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Tagesaktuell Branchennews und Personalia mit TextileTechnology

Zuse: Neuer Präsident gewählt

Die Mitglieder der Institute der Deutschen Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse e.V., Berlin, haben auf ihrer Mitgliederversammlung am 29. Oktober 2019 Prof. Dr. Martin Bastian einstimmig zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Er tritt damit die Nachfolge von Dr. Ralf-Uwe Bauer an, der seit der Gründung der Zuse-Gemeinschaft im Jahr 2015 an der Spitze des Verbunds der gemeinnützigen Forschungseinrichtungen stand und nun das Amt des Vizepräsidenten übernimmt.
Bastian ist Direktor des Kunststoff-Zentrums (SKZ), Würzburg, und gehörte bislang schon dem Präsidium an. An der Julius-Maximilians-Universität Würzburg ist er zudem seit 2011 Professor für das Fachgebiet Technologie der polymeren Werkstoffe.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Zuse-Gemeinschaft Forschung

Sympatex: recycelte Polyester-Laminate

In Hinblick auf das Ziel, bis zum Jahr 2020 komplett schadstofffreie, recycelte und wiederum recycelbare Funktionstextilien anzubieten, setzt der Hersteller von Membranen und Funktionsmaterialien Sympatex Technologies GmbH, Unterföhring, u.a. auf den strategischen Ausbau sortenreiner Funktionslaminate aus recyceltem Polyester. Der Anteil dieser Laminate ist inzwischen auf über 80 % des Bekleidungsportfolios im Geschäftsbereich Apparel angewachsen.
Auf der Messe für funktionelle Stoffe Performance Days am 13./14. November 2019 in München, präsentierte Sympatex eine Auswahl neuer sortenreiner Polyester-Laminate.
Bei diesen werden Ober- und Futterstoffe aus bereits recyceltem und wiederum recycelbarem Polyester mit der 100 % recycelbaren PTFE-/PFC-freien Sympatex-Membran aus gesundheitlich unbedenklichem Polyether/-ester zu sortenreinen Funktionsmaterialien laminiert, die am Ende ihres Produktlebenszyklus wiederum dem geschlossenen Textilkreislauf zugeführt werden können.
Neu ist z.B. der biobasierte 3-lagige Funktionsartikel Berlin Tide: Bei dem sortenreinen und recycelbaren Funktionstextil werden Polyester-Fasern teilweise durch biobasierte Sorona-Fasern ersetzt. Dadurch wird sowohl der Verbrauch an nicht-erneuerbaren Energien gesenkt, als auch der Ausstoß von Treibhausgasen. Die klimaneutrale Sympatex-Membran trägt zusätzlich zur guten Ökobilanz bei. Das Material eignet sich besonders für die Segmente Athleisure und Sportswear.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Sympatex Membrane Outdoor

A+A 2019: Gesund und sicher arbeiten

Mit einem Rekordergebnis hinsichtlich Aussteller- und Besucherzahl sowie Ausstellungsfläche endete die Fachmesse für persönlichen Schutz, betriebliche Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit A+A 2019 gemeinsam mit dem 36. Internationalen Kongress für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin vom 5.-8. November 2019 in Düsseldorf.
Insgesamt präsentierten 2.121 Aussteller (+9,9 %) aus 63 Ländern, platziert in erstmals 10 Hallen mit mehr als 78.000 m² ihre Innovationen. Über 73.000 Fachbesucher (+9,0 %), davon ca. 50 % aus dem Ausland, nutzen das umfangreiche Angebot der Veranstaltung.
Nachhaltigkeit war ein zentrales Thema auf der A+A: Im Rahmen neuer Veranstaltungen zu Themen wie „nachhaltige textile Fertigung“ oder „Fairness in globalen Lieferketten“ wurde das Thema umfassend beleuchtet. Veranstaltungen zu diesen Themen sollen in Zukunft noch weiter ausgebaut werden.
Im Sinne einer ganzheitlichen Präventionskultur war die A+A vom aktuellen Topthema Nachhaltigkeit geprägt, da sie das Fundament gesunder und sicherer Arbeit ist.
Die nächste A+A findet vom 26.-29. Oktober 2021 statt.

 

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Weitere Informationen: A+A Arbeitsschutz Arbeitsbekleidung

ITA: Erste Vorlesung vor 85 Jahren in Aachen

Vor 85 Jahren wurde das heutige Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University, Aachen, gegründet.
Am 13. November 1934 fand die erste textiltechnische Vorlesung von Professor Dr. Max Matthes, Leiter des neu gegründeten Textilinstitutes in der Fakultät Maschinenwesen der damaligen Technischen Hochschule Aachen, statt. Initiator für diese Neugründung war insbesondere die in Aachen ansässige Textilindustrie. Bereits seit dem 19. Jahrhundert war die Region grenzübergreifend für ihre Tuchindustrie bekannt.
Die Inhalte von Forschung und Lehre des neuen Institutes bestanden bis in die 1960er-Jahre aus Faserstoffkunde und -prüfung, Spinnereimaschinen, Weberei und Veredlungsmaschinen sowie der Textilen Fertigung. Zahlreiche Prüfverfahren wurden entwickelt und das Institut etabliert sich an der RWTH Aachen University.
Ab Beginn der 1970er-Jahre wurden sukzessive neue Inhalte hinzugenommen – darunter die Maschenwaren und Vliesstoffe. Der Lehrstuhl konzentrierte sich auf Themen der Spinnerei und Weberei. Um den neuen Rahmenbedingungen einer sich immer stärker globalisierenden Wirtschaft Rechnung zu tragen wurden verschiedene internationale Kooperationen eingegangen. Hinzu kamen die Erforschung von Maschinen und Verfahren zur Herstellung von Faserverbundwerkstoffen und eine Forschungsgruppe für Medizintextilien und Smart Textiles.
Nach Übernahme der Institutsleitung durch Professor Dr. Thomas Gries im Jahr 2001 hat das ITA insbesondere in den letzten 10 Jahren eine sehr dynamische Wachstumsphase durchlaufen.
Heute beschäftigt das ITA circa 400 Personen, davon mehr als 100 Wissenschaftliche Angestellte. Das ITA ist eines der größten Institute der RWTH Aachen University mit der höchsten Anwendungsbreite am Standort.

 

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Weitere Informationen: RWTH Aachen, ITA, Textiltechnik

DuPont verkündet Gewinner der European Kevlar Innovation Awards

DuPont Personal Protection, Kvistgard/Dänemark, eine Tochtergesellschaft des Faserherstellers DuPont, Wilmington, DE/USA, hat die DuPont Kevlar Innovation Awards ins Leben gerufen, um herausragende Leistungen in Bezug auf Innovation und Design von Schutzhandschuhen aus Kevlar Aramidfaser hervorzuheben. Kevlar macht eine Vielzahl von Kleidungsstücken, Accessoires und Ausrüstungsgegenstände sicher und schnittfest – die Faser ist leicht, langlebig und äußerst robust.
Die Einsendungen wurden hinsichtlich ihrer Leistung in den Bereichen Technologiefortschritt, Innovation und Nutzen für den Träger bewertet, darunter verbesserter Schutz und Tragbarkeit sowie Komfort und Haltbarkeit. Die Preisträger demonstrierten die Vielseitigkeit von Kevlar in Handschuhen, Armstulpen und T-Shirts.
Die Gewinner in der Region EMEA sind:
• Fuchshuber Techno-Tex, Lichtenstein, für das Cutex 25013 Rundhals Shirt,
• JS Gloves Szewczyk sp. j., Milanówek/Polen für die Armstulpen Zokcl,
• ATG Gloves (Pvt.) Ltd., Katunayake/Sri Lanka, für MaxiFlex-Cut-Handschuhe,
• Seiz Technical Gloves GmbH, Metzingen, für Needle Handschuhe,
• Midas Safety Inc., Toronto/Kanada, für den Slashtec NFT FA6 Handschuh.
Die Gewinner wurden auf der Messe A+A in Düsseldorf vom 5.-8. November 2019 präsentiert.

 

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Weitere Informationen: DuPont

Oerlikon Barmag: Neue Entwicklung von ACW zu WINGS

Seit kurzem bietet der Maschinenhersteller Oerlikon Barmag, Chemnitz, Geschäftseinheit des Segments Oerlikon Manmade Fibers der Oerlikon Management AG, Pfäffikon/Schweiz, Neuerungen und Anpassungen für die Wickler der ACW-Serie an. Die Vorzüge des WINGS-Konzepts (Winding INtegrated Godet Solution) werden damit auch für die Anwendung auf POY-Spinnsystemen mit ACW-Technologie anwendbar.
Neben Einsparungen bei Energieverbrauch, Abfällen und Arbeitskraft gewährleistet das WINGS-Konzept eine konstant hohe Garnqualität, die sich besonders in verbesserten Färbeeigenschaften zeigt.
Die Komponenten für das ACW-WINGS-Verfahren lassen sich relativ schnell als Plug-Ins installieren und vermeiden Ausfallzeiten. Darüber hinaus sind die neue ACW-WINGS-Steckwalzen wesentlich kompakter und leitet das Garn nun auf Rollen. Die Reibung am Garn wird so verringert und der Auslenkungswinkel bleibt stets gleich. Dies optimiert wiederum die Spannung der Garne auf allen Spulen.
Eine erste Erweiterung mit 96 Positionen ist beim Hersteller von Polyestergarnen Zhejiang Rongsheng Petrochemical Co., Ltd., Yinong, Zhejiang/China, bereits im Einsatz. Ende 2019 werden weitere 88 Positionen folgen.
Da sich eine Investitionen in diese Anpassung in weniger als einem Jahr amortisiert, ist sie besonders interessant. ACW-WINGS ist für alle ACW-POY/HOY-Spulmaschinen für Polyester und Polyamide (PA 6 und PA 66) verfügbar.

 

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Weitere Informationen: Oerlikon Barmag

oculavis: Auszeichnung mit Europäischem Gründerpreis

Die oculavis GmbH, Aachen, wurde im Rahmen des Europäischen Gründerpreises als bestes Scale Up des Jahres 2019 ausgezeichnet. Neben einem Preisgeld von 50.000 € werden oculavis Dienstleistungen in selber Höhe zur Verfügung gestellt.
Das aus der RWTH Aachen und der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., München, heraus gegründete Unternehmen entwickelt sog. Remote Service und Maintenance Lösungen. Durch Augmented Reality Sofware für Datenbrillen, Tablets oder Smartphones können Servicekräfte einen Blick durch die Augen des Maschinenbedieners vor Ort werfen, ohne zum Standort der Maschine reisen zu müssen. Hierdurch sind nicht nur Einsparungen bei Wartungszeiten oder Ausfallzeiten möglich. Auch Reisekosten und CO2-Emissionen, durch eine Anfahrt von Servicepersonal zum Werk, können so vermieden werden.

Foto (v.l.n.r.): Dr. Markus Große Böckmann, Philipp Siebenkotten, Martin Plutz (Gründer und Geschäftsführer der oculavis GmbH)

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PrimaLoft: Neues Produktionsverfahren für Isolationen halbiert CO2-Emissionen

Ein neues Herstellungsverfahren für Isolationsmaterial bietet der Anbieter von Isolationsmaterialien und Funktionstextilien PrimaLoft Inc., Latham, NY/USA, unter dem Namen P.U.R.E. ab Herbst 2020 an.
Das P.U.R.E.-Verfahren besteht aus 2 wesentlichen Anpassungen: Zum einen wird bei der Produktion auf Recyclingmaterial zurückgegriffen. Zum anderen, soll die Verbindung und Aushärtung von Isolationsfasern nicht länger über ein Thermal Bonding Verfahren mittels Ofenwärme sondern durch Luft erfolgen.
Im Vergleich zum Vorgängerprodukt PrimaLoft Gold Insulation wird dabei bis zu 48 % an CO2-Emissionen eingespart. Dies entspricht 157.000 kg CO2 im Jahr. Gerade dem Verzicht auf Wärmeöfen wird dabei eine zentrale Rolle beigemessen.

 

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TU Dresden C³-Ergebnishaus CUBE

C³: Öffentlicher Auftrag zu Erprobung der Carbonbetonbauweise

Das Institut für Massivbau der Technische Universität Dresden vergibt, in Kooperation mit dem C³ - Carbon Concrete Composite e.V., Chemnitz, einen öffentlichen Auftrag zur Errichtung eines C³-Ergebnishauses aus Carbonbeton.
Dieses Bauprojekt soll eine neuartige Carbonbetonbauweise erproben. Für das Gebäude mit einer Gesamtfläche von 220 m² werden Carbonbetonbauteile benötigt. Dabei werden die Carbonfasern in textiltechnologischen Prozessen zu Matten oder stabförmigen Bewehrungen verarbeitet und mit einer Kunststoffmatrix getränkt. Trotz des nur geringen Anteils der Carbonbewehrung an der Gesamtmasse der Bauteile soll dieses Verfahren erhebliche Materialeinsparungen ermöglichen.
Das C³-Ergebnishaus soll einen Präsentationsraum für 20 Personen, diverse technische Räumlichkeiten sowie sanitäre Einrichtungen beherbergen. Angebote können bis zum 25. November 2019 eingereicht werden.

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DITF/TITV: Anwenderforum Smart Textiles 2020 in Hamburg

Unter dem Thema Luftfahrt findet am 26./27.Februar 2020 das 8. Anwenderforum Smart Textiles in Hamburg statt.
Auftakt bilden ein Besuch in den Produktionsstätten von Airbus und ein Blick hinter die Kulissen der Fertigung von Großraumflugzeugen. Diese werden durch Vorträge seitens Airbus, der DLR und den Textilmaschinenherstellern Karl Mayer und Jakob Müller begleitet. Ziel ist ein Austausch über Forschung, Entwicklung, Herstellung und Anwendung von Smart Textiles.
Das Anwenderforum wird wie im jedem Jahr vom Textilforschungsinstitut Thüringen-Vogtland e.V. (TITV), Greiz, gemeinsam mit dem Forschungskuratorium Textil e.V., Berlin, und den Deutschen Instituten für Textil-und Faserforschung (DITF), Denkendorf, organisiert.
Weitere Informationen unter: www.titv‐greiz.de/de/akademie/anwenderforum‐smart‐textiles

 

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Weitere Informationen: TITV