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46 Ergebnisse

DITF: Tischdecken mit integrierter Elektronik

Das Deutsche Institut für Textil- und Faserforschung (DITF), Denkendorf, forscht an Tischdecken, die nicht nur intelligent sind, sondern sich trotz eingebauter Sensorik wie Textilien anfühlen und nutzen lassen. Damit wird insbesondere den durch die Corona-Pandemie verschärften Hygieneregelungen Rechnung getragen. Im Rahmen des vom Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), Berlin, geförderten Forschungsprojekts entwickeln die DITF eine rein textile Sensorik. Die Messwertübertragung geschieht induktiv, also drahtlos. Die Tischdecken interagieren dabei mit der im Tisch integrierten Elektronik. Zentrale Funktionen sind die Erkennung von Platzbelegung, Bestellfunktionen und eine Event- und Spielanwendung. So könnten etwa als Produkt-Werbeaktion interaktive Spiele angeboten werden, wobei das Textil zum Beispiel eine Buzzerfunktion erhält. Dazu kommen speziell entwickelte Umwindegarne zum Einsatz. Mit Sticktechnik wurden bereits erste Funktionsmuster erstellt, die mit einer aufgebauten Elektronik in einem Mustertisch Näherung und Berührung erfassen und aufzeigen. Muster, die die Beleuchtungsstärke messen, könnten zukünftig im Smart Home die Rollos steuern. Damit die Forschungsergebnisse im Produktionsmaßstab in die Industrie übertragen werden können, untersucht das Forschungsteam verschiedene Einflussgrößen wie beispielsweise die Sensorgarnstruktur oder das Stickbild. Das Forschungsprojekt „Drahtlose Messwertübertragung über in textile Flächen integrierte Umwindegarne für kurze Strecken“ wird im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert.
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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: DITF

Andritz: Moderne Spunlace-Line wird in der Türkei installiert

Der Textilhersteller Eruslu Nonwoven Group, Şehitkamil/Türkei, hat einen Auftrag für die Lieferung einer kompletten neXline spunlace-Linie für das Werk in Gaziantep/Türkei, beim internationalen Technologiekonzerns Andritz AG, Graz/Österreich, erteilt. Die Linie weist eine Produktionskapazität von 18.000 t/Jahr auf. Die Inbetriebnahme der Linie ist für Anfang 2021 geplant. Die neue spunlace eXcelle-Linie wird eine große Bandbreite an Fasern wie Polyester, Lyocell und gebleichte Baumwolle mit Grammaturen von 30 - 75 g/m² verarbeiten können. Der Lieferumfang umfasst: • einen kompletten Satz Faseröffnungs- und Mischmaschinen von Laroche, • 2 Inline-TT-Krempeln für hohe Geschwindigkeiten, • eine JetlaceEssentiel-Anlage, • einen neXdry Doppeltrommel-Durchströmtrockner • ein neXecodry S1 zur Energieeinsparung. Sie wird hochwertige Feuchttücher für Anwendungen in der Kosmetik, Damenhygieneprodukte und Babywindeln, Staubtücher, Friseurhandtücher, medizinische Verbände und Mullbinden sowie viele andere Produkte produzieren. Mit der neuen Linie wird Eruslu sein Produktportfolio auf weitere technische Anwendungen erweitern können.
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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Andritz spunlace

Wacker: Neuer Markenaustritt für Silikone

Unter dem Namen Liosil vermarktet künftig das Chemieunternehmen Wacker Chemie AG, München, Siliconöle und Siliconemulsionen für Textil- und Oberflächenpflegemittel und für die Veredelung von Hygienepapieren. Sie verbessern die Leistungsfähigkeit des Endprodukts und bieten dabei wichtige Zusatzeffekte, welche die behandelten Oberflächen und Materialien schützen und gleichzeitig optisch und sensorisch aufwerten. Additive, deren Herstellung auf einem ressourcen- und klimaschonenden Massenbilanzverfahren basiert, werden mit dem ebenfalls neuen Liosil eco-Logo gekennzeichnet. Wacker nutzt damit sein auf Biomethanol basierendes Produktionsverfahren ab sofort auch im Homecare-Bereich. Dabei werden fossile Bestandteile zu 100 % durch pflanzenbasierte und damit klimaneutrale Rohstoffe kompensiert.
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Weitere Informationen: Wacker Silikone

Helly Hansen: Infinity Shell Jacke ganz ohne Chemikalien

Der Hersteller von Outdoor- und Sportbekleidung Helly Hansen Group AS, Oslo/Norwegen, erweitert für Frühjahr/Sommer 2021 die Odin-Kollektion mit der neuen Odin 9 Worlds Infinity Shell-Jacke und der Odin Minimalist Infinity Shell-Jacke. Seit über 10 Saisons wurde die Odin-Kollektion mit dem Feedback von Professionals entwickelt. Sie steht für umfassenden Wetterschutz in leichten, funktionalen Designs. Das Odin 9 Worlds Infinity Jacket wurde mit der innovativen und nachhaltigen wasserdichten sowie atmungsaktiven Technologie, Lifa Infinity Pro, ausgestattet. Mit der Lifa Technologie, einer Faser von Helly Hansen, die leicht und hydrophob ist, wird die vollständig wasserdichte sowie atmungsaktive Life Infinity Membran und die wasserabweisende Leistung des Obermaterials der Jacke ohne den Einsatz von Chemikalien erzielt. Die innovative Lifa Infinity Pro Technologie besteht aus einer Lifa Infinity Membran und einem Obermaterial, das zu 100 % aus Lifa Fasern besteht, die von sich aus hydrophob sind. Ergänzt wird die Kollektion mit dem Odin Minimalist Infinity Shell Jacket. Es besteht aus einem recycelten Obermaterial und einer PFC-freien, wasserabweisenden Beschichtung.

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Weitere Informationen: Helly Hansen

Oerlikon Nonwovens liefert neue Meltblown-Anlage nach Australien

Das Unternehmen OZ Health Plus, Queensland/Australia, errichtet die erste Produktionsanlage zur Herstellung von Vliesstoffen in Australien, die für medizinische Schutzmasken verwendet werden sollen. OZ Health Plus erwarb jetzt eine Vliesstoffanlage von Oerlikon Nonwoven, ein Bereich des Technologiekonzerns Oerlikon Management AG, Pfäffikon/Schweiz, um in Queensland eine Produktionsanlage für Spinnvlies- und Meltblown-Material in Betrieb zu nehmen. Die Anlage wird im April 2021 geliefert, eine 2. Erweiterungsstufe ist für Ende 2021 geplant. Das zukünftig produzierte Material ist für die australischen Schutzmaskenhersteller, die derzeit etwa 500 Mill. medizinische und industrielle Masken pro Jahr herstellen, von wesentlicher Bedeutung. Das Material muss derzeit aus Übersee importiert werden. Der Zugang zu diesen Materialien wurde für Australien offenbar während der Corona-Pandemie stark beeinträchtigt.

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Weitere Informationen: Oerlikon Meltblown-Vlies

Peterseim: Basaltgestick schützt vor Fouling

Demnach stellt das Textilunternehmen Helmut Peterseim Strickwaren GmbH, Mühlhausen, Manschetten aus Basaltfasern für Häfen, Fischfarmen & Off-Shore-Anwendungen her. Sie haben das Potenzial, in erheblichen Maße Wartungskosten an maritimen Anlagen unter der Wasserlinie einzusparen.
An stählernen Fundamentstützen für Schiffsanleger oder Off-Shore-Windräder angebracht, verlangsamen die weltersten Basalt-Binden beispielsweise über sensiblen Schweißstellen das sogenannte Fouling, den Aufwuchs mit Algen, Muscheln und Pflanzen. Die Ersparnisse durch verlängerte Reinigungsintervalle an maritimen Anlegern, Brücken und Windrädern lassen sich nach ersten Erkenntnissen der Anwendungspartner auf bis zu 40 % beziffern
Das hochfeste Basaltgestrick mit seinen antibakteriellen, antimikrobiellen Eigenschaften könnte auch in Fischfarmen Fouling-Prozesse verlangsamen. Die ersten Versuche sind bereits bei Aquafarming-Firmen in Norwegen angelaufen, hieß es zum gemeinsamen Projekt von Peterseim und dem Garnhersteller Alterfil Nähfaden GmbH, Oederan.

 

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Weitere Informationen: Peterseim Basaltfasern

Gore: Bis 2050 soll CO2 Neutralität erreicht werden

Der Hersteller von Funktionstextilien W. L. Gore & Associates Inc., Newark, DE/USA, stellte am 24. Juni 2020 ein neues, sogenanntes Sustainability Framework für seine Gore Fabrics Division vor. Ein zentrales Ziel von Gore innerhalb des Sustainability Frameworks ist es, die absoluten CO2-Emissionen bis 2030 signifikant zu reduzieren und auf CO2-Neutralität bis 2050 hinzuarbeiten. Impulsgeber des Sustainability Frameworks sind globale Trends und die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen (UN SDGs). Inhaltlich spiegelt das Framework das eindeutige Bekenntnis und ständige Bestreben von Gore wider, den ökologischen Fußabdruck seiner Produkte und Geschäftstätigkeit auf unserem Planeten zu reduzieren, und den gesellschaftlichen Wert, den das Unternehmen durch seine Innovationen schafft, zu maximieren. Um nachvollziehen zu können, wo welche Emissionen in welcher Größenordnung auftreten, führte die Fabrics Division im Jahr 2019 eine gründliche Analyse ihres Carbon Footprints durch. Auf der Datenbasis von 2016 folgte Gore dabei einer strengen und wissenschaftlich fundierten Methode, um – gemäß dem „Greenhouse Gas Protocol Corporate Standard“ – CO2-Ziele für seine Marke Gore-Tex zu setzen; und zwar zur Reduktion der Emissionen aus der Produktion und der zugekauften Energie sowie zur Reduktion produktbezogener Emissionen. Die Marke Gore-Tex ist ein langjähriges Mitglied der Outdoor Industry Association (OLA) und unterstützt aktiv deren Climate Action Corps. Dieses Programm hat sich zum Ziel gesetzt, gemeinsame Maßnahmen zur Verringerung der CO2-Emissionen der Outdoor-Industrie voranzutreiben

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Weitere Informationen: Gore Carbon Footprint Sustainability

HS Niederrhein: 2 Wilhelm-Lorch Förderpreise für Abschlussarbeiten

Jeweils 6000 € erhalten 2 Studierende der Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach, für ihre Abschlussarbeiten im Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik. Ausgezeichnet wurden sie am 25. Juni 2020 von der Wilhelm-Lorch-Stiftung, Frankfurt/M., die jedes Jahr im Rahmen des Forums TextilWirtschaft Preise an die bundesweit besten Abschlussarbeiten in der Textilwirtschaft vergibt sowie einzelne Hochschulprojekte fördert. In der Kategorie Technik und Mode gewann Melissa Wenning, Absolventin des Masterstudiengangs Textile Produkte, mit einer Untersuchung darüber, wie sich biologisch abbaubares Polyester für den Einsatz in Berufsbekleidung nutzen lässt. Sie erstellte die Arbeit in Kooperation mit dem Hersteller von Arbeitsbekleidung Weitblick Gottfried Schmidt OHG, Kleinostheim. In der Kategorie Wirtschaft überzeugte Marc Hübener mit einer Arbeit über das Erfolgsmodell der US-Marke Supreme, die es ohne große Werbe-Aufwendungen schafft, eine hohe Begehrlichkeit zu erzeugen. In seiner Masterarbeit, die im Bereich Management of Textile Trade and Technology geschrieben hat, stellte er fest: “Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg ist die gewollte Verknappung“. Die renommierte Wilhelm-Lorch-Stiftung geht auf den 1966 verstorbenen Gründer des Deutschen Fachverlags, Frankfurt/M. und der Textilwirtschaft Wilhelm Lorch zurück und zeichnet jedes Jahr Nachwuchskräfte und Hochschulprojekte aus.

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IVGT: Viele Unternehmen wollen Geschäftsmodelle überdenken

Ende Juni 2020 wurden die Mitgliedsunternehmen zum 4. Mal in Folge vom Industrieverband Veredlung - Garne - Gewebe - Technische Textilien e.V. (IVGT), Frankfurt/M., zur Beurteilung ihrer wirtschaftlichen Lage in Zeiten der Corona-Pandemie befragt.
Neben den immer wiederkehrenden Abfragen zu u.a. Auftragslage und Kurzarbeit war bei der aktuellen Umfrage von Interesse, ob durch die Coronakrise die Themen Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle in den Fokus gerückt sind, wie sich bestehende Geschäftsbeziehungen bisher bewährt haben und wie sich die Krise auf die Situation der Auszubildenden im Unternehmen auswirkt.
Knapp über die Hälfte aller Teilnehmer gibt an, dass die Krise ein Innovationstreiber für sie ist und ihr Augenmerk nun stärker auf die Digitalisierung gerichtet ist. Erfreulich ist der Umstand, dass der überwiegende Teil der Mitglieder (63 %) das Verhalten ihrer Lieferanten und Kunden in der Krisenzeit als mehrheitlich fair bewerten, trotzdem wollen knapp 60 % der Unternehmen ihre bisherigen Geschäftsmodelle überdenken. 7 % bewerten ihre Lieferanten und/oder Kunden im Umgang miteinander als unzureichend.
Im Vergleich zu den Monaten März, April und Mai 2020 wurden zwar in Folge weniger Aufträge storniert, allerdings kamen erneut weniger Aufträge bei der überwiegenden Anzahl der Unternehmen (81 %) im Vergleich zum Juni 2019 an. Immerhin konnten auch wieder 15 % der Unternehmen höhere Auftragseingänge melden.

 

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Weitere Informationen: IVGT Textilindustrie Coronakrise

ITA erhält 2 Auszeichnungen durch die Wilhelm-Lorch-Stiftung

Die Wilhelm-Lorch-Stiftung, Frankfurt/M., zeichnete am 25. Juni 2020 ein Projekt des Instituts für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University, Aachen, aus und vergab einen Förderpreis an die ITA-Absolventin Ricarda Wissel. Sie wurde für ihre Bachelor-Arbeit „Anwendung von elastischen Garnen aus thermoplastischem Polyurethan auf Kohlenstoffdioxid-Basis für Strümpfen“ mit einem Förderpreisgeld in Höhe von 6.000 € für eine fachspezifische Weiterbildung prämiert. Sie setzte erstmals das am ITA in einem Schmelzspinnprozess hergestellte Garn aus kohlenstoffdioxid-basiertem thermoplastischem Polyurethan erfolgreich in einem textilen Endprodukt ein. Diese Technologie wurde vom ITA-Wissenschaftler Dr. Pavan Manvi entwickelt. In Zusammenarbeit mit der Firma Falke KGaA, Schmallenberg, wurde aus diesem Garn eine Socke hergestellt. Die Entwicklung von Textilien mit digitalen Zusatzfunktionen, sogenannten „Smart Textiles“ gelten als zukunftsweisendes Forschungsfeld. Sie ermöglichen die Interaktion des Textils mit der Umgebung und dem menschlichen Anwender. Das ITA erhielt den Projektförderpreis für das Projekt „Smart Textiles – eine interdisziplinäre Ausbildung zur Förderung wissenschaftlicher Nachwuchskräfte in Zukunftstechnologien“, das der ITA-Promovend Simon Kammler bei der Wilhelm-Lorch-Stiftung eingereicht hatte. Kammler hat in seine Projekteinreichung ein Konzept für eine Vorlesungsreihe zu Smart Textiles am ITA vorgestellt und entwickelt einen neuartigen Messestand zur Messung der Kapazität und Leitfähigkeit von Fasern. Das Projekt wird von der Wilhelm-Lorch-Stiftung mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 € gefördert.
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Weitere Informationen: ITA Auszeichnung