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13 Ergebnisse

Lenzing: Coronabedingte Belastungen von Umsatz und Halbjahres-Ergebnis

Der Cellulosefaserhersteller Lenzing AG, Lenzing/Österreich, sah sich im 1. Halbjahr 2020 einem schwierigen Marktumfeld mit erhöhtem Preis- und Mengendruck infolge der Corona-Krise gegenüber. Um der geforderten Flexibilität Rechnung zu tragen und den Effekt der unter Druck geratenen Faserpreise und -nachfrage zu mindern, intensivierte Lenzing die Zusammenarbeit mit Partnern entlang der Wertschöpfungskette und passte die Produktionsmengen und Preise den Marktgegebenheiten an.
Die Auswirkungen der Corona-Krise erhöhten den Preisdruck im Bereich der Fasern über das gesamte Produktsortiment hinweg. Die Umsatzerlöse gingen infolgedessen im 1. HJ 2020 um 25,6 % auf 810,2 Mill. € zurück. Neben den Preiseffekten spürte Lenzing auch die geringere Faser-Nachfrage in allen Regionen. Die etwas höhere Nachfrage nach Fasern für den Medizin- und Hygienebedarf konnten die Verluste nicht kompensieren. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) verringerte sich im 1. HJ 2020 um 46,6 % auf 96,7 Mill. €. Die EBITDA-Marge ging von 16,6 % auf 11,9 % zurück. Das Periodenergebnis lag bei 1,5 Mill. € (nach 78,8 Mill. € im 1. HJ 2019).
Die Lenzing Gruppe hat die im März 2020 veröffentlichte Prognose für die Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2020 aufgrund der weltweiten Corona-Krise und der dadurch stark eingeschränkten Visibilität ausgesetzt. Die Gruppe erwartet aus heutiger Sicht, dass die Entwicklung der Umsatzerlöse und des operativen Ergebnisses in den verbleibenden 2 Quartalen des Geschäftsjahres über jener des 2. Quartals liegt.

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Lenzing AG Umsatz Coronakrise

Oerlikon: Erhebliche Verbesserung der Filterleistung durch ecuTec+

Seit Beginn der Corona-Pandemie war die Nachfrage nach Filtermaterial, insbesondere nach Meltblown-Vliesstoffen, sehr hoch. Die Meltblown-Technologie, mit der Vliesstoffe für Mund-Nasen-Masken hergestellt werden können, wird als technologisch sehr effiziente Methode angesehen, um hochentwickelte Filtermedien aus Synthesefasern zu produzieren. Sie können z.B. auf Systemen der Geschäftseinheit Nonwoven des Segments Manmade Fibers der Oerlikon Management AG, Pfäffikon/Schweiz, hergestellt werden.
Spinnvlies- und Meltblown-Materialien können elektrostatisch aufgeladen werden, um ihre Filterleistung zu verbessern. Die ecuTEC+ Ladeeinheit ist Teil des Lieferumfangs der Meltblown-Systeme, die zurzeit für die Herstellung von Schutzmasken-Vliesstoffen verkauft werden. Die patentierte Lösung zeichnet sich durch eine sehr hohe Vielfalt der Applikationen aus, die elektrostatisch aufgeladen werden können. Vliesstoffhersteller können zwischen zahlreichen Variationsmöglichkeiten wählen und die am besten passende Auflademethode und –intensität einstellen. EPA- und HEPA-Filtermedien können ebenfalls mit ecuTec+ hergestellt werden.

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dfv Mediengruppe
Kelheim Fibres Dr. Marina Crnoja-Cosic

Kelheim Fibres: Dr. Crnoja-Cosic leitet New Business Development

Seit dem 1. Juli 2020 leitet Dr. Marina Crnoja-Cosic die Abteilung New Business Development beim Cellulosefaserhersteller Kelheim Fibres GmbH, Kelheim. Gleichzeitig verstärkt sie das Management-Team. Sie ist promovierte Chemikerin und bringt langjährige Erfahrung in der Faser- und Applikationsentwicklung ebenso wie im Business Development mit. Kundenspezifische und marktorientierte Entwicklungen, firmenübergreifende Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette und die ständige Einbeziehung von längerfristigen Trends in der Industrie und im textilen Bereich prägen seit 20 Jahren ihren Karriereweg.

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dfv Mediengruppe

Oerlikon: Kosten- und Liquiditätsmaßnahmen

Als Folge der Corona-Pandemie und der ungünstigen Währungseffekte sanken die Aufträge des Maschinenherstellers Oerlikon Barmag, Chemnitz, Geschäftseinheit des Segments Oerlikon Manmade Fibers der Oerlikon Management AG, Pfäffikon/Schweiz, gegenüber dem Vorjahr. Der Konzern verzeichnete einen Auftragsrückgang um 10,1 % auf 604 Mill. sfr. Der Umsatz ging um 27,2 % auf 510 Mill. sfr zurück. Bei konstanten Wechselkursen betrug der Umsatz 542 Mill. sfr, was einem Rückgang von 22,6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das operative EBITDA lag im 2. Quartal ohne Berücksichtigung der Restrukturierungskosten bei 55 Mill. sfr, was einer Marge von 10,8 % entspricht. Das EBITDA betrug 34 Mill. sfr oder 6,7 % des Umsatzes. Das operative EBIT betrug im 2. Quartal 2020 etwa 4 Mill. sfr oder 0,9 % des Umsatzes, das EBIT lag bei -22 Mill. sfr oder -4,2 % des Umsatzes.
Per 30. Juni 2020 verfügte Oerlikon über flüssige Mittel von 600 Mill. sfr. Das ermöglicht es dem Unternehmen, die anhaltenden Herausforderungen zu meistern.
Die umfangreichen Restrukturierungs- und Produktivitätsprogramme wurden erweitert und ihre Umsetzung beschleunigt, um die Auswirkungen der Corona-Pandemie abzuschwächen. Als kurzfristige Maßnahmen führte Oerlikon Kurzarbeit ein und senkte die Investitions- und nicht-operativen Kosten. Im Vergleich zum Vorjahr konnten im 1. Halbjahr 2020 die Betriebskosten um mehr als 90 Mill. sfr und die Investitionen um 18 Mill. sfr gesenkt werden. Die Umsetzung der strukturellen und kostensenkenden Programme, die seit 2019 laufen, wurde beschleunigt. Insgesamt sollen rund 800 Stellen abgebaut werden, bis zum Jahresende werden es 700 Stellen sein, davon rund 50 in der Schweiz und Liechtenstein. Die strukturellen Programme werden die insgesamt angestrebten jährlichen Einsparungen von rund 60 Mill. sfr realisieren.

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dfv Mediengruppe
IVC Klaus Holz

IVC: Neuer Vorstand

Auf der Mitgliederversammlung der Industrievereinigung Chemiefaser e.V. (IVC), Frankfurt/Main, am 24. Juli 2020 erfolgte die Neuwahl des Vorsitzenden, des stellvertretenden Vorsitzenden sowie des Schatzmeisters. Stefan Braun, Dralon GmbH, Dormagen, stand nach 2 Amtsperioden als IVC-Vorsitzender für diese Wahl nicht mehr zur Verfügung.
Als neuer Vorsitzender wurde Klaus Holz (Bild) von der Trevira GmbH, Bobingen, gewählt, der zuvor bereits stellvertretender Vorsitzender war. Zum Stellvertreter wurde Wolfram Daubek-Puza von der Lenzing AG, Lenzing/Österreich, gewählt. Der bisherige Schatzmeister der IVC, Dr. Till Boldt von der Enka International GmbH & Co. KG, Wuppertal, wurde in seinem Amt durch Wiederwahl bestätigt.

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Coperion: Hochleistungskonzept für die Herstellung von Meltblown-Technologie

In einer im Juli 2020 erfolgten Versuchsserie stellte der Anbieter für Compounding und Extrusion Coperion GmbH, Stuttgart, zusammen mit der Lummus Novolen Technology GmbH, Mannheim, verschiedene Polypropylen-Granulate mit niedriger Schmelzviskosität her. Dieses sog. Meltblown-Polypropylen (PP) bildet das Ausgangsmaterial zur Fertigung von Spinnvliesen, die hauptsächlich als Filtermedium in medizinischen Schutzmasken Einsatz finden.
Die gewonnenen Ergebnisse aus den Versuchen erlauben die einfache Übertragung des Konzepts vom Labor- auf den Produktionsmaßstab. Somit wird die Herstellung solcher Produkte auf bestehenden und neuen Großextrudern möglich, wie sie in modernen PP-Anlagen vorhanden sind. Die Tests basieren auf der ZSK-Extruder-Technologie mit ZS-EG Seitenentgasung und einem exklusiv für Novolen maßgeschneiderten Schneckenkonzept.
Lummus Novolen Technology stellt diese Neuentwicklung im Rahmen eines Process Design Pakets interessierten Lizenznehmern zur Verfügung. Das Paket enthält alle notwendigen Prozessparameter und Additivrezepturen. Coperion liefert Maschinenkomponenten zur Implementierung.

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Ems-Chemie: Dr. Kleiner verstärkt Geschäftsleitung

Die Geschäftsleitung des Hochleistungspolymer- und Spezialchemieunternehmens Ems-Chemie Holding AG, Dormat/Schweiz, wird ab 6. August 2020 durch Dr. Christoph Kleiner verstärkt.
Nach seinem Chemie-Studium und dem Doktorat an der Universität Basel/Schweiz trat Kleiner 1990 in die damalige Ciba Geigy, Basel, ein, wo ihm verschiedene leitende Positionen in der Forschung & Entwicklung und der Produktion von Polymer-Additiven übertragen wurden. 1997 wechselte er zur Siegfried Gruppe, Wilmington, DE/USA, wo er die Wirkstoffherstellung in der Schweiz und den USA sowie die strategischen Projekte und Akquisitionen der Gruppe verantwortete. Seit 2007 leitete er bei Quadrant EPP, Lenzburg/Schweiz, das Kunststoffgeschäft in Europa, zuerst als Produktionsleiter und Supply Chain Manager, später als Gesamtgeschäftsleiter Europa. Nach der Übernahme durch Mitsubishi Chemical 2013 war er bis im Juni 2020 als Managing Director EPP Global Operations für die weltweiten Produktionsstandorte bei Mitsubishi Chemical Advanced Materials verantwortlich.

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Lenzing: Auszeichnung mit dem Gold Status im CSR-Rating

Der Cellulosefaserherstellers Lenzig AG, Lenzing/Österreich, wurde zum 3. Mal in Folge mit dem Gold-Status im CSR-Rating von EcoVadis SAS, Paris/Frankreich, ausgezeichnet. EcoVadis ist ein Anbieter von Nachhaltigkeitsratings für Unternehmen, Informationen und Tools zur Leistungsverbesserung für globale Lieferketten. Der methodische Rahmen bewertet die Richtlinien und Maßnahmen von Unternehmen sowie ihre veröffentlichten Berichte in Bezug auf Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik und nachhaltige Beschaffung. Lenzing zählt damit zu den führenden 2 % aller beurteilten Unternehmen der Branche. Die Bewertung deckt umfassend die 4 wichtigsten Praktiken im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) ab: Umwelt, faire Arbeitsbedingungen und Menschenrechte, Ethik und nachhaltige Beschaffung. Ein wesentlicher Teil der Strategie und der Verantwortung gegenüber kommenden Generationen sind die ambitionierten Klimaziele der Lenzing Gruppe. Lenzing legte sich im Jahr 2019 als erster Faserhersteller der Welt strategisch auf eine klimaneutrale Produktion fest. Diese Vision soll bis 2050 in die Tat umgesetzt werden. Bis 2030 peilt das Unternehmen das Zwischenziel an, die Emissionen um 50 % je t Produkt im Vergleich zu 2017 zu senken. EcoVadis hob in seinem Rating insbesondere auch die langjährige Praxis der nachhaltigen Beschaffung in der Lenzing Gruppe hervor. Eine verantwortungsvolle Beschaffung von Rohstoffen ist ein weiteres Kernelement in der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens.

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Weitere Informationen: Lenzing Cellulosefaserhersteller

Karl Mayer: Innovative, digitale Lösungen zu Corona-Zeiten

Der Hersteller von technischen Textilien Georg+Otto Friedrich GmbH, Großzimmern, nutzt die Software k.management von KM.ON des Textilmaschinenherstellers Karl Mayer Textilmaschinenfabrik GmbH, Obertshausen, um sich unabhängig von Zeit und Ort über die Produktionsleistung der Maschinen zu informieren. Die Vorteile innovativer digitaler Lösungen zeigen sich insbesondere in Zeiten der coronabedingten Reise- und Kontaktbeschränkungen. Die digitale Lösung k.management liefert ein durchdacht gestaltetes Dashboard mit Kennzahlen zu den Maschinen in der Produktion. Die Daten sorgen für transparente Prozesse, sind Grundlage für fundierte Entscheidungen und können jederzeit mobil und unkompliziert abgerufen werden. Neben k.management wissen die Kunden von KM.ON auch k.innovation aus dem Angebot des Karl Mayer-Software-Start-ups zu schätzen. Das webbasierte Designwerkzeug für die Wirkerei hilft, die Markteinführungszeiten zu verkürzen, und verbindet hierfür bei der Entwicklung und Gestaltung neuer Produkte alle am Designprozess Beteiligten mit entsprechenden Zugriffsrechten. Die Kunden profitieren von einer effizienten Teamarbeit und Kommunikation – ohne Reisen – in allen Stufen des Online-Kreativprozesses, von der Ideenfindung bis zum fertigen Stoff. Die Musterdaten werden dabei direkt von der Software auf die Maschine transferiert. Dies spart Zeit und verhindert Fehler.
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Weitere Informationen: Karl Mayer digitale Lösungen

Kuraray: Alternativen zu erdölbasierten Rohstoffen

Fossile Kunststoffe sind wegen ihrer Eigenschaften wie der sehr guten Formbarkeit und Elastizität für viele Anwendungen bisher unverzichtbar. Gleichzeitig fordern Verbraucher, erdölbasierte Kunststoffe nachhaltig zu ersetzen. Der Spezialchemikalienhersteller Kuraray Europe GmbH, Hattersheim, beteiligt sich nun gemeinsam mit 56 Projektpartnern wie Tetra-Pak, dem Papierkonzern UPM sowie dem Hygieneartikelhersteller Kimberly-Clark an der von der Europäischen Union (EU) geförderten Forschungsinitiative „Piloting Alternatives for Plastics“. Unter der Leitung des Forschungsinstituts VTT Technical Research Centre of Finland, Espoo/Finnland, sollen in dem 3-Jahres-Projekt im Labor entwickelte Materialien aus natürlichen Fasern verstärkt in industrielle Anwendung gebracht werden – etwa für Lebensmittelverpackungen, Filter, Textilien sowie Wisch-, Hygiene- und Baumaterialien. Die PVOH-Werkstoffe der Kuraray Marken Kuralon, Kuraray Poval sowie Exceval können die Stabilität dieser Fasernetzwerke wesentlich verbessern und lassen sich als Schaumbildner einsetzen. Neben seinen Werkstoffen und seiner Expertise investiert Kuraray auch 60.000 € in die Forschungsinitiative.

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Weitere Informationen: Kuraray Nachhaltigkeit