vti: Starker Umsatzeinbruch in 2020

vti: Starker Umsatzeinbruch in 2020

Im Jahr 2020 gingen bedingt durch die Coronakrise die Umsätze in der ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie auf Basis vorläufiger Schätzungen um über 11 % im Vergleich zum Vorjahr zurück, wobei der Bekleidungssektor mit einem Rückgang um 35 % weit stärker betroffen ist als die Textilsparte. Bereits 2019 musste die Branche einen Umsatzrückgang hinnehmen.
In ähnlicher Größenordnung schrumpften 2020 auch die Exporte. Der Beschäftigungsabbau fiel bislang relativ moderat aus, da viele Firmen die Kurzarbeiterregelungen nutzen und versuchen, ihre Stammbelegschaften zu erhalten. Lichtblicke für 2021 sieht der Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V. (vti), Chemnitz, bei den technischen Textilien, die in den vergangenen Wochen - insbesondere aus der Fahrzeugindustrie - wieder stärker nachgefragt wurden.
Der vti fordert auch Entscheider in Politik und Behörden sowie in Klinik und Pflege auf, künftig weit mehr Gesundheitsschutz-Textilien bei heimischen Herstellern zu ordern als bisher. Als zu Jahresbeginn 2020 weltweit Lieferketten zusammenbrachen, hatten sich sowohl Behörden als auch viele Pflege- und Gesundheitseinrichtungen mit der Bitte um Hilfe an Textilfirmen gewandt. Viele Hersteller brachten kurzfristig sowohl Alltagsmasken als auch im Gesundheitswesen verwendbare Schutztextilien auf den Markt.

 

Quelle:
dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: vti