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Composites Germany: Geschäftslage bei Composites trübt sich ein

Zum 13. Mal hat Composites Germany, Berlin, aktuelle Kennzahlen zum Markt für faserverstärkte Kunststoffe erhoben. Befragt wurden alle Mitgliedsunternehmen der 4 großen Trägerverbände von Composites Germany: Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V., Frankfurt/M.; Carbon Composites e.V., Augsburg; CFK-Valley Stade e.V., Stade; und VDMA-Arbeitsgemeinschaft Hybride Leichtbau Technologien, Frankfurt/M.
Nachdem bereits in der vergangenen Befragung im Januar 2019 die aktuelle Geschäftslage eher zurückhaltend bewertet wurde, trübt sich diese Einschätzung in der aktuellen Erhebung weiter ein. Bewerteten in der letzten Analyse noch 69 % der Befragten die Situation in Deutschland als eher positiv oder sogar sehr positiv, so geht in der aktuellen Befragung dieser Wert auf 64 % zurück. Somit bewerten 1/3 der Befragten die aktuelle Geschäftslage kritisch (siehe Abb.). Eine ähnliche Einschätzung zeigt sich auch für die anderen erhobenen Regionen (weltweit und Europa).
Nicht nur die generelle Geschäftslage wird kritischer bewertet als bei der letzten Befragung, sondern auch die Einschätzung der individuellen Geschäftslage zeigt sich pessimistischer als bei der Vorbefragung. Waren im Rahmen der letzten Erhebung noch 83 % der Befragten der Meinung, dass die eigene Geschäftslage weltweit positiv oder sogar sehr positiv zu bewerten ist, so sinkt dieser Wert auf aktuell 64 % ab.
Um die Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Erhebungen zu gewährleisten, wurden auch in diesem Halbjahr keine Änderungen bei der Befragung durchgeführt. Erhoben wurden erneut überwiegend qualitative Daten in Bezug auf die aktuelle und zukünftige Marktentwicklung.

Abb.: Geschäftslage Deutschland in HJ 1/2019

Quelle:
dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Composites Germany Forschung Konjunktur

Toray: Liefervertrag für Tape-Technologie mit BASF

Der Faser- und Textilhersteller Toray Advanced Composites, Morgan Hill, CA/USA, eine Tochtergesellschaft der Toray Industries Inc., Osaka/Japan, und der Chemiekonzern BASF SE, Ludwigshafen, unterzeichneten eine Fertigungs- und Liefervereinbarung, die sich auf die Produktion von Tapes aus endlos faserverstärkten Thermoplasten (CFRT) für den Automobil- und Industriemarkt fokussiert.
Toray Advanced Composites produziert hochwertige CFRT Tapes, deren thermoplastische Matrix aus dem technischen Kunststoff Ultramid der BASF besteht. Der Faserhersteller verstärkt die Ultramid PA 6 Matrix der BASF mit Glas- oder mit Carbonfasern. Die Liefervereinbarung steigert die Fertigungskapazität und kommerzielle Verfügbarkeit von CFRT-Materialien. Dies ermöglicht die Einführung innovativer und leichter Strukturbauteile in einer Vielzahl von Industriemärkten. Mit diesen CFRT-Materialien können Automobilhersteller optimierte Bauteile schnell und zu geringen Kosten produzieren, indem neuste Fertigungsmethoden wie automatisierte Legetechnologien und Umspritzung angewendet werden.

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dfv Mediengruppe

Hyosung: Kühlende Performance-Fasern

Der Faserhersteller Hyosung Corp., Seoul/Südkorea, entwickelte neue leistungsstarke und nachhaltige Fasern für Denim: die Kühlfasern Mipan aqua X Nylon, askin Polyester sowie das hochfeste Polyester-Filamentgarn Aerolight.
Mipan aqua X Nylon und askin Polyester sind Kühlfasern und ermöglichen eine feuchtigkeitsableitende Wirkung und einen cool Touch-Effekt für Jeansstoffe.
Die Aerolight-Faser ist ein hochfestes Polyesterfaser-Filamentgarn, das einen weichen Griff ähnlich einer Naturfaser besitzt. Die Aerolight -Faser ist für alle Jahreszeiten geeignet und kombiniert die Vorteile von Chemie- und Naturfasern. Mit einem C-förmigen Querschnitt bietet diese Faser ein besonderes Feuchtigkeitsmanagement mit einem weicheren, natürlicheren Griff als herkömmliches Polyester.
Hyosung präsentiert die neuen Fasern auf der Bluezone der Stoffmesse Munich Fabric Start am 3./4. September 2019 in München.

 

Quelle:
dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Hyosung

SGL Carbon: Umsatzsteigerung zum Halbjahr 2019

Der Carbonfaserhersteller SGL Group SE, Wiesbaden, steigerte dank organischen Wachstums in den Marktsegmenten Digitalisierung, Energie und Chemie im 1. Halbjahr 2019 den Konzernumsatz um rund 6 % auf 562 Mill. €. Bereinigt um einen positiven Einmaleffekt in Höhe von rund 4 Mill. € aus dem Vorjahr lag das Betriebsergebnis (EBIT) mit 38 Mill. € rund 2 Mill. € unter der vergleichbaren Vorjahresperiode. Der Geschäftsbereich Composites – Fibers & Materials (CFM) verzeichnete dabei einen deutlichen Ergebnisrückgang, wobei der Umsatz des Geschäftsbereichs auf Vorjahresniveau bei 219 Mill. € lag (währungsbereinigt: -3 %). Das EBIT lag bei CFM mit 2,8 Mill. € (HJ1/2018: 17,3 Mill. €.) deutlich unter dem Vorjahresniveau.
Während das Marktsegment Windenergie wie in Q1/2019 ein starkes Wachstum gegenüber dem sehr schwachen Vorjahr verzeichnete, ging der Umsatz im Segment Industrielle Anwendungen aufgrund der sich abschwächenden Weltwirtschaft im ersten Halbjahr zurück. Wegen der unterschiedlichen zeitlichen Verteilung der Projektabrechnungen lag das Marktsegment Luftfahrt ebenfalls noch unter Vorjahr. In den Bereichen Automobil und Textile Fasern verblieben die Umsätze nahezu auf dem Niveau des Vorjahres.
(Bild: Sigratex Carbonfasergelege, SGL Group)

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: SGL Carbon

50 Jahre Faserinstitut Bremen

Von der Baumwollprüfung zu multifunktionellen Fasern und Faserverbundwerkstoffen: Das Faserinstitut Bremen e.V. (Fibre), Bremen, feierte am 24. Juni 2019 sein 50-jähriges Jubiläum mit Gästen aus Politik und Wirtschaft.
Längst geht es im Faserinstitut nicht mehr nur um Baumwoll- und Wollfasern, sondern um nahezu alle Fasern, die sich in Kleidung, Pflanzen und verschiedenen Werkstoffen finden. Schon bald nach der Gründung des Baumwolllabors wurden Grundlagenuntersuchungen zur Messwertreproduzierbarkeit, zur Prüfmethodenstandardisierung und zu Prüfgeräteentwicklungen durchgeführt. So entwickelte sich das Fibre zu einer wissenschaftlichen Einrichtung.
Weltweit bekannt wurde es durch die „Bremer Rundtests“, eine Standardisierung für die Prüfung von Baumwolle. Auch heute noch nimmt das Institut die Aufgaben wahr, die mit der Gründung des Baumwoll- und des Wolllabors begannen. So ist es z.B. letzte Prüfinstanz für mehr als 80 % aller Baumwollkontrakte weltweit.

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dfv Mediengruppe

Lenzing: Zellstoffausbau am Standort Lenzing

Der Cellulosefaserhersteller Lenzing AG, Lenzing/Österreich, stellte den Ausbau und die Modernisierung des Zellstoffwerks am Standort Lenzing fertig. Dafür wurden 60 Mill. € investiert und die Produktionskapazität für Faserzellstoff aus Buchenholz von 300.000 auf 320.000 t/Jahr gesteigert.
Der Ausbau bringt das Unternehmen dem strategischen Ziel näher, die Eigenversorgung mit Zellstoff auf ca. 75 % zu erhöhen. Somit wird Lenzing auch unabhängiger von Preisschwankungen beim Zellstoffeinkauf.
Derzeit erzeugt das Unternehmen in den eigenen Zellstoffwerken Lenzing und Paskov/Tschechien 60 % des konzerneigenen Bedarfs an Zellstoff. In Lenzing wird dazu hauptsächlich Buchenholz, das nicht zur Produktion von Möbeln geeignet ist, verwendet und in Tschechien hauptsächlich Fichte. Der restliche Faserzellstoff aus verschiedenen Hart- und Weichhölzern wird von internationalen Partnern zugekauft.

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Lenzing Produktionskapazitäten

3M: Neues Isolationsmaterial aus Recycling- Polyester


Der Technologiekonzern 3M, St. Paul, MN/USA, bietet ein neues Isolationsmaterial aus Recycling-Polyester an: Das neue 3M Thinsulate 100% Recycled Featherless Insulation (FL-R100) eignet sich als Isolationsmaterial für zahlreiche Produkte, wie Outdoor-, Freizeit- und Sportbekleidung. Die Fasern bestehen komplett aus recyceltem Polyester und erfüllen damit die Anforderung der Hersteller und Verbraucher nach ressourcenschonenden, nachhaltigen Textilien.
Für das neue FL-R100 wurden die recycelten Thinsulate Materialien, die bereits seit einigen Jahren etwa in Ski-Kleidung eingesetzt werden, in ihrer Struktur und Funktion verbessert. Somit wurde es möglich, den Recyclinganteil auf 100 % zu erhöhen. Das Polyestermaterial bietet selbst unter extremen Witterungsbedingungen Schutz und ist gleichzeitig langlebiger als Outwear-Materialien aus natürlichen Rohstoffen. Ebenso weist es eine hohe Schutzfunktion bei Nässe und Feuchtigkeit auf. Das neue, federfreie Material ist zudem flexibel und außerdem leichter als die meisten natürlichen Alternativen.
Die Thinsulate Produkte und die Prozesse, mit denen sie hergestellt werden, erfüllen die Standarts Oeko-Tex, Global Recycled Standard (GRS) und bluesign.

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dfv Mediengruppe

Covestro: Elastische Textilfasern auf CO2-Basis

Der Hersteller von Spezialchemikalien Covestro AG, Leverkusen, und das Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University, Aachen, entwickeln ein Produktionsverfahren für elastische Textilfasern auf CO2-Basis und wollen die neuartigen Fasern zur Marktreife bringen. Sie könnten zukünftig z.B. für Strümpfe und medizinische Textilien wie Pflaster oder Kompressionsstrümpfe eingesetzt werden und so herkömmliche Elastikfasern auf Erdölbasis ablösen.
Die elastischen Fasern werden dabei auf Basis eines innovativen Vorprodukts von Covestro hergestellt. Dieses besteht zu einem Teil aus CO2 statt aus Erdöl und ist bereits im Einsatz. Hergestellt werden die Fasern aus CO2-basiertem thermoplastischem Polyurethan (TPU) im Schmelzspinnverfahren. Dabei wird das TPU aufgeschmolzen, durch eine Art Spaghettisieb zu sehr feinen Fäden gepresst und schließlich zu einem Garn aus Endlosfasern verarbeitet. Möglich ist das, da sich TPU bei einer bestimmten Temperatur verformen lässt. Das neue Verfahren hat im Vergleich zur Produktion herkömmlicher elastischer Chemiefasern wie etwa Elastan den Vorteil, dass beim Schmelzspinnverfahren keine Lösungsmittel eingesetzt werden. Die CO2-basierten Elastikfasern weisen zudem eine bessere CO2-Bilanz auf.

Quelle:
dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Covestro RWTH Aachen ITA elastische Fasern