Textile Technology Sektion

TextileTechnology

Tagesaktuell Branchennews und Personalia mit TextileTechnology
2 Ergebnisse

DITF: Hochleistungswerkstoffe aus keramischen Fasern

Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF), Denkendorf, entwickeln seit Jahrzehnten keramische Faserverbundwerkstoffe, sogenannte CMCs (Ceramic Matrix Composites) mit speziellen Eigenschaftsprofilen. In jüngster Zeit wurden erhebliche Investitionen in Anlagentechnik getätigt, Ziel der Forschungsaktivitäten soll es sein, den Herstellungsprozess in die industrielle Fertigung zu überführen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung oxidkeramischer Fasern basierend auf Mullit und Korund.
Die maßgebende Eigenschaft dieser Fasern ist ihre sehr gute Hochtemperaturbeständigkeit. Die an den DITF entwickelten, sogenannten OXCEFI-Keramikfasern erreichen dabei bereits Werte, die diejenigen der besten kommerziell erhältlichen Fasern übertreffen. Insofern steigt auch das Interesse an deren wirtschaftlicher Umsetzung.
Für den Transfer der Herstellungstechnologie in die industrielle Fertigung gibt es seitens der Industrie bereits reges Interesse. Ihren Einsatzbereich finden keramische Verbundwerkstoffe im Hochtemperatur-Leichtbau, wo sie zum Beispiel metallische Superlegierungen ersetzen und bezüglich Temperaturbeständigkeit, spezifischen Festigkeiten und Modulen übertreffen können. Ein Anwendungsfeld ist die Entwicklung neuartiger Fluggasturbinen und stationärer Gasturbinen mit reduzierten Emissionswerten und höheren Wirkungsgraden.

 

Quelle:
dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: DITF

CCeV/MAI Carbon: 40 Mill. € für Leichtbau-Entwicklungen in Augsburg

Mit 40 Mill. € treibt das Land Bayern die Forschung zu Leichtbauwerkstoffen und Digitalisierung von Fertigungsprozessen in der bayerischen Luft- und Raumfahrt-Industrie voran. Das verkündeten der bayrische Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger am 13. Mai 2019 im Technologiezentrum Augsburg (TZA). Die Mittel stammen zur Hälfte aus dem Nachtragshaushalt des Freistaats Bayern für 2020, die andere Hälfte will die Wirtschaft beisteuern. Gefördert werden namentlich noch nicht genannte Fertigungs- und Entwicklungsprojekte zur Digitalisierung, zu zukunftsfähigen Leichtbauweisen und Produktionsprozessen.
Im TZA bündeln bereits zahlreiche kleine, mittlere und große Unternehmen aus allen Bereichen des Leichtbaus Kapazitäten und Know-how. Die Wirtschaftsvereinigung Carbon Composites e.V. (CCeV), Augsburg, und der Spitzencluster MAI Carbon, einer Initiative des CCeV, waren es auch, die die Anstrengungen um staatliche Unterstützung gebündelt und in Wirtschaft und Politik maßgeblich vorangetrieben haben.
Durch das gemeinsam getragene neue Forschungsprogramm soll die Region Augsburg zu einem international führenden Standort für Leichtbauwerkstoffe wie Carbon weiter ausgebaut werden. Eine dank der Forschung günstigere und energieeffizientere Fertigung nutze auch der Auto- und der Sportindustrie in allen Regionen Bayerns. Ebenfalls profitieren könnten z.B. E-Mobilität und Umwelttechnologien, Mechatronik, Automation, IT und Embedded Systems.

 

Quelle:
dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: CCeV