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Seilermeister/in
Aufgaben und Tätigkeiten
im Überblick
Seilermeister/innen
übernehmen Fach- und Führungsaufgaben bei der Herstellung, Konfektionierung
und Instandhaltung von Seilen und Netzen sowie von Faser- und Stahltrossen.
Ihren Beruf üben Seilermeister/innen in handwerklichen oder industriellen
Seilereibetrieben aus, dazu zählen z.B. Taklereien, Reepschlägereien
oder Drahtseilereien. Mitunter sind sie auch in Aufbereitungsbetrieben
und Spinnereien für Hart- oder Bastfasern oder Papiergarn beschäftigt.
Seilermeister/innen
übernehmen verantwortungsvolle Aufgaben in der Fertigung von Tauen,
Trossen, Drahtseilen und Schnüren. Dabei sind sie in der Aufbereitung
von Hart- und Bastfasern oder Bastgarn genauso tätig wie in der Herstellung
von Seilen für den Berg- und Bootssport, für Netze, Takelagen
und sonstige Seilerwaren. Seilermeister/innen sorgen für die rechtzeitige
Bereitstellung von Rohwaren und Halbfabrikaten. Zudem kontrollieren sie
sowohl Materialien als auch Zwischen- und Endprodukte auf Qualität
und Übereinstimmung mit betrieblichen und gesetzlichen Normen. In
kleineren Seilereibetrieben sind sie meist auch selbst handwerklich tätig.
Sie übernehmen Arbeiten in der Seilherstellung, fertigen Entwurfs-
und Montagepläne an oder bedienen den Computer, z.B. bei der Maschineneinstellung
oder bei der Berechnung von wichtigen Kennzahlen. Einen großen Teil
ihrer Arbeit nehmen organisatorische Aufgaben ein, z.B. planen sie am
Schreibtisch den Einkauf, erstellen Dienstpläne oder telefonieren
mit Kunden oder Zulieferbetrieben. Seilermeister/innen üben eine
vielseitige Tätigkeit aus und müssen immer den Überblick
behalten.
Sie
nehmen Aufträge entgegen, bestimmen die Arbeitsabläufe und verteilen
die Arbeitsaufgaben an die einzelnen Fachkräfte, mit deren Anleitung
sie auch beschäftigt sind. Die Ausbildung des Berufsnachwuchses fällt
in der Regel ebenfalls in ihren Verantwortungsbereich. Überdies kontrollieren
Seilermeister/innen die Einhaltung von Kosten und Terminen und prüfen
die Arbeitsergebnisse. Auch für die Betriebsbereitschaft und den
rationellen Einsatz der Betriebsmittel - das heißt die entsprechenden
Maschinen, Geräte und Materialien - sind sie verantwortlich. Vor
allem in kleineren Handwerksbetrieben führen sie fachlich hochqualifizierte
Arbeiten, die besonderes Können und langjährige Erfahrung voraussetzen,
selbst aus. Als selbstständige Seilermeister/innen entwickeln sie
zudem die betrieblichen Grundsätze und bestimmen Art und Umfang der
Investitionen. Darüber hinaus entscheiden sie über die Personalauswahl
und kontrollieren den wirtschaftlichen Erfolg des Betriebes.
Vorwiegend arbeiten sie in Werkstätten
und Fabrikationshallen. Die Montage von Seilen überwachen sie auch
im Freien. Am Schreibtisch, der je nach Betrieb in einer Ecke der Werkstatt
oder in einem Büroraum steht, erledigen sie betriebliche Abrechnungen,
bearbeiten den Schriftverkehr, kalkulieren Angebote und bestellen Material.
Die Ausbildung im Überblick
Seilermeister/in ist eine berufliche Weiterbildung nach der Handwerksordnung
(HwO). Die Meisterprüfung in diesem zulassungspflichtigen Handwerk
ist bundesweit einheitlich geregelt.
Die Handwerksorganisationen und andere
Bildungseinrichtungen bieten Vorbereitungskurse auf die Meisterprüfung
an (Dauer: 3-12 Monate). Für die Zulassung zur Meisterprüfung
ist die Teilnahme an den Vorbereitungslehrgängen jedoch nicht verpflichtend.
Ausbildungsdauer
Lehrgänge, die auf die Teile III und IV der Meisterprüfung vorbereiten,
dauern in Vollzeit meist bis zu 3 Monate, in Teilzeit ca. 1 Jahr.
Weiterführende Informationen zum Berufsbild
Seilermeister/in finden Sie auf: berufenet.arbeitsgentur.de
- der Datenbank für Ausbildungs- und Tätigkeitsbeschreibungen.
Quelle -BERUFEnet- ein Angebot der Bundesagentur
für Arbeit - Stand: (1/2010).
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