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DIN: Erster europäischer Standard für Alltagsmasken

Das Europäische Komitee für Normung, CEN, Brüssel, hat einen ersten Standard für nicht-medizinische Alltagsmasken für Verbraucher als CEN-Workshop Agreement (CWA) veröffentlicht. Das „CWA 17553:2020 – Community face coverings – Guide to minimum requirements, methods of testing and use“ legt Mindestanforderungen für deren Design, Herstellung und Leistungsbewertung fest. CEN hat die Vereinbarung auf Bitte der Europäischen Kommission erarbeitet. Alltagsmasken sind in Europa Teil der meisten Strategien, um die pandemiebedingten Einschränkungen schrittweise aufzuheben. Europaweit einheitliche Sicherheitsstandards können dazu beitragen, die Covid-19-Pandemie länderübergreifend einzudämmen. Das von der CWA entwickelte Dokument bietet Hilfestellung zu den wichtigsten Anforderungen an Masken. CEN erarbeitet Normen auf europäischer Ebene. Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von 34 europäischen Ländern, darunter das Deutsche Institut für Normung e. V. (DIN), Berlin. Angesichts der Corona-Pandemie stellt DIN Normen für medizinische Ausrüstung als Teil eines umfassenden Angebots unter www.din.de/go/corona bereit.

(Bild: Testex, Community Mask)

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: DIN Masken

Bremer Baumwollbörse: Stephanie Silber neue Präsidentin

Am 18. Juni 2020 wurde anlässlich der 146. Ordentlichen Generalversammlung der Bremer Baumwollbörse, Bremen, Stephanie Silber zur Präsidentin gewählt. Stephanie Silber ist langjährige Geschäftsführerin des Baumwollunternehmens Otto Stadtlander GmbH, Bremen. Der bisherige Präsident Jens D. Lukczik, geschäftsführender Gesellschafter der Cargo Control Germany GmbH & Co. KG, Bremen, gehört dem Präsidium jetzt als Vizepräsident an. Auch Ernst Grimmelt, geschäftsführender Gesellschafter der Velener Textil GmbH, Velen, bleibt Vizepräsident. Das gleiche gilt für Fritz A. Grobien, der viele Jahre Erfahrung im Baumwollhandel hat und geschäftsführender Gesellschafter der Albrecht, Müller-Pearse & Co. Trade GmbH & Co. KG, Bremen, ist. Während der Generalversammlung fanden die Neuwahlen des Vorstandes statt. Neu vertreten im vergrößerten Vorstand der Baumwollbörse ist Roland Stelzer, Geschäftsführer des Unternehmens Gebr. Elmer & Zweifel GmbH & Co.KG, Bempflingen. Die Mitglieder des Vorstands und des Präsidiums gehören überwiegend Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Baumwollbeschaffungskette wie Handel, Verarbeitung und Dienstleistung an.
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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Bremer Baumwollbörse Stephanie Silber

275 Jahre Seilflechter

Am 3. Oktober 1745 gründete David Halle die Seilerei Halle in Braunschweig. Nachdem das Unternehmen vom Sohn Eberhard Halle übernommen wurde, führte anschließend der Enkel des Gründers, David Halle, mit viel Mut und Engagement die Geschicke der Seilerei. In seiner Zeit fiel das 100-jährige Jubiläum. Es war die Phase der wirtschaftlichen Konsolidierung und der Gründung des deutschen Zollvereins.
1945, nach Beendigung des 2. Weltkriegs wurde das 200. Firmenjubiläum zwar gefeiert, aber ausgebombt und ohne Produktionsmittel stellten sich die Brüder Hans und Theodor Halle zusammen mit ihren Frauen einer enormen Herausforderung: Der Neustart und die Fortführung des Familienunternehmens.
Spätestens am 1.Januar 1958 wurden ihre Bemühungen und die jahrelange harte Arbeit belohnt. Hans Halle und sein Sohn Wolfgang Halle, der inzwischen im Betrieb aktiv war, firmierten erfolgreich um: Die Seilflechter Tauwerk GmbH, Braunschweig, wurde gegründet.
Die Folgejahre waren vom Wirtschaftswunder geprägt. Steigende Umsätze und Mitarbeiterzahlen waren das Ergebnis guter Produkte und zukunftsorientierter Konzepte.
Seit 1998 führt Andreas Halle  in 9. Generation die Seilerei Seilflechter, inzwischen zusammen mit seinem Bruder Klaus Halle, der für den Bereich Logistik verantwortlich ist. Aufgrund von Kostenoptimierungen und Umstrukturierungen konnten die beiden Brüder den Anspruch bzw. das Versprechen Qualitätstauwerk ausschließlich „Made in Germany“ anzubieten, bis heute halten.
Die 10. Generation steht auch bereits in den Startlöchern: Tobias Halle, der den traditionsreichen Beruf des Seilers im Unternehmen gelernt hat, kümmert sich aktuell europaweit um das technische Tauwerk für die Segmente Forst und Offroad. Felix Halle wiederum ist für den Industriebereich verantwortlich.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Seilflechter Seile Flechten

Oerlikon Manmade Fibers: Neues Vertriebs- und Servicebüro in Shanghai

Nach 8 Jahren in dem Inter-Continental Business Center in der Yutong Road in Shanghai/China hat Oerlikon Manmade Fibers ein Segment der Oerlikon Management AG, Pfäffikon/Schweiz, ein neues Vertriebs- und Servicebüro in der Nähe des internationalen Flughafens in Hongqiao und dem National Exhibition and Convention Center (NECC) eröffnet. Der Hauptgrund für die neue Adresse waren die logistischen Aspekte in einer Stadt, die mit einem immer größeren Verkehrsaufkommen fertig werden muss. Die neue Positionierung berücksichtigt die Veränderungen innerhalb der Oerlikon Gruppe. Die Veräußerungen, die in den letzten Jahren innerhalb der Oerlikon Gruppe gemacht wurden, haben jetzt zu einer Reorganisation in Shanghai geführt.

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Oerlikon Chemiefasern

Dibella: Auszeichnung für Engagement bei nachhaltigen Faserrohstoffen

Der Anbieter von Objekttextilien für den textilen Mietservice Dibella GmbH, Bocholt, setzt sich seit vielen Jahren für nachhaltige Objekttextilien ein. Das ökologische und soziale Engagement innerhalb der textilen Kette hat dem Unternehmen bereits zahlreiche Ehrungen eingetragen. Nun kommt eine weitere Auszeichnung durch die gemeinnützige Organisation Textile Exchange, O’Donnell, TX/USA, hinzu. In der aktuellen Weltrangliste belegt das Unternehmen zum zweiten Mal in Folge Platz 3 bei der Verwendung fair gehandelter Bio-Baumwolle. Textile Exchange erhebt jedes Jahr auf internationaler Ebene den Verbrauch nachhaltiger Fasermaterialien und nominiert die besonders engagierten Abnehmer. Die Ergebnisse für die zurückliegende Saison wurden nun im „Textile Exchange’S Corporate Fiber and Materials Benchmark Program 2019“ bekannt gegeben.

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Weitere Informationen: Dibella Faserrohstoffe

Oerlikon: Sichere Produktion durch innovative Abstandswarntechnologie

Das Technologieunternehmen OerlikonCoperation AG, Pfäffikon/Schweiz, setzt auf eine innovative technische Lösung, um seine Mitarbeiter angesichts der Corona-Pandemie vor Infektionen zu schützen. I In den Werken in der Schweiz und in Deutschland wurde eine sensorbasierte Technologie SafeZone des Münchner Start-ups Kinexon als Pilotprojekt eingeführt. Der Einsatz im globalen Oerlikon Netzwerk ist geplant. SafeZone ist eine Technologie, mit der der Abstand zwischen den Mitarbeitern zentimetergenau gemessen werden kann. Die Technologie basiert auf einem Industrie-4.0-Funkstandard. Die Mitarbeiter tragen dazu einen Sensor entweder am Handgelenk oder als Anhänger. Unterschreiten 2 Sensoren, also 2 Mitarbeiter, für einen gewissen Zeitraum den definierten Mindestabstand von beispielsweise 1,5 m, ertönt ein Warnton. Mit dem Tragen eines SafeZone-Sensors können Mitarbeiter bei Tätigkeiten, die keine Zusammenarbeit erfordern, auf Gesichtsmasken verzichten, wenn diese nicht arbeitsschutzrechtlich vorgesehen sind. Im Falle einer Infektion ermöglicht eine Software die genaue Nachverfolgung der Kontaktketten und die betroffenen Einheiten können eingegrenzt werden.

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Weitere Informationen: Oerlikon Corona

The Lycra Company: Kooperation mit Südwolle Group

Der Anbieter von Faser- und Technologie-Lösungen The Lycra Company, Wilmington, DE/USA, und der Hersteller von Kammgarnprodukten Südwolle Group, Nürnberg, sind eine Kollaboration eingegangen, um neue GRS-zertifizierte kationisch färbbaren Langstapelfasern auf den Markt für Wolle zu bringen.
Unter den bestehenden Arten von recyceltem Polyester, die mit Wolle gemischt werden können, zeichnet sich die Coolmax EcoMade Technologie durch ihre kationische Färbbarkeit aus. Diese Eigenschaft erleichtert den Färbeprozess beim Stück- oder Kreuzspulfärben erheblich und ermöglicht einen schonenderen Färbeprozess bei niedrigeren Temperaturen mit weniger Energieaufwand. Dies trägt nicht nur dazu bei, dass der Griff der Wolle nicht beeinträchtigt wird, sondern ist auch eine positive Entwicklung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Darüber hinaus liefert ein kationisches Färbeverfahren im Allgemeinen tendenziell eine bessere Farbe und Farbechtheit.

 

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Weitere Informationen: Lycra Südwolle Group

Starlinger: Neue Nachhaltigkeitsbeauftragte

Davon ausgehend, dass die unternehmerische Gesellschaftsverantwortung, Corporate Social Responsibility (CSR), immer mehr an Bedeutung gewinnt, hat der Hersteller von Anlagen zur Erzeugung gewebter Kunststoffsäcke Starlinger & Co. Ges.m.b.H, Wien/Österreich, Clarissa Graf als neue Nachhaltigkeitsbeauftragte engagiert. Seit Herbst 2019 definiert sie aktiv CSR-Maßnahmen für die interne und externe Umsetzung der Unternehmensstrategie. Clarissa Graf hat in diesem Jahr die Mitgliedschaft bei respACT, Österreichs führender Unternehmensplattform für verantwortungsvolles Wirtschaften, beantragt. Die Aktivitäten von respACT orientieren sich an den Prinzipien der weltweiten Initiative UN Global Compact sowie an den UN Nachhaltigkeitszielen, den Sustainable Development Goals (SDGs).

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Weitere Informationen: Starlinger Nachhaltigkeit

ITA: Reduzierung von Coronavirus-Partikeln durch innovative Textilien

Das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 kann durch luftgetragene Tröpfchen und Aerosole übertragen werden. Forscher der Freien Universität Berlin am Institut für Tier- und Umwelthygiene und des Instituts für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University haben bei der Erforschung von alternativer persönlicher Schutzausrüstung innovative Textilien für Gesichtsmasken untersucht, die den Erreger von Sars-CoV-2 inaktivieren. Die Tests wurden im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten EIT-Gesundheitsprojektes ViruShield durchgeführt. Während die Forscher des Instituts für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University die chemischen und physikalischen Eigenschaften verschiedener Textilien für Gesichtsmasken untersuchten, konnten die Forscher der Freien Universität Berlin nachweisen, dass neuartige, von der Livinguard Technologies AG, Zug/Schweiz, entwickelte Textilien im Vergleich zu bisher üblichen für die Maskenproduktion genutzten Materialien Sars-CoV-2-Viruspartikel innerhalb weniger Stunden um bis zu 99,9 % reduzieren können. Das Prinzip der Livinguard-Technologie besteht darin, die Textiloberfläche mit einer starken positiven Ladung zu versehen. Wenn Bakterien und Viren mit der Technologie in Kontakt kommen, wird die negativ geladene mikrobielle Zelle zerstört.

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Weitere Informationen: ITA Mundschutzmasken

Fraunhofer IGB: Gründung von Netzwerk R2RNet zur Funktionalisierung von Oberflächen

Rolle-zu-Rolle (R2R)-Verfahren, bei denen z. B. Folien, Textilien, Flachmembranen, Metallfolien oder auch ultradünnes Glas funktionalisiert werden, spielen in zahlreichen industriellen Prozessen eine wichtige Rolle. In dem am 10. Juni 2020 gegründeten Netzwerk R2RNet bündeln 21 europäische Partner aus Industrie, Forschungseinrichtungen und Universitäten ihre Kompetenzen bei der kontinuierlichen Funktionalisierung von Oberflächen im Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Damit soll der Erfahrungsaustauch befördert und der Zugang zu diesen Technologien und entsprechenden Anlagen erleichtert werden.
Initiiert wurde das Netzwerk vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP, Golm, und vom Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB, Stuttgart.
R2R-Technologien ermöglichen eine kontinuierliche Oberflächenfunktionalisierung von großen Substraten – chemisch, physikalisch oder durch Strukturierung – und bieten dadurch eine hohe Produktivität bei vergleichsweise niedrigen Kosten. Beispielsweise kann die Produktion mittels Rolle-zu-Rolle-Funktionalisierung flexibler Substrate mehr als 10x günstiger sein, als mit der Behandlung einzelner Folien oder Platten. Allerdings stellen die relativ hohen Kosten für R2R-Anlagen, der begrenzte Zugang zu Know-how und die hohen Produktionsvolumina eine relativ hohe Eintrittsschwelle für einen ersten Markteintritt mit neuen Produkten dar.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Fraunhofer IGB Oberflächen