderprojekt „Nachhaltiger Biohybrid-Leichtbau für eine zukunftweisende Mobilität“ an. Dort ist erstmals die Serienfertigung eines Karosseriebauteils aus naturfaserverstärkten Werkstoffen gelungen. Im Folgeprojekt soll der Bioanteil der Bauteile auf mindestens 85 % erhöht und ihre Verarbeitung mit dem RTM (Resin-Transfer-Moulding)-Verfahren optimiert werden.

 

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dfv Mediengruppe

Performance Days: Performance Awards für innovative, nachhaltige Stoffe

Bei der kommenden Ausgabe der Fachmesse für Funktionstextilien Performance Days am 9./10. Dezember 2020 werden die innovativen Stoffinnovationen für die Saison Herbst/Winter 2022/23 im Rahmen der Digital Fair vorgestellt. Darüber hinaus wird passend zum diesjährigen Focus Topic „Nothing to waste - Closing the loop “ein Überblick über nachhaltige Materialien, welche die Performance Forum Jury dafür gekürt hat, gegeben.
Für die besten Stoffe und Materialien werden 2 Awards vergeben:
Der Performance Award geht an die Merryson Corp., New Taipei City/Taiwan, für ein Material aus 6 % Baumwolle, 15 % Polyester und 79 % recyceltem Polyester für den Bereich Workwear. Der recycelte Faseranteil kann zudem biologisch abgebaut werden. Die neuartige 3D-Webtechnologie ist innovativ, zukunftsweisend und auf Grund der robusten, widerstandsfähigen Webtechnik optimal für den Bereich Workwear geeignet. Bei Bedarf lässt sich diese Konstruktion in verschiedenen Farbvarianten auch für den Outdoorbereich verwenden.
Mit dem Eco Performance Award wird das nachhaltige Klimamanagement von Optimer Performance Fibers Inc., Wilmington, DE/USA, ausgezeichnet. Bei der Herstellung der 100%igen Baumwollfaser (Gewicht: 315 g) setzt Optimer auf den Tragekomfort von Baumwolle mit der Funktion von synthetischen Fasern. Die Optimer Adapt Technologie sorgt zudem für ein verbessertes, ausgewogenes Klimamanagement, der Stoff trocknet schneller, hat einen soften, natürlichen Griff, ist pilling-resistent und farbecht. Bei Wärme erfolft ein Abkühlen der Körpertemperatur, bei Kälte wiederum gibt das Material Wärme an den Körper zurück.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Performance Days Funktionstextilien

Sandler: Neue Partner im Masken-Verbund Bayern

Hohe Qualität und Wirksamkeit von Schutzmasken – insbesondere für medizinisches Personal – sind unabdingbare Voraussetzungen, für den Schutz vor Corona-Neuinfektionen.
Im Mai 2020 haben sich im Masken-Verbund Bayern bereits 3 Schlüsselunternehmen der Industrie zusammengeschlossen: der Vliesstoffhersteller Sandler AG, Schwarzenbach/Saale, die PIA Automation Amberg GmbH, Amberg, und der Zettl Automotive GmbH, Weng, bilden vom Rohstoff über die Maschinen bis zur Herstellung des Endprodukts die komplette Wertschöpfung in Bayern ab. Übergeordnetes Ziel des Verbundes ist es, einen hohen Sicherheits- und Qualitätsstandard sowie die Versorgungssicherheit für persönliche Schutzausrüstung auch über die Corona-Pandemie hinaus im Land zu gewährleisten.
Zur Verbesserung von Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit sowie auch der Nachhaltigkeit von Masken werden kontinuierlich neue Materialien und Verfahren erprobt und geprüft. Neue Partner unterstützen dabei diese Vorhaben: Prof. Clarissa Prazeres da Costa (Fachärztin für Medizinische Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie von der Technischen Universität München, TUM), Magnus Fröhling (Professor für Circular Economy an der TUM) sowie Prof. Franz-Xaver Reichl (Mikrobiologe, Pharmakologe und Toxikologe von der Ludwig-Maximilians-Universität München, LMU) und auch die Sicherheitsexperten der Dekra Testing and Certification GmbH, Stuttgart.
Die Bayern Innovativ GmbH, Nürnberg, unterstützt das Konsortium bei der Identifizierung von geeigneten Förderprogrammen sowie bei der Erschließung weiterer Kompetenzen.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Sandler

F.O.S.: Erweiterung der Maskenproduktion

Zu Beginn der Corona-Krise herrschte ein großer Mangel an Masken. Viele deutsche Textilunternehmen sind deshalb auf die Herstellung von Mund-Nasen-Masken umgestiegen.
Auch der Dienstleister für industrielle Entstaubungstechnik F.O.S. Umwelt- und Filtertechnik GmbH, Ahlen, stellt seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie neben Filter- und Entstaubungstechnik auch Mund-Nasen-Masken her. Was zunächst als Überbrückungsphase begann, um Stellen zu sichern und das Gesundheitssystem bei Engpässen zu unterstützen, entwickelte sich zu einer automatisierten Produktion.
Mittlerweile konnte die Qualität der Masken erhöht und gleichzeitig die Produktionskosten gesenkt werden. Zudem wird zunehmend auf medizinische Standards hingearbeitet.
Ziel des Unternehmens ist es, zukünftig FFP2-Masken zu vertreiben. Darüber hinaus ist Ressourcenschonung ein großes Thema für F.O.S., dafür steht das Prüfsiegel vom Deutschen Institut für Nachhaltigkeit und Ökonomie.
Die Stoffmasken sind waschbar und verfügen auch über herausnehmbare Bänder, sodass diese wiederverwendet werden können.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: F.O.S. Mundschutzmasken Filter

Oerlikon: Robuste Pumpen für anspruchsvolle Spezialfasern

Wenn schwere Metallteile durch leichtere Lösungen ersetzt werden sollen, kommen besonders Spezialfasern wie Aramid- und Carbonfasern in Frage, die häufig in Verbundstoffen (Composites) eingesetzt werden.
Aramidfasern werden in einem aggressiven, hochchemischen Prozess hergestellt. Auch das Verfahren, mit dem das polymere Ausgangsprodukt aus Acryl produziert wird, das zur Herstellung von Carbonfasern verwendet wird, ist ein aufwendiger Vorgang. Bei diesen Prozessen sind die Zahnradpumpen nicht nur für die präzise Steuerung der Schmelzeförderung verantwortlich. Langlebigkeit, Widerstandsfähigkeit und Kosteneffizienz spielen eine ebenso wichtige Rolle.
Der Prozess, die erwartete Lebensdauer der Pumpe und die Wartungshäufigkeit sind für die Wahl der Materialien, aus denen die Pumpe und ihre Komponenten hergestellt werden, die ausschlaggebenden Faktoren.
Der Maschinenhersteller Oerlikon Barmag, Chemnitz, Geschäftseinheit des Segments Oerlikon Manmade Fibers der Oerlikon Management AG, Pfäffikon/Schweiz, bietet Lösungen, die unterschiedliche Werkstoffe und neueste Technologien miteinander kombinieren.
Oberflächen mit keramischer Beschichtung, Zahnräder und Wellen mit DLC (Diamond like Carbon) Beschichtungen, Pumpen aus Kobaltlegierungen oder die robusten und langlebigen Hybridkonstruktionen aus Zirkoniumoxid-Keramik und Duplex-Stahl, die sehr präzisen Pumpen werden je nach Einsatzart optimiert ausgelegt. Unterschiedliche Dichtsysteme und individuelle Antriebskonzepte runden das Programm ab.

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dfv Mediengruppe