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Lenzing: Nachhaltigkeitsbasierte Finanzierung

Der Cellulosefaserhersteller Lenzing AG, Lenzing/Österreich, geht bei der Finanzierung des operativen Wachstums neue Wege: Als eines der ersten Unternehmen weltweit platzierte Lenzing am 27. November 2019 ein an die eigene Nachhaltigkeitsperformance gebundenes Schuldscheindarlehen.
Bei dieser Form des Darlehens ist die Verzinsung an Lenzings Leistung im Bereich der Nachhaltigkeit gekoppelt und wird von einer unabhängigen Nachhaltigkeitsagentur jährlich geprüft und bewertet. Die Agentur MSCI, New York, NY/USA, die im Falle Lenzings das Rating vornimmt, zeichnete das Unternehmen zuletzt mit einem A-Rating aus. Die innovative und nachhaltigkeitsbasierte Finanzierung bei einem Schuldscheindarlehen ist ein konsequenter Schritt in der Umsetzung der eigenen Unternehmensstrategie sCore TEN, deren Fokus auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz liegt.
Der anfänglich mit 200 Mill. € platzierte Schuldschein stieß auf Seiten von Investoren aus Europa und Asien auf so großes Interesse, dass man sich dazu entschloss, auf 500 Mill. € zu erhöhen. Knapp 12 % davon (65 Mill. US$) wurden in US$ gezeichnet. Der durchschnittliche Mischzinssatz des Darlehens liegt bei knapp unter 1 %, wodurch sich die Lenzing Gruppe günstiger als bei vergangenen Schuldscheindarlehen finanziert.
Das Gesamtvolumen des Darlehens von 500 Mill. € wird der Lenzing Gruppe im Dezember 2019 und im Januar 2020 zur Verfügung stehen und verteilt sich in weiterer Folge auf Tranchen mit Laufzeiten von 5, 7 und 10 Jahren. Außerdem wurden Namensschuldverschreibungen mit einer Laufzeit von 15 Jahren platziert. Die Mittel sollen für die allgemeine Unternehmensfinanzierung verwendet werden, für eine vorzeitige Refinanzierung einer Schuldschein-Tranche aus dem Jahr 2015 sowie für wichtige nachhaltige Zukunftsprojekte der Lenzing Gruppe.

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Lenzing Nachhaltigkeit Finanzierung

Oeko-Tex/Foursource: Kooperation für nachhaltige Lieferketten

Mangelnde Transparenz stellt in der globalen Bekleidungsindustrie bei der Schaffung nachhaltiger Lieferketten ein enormes Hindernis dar. Der Dienstleister für Prüf- und Zertifizierungssysteme Oeko-Tex Association, Zürich/Schweiz, ist jetzt eine Partnerschaft mit Foursource, Berlin, eingegangen, dem größten digitalen Netzwerk für den Bekleidungsmarkt. Das Unternehmen ist weltweit das Erste, das Oeko-Tex-Zertifikate über eine direkte Schnittstelle verifizieren und so für 100 % Datengültigkeit sorgen kann. Die Partnerschaft eröffnet Markenfirmen und Käufern neue Möglichkeiten, zertifizierte Produzenten ausfindig zu machen und die Compliance sicher und effizient zu managen.
Professionelle Käufer von Bekleidung können Foursource kostenlos nutzen und erhalten so Zugang zu einer Datenbank mit über 30.000 Unternehmen in 95 Ländern. Ein Matching-Algorithmus unterstützt die Käufer dabei, die passenden Unternehmen zu identifizieren. Darüber hinaus kann die Suche mittels weiterer Filter, z. B. nach Produktkategorien, Ländern, Bestellmengen oder Zertifizierungsstandards, noch verfeinert werden. Um den direkten Kontakt und die Kooperation von Käufern und Herstellern zu erleichtern, wurden verschiedene Tools entwickelt, die es beiden Seiten ermöglichen, professionelle Beschaffungsprozesse oder Kundennetzwerke und Wissen zu managen.

 

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dfv Mediengruppe
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DITF: KI-Trainer für den textilen Mittelstand

Künstliche Intelligenz (KI) zählt zu den Schlüsseltechnologien für die Zukunft der deutschen Wirtschaft. Für die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF), Denkendorf, gehen seit September 2019 Dr. Heiko Matheis und Sebastian Micus als KI-Trainer in kleine und mittlere Unternehmen. Sie zeigen, welche Möglichkeiten künstliche Intelligenz der Textil- und Bekleidungsbranche bietet.
Bei Schulungen vor Ort wird das enorme Potenzial für den Einsatz von künstlicher Intelligenz im Bereich der Datenanalyse und Auswertung erfahrbar. Die KI-Trainer betonen die Chancen, die künstliche Intelligenz gerade auch kleineren Unternehmen bietet, um damit Berührungsängste und Vorbehalte abzubauen. Die DITF sind Partner im Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Textil vernetzt, das zukünftig 4 KI-Trainer in Unternehmen schickt.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: DITF

AVK: Neuer Vorstand gewählt

Die Mitgliederversammlung der Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V. (AVK), Frankfurt/M., hat am 10. September 2019 während der Mitgliederversammlung in Stuttgart einen neuen Vorstand gewählt. Nachfolger des langjährigen Vorstandsmitglieds Dr. Tilman Schultz, Geschäftsführer Cemo GmbH, Weinstadt, der nicht mehr zur Wahl stand, wurde Gerhard Lettl, Geschäftsführer C. F. Maier Europlast GmbH, Königsbronn.
Bei der konstituierenden Vorstandssitzung am 25. November 2019 wurde als Vorstandsvorsitzender Dr. Michael Effing, Geschäftsführer Amac GmbH, Aachen, in seinem Amt bestätigt. Stellvertretender Vorsitzender wurde Dirk Punke, Geschäftsführer Büfa Thermoplastics Composites GmbH, Oldenburg. Zum Schatzmeister wurde Prof. Jens Ridzewski (IMA Materialforschung und Anwendungstechnik GmbH, Dresden) gewählt. Weiter im Vorstand bleibt auch Michael Polotzki, Geschäftsführer Menzolit S.r.L., Turate/Italien. Der Vorstand ist offiziell ab dem 1.Januar 2020 für 3 Jahre im Amt.

 

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Weitere Informationen: AVK

ADD-ITC: Erstmalig mit 4 Parallelsessions und Focus auf industrielle Relevanz

600 Fachleute nehmen in diesem Jahr an der Aachen-Dresden-Denkendorf International Textile Conference in Dresden am 28./29. November 2019 teil. Die internationale Beteiligung beträgt dieses Jahr rund 20 % aus rund 25 Ländern sowie ca. 45 % der Teilnehmer kommen aus der Industrie und aus verschiedenen Verbänden.
Erstmalig finden 4 Parallelsessions mit besonderem Fokus auf industrielle Relevanz statt: Digitalisierung, Industrie 4.0, Künstliche Intelligenz und Taktiles Internet.
Diesjähriges Partnerland ist Großbritannien. Aufgrund zahlreicher bestehender Netzwerke der Forschungspartner mit Großbritannien haben sich die Veranstalter dieses Jahr bewusst für dieses Partnerland entschieden. Auch unabhängig vom Brexit sind neue Forschungs- und Industriekooperationen mit Universitäten und Firmen weiterhin sehr wichtig. Dr. Hassan El-Dessouky und Chris McHugh werden gemeinsam am 2. Konferenztag in ihrem Plenarvortrag ihre neuesten Entwicklungen aus dem Composite-Bereich, die in Kooperation mit Boing am Composite Centre - Advanced Manufacturing Research Centre (AMRC with Boeing) an der University of Sheffield, Großbritannien, generiert werden, vorstellen.
Weiterhin werden 3D gewebte Composites sowie das Recycling von Carbonfasern in Keynote-Vorträgen von den britischen Unternehmen Sigmatex Inc, Runcorn, und ELG Carbon Fire Ltd., Coseley, thematisiert.

 

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Freudenberg: Übernahme von Filc

Das Technologieunternehmen Freudenberg SE, Weinheim, übernimmt 100 % der Anteile an dem Hersteller von Nadelvliesstoffen und laminierten Materialien Filc, Škofja Loka/Slowenien. Filc konzentriert sich auf den Automobilmarkt und die Baubranche. Neben seinem Hauptsitz in Škofja Loka betreibt das Unternehmen 2 weitere Produktionsstandorte in Mengeš und in Lendava, beide Slowenien, sowie ein Vertriebsbüro in Dayton, OH/USA.
Filc beschäftigt rund 360 Mitarbeiter. Die Transaktion steht unter Vorbehalt der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden.

 

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Weitere Informationen: Freudenberg

Asahi Kasei: Konfektion von Airbags in Vietnam

Der Hersteller von Faserprodukten, Chemikalien und elektronischen Materialien Asahi Kasei Corp., Osaka/Japan, startet im März 2020 bei seiner Tochtergesellschaft Asahi Kasei Advance Vietnam, Hung Yen, mit der Konfektion von Airbags. Mit dieser Investition erreicht der Technologiekonzern die nächste Stufe der Wertschöpfungskette in der Airbag-Industrie.
Asahi Kasei beliefert Airbag Hersteller mit Garn aus Leona PA 66 Filamenten und hat in eine Weberei investiert, der Airbag-Gewebe herstellt. Mit dem Einstieg in die Konfektion erweitert Asahi Kasei sein Angebot für die Airbag-Industrie.
Die Kapazität in Vietnam wird bis 2022 schrittweise auf 2,5 Mill. Stück pro Jahr erhöht, gefolgt von einer zweiten Erhöhung auf 5 Mill. Stück pro Jahr in den kommenden Jahren.

 

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Weitere Informationen: Asahi Kasei

Oerlikon: Anlagen werden effizienter und umweltschonender

Das Segment Manmade Fibers des Technologiekonzerns Oerlikon Management AG, Pfäffikon/Schweiz, präsentiert auf der Fachmesse ShanghaiTex 2019 vom 25.-28. November 2019 in Shanghai/China, neue Produkte und aktuelle Weiterentwicklungen im bestehenden Angebot.
Unter dem Titel eAFK Evo wird eine neue Maschinengeneration präsentiert die, im Vergleich zu konkurrierenden Marktlösungen, eine höhere Geschwindigkeit und Produktivität bei konstant hoher Produktqualität sowie verringertem Energieverbrauch verspricht. Die neue Anlagenplattform enthält ein verbessertes Heizsystem, aber auch eine komplett neu entwickelte Kühlung zur energieeffizienten und einfacheren Verarbeitung von Synthesefasern.
Spinnsysteme der 24-fädigen WINGS FDY-Reihe sind von nun an zur Verarbeitung von Polyamid 6 geeignet. Da auch diese Systeme Einsparungen hinsichtlich Energieverbrauch und Stellflächen erlauben, ermöglichen sie eine wirtschaftlichere Produktion von PA 6-FDY. Entsprechende Garnspulen entstehen dabei in hoher Vollspulenrate und mit guter Anfärbbarkeit.
Im Bereich Teppichgarne wird die Produktionsplattform BCF S8 mit hohen Spinngeschwindigkeiten von bis zu 700 Einzelfilamenten und feinen Titern bis zu 2,5 dpf vorgestellt.
Mit der VacuFil-Baureihe wird eine Möglichkeit präsentiert, Polyester nicht nur aus Recyclingmaterialien herzustellen. Der Einsatz von Vakuumfiltersystemen reduziert auch Spinnöle und andere flüchtige Rückstände. Das ermöglicht eine weitestgehend kontaminationsfreie und umweltschonende Polyesterproduktion. Entsprechende Module sind als Stand-Alone-Lösung, mit anschließender Granulierung oder im Anschluss an weitere Systemkomponenten erhältlich.

 

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Weitere Informationen: Oerlikon Manmade Fibers

SGL Carbon: Zusammenarbeit mit Airbus Helicopters

Für die Rotorblätter einer neuen Version des Helikoptertyps H145 liefert die SGL Carbon SE, Wiesbaden, 2 spezielle Glasfasertextilen an Airbus Helicopters, Marignane/Frankreich.
SGL Carbon und Airbus haben diese Gewebe gemeinsam und speziell auf die Geometrie der besonders langen Rotorblätter des H145 hin entwickelt. Eine unidirektionale Faserausrichtung erzeugt eine besonders hohe Widerstandsfähigkeit der entsprechenden Bauteile.
Airbus und die SGL Carbon intensivieren damit weiter ihre Kooperation. Die beiden Unternehmen arbeiten bereits seit der Verarbeitung von Flugzeugtüren und in der Forschung an Verbundwerkstoffen eng zusammen.

 

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Weitere Informationen: SGL Carbon

Bremer Baumwollbörse: Baumwolle als biologisch abbaubare Alternative für Textilien

Die Verwendung verschiedener Einwegprodukte ist ab 2021 in der EU verboten. Davon betroffen sind neben Plastiktüten, -strohhalmen, -besteck und Verpackungsmaterial auch bestimmte Arten von textilen Fasern.
Diese verursachen Rückstände, die bei der Haushaltswäsche in nicht geringen Mengen ausgespült werden und so in den Wasserkreislauf gelangen. Diese zerfallen dann in Mikropartikel, die wiederum einen Weg in das Trinkwasser oder - in Form tierischer Produkte – auch in Nahrungsmittel finden können.
Studien der Cornell University, Ithaca, NY/USA und der The University of North Carolina, Chapel Hill, NC/USA, in Zusammenarbeit mit Cotton Inc., Cary, NC/USA, stellen fest, dass Baumwolle und andere Cellulosefasern sich anders verhalten: Auch Textilen aus Baumwolle und Cellulosefasern geben bei der Wäsche Fasern an das Wasser ab. Allerdings sind diese Rückstände in weiten Teilen biologisch abbaubar.
Die Bremer Baumwollbörse, Bremen, zieht hieraus den Schluss, dass Produkte aus Baumwolle somit einen nachhaltigen Konsum ermöglichen. Hinzu kommt, dass Baumwolle ein nachwachender Rohstoff ist.

 

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Weitere Informationen: Bremer Baumwollbörse