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5 Ergebnisse

Clariant: Recycling von Teppichen

Obwohl das Obermaterial von einem Großteil der textilen Bodenbeläge heute aus recycelbaren Gewebe- oder Tuftingmaterialien besteht, landen die meisten ausgedienten Teppiche auf Deponien oder in Verbrennungsanlagen. Dies liegt zum Großteil an der traditionellen Verwendung eines latex- und wasserbasierten Teppichrückens, der sich nicht sauber von den Florfasern trennen lässt und so einen schwer recycelbaren Materialmix darstellt.
In einem Gemeinschaftsprojekt des Herstellers von Spezialchemikalien Clariant International Ltd., Muttenz/Schweiz, und dem Fraunhofer Institut IVV, Freising, wurde der CreaSolv-Prozess entwickelt. Die Lösung ist ein recycelbarer Hotmelt-Teppichrücken bestehend aus Licocene Performance Polymers (LPP). Dank der Substitution von Latex durch das 100-%ige LPP-Feststoffmaterial von Clariant entfällt zudem noch der Trocknungsprozess. Fertigungsversuche mit Teppichherstellern haben ergeben, dass sich auf diese Weise Energieeinsparungen von bis zu 80 % erzielen lassen.
Mit dem CreaSolv-Recyclingverfahren kann das polypropylenbasierte LPP unter Aufrechterhaltung von mindestens 90 % seiner ursprünglichen Neumaterialqualität wiedergewonnen werden, was einen Cradle-to-Cradle-Ansatz sicherstellt. Somit können textile Bodenbeläge wiederaufbereitet und in die Produktion zurückgeführt oder in anderen Anwendungen wiederverwertet werden.

Quelle:
dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Clariant Fraunhofer Institut IVV

Grüner Knopf: Transparenz für die nachhaltige Textilproduktion

Verbrauchern den Kauf von sozial und ökologisch produzierter Kleidung einfacher zu machen und damit langfristig die Nachfrage nach nachhaltig produzierten Textilien zu steigern, ist das Ziel des Grünen Knopfes. Initiiert wurde das neue Metasiegel von Dr. Gerd Müller (CSU), Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Der Grüne Knopf setzt auf Sozial- und Umweltstandards und prüft auch die importierenden Unternehmen hinsichtlich der Einhaltung ihrer Sorgfaltspflicht für Menschenrechte und Umwelt. Der Grüne Knopf wird als Symbol gut sichtbar angebracht: am Etikett, direkt auf dem Produkt oder auf der Verpackung.
Insgesamt müssen für das Textilsiegel 46 Sozial- und Umweltkriterien erfüllt werden -von A wie Abwassergrenzwerte bis Z wie Zwangsarbeitsverbot. Auch Mindestlöhne und das Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit gehören dazu. Bisher werden die Kriterien allerdings nur freiwillig von den Unternehmen bei 2 Produktionsschritten der Bekleidungsherstellung angewendet: beim Färben und Bleichen sowie beim Zuschneiden und Nähen. Erst in den kommenden Jahren wird der Grüne Knopf auf die Arbeitsschritte Weben und Spinnen ausgeweitet und danach auf den Produktionsschritt Faserproduktion und Baumwollanbau. In einer zukünftigen letzten Phase soll der Grüne Knopf auch Recycling vorschreiben, also einen geschlossenen Textilkreislauf.

 

Quelle:
dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Grüner Knopf

Composites United: Neues Messeformat in Hannover

Composites United e.V., Augsburg, und die Messe Hannover haben beschlossen, zukünftig zusammen zu arbeiten, um eine international ausgerichtete Leichtbau-Messe namens LightCon in Hannover zu etablieren. Starten soll die neue Messe im Jahr 2021. Im Vorfeld soll eine erste LightCon-Konferenz mit begleitender Ausstellung bereits am 23./24 Juni 2020 stattfinden.
Ab 2021 wird die LightCon dann jährlich stattfinden. Organisator ist die Deutsche Messe AG, fachlicher Träger ist Composites United.
Als vertikale Fachmesse wird die LightCon die gesamte Wertschöpfungskette des Leichtbaus abdecken, von der angewandten Forschung über Werkstoffe, Konstruktion und Entwicklung, Prototypenbau und Bauteiltests, Fertigungstechnologien, Füge- und Verbindungstechniken bis hin zum Recycling. Eine deutsch- und englischsprachige Konferenz vermittelt parallel Einblicke in die Zukunftstechnologie des Multimaterial-Leichtbaus.
Angesprochen sind Entwickler, Designer, Konstrukteure, Einkäufer und das Management aller Ebenen aus Anwenderbranchen wie Verkehr und Mobilität, Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau, Schiffsbau, Bauwesen, Windenergie und Sport- und Freizeitindustrie.

 

Quelle:
dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Composites United e.V.

Starlinger: Kreislauf-System für Big-Bags

Der Hersteller von Anlagen zur Erzeugung gewebter Kunststoffsäcke Starlinger & Co. Ges.m.b.H, Wien/Österreich, präsentiert auf der Leitmesse für die Kunststoffindustrie K 2019 vom 16.-23. Oktober 2019 in Düsseldorf ein nachhaltiges Kreislauf-System für Big-Bags aus Polypropylen-Gewebe.
Weltweit werden jährlich mehr als 380 Mill. 4-Loop Big-Bags (FIBCs - Flexible Intermediate Bulk Containers) verkauft; dies entspricht einem Recycling-Potenzial von ca. 800.000 t Material pro Jahr.
Mit Circular Packaging bietet Starlinger ein Konzept für einen geschlossenen Kreislauf für Big-Bags, der beim Polypropylen-Granulat beginnt und über die Schritte Herstellung, Verwendung, Rücknahme und Recycling zurück zum Polypropylen-Regranulat (rPP) führt.

Quelle:
dfv Mediengruppe

Freudenberg: Nachhaltigkeitskampagne

Immer mehr Verbraucher treffen ihre Kaufentscheidung u.a. auf Basis von Nachhaltigkeitskriterien. Der Hersteller technischer Textilien Freudenberg Performance Materials Holding SE & Co. KG, Weinheim, präsentiert in einer neuen globalen Kampagne Beispiele, mit denen er dazu beiträgt, die Bekleidungsindustrie nachhaltiger zu machen.
Das Kampagnen-Konzept hat 2 Elemente: Faktenbasierte kurze Posts auf LinkedIn, Facebook, Twitter und WeChat werden ergänzt durch Artikel auf der Website des Unternehmens.
Freudenberg Performance Materials gehörte zu den Vorläufern im Recycling von PET-Flaschen und ist heute einer der größten europäischen Wiederverwerter. Das Unternehmen recycelt täglich 7 Mill. PET-Flaschen.

Quelle:
dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Freudenberg