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5 Ergebnisse

Cotton Inc.: Elastische Baumwollkleidung aus 100 % Baumwolle

Das Forschungsunternehmen Cotton Incorporated, Cary, NC/USA, präsentierte das elastische Bekleidungsgeweb Natural Stretch aus 100 % Baumwolle ohne Einsatz von Elastanen. Normale Baumwollgewebe verfügen über eine elastische Dehnbarkeit von 3-6 %. Bei Natural Stretch entsteht der höhere Stretcheffekt durch ein spezielles mechanisches Herstellungsverfahren. Das Material bietet komfortable Stretcheigenschaften in Kombination mit der Natürlichkeit und Weichheit von Baumwolle. Das Material verliert beim Tragen nicht an Elastizität. Die Stoffe können sowohl zu Hemden und Blusen wie auch zu Denimjeans sowie Röcken etc. verarbeitet werden. Lizenznehmer für die Herstellung und den Vertrieb von Natural Stretch-Geweben gibt es bislang in Peru, Hongkong, China, Taiwan, Thailand, Südkorea und Indonesien.

Fotoquelle: Spoerry 1866 AG

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Cotton Inc. Textilforschung

SGL Carbon unterstützt TU München bei Entwicklung einzigartiger Hyperloop-Kapsel

An der Technischen Universität München (TUM) in Garching wurde eine neue Hyperloop-Kapsel „Made in Germany“ präsentiert. Entwickelt und gebaut haben den Prototypen Studenten der TUM, die damit am regelmäßig stattfindenden SpaceX Hyperloop-Wettbewerb am 21. Juli in Los Angeles teilnehmen werden.
Studenten der TUM haben mit Unterstützung der SGL Carbon SE, Wiesbaden, einen nochmals verbesserten neuartigen Hyperloop-Prototypen entwickelt. Die besonders leichte und stabile Kapsel (genannt Pod) werden sie beim Hyperloop-Wettbewerb des Tesla-CEOs Elon Musk am 21. Juli 2019 in Los Angeles einsetzen. Studententeams aus der ganzen Welt wetteifern hier um das schnellste und beste Kapselsystem. Wie eine Art Rohrpost schießen die Pods dabei durch eine nahezu luftleere Röhre und loten dabei auch die Möglichkeiten für eine neue Mobilitätsform der Zukunft aus.
Seit Beginn der Hyperloop-Wettbewerbe im Jahr 2017 werden die TUM-Studenten mit Carbonfaser-Material und Know-how der SGL Carbon unterstützt. Bereits 3 Mal in Folge errang das Team der TUM den 1. Platz. 2018 schoss der Pod aus München mit 467 km/h durch die 1.200 m lange Teströhre.
Durch Optimierungen an Design und Material wiegt das Carbonbauteil der aktuellen Kapsel rund 10 % weniger als das Vorgängermodell (5,6 kg im Vergleich zu 6,1 kg). Zudem wurden die Halterungen für die Außenhülle komplett aus Carbon gebaut. So konnte das Gewicht auch hier von 1,5 kg auf 700 g halbiert werden

Quelle:
dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: SGL Carbon TU München Hyperloop Forschung

TU München: Innovative Materialien mit Carbonfasern aus Algen

Im Verbund mit heimischem Granit oder anderen Hartgesteinen ermöglichen Carbonfasern völlig neue Konstruktionsmaterialien und Baustoffe. Werden die Carbonfasern aus Algenöl hergestellt, entzieht die Herstellung der innovativen Materialien der Atmosphäre mehr Kohlendioxid als dabei freigesetzt wird. Ein von der Technischen Universität München (TUM) angeführtes Forschungsprojekt soll diese Technologien nun weiter voranbringen.
Ziel des am 1. Juli gestarteten Projekts „Green Carbon“ ist es, auf Algenbasis Herstellungsverfahren für Polymere und carbonfaserbasierte Leichtbaumaterialien zu entwickeln, die z.B. in der Flug- und Automobilindustrie eingesetzt werden können. Begleitet wird die Entwicklung von technologischen, ökonomischen und Nachhaltigkeitsanalysen. Die Forschungsarbeiten der TU München fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit etwa 6,5 Mill. Euro.
Mikroalgen können durch ihr schnelles Wachstum das Treibhausgas CO2 aktiv in Form von Biomasse speichern. Das CO2 wird u.a. in Form von Zuckern und Algenöl gebunden, aus denen mit chemischen und biotechnologischen Prozessen Ausgangsstoffe für verschiedenste industrielle Prozesse gewonnen werden können. Ölbildende Hefen erzeugen z.B. aus den Algenzuckern Hefeöl, ein Ausgangsstoff für nachhaltige Kunststoffe. Außerdem lässt sich das Hefeöl enzymatisch in Glycerin und freie Fettsäuren spalten. Die freien Fettsäuren sind Ausgangsmaterial für weitere Produkte, u.a. hochwertige Additive für Schmierstoffe; das Glycerin lässt sich in Carbonfasern umwandeln.
Im weiteren Verlauf des Projekts werden die Kunststoffe mit den Carbonfasern zu entsprechenden Verbundmaterialien zusammengeführt. Laut Projektleiter Thomas Brück, Professor für Synthetische Biotechnologie an der TU München, sind die aus Algen hergestellten Carbonfasern absolut identisch mit den derzeit in der Industrie eingesetzten Fasern und können daher für alle Standardprozesse im Flugzeug- und Automobilbau genutzt werden.
Darüber hinaus lassen sich aus Carbonfasern und Hartstein mit einem Verfahren des Industriepartners TechnoCarbonTechnologies GbR, München, neuartige Konstruktionsmaterialien herstellen. Sie haben nicht nur eine negative CO2-Bilanz, sondern sind leichter als Aluminium und stabiler als Stahl.
Das Foto zeigt das Trittbrett eines e-Scooters aus einem Verbund von Granit und Carbonfasern aus Algen.

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dfv Mediengruppe

Dornbirn GFC mit GFC Startup Days

Nachhaltigkeit/Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung, technische Textilien, Vliesstoffe und die 1. Startup Days sind die Top Themen der 58. Internationalen Fasertagung in Dornbirn/Österreich (Dornbirn GFC), auf der über 100 internationale Experten Innovationen der Textilindustrie präsentieren. Nachhaltiges Ressourcenmanagement ist ein Kernelement für unsere Zukunft geworden. Der Dornbirn-GFC bietet eine Plattform für Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft an. Zum Thema „Microplastics“ präsentiert Sarah-Jeanne Royer vom renommierten Meeresforschungszentrum Scripps Institution of Oceanography, San Diego/Kalifornien, neue Forschungsergebnisse und Lösungsansätze. Im Vortrag von Microsoft wird hinterfragt, ob die Technologie aus der Softwareindustrie einen positiven Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit liefern kann? Einen Einblick in das Gebiet der „Cyber Security“ gibt Palo Alto Networks Inc., Santa Clara/Kalifornien.
Am 11./12. September 2019 finden die 1. Dornbirn-GFC Startup Days in Kooperation mit PricewaterhouseCoopers (PwC) statt, die eine Vernetzungsplattform für junge Unternehmen bieten soll. Vertreten sind Startups aus den Bereichen Smart Fibers, Smart Applications, Smart SportsTech & Outdoor sowie Smart Sustainability & Circular Economy.
Am Eröffnungstag wird es u.a. Plenarvorträge zu folgenden Themen geben: „Man-made Fibers in Europa: neue und existierende Herausforderungen in einem wechselnden politischen Umfeld“ sowie „Herausforderungen zum Thema Nachhaltigkeit der Synthesefasern und Zellulosefasern“.
Auch das Thema Digitalisierung steht im Fokus des diesjährigen Dornbirn GFC. Haben wir in Europa ein Innovationsumfeld wie in „Silicon Valley“ oder brauchen wir bereits ein „Silicon Valley & beyond“? Darüber diskutieren Fachleute von PwC, Research Palo Alto Networks, Oerlikon, Microsoft und Henn.
Des weiteren wird es mehr als 100 Expertenvorträge zu folgenden Themenschwerpunkten geben: Faserinnovationen, Circular Economy und Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Smart Textiles, Oberflächenmodifikation und Additive, Sport- und Freizeitbekleidung sowie Vliesstoffe und technische Textilien.

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Dornbirn GFC Kongress

STFI: Präsenz auf der Textilmaschinenmesse ITMA

Das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V. (STFI), Chemnitz, präsentierte sich auf der weltweit führenden Textilmaschinenmesse ITMA 2019 vom 20.-26. Juni 2019 in Barcelona/Spanien auf mehreren Ständen von Forschungspartnern.
Innerhalb des Forschungsvorhabens optiformTex wurde ein Modul entwickelt, das strangförmige Faserstrukturen auflösen und vorgefertigte Vliesstoffe topologisch verstärken kann. Daraus entstehen textile Halbzeuge für Faserverbundbauteile im Automobilbau. Im Forschungsvorhaben arbeiten gemeinsam die Dilo Systems GmbH, Eberbach, die Volkswagen AG, Wolfsburg, die Sachsenleinen GmbH, Markkleeberg, die Technische Universität Chemnitz und das STFI. Das optiformTex-Modul wurde am Stand von Dilo ausgestellt.
Die Digitalisierung von Veredlungsprozessen wird im futureTex-Projekt digiTex-Pro thematisiert. Im Rahmen dieses Projekts wird ein Maschinenkonzept zum digitalen Ausrüsten textiler Flächen entwickelt. Der erste Maschinendemonstrator wurde nun auf der ITMA vorgestellt. Um die Funktionalitäten mittels adaptiertem Druckverfahren auftragen zu können, müssen sowohl die eingesetzten Chemikalien in Form von Tinten und stimmige Prozesse entwickelt werden. Das Konsortium besteht deshalb aus Akteuren entlang der Wertschöpfungskette: Suchy Textilmaschinenbau GmbH, Korbußen, Zschimmer und Schwarz Mohsdorf GmbH & Co. KG, Burgstädt, Textilausrüstung Pfand GmbH, Lengenfeld, druckprozess GmbH und Co. KG, Eisenach, sowie das STFI. Das DigiTex-Maschinenkonzept wurde auf dem Stand des Projektpartners Suchy Textilmaschinenbau vorgestellt.

 

Quelle:
dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: STFI