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Karl Mayer: Neuartiges Co-Working im Brainstorming Space auf der Interfilière

Mit „Innovative Co-Working“ bietet die Fachmesse Interfilière vom 18.-20. Januar 2020 in Paris/Frankreich eine neue Plattform für ein individuelles Get-together. Marken-Strategen, Mitarbeiter von Start-ups und Designer-Entrepreneurs können hier mit Vertretern aus allen Bereichen der textilen Lieferkette ins Gespräch kommen.
Unter den Partnern für das Brainstorming ist auch der Textilmaschinenhersteller Karl Mayer Textilmaschinenfabrik GmbH, Obertshausen, der selbst zunehmend auch textile Produktkonzepte entwickelt, u.a. in den Bereichen Electronic Wearable, Bodymapping für Sportswear, One-Piece-Gestaltungen für Wäsche und Genre-Mix, speziell die Verbindung von Lingerie und Swimwear mit Athleisure.
Der Leiterin Textiltechnik von Karl Mayer, Gabriela Schellner (Bild), zufolge böten sich gerade in der Lingerie-Branche vielfältige Entwicklungspotenziale durch den Know-how-Transfer insbesondere aus der Sportswear-Industrie mit ihren hohen Ansprüchen an die Funktion von Bekleidung.

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HS Niederrhein: Innovative und nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Industrie und Studierenden

Durch eine Projektarbeit unter industrienahen Bedingungen bereitet die Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach, ihre Studierenden auf die Herausforderungen innovativen und nachhaltigen Denkens im Beruf vor. In 16 interdisziplinären Projektteams mussten die Aufgaben realer Auftraggeber aus der Industrie umgesetzt werden, die dann die Sieger auswählten. Dabei stand eine eigenständig organisierte Arbeit mit diesen Problemstellungen im Vordergrund.
Gewonnen hat die Arbeit von 8 Studierenden für die Vowalon Beschichtungs GmbH, Treuen. Sie hatten einen Kinderrucksack aus Kunstleder mit Lichteffekten entwickelt. Dieser Rucksack erhöht die Sichtbarkeit von Kindern im Straßenverkehr und senkt somit das Risiko vor Unfällen. Strahlende LEDs und reflektierendes Material wurden im Design eines keines Monsters, namens Lumi, auf dem Rucksack angebracht. Zusätzlich wurden Werbefotos und ein Infovideo für die Vermarktung realisiert.
Aber auch andere Arbeiten taten sich durch Kreativität und Problemlösungsorientierung hervor: Für die Epson Deutschland GmbH, Meerbusch, wurden Produkte entwickelt, die die Möglichkeiten des Digitaldrucks veranschaulichen.
Mit dem Dienstleister für Prüf- und Zertifizierungssysteme Oeko-Tex Association, Zürich/Schweiz, wurde eine Unisex-Kollektion aus zertifizierten Materialien erstellt. Für den Verein Femnet e.V., Bonn, entwarfen Studierende ein Planspiel zum Thema Sharing Economy und mit dem Cellulosefaserhersteller Kelheim Fibres GmbH, Kelheim, erarbeitete ein Team Produkte, in denen statt Kunststoff Viskose verarbeitet wird. Ein anderes Team erstellte ein Modell für Online-Shop-Konzepte, mit dem die Walther Faltsysteme GmbH, Kevelaer, private Endkunden erreichen kann.

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Weitere Informationen: HS Niederrhein Forschung Textilprojekte

Bremer Baumwollbörse: Fachlicher Austausch der Internationalen Baumwollwirtschaft

„Passion for Cotton!“ ist in diesem Jahr das Motto der 35. Internationale Baumwollkonferenz, vom 25. - 27. März 2020 in Bremen.
Im Vorfeld der Tagung, am 24. März 2020, wird es ein Fachseminar zu den heutigen Qualitätsanforderungen entlang der textilen Wertschöpfungskette gebe. Dabei geht es nicht nur um Baumwolle: In der Veranstaltung sind alle textilen Fasern vertreten. Betriebsleiter von Spinnereien und anderen Textilverarbeitungsbetrieben, wie Strickereien und Webereien bis hin zur Veredlung und Bekleidungsfertigung werden als Teilnehmer angesprochen. Aber auch Sprecher und Partner aus Bereichen wie Faserproduktion, Garnhandel, Textilmaschinenbau, Qualitätsprüftechnik, Textilforschungsinstitute und auch Textil- und Bekleidungseinzelhandel werden mit ihren Sichtweisen hinzugezogen.
Einige Kernfragen, die im Zusammenhang mit Qualität diskutiert werden sollen, sind: Welche Arten von Anforderungen sind heute typisch in der Beschaffungskette und wie entwickeln sie sich weiter? Welche Anforderungen sind notwendig, um Reklamationen beim Garn zu vermeiden? Welche wirtschaftlichen Auswirkungen haben Reklamationen? Oder: Wie messen wir Qualität und bewerten Qualitätsmängel? Oft sind diese Probleme nicht direkt im nächsten Prozessschritt sichtbar, sondern erst später in der Verarbeitungskette. Es reicht also nicht aus, einzelne Schritte der Kette zu betrachten.
Organisatoren des Seminars sind neben dem das Faserinstitut Bremen (FIBRE), Bremen, und der Bremer Baumwollbörse, Bremen, auch die International Textile Manufacturers Federation (ITMF), Zurich/Schweiz, und der Industrieverband Veredlung - Garne - Gewebe - Technische Textilien e.V. (IVGT), Frankfurt/M. Das Seminar wird inhaltlich unterstützt durch das Deutsche Institut für Textil- und Faserforschung (DITF), Denkendorf.

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Weitere Informationen: Bremer Baumwollbörse Konferenz Baumwolle

BenQ: Nachhaltige wasserdichte und atmungsaktive Stoffe

Auf der Ispo Munich vom 26.-29. Januar 2020 in München präsentiert BenQ Materials Corp., Taoyuan/Taiwan, die neue Marke Xpore sowie Neuheiten bei wasserdichten Stoffen, die auch eine gute Atmungsaktivität und antibakteriellen Schutz bieten.
Das neue Xpore nutzt die Nanopore-Technologie, um Stoffe richtig atmen zu lassen. Herzstück ist eine ultradünne Membran mit 6,5 Mrd. Nanoporen pro cm². Diese Poren sind 20.000-mal kleiner als Wassertropfen, sodass sie den Regen abschirmen. Sie sind jedoch immer noch groß genug, damit Wasserdampf von Schweiß und Luftströme durchgehen können.
Im Gegensatz zu Wettbewerbsprodukten ist Xpore frei von schädlichen PFCs und Lösungsmitteln. Die neue Membrantechnologie hat SGS- und ITS-Zertifizierungen erhalten. Die ISO-Zertifizierung wurde genehmigt und es laufen Anträge für TAF, Bluesign und Oeko-Tex.

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TransFair e.V. vergibt erstes Zertifikat nach Fairtrade-Textilstandard an Näherei

Als erste Näherei wurde die Textilfabrik Purecotz Eco Lifestyle Pvt Ltd, Mumbai/Indien, nach dem Fairtrade-Textilstandard zertifiziert. Damit verpflichtet sich Purecotz, innerhalb der nächsten 6 Jahre, allen 1.000 Angestellten existenzsichernde Löhne zu zahlen. Des Weiteren sieht der vom Förderverein für Fairen Handel TransFair e.V., Köln, verliehene Textilstandard Maßnahmen zu Arbeitssicherheit, Arbeitsverträgen, Beschwerdemechanismen sowie Versammlungs- und Gewerkschaftsfreiheit vor.
Die ersten Lizenzpartner für Fairtrade-Textilien sind die Bekleidungsunternehmen Melawear GmbH, Kassel, und Brands Fashion GmbH, Buchholz. Mit der weiteren Zertifizierung einer Spinnerei und einer Entkörnungsfabrik könnte Melawear noch dieses Jahr auf eine komplett Fairtrade-zertifizierte Lieferkette zurückgreifen. Erst wenn alle Schritte der Textilherstellung zertifiziert sind – von der Entkörnung der Baumwolle über die Garn- und Stoffproduktion bis hin zur Näherei – dürfen Unternehmen das Fairtrade-Textilsiegel für ihre Produkte verwenden.

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Weitere Informationen: TransFair e.V. Zertifikat Fairtrade

Freudenberg: Übernahme von Filc wirksam

Die zuständigen österreichischen Kartellbehörden haben der Übernahme von 100% der Anteile an dem Hersteller von Nadelvliesstoffen und laminierten Materialien Filc, Škofja Loka/Slowenien durch das Technologieunternehmen Freudenberg SE, Weinheim, zugestimmt. Dies ist seit dem 31. Januar 2019 wirksam. Filc wird in die Freudenberg-Geschäftsgruppe Freudenberg Performance Materials integriert. Das Unternehmen wird vorerst weiter unter dem Namen Filc agieren.
Filc hat 3 Standorte in Slowenien, ein Vertriebsbüro in Dayton, Ohio/USA, beschäftigt rund 360 Mitarbeiter und konzentrierte sich bisher auf den Automobilmarkt und die Baubranche. Mit der Übernahme weitet Freudenberg sein Technologie-Portfolio im Bereich Laminierung, Druck und Beschichtung weiter aus.

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Weitere Informationen: Freudenberg Freudenberg SE Übernahme Filc

EFI: Neuer Chief Technology Officer

Seit Januar 2020 ist Dr. Douglas Edwards neuer Chief Technology Officer (CTO) beim Hersteller von Digitaldruckern Electronics For Imaging, Inc. (EFI), Fremont, CA/USA. Er tritt die Nachfolge von Ghilad Dziesietnik an, der nach fast 25-jähriger Tätigkeit bei EFI - davon die letzten 14 Jahre als CTO - in den Ruhestand gegangen ist.
Edwards verfügt über langjährige Berufserfahrung in leitender Position sowie in Forschung und Entwicklung. Vor seiner Ernennung zum CTO von EFI war er CEO von Xaar plc, Cambridge/UK, Anbieter von Inkjet-Druckkopftechnologie, und Chairman von Xaar 3D Ltd., dem Joint-Venture für 3D-Druck mit Stratasys Ltd., Rechovot/Israel.
Edwards ist in der Niederlassung von EFI in Manchester, NH/USA, tätig. Er besitzt mehrere Patente und hat wissenschaftliche Abhandlungen und Bücher zu Themen wie Festkörperleitfähigkeit und fotografischen Materialien veröffentlicht.

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Remei: Detox-Kriterien im industriellen Maßstab erfüllbar

Mit der neuen Detox-Kollektion von Greenpeace gelingt dem Schweizer Textilhersteller Remei AG, Rotkreuz/Schweiz, nach eigenen Angaben die erste industrielle Produktion nach Detox-Kriterien in der Branche.
Im Auftrag von Greenpeace Media, einer Geschäftseinheit der Umweltorganisation Greenpeace e.V., Hamburg, sollte die Remei AG unter Beweis stellen, dass es möglich ist, die Detox-Kriterien im industriellen Maßstab über die gesamte Wertschöpfungskette umzusetzen.
Die Textilien der Detox-Kollektion werden zu 100 % aus bioRe-Biobaumwolle hergestellt. Bei der Produktion werden bei jedem Schritt die Detox-Kriterien für eine giftfreie Produktion eingehalten. Das Institut Hohenstein, Bönnigheim, prüft für Oekotex die Produktionsschritte. Detox-Textilien von Greenpeace sind mit dem Gütesiegel bioRe Sustainable Textiles ausgezeichnet und individuell durch einen TraceabilityCode im Traceability Tool der Remei rückverfolgbar.
Startschuss des Projekts war die „Detox my Fashion“-Kampagne von Greenpeace im Jahr 2011.

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Weitere Informationen: Remei AG Detox-Kriterien Greenpeace

Schoeller: Eine Jacke für alle Jahreszeiten und jedes Wetter

Wie viele Jacken braucht man? Ist es möglich, dass bei einer Jacke die Wärme individuell reguliert wird und der persönliche Wohlfühlfaktor angepasst wird? Der Textilhersteller Schoeller Textil AG, Sevelen/Schweiz, launchte am 14. Januar 2020 in Berlin zusammen mit der Deutschen Telekom AG, Bonn, und der AlphaTauri Salzburg Sport GmbH, Fuschl am See/Österreich, eine technologische Neuheit: die Heatable Capsule Collection.
Die Telekom steuerte die technologische Komponente bei, AlphaTauri designte die Kollektion und Schoeller entwickelte die eingesetzte Heiztechnologie und die verwendeten Textilien sowie die elektronischen Komponenten.
Den Start der Heatable Capsule Collection bilden eine Jacke und eine Weste in 2 Farbvarianten. Der Träger bestimmt selbst den Wärmegrad von Weste oder Jacke. Die Kleidungsstücke werden via App gesteuert. Damit können einzelne Zonen im Bereich der Taschen und der Nieren erwärmt werden.
Sie ist saisonübergreifend für alle kühleren Wetterlagen geeignet und kann auf Reisen, beim Wandern oder beim Sport getragen werden. Die partiell beheizbare Weste kann sowohl einzeln als auch unter einer Jacke angezogen werden. Die individuelle Wohlfühltemperatur wird bei Jacke und Weste über 2 Heizstufen gesteuert.
Über die schoeller E-Soft-Shell Heiztechnologie ist die Heizfunktion vollständig textil integriert und möglichst nah am Körper des Trägers lokalisiert. Darüber hinaus ermöglicht die eingebaute Sensorik die Temperaturmessung des Mikroklimas im Inneren der Jacke.

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Lenzing: Förderung der Kreislaufwirtschaft bei Heimtextilien

Unter Verwendung von Post-Consumer-Baumwollabfällen konnte der Cellulosefaserhersteller Lenzing AG, Lenzing/Österreich, erstmals erfolgreich seine Tencel Lyocellfasern Refibra herstellen. Das Ergebnis wurde auf der Heimtextil in Frankfurt/M. vom 7.-10. Januar 2020 präsentiert.
Das Produkt ist Teil der zweiten Phase des Refibra-Technologieupgrades des Unternehmens, in deren Verlauf bis zu 10 % Post-Consumer-Baumwollabfälle dem gegenwärtigen Anteil von 30 % Recycling-Material aus Pre-Consumer-Baumwollabfällen beigemischt werden sollen. Zur Sicherung der Tranparenz verwendet Lenzing dabei eine Technologie zur Identifizierung von Tencel x Refibra-Fasern, damit die Konsumenten sicher sein können, dass die Fasern des textilen Endprodukts tatsächlich Recycling-Materialien enthalten.
Die Lyocellfasern mit Refibra-Technologie kommen im Heimtextilbereich zum Einsatz: z.B. in Bettwäsche fördern diese das Feuchtigkeitsmanagement durch Regelung der Feuchtigkeitsaufnahme und -abgabe und ermöglichen auf diese Weise die körpereigene Temperaturregulierung.

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