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10 Ergebnisse

HS Niederrhein: Enzyme zur Behandlung von Polyester

Polyesterfasern fühlen sich leicht und weich an, sind atmungsaktiv und trocknen schnell, sind aber nicht hydrophil. Im internationalen Forschungsprojekt „EnzyPol – Verbesserte Oberflächenfunktionalität durch enzymatische Behandlung von biobasierten und konventionellen Polyestern“ erforschen Wissenschaftler der Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach, und der Universitäten Wien/Österreich und Innsbruck/Österreich, wie mit Hilfe von Enzymen die Hydrophilie von Polyester erhöht werden kann.
Enzyme sind Teil vieler biotechnologischer Prozesse. Weil sie auf natürliche Weise Produkte veredeln oder als Katalysator Produktionsprozesse beschleunigen können, sind sie für viele Industriebereiche unverzichtbar. Welche Enzyme sich für die Bearbeitung des Polyesters eignen, wird in diesem transnationalen „Cornet“-Forschungsprojekt (Collective Research Network) untersucht.
Es gibt bereits Mikroorganismen, die Polyester aufspalten können. Es sollen entsprechende Enzyme wie etwa Polyesterase auch modifiziert werden, damit sie Polyesterfasern entsprechend schnell „bearbeiten“.
Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts „EnzyPol“ wird die Frage sein, an welcher Stelle im textilen Produktionsprozess die Enzyme zum Einsatz kommen.

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dfv Mediengruppe

Oerlikon: Hybrider Kundenservice

Der hybride Kundenservice stellt sich für Oerlikon Manmade Fibers, ein Segment des Technologiekonzerns Oerlikon Management AG, Pfäffikon/Schweiz, als praktikable, nachhaltige und attraktive Lösung heraus. Um den Kundenservice in der Chemiefaserindustrie auch während der Corona-Pandemie bestmöglich zu gewährleisten, passte Oerlikon Manmade Fibers sein Angebot den Bedürfnissen der Kunden weltweit an.
Die „Start-up Services“ wie Montagen und Inbetriebnahmen erfolgen während der Corona-Pandemie in Oerlikons Kernmärkten China, Indien, USA und der Türkei über lokale Service Set-ups. Kunden in Europa werden von den deutschen Standorten heraus begleitet. Auf Grund dessen konnten nahezu alle Projekte auch in den letzten Monaten weiterhin erfolgreich umgesetzt werden, vor allem in China. Erfahrene Baustellenleiter aus Deutschland wurden auf Grund der Reisebeschränkungen dann z.B. per Video zugeschaltet.
Aus der Zentrale in Deutschland werden Onlineschulungen und Intensivbetreuung per Teams oder Skype zur Verfügung gestellt. Die „Technischen Services“ und „Advanced Services“, bei denen es eigentlich notwendig ist, mit Experten vor Ort an der Anlage zu sein, geht Oerlikon derzeit soweit möglich per Videokonferenzen an. Der sog. „Performance Check“ wird momentan nur selten von Kunden angefragt. Per Remote-Zugriff können aber durchaus auch Analysen und Optimierungen der Prozesse, Hardware und Software in einem gewissen Umfang durchgeführt werden.
Bereits vor der Corona-Pandemie erfolgte so schon ein Großteil des Kundenservices im Segment Manmade Fibers in Abstimmung mit den Kunden in digitaler, hybrider Form.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Oerlikon Chemiefasern

STFI: Thema Schutzbekleidung im webTalk

In der 2. Ausgabe der webTalks des Sächsischen Textilforschungsinstituts e.V. (STFI), Chemnitz, stellen Wissenschaftler aus dem Innovationszentrum Technische Textilien 2 aktuelle Forschungsarbeiten vor: „Flexschutz“ thematisiert Schutzkleidung speziell für das Arbeiten mit Trenn- und Winkelschleifern. Hitzeschutz- sowie Schweißerschutzkleidung bieten nicht zwingend Abhilfe beim Schutz vor Funkenflug. Vorgestellt wird ein entsprechendes Prüfverfahren sowie eine geeignete Beschichtung für Schutztextilien.
Das 2. Thema widmet sich den „Ultrahochdruckwasserstrahlen“ als Verletzungsquelle im Arbeitsumfeld. Die entwickelten Schutztextilien sollen vor schweren Verletzungen beim Umgang mit handgeführten Wasserstrahllanzen bis 1.500 bar schützen und dennoch Tragekomfort bieten. Gestricke aus thermoplastischen Faserstoffen bringen hier Erfolge.
Die 2. Ausgabe der STFI webTalks wird am 23. September 2020 von 10:00-10:45 Uhr übertragen. Teilnahme über folgenden Link: https://webroom.hrz.tu-chemnitz.de/gl/stf-4cj-wtf.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: STFI Schutzbekleidung

Lenzing: Neue Transportwege für Lyocell-Fasern nach China

Aufgrund der kurzfristig ansteigenden Nachfrage nach nachhaltig produzierten Fasern durch chinesische Kunden lieferte der Cellulosefaserhersteller Lenzing AG, Lenzing/Österreich, nun erstmalig Fasern mit dem Zug nach China.
Über diesen neuen Transportweg kann das Unternehmen die dringende Nachfrage der chinesischen Kunden doppelt so schnell wie auf dem üblichen Seeweg bedienen. Der 1. Zug beladen mit Fasern, die an den österreichischen Standorten Lenzing und Heiligenkreuz produziert wurden, startete am 20. August 2020 und erreichte am 5. September sein Ziel am Bahnhof Xinzhu in Xi'an/China. Der mit 41 Containern mit Lyocell- und Modalfasern der Marke Tencel und einem Gesamtwarenwert von 1,8 Mill. € beladene Zug passierte über eine Gesamtstrecke von 10.460 km insgesamt 7 Länder.
Die Auslieferung der Fasern mit dem China Railway Express entspricht auch dem nachhaltigen Konzept von Lenzing.

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dfv Mediengruppe

Freudenberg: Neue nachhaltige Vliesstofflinie in Taiwan

Der Hersteller technischer Textilien Freudenberg Performance Materials Holding SE & Co. KG, Weinheim, hat eine hochmoderne Spinnvliesanlage in Tayuan Tao-Yuan, Taiwan/China, installiert und produziert dort Vliesstoffe für diverse Märkte. Zur Erkennung von Materialabweichungen und für automatische Anpassungen wird auf der Anlage Künstliche Intelligenz (KI) genutzt. Durch diese Technologie wird die Filamentverteilung verbessert und so die Gleichmäßigkeit des Materials erhöht. Dadurch können diese Vliesstoffe einfacher für eine Vielzahl von Anwendungen verarbeiten. Darüber hinaus werden Highspeed-Infrarot-Kameras eingesetzt, um selbst schwierige kleineste Spinnfehler zu erkennen und zu vermeiden.
In der Produktionslinie sind auch zusätzliche Besonderheiten integriert, um den Umweltschutz weiter zu verbessern. Alle Komponenten wurden aufgrund ihrer Energieeffizienz ausgewählt, um die CO2-Emissionen während des Betriebs zu minimieren.
Zudem wurde am Standort Taiwan in ein neues Recyclingsystem investiert, um alle Anlaufmaterialien sowie Abfallmaterialien während des normalen Betriebs zu verwerten. Dies ist ein weiterer Schritt, um künftig einen abfallfreien Betrieb zu erreichen. Außerdem wird die Spinnvlieslinie teilweise mit Solarenergie betrieben.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Freudenberg Spinnvliesanlagen

Tailorlux: Wie viel Recycling steckt im T-Shirt?

Durch den Einsatz von recycelten Chemiefasern, z.B. r-PET, können Bekleidungshersteller ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren. Allerdings unterscheidet sich das r-PET chemisch nicht vom sog. Virgin-PET, also dem erdölbasierten Polyester. r-PET ist derzeit im Einkauf jedoch teurer als normales Polyester. Somit besteht ein großes Potenzial für Betrug.
Die Tailorlux GmbH, Münster, will in einem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück, fachlich und finanziell mit 88.000 € geförderten Projekt, einen chemischen, umweltverträglichen Marker entwickeln. Damit sollen die r-PET-Fasern beim Herstellen gekennzeichnet werden, sodass sich mit einem Sensor der Recyclinganteil eines Produkts genau bestimmen lässt.
Tailorlux entwickelt stabile, umweltverträgliche Materialien, die leuchtende Eigenschaften besitzen. Beim Herstellen der r-PET-Fasern wird dieses Material eingebracht und hinterlässt so einen optischen Fingerabdruck, den man mit einem einfachen Sensor auslesen kann. Das Material bleibt Teil des Produkts, z.B. eines T-Shirts, selbst wenn dieses beim Recycling zerstört wird. Getestet werden verschiedene Recyclingmethoden, die unterschiedliche Zusammensetzungen von Neu- und Recyclingmaterial ergeben. Der Sensor soll die Variationen auslesen und füttert damit einen lernenden Algorithmus.
Somit soll dann mit diesem Verfahren per Knopfdruck der tatsächliche Anteil an Recyclingfasern im Produkt festgestellt werden.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Tailorlux

Sandler: Einweihung der neuen Produktionsanlage

Gemeinsam mit Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger wurde am 26. August 2020 beim Vliesstoffhersteller Sandler AG, Schwarzenbach/Saale, die neue Produktionsanlage für Maskenvliese offiziell eingeweiht.
Anfang April 2020 hatte Sandler die Investition in eine neue Fertigungsanlage angekündigt, um die Produktion von Vlies-Filtermedien für Atemschutzmasken und damit seinen Beitrag zur Sicherung der Versorgung auszubauen. Die neue Vliesstofflinie ermöglicht es, Filtermedien für jährlich etwa 600 Mill. Mund-Nasen-Schutz-Masken zu produzieren und hat planmäßig Mitte August die Produktion aufgenommen. Sie ist damit unter den zahlreichen Investitionsinitiativen, die als Reaktion auf die durch die Pandemie verursachten Engpässe angekündigt wurden, eine der ersten Anlagen, die zum Aufbau deutscher Lieferketten für medizinische Atemschutzmasken in Betrieb ging.
Im Mai 2020 hatte die Sandler AG mit PIA Automation Amberg GmbH, Amberg und der Zettl Automotive GmbH, Weng, den "Masken-Verbund-Bayern" gegründet. Gemeinsam bauten die Unternehmen in Bayern eine vollständige Wertschöpfungskette für Atemschutzmasken auf.

 

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Weitere Informationen: Sandler Vliesstoffe

Cinte Techtextil China: Mehr Aussteller mit pandemiebezogenen Produkten

In dieser Woche, vom 2.-4. September öffnet die Cinte Techtextil China in Shanghai/China ihre Tore und ist damit eine der ersten und wenigen „richtigen“ Messen für die Branche der technischen Textilien und Vliesstoffe, die in diesem Jahr stattfindet.
Da sich die Produktion in China nun nach dem Lockdown durch die Corona-Pandemie weiterhin stetig erholt und auch die Nachfrage nach bestimmten Produkten aus bestimmten Bereich der technischen Textilien und Vliesstoffe stark ansteigt, wird mit einer erfolgreichen Messe und vielen Besuchern gerechnet.
Auf der Cinte Techtextil China werden 12 Anwendungsbereiche abgedeckt, von Clothtech, Geotech und Medtech bis hin zu Mobiltech, Protech und Sportech. Aber in bestimmten Bereichen wie Medtech und Protech wird in diesem Jahr eine höhere Nachfrage erwartet.
Aufgrund der sprunghaften Zunahme der Nachfrage nach Produkten und Technologien im Zusammenhang mit der Medtech und Protech in den letzten Monaten hat die neue Medical and Protective Zone ein breites Spektrum von Anbietern angezogen. Die chinesischen Medtech-Aussteller werden eine Reihe von Produkten wie Einwegmasken, automatisch faltbare Atemschutzmasken, Schutzkleidung aus Vliesstoff sowie Maschinen für die Produktion und Verarbeitung, darunter für das Ohrschlaufenschweißen, die Perforation von Atemventilen und das Verpacken von Masken, anbieten.
Die Cinte Techtextil China bietet zudem die Möglichkeit, die Messe virtuell zu besuchen. Besucher, die sich für die Messe vorregistrieren, werden automatisch und kostenlos in einen neuen Online-Business-Matching-Service aufgenommen.

 

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Oerlikon: 3 neue Stapelfaser-Bico-Anlagen für China

In China wurden 3 Stapelfaser-Bikomponeten-Anlagen der Oerlikon Neumag, eine Marke des Segments Manmade Fibers der Oerlikon Management AG, Pfäffikon/Schweiz, in Betrieb genommen. Die Anlagen mit Kapazitäten von jeweils 50 t/Tag stellen Kern-Mantel-Bikomponenten-Fasern aus PP/PE bzw. PET/PE bei 2 langjährigen Kunden von Oerlikon Manmade Fibers her. Diese Fasern werden zu Hygieneprodukten verarbeitet.
Oerlikon Neumag bietet Lösungen für unterschiedliche Faserquerschnitte von sheath/core, side-by-side, island-in-the-sea über orange-type oder auch trilobal. Die Anwendungszwecke gehen von selbstkräuselnden Fasern, Bindefasern, Super-Microfasern bis hin zu Hohlfasern.
Die Bico-Technologie von Oerlikon Neumag zeichnet sich insbesondere durch sehr robuste Düsenpakete aus, die keine teuren Verschleißteile aufweisen, was die Kosten in diesem Bereich senkt. Die Aufarbeitungskosten bei einer Reinigung der Düsenpakete belaufen sich auf ein Minimum. Hinzu kommt die Möglichkeit einer getrennten Temperaturführung im Spinnbalken für die beiden Polymere. Damit können Qualität und Viskosität der Polymere je nach Prozessanforderungen exakt angepasst werden.

 

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Weitere Informationen: Oerlikon Neumag

Andritz: Kapazitätserweiterung mit hochmoderner Spunlace-Linie

Der internationale Technologiekonzern Andritz AG, Graz/Österreich, erhielt von Zhejiang Baoren Hezhong Technology Co., Ltd., China, den Auftrag zur Lieferung einer kompletten neXline spunlace Linie. Die Montage und Inbetriebnahme der Linie sind für das 3. Quartal 2021 geplant.
Diese Spunlace eXcelle Linie für hohe Kapazitäten kann diverse Faserarten wie Polyester, Viskose, Lyocell und gebleichte Baumwolle verarbeiten und ist speziell für die Produktion von Hygienevliesstoffen wie Desinfektionstücher bestimmt. Es werden Endprodukte mit Flächengewichten von 30-80 g/m² produziert, die jährliche Produktionskapazität wird bis zu 20.000 t/Jahr betragen.
Andritz wird eine komplette Linie mit state-of-the-art-Ausrüstung liefern. Zum Lieferumfang gehören die kompletten Faseröffnungs- und Mischmaschinen, 2 Inline-TT-Krempeln für hohe Geschwindigkeiten, eine JetlaceEssentiel-Anlage für die Wasserstrahlverfestigung sowie ein neXdry-Durchströmtrockner mit Doppeltrommel. Ein Hochgeschwindigkeitswickler von A. Celli komplettiert die Linie.
Zhejiang Baoren ist ein Hersteller von Vliesstoffprodukten und betreibt mehrere Spunlace-Linien. Die Endprodukte werden in vielen Bereichen wie medizinische Versorgung, Reinigung usw. eingesetzt und u.a. nach Südkorea, Japan und in die USA exportiert.

 

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