Oerlikon: Coronakrise führt zu Umsatzeinbruch in Q1/2020

Oerlikon: Coronakrise führt zu Umsatzeinbruch in Q1/2020

Seit Anfang 2020 hat die Corona-Pandemie massive Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, Unternehmen und das Alltagsleben.
Im 1. Quartal 2020 ging der Umsatz Segments Manmade Fibers des Technologiekonzern Oerlikon Management AG, Pfäffikon/Schweiz, um 19,3% auf sfr 205 Mill. zurück. Dies ist auf die Lockdown-Maßnahmen in China, und die geringere Nachfrage nach Anlagen und Systemen für spezielle Filamente (Teppich- und Industriegarn) und Anlagenbau (Polymerisation, Stapelfasern und Vliesstoffe) zurückzuführen, besonders in Nordamerika, Europa und Asien. Das Betriebsergebnis (EBIT) lag im 1. Quartal 2020 bei sfr 11 Mill. (Q1/2019: sfr 27 Mill.)
Das Segment unterzeichnete mit 3 der weltweit führenden Chemiefaserherstellern in China neue Verträge für Filamentspinnanlagen. Die 3 Projekte haben einen Gesamtwert von über sfr 600 Mill. Ein geringfügiger Teil davon wird im Auftragseingang 2020 verbucht, der Großteil wird auf die Jahre 2021 und 2022 entfallen. Trotz der neuen Verträge sanken die Aufträge des Segments im 1. Quartal um 51,4% auf sfr 144 Mill. Dies ist teilweise zurückzuführen auf die durch die Lockdown-Maßnahmen in China verzögerten administrativen Prozesse im Finanzbereich.
Im 1. Quartal übernahm das Segment die Mehrheit an Teknoweb Materials S.r.l., Palazzo Pignano/Italien, welche 2017 als Joint Venture gegründet wurde, um das Portfolio an Produktionssystemen im Bereich Vliesstoffe zu erweitern und den attraktiven Markt für Einwegvliesstoffe zu erschließen. Als Folge der Corona-Pandemie verzeichnet Oerlikon eine starke weltweite Nachfrage nach Meltblown-Technologie für Vliesstoffe, die bei der Produktion Einweg-Gesichtsmasken eingesetzt wird. Oerlikon erwartet, dass die Nachfrage in den kommenden Quartalen weiter zunehmen wird, angetrieben durch behördliche Verordnungen und das Bedürfnis, bei kritischen medizinischen Artikeln weniger von Importen abhängig zu sein.
Um dieses Wachstum zu stützen wurden die Produktionskapazitäten bei der Meltblown-Technologie hochgefahren und die Lieferfristen für diese Systeme deutlich verkürzt.

 

Quelle:
dfv Mediengruppe