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18 Ergebnisse

ITA: MoonFibre – Fasern aus Mondgestein

Private und staatliche Institutionen auf der gesamten Welt verfolgen derzeit eine große Vision: Die bemannte Mondstation. Die NASA hat sich 2022 als Ziel für die nächste bemannte Mondmission definiert. Das Interesse am Mond beruht auf seltenen Rohstoffvorkommen, wie Helium-3, aber auch als Sprungbrett zu Planeten, wie dem Mars.
Doch der Aufbau von Mondstationen ist mit hohem Kostenaufwand verbunden, da der Transport von einem Kilogramm Rohstoff ca. 5.000 € beträgt. Daher existieren bereits Forschungsprojekte, die die Nutzung von Mondgestein für den Bau der Mondstationen fokussieren. Verschiedene Projekte auf der gesamten Welt nutzen hierbei den 3D-Druck des Mondgesteins. Bei diesem Prozess reichen die mechanischen Festigkeiten von 3D-Drucken jedoch bei weitem nicht aus, um einen ausreichenden Schutz der Besatzung und Einrichtungen auf dem Mond zu gewährleisten.
Im Projekt MoonFibre, beim dem das Institut für Textiltechnik (ITA) und das Institut für Struktur und Leichtbau der RWTH Aachen University Hauptpartner sind, werden die Fasern direkt aus Mondgestein hergestellt. Somit könnten Bauteile aus Basaltfaserverstärkten Mondbeton oder auch Textilien, die die Weltraumstrahlung abschirmen, direkt hergestellt werden. Damit entfallen die hohen Transportkosten zum Mond.
In einem Experimentenwürfel, der auf die Internationale Raumstation ISS geschickt wird, soll erforscht werden, wie ohne Erdgravitation im Weltraum aus Mondgestein Textilfasern gesponnen werden können. Für dieses Projekt werden auch noch weitere Partner aus der Industrie gesucht.

 

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dfv Mediengruppe

HS Niederrhein: Förderprogramm FH Basis

Die Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach, war beim Förderprogramm FH Basis erfolgreich und kann nun 2 neue Geräte für die Forschung anschaffen. Beim Förderprogramm des Kultur- und Wissenschaftsministeriums des Landes NRW wurden 39 Projektanträge zur Förderung ausgewählt. Die Hochschule Niederrhein erhält insgesamt knapp 135.000 € für die Beschaffung von 2 Maschinen.

Am Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik ist ein Forschungsprojekt in Kooperation mit Unternehmen aus der Textil- und Chemieindustrie geplant, bei dem es um digitale Druckprozesse bei der Funktionalisierung von Textilien geht. Hierzu wird ein Gerät beschafft, das in der Lage ist, beim Druck den Flug der Tinte zu beobachten und zu analysieren. Das sog. Dropwatcher-System kann durch die Kombination eines Hochgeschwindigkeits-Stroboskops mit einer Zoomkamera und der Synchronisation mit der Druckkopfausstoßfrequenz klare Bilder einzelner Tropfen im Flug aufnehmen. Eine leistungsstarke Software analysiert anschließend die Bilder.

Am Fachbereich Elektrotechnik und Informatik geht es um eine programmierbare mechanische Testplattform mit optischer Auswertung, die zur intelligenten Automatisierung manueller Prüfabläufe eingesetzt werden soll.

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: HS Niederrhein

HS Reutlingen: Studentin mit Kollektion auf Fashion Week in Vancouver und Tokio

Die Kollektion „Jaune“ der Modestudentin Annika Klaas der Hochschule Reutlingen wurde im Rahmen des Global Fashion Collective auf der Fashion Week in Vancouver/Kanada präsentiert. Dort kam die Strick-Kollektion so gut an, dass die Einladung zur Fashion Week Mitte Oktober 2018 nach Tokio/Japan folgte.

Klaas ist von den Möglichkeiten der Stricktechnologie überzeugt. Alle Teile der Kollektion wurden ausschließlich auf hochmodernen Strickmaschinen in der Hochschule gefertigt. Das Besondere daran: Zur Fertigung der Teile ist keinerlei mechanische Weiterverarbeitung mehr nötig. Die einzelnen Kleidungsstücke werden durch ein eingestricktes Gürtelsystem und ebenfalls eingestrickte Magnete zusammengehalten. Es gibt keine Knöpfe oder Schnallen. Das Kleidungsstück kommt fertig aus der Maschine und ist sofort „ready-to-wear“.

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: HS Reutlingen

Empa: Stützkorsett für historische Stahlbrücken

Ein Team des Instituts für Materialwissenschaften und Technologieentwicklung Empa, Dübendorf/Schweiz, saniert alte Eisenbrücken aus dem 19. Jahrhundert. Carbonfaser-Pflaster verstärken die mürbe werdenden Konstruktionen. Masoud Motavalli und Elyas Ghafoori haben bereits 2 alte Brücken mit dieser Methode gestützt: die Münchenstein-Eisenbahnbrücke bei Basel, Baujahr 1892, und die Diamond-Creek-Strassenbrücke in Australien, Baujahr 1896. Forschungspartner der Empa ist Alain Nussbaumer, der an der École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL), Lausanne/ Schweiz, über Ermüdung und Bruchmechanik von Stahlstrukturen forscht.
Carbonfaserverstärkte Kunststoffe (CFK) sind für Verstärkungen von Bauwerken oft Mittel der Wahl. Es ist korrosionsbeständig und zeigt keine Materialermüdung, außerdem ist es leicht und belastet das Bauwerk nicht mit zusätzlichem Gewicht, wie es eine Stahlverstärkung tun würde.

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SchäferRolls: zweites Werk in den USA

Der Hersteller von Hochleistungswalzenbezügen aus Elastomer- und Compositewerkstoffen SchaeferRolls Inc., Farmington, NH/USA, Tochterfirma von SchäferRolls GmbH & Co. KG, Renningen, baut eine Full-Service-Werkstätte in Covington, VA/USA. Das neue Werk wird sowohl für die Produktion des kompletten Produktangebots an Walzenbezügen als auch für alle mechanischen Reparatur-,
Umbau- und Schleifarbeiten ausgestattet sein.
Durch den systematischen Technologietransfer sowie durch zielgerichtete Synergien zwischen den internationalen Standorten der SchäferRolls-Gruppe, wird die neue Produktionsstätte mit einem optimalen und zukunftsorientierten Produktionsablauf ausgestattet. Der Baubeginn ist für Ende 2018 geplant. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2019 vorgesehen.

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Weitere Informationen: SchäferRolls USA Produktionsstätte

Mahlo: Automatische Richtmaschine für Ulster Carpets

Der Hersteller von Mess-, Regel- und Automatisierungssystemen Mahlo GmbH & Co. KG, Saal a.d. Donau, installierte eine spezielle Richtmaschine bei Ulster Carpets, Craigavon/Nordirland.
Die Orthopac CRVMC ist besonders für hohe mechanische Belastungen und große Arbeitsbreiten und somit speziell für Teppiche und technische Textilien geeignet. Der innovative positionierte Antrieb gewährleistet einen ständigen Kontakt zwischen Walzen und Warenbahn, unabhängig von der Gewebekonstruktion. Während des Richtprozesses wird die Kraft, die auf den Stoff wirkt, immer über die gesamte Breite verteilt. Alle gesammelten Daten können für interne und externe Statistiken genutzt werden. So ergibt sich eine größere Transparenz und eine bessere Qualitätskontrolle
Ulster Carpets fertigt Teppiche für Hotels, Kreuzfahrtschiffe und Wohnräume.

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Empa: Sensor befühlt Oberfläche von Textilien

Bei der Herstellung von Textilien sollten die Eigenschaften textiler Oberflächen exakt vorhergesagt werden können. Damit derartige Informationen reproduzierbar erzielt werden können, entwickelten Forscher des Instituts für Materialwissenschaften und Technologieentwicklung Empa, Dübendorf/Schweiz, einen neuartigen Sensor. In einer internationalen Partnerschaft mit der Université de Haute-Alsace, Mülhausen/Frankreich, entstand ein Messinstrument aus optischen Fasern, das die taktilen Eigenschaften von Textilien objektiv bewertet.
Damit der Sensor die taktilen Eigenschaften einer Oberfläche erfassen kann, wurde die menschliche Fingerkuppe als Vorbild genommen: Konzentrische Rillen im Mikrometerbereich überziehen die optischen Polymerfasern. Werden die Fasern durch die Berührung einer Textiloberfläche mechanisch beansprucht, ändert sich die Intensität ihrer Lichtübertragung. Ziel einer industriellen Anwendung des Sensors wird es sein, auf die stark subjektiven Aussagen von Probanden verzichten zu können.

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Weitere Informationen: Empa Université de Haute-Alsace

Hohenstein: Thementag Textiles Chemikalienmanagement

Die Veranstaltung „Textiles Chemikalienmanagement im Zeitalter von REACH und Co.“ der Hohenstein Institute, Bönnigheim, am 4. Juli 2018 in Bönnigheim ist speziell auf den Bedarf von Schadstoff- und Compliance-Managern, Verantwortlichen in Forschung und Entwicklung, Führungskräften in den textilen Segmenten Bekleidung, Outdoor, Dekoration, Hygiene, Automobil, Schutztextilien und technische Textilien/Vliesstoffe sowie von Führungskräften im Bereich Faserherstellung/Faserprodukte und Textilhilfsmittel zugeschnitten.
Wie in keinem anderen Wirtschaftsraum wirken die gesetzlichen Vorgaben der europäischen Chemikalienbehörde ECHA durch REACH auf Industrie, Handel und auch Verbraucher ein. Dies betrifft die Textilindustrie in besonderem Maße: hier sind die geltenden Vorgaben restriktiv gestaltet. Daraus ergeben sich für die in die Pflicht genommenen Unternehmen zahlreiche neue Herausforderungen.
Weitere Informationen unter: www.hohenstein.de

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Autefa: Förderung für Entwicklung von Faserverbund-Vliesstoffen

Mit 492.700 € unterstützt die Bayerische Forschungsstiftung die Entwicklung von innovativen Vliesstoffen im Multi-Material-Ansatz. In dem Projekt arbeiten der Textilmaschinenhersteller Autefa Solutions GmbH, Friedberg, das Werkstoffprüfungsunternehmen Mistras GMA-Holding GmbH, Düsseldorf, und Kalex Engineering GmbH, Bobingen, ein Unternehmen, das auf die Projektierung, Entwicklung, Bearbeitung und Fertigung von Hightech-Produkten für den Motorsport-Einsatz spezialisiert ist, mit der Fraunhofer-Einrichtung für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV, Augsburg, zusammen.
Ziel des Vorhabens mit der Kurzbezeichnung „CaRMA“ ist die Entwicklung von innovativen Vliesstoffen im Multi-Material-Ansatz, die die kostengünstige Produktion von Faserverbundbauteilen im leistungsfähigen Leichtbau-Design ermöglichen.
Zusätzlich zu recycelten Carbonfasern sollen dabei z. B. Naturfasern, Glasfasern oder Aramidfasern als 2. Faserkomponente in einen Vliesstoff integriert werden. Dadurch werden innovative Verbundstrukturen ermöglicht, die in ihren mechanischen, thermischen und elektrischen Eigenschaften an die jeweilige Anwendung angepasst werden können.

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ITM: Interaktive Faser-Elastomer-Verbunde

Dresdner Forscher wollen eine neue Werkstoffklasse entwickeln, bei der Aktoren und Sensoren in flexible Faserverbundwerkstoffe integriert werden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Bonn, bewilligte dazu das neue Graduiertenkolleg 2430 „Interaktive Faser-Elastomer-Verbunde“ an der TU Dresden in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden. Sprecher ist Prof. Chokri Cherif vom Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) der TU Dresden. In den nächsten 4,5 Jahren werden neben Sach- und Projektmittel insgesamt 11 Doktoranden in 11 interdisziplinären Teilprojekten gefördert.
Ziel ist die simulationsgestützte Entwicklung intelligenter Werkstoffkombinationen für sogenannte autarke Faserverbundwerkstoffe. Dabei werden Aktoren und Sensoren in die Strukturen integriert und müssen nicht mehr wie bisher nachträglich platziert werden. So werden die Systeme robuster, komplexe Vorformungsmuster lassen sich an der gewünschten Stelle maßgeschneidert einstellen – und zwar reversibel und berührungslos. Zu diesem Themenbereich wird an der TU Dresden und insbesondere auch am ITM seit Jahren intensiv geforscht.
Der innovative Ansatz besteht darin, die heute nicht verfügbare Werkstoffklasse der interaktiven Faser-Elastomer-Verbunde (I-FEV) mit strukturintegrierter Aktorik und Sensorik zu schaffen und wissenschaftlich zu durchdringen. Die Entwicklung von I-FEV erlaubt beispielsweise die geometrischen Verformungsfreiheitsgrade von mechanischen Bauteilen reversibel und berührungslos einzustellen und so sehr schnell und präzise auf variable Anforderungen der Umwelt zu reagieren.

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dfv Mediengruppe