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SGL Carbon: Naturfaser-Bauteile für Sportfahrzeuge

Der Carbonfaserhersteller SGL Group SE, Wiesbaden, stellte erstmalig das neuartige Türkonzept aus Naturfasern für einen Sportwagen auf der JEC World vom 12.-14. März 2019 in Paris/Frankreich, aus. Bei der Entwicklung des Motorsportmodells standen neben der extremen Leistung auch Nachhaltigkeitsaspekte im Fokus. Für die Türen wurde auf einen hybriden Bio-Verbundwerkstoff gesetzt: Diese Bauteile bestehen aus einer Kombination von biobasierten Naturfasern und Carbonfasern sowie konventionellen Kunststoffen.
SGL Carbon entwickelte hierfür ein spezielles vorimprägniertes Naturfasergewebe, das auf schnellhärtenden Harzen basiert. Zudem wurden beschleunigte Pressprozesse sowie das Engineering der Werkzeuge mit Unterstützung des SGL-eigenen Lightweight and Application Centers konzipiert.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: SGL Group

STFI: Präsentation auf der JEC World 2019

Das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V. (STFI), Chemnitz, stellt gemeinsam mit der Allianz Textiler Leichtbau (ATL), Chemnitz, auf der JEC World 2019 in Paris/Frankreich vom 12.-14. März 2019 Innovationen aus den Bereichen textiler Leichtbau und Faserverbundwerkstoffe vor.
Auf dem Gemeinschaftsstand der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH, Dresden, werden insbesondere Projekte präsentiert, die bereits in der Praxis Anwendung finden. Im Mittelpunkt stehen Demonstratoren zum Forschungsprojekt RecyCarb, darunter ein Fahrradsattel und Teile einer Kotflügelspitze. Weiterhin sind Demonstratoren zu den Projekten Carbonstickgrund, VliesRTM und Biogene Heavy Tows ausgestellt.

Quelle:
dfv Mediengruppe

AZL: Ultraschnelle Consolidator-Maschine

Auf der Fachmesse für die Composite-Industrie JEC World vom 12.-14. März 2019 in Paris/Frankreich, präsentiert auf dem eigenen Ausstellungsbereich „Composites in Action - JEC Group in Partnerschaft mit AZL“ das Aachener Zentrums für integrativen Leichtbau (AZL) und seine 9 Partnerinstitute der RWTH Aachen die neuesten Forschungs- und Entwicklungsergebnisse.
Die „Ultra-Fast Consolidator“ Maschine, die eine von 3 Finalisten für den JEC Award 2019 in der Kategorie "Industry and Equipment" ist, wird auf dem AZL-Messestand gezeigt. Diese Maschine ermöglicht sowohl hohe Flexibilität als auch die Massenproduktion maßgeschneiderter thermoplastischer Laminate mit reduziertem Ausschuss. Vollständig konsolidierte Mehrschichtlaminate mit unterschiedlichen Faserrichtungen und minimiertem Ausschuss (Tailored Blanks) können in Zykluszeiten unter 5 Sekunden hergestellt werden. Diese individualisierte Massenproduktion wird durch eine Kombination aus laserunterstütztem Tape Placement mit In-situ-Konsolidierung und einem Piece-Flow Prinzip erreicht, das in der Druckindustrie Stand der Technik ist, aber innerhalb der Composite Produktion noch nicht eingesetzt wurde. Die erreichbare Produktivität wird durch dieses Prinzip auf über 500 kg/Stunde gesteigert, wobei die Carrier durch mehrere Applikationsstationen bewegt werden, die wiederum mit mehreren Tapelege-Applikatoren ausgestattet sind.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: SMC, AZL, RWTH Aachen

Huesker: Neolaminate – leichter und stabiler

Der Hersteller von Geokunststoffen, Agrar- und Industrietextilien Huesker Synthetic GmbH, Gescher, zeigt auf der JEC World 2019 vom 12.-14. März in Paris/Frankreich, erstmals sein marktreifes Neolaminat W8SVR, ein endlosfaserverstärkter thermoplastischer Verbundwerkstoff (CFRTP).
Bei gleicher Festigkeit oder Steifigkeit ist W8SVR bis zu 20 % leichter als bisherige Lösungen (z.B. Organobleche). Selbst bei komplexen Formen eröffnen sich durch die besondere Glätte neue Gestaltungsmöglichkeiten im Produktdesign. Liegt der Fokus in der Anwendung auf der Biegesteifigkeit, bietet das Neolaminat bei gleicher Stärke oder Gewicht eine um bis zu 35 % geringere Verformung als bisher gängige Verbundwerkstoffe.
Die deutlich verbesserten Eigenschaften werden durch den Einsatz vorgestreckter, in einer Polymermatrix parallel angeordneter Endlosfasern erreicht. Diese sog. UD-Tapes werden je nach Anforderung nahezu ohne Ondulation (als Gewebe) oder ganz ohne Ondulation (als Gelege) im Neolaminat W8SVR weiterverarbeitet. Der Verbund zwischen Fasern und Polymermatrix ist dabei besonders hoch. Durch die direkte Aktivierung der parallelen Fasern werden einwirkende Kräfte optimal aufgenommen. Die Faserorientierung wählen Anwender produktspezifisch und somit lastgerecht. Bei der Bauteilherstellung reduziert die endkonturnahe Fertigung den Abfall im Vergleich zu klassischen Organoblechen erheblich.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Huesker