Textile Technology Sektion

TextileTechnology

Tagesaktuell Branchennews und Personalia mit TextileTechnology
12 Ergebnisse

ITA: Glasfasern live auf JEC World

Auf der Fachmesse für die Composite-Industrie JEC World am 12.-14. März 2019 in Paris/Frankreich, wird am Gemeinschaftsstand des Aachener Zentrums für integrativen Leichtbau (AZL) das Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University seine Kompetenzen im Bereich Glasfasern, Preforms und Carbon Composites demonstrieren.
Erstmalig werden Glasfasern live auf der JEC World hergestellt. Zu den Neuheiten der Anlage gehört das induktiv beheizte Bushing. Es hat ein flexibles Design und besteht aus einer Platin-/Rhodium-Legierung (Pt/Rh20) zum Einsatz für Hochtemperaturgläser. Der modulare Aufbau ermöglicht eine hohe Flexibilität und das Induktionssystem eine deutlich schnellere Bedienbarkeit. Forschungs- und Entwicklungsprojekte können so technisch schneller und kostengünstiger durchgeführt werden.
Zur Herstellung von Faservorformlingen aus textilen Halbzeugen wird der DrapeCube vorgestellt, der eine kostengünstige Konstruktion bietet. Der DrapeCube kommt zum Tragen bei der Fertigung von Preforms für Prototypen und in der Kleinserie und eignet sich für Unternehmen, die in der von faserverstärkten Kunststoffen (FVK) tätig sind.

Quelle:
dfv Mediengruppe

Lanxess: Flammschutzadditive ohne roten Phosphor

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess AG, Köln, bietet nun auch flammhemmende Polyamid 6.6-Compounds ohne roten Phosphor an.
Roter Phosphor, als etabliertes Flammschutzadditiv für Polyamid 6.6, bewirkt schon in geringen Menge eine gute flammhemmende Wirkung und beeinträchtigt kaum die mechanische Eigenschaften. Allerdings haben sich die Preise für solche Compounds zuletzt deutlich erhöht. Lanxess reagiert daher auf eine wachsende Nachfrage in der Elektro-/Elektronik- und IT-Industrie nach leistungsfähigen Materialalternativen auf Basis von Polyamid 6 und 6.6, die auf andere Weise flammgeschützt sind.
Die halogenfreien Compounds von Lanxess sind im Gegensatz zu den Produkten mit rotem Phosphor beliebig einfärbbar und neigen deutlich weniger zu Kontaktkorrosion. Weitere Materialeigenschaften sind verbesserte Kriechstromfestigkeit und höhere Flammwidrigkeit.

 

Quelle:
dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Lanxess AG

Polartec: Produktion mit zu 100% recycelten Materialien

Der Hersteller von Funktionsstoffen Polartec LLC, Hudson, NH/USA, verpflichtet sich zu 100% recycelten und biologisch abbaubaren Rohstoffen in der gesamten Produktlinie.
Das neue Programm resultiert aus einer Kooperation von Polartec mit dem Faserhersteller Unifi Inc., Greensboro, NC/USA, und dem Hersteller von Chemiefasern About Intrinsic Advanced Materials, LLC., San Francisco Bay Area, CA/USA. Ziel ist es vollständig recycelte und biologisch abbaubare Fleecestoffe und atmungsaktive, wasserdichte Membrane sowie andere Gestricke und Isolationsfüllungen herzustellen.
Die Kooperation ist eine Erweiterung von Polartec EcoEngineering, einem Prozess, der recycelte Rohstoffe, fortschrittliche Produktionstechnologien, logistische Effizienz sowie strenge Tests und Zertifizierungen einsetzt, um nachhaltige Textilien herzustellen. Dies umfasst unter anderem Oeko-Tex und bluesign Zertifizierungen an allen Polartec Produktions-Standorten weltweit. Die Bemühungen von Polartec EcoEngineering zielen darauf ab, einen neuen, noch höheren Standard für die Textilindustrie festzulegen.

 

Quelle:
dfv Mediengruppe

Primaloft: 100 % recycelte, biologisch abbaubare Polyesterfasern

Der Hersteller von Isolationsmaterialien und Funktionstextilien PrimaLoft Inc., Latham, NY/USA, stellte auf der Ispo Munich vom 3.-6. Februar 2019 in München synthetische Isolationen und Funktionsmaterialien aus zu 100% recycelten, biologisch abbaubaren Fasern vor.
PrimaLoft Bio werden zu 100 % aus Recyclingfasern hergestellt. Dafür werden Plastikflaschen wiederaufbereitet. Die synthetischen Fasern wurden von PrimaLoft dahingehend weiterentwickelt, dass sie von in der Natur vorkommenden Mikroben abgebaut werden können. Somit werden die PrimaLoft Bio-Fasern abgebaut, sobald sie mit Mikroorganismen, wie sie auf Mülldeponien oder im Meer vorkommen, in Kontakt kommen. Während der gesamten Produktlebenszeit des Kleidungsstücks bleiben die Fasern wie gewohnt strapazierfähig.
Ab Herbst 2020 kommen die ersten Bekleidungsstücke auf den Markt. Die Partner Helly Hansen, Norrøna und Vaude präsentierten bereits erste Concept-Styles auf der Messe.

 

Quelle:
dfv Mediengruppe

Fibertex: Übernahme einer Spinnvlies-Produktion in den USA

Aus strategischen Gründen für weiteres Wachstum im nordamerikanischen Markt erwarb der Vliesstoffhersteller Fibertex Nonwovens A/S, Aalborg/Dänemark, eine neu errichtete Spinnvlies-Produktionsstätte in South Carolina/USA, mit einer Jahreskapazität von 14.000 t und Platz für weitere Produktionslinien. Es ist eine gute Ergänzung zum bestehenden Standort von Fibertex Nonwovens in Illinois/USA.
Der neue Standort wird vom Vliesstoffhersteller Mogul Nonwovens and Composites Ltd. in Gaziantep/Türkei, übernommen, der 2016 die Produktionsstätte in South Carolina errichtete. Das Werk verfügt über eine Produktionslinie mit modernster Spinnvliestechnologie, bei der die Fasern mit Hilfe von High-Speed Water-Jets verwirbelt werden. Fibertex Nonwovens verfügt über langjährige positive Erfahrungen mit dieser Technologie, die in der Vliesstoffindustrie weltweit zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Quelle:
dfv Mediengruppe

Sympatex: Studie zur Microfaser-Belastung in Gewässern

Gemeinsame Untersuchungsergebnisse von Plastic Soup Foundation (Amsterdam/Niederlande), dem Italian Research Council, IPCB-CNR (Pozzuoli/Italien), PlanetCare (London/UK) und Sympatex Technologies GmbH (Unterföhring) zeigen Reduzierungsmöglichkeiten und weitere Forschungspotential zum Thema Microplastik-Belastung durch Bekleidung in Gewässern und Meeren auf.
Sympatex gehört seit Jahren zu den Vorreitern bei der Transformation zu einer zirkulären Textilwirtschaft im Bereich Funktionstextilien, hat sich deshalb mit kompetenten Partnern zusammengeschlossen, um zeitnah Lösungen zu entwickeln und diese zügig voranzutreiben. Am 4. Februar 2019 wurden die ersten Ergebnisse einer gemeinsamen Studie zum Thema „Mikroplastik & Funktionstextilien“ auf der Ispo Munich in München präsentiert.
In einer breit angelegten, mehrmonatigen Studienreihe wurden seit Herbst 2018 sortenreine Polyesterlaminate von Sympatex, sowohl aus recycelten als auch nicht recycelten Ober- und Futterstoffen, untersucht um herauszufinden, welche Ansätze konkret zu einer Minimierung der Micro-Fasermengen im Waschprozess führen. So kann der spezielle Sympatex-Laminierprozess, mit dem Ober- und/oder Futterstoffe aus Polyester mit der Sympatex-Membran verbunden werden, zu einer Reduktion um 50-70 % der abgehenden Microplastikpartikel gegenüber einem nicht-laminierten Textil führen. Bei der Betrachtung recycelter und nicht-recycelter Ober- und Futterstoffe konnte zudem nachgewiesen werden, dass der Einsatz recycelter Fasermaterialien mindestens genauso positiv ausfällt wie bei neuen Rohstoffen, in einigen Fällen wurden sogar bessere Werte erreicht. Der Einsatz der wasserabweisenden PFC-freien Oberflächenbeschichtung der Materialien zeigte bisher noch keine signifikanten Verbesserungen.

Quelle:
dfv Mediengruppe

Lenzing: Studio Center für Mode-Designer in Singapur

Der Cellulosefaserhersteller Lenzing AG, Lenzing/Österreich, schloss mit der Textil- und Mode-Vereinigung von Singapur (TaFF) eine Kooperation, die Singapurs Mode-Designern einen zentralen Platz zur Entwicklung und Präsentation von Kollektionen anbietet und zudem die Lyocellfaser Tencel bei den Konsumenten präsenter macht. Die Zusammenarbeit wurde bei der Eröffnung des Design Orchard Gebäudes durch Singapurs Handels- und Industrieminister Chan Chun Sing bekanntgegeben.
Durch die strategische Partnerschaft mit TaFF ergänzt Lenzing die Reihe von Innovations- und Applikationszentren in Asien. Dadurch können Entwicklungen von der Faser zum Garn bis hin zum Textil mit Kunden und Partnern entlang der Wertschöpfungskette vorangetrieben werden.

Quelle:
dfv Mediengruppe

Invista: Nachhaltige Alternative zu Daunen

Auf der Sportartikelmesse Ispo Munich vom 3.-6. Februar 2019 in München stellt der Faserhersteller Invista S.à.r.l., Wichita, KS/USA, die neue Thermolite T-Down EcoMade-Isolierung vor. Sie bietet die Optik und die Performance von Daunen, wird jedoch zu 100 % aus recycelten Fasern hergestellt und wurde mit der Global Recycle Standard (GRS)-Zertifizierung ausgelobt. Zudem trocknet diese Isolierungen schneller, verfügt über eine bessere Feuchtigkeitsresistenz, höhere Komprimierbarkeit bei schneller Rücksprungkraft, höheres Bauschvolumen und einen höheren CLO-Wert bei Feuchte und Nässe. Thermolite T-Down EcoMade ist atmungsaktiv, bietet sehr gute Waschbeständigkeit und einen weichen Griff.
(Bild: Invista)

Quelle:
dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Invista Nachhaltigkeit Messe Isolierung

Invista: Übernahme des Apparel and Advanced Material Bereichs durch Ruyi

Die Textil- und Bekleidungsunternehmen Shandong Ruyi Investment Holding, Jining/China, hat den Kauf des Apparel & Advanced Textil Geschäfts des Faserherstellers Invista S.à.r.l., Wichita, KS/USA, abgeschlossen. Die Transaktion umfasst alle zugehörigen Vermögenswerte und Verträge.
Das neue Unternehmen wird als The Lycra Company, eine unabhängige Tochtergesellschaft, agieren und weiterhin innovative Faser- und Technologielösungen für die Bekleidungs- und Hygieneindustrie herstellen. The Lycra Company ist nach Elastanfaser Lycra und dem bekanntesten Produkt des Unternehmens, benannt. Der Kauf beinhaltet ein umfassendes Portfolio an Verbraucher- und Handelsmarken: Lycra, Lycra HyFit, Lycra T400, L by Lycra, Coolmax, Thermolite, Elaspan, Supplex, Tactel, und Terathane.

 

Quelle:
dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Invista Elastanfaser Übernahme

C³: Auszeichnung mit dem Energy Globe World Award

Am 29.Januar 2019 wurde C³ – Carbon Concrete Composite in Yazd/Iran mit dem Energy Globe World Award in der Kategorie Erde ausgezeichnet. Die Jury begründete die Entscheidung mit der Bedeutung vom Schutz der Ressourcen und der Langlebigkeit von Gebäuden beim Bau mit Carbonbeton in Bezug auf die wachsende Weltbevölkerung.
C³ ist mit einem Forschungsvolumen von ca. 70 Mill. € das derzeit größte Forschungsprojekt im Bauwesen. Im Rahmen der Innovationsinitiative „Unternehmen Region“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ist C³ eines von 10 geförderten Projekten innerhalb des Programms „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“. Das Innovationsnetzwerk von über 160 Partnern aus Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Verbänden hat das Ziel, den neuen Baustoff Carbonbeton zu erforschen und in die Praxis zu überführen. Bis 2021 sollen in dem Projekt alle Voraussetzungen geschaffen werden, um die völlig neue C³-Bauweise mit Carbonbeton zu etablieren.

Quelle:
dfv Mediengruppe