Textile Technology Sektion

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Tagesaktuell Branchennews und Personalia mit TextileTechnology

USDA: Weltweit steigender Baumwoll-Verbrauch in 2020/21

Da sich die Länder von der Corona Pandemie erholen, wird erwartet, dass der Verbrauch von Baumwolle in der Saison 2020/2021 um 11 % auf mehr als 116 Mill. Ballen ansteigen wird. Jedoch wird nur ein leichter Anstieg über den Fünfjahres-Durchschnitt prognostiziert. In der letzten Saison wurde der jemals größte Rückgang in der Datenbank der USDA verzeichnet. Das ist das Ergebnis der ersten Vorhersage des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA), Washington DC/USA.
Alle 10 Verbraucherländer prognostizieren ein ungewisses Wachstum bei Rückgang der Pandemie. Es wird vorausgesagt, dass China und Indien einen Konsum von 7 Mill. Ballen haben, was zwei Drittel des globalen Wachstums ausmacht. Man rechnet mit Verzögerungen, die den globalen Verbrauch auf ein niedriges Niveau im Vergleich zu den Vorjahren begrenzen, wenn man den weltweiten Konsum bei 120 Mill. Ballen ansetzt. 2021 wird mit einem leichten Anstieg global zu Ende gehender Vorräte um 100 Mill. Ballen gerechnet, das sind 20 Mill. mehr Ballen als 2 Jahre zuvor.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: USDA

Reiff/Rösch: Aufnahme von Mund- und Nasenmasken ins Sortiment

Die Reiff Technische Produkte GmbH, Reutlingen, hat in Zusammenarbeit mit dem Wäschehersteller Rösch Fashion GmbH & Co.KG, Tübingen, Mund- und Nasenmasken für betriebliche Abnehmer ins Produktsortiment aufgenommen.
Die Masken aus Textil sind nicht zertifiziert oder geprüft und bieten keinen direkten Schutz gegen Viren oder Bakterien, verhindern aber, dass infektiöse Speicheltropfen durch Husten oder Niesen auf andere Personen übertragen werden. Sie verringern außerdem die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Träger ins Gesicht fasst und damit Viren auf die Hände überträgt.
Die Mund- und Nasenmasken sind dreilagig, bei bis zu 90°C waschbar und damit wiederverwendbar.

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Reiff Technische Produkte GmbH

VDMA TFL unterstützt Verschiebung der Texcare International auf 2021

Die internationale Leitmesse für Textilpflege Texcare International wird auf den 27. November - 1. Dezember 2021 verschoben. Der VDMA Textile Care, Fabric and Leather Technologies (VDMA TFL), München, unterstützt die die Enscheidung der Messe Frankfurt.
Angesichts der aktuellen Gegebenheiten, die durch die Coronakrise verursacht werden, die daraus resultierenden weltweiten Reisebeschränkungen sowie Kontaktverbote ist eine Verschiebung der Messe sinnvoll und nur so kann die Messe ihrem eigenen Anspruch als internationale Technologieleitmesse im Herbst 2021 wieder gerecht werden.  
Die Messe bietet den weltweiten Technologieanbietern aus dem Bereich Textil Care dann eine Plattform, um Innovationen, die neuesten Maschinen, Anlagen, Verfahren und Dienstleistungen, einem internationalen Publikum zu präsentieren.  

 

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: texcare

Mondi: Produktion von Filtervlies und medizinische Gesichtsmasken in Deutschland

Das Verpackungs- und Papierunternehmen Mondi Group, Wien/Österreich, wird im Betrieb in Gronau neue Anlagen zur Fertigung von Filtervlies und OP-Masken aufbauen und leistet somit einen Beitrag, um der Verbreitung des Coronavirus‘ entgegenzuwirken. Mondi reagiert damit auf den gestiegenen Bedarf an OP-Masken und Filtervlies (meltblown nonwovens) im Gesundheitsfaktor, bei Herstellern und Endkunden.
Auf der neuen Produktionsanlagen können dann mehr als 1 Mill. OP-Masken am Tag produziert werden.
Mondi Gronau zeichnet sich durch langjährige Erfahrung bei der Verarbeitung von Vliesstoffen aus. Angesichts der Knappheit an Filtervlies am Markt wird das Werk in Gronau ca. 50 % der dortigen Produktion anderen Herstellern von OP-Masken in Europa anbieten. Filtervlies bzw. Meltblown-Vlies verfügt über eine bessere Filterfunktion als Baumwolle und erfüllt die Anforderungen medizinischer OP-Masken des Typs IIR in Bezug auf bakterielle Filterleistungen und Atemwiderstand.

 

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dfv Mediengruppe

Starlinger: Neue Rundwebmaschine komplettiert Portfolio

Speziell für den südostasiatischen Markt produziert der Hersteller von Anlagen zur Erzeugung gewebter Kunststoffsäcke Starlinger & Co. Ges.m.b.H, Wien/Österreich, die Rundwebmaschinen-Serie RX. Mit der RX 8.1 wird die Serie um eine Rundwebmaschine erweitert, die sich besonders für die Herstellung von leichtem Gewebe für 1-Loop-FIBCs, Planen sowie Geo- und Agrotextilien aus PP, HDPE und PET eignet. In Kombination mit der RX 6.0, RX 6.1 und RX 8.2 bietet Starlinger Taicang Ltd., Taicang/China, die passende Rundwebmaschine für jede Gewebebreite.
Die neue Starlinger Rundwebmaschine RX 8.1 produziert Gewebe mit einer Breite von 1200 – 1700 mm, das sich optimal für 1-Loop-FIBCs, Planengewebe sowie Geo- und Agrotextilien eignet. Das Modell komplettiert die RX-Serie, die damit jede Arbeitsbreite zwischen 300 und 2250 mm abdeckt.
Die Serie RX verfügt über ein Riet- und Schützendesign, das komplett ohne Gleitteile auskommt und dadurch keine Ölspuren auf dem Gewebe hinterlässt. Weitere Vorteile sind Benutzerfreundlichkeit, energiesparende Motoren sowie ein niedriger Geräuschpegel.
Die neue Maschine soll offiziell auf der Kunststoff-Messe Chinaplas 2021 vom 13.-16. April 2021 in Shanghai/China vorgestellt werden.

 

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Enka: Schutzschirmverfahren für Sanierung

Der Hersteller von Viskosefilamentgarn Enka GmbH & Co. KG, Obernburg, nutzt ein Schutzschirmverfahren für eine Neuaufstellung des Geschäftsbetriebs, um somit die Folgen der Corona-Pandemie für das Unternehmen abzumildern. Einen entsprechenden Antrag stellte die Geschäftsführung am 12. Mai 2020 beim zuständigen Amtsgericht Aschaffenburg. Andere Gesellschaften der Enka-Gruppe bleiben von dem Verfahren unberührt. Der Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter.
Durch den Ausbruch des Coronavirus‘ sind die weltweiten Lieferkette schwer getroffen. Auch für die Enka ist das Geschäft seit Ende März größtenteils zum Erliegen gekommen, denn bei den meisten Kunden, die im Norden Italiens und in anderen europäischen Ländern produzieren, standen die Maschinen still.
Bei einem Schutzschirmverfahren bleibt die Geschäftsführung voll handlungsfähig und kann uneingeschränkt agieren. Ziel eines solchen Verfahrens ist die Sanierung des Unternehmens. Unterstützt wird die Geschäftsführung dabei von dem Sanierungsexperten Detlef Specovius von Schultze & Braun GmbH & Co. KG, Achern.
Enka erwirtschaftete 2019 mit 268 Mitarbeitern etwa 42 Mill. € Umsatz.

 

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HS Reutlingen: Projektaufruf für „Interdisziplinäres Entwicklungsprojekt“

Im Rahmen des Master-Studiengangs „Interdisziplinäre Produktentwicklung“ der Hochschule Reutlingen, Reutlingen, wird im 2. Semester ein interdisziplinäres Projektteam gebildet. Hier arbeiten die Studierenden an einer fachübergreifenden Problemstellung. Dabei wird die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Expertisen sowie die wissenschaftliche Arbeitsweise erlernt. Die Aufgabenstellung erfolgt anhand aktuell laufender Forschungs- oder Industrieprojekte. Vertieft wird die wissenschaftliche Arbeitsweise mit einer Recherche und einem Kolloquium, die begleitend zum interdisziplinären Entwicklungsprojekt laufen.
Hierfür können sich Firmen oder Forschungsinstitute mit interessanten Fragestellungen melden und diese bis zum 12. Juni 2020 einreichen. Die Themen sollen am 14. Juli 2020 an der Hochschule oder per Onlinekonferenz im Rahmen der Projektbörse vorgestellt werden. Für die Themenstellung gibt es eine Einführungsveranstaltung zum Ende des 1. Semesters, in der aktuelle Forschungsthemen vorgestellt werden, zu denen Projektarbeiten erstellt werden können. Das interdisziplinäre Entwicklungsprojekt umfasst ca. 4-5 Monate.

 

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Weitere Informationen: HS Reutlingen Entwicklungsprojekt

Testex: Neue Community Mask schützt und entlastet

Die Testex AG, Swiss Textile Testing Institute, Zürich/Schweiz, hat eine Community Mask entwickelt, die die Versorgung des Gesundheitswesens mit Einwegmasken entlasten soll. Da Masken nur bedingt alltagstauglich sind, hat die Swiss National Covid-19 Science Taskforce eine neue Empfehlung für sog. Community Masks erarbeitet, die ein eigens entwickeltes Prüflabel tragen. Diese textilen Masken sollen nicht nur schützen, sondern auch mehrfach waschbar und angenehm zu tragen sein. Sie entlasten die Versorgung mit Einwegmasken nachhaltig. Das neue Label „Textex Community Mask“, das die vom Institut für Materialwissenschaften und Technologieentwicklung Empa, Dübendorf/Schweiz, und Testex entwickelten Prüfverfahren zusammenfasst, soll Vertrauen schaffen. Produkte mit dieser Auszeichnung entsprechen den Vorgaben an Filterfunktion, Spritzwiderstand, Tragekomfort, Wiederverwendbarkeit und Textilverträglichkeit. Mehrere Schweizer Textilunternehmen produzieren zurzeit waschbare Community Masks in großen Mengen.
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Weitere Informationen: Testex Einwegmasken

Oerlikon Nonwoven: 50 Mill. Schutzmasken Made in Germany

Ab Herbst 2020 sollen in Deutschland monatlich bis zu 50 Mill. Masken der Schutzklassen FFP1 bis FFP3 für den europäischen Markt gefertigt und vertrieben werden. Die beiden neu gegründeten Unternehmen FleeceforEurope GmbH, Düsseldorf, und Lindenpartner, ein Angebot der Bechinger & Heymann Holding GmbH, Berlin, wollen dabei besonders auf Qualität setzen. Der virenabsorbierende Vliesstoff wird dann auf einer Meltblown Anlage von Oerlikon Nonwoven ein Bereich des Technologiekonzerns Oerlikon Management AG, Pfäffikon/Schweiz, mitten in Deutschland produziert. Bei Masken kann der Schutz vor Infektionen wie durch das Coronavirus nur dann gewährleistet werden, wenn die Qualität stimmt. Einerseits liegt diese in der Verarbeitung, andererseits kommt es vor allem auf das Innenleben an. Denn bei einer Atemschutzmaske der Schutzklassen FFP1-FFP3 spielt der eingearbeitete Vliesstoff die entscheidende Rolle. Mit der etablierten Meltblown-Technologie von Oerlikon Nonwoven werden die bei der Herstellung zu einem Vliesstoff verlegten Fasern anschließend elektrostatisch aufgeladen, bevor das Material in die Weiterverarbeitung gegeben wird. Die elektrostatische Aufladung sorgt dafür, dass selbst kleinste Partikel und somit auch Viren gebunden und vom Vliesstoff für einige Stunden absorbiert werden. Auf Grund der vergleichsweisen lockeren Anordnung der Fasern kann der Maskenträger dennoch gut ein- und ausatmen. Die Verantwortlichen bei Oerlikon Nonwoven sowie FleeceforEurope, die sich primär auf die Herstellung der hochwertigen Vliese konzentrieren werden, und Lindenpartner, die die Schutzmasken produzieren und vertreiben werden, sind sich sicher: Der Markt für Schutzmasken hat in Europa dauerhaft eine große Zukunft. Was in Asien bereits seit Jahren gang und gäbe ist, werde auch in Europa zur Normalität werden. Menschen würden immer häufiger mit Masken auf die Straßen gehen, um sich sowohl vor gesundheitlichen Risiken, z.B. wie jetzt in einer Pandemie, als auch zukünftig gegen zunehmende Umweltbelastungen wie Feinstaub und Abgase besser zu schützen.
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Weitere Informationen: Oerlikon Nonwoven Meltblown

IfN: Philipp Moll verstorben

Am 10. April 2020 verstarb der Visionär und Konstrukteur richtungsweisender Nähtechnologie sowie der Mitbegründer und jahrzehntelanger Vorstandsvorsitzender des Instituts für Nähtechnik (IfN), Aachen, Philipp Moll im Alter von 90 Jahren. Der Fokus seines Wirkens war über mehr als 50 Berufsjahre hinweg der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit für die Bekleidungsindustrie und anderer nähender Industriesparten. Über viele Jahre setzte er sich für die Weiterentwicklung von Innovationen in der Forschung - in Zeiten als die Bekleidungsindustrie als Wirtschaftsfaktor in Deutschland und auf europäischer Ebene noch eine Lobby hatte - ein. Mit dem Textilstandort Aachen vernetzt arbeitete er über Jahrzehnte eng mit der RWTH Aachen, dem Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University und dem Universitätsklinikum Aachen zusammen. Der Schulterschluss mit den Nähmaschinenherstellern (Strobel, Dürkopp Adler) über seinen gesamten Werdegang hinweg sicherte dabei jeweils die breite Marktdurchdringung seiner zahlreichen Entwicklungen. Auch war er an der Entwicklung des 3-dimensionalen Nähprozesses maßgeblich beteiligt, der heute die automatisierte Verarbeitung biegeschlaffer Materialien ermöglicht. Eine Vielzahl von Aggregaten aus seinen Konstruktionsbüros, zuletzt der moll automatische nähsysteme GmbH, Alsdorf, gelten inzwischen als Standard in der weltweiten Bekleidungskonfektion: darunter der Rollpikierautomat, der Rundtisch zum Vornähen und Beschneiden von Kleinteilen, Vorschubeinrichtungen (Indexer) und Peripherie zur Handhabung komplexer Nähvorgänge wie beispielsweise der Knopflochverarbeitung. Im Jahr 2015 veröffentlichte er sein Buch „Ein Leben für die Nähmaschine“.
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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Philipp Moll