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SGL Carbon unterstützt TU München bei Entwicklung einzigartiger Hyperloop-Kapsel

An der Technischen Universität München (TUM) in Garching wurde eine neue Hyperloop-Kapsel „Made in Germany“ präsentiert. Entwickelt und gebaut haben den Prototypen Studenten der TUM, die damit am regelmäßig stattfindenden SpaceX Hyperloop-Wettbewerb am 21. Juli in Los Angeles teilnehmen werden.
Studenten der TUM haben mit Unterstützung der SGL Carbon SE, Wiesbaden, einen nochmals verbesserten neuartigen Hyperloop-Prototypen entwickelt. Die besonders leichte und stabile Kapsel (genannt Pod) werden sie beim Hyperloop-Wettbewerb des Tesla-CEOs Elon Musk am 21. Juli 2019 in Los Angeles einsetzen. Studententeams aus der ganzen Welt wetteifern hier um das schnellste und beste Kapselsystem. Wie eine Art Rohrpost schießen die Pods dabei durch eine nahezu luftleere Röhre und loten dabei auch die Möglichkeiten für eine neue Mobilitätsform der Zukunft aus.
Seit Beginn der Hyperloop-Wettbewerbe im Jahr 2017 werden die TUM-Studenten mit Carbonfaser-Material und Know-how der SGL Carbon unterstützt. Bereits 3 Mal in Folge errang das Team der TUM den 1. Platz. 2018 schoss der Pod aus München mit 467 km/h durch die 1.200 m lange Teströhre.
Durch Optimierungen an Design und Material wiegt das Carbonbauteil der aktuellen Kapsel rund 10 % weniger als das Vorgängermodell (5,6 kg im Vergleich zu 6,1 kg). Zudem wurden die Halterungen für die Außenhülle komplett aus Carbon gebaut. So konnte das Gewicht auch hier von 1,5 kg auf 700 g halbiert werden

Quelle:
dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: SGL Carbon TU München Hyperloop Forschung

TU München: Innovative Materialien mit Carbonfasern aus Algen

Im Verbund mit heimischem Granit oder anderen Hartgesteinen ermöglichen Carbonfasern völlig neue Konstruktionsmaterialien und Baustoffe. Werden die Carbonfasern aus Algenöl hergestellt, entzieht die Herstellung der innovativen Materialien der Atmosphäre mehr Kohlendioxid als dabei freigesetzt wird. Ein von der Technischen Universität München (TUM) angeführtes Forschungsprojekt soll diese Technologien nun weiter voranbringen.
Ziel des am 1. Juli gestarteten Projekts „Green Carbon“ ist es, auf Algenbasis Herstellungsverfahren für Polymere und carbonfaserbasierte Leichtbaumaterialien zu entwickeln, die z.B. in der Flug- und Automobilindustrie eingesetzt werden können. Begleitet wird die Entwicklung von technologischen, ökonomischen und Nachhaltigkeitsanalysen. Die Forschungsarbeiten der TU München fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit etwa 6,5 Mill. Euro.
Mikroalgen können durch ihr schnelles Wachstum das Treibhausgas CO2 aktiv in Form von Biomasse speichern. Das CO2 wird u.a. in Form von Zuckern und Algenöl gebunden, aus denen mit chemischen und biotechnologischen Prozessen Ausgangsstoffe für verschiedenste industrielle Prozesse gewonnen werden können. Ölbildende Hefen erzeugen z.B. aus den Algenzuckern Hefeöl, ein Ausgangsstoff für nachhaltige Kunststoffe. Außerdem lässt sich das Hefeöl enzymatisch in Glycerin und freie Fettsäuren spalten. Die freien Fettsäuren sind Ausgangsmaterial für weitere Produkte, u.a. hochwertige Additive für Schmierstoffe; das Glycerin lässt sich in Carbonfasern umwandeln.
Im weiteren Verlauf des Projekts werden die Kunststoffe mit den Carbonfasern zu entsprechenden Verbundmaterialien zusammengeführt. Laut Projektleiter Thomas Brück, Professor für Synthetische Biotechnologie an der TU München, sind die aus Algen hergestellten Carbonfasern absolut identisch mit den derzeit in der Industrie eingesetzten Fasern und können daher für alle Standardprozesse im Flugzeug- und Automobilbau genutzt werden.
Darüber hinaus lassen sich aus Carbonfasern und Hartstein mit einem Verfahren des Industriepartners TechnoCarbonTechnologies GbR, München, neuartige Konstruktionsmaterialien herstellen. Sie haben nicht nur eine negative CO2-Bilanz, sondern sind leichter als Aluminium und stabiler als Stahl.
Das Foto zeigt das Trittbrett eines e-Scooters aus einem Verbund von Granit und Carbonfasern aus Algen.

Quelle:
dfv Mediengruppe