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Borealis: Meltblown-Produktion auf Pilotanlage in Österreich

Der Hersteller von Polyolefinen Borealis AG, Wien/Österreich, hat seine Meltblown-Pilotanlage in Linz/Österreich in kurzer Zeit umgerüstet, um das Angebot an Filtrations-Vliesstoffen aus Polypropylen (PP) für hochwertige Gesichtsmasken zu erhöhen. Dem Unternehmen ist es in kurzer Zeit gelungen die Anlage, die normalerweise ausschließlich für Entwicklungszwecke gedacht ist, auf die Produktion in kleinerem Maßstab umzustellen. Hier werden nun Meltblown-Vliesstoffe für Gesichtsmasken hergestellt. Über Kooperationspartner werden diese Filtrationsmedien weiter zu Gesichtsmasken verarbeitet. Mit dem kürzlich neu entwickelten proprietären Polypropylen (PP) Meltblown-Polymer HL912FB von Borealis können die Filtrationseigenschaften noch weiter verbessert werden. Außerdem ermöglicht es die Ausspinnung noch feinerer Fasern. Das HL912FB-PP wird zur Herstellung von Meltblown verwendet, das für kundenspezifische Einlagen in Mund-Nasen-Masken auf Baumwollbasis, für herkömmliche Mund-Nasen-Masken und auch für hochwertige Gesichtsmasken für medizinisches Fachpersonal (FFP1-FFP3) verwendet wird. Es kann bei höheren Verarbeitungstemperaturen verarbeitet werden, was die Herstellung noch feinerer Fasern ermöglicht. Nach internen Tests führt der Einsatz von HL912FB zu einer deutlichen Verbesserung der Filtrationseffizienz.
Quelle:
dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Borealis Polyolefin Meltblown

DITF: Chitinfasern – Materialien für die Medizintechnik

Chitin ist in der Natur reichlich und günstig vorhanden ist und könnte als Verbundmaterial in der Medizin zum Einsatz kommen. Denn Forscher an den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF), Denkendorf, haben ein innovatives Verfahren entwickelt, mit dem sich Chitin als Biopolymer sehr gut mit der ebenfalls natürlich vorkommenden Cellulose verbinden lässt. Das Chitin wird aus Krabbenschalen gewonnen, die es in ausreichenden Mengen gibt.
Der Weg zu dieser neuen Faser führt danach über ionische Flüssigkeiten, die das schwer lösliche Chitin umweltfreundlich für die Verbindung mit Cellulose vorbereiten.
Ionische Flüssigkeiten (ILs) sind Salze, die schon bei Temperaturen unter 100 °C flüssig sind und viele Polymere lösen können, so auch die langkettigen Polysaccharide des Chitins. Im DITF-Verfahren erreichte der Chitinanteil der biologisch abbaubaren Fasern bis zu 50%. Im Vergleich zu reinen Cellulosefasern können diese Fasern ein um 20 % - 60% erhöhtes Wasserrückhaltevermögen erreichen.
Diese neuartigen Cellulose-Chitin-Mischfaser haben ein großes wirtschaftliches Potenzial, z.B. als Wundauflagen in der Medizin, die den Heilungsprozess beschleunigen. Dafür kann besonders auch die hohe Luftdurchlässigkeit des neuen Materials sorgen.

 

Quelle:
dfv Mediengruppe

Index20: Auf September 2021 verschoben

Die weltweit bestehende Unsicherheit im Zusammenhang mit der weltweiten Corona-Pandemie und das weiterhin andauernde Verbot von Großveranstaltungen in der Schweiz führte dazu, dass die Index 20, die weltweit größte Fachmesse für Vliesstoffe, erneut verschoben wird. Die nächste Index soll nun vom 7.-10. September 2021 in Genf/Schweiz, stattfinden.
Mehr als jemals zuvor wird weltweit die Bedeutung von Vliesstoffen anerkannt, die dazu beitragen vor Infektionen und Krankheiten zu schützen.
Die aktuelle Situation macht die Innovationsvielfalt der Vliesstoffindustrie und ihrer Zulieferer deutlich, ungeachtet dessen, wie groß die Herausforderungen auch sind.
Weitere Informationen unter: www.indexnonwovens.com und www.edana.org

 

Quelle:
dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: INDEX Vliesstoffe

Oerlikon: Coronakrise führt zu Umsatzeinbruch in Q1/2020

Seit Anfang 2020 hat die Corona-Pandemie massive Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, Unternehmen und das Alltagsleben.
Im 1. Quartal 2020 ging der Umsatz Segments Manmade Fibers des Technologiekonzern Oerlikon Management AG, Pfäffikon/Schweiz, um 19,3% auf sfr 205 Mill. zurück. Dies ist auf die Lockdown-Maßnahmen in China, und die geringere Nachfrage nach Anlagen und Systemen für spezielle Filamente (Teppich- und Industriegarn) und Anlagenbau (Polymerisation, Stapelfasern und Vliesstoffe) zurückzuführen, besonders in Nordamerika, Europa und Asien. Das Betriebsergebnis (EBIT) lag im 1. Quartal 2020 bei sfr 11 Mill. (Q1/2019: sfr 27 Mill.)
Das Segment unterzeichnete mit 3 der weltweit führenden Chemiefaserherstellern in China neue Verträge für Filamentspinnanlagen. Die 3 Projekte haben einen Gesamtwert von über sfr 600 Mill. Ein geringfügiger Teil davon wird im Auftragseingang 2020 verbucht, der Großteil wird auf die Jahre 2021 und 2022 entfallen. Trotz der neuen Verträge sanken die Aufträge des Segments im 1. Quartal um 51,4% auf sfr 144 Mill. Dies ist teilweise zurückzuführen auf die durch die Lockdown-Maßnahmen in China verzögerten administrativen Prozesse im Finanzbereich.
Im 1. Quartal übernahm das Segment die Mehrheit an Teknoweb Materials S.r.l., Palazzo Pignano/Italien, welche 2017 als Joint Venture gegründet wurde, um das Portfolio an Produktionssystemen im Bereich Vliesstoffe zu erweitern und den attraktiven Markt für Einwegvliesstoffe zu erschließen. Als Folge der Corona-Pandemie verzeichnet Oerlikon eine starke weltweite Nachfrage nach Meltblown-Technologie für Vliesstoffe, die bei der Produktion Einweg-Gesichtsmasken eingesetzt wird. Oerlikon erwartet, dass die Nachfrage in den kommenden Quartalen weiter zunehmen wird, angetrieben durch behördliche Verordnungen und das Bedürfnis, bei kritischen medizinischen Artikeln weniger von Importen abhängig zu sein.
Um dieses Wachstum zu stützen wurden die Produktionskapazitäten bei der Meltblown-Technologie hochgefahren und die Lieferfristen für diese Systeme deutlich verkürzt.

 

Quelle:
dfv Mediengruppe