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Foto (c) Filo / AssoServizi Biella srl
14.09.2026

Filo66 spannt den Bogen bis zu Geotextilien

Die 66. Ausgabe der Garn- und Fasermesse Filo am 15. und 16. September in Mailand erweitert ihr Dialogprogramm deutlich über klassische Mode- und Materialtrends hinaus. In den „Dialoghi di Confronto“ stehen unter anderem integrierte Qualität, Lieferkettenkooperation, Forschung und Produktion, Chemikalienmanagement, künstliche Intelligenz und technische Textilanwendungen auf dem Programm.

Besonders relevant ist eine Session zu biologisch abbaubaren Geotextilien im Val Senales, an der unter anderem Marchi & Fildi, SAFE und Lenzing beteiligt sind. Weitere Beiträge behandeln ZDHC Supplier to Zero, neue Lösungen aus Engineering und Produktion sowie die Nutzung von KI in Textilunternehmen.

Die Themenbreite zeigt, wie stark sich die Diskussion auf vorgelagerten Stufen der textilen Wertschöpfung verändert. Garne und Fasern werden nicht mehr isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang mit Chemie, Daten, Kreislauffähigkeit, Design und konkreten industriellen Anwendungen. Filo positioniert das Begleitprogramm damit als Schnittstelle zwischen Materialanbieter, Veredler, Technologieunternehmen und Anwenderbranchen.

Die 66. Ausgabe der Garn- und Fasermesse Filo am 15. und 16. September in Mailand erweitert ihr Dialogprogramm deutlich über klassische Mode- und Materialtrends hinaus. In den „Dialoghi di Confronto“ stehen unter anderem integrierte Qualität, Lieferkettenkooperation, Forschung und Produktion, Chemikalienmanagement, künstliche Intelligenz und technische Textilanwendungen auf dem Programm.

Besonders relevant ist eine Session zu biologisch abbaubaren Geotextilien im Val Senales, an der unter anderem Marchi & Fildi, SAFE und Lenzing beteiligt sind. Weitere Beiträge behandeln ZDHC Supplier to Zero, neue Lösungen aus Engineering und Produktion sowie die Nutzung von KI in Textilunternehmen.

Die Themenbreite zeigt, wie stark sich die Diskussion auf vorgelagerten Stufen der textilen Wertschöpfung verändert. Garne und Fasern werden nicht mehr isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang mit Chemie, Daten, Kreislauffähigkeit, Design und konkreten industriellen Anwendungen. Filo positioniert das Begleitprogramm damit als Schnittstelle zwischen Materialanbieter, Veredler, Technologieunternehmen und Anwenderbranchen.

Quelle:

Filo / AssoServizi Biella srl

Recycled Fiber Matrix Grafik (c) Uster Technologies AG
Recycled Fiber Matrix
14.09.2026

Recyclingbaumwolle wird messbar

Uster Technologies hat mit der Recycled Fiber Matrix ein zweidimensionales Bewertungssystem für mechanisch recycelte Baumwollfasern entwickelt. Hintergrund ist ein zentrales Problem des Faserrecyclings: Rezyklate schwanken stark in Länge, Kurzfaseranteil und weiteren Qualitätsparametern, obwohl genau diese Eigenschaften darüber entscheiden, welche Spinnverfahren, Mischungen und Endanwendungen technisch sinnvoll sind.

Für die Entwicklung wurden zahlreiche Proben aus wichtigen Recyclingregionen in China, Indien und Europa analysiert. Berücksichtigt wurden graue, gefärbte und gebleichte Materialien aus postindustriellen, Pre-Consumer- und Post-Consumer-Strömen. Die Messungen mit Uster AFIS 6 bilden unter anderem mittlere Faserlänge, Länge der längsten fünf Prozent und Kurzfaseranteil ab.

Uster Technologies hat mit der Recycled Fiber Matrix ein zweidimensionales Bewertungssystem für mechanisch recycelte Baumwollfasern entwickelt. Hintergrund ist ein zentrales Problem des Faserrecyclings: Rezyklate schwanken stark in Länge, Kurzfaseranteil und weiteren Qualitätsparametern, obwohl genau diese Eigenschaften darüber entscheiden, welche Spinnverfahren, Mischungen und Endanwendungen technisch sinnvoll sind.

Für die Entwicklung wurden zahlreiche Proben aus wichtigen Recyclingregionen in China, Indien und Europa analysiert. Berücksichtigt wurden graue, gefärbte und gebleichte Materialien aus postindustriellen, Pre-Consumer- und Post-Consumer-Strömen. Die Messungen mit Uster AFIS 6 bilden unter anderem mittlere Faserlänge, Länge der längsten fünf Prozent und Kurzfaseranteil ab.

Die Matrix übersetzt diese Messwerte in Qualitätsklassen von A bis D. Entscheidend ist, dass nicht ein einzelner Kennwert bewertet wird, sondern zwei miteinander interagierende Parameter. Dadurch werden etwa zwei Faserlose mit identischer mittlerer Länge unterscheidbar, wenn ihr Kurzfaseranteil stark voneinander abweicht. In der Praxis soll das Bale Management, Mischungsverhältnisse sowie Einstellungen für Verzug, Drehung und Spinngeschwindigkeit unterstützen. Uster kündigt an, die Datengrundlage fortlaufend mit weiteren globalen Recyclingproben zu erweitern.

Tacnera: Freudenbergs innovative Technologie für silikonbeschichtete sekundäre Schaumverbände. © Freudenberg Performance Materials
Tacnera: Freudenbergs innovative Technologie für silikonbeschichtete sekundäre Schaumverbände.
14.09.2026

Wundversorgung wird textiler

Freudenberg Performance Materials und Foshan United Medical Technologies (UMT) treten auf dem WUWHS-Kongress in Kuala Lumpur erstmals gemeinsam auf, seit Freudenberg den chinesischen Wundversorgungsspezialisten Ende Juli übernommen hat. Die Kombination erweitert das Portfolio von der Faser- und Vliesstofftechnik bis zu fertigen Lösungen für die moderne Wundversorgung.

Im Mittelpunkt stehen primäre Wundauflagen auf Basis von Alginat, Carboxymethylcellulose (CMC) und Chitosan. Alginate werden wegen ihrer hohen Aufnahmefähigkeit eingesetzt; Varianten mit Silberalginat ergänzen antimikrobielle Eigenschaften. CMC soll Feuchtigkeitsmanagement und Gelbildung verbinden, während Chitosan hämostatische und bakteriostatische Eigenschaften in die Wundversorgung einbringt. Hinzu kommt ein nicht-invasives Wundverschlusssystem von UMT.

Freudenberg Performance Materials und Foshan United Medical Technologies (UMT) treten auf dem WUWHS-Kongress in Kuala Lumpur erstmals gemeinsam auf, seit Freudenberg den chinesischen Wundversorgungsspezialisten Ende Juli übernommen hat. Die Kombination erweitert das Portfolio von der Faser- und Vliesstofftechnik bis zu fertigen Lösungen für die moderne Wundversorgung.

Im Mittelpunkt stehen primäre Wundauflagen auf Basis von Alginat, Carboxymethylcellulose (CMC) und Chitosan. Alginate werden wegen ihrer hohen Aufnahmefähigkeit eingesetzt; Varianten mit Silberalginat ergänzen antimikrobielle Eigenschaften. CMC soll Feuchtigkeitsmanagement und Gelbildung verbinden, während Chitosan hämostatische und bakteriostatische Eigenschaften in die Wundversorgung einbringt. Hinzu kommt ein nicht-invasives Wundverschlusssystem von UMT.

Freudenberg ergänzt diese Produkte um Tacnera®, eine patentierte Technologie für silikonbeschichtete Schaumverbände. Eine Dual-Silikon-Konstruktion kombiniert stärkere Haftung am Verbandrand mit einer besonders sanften Kontaktfläche zur Wunde; eine wellenförmige Beschichtungsstruktur soll Flexibilität und Exsudatmanagement verbessern. Für Textination ist insbesondere die vertikale Integration interessant: UMT deckt laut Freudenberg Faserherstellung und -funktionalisierung, Vliesstoffproduktion, Verpackung, Sterilisation und Marktzulassung ab.

Quelle:

Freudenberg Performance Materials Holding GmbH

11.09.2026

Recyclingpolyester geht nach New York

Indorama Ventures unterstützt das thailändische Label KH Editions mit Stoffen aus deja™ Recyclingpolyestergarn. Zwei Looks und Accessoires der zehnteiligen Spring/Summer-2027-Kollektion sollen am 15. September während der New York Fashion Week präsentiert werden.

Die Zusammenarbeit baut auf dem RECO-Programm auf, das Indorama Ventures 2011 startete und 2023 zum RECO Collective weiterentwickelte. Ziel ist es, recycelte Materialien mit Design- und Branchenkompetenz zu verbinden und jungen Labels Zugang zu zirkulären Materiallösungen zu geben. KH Editions nutzt die Stoffe für eine Streetwear-orientierte Kollektion.

Für die Branche ist die Meldung vor allem als Transferbeispiel interessant: Recyceltes PET wird nicht nur als Rohstoffinnovation kommuniziert, sondern in einen konkreten Design-, Marken- und Marktzugang eingebettet. Damit rücken Materialqualität, Verfügbarkeit und kreative Anwendbarkeit gleichzeitig in den Fokus.

Indorama Ventures unterstützt das thailändische Label KH Editions mit Stoffen aus deja™ Recyclingpolyestergarn. Zwei Looks und Accessoires der zehnteiligen Spring/Summer-2027-Kollektion sollen am 15. September während der New York Fashion Week präsentiert werden.

Die Zusammenarbeit baut auf dem RECO-Programm auf, das Indorama Ventures 2011 startete und 2023 zum RECO Collective weiterentwickelte. Ziel ist es, recycelte Materialien mit Design- und Branchenkompetenz zu verbinden und jungen Labels Zugang zu zirkulären Materiallösungen zu geben. KH Editions nutzt die Stoffe für eine Streetwear-orientierte Kollektion.

Für die Branche ist die Meldung vor allem als Transferbeispiel interessant: Recyceltes PET wird nicht nur als Rohstoffinnovation kommuniziert, sondern in einen konkreten Design-, Marken- und Marktzugang eingebettet. Damit rücken Materialqualität, Verfügbarkeit und kreative Anwendbarkeit gleichzeitig in den Fokus.

Quelle:

Indorama Ventures Public Company Limited

11.09.2026

Wolle verdampft Salzwasser

Forschende der Cornell University zeigen, dass mit Polydopamin gefärbte Wolle als kostengünstiges und erneuerbares Material für solare Wasseraufbereitung dienen kann. Das Team nutzt „interfacial solar vapor generation“: Sonnenenergie erwärmt gezielt die Wasseroberfläche, während das textile Material Wasser zuführt und in Dampf überführt.

Besonders leistungsfähig war ultradunkel modifizierte Wolle in einer beidseitig beleuchteten vertikalen Anordnung. Sie erreichte 2,43 Kilogramm Wasser pro Quadratmeter Textil und Stunde; Polydopamin-Wolle ohne zusätzliche Plasmaätzung kam auf 2,21 Kilogramm. Beide Werte liegen nach Angaben des Teams nahezu doppelt so hoch wie bei klassischen horizontalen zweidimensionalen Systemen. Zehn Stunden Dauerbetrieb verliefen ohne Salzablagerung.

Die Anwendung verbindet Naturfaser, Oberflächenfunktionalisierung und technische Textilarchitektur. Das gewonnene Wasser lag beim Salzgehalt unter dem WHO-Grenzwert für Trinkwasser. Als nächste Schritte wollen die Forschenden Regen- und Abwasser sowie verbesserte Sammelsysteme untersuchen.

Forschende der Cornell University zeigen, dass mit Polydopamin gefärbte Wolle als kostengünstiges und erneuerbares Material für solare Wasseraufbereitung dienen kann. Das Team nutzt „interfacial solar vapor generation“: Sonnenenergie erwärmt gezielt die Wasseroberfläche, während das textile Material Wasser zuführt und in Dampf überführt.

Besonders leistungsfähig war ultradunkel modifizierte Wolle in einer beidseitig beleuchteten vertikalen Anordnung. Sie erreichte 2,43 Kilogramm Wasser pro Quadratmeter Textil und Stunde; Polydopamin-Wolle ohne zusätzliche Plasmaätzung kam auf 2,21 Kilogramm. Beide Werte liegen nach Angaben des Teams nahezu doppelt so hoch wie bei klassischen horizontalen zweidimensionalen Systemen. Zehn Stunden Dauerbetrieb verliefen ohne Salzablagerung.

Die Anwendung verbindet Naturfaser, Oberflächenfunktionalisierung und technische Textilarchitektur. Das gewonnene Wasser lag beim Salzgehalt unter dem WHO-Grenzwert für Trinkwasser. Als nächste Schritte wollen die Forschenden Regen- und Abwasser sowie verbesserte Sammelsysteme untersuchen.

Quelle:

Cornell University / Cornell Chronicle

 

(c) Richard Harnisch, IÖW
11.09.2026

Lausitz soll zum Faser-Revier werden

Ein neues Forschungsprojekt will die Lausitz vom ehemaligen Braunkohlerevier zu einer Modellregion für eine regional verankerte Naturfaserwirtschaft entwickeln. Im Projekt „LauTra“ untersuchen das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und die Hochschule Zittau/Görlitz über drei Jahre, welche Wertschöpfungsketten sich mit Flachs, Nutzhanf, Fasernessel, Miscanthus sowie Reststoffen wie Stroh und kommunalem Laub aufbauen lassen.

Im Mittelpunkt stehen ausdrücklich nicht klassische Bekleidungstextilien, sondern industrielle Anwendungen. Genannt werden naturfaserverstärkte Kunststoffe, Spezialpapiere, Leichtbauplatten, Faserverbundwerkstoffe, Formteile für die Automobilindustrie und neue Verpackungslösungen. Ein regional aufgelöstes Stoffstrommodell soll Rohstoffpotenziale, Verarbeitungswege, Flächenkonkurrenzen und mögliche Engpässe sichtbar machen.

Ein neues Forschungsprojekt will die Lausitz vom ehemaligen Braunkohlerevier zu einer Modellregion für eine regional verankerte Naturfaserwirtschaft entwickeln. Im Projekt „LauTra“ untersuchen das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und die Hochschule Zittau/Görlitz über drei Jahre, welche Wertschöpfungsketten sich mit Flachs, Nutzhanf, Fasernessel, Miscanthus sowie Reststoffen wie Stroh und kommunalem Laub aufbauen lassen.

Im Mittelpunkt stehen ausdrücklich nicht klassische Bekleidungstextilien, sondern industrielle Anwendungen. Genannt werden naturfaserverstärkte Kunststoffe, Spezialpapiere, Leichtbauplatten, Faserverbundwerkstoffe, Formteile für die Automobilindustrie und neue Verpackungslösungen. Ein regional aufgelöstes Stoffstrommodell soll Rohstoffpotenziale, Verarbeitungswege, Flächenkonkurrenzen und mögliche Engpässe sichtbar machen.

Entscheidend ist der Aufbau vollständiger regionaler Ketten von Landwirtschaft und Faseraufbereitung bis zu verarbeitenden Unternehmen und Anwendern. Workshops mit Wirtschaft, Kommunen und weiteren Akteuren sollen daraus realistische Transformationspfade für eine zirkuläre Bioökonomie ableiten. Für technische Textilien und Composites ist das Projekt interessant, weil es Materialinnovation unmittelbar mit Rohstoffverfügbarkeit und regionaler Industrialisierung verknüpft.

 

Quelle:

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) / Hochschule Zittau/Görlitz

Grafik RE&UP Recycling Technologies
09.09.2026

RE&UP zieht in Zalando-Basics ein

RE&UP bringt seine textile-to-textile recycelte Baumwolle erstmals in Zalandos Eigenmarkensortiment. Eine fünfteilige T-Shirt-Kollektion der Labels YOURTURN und Even&Odd verwendet einen Stoff aus 20 Prozent RE&UP Next-Gen Cotton und 80 Prozent Bio-Baumwolle. Für den Recyclinganbieter ist das vor allem deshalb relevant, weil ein alltagstaugliches Basisprodukt statt einer limitierten Konzeptkollektion gewählt wurde.

RE&UP verarbeitet Pre- und Post-Consumer-Textilabfälle über automatisierte Sortierung, Zerlegung und Entfärbung zu neuen Fasern. Nach Unternehmensangaben soll die daraus gewonnene Recyclingbaumwolle die für größere Marken erforderliche Festigkeit, Gleichmäßigkeit und Rückverfolgbarkeit erreichen. Gerade bei T-Shirts sind Haptik, Haltbarkeit und reproduzierbare Stoffqualität entscheidend; ein Einsatz in diesem Segment ist daher ein belastbarer Test für industrielle Skalierbarkeit.

RE&UP bringt seine textile-to-textile recycelte Baumwolle erstmals in Zalandos Eigenmarkensortiment. Eine fünfteilige T-Shirt-Kollektion der Labels YOURTURN und Even&Odd verwendet einen Stoff aus 20 Prozent RE&UP Next-Gen Cotton und 80 Prozent Bio-Baumwolle. Für den Recyclinganbieter ist das vor allem deshalb relevant, weil ein alltagstaugliches Basisprodukt statt einer limitierten Konzeptkollektion gewählt wurde.

RE&UP verarbeitet Pre- und Post-Consumer-Textilabfälle über automatisierte Sortierung, Zerlegung und Entfärbung zu neuen Fasern. Nach Unternehmensangaben soll die daraus gewonnene Recyclingbaumwolle die für größere Marken erforderliche Festigkeit, Gleichmäßigkeit und Rückverfolgbarkeit erreichen. Gerade bei T-Shirts sind Haptik, Haltbarkeit und reproduzierbare Stoffqualität entscheidend; ein Einsatz in diesem Segment ist daher ein belastbarer Test für industrielle Skalierbarkeit.

Die Kooperation zeigt zugleich, wohin sich textile Kreislaufmodelle bewegen: weg von einzelnen Pilotprojekten, hin zu Materialien, die in bestehende Lieferketten und kommerzielle Stückzahlen integriert werden können. Für Plattformen und Marken steigt damit die Möglichkeit, Recyclinganteile in Kernsortimente einzubauen, ohne komplett neue Produktarchitekturen entwickeln zu müssen. Entscheidend bleibt, ob Materialverfügbarkeit, Preis und konstante Qualität über größere Volumina gesichert werden können.

(c) Recover Textile Systems, S.L.
08.09.2026

Recover skaliert Recyclingbaumwolle

Recover beziffert die Jahreskapazität seines weltweiten Produktionsnetzes für mechanisch recycelte Baumwolle inzwischen auf 84.300 Tonnen. Fünf Produktionsstandorte in Europa, Südasien, Südostasien und Zentralamerika sollen nach einheitlichen Qualitäts- und Managementsystemen arbeiten. Über mehr als 140 Spinnereipartner, Stoffangebote und fertige Blank-Produkte will das Unternehmen Marken ermöglichen, Recyclingmaterial an unterschiedlichen Punkten der Lieferkette einzusetzen.

Der Nachhaltigkeitsbericht 2025 trennt nach Darstellung von Recover die durch den Einsatz der Recyclingfaser ermöglichten Umweltentlastungen von den Emissionen der eigenen Geschäftstätigkeit. Für 2025 nennt das Unternehmen gegenüber konventioneller Baumwolle Einsparungen von 47.566 Tonnen CO₂-Äquivalenten in Scope 3 sowie mehr als 25 Milliarden Litern Wasser. Pro Kilogramm werden unter anderem 99,9 Prozent weniger Wasserverbrauch, 93 Prozent weniger CO₂-Äquivalente und 96 Prozent weniger Energie angegeben. Die zugrunde liegenden LCAs für Spanien und Bangladesch wurden laut Recover unabhängig durch EcoReview geprüft und nach ISO 14040/14044 sowie PEF-Methodik erstellt.

Recover beziffert die Jahreskapazität seines weltweiten Produktionsnetzes für mechanisch recycelte Baumwolle inzwischen auf 84.300 Tonnen. Fünf Produktionsstandorte in Europa, Südasien, Südostasien und Zentralamerika sollen nach einheitlichen Qualitäts- und Managementsystemen arbeiten. Über mehr als 140 Spinnereipartner, Stoffangebote und fertige Blank-Produkte will das Unternehmen Marken ermöglichen, Recyclingmaterial an unterschiedlichen Punkten der Lieferkette einzusetzen.

Der Nachhaltigkeitsbericht 2025 trennt nach Darstellung von Recover die durch den Einsatz der Recyclingfaser ermöglichten Umweltentlastungen von den Emissionen der eigenen Geschäftstätigkeit. Für 2025 nennt das Unternehmen gegenüber konventioneller Baumwolle Einsparungen von 47.566 Tonnen CO₂-Äquivalenten in Scope 3 sowie mehr als 25 Milliarden Litern Wasser. Pro Kilogramm werden unter anderem 99,9 Prozent weniger Wasserverbrauch, 93 Prozent weniger CO₂-Äquivalente und 96 Prozent weniger Energie angegeben. Die zugrunde liegenden LCAs für Spanien und Bangladesch wurden laut Recover unabhängig durch EcoReview geprüft und nach ISO 14040/14044 sowie PEF-Methodik erstellt.

Bei der Rückverfolgbarkeit kombiniert Recover drei Ebenen: GRS-Dokumentation und Transaktionszertifikate, einen physischen Tracer in der Faser sowie digitale Rückverfolgung. 2025 wurde dafür TextileGenesis mit Fibercoin-Token erprobt. Ziel ist eine Rückverfolgbarkeit von der Faser bis zum Handel und die Vorbereitung auf künftige Anforderungen wie den Digitalen Produktpass.

Für die eigenen Betriebsprozesse nennt Recover ein über Cascales Manufacturer Climate Action Program validiertes Science-Aligned Target: Die absoluten Scope-1- und Scope-2-Emissionen sollen zwischen 2024 und 2034 um 58,8 Prozent sinken. Der Bericht wurde zudem freiwillig mit Bezug auf die ESRS erstellt. Bei der redaktionellen Bewertung ist zu trennen: Die LCA-Daten sind nach Unternehmensangaben extern verifiziert, der Nachhaltigkeitsbericht insgesamt bleibt jedoch eine Unternehmensquelle und sollte entsprechend eingeordnet werden.

 

08.09.2026

Masche wächst weltweit

Der weltweite Exportwert von Maschenbekleidung hat sich seit 2006 nahezu verdoppelt und 2025 rund 289,1 Milliarden US-Dollar erreicht. 2006 waren es 145,2 Milliarden US-Dollar. Damit entwickelte sich Maschenbekleidung dynamischer als Webbekleidung, deren Exportwert im gleichen Zeitraum von 158,5 auf 257,7 Milliarden US-Dollar stieg. Nach einer aktuellen Auswertung des Gesamtverbands der deutschen Maschenindustrie auf Basis unter anderem von ICAC-Daten stellen Maschen- und Webbekleidung inzwischen zusammen knapp 60 Prozent der weltweiten Textil- und Bekleidungsexporte.

Der weltweite Exportwert von Maschenbekleidung hat sich seit 2006 nahezu verdoppelt und 2025 rund 289,1 Milliarden US-Dollar erreicht. 2006 waren es 145,2 Milliarden US-Dollar. Damit entwickelte sich Maschenbekleidung dynamischer als Webbekleidung, deren Exportwert im gleichen Zeitraum von 158,5 auf 257,7 Milliarden US-Dollar stieg. Nach einer aktuellen Auswertung des Gesamtverbands der deutschen Maschenindustrie auf Basis unter anderem von ICAC-Daten stellen Maschen- und Webbekleidung inzwischen zusammen knapp 60 Prozent der weltweiten Textil- und Bekleidungsexporte.

Die Entwicklung wird nicht nur durch mehr Bekleidungskonsum getragen. Casualwear, Sportswear und Athleisure begünstigen Konstruktionen, die Komfort, Bewegungsfreiheit und Funktion bereits über Faser, Garn und Maschenstruktur integrieren. Gleichzeitig verschiebt sich der Fasermix. Baumwollbasierte Maschenbekleidung steigerte ihren Exportwert seit 2006 von 69,9 auf 128,3 Milliarden US-Dollar. Die von ICAC als „man-made and synthetic“ ausgewiesene Gruppe wuchs im selben Zeitraum noch stärker von 35,6 auf 99,2 Milliarden US-Dollar. 2025 entfielen 44,5 Prozent der Maschenwarenexporte auf Baumwollprodukte und 34,4 Prozent auf die Gruppe der Chemie- und Synthesefasern.

Gesamtmasche weist zugleich auf einen Zielkonflikt hin: Polyester stellt inzwischen einen sehr großen Anteil der globalen Faserproduktion, doch 2024 waren dem Beitrag zufolge lediglich zwölf Prozent des weltweit produzierten Polyesters recycelt; der überwiegende Teil des Recyclingpolyesters stammt weiterhin aus PET-Flaschen statt aus Alttextilien. Parallel erhöhen Fast und Ultra Fast Fashion den Mengen- und Preisdruck. Der weltweite Markt wächst also, während zirkuläre Rohstoffströme und Wertschöpfung pro Teil nicht im gleichen Tempo vorankommen.

Auch geografisch sortiert sich der Markt neu. China bleibt führender Textil- und Bekleidungsexporteur, während Bangladesch und Vietnam stark aufgeholt haben. Auf der Nachfrageseite verlieren die USA relativ an Gewicht, während sich zusätzliche Nachfrage breiter auf Europa, Asien, Lateinamerika und den Nahen Osten verteilt. Für europäische Maschenhersteller sieht Gesamtmasche Chancen vor allem dort, wo Qualität, Funktion, Spezialisierung, innovative Konstruktionen und verlässliche Lieferketten stärker wiegen als der reine Mengenpreis.

07.09.2026

Hyosung startet integrierte Bio-Spandex-Produktion

Hyosung TNC hat in Vietnam ein integriertes Produktionssystem für biobasiertes Spandex in Betrieb genommen. Kern ist eine neue Bio-BDO-Anlage in Ho-Chi-Minh-Stadt mit einer Jahreskapazität von 50.000 Tonnen. Die Infrastruktur ist nach Unternehmensangaben so ausgelegt, dass die Kapazität bei entsprechender Marktentwicklung auf bis zu 200.000 Tonnen erweitert werden kann. Für das Gesamtprojekt nennt Hyosung ein Investitionsvolumen von einer Milliarde US-Dollar.

Das biobasierte 1,4-Butandiol wird aus Zucker gewonnen, der aus Zuckerrohr stammt. Hyosung verarbeitet Bio-BDO am Standort Dong Nai zu PTMG, einem zentralen Vorprodukt für Spandex-Polymere, und führt dieses anschließend direkt der Produktion der eigenen Faser „regen Bio“ zu. Damit verbindet das Unternehmen Rohstoff, Polymerzwischenprodukt und Faser in einer regional integrierten Wertschöpfungskette.

Hyosung TNC hat in Vietnam ein integriertes Produktionssystem für biobasiertes Spandex in Betrieb genommen. Kern ist eine neue Bio-BDO-Anlage in Ho-Chi-Minh-Stadt mit einer Jahreskapazität von 50.000 Tonnen. Die Infrastruktur ist nach Unternehmensangaben so ausgelegt, dass die Kapazität bei entsprechender Marktentwicklung auf bis zu 200.000 Tonnen erweitert werden kann. Für das Gesamtprojekt nennt Hyosung ein Investitionsvolumen von einer Milliarde US-Dollar.

Das biobasierte 1,4-Butandiol wird aus Zucker gewonnen, der aus Zuckerrohr stammt. Hyosung verarbeitet Bio-BDO am Standort Dong Nai zu PTMG, einem zentralen Vorprodukt für Spandex-Polymere, und führt dieses anschließend direkt der Produktion der eigenen Faser „regen Bio“ zu. Damit verbindet das Unternehmen Rohstoff, Polymerzwischenprodukt und Faser in einer regional integrierten Wertschöpfungskette.

Nach Unternehmensangaben wird die verantwortliche Beschaffung und Rückverfolgbarkeit des Bio-BDO über das VIVE Sustainable Program überprüft. Hyosung stellt zudem in Aussicht, die Plattform über Spandex hinaus für TPU, PBAT, Schuhsohlen und weitere industrielle Anwendungen zu nutzen. Die textile Relevanz liegt vor allem in Anwendungen wie Sportswear, Swimwear und Denim, in denen Elastizität und Dauerhaftigkeit zentrale Anforderungen sind.

Die Meldung ist zugleich ein wichtiger Hinweis auf die strategische Verschiebung bei Elastomerfasern: Nicht nur die Faser selbst, sondern bereits die chemische Vorstufe wird in Defossilisierungsstrategien einbezogen. Die von Hyosung genannten Aussagen zur Gleichwertigkeit von Elastizität und Haltbarkeit gegenüber petrochemischem Spandex stammen allerdings vom Hersteller; unabhängige Vergleichsdaten werden in der Mitteilung nicht vorgelegt.

Quelle:

Hyosung TNC / Hyosung Performance Textiles

Groz-Beckert Carding Belgium (GBCB) (c) Groz-Beckert KG
Groz-Beckert Carding Belgium (GBCB)
01.09.2026

Groz-Beckert schließt Carding-Standort Deerlijk bis Ende 2026

Groz-Beckert wird den Produktionsstandort seiner Tochtergesellschaft Groz-Beckert Carding Belgium in Deerlijk bis Ende 2026 schließen. Nach Abschluss des formellen Informations- und Konsultationsverfahrens sollen die nächsten rechtlich vorgesehenen Schritte eingeleitet werden. Am Standort arbeiten 58 Beschäftigte; produziert werden metallische Ganzstahlgarnituren für den Geschäftsbereich Nonwovens.

Das Unternehmen begründet die Entscheidung mit strukturellen Kostennachteilen, zunehmendem Wettbewerb durch Anbieter mit niedrigeren Kostenstrukturen und anhaltendem Preisdruck. Eine tragfähige Alternative sei auch nach Beratung mit den Arbeitnehmervertretungen nicht gefunden worden. Die Produktion soll schrittweise eingestellt und auf andere Standorte im globalen Groz-Beckert-Netzwerk verlagert werden. Für die Branche ist die Meldung mehr als eine lokale Standortnachricht: Sie zeigt den Anpassungsdruck bei prozesskritischen Zulieferteilen für die Vliesstoffproduktion und die fortschreitende Neuordnung europäischer Produktionsstrukturen.

Groz-Beckert wird den Produktionsstandort seiner Tochtergesellschaft Groz-Beckert Carding Belgium in Deerlijk bis Ende 2026 schließen. Nach Abschluss des formellen Informations- und Konsultationsverfahrens sollen die nächsten rechtlich vorgesehenen Schritte eingeleitet werden. Am Standort arbeiten 58 Beschäftigte; produziert werden metallische Ganzstahlgarnituren für den Geschäftsbereich Nonwovens.

Das Unternehmen begründet die Entscheidung mit strukturellen Kostennachteilen, zunehmendem Wettbewerb durch Anbieter mit niedrigeren Kostenstrukturen und anhaltendem Preisdruck. Eine tragfähige Alternative sei auch nach Beratung mit den Arbeitnehmervertretungen nicht gefunden worden. Die Produktion soll schrittweise eingestellt und auf andere Standorte im globalen Groz-Beckert-Netzwerk verlagert werden. Für die Branche ist die Meldung mehr als eine lokale Standortnachricht: Sie zeigt den Anpassungsdruck bei prozesskritischen Zulieferteilen für die Vliesstoffproduktion und die fortschreitende Neuordnung europäischer Produktionsstrukturen.

Quelle:

Groz-Beckert KG

Foto Pixabay, Tumisu
28.08.2026

Indien verknüpft Alttextilsammlung, Fasererkennung und digitale Rückverfolgbarkeit

Indiens Textilministerium treibt den Aufbau einer digital unterstützten Infrastruktur für Alttextilien voran. Bei einem Besuch der Textile Recovery Facility (TRF) in Navi Mumbai wurde eine Absichtserklärung zwischen dem Textiles Committee und Refibre zur Entwicklung einer digitalen Plattform für Sammlung, Rückverfolgbarkeit und Wirkungsmessung von Post-Consumer-Textilien unterzeichnet.

Die Anlage verbindet Sammlung und Sortierung mit technischer Fasererkennung, Zerkleinerung und der Aufteilung in unterschiedliche Sekundärmaterialströme. Nach Angaben des Press Information Bureau kommt dabei auch Technologie von Kosha zur Trennung von Bekleidung nach Fasergruppen zum Einsatz. Ziel ist, Post- und Pre-Consumer-Textilabfälle von Deponien fernzuhalten und für Wiederverwendung, Upcycling oder Recycling verfügbar zu machen.

Indiens Textilministerium treibt den Aufbau einer digital unterstützten Infrastruktur für Alttextilien voran. Bei einem Besuch der Textile Recovery Facility (TRF) in Navi Mumbai wurde eine Absichtserklärung zwischen dem Textiles Committee und Refibre zur Entwicklung einer digitalen Plattform für Sammlung, Rückverfolgbarkeit und Wirkungsmessung von Post-Consumer-Textilien unterzeichnet.

Die Anlage verbindet Sammlung und Sortierung mit technischer Fasererkennung, Zerkleinerung und der Aufteilung in unterschiedliche Sekundärmaterialströme. Nach Angaben des Press Information Bureau kommt dabei auch Technologie von Kosha zur Trennung von Bekleidung nach Fasergruppen zum Einsatz. Ziel ist, Post- und Pre-Consumer-Textilabfälle von Deponien fernzuhalten und für Wiederverwendung, Upcycling oder Recycling verfügbar zu machen.

Für die Branche ist der Ansatz interessant, weil nicht nur eine Recyclingtechnologie betrachtet wird, sondern die vorgelagerte Infrastruktur. Verlässliche Erfassung, Faseridentifikation und digitale Nachverfolgung gehören zu den Voraussetzungen, wenn textile Kreislaufwirtschaft von Einzelprojekten in größere industrielle Materialströme überführt werden soll.

Quelle:

Press Information Bureau, Government of India / Ministry of Textiles  

Garne aus rezyklierten Glasfasern Foto (c) DITF
Garne aus rezyklierten Glasfasern
18.08.2026

Europa setzt bei ausgedienten Windrotorblättern auf Recycling

Seit 2026 hat sich Europas Windenergiebranche selbst verpflichtet, dass Rotorblätter von Windturbinen nicht auf Deponien enden, wenn sie das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht haben. Das von der EU geförderte Forschungsprojekt REWIND zeigt Wege auf, diese Verbundwerkstoffabfälle wiederzuverwenden. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) sind einer von 13 Projektpartnern aus sieben Ländern.

REWIND steht für Efficient Decommissioning, Repurposing and Recycling to increase the Circularity of end-of-life Wind Energy Systems. Die Projektpartner entwickeln grundlegende Technologien und Verfahren für die Demontage, das Recycling und die Wiederverwendung der Verbundwerkstoffe. Ziel ist es, die Windrotorblätter kreislauffähig zu machen statt sie zu deponieren oder zu verbrennen.

Das Konsortium hat ein Modell validiert, mit dem sich das mechanische Verhalten der wiedergewonnenen Materialien mit einer Genauigkeit von über 90 % vorhersagen lässt. Damit sind sie für anspruchsvolle Anwendungen wie zum Beispiel in Elektrofahrzeugen oder als Dämmstoff geeignet.

Seit 2026 hat sich Europas Windenergiebranche selbst verpflichtet, dass Rotorblätter von Windturbinen nicht auf Deponien enden, wenn sie das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht haben. Das von der EU geförderte Forschungsprojekt REWIND zeigt Wege auf, diese Verbundwerkstoffabfälle wiederzuverwenden. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) sind einer von 13 Projektpartnern aus sieben Ländern.

REWIND steht für Efficient Decommissioning, Repurposing and Recycling to increase the Circularity of end-of-life Wind Energy Systems. Die Projektpartner entwickeln grundlegende Technologien und Verfahren für die Demontage, das Recycling und die Wiederverwendung der Verbundwerkstoffe. Ziel ist es, die Windrotorblätter kreislauffähig zu machen statt sie zu deponieren oder zu verbrennen.

Das Konsortium hat ein Modell validiert, mit dem sich das mechanische Verhalten der wiedergewonnenen Materialien mit einer Genauigkeit von über 90 % vorhersagen lässt. Damit sind sie für anspruchsvolle Anwendungen wie zum Beispiel in Elektrofahrzeugen oder als Dämmstoff geeignet.

An den DITF werden aus den von den Projektpartnern rezyklierten Glas- und Carbonfasern Garne und Gewebe für neue Bauteile oder für Reparatur-Sets von Windkraftanlagen entwickelt. In einem ersten Schritt wurden recycelte Fasern untersucht, vor allem im Hinblick darauf, für welche Verarbeitungsverfahren sie geeignet sind.

Das Forschungsteam verfolgt zwei unterschiedliche Verfahren. In der ersten Prozessroute werden die rezyklierten Glasfasern zu hochwertigen textilen Verstärkungsstrukturen verarbeitet. Dazu werden die Fasern vorgeöffnet, gekrempelt, zu Garnen versponnen und anschließend zu Geweben verarbeitet, die entweder in eine oder in zwei Richtungen verstärkt sind. Ein erster Meilenstein war die Entwicklung eines rezyklierten Glasfasergarns (rGF/Polyamid-6-Garns) mit einem Faservolumengehalt von rund 40 %, das für thermoplastische Verbundanwendungen, beispielsweise für Strukturbauteile im Automobilbau, geeignet ist.

Es ist darüber hinaus gelungen, ein Garn herzustellen, das sogar aus 98 % rezyklierten Glasfasern besteht. Daraus wurde ein Gewebe mit paralleler Faserausrichtung (UD-Gewebe) gefertigt. Damit konnte erstmals gezeigt werden, dass sich gezielt ausgerichtete textile Verstärkungsstrukturen aus rezyklierten Glasfasern herstellen lassen, die optimal an mechanische Belastungen angepasst sind.

Die zweite Prozessroute untersucht die Verarbeitung von Long-Fiber-Delamination-(LFD)-Tapes, die direkt aus Windrotorblättern gehobelt werden, zu UD-Geweben. Diese LFD-Tapes stellen eine neuartige Klasse textiler Halbzeuge aus vollständig ausgehärtetem glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK)-Rezyklat dar. Derzeit wird untersucht, inwieweit sie sich diese Zwischenprodukte als leistungsfähige Verstärkungsstrukturen für Faserverbundwerkstoffe eignen.

 

Quelle:

DITF

Abschlussveranstaltung Syschemiq © Syschemiq
Abschlussveranstaltung Syschemiq
14.08.2026

Länderübergreifendes Kunststoff-Recycling realisieren

Im internationalen Forschungs- und Demonstrationsprojekt Syschemiq haben 21 Konsortialpartner aus fünf EU-Ländern vier Jahre lang erforscht, wie sich eine länderübergreifende Kunststoff-Kreislaufwirtschaft realisieren und optimieren lässt. Ob Sortiertechnik, Bewusstsein für Recycling, Produktdesign – das Projekt zielte darauf ab, die wichtigsten technischen sowie nichttechnischen Hindernisse überwinden zu können. Fraunhofer UMSICHT war insbesondere in den Themengebieten »Design for Recycling«, »Collection« und »City-Lab-Programm« tätig und erstellte beispielsweise eine Studie zum Verbraucherverhalten. Im Podcast berichtet Dr. Anna Kerps von den Ergebnissen und Herausforderungen im Projekt.

Im internationalen Forschungs- und Demonstrationsprojekt Syschemiq haben 21 Konsortialpartner aus fünf EU-Ländern vier Jahre lang erforscht, wie sich eine länderübergreifende Kunststoff-Kreislaufwirtschaft realisieren und optimieren lässt. Ob Sortiertechnik, Bewusstsein für Recycling, Produktdesign – das Projekt zielte darauf ab, die wichtigsten technischen sowie nichttechnischen Hindernisse überwinden zu können. Fraunhofer UMSICHT war insbesondere in den Themengebieten »Design for Recycling«, »Collection« und »City-Lab-Programm« tätig und erstellte beispielsweise eine Studie zum Verbraucherverhalten. Im Podcast berichtet Dr. Anna Kerps von den Ergebnissen und Herausforderungen im Projekt.

Gemischte Kunststoffabfälle stellen für das Recycling eine besondere Herausforderung dar, da sie nicht zusammen recycelt werden können. Das Produktdesign spielt ebenso eine große Rolle, da bestimmte Verpackungen unterschiedliche Plastikarten umfassen und von Verbrauchenden getrennt sortiert werden müssten, wie z.B. Aluminium-Deckel und Polypropylen (PP)-Gefäß eines Joghurtbechers. Mehr als 85 Prozent der gemischten Kunststoffabfälle gehen in der EU derzeit verloren. Daher sind EU-weit kreislauforientierte Systemlösungen auf regionaler Ebene entlang der gesamten Wertschöpfungskette notwendig, um dieses Potenzial auszuschöpfen.

Im Projekt Syschemiq konnten nun für das Dreiländereck Deutschland, Belgien, Niederlande übertragbare Konzepte zur Sortierung von Plastikmüll, Ansätze für chemisches Recycling sowie Strategien für skalierbare Kreislauflösungen entwickelt werden. Auch partizipative Elemente zur Einbeziehung der Konsument*innen waren Teil des Projekts. Insbesondere am Brightlands Chemelot Campus bringen Partner diese Ergebnisse nun weiter zur Anwendung.

Studie zum Verbraucherverhalten
Fraunhofer UMSICHT erstellte eine Studie und ein Tool, das erstmals Konsumverhalten und Recyclinggewohnheiten systematisch in die Ökobilanzierung integriert (»Design for Recycling«).

»Die Studie bezieht das Verbraucherverhalten in die Ökobilanz (LCA) ein, um die Umweltauswirkungen von Joghurtverpackungen unter Berücksichtigung verschiedener Designvarianten und Entsorgungsszenarien zu bewerten«, erläutert Dr. Anna Kerps, Projektmitarbeitende von Fraunhofer UMSICHT. Zentrale Empfehlungen für das Produktdesign waren beispielsweise, dass immer größere Portionsgrößen zu bevorzugen sind, um den Materialverbrauch pro Kilogramm Joghurt zu senken; einfache PP-Deckelfolien in Kombination mit PP-Bechern zu verwenden und auch klare, gut sichtbare Trennanweisungen und einheitliche Recycling-Symbole bereitzustellen, um die Sortiergenauigkeit zu verbessern.

Zudem analysierten die Forschenden den Status quo bei der Erfassung und Sortierung von Verpackungsabfällen in Deutschland – als Grundlage, um diese Prozesse zu optimieren (»Collection & Sorting«). Um das Konsum- und Entsorgungsverhalten zu untersuchen, richteten sie ein »City Lab« ein, in dem Bürger*innen direkt eingebunden wurden und Bildungsformate für Schulen rund um das Thema Recycling entwickelt wurden.

Im Podcast erläutert Dr. Anna Kerps nun, was z.B. die größten Hindernisse bei Recyclingketten sind, welche Vorteile Kunststoff gegenüber Glas oder Pappe aufweist und wie Konsument*innen auf unterschiedliche Produktverpackungen reagieren.

Die neue ANDRITZ-Airlay-Linie im Werk von MENANG in Malaysia Foto (c) Andritz
Die neue ANDRITZ-Airlay-Linie im Werk von MENANG in Malaysia
12.08.2026

MENANG nimmt Produktion mit Airlay-Linie von ANDRITZ wieder auf

MENANG, ein malaysischer Hersteller von Vliesstoffkomponenten für die Automobilindustrie, hat seine Produktion nach einem Großbrand Mitte März 2026, bei dem die Airlay-Linie des Unternehmens schwer beschädigt wurde, wieder aufgenommen. Eine neue Airlay-Linie von ANDRITZ ermöglichte die Wiederaufnahme der Produktion innerhalb von nur vier Monaten.

Unmittelbar nach dem Brand leitete MENANG ein Wiederaufbauprogramm ein und bestellte Ende März eine neue Airlay-Linie bei ANDRITZ. In enger Zusammenarbeit mit MENANG schloss ANDRITZ die Montage und Inbetriebnahme der Linie dank eines stark gestrafften Projektzeitplans bis Mitte Juli ab. Durch die parallele Durchführung der Wiederaufbauarbeiten am Standort und der Anlagenmontage konnte MENANG die Rückkehr zum Normalbetrieb beschleunigen und die Auswirkungen auf die Produktion minimieren.

MENANG, ein malaysischer Hersteller von Vliesstoffkomponenten für die Automobilindustrie, hat seine Produktion nach einem Großbrand Mitte März 2026, bei dem die Airlay-Linie des Unternehmens schwer beschädigt wurde, wieder aufgenommen. Eine neue Airlay-Linie von ANDRITZ ermöglichte die Wiederaufnahme der Produktion innerhalb von nur vier Monaten.

Unmittelbar nach dem Brand leitete MENANG ein Wiederaufbauprogramm ein und bestellte Ende März eine neue Airlay-Linie bei ANDRITZ. In enger Zusammenarbeit mit MENANG schloss ANDRITZ die Montage und Inbetriebnahme der Linie dank eines stark gestrafften Projektzeitplans bis Mitte Juli ab. Durch die parallele Durchführung der Wiederaufbauarbeiten am Standort und der Anlagenmontage konnte MENANG die Rückkehr zum Normalbetrieb beschleunigen und die Auswirkungen auf die Produktion minimieren.

William Wong, Group Director von MENANG, erklärt: „Nach dem Brand lag unser Fokus darauf, den Wiederaufbau rasch voranzutreiben, um die Kontinuität für unsere Kunden und Partner sicherzustellen. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Teams von MENANG und ANDRITZ hat entscheidend dazu beigetragen, dies zu ermöglichen. Wir schätzen das Engagement und die Reaktionsbereitschaft über den gesamten Projektverlauf sehr und freuen uns, mit unserer neuen Airlay-Linie wieder in Betrieb zu sein.“

Die neu installierte ANDRITZ-Airlay-Linie bietet MENANG eine moderne und zuverlässige Technologie zur Vliesbildung und unterstützt damit das zukünftige Wachstum und die Ziele des Unternehmens in der Automobilindustrie.

Quelle:

ANDRITZ AG

Filament Querschnitt von BICO BCF 70% PET / 30% PBT. (c) Barmag
Filament Querschnitt von BICO BCF 70% PET / 30% PBT.
06.08.2026

BICO BCF-Garn zeigt im Praxistest hohe Performance

In einem gemeinsamen Entwicklungsprojekt mit weiteren Partnern haben Barmag und Object Carpet erfolgreich BICO BCF-Garn im Teppichprozess getestet. Die Ergebnisse zeigen: Die innovative Garntechnologie bietet deutliche Leistungsvorteile und eröffnet neue Möglichkeiten für recyclingorientierte Teppichkonstruktionen.

Mit den Versuchen konnte ein wichtiger Entwicklungsschritt für die Teppichindustrie erreicht werden. Erstmals konnte die aus anderen Chemiefaseranwendungen bekannte Bicomponenten-Technologie erfolgreich in den BCF-Prozess übertragen und entlang der gesamten Teppichwertschöpfungskette validiert werden. Die Versuche zeigen das Potenzial einer neuen Garnklasse, die verbesserte Gebrauchseigenschaften mit neuen Möglichkeiten für moderne Teppichkonstruktionen verbindet.

Mehr Volumen, Elastizität und Performance
„Die Versuche zeigen, dass ein BICO BCF Teppich gegenüber Standard Teppichgarn mehr Volumen, hohe Elastizität und bestätigte Heavy Duty Performance bietet. Die PET-basierte Materialkombination ermöglicht auch recyclingfähige Teppichkonzepte.“, fasst Produktmanager Markus Reichwein die Versuchsergebnisse zusammen.

In einem gemeinsamen Entwicklungsprojekt mit weiteren Partnern haben Barmag und Object Carpet erfolgreich BICO BCF-Garn im Teppichprozess getestet. Die Ergebnisse zeigen: Die innovative Garntechnologie bietet deutliche Leistungsvorteile und eröffnet neue Möglichkeiten für recyclingorientierte Teppichkonstruktionen.

Mit den Versuchen konnte ein wichtiger Entwicklungsschritt für die Teppichindustrie erreicht werden. Erstmals konnte die aus anderen Chemiefaseranwendungen bekannte Bicomponenten-Technologie erfolgreich in den BCF-Prozess übertragen und entlang der gesamten Teppichwertschöpfungskette validiert werden. Die Versuche zeigen das Potenzial einer neuen Garnklasse, die verbesserte Gebrauchseigenschaften mit neuen Möglichkeiten für moderne Teppichkonstruktionen verbindet.

Mehr Volumen, Elastizität und Performance
„Die Versuche zeigen, dass ein BICO BCF Teppich gegenüber Standard Teppichgarn mehr Volumen, hohe Elastizität und bestätigte Heavy Duty Performance bietet. Die PET-basierte Materialkombination ermöglicht auch recyclingfähige Teppichkonzepte.“, fasst Produktmanager Markus Reichwein die Versuchsergebnisse zusammen.

Gefertigt wurde das Garn auf einer Neumag S8 BCF-Anlage mit BICO Spinnbalken. Das Prinzip des Bicomponenten-Garns ist bereits in anderen Chemiefaserspinnprozessen etabliert – neu ist jedoch die erfolgreiche Integration in den BCF-Prozess. Die besondere Materialkombination sorgt aufgrund unterschiedlicher Schrumpf- und Dehnungseigenschaften der verwendeten Polymere für ein Selbstkräuseln (Selfcrimping) des Garns und erzeugt so die charakteristische Volumenstruktur.

Die erfolgreichen Versuche auf einer Neumag S8 BCF-Anlage zeigen nun, dass sich der Ansatz auch für die Teppichindustrie industriell umsetzen lässt. Ebenso lieferten alle weiteren Prozessschritte – vom Kablieren über das Heatsetting bis hin zum Tuften und Beschichten durchgehend gute Ergebnisse.

Überzeugende Ergebnisse entlang der gesamten Prozesskette
Nach dem Heatsetting zeigte sich das Garn mit ausgeprägtem Bausch verbunden mit einer hohen Elastizität. Auch im Tuftingprozess überzeugte das Material: Trotz erhöhtem Titer konnte das Garn problemlos verarbeitet werden. Durch die Elastizität des Garns konnten zudem mehr Laufmeter Rohware erstellt werden als zunächst angenommen.

Weiter zeichnet sich das Garn durch die gute Abdeckung des Trägermaterials aus. In der Beschichtung bestätigte sich die Prozesssicherheit zusätzlich – sowohl die Schnitt- als auch die Schlingenware konnte verarbeitet werden.

Erfolgreiche Qualitätsprüfung für den Dauereinsatz
Die entwickelten Teppichkonstruktionen wurden umfassend getestet, unter anderem durch Stuhlrollen- und Vettermann-Prüfungen gemäß DIN EN 1307. Ergebnis: Alle Konstruktionen sind für die ständige Nutzung im Geschäftsbereich geeignet und erreichten je nach Teppichkonstruktion eine Beanspruchungsklasse bis Klasse 33. „Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, dass sich die BICO BCF-Technologie nicht nur prozesssicher in bestehende Produktionsabläufe integrieren lässt, sondern auch deutliche Vorteile in der Produktperformance bietet“, so Markus Reichwein.

Zukunftsfähige Lösung für vielfältige Anwendungen
Das Gesamtfazit der Versuche ist eindeutig: BICO BCF-Garn besticht durch hohe Deckkraft, ausgezeichnete Verarbeitungseigenschaften und starke Performance. Damit bietet die Technologie eine vielversprechende Lösung mit neuen Optionen zur Entwicklung leistungsfähiger und differenzierter Produkte für Teppichhersteller – sowohl im Wohn- als auch im Objektbereich. Die erfolgreiche industrielle Validierung zeigt, dass BICO BCF nicht nur technisch realisierbar ist, sondern das Potenzial besitzt, zukünftige Teppichkonstruktionen nachhaltig zu prägen

Weitere Informationen:
Barmag Teppichgarn Object Carpet
Quelle:

Barmag

Grafik Pixabay, Thanh Nguyen Slq
03.08.2026

Messe Frankfurt & Supima: Neues kuratiertes Sourcing-Event für Stoffe in New York City

Die Messe Frankfurt baut ihr internationales Textilnetzwerk mit der Premiere der Prefab aus, einer Sourcing-Veranstaltung im Boutique-Stil, die sich ausschließlich hochwertigen Stoffen widmet.  Die Veranstaltung findet vom 19. bis 20. Januar 2027 im Altman Building in New York City statt und bringt ausgewählte Stoffhersteller aus dem Netzwerk der Supima-Mitglieder mit erfahrenen Designer*innen, Stoffverantwortlichen, Produktentwickler*innen und Einkaufsentscheider*innen von Premium- und Luxusmarken zusammen. Mit einer sorgfältig zusammengestellten Ausstellerauswahl und einem zielgerichteten Besucheransatz ist Prefab darauf ausgelegt, ein fokussiertes Geschäftsumfeld zu schaffen, in dem Materialqualität, Fachkompetenz und ein produktiver Austausch wichtiger sind als die Größe der Veranstaltung.

Die Messe Frankfurt baut ihr internationales Textilnetzwerk mit der Premiere der Prefab aus, einer Sourcing-Veranstaltung im Boutique-Stil, die sich ausschließlich hochwertigen Stoffen widmet.  Die Veranstaltung findet vom 19. bis 20. Januar 2027 im Altman Building in New York City statt und bringt ausgewählte Stoffhersteller aus dem Netzwerk der Supima-Mitglieder mit erfahrenen Designer*innen, Stoffverantwortlichen, Produktentwickler*innen und Einkaufsentscheider*innen von Premium- und Luxusmarken zusammen. Mit einer sorgfältig zusammengestellten Ausstellerauswahl und einem zielgerichteten Besucheransatz ist Prefab darauf ausgelegt, ein fokussiertes Geschäftsumfeld zu schaffen, in dem Materialqualität, Fachkompetenz und ein produktiver Austausch wichtiger sind als die Größe der Veranstaltung.

New York City und Mailand: zwei unterschiedliche Formate, eine Strategie
Prefab ist Teil der Entwicklung kuratierter Formate der Messe Frankfurt für den Markt hochwertiger Bekleidungstextilien. In Europa wird die Value Milan vom 3. bis 5. Februar 2027 in „The Mall“ in Porta Nuova erstmals stattfinden und ausgewählte internationale Hersteller*innen mit dem europäischen Modemarkt zusammenbringen. Prefab verfolgt einen gezielten nordamerikanischen Ansatz, der sich ausschließlich der SUPIMA®-Baumwolle widmet und den Supima-Mitgliedsunternehmen vorbehalten ist.

Prefab führt damit ein kompaktes Format für den nordamerikanischen Markt ein. Anstelle einer herkömmlichen Messe stehen hier Stoffe und Fachwissen im Mittelpunkt. Eine einheitliche, designorientierte Präsentation verschafft allen Hersteller*innen die gleiche Sichtbarkeit und fördert gezielte Gespräche, Vergleiche und den Aufbau von Beziehungen.

Eine eigenständige Plattform für eine der hochwertigsten Baumwollsorten der Welt
Supima ist der Verband, der die Hersteller*innen und Verarbeiter*innen von SUPIMA® vertritt, der Premium-Baumwollmarke aus extra langstapeliger Pima-Baumwolle, die in den Vereinigten Staaten angebaut wird. SUPIMA® ist international für seine außergewöhnliche Faserqualität, Strapazierfähigkeit, weiche Textur und Farbbeständigkeit bekannt. Durch sein Netzwerk aus Mitgliedsunternehmen und weltweiten Markenpartnerschaften hat sich Supima zu einer der führenden Qualitätsinitiativen der Textilindustrie entwickelt.

Prefab soll zeigen, wie die Supima-Mitgliedsunternehmen diese außergewöhnlichen Fasereigenschaften in hochwertige Stoffe für Luxusbekleidung verwandeln – von Hemden- und Anzugstoffen bis hin zu Denim, Strickwaren und innovativen Textilkonstruktionen.

„New York ist einer der weltweit wichtigsten Modemärkte und der ideale Ort für ein bewusst selektives Format“, sagt Jennifer Bacon, Vice President Fashion and Apparel Shows bei der Messe Frankfurt, Inc. „Prefab bringt herausragende Supima-Mitgliedsunternehmen mit den Entscheidungsträger*innen führender Marken zusammen – in einem Umfeld, das ganz auf Fachkompetenz und langfristige Partnerschaften ausgerichtet ist. Das ist der ‚Best-of-the-Best‘-Ansatz.“

Die Ausstellung ist ausschließlich Supima-Mitgliedsunternehmen vorbehalten
Nur Unternehmen, die Mitglied bei Supima sind, sind zur Teilnahme an der Prefab berechtigt. Bei der Premiere werden rund 40 ausgewählte Aussteller vertreten sein. Die Auswahl der Teilnehmer*innen erfolgt unter Berücksichtigung einheitlicher Qualitätsstandards und Relevanz, während sich die Besucheransprache an Führungskräfte richtet, die für Design, Stoffentwicklung, Sourcing und Einkauf verantwortlich sind.

Ein designorientiertes Umfeld im Altman Building
Im Altman Building findet die Premiere von Prefab statt. Das besondere Ambiente unterstreicht das kompakte, designorientierte Konzept und ermöglicht zielgerichtete Präsentationen sowie ungestörte Gespräche. Die Aussteller werden auf Augenhöhe präsentiert: Nicht die Standgröße, sondern die Qualität bestimmt ihre Präsenz. Dank der Lage im Herzen der New Yorker Modebranche ist die Messe für die meisten Marken, Einzelhändler*innen und Designer*innen bequem zu erreichen.

Quelle:

Messe Frankfurt

peziell für PA6 und PA6.6 Anwendungen entwickelt: Der neue Barmag Keramiköler Typ 6020. Foto: Barmag
peziell für PA6 und PA6.6 Anwendungen entwickelt: Der neue Barmag Keramiköler Typ 6020.
30.07.2026

Barmag: Optimierte Garnqualität für Niedrig-Titer-Anwendungen

Mit dem neuen Keramiköler vom Typ 6020 präsentiert Barmag eine leistungsstarke Erweiterung seines Produktportfolios für die Verarbeitung von PA6- und PA6.6-Garnen. Die Lösung ist speziell für Niedrig-Titer-Anwendungen im Bereich von 5 bis 100 Denier ausgelegt.

Technologischer Fortschritt für stabile Prozesse
Ein wesentliches Merkmal des neuen Models ist der besonders filament-freundliche Fadeneinlaufbereich, bei dem der Faden mit Öl benetzt wird, bevor er die Keramik berührt – Voraussetzung für eine flusenfreie Verarbeitung. Die Dreiwellen-Geometrie garantiert zudem die geringstmögliche Fadenberührung. Der integrierte Keramikschaft rundet das Bild ab - im Gegensatz zu herkömmlichen Lösungen, bei denen Metallschäfte verklebt werden - und eliminiert typische Fehlerquellen wie verklebte Ölleitungen oder herausfallende Keramikteile. In Kombination mit einer optimierten Fadenführung sorgt die Geometrie des Keramikölers 6020 für einen gleichmäßigen und effizienten Präparationsauftrag bei minimalem Spray-Off und sehr hoher Auftragsgleichmäßigkeit (niedriger OCV).

Mit dem neuen Keramiköler vom Typ 6020 präsentiert Barmag eine leistungsstarke Erweiterung seines Produktportfolios für die Verarbeitung von PA6- und PA6.6-Garnen. Die Lösung ist speziell für Niedrig-Titer-Anwendungen im Bereich von 5 bis 100 Denier ausgelegt.

Technologischer Fortschritt für stabile Prozesse
Ein wesentliches Merkmal des neuen Models ist der besonders filament-freundliche Fadeneinlaufbereich, bei dem der Faden mit Öl benetzt wird, bevor er die Keramik berührt – Voraussetzung für eine flusenfreie Verarbeitung. Die Dreiwellen-Geometrie garantiert zudem die geringstmögliche Fadenberührung. Der integrierte Keramikschaft rundet das Bild ab - im Gegensatz zu herkömmlichen Lösungen, bei denen Metallschäfte verklebt werden - und eliminiert typische Fehlerquellen wie verklebte Ölleitungen oder herausfallende Keramikteile. In Kombination mit einer optimierten Fadenführung sorgt die Geometrie des Keramikölers 6020 für einen gleichmäßigen und effizienten Präparationsauftrag bei minimalem Spray-Off und sehr hoher Auftragsgleichmäßigkeit (niedriger OCV).

Deutliche Qualitäts- und Effizienzvorteile
Der neue Keramiköler wurde gezielt für anspruchsvolle Produktionsumgebungen entwickelt und bietet signifikante Vorteile für die Praxis. Er gewährleistet eine konstant hohe Garnqualität durch stabile Prozessparameter wie Ölauftragsmenge (OPU) sowie sehr gleichmäßige Verteilung der Präparation und ermöglicht gleichzeitig eine flusenfreie Verarbeitung ohne Fadenbrüche oder Schlaufenbildung. Durch das deutlich reduzierte Spray-Off – insbesondere im sensiblen Niedrig-Titer-Bereich – werden Materialverluste minimiert, die Ölverschmutzung des Spulkopfes auf ein Minimum reduziert und die Prozesssicherheit erhöht. Darüber hinaus überzeugt die Lösung durch ihre einfache Handhabung: Eine gut sichtbare und leicht zugängliche Fadenführung erleichtert das Einfädeln, während präzise Justiermöglichkeiten eine schnelle und zuverlässige Einstellung im laufenden Betrieb ermöglichen.

Erfolgreich in der Praxis getestet
Erste Anwendungen bei internationalen Kunden belegen die Leistungsfähigkeit des neuen Ölers. In Tests mit PA6-POY-Garnen konnte eine vollständig spray-off-freie Verarbeitung sowie eine signifikant gleichmäßigere Fadenspannung erzielt werden. Darüber hinaus wurde eine Steigerung des Präparations-Auftrages um rund 23% im Vergleich zu Standardlösungen erreicht. Auch bei Anwendungen mit PET POY Fulldull und empfindlichen Glattgarnen bestätigte sich die Leistungsfähigkeit: Im direkten Vergleich verschiedener Anbieter zeigte die Düse 6020 als einzige Lösung eine flusenfreie und stabile Performance. Mit dem Keramiköler 6020 bietet Barmag eine zukunftsweisende Lösung für Niedrig-Titer-Anwendungen in der Filamentproduktion. Der integrierte Keramikschaft in Kombination mit optimierter Fadenführung und exzellenten Prozesswerten ermöglicht eine nachhaltige Verbesserung von Garnqualität, Prozesssicherheit und Produktionseffizienz.

Weitere Informationen:
Keramiköler Barmag Niedrig-Titer
Quelle:

Barmag 

DITF Formgedaechtnispolymere Garn Foto: (c) DITF
Formgedaechtnispolymere Garn
29.07.2026

Energiesparend: Smarte Textilien mit reversibler Formänderung

Bewegliche textile Strukturen werden in zahlreichen Bereichen wie Medizintechnik, Automatisierung, Architektur, Landwirtschaft oder in der Bekleidungsindustrie eingesetzt. Ein Beispiel hierfür sind Schattierungsnetze in Gewächshäusern, die je nach Sonnenintensität aus- und eingefahren werden. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) entwickeln Textilien aus Formgedächtnispolymeren mit reversibel steuerbarer Geometrie.

Die Formänderungen herkömmlicher Textilien werden oft durch externe mechanische Komponenten wie zum Beispiel Motoren, gesteuert. Das erhöht das Gesamtgewicht, den Energieaufwand und damit auch die Kosten. 

Formgedächtnispolymere können auf Veränderungen ihrer Umgebung mit einer einprogrammierten Verformung reagieren. Sogenannte 2-Wege-Formgedächtnispolymere (2W-FGP) ermöglichen sogar eine reversible Formänderung. Textilien aus diesen Materialien eröffnen Perspektiven, um neue energiesparende textile Aktoren zu entwickeln.

Bewegliche textile Strukturen werden in zahlreichen Bereichen wie Medizintechnik, Automatisierung, Architektur, Landwirtschaft oder in der Bekleidungsindustrie eingesetzt. Ein Beispiel hierfür sind Schattierungsnetze in Gewächshäusern, die je nach Sonnenintensität aus- und eingefahren werden. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) entwickeln Textilien aus Formgedächtnispolymeren mit reversibel steuerbarer Geometrie.

Die Formänderungen herkömmlicher Textilien werden oft durch externe mechanische Komponenten wie zum Beispiel Motoren, gesteuert. Das erhöht das Gesamtgewicht, den Energieaufwand und damit auch die Kosten. 

Formgedächtnispolymere können auf Veränderungen ihrer Umgebung mit einer einprogrammierten Verformung reagieren. Sogenannte 2-Wege-Formgedächtnispolymere (2W-FGP) ermöglichen sogar eine reversible Formänderung. Textilien aus diesen Materialien eröffnen Perspektiven, um neue energiesparende textile Aktoren zu entwickeln.

In einem gemeinsamen Forschungsprojekt entwickeln die DITF in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für angewandte Polymerforschung (IAP) Multifilamentgarne aus thermoplastischen 2-Wege-Formgedächtnispolymeren. Diese Garne weisen eine reversible und reproduzierbare Längenänderung auf, die allein durch Temperaturwechsel gesteuert wird. Bei Temperaturerhöhung verkürzen sich die Garne, werden sie gekühlt, nimmt ihre Länge zu. Im Gegensatz zu Einweg-Formgedächtnispolymeren wird keine externe Verformung benötigt, um eine reversible Formänderung zu erreichen. 

Um die Textilien bei Raumtemperatur einsetzen zu können, wurden zunächst spinnbare 2W-FGP mit Schalttemperaturen bei ca. 30 °C und 60 °C synthetisiert. Anschließend wurden geeignete Spinnparameter wie Spinntemperatur, Düsendurchmesser und Wickelgeschwindigkeit ermittelt, um die Multifilamentgarne zuerst mit Hilfe eines Spin Line Rheometers und anschließend auf einer Pilotanlage herstellen zu können. 

Schließlich wurde untersucht, welchen Einfluss die Spinnparameter auf die Thermoresponsivität der hergestellten Garne haben. Dazu wurde deren Formstabilität ermittelt. Liegt die Formstabilität bei 100 %, weist das Garn jedes Mal wieder die gleiche Länge auf, sobald eine entsprechende Temperatur erreicht ist. Die Thermoresponsivität wurde auch durch die reversible Dehnungsänderung der Garne beim Temperaturwechsel bestimmt. Multifilamentgarne mit einer Formstabilität bei 60 °C über 99 % und einer reversiblen Dehnungsänderung von 16 % konnten bei einer Wickelgeschwindigkeit von 1500 m/min hergestellt werden. Dies zeigt, dass eine wirtschaftliche Produktion dieser Materialien gewährleistet ist. 

Im Rahmen des Projekts wird in den weiteren Schritten untersucht, wie sich die Garne zu Textilien weiterverarbeiten lassen und wie sie am Ende ihrer Nutzung thermomechanisch recycelt werden können. Anhand dieser Untersuchungen lässt sich bewerten, inwieweit das neue Material für die industrielle Fertigung geeignet ist und welche Anwendungen in Frage kommen. So könnte zum Beispiel in Zukunft ein Agrartextil aus Formgedächtnispolymeren hergestellt werden, das seine Luft- und Lichtdurchlässigkeit selbstständig an die Wetterbedingungen anpasst und dadurch ideale Wachstumsbedingungen für Pflanzen schafft.

Das IGF-Vorhaben 01IF23512 N wurde im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Quelle:

DITF 

World of Wipes Graphic INDA
08.07.2026

2026 World of Wipes® Conference

The World of Wipes® (WOW) International Conference brought the global wipes industry together for four days of insights, innovation, and connections, June 29-July 2, at the Grand Hyatt Nashville, in Tennessee. WOW featured expert-led presentations, exhibits, and the presentation of the 2026 World of Wipes Innovation Award®.

World of Wipes Innovation Award
The 2026 World of Wipes Innovation Award was presented to Rockline Industries for their First Defense™ Fentanyl Detection Wipe. In collaboration with Visual Detection Systems, Rockline developed the First Defense Fentanyl Detection Wipe, a single-use presumptive test that rapidly detects trace fentanyl through a visible color change. Featuring specialized indicators bound to viscose fibers with a starch-based system, the wipe improves field usability and reliability. Tested with pharmaceutical and street-grade fentanyl and other opioids, it is designed for law enforcement, first responders, military, airports, schools, and correctional facilities.

The World of Wipes® (WOW) International Conference brought the global wipes industry together for four days of insights, innovation, and connections, June 29-July 2, at the Grand Hyatt Nashville, in Tennessee. WOW featured expert-led presentations, exhibits, and the presentation of the 2026 World of Wipes Innovation Award®.

World of Wipes Innovation Award
The 2026 World of Wipes Innovation Award was presented to Rockline Industries for their First Defense™ Fentanyl Detection Wipe. In collaboration with Visual Detection Systems, Rockline developed the First Defense Fentanyl Detection Wipe, a single-use presumptive test that rapidly detects trace fentanyl through a visible color change. Featuring specialized indicators bound to viscose fibers with a starch-based system, the wipe improves field usability and reliability. Tested with pharmaceutical and street-grade fentanyl and other opioids, it is designed for law enforcement, first responders, military, airports, schools, and correctional facilities.

“Rockline is honored to receive the 2026 World of Wipes Innovation Award for the First Defense Fentanyl Detection Wipe. This recognition reflects the innovation, passion, and dedication of our team to develop a first-of-its-kind solution that helps protect first responders, EMS, law enforcement, and others with a convenient, single-use product that performs effectively in real-world environments.” – Doug Cole, Vice President – Global Product Development, Rockline Industries

Fellow finalists The Clorox Company, with their Clorox™ Refreshables™, and Lenzing Fibers, Inc., with their Lenzing™ DualWipe, were also honored for their innovation and market potential. Nominations for the 2027 World of Wipes Innovation Award® will open August 7, 2026.

2026 Lifetime Technical Achievement Awards
INDA was proud to honor Tom Daugherty and Carey Hobbs with Lifetime Technical Achievement Awards, recognizing their lasting contributions to the advancement of nonwoven technologies, business innovation, and the continued growth of the industry.

“It has been a great privilege to spend nearly 45 years collaborating with so many talented individuals in this industry to improve the lives of consumers worldwide. I am truly humbled to receive the INDA Lifetime Technical Achievement Award. My deepest thanks to my colleagues at P&G, partners across the supply sector, The Nonwovens Institute at NC State, the INDA community, and my wife and family for their amazing partnership. Here’s to the next generation of innovation!” – Thomas Daugherty, Associate Director, Procter & Gamble, and Deputy / Operations Director, The Nonwovens Institute (retired)

“I was shocked to learn that I’m receiving this Lifetime Achievement Award. I have devoted my professional career to making cars quieter, making jackets warmer, defending our country, and helping families enjoy quilting. This honor humbles me and lets me know that my career has positively impacted people’s lives.” – Carey Hobbs, President, Hobbs Bonded Fibers (retired)

Thoughts from Wipes Leaders
“WOW brought together an excellent mix of people, ideas, and commercial opportunity. The quality of the presentations was very strong, but what stood out most was the value of the conversations — connecting with customers, suppliers, and industry leaders in a setting that was both highly engaging and commercially meaningful. The organization of the event was excellent, and the INDA team created a professional, welcoming environment that made it easy to engage, exchange ideas, and strengthen relationships across the wipes and nonwovens industry.” – Nigel Gautry, Corporate Marketing and Sales Director, Saudi German Co. for Nonwoven Products

“WOW provided a fantastic experience and a valuable opportunity to share Soane Materials’ technology platform with leaders across the wipes industry. The presentations offered meaningful insight into where the market is headed, and the networking breaks created high-value conversations around innovation and new business opportunities.” – Elizabeth Huth-Helreigel, Business Development Director, Soane Materials

“WOW was a great experience from the moment I arrived. Within the first hour, I was already connecting with industry colleagues, customers, and partners for meaningful conversations about current business trends and future opportunities. The quality of the networking made it clear very quickly that WOW brings the right people together in one place.” – Robert Langill, Senior Director Sales, Precision Concepts / Comar

“Participation in WOW26 was an energetic and highly productive event that made it possible to consolidate relationships with existing customers, develop new business opportunities and gather strategic indications on the evolution of the North American wet wipes market. The networking was excellent, and the conversations we had with customers, partners, and industry leaders create valuable opportunities.” – Michael Lynch, Director – North America, IMA Tissue & Nonwoven

WOW Program Highlights
The program featured presentations and panel discussions on:

  • Consumer trends, growth opportunities, and innovations in wipes
  • Standards, regulations, labeling, and policy issues
  • Sustainable substrates and flushable material design
  • Manufacturing, converting, and performance innovations
  • Packaging sustainability and EPR requirements
  • Formulation, preservation, and product development advances

The event opened with the Wipes Development Course, held June 29-30 and led by Heidi Beatty, CEO of Crown Abbey. This 12-session course provided a comprehensive overview of wipes development, from concept to commercialization, covering materials selection, formulation design, and packaging considerations.

INDA announced that the next edition of the World of Wipes® Conference will take place June 7-10, 2027, in Indianapolis, Indiana.

Weitere Informationen:
World of Wipes INDA
Quelle:

INDA