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Tagesaktuell Branchennews und Personalia mit TextileTechnology

OETI: Neue Niederlassung in Kroatien

Das Institut OETI – Institut für Ökologie, Technik und Innovation GmbH, Wien/Österreich, eröffnete eine Verkaufsniederlassung für Oeko-Tex Zertifizierungen in Kroatien. Das OETI hat auf dem Balkan bereits Niederlassungen in Serbien und Nordmazedonien.
Ausschlaggebend für OETI’s Entscheidung seine Präsenz in der Region zu verstärken, ist die gute Wachstumsentwicklung des Textilexport-Markts. Zusätzlich verlegen einige Brands ihre Produktionen auf den Balkan.
Neben den Oeko-Tex-Zertifizierungen bietet das OETI auch umfassende Prüfservices für Fußbodentechnik und Innenraumausstattung, Textiltechnik und Persönliche Schutzausrüstungen (PSA) in Kroatien an.

Bild: OETI

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Weitere Informationen: OETI Verkaufsniederlassung Kroatien

SGL Carbon: 1.000.000. Blattfeder aus glasfaserverstärktem Kunststoff

Die SGL Carbon SE, Wiesbaden, setzt die vollautomatische Produktion von Bauteilen aus Verbundwerkstoff für die Automobilindustrie am Standort Innkreis/Österreich fort und lieferte die millionste Composite-Blattfeder für Volvo Cars Corp., Göteborg/Schweden.
Mit dieser vollautomatisierten und skalierbaren Serienproduktion von Blattfedern auf Basis von glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) setzt die SGL Carbon eines der größten Programme für Composite-Bauteile innerhalb der Automobilindustrie um. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Stahlblattfeder, die bis zu 15 kg wiegen kann, liegt das Gewicht einer vergleichbaren GFK-Blattfeder bei nur 6 kg, womit sie um bis zu 65 % leichter ist. Neben dieser Gewichtsreduzierung nimmt die Composite-Blattfeder auch weniger Platz ein und trägt zu einem ruhigen Fahrverhalten bei. Zudem ermöglicht die Verbundbauweise eine Anpassung der Feder an verschiedene Modelle, was dem Hersteller eine hohe Flexibilität verleiht und zusätzlich Kosten spart. Die Blattfeder ist ein Teil der globalen SPA-Fahrzeugplattform von Volvo und wird mittlerweile in verschiedenen Volvo-Modellen eingesetzt. Ähnliche Konzepte setzt die SGL Carbon derzeit auch gemeinsam mit anderen Automobilherstellern aus Europa und Nordamerika um.

Bild: Jürgen Köhler, Vorstandsvorsitzender der SGL Carbon, und Herwig Fischer, Geschäftsführer der SGL Carbon

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Weitere Informationen: SGL Carbon Glasfasern GFK

Rieter: Geringere Nachfrage bei Neumaschinen in HJ 1/2019

Im 1. Halbjahr 2019 verzeichnete der Textilmaschinenhersteller Rieter Holding AG, Winterthur/Schweiz, einen Auftragsrückgang von 26 % auf 378,3 Mill. sfr. Grund dafür war die niedrige Nachfrage im Neumaschinengeschäft. Der Umsatz ging in diesem Zeitraum um 19 % auf 416,1 Mill. sfr zurück. Daraus resultierend ergab sich ein Betriebsergebnis (EBIT) von -1,2 Mill. sfr (HJ 1/2018: +14,1 Mill. sfr).
In den asiatischen Ländern (ohne China, Indien und Türkei) sanken die Umsätze um 17 % auf 165,4 Mill. sfr. In Vietnam und Pakistan hingegen konnte der Umsatz gegenüber der Vorjahresperiode gesteigert werden. In China sank der Umsatz um 12 % und erreichte 72,6 Mill. sfr. Demgegenüber konnte der Umsatz in Indien um 11 % auf 66,7 Mill. sfr gesteigert werden. In der Türkei gingen die Umsätze um 58 % auf 24,5 Mill. sfr zurück. In Nord- und Südamerika verringerte sich das Umsatzniveau um 8 % auf 54.8 Mill. sfr. In der Region Europa belief sich der Umsatz auf 23,1 Mill. sfr (-13 %) und in Afrika auf 9,0 Mill. sfr (-68 %).
Rieter geht für das 2. Halbjahr 2019 von keiner signifikanten Belebung des Markts aus.

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Weitere Informationen: Rieter Rieter Holding Ltd. Umsatz

Cotton Inc.: Elastische Baumwollkleidung aus 100 % Baumwolle

Das Forschungsunternehmen Cotton Incorporated, Cary, NC/USA, präsentierte das elastische Bekleidungsgeweb Natural Stretch aus 100 % Baumwolle ohne Einsatz von Elastanen. Normale Baumwollgewebe verfügen über eine elastische Dehnbarkeit von 3-6 %. Bei Natural Stretch entsteht der höhere Stretcheffekt durch ein spezielles mechanisches Herstellungsverfahren. Das Material bietet komfortable Stretcheigenschaften in Kombination mit der Natürlichkeit und Weichheit von Baumwolle. Das Material verliert beim Tragen nicht an Elastizität. Die Stoffe können sowohl zu Hemden und Blusen wie auch zu Denimjeans sowie Röcken etc. verarbeitet werden. Lizenznehmer für die Herstellung und den Vertrieb von Natural Stretch-Geweben gibt es bislang in Peru, Hongkong, China, Taiwan, Thailand, Südkorea und Indonesien.

Fotoquelle: Spoerry 1866 AG

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Weitere Informationen: Cotton Inc. Textilforschung

Kelheim Fibres: World of Wipes Innovation Award

Dem Hersteller von Viskosespezialfasern Kelheim Fibres GmbH, Kelheim, wurde im Rahmen der World of Wipes in Atlanta, GA/USA, der World of Wipes Innovation Award verliehen. Die Auszeichnung würdigt die Faserneuentwicklung Danufil QR, eine positiv geladene Viskosefaser, die speziell für den Einsatz in Desinfektionswischtüchern kreiert wurde: Sie bindetweniger als 10 % der „Quats“ (Quaternäre Ammoniumverbindungen), sodass dieses gebräuchliche Desinfektionsmittel im Tuch effektiv seine Wirkung entfalten kann. Danufil QR-Fasern bestehen vollständig aus dem erneuerbaren Rohstoff Zellulose und sind damit zu 100 % biologisch abbaubar. Sie können mit allen Vliesstoff-Technologien problemlos verarbeitet werden.

Bild: Helmut Lauterbach, Kelheim Fibres, erhält den WOW Innovation Award vom INDA-Präsidenten Dave Rousse (© INDA)

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OutDoor by ISPO 2019: Branche zeigt sich immer nachhaltiger

Mit 1.018 Ausstellern – 84 % internationale Aussteller – und mehr als 22.000 Fachbesuchern fand die 1. OutDoor by ISPO vom 30. Juni bis 3. Juli in München statt. Zu den stärksten Ländern zählten Deutschland, UK, Italien, die Niederlande, China, Schweden und die USA. Etwa 2/3 der Fachbesucher kamen aus dem Ausland. Die besucherstärksten Länder waren nach Deutschland Italien, Österreich, Schweiz, UK, Frankreich und die Niederlande.
Die präsentierten Themen reichten von den klassischen Outdoor-Aktivitäten wie Wandern oder Klettern über Trailrunning, Wassersport und Urban Outdoor bis hin zur erstmaligen Integration von Adventure Travel und Bike. Guten Zuspruch erfuhr das neue Segment Cross-Industry mit Präsentationen der Fachmessen automatica, electronica, Expo Real, IFAT, Lopec, Laser World of Photonics und transport logistic sowie Vorträge von Branchenvertretern, die Potenziale für die Zusammenarbeit mit anderen Branchen außerhalb von „Outdoor“ aufzeigten.
Über alle Segmente hinweg war ein Thema allgegenwärtig: Nachhaltigkeit ist längst zu einem absoluten Muss für die gesamte Outdoor-Industrie geworden. Branchengrößen wie adidas oder Vaude aber auch kleinere Firmen wie Picture Organic Clothing, Pyua oder der Newcomer Palgero beweisen, dass recycelte Polyesterfasern ebenso wie Naturmaterialien – z.B. Fasern aus Holz oder Braunalgen – echte Alternativen zu konventionellen Chemiefasern darstellen.

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Weitere Informationen: OutDoor Show ISPO 2019 Nachhaltigkeit

Carrington Textiles Middle East gegründet

Um die Garderobe der Berufstätigen in der Öl- und Gasindustrie, aber auch in anderen Branchen der Golfkooperationsstaaten komfortabler, leichter und sicherer zu machen, gründete Carrington Textiles, Adlington/Großbritannien, ein Joint Venture im Mittleren Osten. So können die Kunden aus Industrie, Gesundheitswesen und Behörden sowie Highend-Konfektionäre schneller und direkt mit regional geeigneten Geweben beliefert werden.
Carrington Textiles Middle East, Sharjah (Nähe Dubai)/VAE, wird ab sofort die Nachfrage der Region an leichten, komfortablen Flammschutz- und Berufskleidungsgeweben direkt ab Lager Sharjah erfüllen.
Die neue Tochtergesellschaft bevorratet 150.000 m leichtgewichtiger Berufs- und Schutzkleidungsgewebe mit einem hohen Baumwollanteil und wird die 6 Staaten des Goldkooperationsrats (GCC) Bahrain, Katar, Kuwait, das Königreich Saudi-Arabien, das Sultanat Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate bedienen.
Im Mittleren Osten dominieren Flammschutzgewebe aus synthetischen Fasern. Carrington ist jedoch davon überzeugt, dass die eigenen auf Naturfasern basierenden Flamm- und Hitzeschutzgewebe eine höhere Leistungsfähigkeit in Bezug auf Komfort, Haltbarkeit und UV-Beständigkeit bieten und gleichzeitig dem Träger eine hohe Sicherheit gegen Hitze und Flammen verleihen. Daher konzentriert sich das Joint Venture auf den Vertrieb von Flametuff 250 AS. Das ausgerüstete, antistatische und leichte Flammschutzgewebe (250 g/m²) aus Baumwolle entspricht dem amerikanischen Standard NFPA 2112. Für das Gesundheitswesen wird das 195 g/m² leichte Mischgewebe Teredo angeboten. Auch im Portfolio ist das leichtgewichtige, komfortable Schutzgewebe Flameshield 230 aus intrinsisch modifizierter, flammhemmender Baumwolle für Berufskleidung.

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SGL Carbon unterstützt TU München bei Entwicklung einzigartiger Hyperloop-Kapsel

An der Technischen Universität München (TUM) in Garching wurde eine neue Hyperloop-Kapsel „Made in Germany“ präsentiert. Entwickelt und gebaut haben den Prototypen Studenten der TUM, die damit am regelmäßig stattfindenden SpaceX Hyperloop-Wettbewerb am 21. Juli in Los Angeles teilnehmen werden.
Studenten der TUM haben mit Unterstützung der SGL Carbon SE, Wiesbaden, einen nochmals verbesserten neuartigen Hyperloop-Prototypen entwickelt. Die besonders leichte und stabile Kapsel (genannt Pod) werden sie beim Hyperloop-Wettbewerb des Tesla-CEOs Elon Musk am 21. Juli 2019 in Los Angeles einsetzen. Studententeams aus der ganzen Welt wetteifern hier um das schnellste und beste Kapselsystem. Wie eine Art Rohrpost schießen die Pods dabei durch eine nahezu luftleere Röhre und loten dabei auch die Möglichkeiten für eine neue Mobilitätsform der Zukunft aus.
Seit Beginn der Hyperloop-Wettbewerbe im Jahr 2017 werden die TUM-Studenten mit Carbonfaser-Material und Know-how der SGL Carbon unterstützt. Bereits 3 Mal in Folge errang das Team der TUM den 1. Platz. 2018 schoss der Pod aus München mit 467 km/h durch die 1.200 m lange Teströhre.
Durch Optimierungen an Design und Material wiegt das Carbonbauteil der aktuellen Kapsel rund 10 % weniger als das Vorgängermodell (5,6 kg im Vergleich zu 6,1 kg). Zudem wurden die Halterungen für die Außenhülle komplett aus Carbon gebaut. So konnte das Gewicht auch hier von 1,5 kg auf 700 g halbiert werden

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Weitere Informationen: SGL Carbon TU München Hyperloop Forschung

CHT Gruppe: Erneuter Umsatzrekord in 2018

Zum 6. Mal in Folge konnte der Spezialchemikalienhersteller CHT R. Beitlich GmbH, Tübingen, das Geschäftsjahr mit einem Umsatzrekord abschließen. Der Umsatz stieg um 12 % auf 513 Mill. €.
Das klare Bekenntnis zu Nachhaltigkeit zahlte sich nicht nur durch Auszeichnungen und Preise aus. Besonders im traditionellen Geschäftsbereich der Textilchemie, ist die CHT Gruppe mit ihrem nachhaltigen Kernsortiment und den effizienten und ressourcensparenden Prozessführungen ein Vorreiter. Aktuell liegt der Entwicklungsschwerpunkt auf dem Fokus der Kreislaufwirtschaft. Auch im Bereich des PET-Kunststoffrecyclings wurden Konzepte und Produkte entwickelt, die den Prozess von der PET-Flasche hin zur Babywindel unterstützen.
Darüber hinaus sorgte die Geschäftsentwicklung mit Textilfarbstoffen 2018 für einen unerwartet starken Umsatzbeitrag, da das Unternehmen aufgrund gelungener Sourcingstrategien auch bei den Farbstoffklassen lieferfähig geblieben war, die rohstoffbedingt von einer Verknappung betroffen waren. Auch die Investition in Silikonspezialitäten 2017, durch die Akquisition der ICM Silicones Group, verlief 2018 in einem äußerst schwierigen Marktumfeld sehr positiv, obwohl die Verknappung von Silikonrohstoffen im Weltmarkt bei gleichbleibend hoher Nachfrage zu extremen Preisanstiegen geführt hat.
Hinsichtlich des Ergebnisses konnte die CHT Gruppe 2018 insbesondere aufgrund der Rohstoffkostenproblematik die Erwartungen nicht erfüllen. Bei einigen Rohstoffgruppen wurden bis Mitte 2018 massive Kostensteigerungen von über 80 % verzeichnet.
Für 2019 wird u.a. aufgrund der politischen und volkswirtschaftlichen Risiken ein eher moderates Umsatzwachstum erwartet. Aufgrund zunehmender Handelskonflikte, insbesondere zwischen den USA und China ist die Marktbearbeitung nicht einfacher geworden. Der Fokus wird auf die strategische Neuausrichtung der Region Südostasien gerichtet, die aktuell vom Handelskonflikt profitiert.
Finanziell hat sich die CHT Gruppe für 2019 das Ziel gesetzt, weiterhin profitabel zu wachsen und damit das Ergebnis gegenüber Vorjahr deutlich zu steigern.

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Weitere Informationen: CHT Gruppe Umsatz Jahresumsatz

TU München: Innovative Materialien mit Carbonfasern aus Algen

Im Verbund mit heimischem Granit oder anderen Hartgesteinen ermöglichen Carbonfasern völlig neue Konstruktionsmaterialien und Baustoffe. Werden die Carbonfasern aus Algenöl hergestellt, entzieht die Herstellung der innovativen Materialien der Atmosphäre mehr Kohlendioxid als dabei freigesetzt wird. Ein von der Technischen Universität München (TUM) angeführtes Forschungsprojekt soll diese Technologien nun weiter voranbringen.
Ziel des am 1. Juli gestarteten Projekts „Green Carbon“ ist es, auf Algenbasis Herstellungsverfahren für Polymere und carbonfaserbasierte Leichtbaumaterialien zu entwickeln, die z.B. in der Flug- und Automobilindustrie eingesetzt werden können. Begleitet wird die Entwicklung von technologischen, ökonomischen und Nachhaltigkeitsanalysen. Die Forschungsarbeiten der TU München fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit etwa 6,5 Mill. Euro.
Mikroalgen können durch ihr schnelles Wachstum das Treibhausgas CO2 aktiv in Form von Biomasse speichern. Das CO2 wird u.a. in Form von Zuckern und Algenöl gebunden, aus denen mit chemischen und biotechnologischen Prozessen Ausgangsstoffe für verschiedenste industrielle Prozesse gewonnen werden können. Ölbildende Hefen erzeugen z.B. aus den Algenzuckern Hefeöl, ein Ausgangsstoff für nachhaltige Kunststoffe. Außerdem lässt sich das Hefeöl enzymatisch in Glycerin und freie Fettsäuren spalten. Die freien Fettsäuren sind Ausgangsmaterial für weitere Produkte, u.a. hochwertige Additive für Schmierstoffe; das Glycerin lässt sich in Carbonfasern umwandeln.
Im weiteren Verlauf des Projekts werden die Kunststoffe mit den Carbonfasern zu entsprechenden Verbundmaterialien zusammengeführt. Laut Projektleiter Thomas Brück, Professor für Synthetische Biotechnologie an der TU München, sind die aus Algen hergestellten Carbonfasern absolut identisch mit den derzeit in der Industrie eingesetzten Fasern und können daher für alle Standardprozesse im Flugzeug- und Automobilbau genutzt werden.
Darüber hinaus lassen sich aus Carbonfasern und Hartstein mit einem Verfahren des Industriepartners TechnoCarbonTechnologies GbR, München, neuartige Konstruktionsmaterialien herstellen. Sie haben nicht nur eine negative CO2-Bilanz, sondern sind leichter als Aluminium und stabiler als Stahl.
Das Foto zeigt das Trittbrett eines e-Scooters aus einem Verbund von Granit und Carbonfasern aus Algen.

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