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Frenzelit: Textile Brandschutzlösungen erfüllen Brandschutzziel EI

Bei Brandschutzkonzepten von großen Gebäuden ist der isolierende Brandschutz (Brandschutzziel EI) die wirksamste Umsetzungsmöglichkeit, aber auch eine anspruchsvolle Umsetzungsmöglichkeit. Die textilen Brandschutzlösungen des Herstellers technischer Textilien Frenzelit Werke GmbH, Bad Berneck, erfüllen das Schutzziel EI. Bei geeignetem Aufbau kann eine Schutzdauer von EI60 erreicht werden. Beim Schutzziel EI geht es um Isolation, das heißt die Oberfläche der Kaltseite darf nur eine maximale Temperaturerhöhung von 140 °K aufweisen. Ein Brandschutzvorhang, der den Empfehlungen von Frenzelit entspricht, ist ein Mehrlagenaufbau aus einer Kombination spezieller Gewebe, Beschichtungen und Nadelvliese. Hierbei wird von einem Deckmodul, das größtenteils der Optik dient, und dem Funktionsmodul, das maßgebend für die Isolationseigenschaften ist, gesprochen. Das Gewebe ist mit einer intumeszierenden Beschichtung versehen, die auf Blähgraphit aufgebaut ist. Bei einer Umgebungstemperatur von mehr als 160°C beginnt die Beschichtung des Funktionmoduls sich aufzublähen, von einer ursprünglichen Dicke von ca. 1,6 mm auf ca. 40 mm. Frenzelit setzt auf ein relativ dünnes textiles Material, das sich auf einer Wickelwelle platzsparend aufwickeln lässt und sich im Brandfall dann aufbläht und so die Abschirmung ermöglicht. Frenzelit bietet den Gewebeverbund isoGlas FTI als Rollenware an. Der eigentliche Feuerschutzvorhang inklusive des passenden Aufbaus wird vom Kunden konfektioniert und hergestellt.
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dfv Mediengruppe

Mahlo: Qualitätssicherung von Medizinprodukten

Hersteller von medizinischer Ware stehen im Moment unter dem Druck, ihre Ware möglichst schnell, aber dennoch hoch qualitativ zu liefern. Der Hersteller von Mess-, Regel- und Automatisierungssystemen Mahlo GmbH & Co. KG, Saal a.d. Donau, unterstützt Hersteller während des Produktionsprozesses dabei, wichtige Parameter zu überwachen und regeln.
Gewicht und Dicke haben großen Einfluss auf die Funktionalität von Vliesstoffen. Der Sensor Gravimat DFI ist Teil des modularen Qualitätsmesssystems Qualiscan QMS und misst Gewicht sowie Materialdicke mit Hilfe von Isotopenstrahlung. Die Messung beruht auf der Schwächung radioaktiver Strahlung durch das im Messspalt befindliche Substrat. Diese Schwächung der Intensität ist ein Maß für das Flächengewicht der Ware. Um unterschiedlichen Materialbeschaffenheiten gerecht zu werden, arbeitet Mahlo mit verschiedenen Isotop-Varianten. Für Waren mit einem Gewicht zwischen 10 und 1400 g/m² kommt Krypton-85 zum Einsatz, bei 100 - 6000 g/m² wird Strontium-90 eingesetzt.
Diese Methodik löst auch Probleme von Herstellern bahnförmiger Ware wie beispielsweise Hygienevlies: Messungenauigkeiten aufgrund von Warenflattern. Aufgrund der Sensortechnik kann der Gravimat DFI auch unabhängig von Schwerpunktänderungen messen. Dieser prüft präzise und unabhängig von allen Änderungen in Trocknungsgrad, Dichte oder Stärke.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Mahlo

Performance Days: Neuer Termin im Dezember 2020

Die bayerische Regierung hat entschieden, dass ab 1. September 2020 unter strengen Auflagen auch wieder Messen in Bayern stattfinden dürfen. Der Termin der Fachmesse für Funktionstextilien Performance Days wurde vom 28./29. Oktober nun auf den 9./10. Dezember 2020 in München verschoben. Mit dem Dezember-Termin ist es wahrscheinlicher, dass das Sicherheitskonzept des Gesundheitsministeriums ausgereifter ist und gut auf dem Messegelände umgesetzt werden kann. Parallel zu der physischen Messe entstehen weitere digitale Tools für das Messepublikum. Im Performance Forum der Performance Days erhalten Besucher eine Übersicht über neue Materialien, Trends und Innovationen der Aussteller. Hier wird auch der (ECO) Performance Award präsentiert. Fachvorträge, Workshops, Guided Tours runden das Informationsangebot ab. Alle Vorträge sind nach der Messe auch online abrufbar unter „Expert Talk Archive“. Mehr Information und Registrierung unter: www.perfomancedays.com

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Performance Days Messen

DFG: Förderung des Sonderforschungsbereichs zu Carbonbeton

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Bonn, hat am 29. Mai 2020 entschieden, den Sonderforschungsbereich (SFB)/Transregio 280 „Carbonbeton“ an der Technischen Universität Dresden (TU Dresden) und der RWTH Aachen University mit Beteiligung des Instituts für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University durch 12 Mill. € in den kommenden 4 Jahren zu fördern. Die TU Dresden und die RWTH Aachen erhielten den Förderzuschlag aufgrund langjähriger Erfahrung in dem Forschungsgebiet Textilbeton. Der Werkstoff Textilbeton wurde in 2 Sonderforschungsbereichen an beiden Universitäten von 1999-2011 entwickelt und grundlegend erforscht. Carbonbeton ermöglicht vollkommen neue Design- und Konstruktionsmöglichkeiten im Bauwesen. Grund dafür sind seine sehr hohe Festigkeit sowie die Möglichkeit einer sehr geringen Betonüberdeckung von nur wenigen Millimetern, da Carbon im Gegensatz zu Baustahl nicht rostet. Der erfolgreiche Einsatz des neuen Materials, das 2016 mit dem deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet wurde, erfordert vollkommen neue Konstruktions- und Fertigungsstrategien, die im SFB/Transregio 280 untersucht werden.

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dfv Mediengruppe