Textile Technology Sektion

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Tagesaktuell Branchennews und Personalia mit TextileTechnology

Testex: Neue Community Mask schützt und entlastet

Die Testex AG, Swiss Textile Testing Institute, Zürich/Schweiz, hat eine Community Mask entwickelt, die die Versorgung des Gesundheitswesens mit Einwegmasken entlasten soll. Da Masken nur bedingt alltagstauglich sind, hat die Swiss National Covid-19 Science Taskforce eine neue Empfehlung für sog. Community Masks erarbeitet, die ein eigens entwickeltes Prüflabel tragen. Diese textilen Masken sollen nicht nur schützen, sondern auch mehrfach waschbar und angenehm zu tragen sein. Sie entlasten die Versorgung mit Einwegmasken nachhaltig. Das neue Label „Textex Community Mask“, das die vom Institut für Materialwissenschaften und Technologieentwicklung Empa, Dübendorf/Schweiz, und Testex entwickelten Prüfverfahren zusammenfasst, soll Vertrauen schaffen. Produkte mit dieser Auszeichnung entsprechen den Vorgaben an Filterfunktion, Spritzwiderstand, Tragekomfort, Wiederverwendbarkeit und Textilverträglichkeit. Mehrere Schweizer Textilunternehmen produzieren zurzeit waschbare Community Masks in großen Mengen.
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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Testex Einwegmasken

Oerlikon Nonwoven: 50 Mill. Schutzmasken Made in Germany

Ab Herbst 2020 sollen in Deutschland monatlich bis zu 50 Mill. Masken der Schutzklassen FFP1 bis FFP3 für den europäischen Markt gefertigt und vertrieben werden. Die beiden neu gegründeten Unternehmen FleeceforEurope GmbH, Düsseldorf, und Lindenpartner, ein Angebot der Bechinger & Heymann Holding GmbH, Berlin, wollen dabei besonders auf Qualität setzen. Der virenabsorbierende Vliesstoff wird dann auf einer Meltblown Anlage von Oerlikon Nonwoven ein Bereich des Technologiekonzerns Oerlikon Management AG, Pfäffikon/Schweiz, mitten in Deutschland produziert. Bei Masken kann der Schutz vor Infektionen wie durch das Coronavirus nur dann gewährleistet werden, wenn die Qualität stimmt. Einerseits liegt diese in der Verarbeitung, andererseits kommt es vor allem auf das Innenleben an. Denn bei einer Atemschutzmaske der Schutzklassen FFP1-FFP3 spielt der eingearbeitete Vliesstoff die entscheidende Rolle. Mit der etablierten Meltblown-Technologie von Oerlikon Nonwoven werden die bei der Herstellung zu einem Vliesstoff verlegten Fasern anschließend elektrostatisch aufgeladen, bevor das Material in die Weiterverarbeitung gegeben wird. Die elektrostatische Aufladung sorgt dafür, dass selbst kleinste Partikel und somit auch Viren gebunden und vom Vliesstoff für einige Stunden absorbiert werden. Auf Grund der vergleichsweisen lockeren Anordnung der Fasern kann der Maskenträger dennoch gut ein- und ausatmen. Die Verantwortlichen bei Oerlikon Nonwoven sowie FleeceforEurope, die sich primär auf die Herstellung der hochwertigen Vliese konzentrieren werden, und Lindenpartner, die die Schutzmasken produzieren und vertreiben werden, sind sich sicher: Der Markt für Schutzmasken hat in Europa dauerhaft eine große Zukunft. Was in Asien bereits seit Jahren gang und gäbe ist, werde auch in Europa zur Normalität werden. Menschen würden immer häufiger mit Masken auf die Straßen gehen, um sich sowohl vor gesundheitlichen Risiken, z.B. wie jetzt in einer Pandemie, als auch zukünftig gegen zunehmende Umweltbelastungen wie Feinstaub und Abgase besser zu schützen.
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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Oerlikon Nonwoven Meltblown

IfN: Philipp Moll verstorben

Am 10. April 2020 verstarb der Visionär und Konstrukteur richtungsweisender Nähtechnologie sowie der Mitbegründer und jahrzehntelanger Vorstandsvorsitzender des Instituts für Nähtechnik (IfN), Aachen, Philipp Moll im Alter von 90 Jahren. Der Fokus seines Wirkens war über mehr als 50 Berufsjahre hinweg der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit für die Bekleidungsindustrie und anderer nähender Industriesparten. Über viele Jahre setzte er sich für die Weiterentwicklung von Innovationen in der Forschung - in Zeiten als die Bekleidungsindustrie als Wirtschaftsfaktor in Deutschland und auf europäischer Ebene noch eine Lobby hatte - ein. Mit dem Textilstandort Aachen vernetzt arbeitete er über Jahrzehnte eng mit der RWTH Aachen, dem Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University und dem Universitätsklinikum Aachen zusammen. Der Schulterschluss mit den Nähmaschinenherstellern (Strobel, Dürkopp Adler) über seinen gesamten Werdegang hinweg sicherte dabei jeweils die breite Marktdurchdringung seiner zahlreichen Entwicklungen. Auch war er an der Entwicklung des 3-dimensionalen Nähprozesses maßgeblich beteiligt, der heute die automatisierte Verarbeitung biegeschlaffer Materialien ermöglicht. Eine Vielzahl von Aggregaten aus seinen Konstruktionsbüros, zuletzt der moll automatische nähsysteme GmbH, Alsdorf, gelten inzwischen als Standard in der weltweiten Bekleidungskonfektion: darunter der Rollpikierautomat, der Rundtisch zum Vornähen und Beschneiden von Kleinteilen, Vorschubeinrichtungen (Indexer) und Peripherie zur Handhabung komplexer Nähvorgänge wie beispielsweise der Knopflochverarbeitung. Im Jahr 2015 veröffentlichte er sein Buch „Ein Leben für die Nähmaschine“.
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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Philipp Moll

Borealis: Meltblown-Produktion auf Pilotanlage in Österreich

Der Hersteller von Polyolefinen Borealis AG, Wien/Österreich, hat seine Meltblown-Pilotanlage in Linz/Österreich in kurzer Zeit umgerüstet, um das Angebot an Filtrations-Vliesstoffen aus Polypropylen (PP) für hochwertige Gesichtsmasken zu erhöhen. Dem Unternehmen ist es in kurzer Zeit gelungen die Anlage, die normalerweise ausschließlich für Entwicklungszwecke gedacht ist, auf die Produktion in kleinerem Maßstab umzustellen. Hier werden nun Meltblown-Vliesstoffe für Gesichtsmasken hergestellt. Über Kooperationspartner werden diese Filtrationsmedien weiter zu Gesichtsmasken verarbeitet. Mit dem kürzlich neu entwickelten proprietären Polypropylen (PP) Meltblown-Polymer HL912FB von Borealis können die Filtrationseigenschaften noch weiter verbessert werden. Außerdem ermöglicht es die Ausspinnung noch feinerer Fasern. Das HL912FB-PP wird zur Herstellung von Meltblown verwendet, das für kundenspezifische Einlagen in Mund-Nasen-Masken auf Baumwollbasis, für herkömmliche Mund-Nasen-Masken und auch für hochwertige Gesichtsmasken für medizinisches Fachpersonal (FFP1-FFP3) verwendet wird. Es kann bei höheren Verarbeitungstemperaturen verarbeitet werden, was die Herstellung noch feinerer Fasern ermöglicht. Nach internen Tests führt der Einsatz von HL912FB zu einer deutlichen Verbesserung der Filtrationseffizienz.
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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Borealis Polyolefin Meltblown

HS Niederrhein unterstützt van Laack bei Entwicklung von Schutzausrüstung

Textilexperten der Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach, haben den Bekleidungshersteller van Laack GmbH, Mönchengladbach, dabei unterstützt, Infektionsschutzkittel und FFP2-Schutzmasken zu entwickeln.
Es wurde ein Expertenteam zusammengestellt, das Anforderungen bezüglich Materialzusammensetzung, Vliesstoffqualitäten, chemische Ausrüstungen, Filterwirkung, Schnittgestaltung und Schweißverfahren für virendichte Nähte erarbeitete und zusammenstellte. Dabei spielte auch der Aspekt der Wiederverwendung der Produkte eine große Rolle, damit der Schutz der Menschen auch mit einem Schutz der Umwelt einhergeht.
Von diesen zur Eindämmung der Corona-Pandemie notwendigen Schutzartikeln wurden dem Land Nordrhein-Westfalen inzwischen 10 Mill. Stück zur Verfügung gestellt.
Als Dank für die Hilfe spendete van Laack 6.000 waschbare Alltagsmasken an die Hochschule Niederrhein.

 

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Jowat erhält internationales Gütesiegel

Der Klebstoffhersteller Jowat SE, Detmold, gehört zu den diesjährigen Gewinnern des Axia Best Managed Companies Award für besonders gut geführte Unternehmen. Der Axia Best Managed Companies Award (BMC) ist ein vom Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte und der „WirtschaftsWoche“ in Kooperation mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI), Berlin, in Deutschland vergebenes internationales Gütesiegel für erfolgreiche mittelständische Unternehmen.
Die Gewinner des Axia BMC Awards werden in einem mehrstufigen, aufwändigen Verfahren ermittelt.
Die Preisträger werden von einer Jury, bestehend aus renommierten Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien ausgewählt.
Der Vorstand der Jowat SE nahm den Preis am 13. Mai 2020 im unternehmenseigenen „Haus der Technik“ in Empfang. Er versteht die Auszeichnung als Anerkennung für Innovationskraft und für den Anspruch, optimale und möglichst nachhaltige Lösungen für Kunden zu entwickeln.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Jowat Klebstoffhersteller Auszeichnung

AMAC: Kooperation mit Alpha Executive Advisory

Am 18. Mai 2020 hat das Industrie- und Unternehmungsberatungsunternehmen AMAC GmbH, Aachen, unter der Leitung von Dr. Michael Effing einen Kooperationsvertrag mit Alpha Executive Advisory, Heidelberg, unterzeichnet. Es sollen gemeinsam Beratungsdienstleistungen in den Bereichen Business Coaching, Akquisitionen & Veräußerungen sowie Unternehmensumwandlungen, Krisenmanagement und Ad-Interim-Lösungen angeboten werden.
Der Fokus der Kooperation liegt darauf, Unternehmen dabei zu unterstützen, einen nächsten passenden, strategischen Schritt zu gehen sowie Unternehmensübernahmen im Bereich Expansion/Veräußerung mit guter Übereinstimmung in Bezug auf Finanzkraft und inhaltliche Passung einzuleiten. Auch sollen Eigentümerwechsel im Interimsmanagement erleichtert werden und innovative Start-up-Unternehmen dabei unterstützt werden, eine zügige Marktdurchdringung zu erlangen.

 

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Weitere Informationen: AMAC Kooperation

Weko: Kosteneffiziente Ausrüstung mit antimikrobiellen Flotten

Auch antimikrobiell ausgerüstete Textilien und Materialien können im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus‘ helfen. Bislang wurden solche Ausrüstungen hauptsächlich für den medizinischen Bedarf eingesetzt. Derzeit ist aber auch mit einer verstärkten Nachfrage aus weiteren Industrien zu rechnen. Dabei werden auch Kosteneffizienz und eine hohe reproduzierbare Qualität entscheidende Faktoren sein.
Der Hersteller von Spezialauftragssystemen Weko (Weitmann & Konrad GmbH & Co. KG), Leinfelden-Echterdingen, bietet für die Ausrüstung von Vliesstoffen und technischen Textilien die gekapselten, kontaktlosen Minimalauftragssysteme an.
Die gekapselte Applikationseinheit Weko-ProTec ermöglicht den sicheren Umgang mit Substanzen, die nicht im Arbeitsumfeld wahrnehmbar sein sollten. Das können Aerosole sein, die unangenehme Gerüche frei werden lassen, gesundheitsschädigend sind oder auch Silikone und Öle. Durch die Einhausung und die hocheffiziente Absaugung wird eine Lösung geboten, die bei der Minimalsprühapplikation eine Gesundheitsgefährdung am Arbeitsplatz minimiert und gleichzeitig unangenehme Gerüche verhindert.
Der Einsatz der notwendigen Flotten kann oftmals um bis zu 60 % reduziert werden bei gleicher Funktionsqualität. Dieser Prozess senkt auch die notwendige Trocknungsenergie und erhöht die Produktivität.
Jede Anwendung kann ein- oder beidseitig ausgeführt und auch das Penetrationsverhalten kann beeinflusst werden. Auch eine differenzierte Ausrüstung je Warenseite ist möglich.

 

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DITF: Chitinfasern – Materialien für die Medizintechnik

Chitin ist in der Natur reichlich und günstig vorhanden ist und könnte als Verbundmaterial in der Medizin zum Einsatz kommen. Denn Forscher an den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF), Denkendorf, haben ein innovatives Verfahren entwickelt, mit dem sich Chitin als Biopolymer sehr gut mit der ebenfalls natürlich vorkommenden Cellulose verbinden lässt. Das Chitin wird aus Krabbenschalen gewonnen, die es in ausreichenden Mengen gibt.
Der Weg zu dieser neuen Faser führt danach über ionische Flüssigkeiten, die das schwer lösliche Chitin umweltfreundlich für die Verbindung mit Cellulose vorbereiten.
Ionische Flüssigkeiten (ILs) sind Salze, die schon bei Temperaturen unter 100 °C flüssig sind und viele Polymere lösen können, so auch die langkettigen Polysaccharide des Chitins. Im DITF-Verfahren erreichte der Chitinanteil der biologisch abbaubaren Fasern bis zu 50%. Im Vergleich zu reinen Cellulosefasern können diese Fasern ein um 20 % - 60% erhöhtes Wasserrückhaltevermögen erreichen.
Diese neuartigen Cellulose-Chitin-Mischfaser haben ein großes wirtschaftliches Potenzial, z.B. als Wundauflagen in der Medizin, die den Heilungsprozess beschleunigen. Dafür kann besonders auch die hohe Luftdurchlässigkeit des neuen Materials sorgen.

 

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Heimtextil 2021 mit hoher Buchungszahl und neu strukturiertem Rahmenprogramm

Bereits zum aktuellen Zeitpunkt sind 95 % der zuletzt belegten Fläche der internationalen Fachmesse für Wohn- und Objekttextilien Heimtextil 2021 vom 12. - 15. Januar 2021 in Frankfurt/M. gebucht.
Neben Herstellern und Anbietern von Heim- und Haustextilien werden sich erneut in dem Areal „Textile Technologies“ Hersteller von Maschinen für den Digitaldruck und die Textilverarbeitung präsentieren. Neben den textilen Neuheiten für das Schlafzimmer bieten auch spannende Start-ups und zahlreiche internationale Firmen Produkte für einen verbesserten Schlaf an.
Das Rahmenprogramm zur Heimtextil wird neu strukturiert, um die zahlreichen Events, die auf diverse Zielgruppen ausgerichtet sind, klarer und übersichtlicher zu ordnen und eine gute Orientierung zu bieten. Die Heimtextil wird auf 3 Säulen aufgestellt: „Show“, „Trend“ und „Conference“ werden ab sofort die 3 wesentlichen Elemente der Messe sein, die den Heimtextil-Teilnehmern umfassende Informationen und Inspirationen bieten.
Zu dem sehr guten Anmeldestand zu diesem frühen Zeitpunkt sagte Olaf Schmidt, Vice President Textiles & TextileTechnologies der Messe Frankfurt: „Angesichts der Pandemie sind wir dennoch davon überzeugt, dass sich auch in Zukunft Menschen real begegnen möchten, um ihre Waren auszutauschen – nach dem Krisenjahr vielleicht sogar mehr als zuvor – und dass persönliche Kontakte die beste Voraussetzung für gute, langfristige Geschäfte sind. Virtuelle Angebote können die globale Kommunikation ergänzen. Aber die persönliche Begegnung und das haptische Erlebnis, insbesondere im Textilbereich, bleiben essentiell.“

 

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dfv Mediengruppe