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Tagesaktuell Branchennews und Personalia mit TextileTechnology

Happy Christmas

Ein anstrengendes und herausforderndes Jahr geht zu Ende und einmal mehr ist uns klar geworden wie wichtig die Gesundheit ist. Aber auch die Zeiten von Social Distancing haben die Menschen enger zusammengebracht. Daran sollten wir für die Zukunft anknüpfen.

Wir wünschen allen unseren Lesern ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes und erfolgreiches Jahr 2021.

 

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dfv Mediengruppe

Fraunhofer IGB: Machbarkeit einer biobasierten Kreislaufwirtschaft

Aus Abfällen gewonnene biobasierte Stoffe könnten für eine wasserabweisende Beschichtung auf Textilien eingesetzt werden. Auf Basis der aus Abwasser oder Abfall hergestellten Rohstoffe sowie anderer biogener Rohstoffe werden derzeit leistungsfähige Materialien entwickelt. Diese haben teilweise neue und zusätzliche Funktionen und sollen künftig petrochemische Materialien ersetzen.
In dem vom Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB, Stuttgart, koordinierten Projekt EVOBIO arbeiten 19 Fraunhofer-Institute an Lösungen für eine nachhaltige Wirtschaft. Es sollen neue Verfahrenskonzepte entwickelt werden, mit denen Stoffströme in bioökonomischen Prozesskreisläufen zur Herstellung optimierter Materialien für innovative Produkte genutzt werden können.
Die Forschenden haben dabei verschiedene Anwendungen im Blick: Aus Rapsextraktionsschrot hergestellte Proteine dienen z. B. als Sauerstoff-Barriereschichten auf Lebensmittelverpackungen. Proteinbasierte Nanofasermaterialien aus verschiedenen Rohstoffen wie Kidneybohnen und Raps werden für die Entwicklung von Filtermaterialien, Überzugsmitteln oder Wundauflagenmaterialien eingesetzt und Nanofaservliese aus Rapsprotein versponnen.
Es werden auch auf Basis von Proteinen Materialien mit wasserabweisenden Eigenschaften entwickelt. Sie sollen zukünftig halogenierte Kohlenwasserstoffe bei der Ausrüstung von Funktionstextilien ersetzen. In Kombination mit Polyglucosamin aus Chitin, das aus den Schalen und Panzern von Krebsen, Krabben oder Garnelen stammt, konnten die Fraunhofer-Forschenden demonstrieren, dass sich wasserabweisende und zugleich wasserdampfdurchlässige Funktionsschichten mit biobasierten und bioabbaubaren Materialien erzeugen lassen.

 

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dfv media group

MaxTex: Schulungsauftrag zum Thema Nachhaltigkeit von der GIZ

Die Vereinigung MaxTex, Frankfurt/M., gewinnt eine öffentliche Ausschreibung der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Bonn, und erhält einen umfangreichen Schulungsauftrag zum Thema Nachhaltigkeit in der Textil- und Bekleidungsindustrie.
Bereits seit 2018 bietet die Vereinigung MaxTex für Mitgliedsunternehmen und auch für externe Teilnehmer eine Reihe von Seminaren und Workshops an, die sich mit nahezu allen Aspekten nachhaltiger Wertschöpfungsketten in der Textilwirtschaft befassen.
Die Bandbreite reicht von Basiswissen zum Thema Nachhaltigkeit über Ökologie und Kreislaufwirtschaft, Sozialstandards bis hin zum Nachhaltigkeitsmanagment.
Die nun gewonnene Ausschreibung der GIZ für die Durchführung einer Seminarreihe für Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in den Niederlanden führt zu einer regionalen wie auch thematischen Weiterentwicklung der Schulungsaktivitäten. So sind bereits zum jetzigen Zeitpunkt mehr als 25 Veranstaltungen für das Jahr 2021 vorgesehen.

 

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dfv media group
Hohenstein Prüfung der Keimbelastung einer Maske

Zuse-Gemeinschaft: Materialforschung zum Schutz gegen Corona

An den Zuse-Instituten werden Textilien, Metalle, Kunststoffe nicht nur erforscht, sondern auch geprüft. In 2020 wurden an den Instituten der Deutschen Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse e.V., Berlin, Fortschritte auch in der Materialforschung, wie beispielsweise antiviral und antimikrobiell ausgestattete Oberflächen, erzielt.
Am der unabhängigen Industrieforschungseinrichtung Innovent e.V. Technologieentwicklung, Jena, konnte anhand von Modellorganismen gezeigt werden, dass antivirale Beschichtungen von Oberflächen wirken. Zum Spektrum der von Innovent genutzten Techniken gehören Beflammung, Plasmabeschichtung und das sogenannte Sol-Gel-Verfahren, bei dem organische und anorganische Stoffe bei relativ niedrigen Temperaturen in einer Schicht verbunden werden können.
Die textile Expertise zahlreicher Institute der Zuse-Gemeinschaft hat 2020 dafür gesorgt, dass anwendungsnahe Forschung sich in der Praxis der Pandemiebekämpfung bewähren konnte.
So stellte das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V. (STFI), Chemnitz, seine Forschungsanlagen auf die Produktion von Vliesstoff zur Belieferung deutscher und europäischer Hersteller von partikelfilternden Schutzmasken um.
Zur Verbesserung von Alltags- wie auch medizinischen Gesichtsmasken arbeiten die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF), Denkendorf, in Kooperation mit einem Industriepartner u.a. an wiederverwendbaren, medizinischen Gesichtsmasken aus leistungsfähigem Präzisionsgewebe in Jacquard-Webtechnik. Die Mehrfachnutzung vermeidet Abfall und etwaige Lieferengpässe.
Für alle Arten von Masken gibt es Regularien, nun auch für Alltagsmasken. Bei den Hohenstein Instituten, Bönnigheim, wird die Einhaltung von Standards für Masken überprüft. Ein neuer europäischer Leitfaden legt Mindestanforderungen für Konstruktion, Leistungsbeurteilung, Kennzeichnung und Verpackung von Alltagsmasken fest.
Atemschutzmasken (FFP 1, FFP 2 und FFP 3) werden seit Mitte dieses Jahres am Kunststoff-Zentrum (SKZ), Würzburg geprüft. Getestet werden u.a. Einatem- und Ausatemwiderstand und der Durchlass von Partikeln.
Der Kampf gegen Corona wird durch die Beiträge der Menschen gewonnen: Von Forschenden in Laboren, von Entwicklern und Herstellern in der Industrie sowie von den Bürgerinnen und Bürgern auf der Straße.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Zuse-Gemeinschaft Forschung Coronavirus

nova-Institut: Cellulose Fibre Innovation of the Year

Am 2./3. Februar 2021 während der Online-Konferenz 2nd International Conference on Cellulose Fibres organisiert vom nova-Institut GmbH, Hürth, wird erstmals der Titel „Cellulose Fibre Innovation of the Year” an die für eine Entwicklung neuer Technologien und Anwendungen in der Cellulose-Industrie vergeben.
Zu den 6 Nominierungen gehören u. a. Kompostierbare Faserprodukte aus Abfällen des Hanf- und Flachs-Anbaus von Bast Fibre Tech (Kanada), Cellulose-Nanofaser gestützte biomimetische Aerogele für EMI-Abschirmung vom Institut für Materialwissenschaften und Technologieentwicklung Empa (Schweiz), Textilfasern aus Papierzellstoff von Metsä Spring (Finnland) und auch Plastikfreie saugfähige Hygieneprodukte von Kelheim Fibres (Deutschland).
Kelheim Fibres hat eine pflanzliche Faser-Lösung für saugfähige Hygieneprodukte entwickelt. Sie besteht aus 3 Schichten mit verschiedenen Funktionen: eine weiche und atmungsfähige Oberfläche aus wasserabweisender Olea-Faser um die Haut trocken zu halten, eine zweite Schicht aus Fasern mit Ypsilon-förmigem Querschnitt, der durch die so entstehenden kapillaren Kanäle für eine effiziente Verteilung von Flüssigkeiten sorgt und ein saugfähiger Kern. Das Material kann auch für die Produktion von Textilien, wie zum Beispiel wiederverwendbarer Menstruationsunterwäsche, eingesetzt werden.

 

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dfv Mediengruppe

Findeisen: Auszeichnung für Nadelvlies-Kollektion

Für den nachhaltigen Ansatz, die durchdachte Konzeption und die anspruchsvolle Gestaltung wurde die Nadelvlies-Kollektion Finett Dimension des Herstellers von Nadelvlies-Bodenbelägen Findeisen GmbH, Ettlingen, Anfang Dezember mit dem Materialpreis 2020 ausgezeichnet.
Bei diesen Qualitäten ersetzt Non-Food-Biomasse in der Nutzschicht fossile Rohstoffe. Ermöglicht wird dies durch ein patentiertes Herstellungsverfahren, bei dem ausschließlich dorix-Fasern des Faserherstellers RadiciGroup, Gandino/Italien, zum Einsatz kommen. Dies sorgt für eine besonders hohe Maßstabilität der modularen Elemente.
Die Teppichfliesen und -planken kommen deshalb ohne bedenkliche Schwerbeschichtung aus und können wieder aufnehmbar verlegt werden. Einzelne Module können dadurch einfach und schnell ausgetauscht werden.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Findeisen GmbH Nadelvlies-Teppiche

Zimmermann: Leistungsfähige Carbon-Umwindegarne

Der Hersteller elastischer und technischer Garne W. Zimmermann GmbH & Co. KG, Weiler-Simmerberg, erweitert sein Produktportfolio im Bereich elastischer, technischer Garne und produziert künftig auch Carbon-Umwindegarne für die Bewehrung von Beton und unterschiedlicher Matrices.
Diese Garne werden zu Gelegen weiterverarbeitet, die später im Betonfertigteilneubau oder auf der Baustelle eingesetzt werden. Carbonbeton ist korrosionsfrei und zudem leichter beziehungsweise duktiler als Stahlbeton.
Der wichtigste Vorteil ist jedoch, dass die Carbongitter eine wesentlich höhere Zugfestigkeit gegenüber Stahlbewehrungen aufweisen. Durch den Einsatz der Carbon-Umwindetechnologie wird außerdem eine deutlich bessere Rissverteilung im Beton ermöglicht.
Zudem gewährleistet das neue Garn weniger Abrieb beim textilen Prozess, wodurch das Garn deutlich weniger geschädigt wird und zudem auch weniger Flusenbildung hat. Durch die gleichmäßige Oberflächenstrukturierung, welche durch den Umwindeprozess erzeugt wird, ist eine bessere Anbindung und gleichmäßigere Kraftverteilung im Beton möglich.

 

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Weitere Informationen: Zimmermann carbon reinforcements

HS Reutlingen: Gründung eines neuen Alumni-Vereins

An der Fakultät Textil & Design der Hochschule Reutlingen soll die Gemeinschaft zwischen Studierenden, Alumni und der Fakultät in Zukunft gestärkt werden, um zukunftsorientierte Bildung und Forschung zu unterstützen und Engagement von Studierenden und Alumni zu fördern. Das vielfältige Netzwerk der Fakultät wird ab sofort durch den neu gegründeten Verein TD Alumni bereichert.
Der Verein ergänzt das Angebot der Vereinigung Reutlinger Ingenieure e.V., Reutlingen, welche mit ihren Wurzeln im Bereich Textiltechnologie die Studierenden und Absolventen der Fakultät in Sachen Alumninetzwerk mit regelmäßigen virtuellen Stammtischen, persönlichen Mentoringprogrammen und diversen Veranstaltungen fördert.
Die TD Alumni setzen auf die Interdisziplinarität, Vielfalt und Zukunftsfähigkeit der Textil- und Bekleidungsindustrie und möchten vor allem die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung in den Fokus des Netzwerks stellen.
Der Vorstand des Vereins besteht aus Matthieu Heinzelmann, Simon Willburger sowie Rebekka Rüth und wird unterstützt, beraten und überprüft von einem Kuratorium bestehend aus Florianne Courtin, Katharina Hauk, Janina Hoffmann, Annika Klaas und Dr. Deniz Köksal.

 

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Weitere Informationen: HS Reutlingen Alumni

Andritz/Suominen: Ausbau der Kooperation

Der internationale Technologiekonzern Andritz AG, Graz/Österreich, unterstützt den Vliesstoffhersteller Suominen Corp. Helsinki/Finnland, bei dem Ziel führend bei Innovationen und Nachhaltigkeit für Vliesstoffe zu sein.
In den letzten Jahren wurden bei Suominen bereits einige Maschinen und Linien zur Erhöhung der Leistung modernisiert. Andritz hat mehrere Spunlace-Linien geliefert oder modernisiert. Zuletzt wurde eine Wetlace-Linie für die Produktion hochwertiger Erzeugnisse wie spülbare Feuchttücher, Baby-Feuchttücher sowie Feuchttücher für die Körperpflege und den Haushalt geliefert.
Ebenso wurde ein Serviceabkommen für Metris Remote Assistance, das dem Suominen-Bedienungspersonal volle Online-Unterstützung durch Andritz-Experten ermöglicht, unterzeichnet.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Andritz AG Suominen Vliesstoffe

Dibella: 6 t Wäsche zum Recyceln

Nach dem Start des neu initiierten Kreislauf-Konzepts im August 2020, wurden bereits 6 t aussortierter Wäschestücke an den Anbieter von Objekttextilien für den textilen Mietservice Dibella GmbH, Bocholt, zurückgegeben und in Wiederverwendungsprojekten zu Neuem umgewandelt. 

Dibella geht mit dem Projekt „Dibella up“ einen Schritt in Richtung eines vollständig geschlossenen Zyklus. Das System beinhaltet eine unbegrenzte Weiterverwendung und Rückführung der in den Textilien gebundenen Faserrohstoffe. Dafür werden die aus Wäschereien ausgesteuerten, eigenen Textilqualitäten zurückgenommen und an ausgesuchte Upcycling-Projekte weitergeleitet.
Polyester-Baumwoll-Mischgewebe werden dort zu hochwertigen Taschen verarbeitet. Reine Naturfasertextilien sowie Mischgewebe mit mindestens 50 % Baumwolle werden auf chemischem Weg in einen wichtigen Rohstoff für die Cellulosefaser-Produktion umgewandelt, während das zurückbleibende Polyester aus technischen Gründen noch in die thermische Verwertung geht.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Dibella Recycling Kreislaufwirtschaft