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Gore: Bis 2050 soll CO2 Neutralität erreicht werden

Der Hersteller von Funktionstextilien W. L. Gore & Associates Inc., Newark, DE/USA, stellte am 24. Juni 2020 ein neues, sogenanntes Sustainability Framework für seine Gore Fabrics Division vor. Ein zentrales Ziel von Gore innerhalb des Sustainability Frameworks ist es, die absoluten CO2-Emissionen bis 2030 signifikant zu reduzieren und auf CO2-Neutralität bis 2050 hinzuarbeiten. Impulsgeber des Sustainability Frameworks sind globale Trends und die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen (UN SDGs). Inhaltlich spiegelt das Framework das eindeutige Bekenntnis und ständige Bestreben von Gore wider, den ökologischen Fußabdruck seiner Produkte und Geschäftstätigkeit auf unserem Planeten zu reduzieren, und den gesellschaftlichen Wert, den das Unternehmen durch seine Innovationen schafft, zu maximieren. Um nachvollziehen zu können, wo welche Emissionen in welcher Größenordnung auftreten, führte die Fabrics Division im Jahr 2019 eine gründliche Analyse ihres Carbon Footprints durch. Auf der Datenbasis von 2016 folgte Gore dabei einer strengen und wissenschaftlich fundierten Methode, um – gemäß dem „Greenhouse Gas Protocol Corporate Standard“ – CO2-Ziele für seine Marke Gore-Tex zu setzen; und zwar zur Reduktion der Emissionen aus der Produktion und der zugekauften Energie sowie zur Reduktion produktbezogener Emissionen. Die Marke Gore-Tex ist ein langjähriges Mitglied der Outdoor Industry Association (OLA) und unterstützt aktiv deren Climate Action Corps. Dieses Programm hat sich zum Ziel gesetzt, gemeinsame Maßnahmen zur Verringerung der CO2-Emissionen der Outdoor-Industrie voranzutreiben

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Gore Carbon Footprint Sustainability

HS Niederrhein: 2 Wilhelm-Lorch Förderpreise für Abschlussarbeiten

Jeweils 6000 € erhalten 2 Studierende der Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach, für ihre Abschlussarbeiten im Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik. Ausgezeichnet wurden sie am 25. Juni 2020 von der Wilhelm-Lorch-Stiftung, Frankfurt/M., die jedes Jahr im Rahmen des Forums TextilWirtschaft Preise an die bundesweit besten Abschlussarbeiten in der Textilwirtschaft vergibt sowie einzelne Hochschulprojekte fördert. In der Kategorie Technik und Mode gewann Melissa Wenning, Absolventin des Masterstudiengangs Textile Produkte, mit einer Untersuchung darüber, wie sich biologisch abbaubares Polyester für den Einsatz in Berufsbekleidung nutzen lässt. Sie erstellte die Arbeit in Kooperation mit dem Hersteller von Arbeitsbekleidung Weitblick Gottfried Schmidt OHG, Kleinostheim. In der Kategorie Wirtschaft überzeugte Marc Hübener mit einer Arbeit über das Erfolgsmodell der US-Marke Supreme, die es ohne große Werbe-Aufwendungen schafft, eine hohe Begehrlichkeit zu erzeugen. In seiner Masterarbeit, die im Bereich Management of Textile Trade and Technology geschrieben hat, stellte er fest: “Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg ist die gewollte Verknappung“. Die renommierte Wilhelm-Lorch-Stiftung geht auf den 1966 verstorbenen Gründer des Deutschen Fachverlags, Frankfurt/M. und der Textilwirtschaft Wilhelm Lorch zurück und zeichnet jedes Jahr Nachwuchskräfte und Hochschulprojekte aus.

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dfv Mediengruppe

IVGT: Viele Unternehmen wollen Geschäftsmodelle überdenken

Ende Juni 2020 wurden die Mitgliedsunternehmen zum 4. Mal in Folge vom Industrieverband Veredlung - Garne - Gewebe - Technische Textilien e.V. (IVGT), Frankfurt/M., zur Beurteilung ihrer wirtschaftlichen Lage in Zeiten der Corona-Pandemie befragt.
Neben den immer wiederkehrenden Abfragen zu u.a. Auftragslage und Kurzarbeit war bei der aktuellen Umfrage von Interesse, ob durch die Coronakrise die Themen Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle in den Fokus gerückt sind, wie sich bestehende Geschäftsbeziehungen bisher bewährt haben und wie sich die Krise auf die Situation der Auszubildenden im Unternehmen auswirkt.
Knapp über die Hälfte aller Teilnehmer gibt an, dass die Krise ein Innovationstreiber für sie ist und ihr Augenmerk nun stärker auf die Digitalisierung gerichtet ist. Erfreulich ist der Umstand, dass der überwiegende Teil der Mitglieder (63 %) das Verhalten ihrer Lieferanten und Kunden in der Krisenzeit als mehrheitlich fair bewerten, trotzdem wollen knapp 60 % der Unternehmen ihre bisherigen Geschäftsmodelle überdenken. 7 % bewerten ihre Lieferanten und/oder Kunden im Umgang miteinander als unzureichend.
Im Vergleich zu den Monaten März, April und Mai 2020 wurden zwar in Folge weniger Aufträge storniert, allerdings kamen erneut weniger Aufträge bei der überwiegenden Anzahl der Unternehmen (81 %) im Vergleich zum Juni 2019 an. Immerhin konnten auch wieder 15 % der Unternehmen höhere Auftragseingänge melden.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: IVGT Textilindustrie Coronakrise

ITA erhält 2 Auszeichnungen durch die Wilhelm-Lorch-Stiftung

Die Wilhelm-Lorch-Stiftung, Frankfurt/M., zeichnete am 25. Juni 2020 ein Projekt des Instituts für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University, Aachen, aus und vergab einen Förderpreis an die ITA-Absolventin Ricarda Wissel. Sie wurde für ihre Bachelor-Arbeit „Anwendung von elastischen Garnen aus thermoplastischem Polyurethan auf Kohlenstoffdioxid-Basis für Strümpfen“ mit einem Förderpreisgeld in Höhe von 6.000 € für eine fachspezifische Weiterbildung prämiert. Sie setzte erstmals das am ITA in einem Schmelzspinnprozess hergestellte Garn aus kohlenstoffdioxid-basiertem thermoplastischem Polyurethan erfolgreich in einem textilen Endprodukt ein. Diese Technologie wurde vom ITA-Wissenschaftler Dr. Pavan Manvi entwickelt. In Zusammenarbeit mit der Firma Falke KGaA, Schmallenberg, wurde aus diesem Garn eine Socke hergestellt. Die Entwicklung von Textilien mit digitalen Zusatzfunktionen, sogenannten „Smart Textiles“ gelten als zukunftsweisendes Forschungsfeld. Sie ermöglichen die Interaktion des Textils mit der Umgebung und dem menschlichen Anwender. Das ITA erhielt den Projektförderpreis für das Projekt „Smart Textiles – eine interdisziplinäre Ausbildung zur Förderung wissenschaftlicher Nachwuchskräfte in Zukunftstechnologien“, das der ITA-Promovend Simon Kammler bei der Wilhelm-Lorch-Stiftung eingereicht hatte. Kammler hat in seine Projekteinreichung ein Konzept für eine Vorlesungsreihe zu Smart Textiles am ITA vorgestellt und entwickelt einen neuartigen Messestand zur Messung der Kapazität und Leitfähigkeit von Fasern. Das Projekt wird von der Wilhelm-Lorch-Stiftung mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 € gefördert.
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Weitere Informationen: ITA Auszeichnung

HS Reutlingen: Kooperation mit LDT Nagold zur Stärkung der textilen Ausbildung

Die Knowledge Foundation @ Reutlingen University (KFRU), die Hochschule Reutlingen, Fakultät Textil & Design sowie die private LDT Akademie Fashion Management, Nagold, und ihr Träger der BTE Handelsverband Textil, Köln, haben mit einer Absichtserklärung ihren Willen bekundet, mittelfristig die Studienangebote der LDT Nagold mit den Studienangeboten der Fakultät Textil & Design an der Hochschule Reutlingen bzw. der KFRU aufeinander abzustimmen und in eine Kooperation münden zu lassen. Ziel ist es, moderne und zeitgemäße Studienangebote für den Nachwuchs in der Textilbranche zu entwickeln. Zunächst ist geplant, den Absolvierenden des Textilbetriebswirts BTE durch Anerkennung ihrer Leistungen den Übergang zu einem Bachelorstudium der Hochschule Reutlingen zu erleichtern. Der laufende Studienbetrieb soll am Standort in Nagold erhalten bleiben und den aktuell Studierenden der LDT einen nahtlosen Übergang in die zukünftigen Studienangebote im Ökosystem der Hochschule ermöglichen. Durch diese Kombination erhalten die Absolvierenden aus Nagold den Zugang nach Reutlingen für eine akademische Weiterbildung. Der Name bzw. die Marke LDT soll weiter fortgeführt werden. Auch der Ausbildungsgang Textilbetriebswirt BTE soll, insbesondere mit seiner praxisorientierten Ausrichtung, erhalten bleiben, jedoch modernere Formen annehmen. Mit der geplanten Zusammenarbeit werden Reutlingen und Nagold als regionales Zentrum für textile Ausbildung in Deutschland gestärkt. Damit integriert die Hochschule Reutlingen alle Wertschöpfungsstufen im Bereich Textil, von Industrie bis Handel in ein Konzept und die LDT gewinnt einen Partner in der Textilbranche.
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Weitere Informationen: HS Reutlingen LDT Nagold

Dickies: Neue Stofftechnologie mit kühlender Wirkung

Dickies, eine Marke des Herstellers von Textilien, Schuhen und Accessoires Williamson-Dickie Manufacturing Company, Fort Worth, TX/USA, präsentiert die Temp-iQ-Kollektion, bestehend aus Gewebe, das kühle Luft im Garn einschließt und so die Haut erfrischt. Gleichzeitig wird mithilfe des sogenannten Kapillareffekts Schweiß ins Innere der Fasern geleitet und von dort an die Oberfläche transportiert, wo die Flüssigkeit verdunstet. Temp-iQ-Gewebe verkürzt die Trockenzeit um 35 %, sodass die Shirts schneller trocken. Gekühlt wird nur, wenn die Temperatur ansteigt. Sobald der Körper abkühlt, verdunstet die Feuchtigkeit langsamer und reguliert so das Wärme-Kälte-Verhältnis optimal. Temp-iQ-Produkte sind durch das erhöhte Verdampfungsniveau nicht nur besonders atmungsaktiv und komfortabel, sondern zudem langlebig. Die Dickies Pro und Temp-iQ T-Shirt sind aus hypoallergenen, hautfreundlichen Materialien gefertigt und besitzen einen UPF 45+ Sonnenschutz. Performance-Mesh-Stoffbahnen verbessern die Atmungsfähigkeit zusätzlich; reflektierende Details und Ärmel in Kontrastfarben erhöhen die Sichtbarkeit. Die Hi-Vis Signalkleidung ist darüber hinaus mit dehnbaren Reflexstreifen versehen und wird mit atmungsaktiven Mesh-Einsätzen ergänzt.
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Weitere Informationen: Dickies Stoffechnologie

PrimaLoft: Globale Partnerschaft mit Fiberpartner

Zum 1. Juli 2020 gab der Anbieter von Isolationsmaterialien und Funktionstextilien PrimaLoft Inc., Latham, NY/USA die Partnerschaft mit Fiberpartner ApS, Veljle/Dänemark, bekannt.
Die Lizenzvereinbarung ermöglicht Fiberpartner den Einsatz der innovativen PrimaLoft Bio Technologie in unterschiedlichen, neuen Branchen.
Die von Fiberpartner produzierten Stapelfasern mit PrimaLoft Bio ergänzen das Portfolio regulärer Polyesterfasern und werden in einer Vielzahl von Anwendungen zum Einsatz kommen.
PrimaLoft Bio besteht zu 100 % aus recycelten Fasern, die biologisch abgebaut werden, wenn sie bestimmten Umweltbedingungen, wie sie beispielsweise auf Mülldeponien, in Meerwasser oder Abwassersystemen vorherrschen, ausgesetzt sind. Mikroben zerlegen die Fasern schneller und verwandeln Polyester in seine natürlichen Elemente. Die Fasern bleiben während der gesamten Produktlebenszeit strapazierfähig.

 

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Weitere Informationen: PrimaLoft recycelte Fasern

BASF: Kreislaufwirtschaft beim Recycling von Matratzen

Die Materialien alter Matratzen sollen so aufbereitet werden, dass sie als Rohstoffquelle für neue Matratzen genutzt werden können. Der Chemiekonzern BASF SE, Ludwigshafen, hat ein chemisches Recyclingverfahren für gebrauchte Matratzen entwickelt und führt nun erste Pilotversuche am Standort Schwarzheide durch. Dank dieses Ansatzes können Post-Consumer-Abfälle wieder in den Produktlebenszyklus eingespeist werden.
Im Verfahren von BASF wird flexibles Polyurethan aufgespalten und liefert das ursprünglich verwendete Polyol. Daraus kann dann mit deutlich geringeren CO2Emissionen neuer Schaum hergestellt werden, da der Anteil an fossilen Ressourcen verringert wird.
Das Projekt untermauert die Bemühungen der BASF für mehr Nachhaltigkeit und die Stärkung einer Kreislaufwirtschaft. Mit der Initiative zur Kreislaufwirtschaft verfolgt die BASF das Ziel, wirtschaftliches Wachstum von der Nutzung endlicher Ressourcen abzukoppeln

 

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Weitere Informationen: BASF Recycling Kreislaufwirtschaft

Heimtextil: Hygienekonzept ermöglicht Weg zurück zu persönlichen Begegnungen

Zur sicheren Wiederaufnahme der Messen hat die Messe Frankfurt Exhibition GmbH, Frankfurt/M., ein Konzept entwickelt, das detaillierte hygienische, medizinische und organisatorische Maßnahmen umfasst. Hygiene, Abstand und Frischluftzufuhr sind wichtige Faktoren des Konzepts, das von den zuständigen Behörden des Landes Hessen genehmigt wurde. Dieses Konzept wird auch auf der kommenden internationalen Fachmesse für Wohn- und Objekttextilien Heimtextil  vom 12. - 15. Januar 2021 in Frankfurt/M. angewendet.
„Der Wunsch nach persönlichen Begegnungen ist enorm. Das Bedürfnis ist da, sich über neue Produkte, Trend- und Marktentwicklungen auszutauschen und den Geschäften nach dem Re-Start Anschub zu geben. Wir spüren großes Vertrauen seitens unserer Aussteller, dass wir der Branche eine sichere Handelsplattform mit guten Erfolgsaussichten bieten können, und setzen hierfür alles in unserer Macht stehende in Bewegung,“ sagte sagt Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies der Messe Frankfurt.
Abstandhaltung steht beim Schutz- und Hygienekonzept und der daraus abgeleiteten Neuplanung der Messehallen und Stände an erster Stelle: Die Stände haben gemäß der aktuellen Vorgaben eine Mindestgröße von 18 m², um 1,5 m-Abstände zwischen Ausstellern und Besuchern bzw. zwischen Besuchern untereinander wahren zu können. Ebenso werden einige Gänge zwischen den Ständen deutlich verbreitert.

 

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Weitere Informationen: Heimtextil Messe

Textil vernetzt: Digitalisierung und KI ermöglichen die Vernetzung der Produktion

Am 9. September 2020 findet die 3. Fachtagung des Mittelstands 4.0-Kompetenzzentrums Textil vernetzt, Berlin, online statt. Zum effektiven Einsatz der Digitalisierung in der Produktion berichten Unternehmen aus ihren gemeinsamen Praxisprojekten und zeigen, dass aus Informationen Werte entstehen können. Dabei werden unterschiedliche Aspekte in der textilen Wertschöpfungskette beleuchtet, wie digitale Auftragsabwicklung ohne Medienbrüche, Lager- und Bestandsmanagement, sensorbasierte Nachrüstung von Textilmaschinen sowie flexibles Prozessmonitoring und der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) in der Produktion. Inhaltlich ergänzt wird die Fachtagung am Vormittag durch das 3. futureTex-Symposium. Unter dem Titel „Industrie 4.0 in der TechTex-Branche – von der Vision zur Realität“ werden in Spotlights Ergebnisse aus Forschungsvorhaben mit starkem Digitalisierungsbezug vorgestellt. Eine anschließende Podiumsdiskussion mit Wissenschaftlern und Praxisvertretern erörtert, wie es gelingt, Prototypen zur Marktreife zu bringen und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Ausgerichtet wird die Fachtagung von dem Sächsischen Textilforschungsinstitut e.V. (STFI), Chemnitz.

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Weitere Informationen: Textil vernetzt Digitalisierung