Textile Technology Sektion

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Tagesaktuell Branchennews und Personalia mit TextileTechnology

MaxTex: Gründung der Academy for Sustainable Textiles

Die Anforderungen an Unternehmen in der Textilwirtschaft an sowie die öffentlichen Beschaffer werden insbesondere im Hinblick auf Nachhaltigkeit zunehmend komplexer. Die Umsetzung notwendiger Maßnahmen erfordert weitreichendes theoretisches Wissen und für die Anwendung praxisorientiertes und professionelles Know-how.
Um zukünftig stärker auf die vielfältigen Herausforderungen der Textilbranche eingehen und reagieren zu können, gründete die Vereinigung MaxTex, Frankfurt/M., die MaxTex Academy. Im schwierigen Corona-Umfeld nahmen auch 2020 mehr als 200 Teilnehmer online an MaxTex- Schulungen teil.
Die Academy wird die Schulungsaktivitäten von MaxTex fortführen, das Angebot thematisch breiter aufstellen und in Form eines modularen Schulungsprogramms ausweiten.
Neben klassischen Nachhaltigkeitsthemen wie z.B. Ökologie, Sozialstandards und Kreislaufwirtschaft wird ein weiterer Fokus auf Managementthemen gelegt.
Experten und Spezialisten u.a. aus den Bereichen Nachhaltiges Lieferkettenmanagement, Kreislaufwirtschaft, Ökologie- und Sozialstandards, Corporate Sustainability Management, Nachhaltigkeitsmarketing und Wirtschaftsethik werden ihr Wissen weitergeben. Ein Teil der Seminare und Workshops werden 2021 auch im Auftrag der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Bonn, von der MaxTex Academy durchgeführt.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: MaxTex

VDMA TFL/GermanyFashion: Studie “Status Deutscher Mode“

In Deutschland sind etwa 1,3 Mill. Menschen in der Bekleidungsbranche beschäftigt und im Jahr 2019 trug die Industrie rund 65 Mrd. € zum Bruttoinlandsprodukt bei. Deutschland ist im europäischen Vergleich nach Italien der zweitgrößte Modemarken-Anbieter. Damit zeigt sich die hohe Relevanz des Modestandorts Deutschland auf europäischer Ebene. Gleichzeitig ist Deutschland einer der größten Modemärkte der EU. Die Menschen in Deutschlang geben im Jahr 76 Mrd. € (2019) für Mode aus. Doch trotz ihrer Stärke und technologischer Innovationskraft wird die deutsche Modeindustrie im internationalen Umfeld nicht nachhaltig wahrgenommen. Besonders hier sieht die Studie Handlungsbedarf.
Der Fashion Council Germany e.V., Berlin, hat in Zusammenarbeit mit dem VDMA Textile Care, Fabric and Leather Technologies (TFL), München, und dem GermanFashion Modeverband Deutschland e.V., Köln, die erstmals angelegte Studie „Status Deutscher Mode“ veröffentlicht. Es handelt sich um eine Ersterhebung, die die gesamte Bandbreite der deutschen Bekleidungsindustrie abdeckt.
Die Studie wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), Berlin, gefördert und das Institut Oxford Economics, Oxford/UK, wurde mit der Ausführung und Erstellung der Studie beauftragt.

 

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Weitere Informationen: VDMA

Lenzing: Pläne für Photovoltaik-Freiflächenanlage

Der Cellulosefaserhersteller Lenzing AG, Lenzing/Österreich, plant auf einer Fläche von rund 55.000 m² die größte Photovoltaik-Freiflächenanlage Oberösterreichs. Der Spatenstich soll bereits im Sommer 2021 erfolgen. Nach der voraussichtlichen Inbetriebnahme im 2. Halbjahr 2021 werden die rund 16.000 Module der Anlage knapp 5.500 MWh erzeugen. Dies entspricht dem durchschnittlichen Jahresstrombedarf von mehr als 1.700 Haushalten.
Die Photovoltaik-Anlage ist für Lenzing ein wichtiger symbolischer Meilenstein auf dem Weg zum CO2-neutralen Industriestandort. Das Projekt ist Teil eines globalen Energiekonzepts, mit dem Lenzing neben konsequenten Energieeinsparungen auf die Bereitstellung von Strom aus 100 % erneuerbaren Quellen setzt, um bereits im Jahr 2030 die CO2-Intensität um 50 % zu reduzieren und im Jahr 2050 global klimaneutral zu sein.

 

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Gore: Trends bei Arbeits- und Schutzbekleidung für 2020-2025

Der Hersteller von Funktionstextilien W. L. Gore & Associates Inc., Newark, DE/USA, hat in Zusammenarbeit mit dem Zukunftsinstitut Consulting GmbH, Wien/Österreich, 4 Trends identifiziert, die bis 2025 maßgeblich den Bereich der Arbeits- und Schutzkleidung beeinflussen werden: Sicherheit, neue Arbeitswelten, Nachhaltigkeit und Globalisierung.
Beim Thema Sicherheit werden Sicherheitsstandards sowohl im öffentlichen Sektor als auch in der Privatwirtschaft stärker im Fokus stehen. Auch Komfort wird eine größere Rolle spielen, um bei den Trägern die Akzeptanz von Arbeits- und Berufsbekleidung zu steigern. Ein anderer Trend, der sich vom privaten auf den gewerblichen Sektor ausdehnen wird, ist die Nachhaltigkeit, auch Neo-Ökologie genannt. Hier erwartet Gore, dass Lieferanten und Nutzer verschiedene Maßnahmen ergreifen werden, um den ökologischen Fußabtritt zu verringern. Die Globalisierung und die anhaltenden Auswirkungen der Corona-Pandemie werden zu einem höheren Bedarf an Schutz- und Funktionskleidung in neuen Märkten führen.
Automatisierung wird künftig den Wandel hin zu neuen Arbeitswelten vorantreiben und damit den Bedarf an Facharbeitern erhöhen, die wiederum qualitativ hochwertige Schutzkleidung benötigen.

 

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Weitere Informationen: Gore Arbeitskleidung Schutzkleidung

ADD ITC: Call for Papers

Die Aachen-Dresden-Denkendorf International Textile Conference (ADD ITC) 2021 findet am 29./10. November 2021 in Stuttgart mit 4 parallelen Sessions und besonderem Fokus auf industrielle Relevanz statt. Partnerländer sind in diesem Jahr Portugal und Spanien.
Bis zum 31. März 2021 können Fachleute aus den Bereichen Textilchemie, Veredlung & Funktionalisierung, Synthesefasern, Maschinen, Verfahren & Composites Vortragsangebote mit einer Kurzfassung zu den folgenden Themenkomplexen einreichen:
•    Quo vadis Textilmaschinenkonzepte?
•    Hochleistungsfasern und Faserverbundwerkstoffe
•    Wettbewerbsvorteile und Nachhaltigkeit: Funktionalisierung, neue Ausrüstungen
•    Medizintextilien/Medizintechnik
•    Neue Anwendungen, neue Märkte
Weitere Informationen unter: www.aachen-dresden-denkendorf.de/itc/

 

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Weitere Informationen: ADD ITC Konferenz

Karl Mayer: neue Gestaltungsspielräume mit 4D-Knit-Ware

Neue Möglichkeiten bei Design und Produktentwicklung werden durch die neue Generation von Gewirken, den 4D-Knits des Textilmaschinenhersteller Karl Mayer Textilmaschinenfabrik GmbH, Obertshausen, erreicht. Das Besondere dieser Qualitäten ist eine prägnante reliefartige Oberflächengestaltung. Technologische Grundlage ist die Doppelrascheltechnik, mit der Karl Mayer Maschine RDPJ 6/2 EL mit innovativer Barrenanordnung und technischer Konfiguration konnten diese Materialien hergestellt werden.
Die Doppelraschelmaschine fertigt kein klassisches Spacer-Textil mit Monofilamenten zur Abstandshaltung, sondern der Raum zwischen den Deckflächen wird mit einem Bauschgarn gefüllt. Auf der Vorder- und Rückseite der Wirkware werden zudem unterschiedlich schrumpfende Garne in intelligenter Kombination verarbeitet und verschiedene Legungstechniken umgesetzt. Dies führt beim Ausrüstungsvorgang zu Hoch-Tief-Effekten mit unterschiedlicher Ausprägung.
Eine gute Isolationswirkung entsteht durch die Füllung der plastischen Struktur mit Luft und Garnmaterial. Die Filamentgarne werden durch die dichte Ware an den Oberflächen eingeschlossen, wodurch der Austrag von Mikropartikeln beim Waschen sehr gering ist.
Erste Vergleichstests mit Fleece-Qualitäten an der Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach, ergaben bereits vielversprechende Ergebnisse.

 

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Weitere Informationen: Karl Mayer Technische Textilien

Gerber: End-to-End-Hardware- und Softwarelösungen erhöhen Produktivität

Im Februar 2020 eröffnete der Möbelhersteller Stoffus, Lda., Montemor-o-velho/Portugal, eine neue Produktionsstätte. Dabei wurden die Prozesse des Unternehmens digital transformiert, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern und das Geschäft zu vergrößern. Es wurden die integrierten Software- und Automatisierungslösung von Gerber Technology, Tolland, CT/USA, implementiert, einerseits um den normalen Geschäftsbetrieb auch während der Pandemie aufrechtzuerhalten, aber auch um der steigenden Nachfrage nach maßgefertigten Möbeln gerecht zu werden. Dies führte zu einer Verdoppelung der Produktionskapazität.
Stoffus ist ein führendes Unternehmen in der Entwicklung und Fertigung von Leder- und Stoffsofas auf dem portugiesischen Markt.
Seit der Implementierung der AccuMark- und AccuNest-Software, des Digitalisierers, des Plotters und des Gerbercutter Z1 von Gerber konnte Stoffus Einsparungen hinsichtlich Material (1-1,5 m/Sofa) sowie bei Arbeitskräften (bis zu 50 %) erzielen und die Produktivität um 100 % steigern. Es können nun täglich 25-30 Sofas produziert werden (vorher 15).

 

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Weitere Informationen: Gerber

AUMA: Digitale Events bieten keine dauerhafte Alternative

Bedingt durch die Ausbreitung der Corona-Pandemie wurden viele Präsenzmessen weltweit verschoben und teils auch als digitale Veranstaltungen mit unterschiedlichen virtuellen Tools abgehalten.
Nach einer Umfrage unter 427 ausstellenden Unternehmen der Branchen Maschinenbau, Elektrotechnik und Elektronik sowie Optik, Photonik und Medizintechnik im 4.Quartal 2020 sind digitale Events für die meisten ausstellenden Unternehmen gegenwärtig keine oder keine dauerhafte Alternative zu realen Messen: 17 % der Firmen nutzen aufgrund der zahlreichen Messe-Absagen aktuell zwar digitale Events, wollen dieses Engagement aber wieder aufgeben, wenn physische Messen wieder durchgeführt werden können. 48 % wollen auch künftig auf reale Messen setzen, aber weiterhin digitale Ergänzungen nutzen. Und immerhin 14 % sehen rein digitale Events auch dann nicht als Alternative, wenn keine realen Messen stattfinden können. Lediglich 21 % betrachten virtuelle Präsentationen auch dauerhaft als ernsthafte Alternativen zu realen Messen.
An der Umfrage beteiligt waren die Verbände Deutscher Industrieverband für Optik, Photonik, Analysen- und Medizintechnik e.V. (Spectaris), Verband Deutscher Maschinen – und Anlagenbau e.V (VDMA), Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) und der Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. (AUMA).

 

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Weitere Informationen: AUMA

C3: Übergabe der Cube-Baustelle an die Arbeitsgemeinschaft

Das weltweit erste Gebäude aus Carbonbeton „Cube“ ist das Leuchtturmprojekt des Projekts C³ - Carbon Concrete Composite e.V., Dresden, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, Berlin, gefördert wird,. Im Cube werden Ergebnisse gesammelt, die seit 2014 in diesem Projekt intensiv erforscht werden. Partner des Bauvorhabens sind, neben einigen Baufirmen, die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK), Leipzig und die TU Dresden.
Am 8. Januar 2021 wurde die Baustelle des Cubes in Dresden, an die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) übergeben. Die ARGE besteht aus den Unternehmen Hentschke Bau GmbH, Bautzen, und bendl HTS Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG, Sebnitz. Beide Unternehmen werden das erste Haus aus Carbonbeton bauen, bei dessen Bau gänzlich auf Stahlbeton verzichtet wird. Zum Einsatz kommen überwiegend mattenförmige Bewehrungen aus Carbon sowie vereinzelt Bewehrungsstäbe aus Glas.
Der Cube besteht aus 2 wesentlichen Elementen. Eins davon ist eine quadratische Box mit einer großzügigen Fensterfront, die im Rahmen einer Langzeitüberwachung von etwa 10 Jahren messtechnisch überwacht werden.
Anhand der separat regulierbaren Raumklimata kann z.B. ein gezielter Vergleich von unterschiedlichen klimatischen Einwirkungen auf die Carbonbetonbauweise erfolgen.

 

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Weitere Informationen: C3

DITF: Heizbare Kompressionstextilien für Training und Regeneration

Funktionelle Sporttextilien versprechen Leistungssteigerung. Sie werden inzwischen nicht nur von Profis genutzt, sondern sind auch im Freizeitsport angekommen. Beim Training und der anschließenden Regeneration spielen Kompression und Wärme eine wichtige Rolle.
Im Rahmen eines Forschungsprojekts entwickeln die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF), Denkendorf, Sporttextilien, die mit Hilfe von beheizbaren Garnen Kompression mit aktiver Wärme kombinieren.
Für Kompressionstextilen haben sich maschentechnologische Fertigungsverfahren etabliert. Heizbare Kompressionstextilien werden auf Flachstrickautomaten in einem Stück als „full garment“-Teil entwickelt. Dabei müssen empfindliche, dehnstarre leitfähige Garne in hochdehnbare textile Flächen integriert werden.
Sporttextilien sind großen thermischen, chemischen und mechanischen Belastungen ausgesetzt. Die Kombination von häufigem Waschen, mechanischer Belastung und Schweiß stellen hohe Anforderungen an das Material. Im Projekt wird deshalb vor allem der Verschleiß von leitfähigen Garnen untersucht.
Damit das Textil in der Praxis besteht und marktfähig werden kann, wird neben dem optimalen Garn auch ein robustes textiles Zuleitungskonzept entwickelt, das die Heizflächen mit Energie versorgt. Neben den Textilien wird im Projekt auch die Elektronik zur Energieversorgung entwickelt.
Das Forschungsprojekt wird im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) gefördert. Projektpartner sind warmX, Apolda, und das Ingenieurbüro Günter, Esslingen.

 

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Weitere Informationen: DITF