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DITF: Carbonfasern aus Buchenholz

Buchenholz ist ein nachhaltiger und CO2-neutraler Rohstoff, der reichlich vorhanden ist, bisher aber kaum genutzt wird. Am 9. August 2019 hat das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, Stuttgart, mit den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF), Denkendorf, eine Forschungskooperation vereinbart. Im geplanten Forschungszentrum für Laubholz werden die Wissenschaftler der DITF die Herstellung von Carbonfasern aus Buchenholz erforschen.
Das Forschungszentrum wird 8 Forschungsteams aus unterschiedlichen Instituten vernetzen und dient als Schnittstelle zur Industrie. Aufgabe der DITF ist es, ökonomische und ökologische Herstellungsverfahren für aus Buchenholz hergestellte Zellulose- und Ligninfasern für technische Anwendungen zu entwickeln. Im Labormaßstab konnten bereits mit einem neuen, energie- und kostensparenden Verfahren Carbonfasern aus Buchenzellstoff und Buchenlignin hergestellt werden.
Bisher werden Carbonfasern in erster Linie aus Polyacrylnitril hergestellt. Dieser Ausgangsstoff basiert auf Erdöl und bei der Herstellung von Carbonfaser aus diesem Präkursor entstehen toxische Nebenprodukte, die aufwendig gereinigt werden müssen. Vorteile werden in einer Senkung der Prozesskosten und in einer Verbesserung der Ökologie der Carbonfaserherstellung auf Basis von Cellulose- und Ligninfasern gesehen.

 

Quelle:
dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: DITF Carbonfasern

DITF: System für kontaminationsfreies Ein- und Aussteigen für medizinische Schutzanzüge

Um die Verbreitung von Epidemien zu verhindern, ist es von großer Bedeutung, dass Helfer vor Ansteckung geschützt werden. Das Ablegen eines mit lebensbedrohlichen Viren kontaminierten medizinischen Schutzanzuges stellt den gefährlichsten und kompliziertesten Arbeitsgang in Krisengebieten dar.
Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF), Denkendorf, und die Thermo-Pack GmbH, Gaildorf, entwickelten deshalb in einem gemeinsamen Forschungsprojekt ein Andock- und Verschlusssystem zum kontaminationsfreien Ein- und Aussteigen für medizinische Schutzanzüge. Dieses Systems ermöglicht durch das Andocken an eine Schleusentrennwand aus dem Schutzanzug in einen kontaminationsfreien Raum auszusteigen, ohne dabei die kontaminierte Außenseite des Anzuges zu berühren. Das Andocken an die Trennwand wird durch eine Trennnahtverschweißung zweier PE-Folienschläuche realisiert. Das Aussteigen aus dem Anzug wird durch die Peelbeschichtung des Folienschlauchs auf Anzugsseite gewährleistet. Neu an diesem System ist, dass das sichere Ein- und Aussteigen aus einem kontaminierten Schutzanzug auch ohne Hilfestellung einer weiteren Person möglich ist.

Quelle:
dfv Mediengruppe

DITF: Intuitive Technologie für smarte Textiloberflächen

Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF), Denkendorf, und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), Kaiserslautern, entwickeln im neuen Projekt ConText eine nutzerfreundliche und intuitive Technologie für smarte Textiloberflächen, die Wände und Böden im Wohnbereich für die kabelbasierte Stromversorgung und Kommunikation nutzbar macht. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Berlin, fördert das Projekt mit rund 4,4 Mill. €.
Gegenstände und Geräte in Wohnräumen lassen sich heute dank IoT (Internet of Things) so miteinander vernetzen, dass sie uns den Alltag in vielerlei Hinsicht erleichtern. In der Regel fehlen in privaten Haushalten flächendeckende Niederspannungs- und Kommunikationsanschlüsse, um IoT-Geräte wie Temperatursensoren, Mikrofone oder Lichtsignale an den gewünschten Orten zu installieren. Um die Systeme mit Strom zu versorgen, kommen bisher ökologisch bedenkliche und ausfallanfällige Batterien oder unattraktive Stromkabel zum Einsatz. Zudem benötigen die Geräte für die Kommunikation untereinander stromintensive und störanfällige Funktechnologien.
Das nun gestartete Verbundprojekt ConText zielt auf eine flexible, nutzerorientierte und intuitive Lösung, die sich leicht und ohne großen Aufwand im Wohnbereich einsetzen lässt. Dafür entwickeln die Projektpartner aus Industrie und Forschung eine IoT-Infrastruktur aus smarten Tapeten, Teppichen und Textiloberflächen, sog. Connecting Textiles. Über diese Flächen können IoT-Geräte nicht nur kabelbasiert mit Niedrigstrom versorgt werden, sondern auch über standardisierte Smart Home-Protokolle miteinander kommunizieren.

Quelle:
dfv Mediengruppe