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7 Ergebnisse

STFI: 3. Platz beim „Hemp product of the year 2020“

Im Rahmen der 17th EIHA Hemp Conference, die als Onlinekonferenz vom nova-Institut GmbH, Hürth, in Zusammenarbeit mit der European Industrial Hemp Associatio (EIHA), Brüssel/Belgien, organisiert wurde, belgete das Sächsischen Textilforschungsinstituts e.V. (STFI), Chemnitz, den 3. Platz mit Lyohemp Strickwaren.
Diese Lyohemp Strickwaren werden aus einer innovativen Cellulosefaser hergestellt, die auf Chemiezellstoff basiert und aus biologisch angebautem Hanf gewonnen wird. Zellstoff und Fasern sind das Ergebnis eines gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekt von deutschen und tschechischen Partnern.
Der Zellstoff wurde so aufbereitet, dass ein hoher Anteil an Alpha-Cellulose mit einer sehr niedrigen Konzentration an anorganischen Verunreinigungen entstand. Schließlich wurde die Cellulose durch Trocken-Nass-Spinnen unter Verwendung von NMMO als Lösungsmittel in Fasern vom Lyocell-Typ umgewandelt.
Die daraus gefertigte Maschenware besticht im Vergleich zu nativen Hanftextilien durch ihre glatte und edle Oberfläche. Die Faserzusammensetzung bewirkt eine sehr gute Färbung, insbesondere bei intensiven dunklen Farbtönen und ein ausgezeichnetes Feuchtigkeitsmanagement.
Die Markteinführung dieser Weltinnovation ist für Januar 2021 in Vorbereitung.
Weitere Informationen unter: www.stfi.de

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dfv Mediengruppe

Sympatex: Dr. Rüdiger Fox Auszeichung für globales Bewusstsein

Im Rahmen des “Summer of Purpose” zeichnete Ende Juni 2020 der Club of Budapest Dr. Rüdiger Fox, Geschäftsführer des Herstellers von Membranen und Funktionsmaterialien Sympatex Technologies GmbH, Unterföhring, mit dem Planetary Consciousness Award 2020 aus. Die Verleihung fand weitgehend in digitaler Form statt.
Fox zudem auch Gründer des Gross Corporate Happiness Institute (GCH-Institute), Hamburg, führte bereits 7 Unternehmen als CEO durch sein Mitarbeiter- und nachhaltigkeitszentriertes Management zum Erfolg und zeichnet sich sowohl durch sein unternehmerisches Tun als auch durch seine Forschung zum Thema „Unternehmensglück“ aus (festgehalten in seinem Grundlagenwerk „Bionische Unternehmensführung“). Sein ganzheitlicher „Gross Corporate Happiness“ Führungsansatz zielt auf eine konsequente Ausrichtung auf einen nachhaltigen und sinnstiftenden Unternehmenszweck sowie auf das Wohlergehen, das Empowerment und die Teilnahme aller Mitarbeiter.
Mit dem Preis werden Persönlichkeiten geehrt, die in ihrem persönlichen und beruflichen Tätigkeitsbereich wirksam das allgemein erforderliche neue Bewusstsein vorgelebt und gefördert haben.

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Sympatex Awards Umwelt

Innovent: Neuorganisation der Geschäftsführung

Unterstützt von 2 stellvertretenden Direktoren wird Dr. Bernd Grünler ab dem 1. Juli 2020 die unabhängige Industrieforschungseinrichtung Innovent e.V. Technologieentwicklung, Jena, als alleiniger Geschäftsführer vertreten. Dr. Arnd Schimanski verabschiedet sich damit aus der bisherigen Doppelspitze, steht der Institutsleitung als Stellvertreter zukünftig aber auch weiterhin mit seiner Expertise zur Seite. Zudem gewinnt Innovent mit der Berufung von Dr. Uwe Möhring als weiteren Stellvertreter und Leiter des Bereiches Strategisches Controlling eine langjährige und erfahrene Führungspersönlichkeit, um die Geschäftsführung kompetent zu erweitern.
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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Innovent

TITK: Dr. Rolf-Egbert Grützner ist neuer Vorstandsvorsitzender

Bei der Mitgliederversammlung am 17. Juni 2020 wählte der Trägerverein des Thüringischen Instituts für Textil- und Kunststoff-Forschung Rudolstadt e.V. (TITK), Rudolstadt, Dr. Rolf-Egbert Grützner (BASF Performance Polymers GmbH, Rudolstadt) zum neuen Vorstandsvorsitzenden des TITK. Er war nach Wiedergründung des Instituts 1991 in leitender Funktion am TITK. Bis 1998 war er anschließend stellvertretender Leiter der Kunststoff-Forschung. Auch nach seinem Weggang verfolgte er die Entwicklung der wirtschaftsnahen Forschungseinrichtung stets mit größtem Interesse. Seit 2005 ist Dr. Grützner Mitglied des TITK-Vorstands, bereits seit 2003 leitete er auch den wissenschaftlichen Beirat des Instituts. In seiner neuen Funktion als Vorstandsvorsitzender möchte er zur weiteren Profilierung des TITK beitragen. Der Interimsvereinschef Alfred Weber bleibt auch künftig Mitglied des fünfköpfigen Vereinsvorstands. Als neue stellvertretende Vorsitzende des TITK wurden Andreas Krey und Andreas Wüllner gewählt. Zum neuen Leiter des wissenschaftlichen Beirats wurde Prof. Dr. Thomas Heinze berufen.

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: TITK Vorstandsvorsitzender

ITA: Reduzierung von Coronavirus-Partikeln durch innovative Textilien

Das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 kann durch luftgetragene Tröpfchen und Aerosole übertragen werden. Forscher der Freien Universität Berlin am Institut für Tier- und Umwelthygiene und des Instituts für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University haben bei der Erforschung von alternativer persönlicher Schutzausrüstung innovative Textilien für Gesichtsmasken untersucht, die den Erreger von Sars-CoV-2 inaktivieren. Die Tests wurden im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten EIT-Gesundheitsprojektes ViruShield durchgeführt. Während die Forscher des Instituts für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University die chemischen und physikalischen Eigenschaften verschiedener Textilien für Gesichtsmasken untersuchten, konnten die Forscher der Freien Universität Berlin nachweisen, dass neuartige, von der Livinguard Technologies AG, Zug/Schweiz, entwickelte Textilien im Vergleich zu bisher üblichen für die Maskenproduktion genutzten Materialien Sars-CoV-2-Viruspartikel innerhalb weniger Stunden um bis zu 99,9 % reduzieren können. Das Prinzip der Livinguard-Technologie besteht darin, die Textiloberfläche mit einer starken positiven Ladung zu versehen. Wenn Bakterien und Viren mit der Technologie in Kontakt kommen, wird die negativ geladene mikrobielle Zelle zerstört.

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Weitere Informationen: ITA Mundschutzmasken

Fraunhofer IGB: Gründung von Netzwerk R2RNet zur Funktionalisierung von Oberflächen

Rolle-zu-Rolle (R2R)-Verfahren, bei denen z. B. Folien, Textilien, Flachmembranen, Metallfolien oder auch ultradünnes Glas funktionalisiert werden, spielen in zahlreichen industriellen Prozessen eine wichtige Rolle. In dem am 10. Juni 2020 gegründeten Netzwerk R2RNet bündeln 21 europäische Partner aus Industrie, Forschungseinrichtungen und Universitäten ihre Kompetenzen bei der kontinuierlichen Funktionalisierung von Oberflächen im Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Damit soll der Erfahrungsaustauch befördert und der Zugang zu diesen Technologien und entsprechenden Anlagen erleichtert werden.
Initiiert wurde das Netzwerk vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP, Golm, und vom Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB, Stuttgart.
R2R-Technologien ermöglichen eine kontinuierliche Oberflächenfunktionalisierung von großen Substraten – chemisch, physikalisch oder durch Strukturierung – und bieten dadurch eine hohe Produktivität bei vergleichsweise niedrigen Kosten. Beispielsweise kann die Produktion mittels Rolle-zu-Rolle-Funktionalisierung flexibler Substrate mehr als 10x günstiger sein, als mit der Behandlung einzelner Folien oder Platten. Allerdings stellen die relativ hohen Kosten für R2R-Anlagen, der begrenzte Zugang zu Know-how und die hohen Produktionsvolumina eine relativ hohe Eintrittsschwelle für einen ersten Markteintritt mit neuen Produkten dar.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Fraunhofer IGB Oberflächen

DFG: Förderung des Sonderforschungsbereichs zu Carbonbeton

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Bonn, hat am 29. Mai 2020 entschieden, den Sonderforschungsbereich (SFB)/Transregio 280 „Carbonbeton“ an der Technischen Universität Dresden (TU Dresden) und der RWTH Aachen University mit Beteiligung des Instituts für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University durch 12 Mill. € in den kommenden 4 Jahren zu fördern. Die TU Dresden und die RWTH Aachen erhielten den Förderzuschlag aufgrund langjähriger Erfahrung in dem Forschungsgebiet Textilbeton. Der Werkstoff Textilbeton wurde in 2 Sonderforschungsbereichen an beiden Universitäten von 1999-2011 entwickelt und grundlegend erforscht. Carbonbeton ermöglicht vollkommen neue Design- und Konstruktionsmöglichkeiten im Bauwesen. Grund dafür sind seine sehr hohe Festigkeit sowie die Möglichkeit einer sehr geringen Betonüberdeckung von nur wenigen Millimetern, da Carbon im Gegensatz zu Baustahl nicht rostet. Der erfolgreiche Einsatz des neuen Materials, das 2016 mit dem deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet wurde, erfordert vollkommen neue Konstruktions- und Fertigungsstrategien, die im SFB/Transregio 280 untersucht werden.

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dfv Mediengruppe