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11 Ergebnisse

ADD ITC: Enthüllung einer Carbonbeton-Skulptur

Am 30, November 2018 wurde auf der Aachen-Dresden-Denkendorf International Textile Conference (ADD ITC) die weltweit erste großformatige Carbonbeton-Skulptur Con-Textures enthüllt. Die Skulptur besteht aus 2 Textilbetonschalen mit einer Höhe von 2,4 m und einer Wandstärke von 20 mm. Sie ist mit einer Carbonbewehrung verstärkt und entstand in exklusiver Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Künstler Thomas Schönauer.
In dem Skulpturenprojekt treffen die jüngsten Forschungsergebnisse im Bereich Carbonbeton von Prof. Dr. Thomas Gries, Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University, auf den Innovationsdrang des bildenden Künstlers Thomas Schönauer. Die Skulpturen haben den klaren Materialcharakter von Beton. Aufgrund des faserverstärkten Betons können sie sich in ihrer Gestalt völlig gegensätzlich zu den bekannten Ausformungen von Beton verhalten.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: ADD ITC Carbonbeton

STFI: Nachwuchsforscherpreis von DKB und VIU

Für die Entwicklung von Kunststoffsträngen im 3D-Druck wurde Tobias Petzold vom Sächsischen Textilforschungsinstitut e.V. (STFI), Chemnitz, mit dem 3. Preis beim diesjährigen DKB-VIU-Nachwuchsforscherpreis am 6. Dezember 2019 in Berlin geehrt. Die Deutsche Kreditbank AG (DKB AG), Berlin, und der Verband Innovativer Unternehmen e.V. (VIU), Berlin, fördern mit dem Preis eine enge Verzahnung von Fachhochschulen, Hochschulen und Universitäten mit der mittelständischen Industrieforschung unter dem Aspekt praxisnaher Forschung und Nachwuchssicherung.
Petzold konnte die Materialpalette an weichen und flexiblen Kunststoffsträngen, sog. Filamenten, beim 3D-Druckverfahren aufgrund des Einsatzes spezieller Additive erweitern. Mit dem genutzten Verfahren können ausgewählte Teile von Textilien so beschichtet werden, dass die Produkte zusätzliche Eigenschaften wie Reflexion, elektrische Leitfähigkeit, verbesserte Abriebfestigkeit und antimikrobielle Wirkung erhalten.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: STFI Nachwuchsforscher

HS Niederrhein: Textiles Innovatorium eröffnet

Am 26. November 2018 ist auf dem Campus Mönchengladbach der Hochschule Niederrhein das Textile Innovatorium eröffnet worden. Das kreative Labor ist ein Ort, an dem innovative Ideen aus Unternehmen oder der Hochschule entwickelt und prototypisch umgesetzt werden können.
Hightech-Geräte wie ein Tisch-Rotor zum Spinnen von Vliesstoffen oder eine Strickmaschine für den 3D-Strick stehen zur Verfügung. Das Textile Innovatorium soll damit das Umfeld sein, in dem studentische Ideen, Projekt- und Forschungsarbeiten bis zu marktgängigen Produkten und gegebenenfalls auch bis zur Firmengründung weiterentwickelt werden können.
Das Textile Innovatorium wird mit Mitteln aus dem Bund-Länder-Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und Gemeinsamer Wissenschaftskonferenz (GWK) „Innovative Hochschule“ finanziert. Dort war die Hochschule Niederrhein im vergangenen Jahr mit dem Antrag „Leuchtturm Niederrhein – Aus der Höhe in die Breite“ erfolgreich. Seit dem 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2022 wird das Textile Innovatorium mit 1,5 Millionen Euro bezuschusst.

 

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dfv Mediengruppe

DITF: Mooswände absorbieren Feinstaub

Modulare Mooswände sollen in mit Feinstaub belasteten Metropolen einen nachhaltigen Beitrag zur Luftreinigung liefern. Im Rahmen des Forschungsprojekts MoosTex haben die 3 Projektpartner, die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF), Denkendorf, die Ed. Züblin AG, Stuttgart, und die Helix Pflanzen GmbH, Kornwestheim, ein System entwickelt, das das Überleben der vertikal gepflanzten Moose unter realen Witterungsbedingungen sichert. Mit diesem System kann die biologische, Feinstaub absorbierende Aktivität gezielt gesteuert werden.
Seit November 2017 sind dazu 10 modulare Mooswände an 4 verschiedenen Standorten in der Region Stuttgart bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen und Himmelsausrichtungen intensiv getestet worden. Die Projektpartner haben daraus nun 2 entscheidende Kernelemente für die Konstruktion der Mooswände abgeleitet, um deren Feinstaub absorbierendes Potenzial optimal ausschöpfen zu können: ein aktives Bewässerungssystem und einen speziellen, auf das Moos angepassten textilen Unterbau.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: DITF Bautextilien

Hohenstein: Laboreröffnung in Indien

Am 8. Dezember 2018 feiert der Prüfdienstleister und Forschungspartner, die Hohenstein Institute, Bönnigheim, die Eröffnung des neuen Textil-Prüflabors in Gurugram/Indien. Erst im Juli 2018 eröffnete das Unternehmen in Dhaka/Bangladesch, ein Textil-Prüflabor mit umfassendem Dienstleistungs-Portfolio. Nun kann auch Hohenstein India maßgeschneiderte Dienstleistungen direkt vor Ort in Indien anbieten.
Mit rund 50 Mitarbeitern auf insgesamt etwa 3.000 m² bietet Hohenstein India Textilherstellern, Markenanbietern und dem Handel künftig eine Vielzahl an textiltechnologischen und chemischen Tests wie z.B. Performance Testing, RSL-Konformität (Restricted Substance List), Schadstoffprüfungen, Qualitätskontrollen sowie Inspektions- und Gutachtenservices.

 

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Bewerbungen zum AVK-Innovationspreis 2019

Innovationen im Bereich Faserverstärkte Kunststoffe (FVK)/Composites werden von der Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V. (AVK), Frankfurt/M., mit dem Innovationspreis ausgezeichnet.
Die AVK bittet bis zum 29. März 2019 um Bewerbungen für den AVK Innovationspreis 2019 im Bereich FVK/Composites in folgenden Kategorien:
•    Innovative Produkte/Bauteile bzw. Anwendungen,
•    Innovative Prozesse bzw. Verfahren,
•    Forschung und Wissenschaft.
Ein Ziel des Innovationspreises ist die Förderung neuer Produkte/Bauteile bzw. Anwendungen aus FVK sowie die Förderung neuer Verfahren bzw. Prozesse zur Herstellung dieser FVK-Produkte. Ein weiterer Preis geht an Universitäten, Hochschulen und Institute für besondere wissenschaftliche Arbeiten in Forschung und Wissenschaft.
Weitere Informationen unter: http://www.avk-tv.de/innovationaward.php

 

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ITA: MoonFibre – Fasern aus Mondgestein

Private und staatliche Institutionen auf der gesamten Welt verfolgen derzeit eine große Vision: Die bemannte Mondstation. Die NASA hat sich 2022 als Ziel für die nächste bemannte Mondmission definiert. Das Interesse am Mond beruht auf seltenen Rohstoffvorkommen, wie Helium-3, aber auch als Sprungbrett zu Planeten, wie dem Mars.
Doch der Aufbau von Mondstationen ist mit hohem Kostenaufwand verbunden, da der Transport von einem Kilogramm Rohstoff ca. 5.000 € beträgt. Daher existieren bereits Forschungsprojekte, die die Nutzung von Mondgestein für den Bau der Mondstationen fokussieren. Verschiedene Projekte auf der gesamten Welt nutzen hierbei den 3D-Druck des Mondgesteins. Bei diesem Prozess reichen die mechanischen Festigkeiten von 3D-Drucken jedoch bei weitem nicht aus, um einen ausreichenden Schutz der Besatzung und Einrichtungen auf dem Mond zu gewährleisten.
Im Projekt MoonFibre, beim dem das Institut für Textiltechnik (ITA) und das Institut für Struktur und Leichtbau der RWTH Aachen University Hauptpartner sind, werden die Fasern direkt aus Mondgestein hergestellt. Somit könnten Bauteile aus Basaltfaserverstärkten Mondbeton oder auch Textilien, die die Weltraumstrahlung abschirmen, direkt hergestellt werden. Damit entfallen die hohen Transportkosten zum Mond.
In einem Experimentenwürfel, der auf die Internationale Raumstation ISS geschickt wird, soll erforscht werden, wie ohne Erdgravitation im Weltraum aus Mondgestein Textilfasern gesponnen werden können. Für dieses Projekt werden auch noch weitere Partner aus der Industrie gesucht.

 

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DITF: ForschungsKubus in Denkendorf

Der neue ForschungsKubus auf dem Gelände der Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF), Denkendorf, ist ein abgeschlossener Forschungsraum mit ca. 40 m² Grundfläche, der für Industrie und Forschungsinstitute zur Verfügung steht. Schwerpunkte sind intelligentes Lichtmanagement, vertikale Begrünung. Darüber hinaus werden textile Flächen für die Eignung als Fassadentextil und für weitere Einsatzmöglichkeiten in der Architektur erprobt.

An 6 großen Fensterflächen können variierende Tages- und Kunstlichtsituationen entwickelt, dargestellt und vermessen werden. Dank der busgesteuerten Elektroinstallation kann die Beleuchtung mit dem inneren und äußeren Sonnenschutz vernetzt und anhand der Wetterdaten automatisiert geregelt oder mit dem Smartphone manuell eingestellt werden. Neue Beschattungstextilien schützen vor direkter Sonneneinstrahlung und lenken gleichzeitig genügend wertvolles Tageslicht in den Raum. Integrierte textile Sensoren messen die Beleuchtungsstärke und steuern textilbasierte Aktoren, die die Beschattung abhängig vom Sonnenabstand einstellen.

Am ForschungsKubus werden auch sog. „Living Walls“ entwickelt, auf denen Pflanzen in der Vertikalen kultiviert werden.

Damit die Systeme auch an bestehenden Gebäuden eingesetzt und montiert werden können, werden in Denkendorf textile Leichtbaulösungen entwickelt. Integrierte textile Sensoren erfassen für das Pflanzenwachstum wichtige Parameter und bilden so die Grundlage für eine Integration in die Gebäudeautomatisierung. Ziel ist es, autonome Vertikalbegrünungen zu entwickeln, bei denen durch eine bedarfsgerechte integrierte Bewässerung der Pflegeaufwand deutlich reduziert werden kann.

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HS Niederrhein: Förderprogramm FH Basis

Die Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach, war beim Förderprogramm FH Basis erfolgreich und kann nun 2 neue Geräte für die Forschung anschaffen. Beim Förderprogramm des Kultur- und Wissenschaftsministeriums des Landes NRW wurden 39 Projektanträge zur Förderung ausgewählt. Die Hochschule Niederrhein erhält insgesamt knapp 135.000 € für die Beschaffung von 2 Maschinen.

Am Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik ist ein Forschungsprojekt in Kooperation mit Unternehmen aus der Textil- und Chemieindustrie geplant, bei dem es um digitale Druckprozesse bei der Funktionalisierung von Textilien geht. Hierzu wird ein Gerät beschafft, das in der Lage ist, beim Druck den Flug der Tinte zu beobachten und zu analysieren. Das sog. Dropwatcher-System kann durch die Kombination eines Hochgeschwindigkeits-Stroboskops mit einer Zoomkamera und der Synchronisation mit der Druckkopfausstoßfrequenz klare Bilder einzelner Tropfen im Flug aufnehmen. Eine leistungsstarke Software analysiert anschließend die Bilder.

Am Fachbereich Elektrotechnik und Informatik geht es um eine programmierbare mechanische Testplattform mit optischer Auswertung, die zur intelligenten Automatisierung manueller Prüfabläufe eingesetzt werden soll.

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centrotherm/DITF: Stabilisierung von Carbonfaser-Präkursoren

Der Anbieter von Systemen für die Herstellung von Polysilizium centrotherm international AG, Blaubeuren, entwickelte gemeinsam mit den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF), Denkendorf, ein neuartiges Technologiekonzept für die Stabilisierung von Carbonfaser-Präkursoren. Es basiert auf der Niederdruck-Technologie von centrotherm und ermöglicht eine optimale Steuerung der Prozessatmosphäre sowie der Sauerstoffkonzentration. Im Vergleich zu konventionellen Produktionskonzepten sinken die Prozessdauer um bis zu 30 % und der Energiebedarf um bis zu 50 %.

Am 15. November 2018 wurde in Blaubeuren der erste Laborofen an die DITF übergeben.

Das centrotherm-Produktionskonzept ist modular aufgebaut und skalierbar. Während c.LAB Carbon maximale Flexibilität und eine Jahreskapazität von 1 t für die Forschung und Entwicklung bietet, decken die Produktions- und Pilotanlagen c.STAB Carbon jährliche Produktionskapazitäten von 10, 20 und 250 t/Anlageneinheit ab.

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Weitere Informationen: centrotherm DITF