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20.08.2026

Praxistaugliche Ausgestaltung des Produktsicherheitsgesetzes gefordert

Mit der Neufassung des Produktsicherheitsgesetzes werden die europäischen Vorgaben zur allgemeinen Produktsicherheit in nationales Recht überführt. Als Wirtschafts- und Arbeitgeberverband unterstützt Südwesttextil das Ziel eines hohen Verbraucherschutzniveaus, fordert aber eine praxistaugliche, verhältnismäßige und rechtssichere Ausgestaltung. Dieser stehen aktuell mangelnde Rechtsklarheit und ein unverhältnismäßiger administrativer Aufwand entgegen.

Mit der Neufassung des Produktsicherheitsgesetzes werden die europäischen Vorgaben zur allgemeinen Produktsicherheit in nationales Recht überführt. Als Wirtschafts- und Arbeitgeberverband unterstützt Südwesttextil das Ziel eines hohen Verbraucherschutzniveaus, fordert aber eine praxistaugliche, verhältnismäßige und rechtssichere Ausgestaltung. Dieser stehen aktuell mangelnde Rechtsklarheit und ein unverhältnismäßiger administrativer Aufwand entgegen.

Risiko muss den Unterschied machen
So fehlt im Änderungsgesetz eine Differenzierung nach Risikoklassen, sodass die Vielfalt textiler Anwendungen nicht ausreichend berücksichtigt wird. Unternehmen müssen eine Risikoanalyse erstellen – egal, ob es sich um ein T-Shirt oder einen Schlafsack mit integrierter Kapuze handelt. Was bei einem Schlafsack aufgrund zusätzlicher Anforderungen, etwa hinsichtlich der Entflammbarkeit, angemessen sein kann, führt bei einem einfachen T-Shirt zu einem unverhältnismäßigen Analyse- und Dokumentationsaufwand. Südwesttextil fordert deshalb eine systematische Kategorisierung textiler Produkte nach Risikoklassen, ein vereinfachtes Verfahren für risikoarme Standardtextilien und klare Vorgaben für Produkte mit höherem Gefährdungspotenzial.

Piktogramme und digitale Lösungen statt zusätzlicher Bürokratie
Bürokratischer Mehraufwand lässt sich aus Perspektive von Südwesttextil auch bei den Sprachanforderungen reduzieren. Aktuell ist vorgesehen, dass sämtliche Anweisungen und Sicherheitsinformationen in deutscher Sprache abzufassen sind. Aus Sicht des Verbands sollte diese Vorgabe auf sicherheitsrelevante Warnhinweise beschränkt werden. Für darüber hinausgehende Informationen sollten international anerkannte Piktogramme genutzt und die digitale Bereitstellung als gleichwertige Alternative zur physischen Kennzeichnung ermöglicht werden. 

Keine nationalen Sonderwege bei Rückrufen
Südwesttextil kritisiert zudem, dass die Neufassung des Produktsicherheitsgesetzes bei der Rückrufregelung über die europäische Regulierung hinausgeht. Während diese auf Produkte abstellt, die Verbraucherinnen und Verbrauchern bereits bereitgestellt wurden, erweitert die deutsche Regelung den Rückrufbegriff auch auf gewerbliche Endnutzer. Liefert ein Textilunternehmen beispielsweise Arbeitskleidung an eine Hotelkette oder eine gewerbliche Wäscherei, entstehen dadurch zusätzliche Informations- und Abwicklungspflichten. Südwesttextil fordert deshalb eine Anpassung der nationalen Rückrufregelung an die europäischen Vorgaben.

Gleiche Regeln brauchen gleiche Kontrollen
Für faire Wettbewerbsbedingungen müssen bestehende Vorgaben gegenüber allen Marktteilnehmern gleichermaßen durchgesetzt werden. Das gilt insbesondere mit Blick auf den stark wachsenden Online-Handel aus Drittstaaten: Allein nach Deutschland gelangen täglich mehr als 400.000 Pakete. Die neue Fassung des Produktsicherheitsgesetzes gibt den Marktüberwachungsbehörden dafür auch gegenüber Online-Plattformen konkrete Instrumente an die Hand: Bei nichtkonformen oder gefährlichen Produkten können sie unter anderem die Entfernung von Inhalten, Zugangssperren oder Warnhinweise anordnen. 

„Hohe Produktsicherheit und eine bürokratiearme Umsetzung sind kein Widerspruch. Entscheidend ist, dass Anforderungen dem tatsächlichen Risiko eines Produkts entsprechen und für Unternehmen rechtssicher umsetzbar bleiben. Statt regelkonforme produzierende Unternehmen mit unverhältnismäßigen Vorgaben zu belasten, müssen bestehende Regeln konsequent nicht nur gegenüber im Binnenmarkt ansässigen, sondern auch gegenüber aus Drittstaaten importierenden Wirtschaftsakteuren durchgesetzt und die Möglichkeiten der Marktüberwachung ausgeschöpft werden. Nur so schaffen wir wirksamen Verbraucherschutz und faire Wettbewerbsbedingungen“, betont Edina Brenner, Hauptgeschäftsführerin von Südwesttextil. 

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil e.V. 

Garne aus rezyklierten Glasfasern Foto (c) DITF
Garne aus rezyklierten Glasfasern
18.08.2026

Europa setzt bei ausgedienten Windrotorblättern auf Recycling

Seit 2026 hat sich Europas Windenergiebranche selbst verpflichtet, dass Rotorblätter von Windturbinen nicht auf Deponien enden, wenn sie das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht haben. Das von der EU geförderte Forschungsprojekt REWIND zeigt Wege auf, diese Verbundwerkstoffabfälle wiederzuverwenden. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) sind einer von 13 Projektpartnern aus sieben Ländern.

REWIND steht für Efficient Decommissioning, Repurposing and Recycling to increase the Circularity of end-of-life Wind Energy Systems. Die Projektpartner entwickeln grundlegende Technologien und Verfahren für die Demontage, das Recycling und die Wiederverwendung der Verbundwerkstoffe. Ziel ist es, die Windrotorblätter kreislauffähig zu machen statt sie zu deponieren oder zu verbrennen.

Das Konsortium hat ein Modell validiert, mit dem sich das mechanische Verhalten der wiedergewonnenen Materialien mit einer Genauigkeit von über 90 % vorhersagen lässt. Damit sind sie für anspruchsvolle Anwendungen wie zum Beispiel in Elektrofahrzeugen oder als Dämmstoff geeignet.

Seit 2026 hat sich Europas Windenergiebranche selbst verpflichtet, dass Rotorblätter von Windturbinen nicht auf Deponien enden, wenn sie das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht haben. Das von der EU geförderte Forschungsprojekt REWIND zeigt Wege auf, diese Verbundwerkstoffabfälle wiederzuverwenden. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) sind einer von 13 Projektpartnern aus sieben Ländern.

REWIND steht für Efficient Decommissioning, Repurposing and Recycling to increase the Circularity of end-of-life Wind Energy Systems. Die Projektpartner entwickeln grundlegende Technologien und Verfahren für die Demontage, das Recycling und die Wiederverwendung der Verbundwerkstoffe. Ziel ist es, die Windrotorblätter kreislauffähig zu machen statt sie zu deponieren oder zu verbrennen.

Das Konsortium hat ein Modell validiert, mit dem sich das mechanische Verhalten der wiedergewonnenen Materialien mit einer Genauigkeit von über 90 % vorhersagen lässt. Damit sind sie für anspruchsvolle Anwendungen wie zum Beispiel in Elektrofahrzeugen oder als Dämmstoff geeignet.

An den DITF werden aus den von den Projektpartnern rezyklierten Glas- und Carbonfasern Garne und Gewebe für neue Bauteile oder für Reparatur-Sets von Windkraftanlagen entwickelt. In einem ersten Schritt wurden recycelte Fasern untersucht, vor allem im Hinblick darauf, für welche Verarbeitungsverfahren sie geeignet sind.

Das Forschungsteam verfolgt zwei unterschiedliche Verfahren. In der ersten Prozessroute werden die rezyklierten Glasfasern zu hochwertigen textilen Verstärkungsstrukturen verarbeitet. Dazu werden die Fasern vorgeöffnet, gekrempelt, zu Garnen versponnen und anschließend zu Geweben verarbeitet, die entweder in eine oder in zwei Richtungen verstärkt sind. Ein erster Meilenstein war die Entwicklung eines rezyklierten Glasfasergarns (rGF/Polyamid-6-Garns) mit einem Faservolumengehalt von rund 40 %, das für thermoplastische Verbundanwendungen, beispielsweise für Strukturbauteile im Automobilbau, geeignet ist.

Es ist darüber hinaus gelungen, ein Garn herzustellen, das sogar aus 98 % rezyklierten Glasfasern besteht. Daraus wurde ein Gewebe mit paralleler Faserausrichtung (UD-Gewebe) gefertigt. Damit konnte erstmals gezeigt werden, dass sich gezielt ausgerichtete textile Verstärkungsstrukturen aus rezyklierten Glasfasern herstellen lassen, die optimal an mechanische Belastungen angepasst sind.

Die zweite Prozessroute untersucht die Verarbeitung von Long-Fiber-Delamination-(LFD)-Tapes, die direkt aus Windrotorblättern gehobelt werden, zu UD-Geweben. Diese LFD-Tapes stellen eine neuartige Klasse textiler Halbzeuge aus vollständig ausgehärtetem glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK)-Rezyklat dar. Derzeit wird untersucht, inwieweit sie sich diese Zwischenprodukte als leistungsfähige Verstärkungsstrukturen für Faserverbundwerkstoffe eignen.

 

Quelle:

DITF

14.08.2026

Supreme Women&Men München: Lust auf Neues ist zurück

Die aktuelle Ausgabe der SUPREME WOMEN&MEN München zeigte, dass im Ordergeschäft wieder gezielt nach neuen Themen und neuen Geschäftschancen gesucht wird.

Die aktuelle Ausgabe der SUPREME WOMEN&MEN München machte sichtbar, dass Einkäufer nicht nur mit konkreten Orderplänen anreisten. Sie suchten aktiv nach neuen Kollektionen, neuen Marken und neuen Impulsen für die kommende Saison.

Zwischen DOB und HAKA, Schuhen und Accessoires zeigte sich in München ein breites Spektrum an Kollektionen und Stilrichtungen. Auffällig war vor allem die gezielte Suche der Einkäufer nach neuen Themen und konkreten Sortimentsimpulsen. Kleider spielten dabei eine besonders starke Rolle. Die Lust auf Neues zeigte sich dabei nicht nur in der Auswahl, sondern auch in einer veränderten Stimmung im Markt. Spürbar ist eine neue Sehnsucht nach Emotionalität, Wertigkeit und Tradition:

Gerade in einem Markt, in dem Zeit und Budgets sehr bewusst eingesetzt und Termine gezielt gewählt werden, steigt der Anspruch an Orderformate. Entscheidend ist nicht allein die Zahl der Kontakte, sondern ob die richtigen Marken, Einkäufer und Agenturen zur richtigen Zeit zusammenkommen.

Die aktuelle Ausgabe der SUPREME WOMEN&MEN München zeigte, dass im Ordergeschäft wieder gezielt nach neuen Themen und neuen Geschäftschancen gesucht wird.

Die aktuelle Ausgabe der SUPREME WOMEN&MEN München machte sichtbar, dass Einkäufer nicht nur mit konkreten Orderplänen anreisten. Sie suchten aktiv nach neuen Kollektionen, neuen Marken und neuen Impulsen für die kommende Saison.

Zwischen DOB und HAKA, Schuhen und Accessoires zeigte sich in München ein breites Spektrum an Kollektionen und Stilrichtungen. Auffällig war vor allem die gezielte Suche der Einkäufer nach neuen Themen und konkreten Sortimentsimpulsen. Kleider spielten dabei eine besonders starke Rolle. Die Lust auf Neues zeigte sich dabei nicht nur in der Auswahl, sondern auch in einer veränderten Stimmung im Markt. Spürbar ist eine neue Sehnsucht nach Emotionalität, Wertigkeit und Tradition:

Gerade in einem Markt, in dem Zeit und Budgets sehr bewusst eingesetzt und Termine gezielt gewählt werden, steigt der Anspruch an Orderformate. Entscheidend ist nicht allein die Zahl der Kontakte, sondern ob die richtigen Marken, Einkäufer und Agenturen zur richtigen Zeit zusammenkommen.

Der Branchentreff wird größer als die Messe 
Beim Abendevent im H’ugo’s kamen Aussteller, Einkäufer, Agenturen und weitere Akteure der Branche zusammen. Bemerkenswert dabei: Auch Gäste, die selbst nicht auf der SUPREME WOMEN&MEN ausstellten, nutzten den Abend für Gespräche und neue Kontakte.
Damit wurde das Event zu mehr als einem klassischen Ausstellerabend. Es wurde zu einem Treffpunkt für die Münchner Fashion-Community und zu einer Verlängerung des Ordergeschehens in die Stadt.

Weitere Informationen:
DOB Haka Supreme Women&Men
Quelle:

Supreme Women&Men

14.08.2026

IFCO – Istanbul Fashion Connection August 19–21, 2026

Vom 19. bis 21. August 2026 feiert die Istanbul Fashion Connection (IFCO) im Istanbul Expo Center ihre 10. Ausgabe und bringt exportorientierte Hersteller, etablierte Marken und internationale Sourcing-Unternehmen der türkischen Bekleidungsindustrie mit Einkäufern aus aller Welt zusammen. 
 
Mehr als 300 Aussteller präsentieren auf 35.000 Quadratmetern ein umfassendes Fashion-Ökosystem mit Damen-, Herren- und Kindermode, Denim, Activewear, Abendmode, Brautmode, Wäsche, Strümpfen, Leder- und Pelzbekleidung sowie Schuhen. Ergänzt wird das Angebot durch die spezifischen Produktwelten IFCO Woman, IFCO Man, IFCO Kids und LineExpo, die klar definierte Sourcing-Bereiche für alle wichtigen Marktsegmente schaffen. 
 

Vom 19. bis 21. August 2026 feiert die Istanbul Fashion Connection (IFCO) im Istanbul Expo Center ihre 10. Ausgabe und bringt exportorientierte Hersteller, etablierte Marken und internationale Sourcing-Unternehmen der türkischen Bekleidungsindustrie mit Einkäufern aus aller Welt zusammen. 
 
Mehr als 300 Aussteller präsentieren auf 35.000 Quadratmetern ein umfassendes Fashion-Ökosystem mit Damen-, Herren- und Kindermode, Denim, Activewear, Abendmode, Brautmode, Wäsche, Strümpfen, Leder- und Pelzbekleidung sowie Schuhen. Ergänzt wird das Angebot durch die spezifischen Produktwelten IFCO Woman, IFCO Man, IFCO Kids und LineExpo, die klar definierte Sourcing-Bereiche für alle wichtigen Marktsegmente schaffen. 
 
Mit ihrem Hosted Buyer Programme, internationalen Einkäuferdelegationen und der engen Zusammenarbeit mit Messen und Branchenorganisationen weltweit schafft die IFCO hervorragende Möglichkeiten für neue Geschäftsbeziehungen und langfristige Partnerschaften. Ein besonderer Fokus liegt auf Einkäufern aus der Europäischen Union, Großbritannien, den USA und weiteren wichtigen internationalen Beschaffungsmärkten. Damit stärkt die IFCO ihre Position als eine der führenden internationalen Business- und Sourcing-Plattformen für die globale Bekleidungsindustrie und als Tor zur exportorientierten türkischen Modebranche. 
   
THE CORE – Kreativität im Mittelpunkt 
Mit THE CORE rückt IFCO die kreative Vielfalt der türkischen Modeindustrie konsequent ins Rampenlicht. Für 2026 wurde die etablierte Designplattform vollständig neu konzipiert. Anstelle des bisherigen klassischen Messestandkonzepts erwartet die Besucher bereits am Eingang der Messe eine kuratierte Fashion-Installation, die Design, Handwerkskunst und Innovation in einem inspirierenden neuen Format präsentiert. 

Unter dem Thema „ROOTED FORMS, SS27“ interpretieren 20 renommierte Designer organische Formen, verwitterte Oberflächen, mineralische Texturen und die Widerstandsfähigkeit der Natur in ausdrucksstarken Komplett-Looks. Zu den teilnehmenden Designern zählen Belma Özdemir, Emre Erdemoğlu, Erkan Demiroğlu, Bianco e Nero, TAGG, Gökhan Yavaş, Hatice Gökçe, Meltem Özbek, Mert Erkan, Niyazi Erdoğan, Özlem Erkan, Sudi Etuz, Tuba Ergin und Y PLUS by Yakup. 

Ergänzt wird THE CORE durch eine von der Istanbul Fashion Academy kuratierte Trend Area, die die wichtigsten Trendrichtungen für Frühjahr/Sommer 2027 präsentiert, sowie durch eine eigene B2B Area, die Designer, Marken, Einkäufer und Hersteller miteinander vernetzt. 
 
Design entwickelt sich zunehmend zu einem der entscheidenden Wettbewerbsvorteile der türkischen Bekleidungsindustrie. Die enge Verbindung von Kreativität, Materialinnovation und Fertigungskompetenz ermöglicht Kollektionen, die sich international nicht nur durch ihre Qualität, sondern auch durch eine unverwechselbare Designidentität hervorheben. 
 
Denim neu gedacht 
Seit Jahrzehnten zählt Denim zu den stärksten Exportkategorien der Türkei und steht wie kaum ein anderes Produkt für Innovationskraft, Fertigungskompetenz und kompromisslose Qualitätsstandards des Landes. 

Dank einer nahezu vollständig integrierten Lieferkette – von der Stoffentwicklung über fortschrittliche Wasch- und Veredelungstechnologien bis zur Konfektion – hat sich die Türkei als einer der weltweit führenden Standorte für die Produktion von Premium-Denim etabliert. 
 
Dieser Stärke trägt IFCO mit einer erweiterten Denim Area Rechnung. Internationale Einkäufer können dort die aktuellen Kollektionen führender Hersteller wie Catch, Koza Denim und 2Ypremium-Riches Paris entdecken sowie innovative Wasch- und Veredelungstechnologien, nachhaltige Produktionslösungen und aktuelle Markttrends kennenlernen. Die Denim Area verbindet Tradition, Kreativität und technologische Innovation. 
 
LINEXPO – Globaler Treffpunkt für die Wäsche- und Strumpfwarenindustrie 
Unter dem Dach der IFCO und in Halle 8 angesiedelt, zählt LINEXPO weiterhin zu den führenden Veranstaltungen, die türkische Hersteller von Wäsche und Strumpfwaren zusammenbringen. Nachdem LINEXPO erstmals im Rahmen der IFCO im Februar 2026 stattfand, kehrt sie zur August-Ausgabe 2026 mit einer ausgewählten Gruppe von Ausstellern auf die Messe zurück. 
 
Menswear – eine neue Bühne für eine der Kernkompetenzen der Türkei 
Herrenmode zählt seit Langem zu den wichtigsten Säulen der türkischen Bekleidungsindustrie. Ob klassische Konfektion, Smart Casual, Strick, Sportswear oder moderne Tailoring-Konzepte – türkische Hersteller genießen international einen hervorragenden Ruf für Produktqualität, Flexibilität und kurze Lieferzeiten. 
 
Auf der IFCO präsentiert sich dieses wichtige Segment in einem vollständig neuen Umfeld. Eine neu gestaltete Menswear Area in Halle 4 mit einem modernen Standkonzept rückt die Vielfalt und Innovationskraft der Aussteller in den Mittelpunkt und schafft zugleich ein inspirierendes Umfeld für internationale Geschäfte. 

Einkäufer treffen auf etablierte Hersteller wie Kiğılı, Jakamen, NCS, İmza, Kadir Büyükkaya und Terzi Adem, die kreative Kollektionen, herausragende Fertigungskompetenz und ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis präsentieren und damit neue Impulse für den internationalen Menswear-Markt setzen. 
 
Nachhaltigkeit als treibende Kraft 
Nachhaltigkeit ist auf der IFCO nicht nur ein Trend – sie ist ein Innovationstreiber und steht für zukunftsweisende Lösungen für die textile Wertschöpfungskette von morgen. 

Spezielle Sustainability Areas präsentieren innovative Materialien, ressourceneffiziente Fertigungsprozesse und Unternehmen, die den Wandel hin zu einer nachhaltigeren Textil- und Bekleidungsindustrie aktiv mitgestalten. Expert Talks und Podiumsdiskussionen beleuchten aktuelle Entwicklungen rund um den European Green Deal, den Digital Product Passport (DPP), die Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR) sowie die Themen Zertifizierung, Rückverfolgbarkeit und Green Finance. 

Internationalen Einkäufern bietet IFCO einen umfassenden Überblick über nachhaltige Lösungen – von recycelten und zertifizierten Materialkollektionen bis hin zu zukunftsorientierten Fertigungs- und Transparenzkonzepten. Gleichzeitig dient die Messe als Dialogplattform für Hersteller, Marken und Händler. Denn die grüne Transformation der Modeindustrie kann nur durch gemeinsame Verantwortung, langfristige Partnerschaften und gemeinsame Investitionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette gelingen. 
 
Seminare & Panels – die Zukunft der Mode gestalten 
Begleitend zur Ausstellung bietet     IFCO     erneut ein hochkarätiges Konferenzprogramm mit Keynotes,     Expertenpanels und Branchendiskussionen, das wertvolle Einblicke in die wichtigsten Entwicklungen der internationalen Mode- und Bekleidungsindustrie vermittelt. 

Im Mittelpunkt stehen Themen wie die digitale Transformation der Bekleidungsbranche, der wachsende Einfluss künstlicher Intelligenz, nachhaltige Produktion und Denim-Innovationen sowie die wichtigsten Trends für die Saison Herbst/Winter 2027/28. 

Weitere Sessions beschäftigen sich mit der sich wandelnden Rolle von Design, Storytelling und Markenaufbau sowie mit der Frage, wie sich die visuelle Sprache der Mode auf Laufstegen, digitalen Plattformen und im Handel verändert. Führende Branchenvertreter, Unternehmensentscheider und Kreative teilen ihre Expertise mit renommierten Designern wie Dilek Hanif, Özlem Süer, Gül Ağış und Şansım Adalı. 
 
Inspiration, Networking und Business 
Fashion Shows und spezielle Networking-Formate ergänzen das Messeprogramm und schaffen ideale Voraussetzungen für Inspiration, internationale Kontakte und neue Geschäftsmöglichkeiten. 

Spektakuläre IFCO Fashion Shows präsentieren die neuesten Kollektionen und saisonalen Trends und stellen die Kreativität, Handwerkskunst und Designstärke der türkischen Modeindustrie in den Mittelpunkt. 

Herzstück des Networking-Programms ist die eigens konzipierte B2B Area, ein zentraler Meeting-Hub, der Marken, Einkäufer, Händler und Hersteller in einem professionellen und angenehmen Umfeld zusammenbringt. Sie bietet ideale Voraussetzungen für persönliche Gespräche, neue Geschäftskontakte und den Aufbau langfristiger kommerzieller Partnerschaften. 

Mit der Verbindung inspirierender Fashion-Präsentationen und effizienter Business-Networking-Formate unterstreicht die IFCO erneut ihre Position als führende internationale Plattform, auf der nachhaltige Geschäftsbeziehungen entstehen und zukünftige Kooperationen ihren Anfang nehmen. 
 
Kaum eine andere Stadt verbindet Märkte, Kulturen und Geschäftsmöglichkeiten so selbstverständlich wie Istanbul. Diese einzigartige internationale Dynamik macht die IFCO zu einem der wichtigsten Treffpunkte der globalen Modeindustrie. 

Quelle:

JANDALI MODE.MEDIEN.MESSEN

Abschlussveranstaltung Syschemiq © Syschemiq
Abschlussveranstaltung Syschemiq
14.08.2026

Länderübergreifendes Kunststoff-Recycling realisieren

Im internationalen Forschungs- und Demonstrationsprojekt Syschemiq haben 21 Konsortialpartner aus fünf EU-Ländern vier Jahre lang erforscht, wie sich eine länderübergreifende Kunststoff-Kreislaufwirtschaft realisieren und optimieren lässt. Ob Sortiertechnik, Bewusstsein für Recycling, Produktdesign – das Projekt zielte darauf ab, die wichtigsten technischen sowie nichttechnischen Hindernisse überwinden zu können. Fraunhofer UMSICHT war insbesondere in den Themengebieten »Design for Recycling«, »Collection« und »City-Lab-Programm« tätig und erstellte beispielsweise eine Studie zum Verbraucherverhalten. Im Podcast berichtet Dr. Anna Kerps von den Ergebnissen und Herausforderungen im Projekt.

Im internationalen Forschungs- und Demonstrationsprojekt Syschemiq haben 21 Konsortialpartner aus fünf EU-Ländern vier Jahre lang erforscht, wie sich eine länderübergreifende Kunststoff-Kreislaufwirtschaft realisieren und optimieren lässt. Ob Sortiertechnik, Bewusstsein für Recycling, Produktdesign – das Projekt zielte darauf ab, die wichtigsten technischen sowie nichttechnischen Hindernisse überwinden zu können. Fraunhofer UMSICHT war insbesondere in den Themengebieten »Design for Recycling«, »Collection« und »City-Lab-Programm« tätig und erstellte beispielsweise eine Studie zum Verbraucherverhalten. Im Podcast berichtet Dr. Anna Kerps von den Ergebnissen und Herausforderungen im Projekt.

Gemischte Kunststoffabfälle stellen für das Recycling eine besondere Herausforderung dar, da sie nicht zusammen recycelt werden können. Das Produktdesign spielt ebenso eine große Rolle, da bestimmte Verpackungen unterschiedliche Plastikarten umfassen und von Verbrauchenden getrennt sortiert werden müssten, wie z.B. Aluminium-Deckel und Polypropylen (PP)-Gefäß eines Joghurtbechers. Mehr als 85 Prozent der gemischten Kunststoffabfälle gehen in der EU derzeit verloren. Daher sind EU-weit kreislauforientierte Systemlösungen auf regionaler Ebene entlang der gesamten Wertschöpfungskette notwendig, um dieses Potenzial auszuschöpfen.

Im Projekt Syschemiq konnten nun für das Dreiländereck Deutschland, Belgien, Niederlande übertragbare Konzepte zur Sortierung von Plastikmüll, Ansätze für chemisches Recycling sowie Strategien für skalierbare Kreislauflösungen entwickelt werden. Auch partizipative Elemente zur Einbeziehung der Konsument*innen waren Teil des Projekts. Insbesondere am Brightlands Chemelot Campus bringen Partner diese Ergebnisse nun weiter zur Anwendung.

Studie zum Verbraucherverhalten
Fraunhofer UMSICHT erstellte eine Studie und ein Tool, das erstmals Konsumverhalten und Recyclinggewohnheiten systematisch in die Ökobilanzierung integriert (»Design for Recycling«).

»Die Studie bezieht das Verbraucherverhalten in die Ökobilanz (LCA) ein, um die Umweltauswirkungen von Joghurtverpackungen unter Berücksichtigung verschiedener Designvarianten und Entsorgungsszenarien zu bewerten«, erläutert Dr. Anna Kerps, Projektmitarbeitende von Fraunhofer UMSICHT. Zentrale Empfehlungen für das Produktdesign waren beispielsweise, dass immer größere Portionsgrößen zu bevorzugen sind, um den Materialverbrauch pro Kilogramm Joghurt zu senken; einfache PP-Deckelfolien in Kombination mit PP-Bechern zu verwenden und auch klare, gut sichtbare Trennanweisungen und einheitliche Recycling-Symbole bereitzustellen, um die Sortiergenauigkeit zu verbessern.

Zudem analysierten die Forschenden den Status quo bei der Erfassung und Sortierung von Verpackungsabfällen in Deutschland – als Grundlage, um diese Prozesse zu optimieren (»Collection & Sorting«). Um das Konsum- und Entsorgungsverhalten zu untersuchen, richteten sie ein »City Lab« ein, in dem Bürger*innen direkt eingebunden wurden und Bildungsformate für Schulen rund um das Thema Recycling entwickelt wurden.

Im Podcast erläutert Dr. Anna Kerps nun, was z.B. die größten Hindernisse bei Recyclingketten sind, welche Vorteile Kunststoff gegenüber Glas oder Pappe aufweist und wie Konsument*innen auf unterschiedliche Produktverpackungen reagieren.