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DSM: Chemisches Recycling für Dyneema-Produkte

Eine chemische Recyclinglösung von Ultra-High-Molecular-Weight Polyethylene (UHMWPE)-Dyneema-Produkten des globalen Unternehmens für Life- und Material-Science Royal DSM NV, Heerlen/Niederlande, wird gemeinsam im Rahmen einer strategischen Partnerschaft mit dem internationalen Clean-Tech-Unternehmen Clariter Poland Sp z.o.o., Gliwice/Poland, entwickelt.
Als erster Schritt dieser Partnerschaft wurde eine Reihe von Musterprodukten - darunter Seile, Netze und ballistische Materialien, die mit Dyneema hergestellt wurden - in der Clariter-Pilotanlage in Polen erfolgreich umgewandelt.
Im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen und nach der erfolgreichen Einführung von biobasiertem Dyneema (Massenausgleich) arbeitet DSM Protective Materials aktiv an Wiederverwertungs- und Recyclinglösungen für Dyneema-basierte Produkte. Um technische Recyclinglösungen voranzutreiben, sind DSM Protective Materials und Clariter eine Partnerschaft eingegangen. Gemeinsam soll die Machbarkeit der Verwendung von Dyneema als Ausgangsmaterial im chemischen Recyclingprozess von Clariter getestet werden.
Aufbauend auf dem Versuchserfolg im Labormaßstab hat Clariter für 2021 Versuche im kommerziellen Maßstab in der Anlage in Südafrika geplant.
Darüber hinaus wird DSM weiterhin aktiv die Möglichkeiten zur Reduzierung der Umweltauswirkungen von Dyneema weiterentwickeln.

 

Quelle:
dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: DSM

Fraunhofer IGB: Machbarkeit einer biobasierten Kreislaufwirtschaft

Aus Abfällen gewonnene biobasierte Stoffe könnten für eine wasserabweisende Beschichtung auf Textilien eingesetzt werden. Auf Basis der aus Abwasser oder Abfall hergestellten Rohstoffe sowie anderer biogener Rohstoffe werden derzeit leistungsfähige Materialien entwickelt. Diese haben teilweise neue und zusätzliche Funktionen und sollen künftig petrochemische Materialien ersetzen.
In dem vom Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB, Stuttgart, koordinierten Projekt EVOBIO arbeiten 19 Fraunhofer-Institute an Lösungen für eine nachhaltige Wirtschaft. Es sollen neue Verfahrenskonzepte entwickelt werden, mit denen Stoffströme in bioökonomischen Prozesskreisläufen zur Herstellung optimierter Materialien für innovative Produkte genutzt werden können.
Die Forschenden haben dabei verschiedene Anwendungen im Blick: Aus Rapsextraktionsschrot hergestellte Proteine dienen z. B. als Sauerstoff-Barriereschichten auf Lebensmittelverpackungen. Proteinbasierte Nanofasermaterialien aus verschiedenen Rohstoffen wie Kidneybohnen und Raps werden für die Entwicklung von Filtermaterialien, Überzugsmitteln oder Wundauflagenmaterialien eingesetzt und Nanofaservliese aus Rapsprotein versponnen.
Es werden auch auf Basis von Proteinen Materialien mit wasserabweisenden Eigenschaften entwickelt. Sie sollen zukünftig halogenierte Kohlenwasserstoffe bei der Ausrüstung von Funktionstextilien ersetzen. In Kombination mit Polyglucosamin aus Chitin, das aus den Schalen und Panzern von Krebsen, Krabben oder Garnelen stammt, konnten die Fraunhofer-Forschenden demonstrieren, dass sich wasserabweisende und zugleich wasserdampfdurchlässige Funktionsschichten mit biobasierten und bioabbaubaren Materialien erzeugen lassen.

 

Quelle:
dfv media group