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Ontex: Investition in Produktionsausbau von Hygieneartikeln in Oberlausitz

Die meisten Frauen wissen nicht wo ihre Tampons hergestellt werden. Jährlich mehr als 1,5 Mrd. Damen-Tampons werden in der Oberlausitz bei der Ontex Hygieneartikel Deutschland GmbH, Großpostwitz produziert.
Im Jahr 2019 investierte das Unternehmen insgesamt 12 Mill. € in eine neue Produktions- und Logistikhalle. Diese Investitionen waren nötig, damit Ontex die seit rund 2 Jahren überproportional stark steigende Nachfrage nach Damen-Tampons aus Bio-Baumwolle befriedigen kann. Ontex gehört international zu den Vorreitern in diesem speziellen Sortiment. Diese Innovationen kommen aus dem vor 3 Jahren gegründeten betriebseigenen Forschungs- und Entwicklungszentrum.
Für Bio-Tampons werden ausschließlich Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau verwendet, der ohne Pestizide, Herbizide oder Genmanipulationen erfolgt. Die Produktreinheit wird über die Zertifizierung der Lieferungen nach dem Global Organic Textile Standard (GOTS) sichergestellt.
Nach einer halbjährigen Einarbeitung übernimmt zum 1. Januar 2020 Ulrich Merzbach die Werkleitung der Ontex Hygieneartikel Deutschland und folgt damit Jürgen Preusche nach, der in den Ruhestand geht. Merzbach war zuvor über 14 Jahre bei Procter & Gamble verantwortlich in der Produktion sowie beim Lieferketten-Management in der Sparte Pampers/Windeln.

 

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dfv Mediengruppe
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HS Niederrhein: Textile Kreationen auf dem Bundespresseball

Studierende des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach, durften auf dem Bundespresseball am 29. November 2019 in Berlin exklusiv ihre eigenen Outfits zeigen. 8 Studentinnen und 1 Student führten ihre Kreationen zum Thema Wandel vor. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der traditionell den Ball eröffnet, fand am Abend Zeit für ein Gespräch mit den Studentinnen.
Weitere Outfits wurden unter anderem von Ute Welty, Deutschlandfunk-Moderatorin und Vorstandsmitglied der Bundespressekonferenz getragen. Sie durfte das Siegerkleid aus dem hochschulinternen Wettbewerb tragen – das Kleid Metamorphose, das auf den Technologiewandel in der Textil- und Bekleidungsindustrie hinweist.
„Die digital strukturierten Flächen des Kleides erlauben eine Adaption an die Bewegungen der Trägerin und bringen durch textile Multicoloreffekte und Farbspiele den Wandel zum Ausdruck“, sagte Marie Kuehl, die das Kleid zusammen mit Michelle Lemper entworfen hat. Nadja Meister, Organisationsleiterin des Bundespresseballs, trug den Unisex-Blazer Liberté Ègalité Sexualitè, der von Leona Hülser entwickelt wurde, bereits auf der Pressekonferenz. „Der Blazer symbolisiert die Individualität eines jeden Menschen und den Wunsch nach Akzeptanz und Toleranz. Gleichzeitig fordert das Design den Wandel der Rollenbilder“, sagte die Studentin dazu. Die Verschmutzung der Weltmeere und das Artensterben wurden in dem Kleid MEERwert von Julia Scheele symbolisiert.

 

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Mayer & Cie.: Erste eigene Maschinen-Entwicklung von Mayer China

Auf der Messe Shanghaitex, die vom 25.-28. November 2019 in Shanghai/China stattfand, hat Mayer & Cie. China (MCN) eine neue Maschinentype zur Herstellung von Bindefadenfutter vorgestellt. Die MFC 3.2 ist die erste Eigenentwicklung des Tochterunternehmens des Strickmaschinenherstellers Mayer & Cie. GmbH & Co. KG, Albstadt. Die Maschine stellt leichte bis schwere Futterware her und ist speziell auf die Verarbeitung von Polyestergarnen abgestimmt. Zum Einsatz kommen können die Stoffe der MFC 3.2, die ab Frühjahr 2020 erhältlich sein wird.
Die Vorlage der neuen chinesischen Bindefadenfuttermaschine ist die etablierte Mayer-Maschinentype MBF 3.2, deren Qualitäten in der MFC 3.2 zum Tragen kommen. Dazu zählen eine hochwertige Stoffqualität auf beiden Warenseiten sowie die Herstellung anspruchsvoller Bindungen.
Gleichzeitig hat das chinesische Mayer-Team Wert darauf gelegt, lokalen Anforderungen gerecht zu werden, allen voran der Verarbeitung von Polyestergarnen. Aufgrund der eigens entwickelten Schlossteile ist das zuverlässig und effizient auf dieser Maschine möglich: Mit bis zu 30 Umdrehungen bei 30 Zoll/Minute produziert die MFC 3.2 Bindefadenfutter für Sport- und Freizeitbekleidung.

 

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Weitere Informationen: Mayer & Cie

Freudenberg: Verkauf des südamerikanischen Hygienegeschäftes

Der Markt für Hygieneprodukte hat sich von einem regionalen zu einem globalen Wettbewerb entwickelt.
Aus diesem Grund hat der Hersteller technischer Textilien Freudenberg Performance Materials Holding SE & Co. KG, Weinheim, sein südamerikanisches Geschäft in der Hygieneindustrie an den Vliesstoffhersteller Fitesa, Gravataí/Brasilien verkauft. Damit möchte sich Freudenberg auf andere Geschäftszweige konzentrieren.
Freudenberg ist bereits seit 1985 in Südamerika tätig und beschäftigt bei der Freudenberg Hygiene Brazil Ltda, Jacareí/Brasilien, etwa 100 Mitarbeiter. Über den Kaufpreis der Sparte wurde Stillschweigen vereinbart. Die Transaktion steht noch unter Vorbehalt der zuständigen Wettbewerbsbehörden.
Freudenberg bleibt weiterhin im Bereich Bekleidung, sowie mit Schuh- und Lederwaren auf dem südamerikanischen Markt vertreten.

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Weitere Informationen: Freudenberg

Archroma: Neuer CEO

Der der Hersteller von Farbstoffen und Spezialchemikalien Archroma Management LLC, Reinach/Schweiz, gibt einen Wechsel in der Geschäftsführung bekannt. Neue Chief Executive Officer (CEO) und Nachfolger von Alexander Wessels wird ab 6. Januar 2020 Heike von de Kerkhof.
Wessel führte die Geschäfte von Archroma seit Gründung der Firma im Jahr 2013 und rückt nun als Stellvertretender Vorsitzender in den Vorstand auf. Er wird außerdem Aufgaben als Senior Advisor für das Investitionsportfolio der SK Capital Partners PL, New York City, NY/USA, übernehmen, zu dem auch Archroma gehört.
Van der Kerkhof war vor ihrem Wechsel zu Archroma Vice Präsidentin der Schmierstoffsparte von Castrol, Liverpool/ Großbritannien, bei British Petroleum (BP), London/Großbritannien. Darüber hinaus hatte sie bereits führende Positionen bei DuPont, Wilmington, DE/USA, und The Chemours Company, Wilmington, DE/USA inne. Für Neste Oil, Genf/Schweiz, war van der Kerkhof als Non-Executive Director tätig.

 

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Weitere Informationen: Archroma Management

VDMA: Auszeichnung für 6 Nachwuchsingenieure

Peter D. Dornier, Mitglied des Vorstandes im Fachverband Textilmaschinen des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA), Frankfurt/M., und Vorsitzender der Walter Reiners-Stiftung des VDMA zeichnete 6 Nachwuchskräfte mit dem Förderpreis des deutschen Textilmaschinenbaus aus. Die Preisverleihung fand während der Aachen-Dresden-Denkendorf International Textile Conference in Dresden am 28./29. November 2019 statt.
Der VDMA würdigte die Leistungen von Nachwuchsingenieuren in den Kategorien Bachelor, Master/Diplom und Dissertation mit einem Preisgeld von jeweils 3000 €, 3500 € und 5000 €.
Der Kreativpreis für Bachelorabschlüsse ging an Janina Elser (TU Chemnitz) für eine prototypische Entwicklung rundgestrickter Kniebandagen und an Abdelrahman Elbayoumi (Institut für Textiltechnik Aachen (ITA) der RWTH Aachen University, Aachen) für eine Arbeit zu einem Kontrollsystem für Flechtprozesse. Darüber hinaus wurde Hendrik Pötzsch (Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) der TU Dresden) ein Preis für seine Projektarbeit zur Herstellung von Carbonfasern mittels Lösemittelnassspinntechnik verliehen.
Die Diplomarbeit von Tim Kaluza (ITM Dresden) zur automatisierten Fertigung maschenfreier Multiaxialgelege und eine Masterarbeit von Julia Eckert (ITA Aachen) über ein Umweltbewertungssystem für die Herstellung von Jeans wurden ebenfalls mit einem Förderpreis ausgezeichnet. Gleiches gilt für die Dissertation von Dr. Stefan Heinrich (TU Chemnitz) die die Getriebeanforderungen von Textilmaschinen grundlegend herausarbeitet.
Mit dieser Preisverleihung möchte der VDMA die Stäken des deutschen Textilmaschinenbaus honorieren und eine neue Generation von Maschinenbauern fördern.

 

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Weitere Informationen: VDMA

Dornbirn GFC: 1. Dornbirn Global Fiber Congress in Asien

Eine enge Partnerschaft zwischen dem Österreichischen Faser-Institut, Wien/Österreich, und der Korean Textile Federation (KOFOTI), Seoul/Korea, sowie dem Dyeing & Finishing Technology Institute (DYETEC), Daegu/Korea, ermöglicht die Organisation des 1.Dornbirn-GFC Asia Innovations-Kongresses in Korea im März 2020. Rund 300-400 Teilnehmer der gesamten textilen Kette werden erwartet.
Der Programmablauf wird ähnlich dem Dornbirn-GFC Österreich gehalten sein. Mit Plenar-Vorträgen wird die Dornbirn-GFC Asia Tagung am 3. März 2020 in Daegu eröffnet. Über 30 Expertenvorträge widmen sich am 3./4. März 2020 folgenden Schwerpunktthemen:

•    Faserinnovationen  
•    Vliesstoffe und Technische Textilien
•    Mobilität – bspw. Automotive interior & structural
•    Smart Fabrics
•    Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft

Interaktive Diskussionen runden diese einzigartige Tagung ab.
Aus Europa haben bereits renommierte Universitätsprofessoren und Vorstände bzw. Eigentümer von Topunternehmen der Faser- und Textilindustrie ihre Teilnahme zugesagt.

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STFI: Sensorpolsterung steigert Führsorge in der Pflege

Die effektive Betreuung von Demenzpatienten stellt die Arbeit in der Pflege vor erhebliche Herausforderungen. Mit einer neuen Entwicklung reagiert das Sächsischen Textilforschungsinstitut e.V. (STFI), Chemnitz, auf diese Probleme.
Das STFI hat, in Kooperation mit dem Institut für Holztechnologie (IHD), Dresden, und der Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM), Berlin, eine Sensorpolsterung speziell für Stuhl- und Bettmöbel entwickelt.
Die faseroptischen Sensoren in diesem Produkt ermöglichen eine Überwachung von Vitalfunktionen, Bewegungen und Feuchte. Findet ein Patient in der Nacht sein Bett oder gar seine Wohnung nicht wieder, wird ein Warnton ausgesandt. Durch den Einsatz dieser Technologie kann die Führsorge für Pflegepatienten auch über größere Distanzen gewährleistet und zusätzliche Kontrollgänge vermieden werden.
Darüber hinaus findet die Sensorpolsterung auch Anwendung in physiotherapeutischen Maßnahmen. Bei Therapien ist es wichtig, dass Patienten die mit ihnen eingeübten Mobilisierungsprogramme regelmäßig und selbstständig wiederholen. Der Einsatz entsprechender Sensoroberflächen ermöglicht Patienten wie auch Therapeuten direkte und konstante Rückmeldungen über die Ausführung der verschriebenen Bewegungsmuster. So kann der Patient, etwa durch ein optisches Signal wie einem Smiley auf einem Monitor, für die Ausführung des Programms belohnt werden.
Das Produkt wurde bereits in einer mehrmonatigen Testphase an der Charité, Berlin, erprobt. Hierdurch konnten, neben einer Erfassung der tatsächlichen Bettbelegung in der Klinik, auch Stürzte von Patienten aus dem Bett erkannt werden.

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Lenzing: Bestätigung der Klimaziele durch Science Based Targets Initiative

Der Cellulosefaserhersteller Lenzing AG, Lenzing/Österreich, Mitglied der CEO Climate Leaders Group des Weltwirtschaftsforums und Unterzeichner der UN-Charta für Klimaschutz in der Modebranche, wird den eigenen CO2-Fußabdruck stark reduzieren. Ein erster Meilenstein wurde für das Jahr 2030 gesetzt, bis zu dem Lenzing im Vergleich zum Jahr 2017 die eigenen CO2-Emissionen je hergestellter Tonne Produkt um 50 % senken will. Für das Jahr 2050 gab Lenzing die Vision einer Produktion ohne Netto-CO2-Emissionen bekannt.
Die Science Based Targets Initiative hat nun die Klimaziele der Lenzing Gruppe wissenschaftlich bestätigt. Die Ziele von Unternehmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen werden von der Organisation dann als wissenschaftsbasiert (science-based) bezeichnet, wenn sie dem notwendigen Level an Dekarbonisierung entsprechen, das den weltweiten Temperaturanstieg unter 2 °C gegenüber vorindustriellen Temperaturen halten kann.
Lenzing ist damit der erste Hersteller holzbasierter Fasern, der Science Based Targets festgelegt hat.
Zurzeit haben sich 713 führende Unternehmen weltweit und 9 Unternehmen in Österreich zu Science Based Targets verpflichtet. Nur 305 dieser Unternehmen haben jedoch bestätige Science Based Targets.

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Weitere Informationen: Lenzing CO2-Emissionen

textil+mode: Branche insgesamt weiter im Abschwung

Nach einigen Monaten des Konjunkturrückgangs in der deutschen Textil- und Bekleidungsindustrie fehlen weiter Anzeichen für eine Trendwende. Dies geht aus dem Konjunkturbericht des Gesamtverbands der deutschen Textil- und Modeindustrie e.V. (textil+mode), Berlin, hervor.
Im September 2019 sind die Umsätze allerdings nach einer Reihe von schwachen Monaten, leicht gestiegen: Bei Textil um +0,4 %, bei Bekleidung um +1,7 %. Für die ersten 3 Quartale sind die Werte aber noch immer negativ: Die Umsätze der gesamten Textil- und Bekleidungsindustrie liegen bisher mit -2,1 % (13 Mrd. €) unter den Umsätzen des Vorjahres, wobei Textil -3,2 % (8 Mrd. €) einbüßt, bei Bekleidung sind es -0,4 % (5 Mrd. €), hier allerdings auch von einem niedrigeren Niveau ausgehend.
Bei Textil konnte nur im Segment Herstellung technischer Textilien ein Umsatzplus von 1,1 % verbucht werden. Bei Bekleidung erzielten folgende Segmente ein Umsatzplus: Wäsche +12,1 %, Strumpfwaren +6,3% und sonstige Strickbekleidung +2,1 %.
Auch die Beschäftigung ist zum Ende des Monats September rückläufig: -4,0 % bei Textil und -0,5 % bei Bekleidung.
In den ersten 9 Monaten sank die Produktion bei Textil um 0,3 %, bei Bekleidung um 5,1 %.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: textil+mode