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Composites Europe: ICC mit neuem Konzept ab 2019

Der Messeveranstalter Reed Exhibitions Deutschland GmbH, Düsseldorf, und die Wirtschaftsvereinigung Composites Germany e.V., Berlin, arbeiten ab 2019 noch enger zusammen. Im Zuge dessen soll der International Composites Congress (ICC) künftig gemeinsam veranstaltet werden. Das teilten beide Seiten im Rahmen der Composites Europe mit, die vom 6. - 8. November 2018 in Stuttgart stattfand. Bislang findet der ICC, organisiert von der Wirtschaftsvereinigung Composites Germany, als Auftaktveranstaltung der Composites Europe statt. Künftig soll es ein integratives Gesamtkonzept geben, durch das Messe und Kongress näher zusammenrücken.

Die Vorträge, die teilweise im Plenum und teilweise in parallelen Foren angeboten werden, finden gleichzeitig zur Messelaufzeit statt und nicht mehr vorgelagert.

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Composites Europe

DITF: ForschungsKubus in Denkendorf

Der neue ForschungsKubus auf dem Gelände der Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF), Denkendorf, ist ein abgeschlossener Forschungsraum mit ca. 40 m² Grundfläche, der für Industrie und Forschungsinstitute zur Verfügung steht. Schwerpunkte sind intelligentes Lichtmanagement, vertikale Begrünung. Darüber hinaus werden textile Flächen für die Eignung als Fassadentextil und für weitere Einsatzmöglichkeiten in der Architektur erprobt.

An 6 großen Fensterflächen können variierende Tages- und Kunstlichtsituationen entwickelt, dargestellt und vermessen werden. Dank der busgesteuerten Elektroinstallation kann die Beleuchtung mit dem inneren und äußeren Sonnenschutz vernetzt und anhand der Wetterdaten automatisiert geregelt oder mit dem Smartphone manuell eingestellt werden. Neue Beschattungstextilien schützen vor direkter Sonneneinstrahlung und lenken gleichzeitig genügend wertvolles Tageslicht in den Raum. Integrierte textile Sensoren messen die Beleuchtungsstärke und steuern textilbasierte Aktoren, die die Beschattung abhängig vom Sonnenabstand einstellen.

Am ForschungsKubus werden auch sog. „Living Walls“ entwickelt, auf denen Pflanzen in der Vertikalen kultiviert werden.

Damit die Systeme auch an bestehenden Gebäuden eingesetzt und montiert werden können, werden in Denkendorf textile Leichtbaulösungen entwickelt. Integrierte textile Sensoren erfassen für das Pflanzenwachstum wichtige Parameter und bilden so die Grundlage für eine Integration in die Gebäudeautomatisierung. Ziel ist es, autonome Vertikalbegrünungen zu entwickeln, bei denen durch eine bedarfsgerechte integrierte Bewässerung der Pflegeaufwand deutlich reduziert werden kann.

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: DITF

Sympatex: spinndüsengefärbte Funktionstextilien

Der Hersteller von Membranen und Funktionsmaterialien Sympatex Technologies GmbH, Unterföhring, präsentiert zu den Performance Days am 28./29. November 2018 in München eine neue Linie von spinndüsengefärbten Laminaten. Mit der PTFE- und PFC-freien, 100 % recycelbaren Sympatex-Membran sind die sortenreinen Laminate zudem gut für den geschlossenen Textilkreislauf geeignet und können am Ende des Produktlebenszyklus wieder problemlos einer Wiederverwertung („closed loop“) zugeführt werden.
Die Neuentwicklungen im Geschäftsbereich Apparel mit 100 % recycelter Oberware vereinen die Vorteile des Recyclingverfahrens für Rohmaterial und die der Spinndüsen-Färbetechnologie miteinander. Durch dieses Färbeverfahren können rund 75 % der insgesamt notwendigen Wassermenge eingespart werden sowie der Chemieeinsatz um bis zu 90 %. In Kombination mit der Sympatex-Membran aus 100 % Polyether-/ester, die z.B. gegenüber einer handelsüblichen PTFE-Membran den Wasserverbrauch im Herstellungsprozess um 50 % reduziert, muss man gleichzeitig bei der Performance keinerlei Einbußen machen.

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Coloreel: SKAPA-Innovationspreis in Schweden

Die neuartige Maschine für die digitale Einfärbung von Garnen des Technologieunternehmens Coloreel AB, Jönköping/Schweden, wurde am 8. November 2018 in Stockholm/Schweden auf der SKAPA-Innovationsgala mit dem SKAPA-Preis ausgezeichnet, der in Gedenken an den berühmten Innovator Alfred Nobel eingeführt wurde.
Die Begründung der Jury lautete: Mit der Coloreel-Technologie kann das Garn direkt in der Produktion, z.B. im Stickprozess eingefärbt werden. Das erste Produkt auf Basis dieser Technologie ist die Coloreel-Einheit, die in Verbindung mit bestehenden Stickmaschinen verwendet wird. Ein rohweißes Garn wird während des Stickens eingefärbt und ermöglicht damit besondere Stickereien ohne Einschränkungen in der Verwendung von Farben zu produzieren. Zudem ist es erstmalig möglich Farbübergänge in Stickereien umzusetzen.

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Devan: Auszeichnungen für 2 Technologien

Die innovativsten Funktionstextilien, Accessoires und Veredelungen werden von der Fachmesse Performance Days für das Performance Forum ausgewählt. Die Performance Days finden am 28./29. November 2018 in München statt. Bei diesem Mal wurden u.a. die beiden Funktionsveredlungen Moov&Cool und R-Vital des Herstellers von Textilveredlungschemikalien Devan Chemicals NV, Ronse/Belgien, ausgewählt.
R-Vital wurde mit dem „100% Jury Like“ Siegel ausgezeichnet, das die einstimmige Wahl der Jury zum Ausdruck bringt. R-Vital besteht aus mikrogekapselten Wirkstoffen für Textilien mit erhöhten antioxidativen Eigenschaften. Die an der Faser haftenden Mikrokapseln geben bei Reibung Antioxidantien an den Körper ab. Das mit dem „100% Jury Like“ Siegel ausgezeichnete Muster wurde mit einer Kombination aus Ubiquinol (Q10), Seetang und Thymianöl behandelt, die zudem eine schnellere Erholung nach sportlichen Leistungen bewirkt.
Moov&Cool ist eine patentierte Polymertechnologie, deren dauerhafte Wärmeaufnahmekapazität in Kombination mit einem ausgewogenen Feuchtetransfersystem für ein angenehm kühles Empfinden sorgt.

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Textilveredlung Jackl: 150-jähriges Jubiläum

In diesem Jahr feiert die Textilveredlung Robert Jackl GmbH & Co. KG, Hungen, ihr 150-jähriges Bestehen. Im Herbst 1868 gründete Leopold Marack das Unternehmen in Asch, im Sudentenland. Zunächst wurde nur  Seide gefärbt. Erst in der nächsten Generation, unter seinem Sohn Hugo Marack kamen Wolle, Baumwolle und weitere Materialien hinzu. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Deutschen aus dem Sudentenland vertrieben und die Firma zog inclusive eines Großteils der Beschäftigen nach Hungen. Bis in die 1970er Jahre vergrößerte sich das Unternehmen stetig und hatte bis zu 160 Mitarbeiter.

Heute wird das Unternehmen in der 5. Generation vom geschäftsführenden Gesellschafter Kai Jackl geführt. Durch den Wandel in der Textilindustrie mussten immer wieder neue Märkte erschlossen werden. Die Textilveredlung Jackl ist nun mit ca. 50 Mitarbeitern der größte Ausrüster von Spitze in Deutschland. Aber es wird nicht nur Spitze für Unterwäsche veredelt. Auch die Fußballtrikots der italienischen Nationalmannschaft und des VFL Wolfsburgs wurden hier gefärbt.

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Weitere Informationen: Robert Jackl GmbH & Co. KG

KJUS: Skijacke mit Hydro_Bot-Technologie

Die Marke KJUS des Skibekleidungsherstellers LK International AG, Cham/Schweiz, präsentiert das erste Kleidungsstück mit einer elektro-osmotischen Membran, die sich vom Nutzer steuern lässt. Die Textiltechnologie Hydro_Bot transportiert Feuchtigkeit aktiv aus dem Inneren der Jacke.

Die Skijacke 7Sphere Hydro_Bot von KJUS zieht den Schweiß mit Hilfe von Elektro-Osmose aktiv von der Innenbekleidung weg und aus der Jacke hinaus. 2 Paneele mit Hydro_Bot-Technologie sind strategisch günstig in der schweißintensiven Zone des Rückens positioniert. Die Technologie besteht aus 3 Funktionsschichten: Einer Membran aus Milliarden von Poren/m², die von einem leitfähigen Gewebe umgeben ist. Mittels eines kleinen elektrischen Impulses verwandeln sich die Poren in Mikropumpen, die aktiv Feuchtigkeit vom Körper weg, schnell und effizient aus der Jacke leiten. Die Jacke kann besonders einfach mit dem integrierten Steuergerät oder über eine iPhone- & Android-App ein- und ausgeschaltet werden.

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Weitere Informationen: KJUS LK International AG

HS Niederrhein: Förderprogramm FH Basis

Die Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach, war beim Förderprogramm FH Basis erfolgreich und kann nun 2 neue Geräte für die Forschung anschaffen. Beim Förderprogramm des Kultur- und Wissenschaftsministeriums des Landes NRW wurden 39 Projektanträge zur Förderung ausgewählt. Die Hochschule Niederrhein erhält insgesamt knapp 135.000 € für die Beschaffung von 2 Maschinen.

Am Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik ist ein Forschungsprojekt in Kooperation mit Unternehmen aus der Textil- und Chemieindustrie geplant, bei dem es um digitale Druckprozesse bei der Funktionalisierung von Textilien geht. Hierzu wird ein Gerät beschafft, das in der Lage ist, beim Druck den Flug der Tinte zu beobachten und zu analysieren. Das sog. Dropwatcher-System kann durch die Kombination eines Hochgeschwindigkeits-Stroboskops mit einer Zoomkamera und der Synchronisation mit der Druckkopfausstoßfrequenz klare Bilder einzelner Tropfen im Flug aufnehmen. Eine leistungsstarke Software analysiert anschließend die Bilder.

Am Fachbereich Elektrotechnik und Informatik geht es um eine programmierbare mechanische Testplattform mit optischer Auswertung, die zur intelligenten Automatisierung manueller Prüfabläufe eingesetzt werden soll.

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Weitere Informationen: HS Niederrhein

Kos-International: Zusammenschluss mit Rolf Krebs GmbH

Zum 1. Januar 2019 verschmelzen der Objekttextil-Anbieter Kos Objekttextilien International GmbH, Gütersloh, und die Rolf Krebs GmbH, Bissendorf, mit dem Ziel den größten Raumausstatter und Objekttextilienhersteller Europas zu entwickeln. Als einziger Contract Textile Spezialist bildet Kos Krebs die gesamte textile Wertschöpfungskette unter einem Dach ab.

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Evonik: Reaktives Flammschutz- und Korrosionsschutzmittel

Das Spezialchemieunternehmen Evonik Industries AG, Essen, wird 2-Hydroxyethyl-Methacrylat-Phosphat unter dem Markennamen Visiomer Hema-P 70M als Korrosions- und Flammschutzmittel vermarkten. Typische Anwendungen für dieses Methacrylat-Monomer sind Kleb- und Kunststoffe, Farben und Lacke, Fasern, Compositeharze und Gel Coats. Das Methacrylat-Monomer diente bisher hauptsächlich als Haftvermittler.

Neueste Ergebnisse zeigen, dass Visiomer Hema-P 70M auch als halogenfreies, reaktives Flamm- oder Korrosionsschutzmittel eingesetzt werden kann. Seine Wirkung entfaltet es entweder als Reaktivverdünner oder als Co-Monomer gebunden im Polymerrückgrat. Anders als herkömmliche Flammschutzmittel migriert es daher nicht. In Kombination mit nicht-polymerisierbaren Flammschutzmitteln verbessert es die Schwerentflammbarkeit noch weiter.

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Weitere Informationen: Evonik